Gender und Arbeitsmarkt
Das Themendossier "Gender und Arbeitsmarkt" bietet wissenschaftliche und politiknahe Veröffentlichungen zu den Themen Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Berufsrückkehrenden, Betreuung/Pflege und Arbeitsteilung in der Familie, Work-Life-Management, Determinanten der Erwerbsbeteiligung, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede, familien- und steuerpolitische Regelungen sowie Arbeitsmarktpolitik für Frauen und Männer.
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- Erwerbsbeteiligung von Frauen
- Erwerbsbeteiligung von Männern
- Kinderbetreuung und Pflege
- Berufliche Geschlechtersegregation
- Berufsrückkehr – Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt
- Dual-Career-Couples
- Work-Life
- Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede
- Familienpolitische Rahmenbedingungen
- Aktive/aktivierende Arbeitsmarktpolitik
- Arbeitslosigkeit und passive Arbeitsmarktpolitik
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Does Performance Pay Increase the Risk of Worker Loneliness? (2026)
Zitatform
Baktash, Mehrzad B. (2026): Does Performance Pay Increase the Risk of Worker Loneliness? In: Kyklos, Jg. 79, H. 1, S. 129-148. DOI:10.1111/kykl.70018
Abstract
"Increased wages and productivity associated with performance pay can be beneficial to both employers and employees. However, performance pay can also entail unintended consequences for workers' well-being. This study is the first to systematically examine the association between performance pay and loneliness, a significant policy-relevant social well-being concern. Using representative survey data from Germany, I show that performance pay is significantly associated with increased loneliness. Correspondingly, performance pay is negatively associated with the social life satisfaction of workers. Investigating the transmission channels reveals work hours, earnings, conflict with coworkers, and conflict with the life partner as important mediators. The key findings also hold in sensible instrumental variable estimations, addressing the potential endogeneity of performance pay and in various robustness checks. Finally, implications are discussed." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Geschlechtergerecht gestalten: Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (2026)
Zitatform
Bothfeld, Silke, Christian Hohendanner, Petra Schütt & Aysel Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Frankfurt: Campus Verlag, 471 S. DOI:10.12907/978-3-593-45932-5
Abstract
"Trotz zahlreicher Bemühungen und Erfolge in der Gleichstellungspolitik seit Ende der 1990er Jahre bestehen in der Praxis nach wie vor erhebliche geschlechtsspezifische Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt. Frauen haben nach wie vor geringere Erfolgsaussichten beim Zugang und beim Verbleib in Beschäftigung, ihre Bezahlung und ihre Aufstiegsmöglichkeiten sind schlechter. Die Beiträge dieses Bandes bieten einen umfassenden Überblick über die aktuelle geschlechtsbezogene Arbeits(marktpolitik-)forschung. Mit einem multiperspektivischen Blick auf den vergeschlechtlichten Arbeitsmarkt gelingt es dem Band, historische Aspekte, Gegenwartsanalysen sowie gesellschaftliche Transformationsprozesse und Lösungsansätze zu verbinden." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Die Rolle von Firmen für Geschlechterungleichheit (2026)
Zitatform
Collischon, Matthias & Florian Zimmermann (2026): Die Rolle von Firmen für Geschlechterungleichheit. In: S. Bothfeld, C. Hohendanner, P. Schütt & A. Yollu-Tok (Hrsg.) (2026): Geschlechtergerecht gestalten. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, S. 253-267, 2025-10-05.
Abstract
"Dieser Beitrag untersuchte zwei Mechanismen, durch die Firmen zur Geschlechterungleichheit beitragen können. Erstens könnten Frauen seltener in Hochlohnfirmen arbeiten und zweitens könnten Frauen in derselben Firma geringere Löhne gezahlt werden. Im Hinblick auf die Arbeit in unterschiedlichen Firmen zeigt sich, dass Frauen seltener in Firmen arbeiten, die im Durchschnitt ein höheres Gehalt zahlen. Die Forschung deutet darauf hin, dass diese Segregation – also die Aufteilung von Frauen in Niedriglohnfirmen und Männern in Hochlohnfirmen – einerseits von Arbeitgeberseite bedingt ist, beispielsweise durch Diskriminierung oder durch soziale Schließung. Andererseits können Frauen sich aber auch gezielt bei Firmen bewerben, die geringere Löhne durch andere Vorteile kompensieren, wie beispielsweise seltenere Überstunden (vgl. Cha/Weeden 2014). Insgesamt können Unterschiede zwischen den Firmen, in denen Männer und Frauen arbeiten, rund ein Drittel der bereinigten Geschlechterlohnlücke erklären. Diese immer noch große, verbleibende Lohnlücke zeigt jedoch, dass es auch innerhalb von Betrieben noch Faktoren geben muss, die zu Geschlechterlohnlücken beitragen. Deshalb betrachteten wir im zweiten Schritt Lohnungleichheiten in Firmen und die Bedeutung des organisationalen Kontexts. Hierzu suchten wir gleichstellungsorientierte organisationale Maßnahmen, den Anteil von Managerinnen in Firmen und die Rolle von Tarifverträgen. Hier zeigt die Forschung, dass es jeweils Zusammenhänge mit Geschlechterlohnlücken gibt, diese jedoch nicht immer einfachen Mustern folgen. Beispielsweise könnten eine Erhöhung des Frauenanteils im Management und die Einführung betrieblicher nahmen die Geschlechterlohnlücke verringern. Für Tarifverträge hingegen ist das Bild uneindeutig. Die Forschung zeigt zwar, dass Lohnlücken in Betrieben, in denen Tarifverträge gelten, kleiner sind, jedoch verringert die Einführung eines Tarifvertrags die Lohnlücke nicht nachweislich. Insgesamt zeigt sich also, dass sowohl Segregation in verschiedene Firmen als auch der organisationale Kontext in Firmen einen substanziellen Teil der Geschlechterlohnlücke erklären kann, jedoch bleibt trotzdem ein unerklärter Rest übrig. Beispielsweise würde selbst bei Erhöhung des Frauenanteils im Management auf Parität, also 50 Prozent, immer noch eine Geschlechterlohnlücke verbleiben (Zimmermann, 2022). Zusammengefasst kann der Blick auf die Ebene von Firmen somit viel zum Verständnis der Geschlechterlohnlücke beitragen, aber sie sind nur Teil eines größeren Puzzles. Dies unterstreicht, wie vielschichtig das Problem der Geschlechterungleichheit ist und dass Maßnahmen auf vielen Ebenen - bei Individuen, in Betrieben, durch die Gesetzgebung - notwendig sind, um diese Lücken zu schließen. Weiterhin besteht auch auf der Firmenebene viel Forschungsbedarf. Während beispielsweise die Repräsentation von Frauen in verschiedenen Führungsebenen untersucht wurde, wissen wir wenig über die genauen Tätigkeiten einzelner Manager:innen, meist werden unterschiedliche Aufgabenbereiche zusammen gefasst. Somit könnte die Kategorisierung in Führungsebenen zu grob sein und eine Unterteilung nach genauen Tätigkeitsprofilen tiefere Einblicke in zugrundeliegende Mechanismen geben. Auf ähnliche Weise sind die untersuchten Maßnahmen in größere Kategorien zusammengefasst, die keine detaillierteren Aussagen erlauben. Schließlich ist auch noch unbekannt, ob die angebotenen Maßnahmen tatsächlich genutzt werden und ob deren Nutzung zur Verringerung der Lohnlücke beiträgt oder das Angebot alleine ausreicht." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Stratification of post-birth labour supply in a high- and low- maternal employment regime (2026)
Zitatform
Filser, Andreas, Pascal Achard, Corinna Frodermann, Dana Müller & Sander Wagner (2026): Stratification of post-birth labour supply in a high- and low- maternal employment regime. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 102, 2026-01-30. DOI:10.1016/j.rssm.2026.101133
Abstract
"This paper compares the magnitude and stratification of motherhood employment penalties in France and Germany, two countries with contrasting institutional orientations towards maternal employment. While prior research has documented cross-national variation in the size of motherhood penalties, less is known about how macro-level contexts shape their stratification across socioeconomic groups. Using harmonized administrative employment data on 18,948 French and 72,632 German mothers, who were employed prior to first birth between 1997 and 2014, we estimate labour market participation trajectories for five years following childbirth. Across both countries, women with higher pre-birth income, higher education, and employment in higher-wage firms experience substantially smaller reductions in labour supply, with income emerging as the strongest stratifying dimension. Motherhood penalties are markedly smaller in France, amounting to less than one-third of the reduction observed in Germany. Yet penalties in France are more strongly stratified: mothers in the lowest income quintile experience participation losses 3.14 times larger than mothers in the highest quintile, compared to a ratio of 1.17 in Germany. Within Germany, East German mothers face smaller but more stratified penalties than West German mothers. Finally, we test whether the macro-level pattern of larger penalties associated with weaker stratification also generalizes to 65 NUTS-2 regions. We find no systematic association between the size and stratification of motherhood penalties at the regional level. The findings suggest that institutional contexts supporting high maternal employment reduce overall penalties but pose particular challenges for mothers from lower socio-economic backgrounds who reintegrate less rapidly into the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Authors. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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Arbeits- und Betreuungsarrangements von Familien mit kleinen Kindern: Gesellschaftliche Einstellung zu Erwerbstätigkeit von Müttern und externer Kinderbetreuung (2026)
Zitatform
Frodermann, Corinna, Eileen Peters, Marie-Fleur Philipp & Claudia Wenzig (2026): Arbeits- und Betreuungsarrangements von Familien mit kleinen Kindern: Gesellschaftliche Einstellung zu Erwerbstätigkeit von Müttern und externer Kinderbetreuung. (IAB-Kurzbericht 02/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2602
Abstract
"Die Förderung der Erwerbsintegration von Frauen und speziell von Müttern ist ein zentrales Thema der Arbeitsmarkt- und Gleichstellungspolitik. Entscheidend für eine Erwerbsaufnahme von Müttern sind dabei nicht nur die Bedingungen am Arbeitsmarkt und die vorhandenen Möglichkeiten der externen Kinderbetreuung, sondern auch die Einstellung zu Familie und Beruf. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Autorinnen Normvorstellungen in der Bevölkerung zur außerhäuslichen Betreuung von Kindern und zur Erwerbstätigkeit von Müttern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliches Alter des Kindes, zu dem Frauen und Männer externe Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit der Mütter als angemessen empfinden
- Einstellung der Bevölkerung zur Erwerbstätigkeit von Müttern und zur externen Betreuung von Kindern
- Einflussgrößen der Einstellungen zur ganztägigen Kinderbetreuung und zur Vollzeiterwerbstätigkeit der Mütter
- Durchschnittliches Alter des Kindes, zu dem die Befragten externe Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit der Mütter als angemessen empfinden
- Anteile der Befragten, die eine externe Kinderbetreuung und eine Erwerbstätigkeit der Mütter bei einem bestimmten Alter des Kindes als angemessen empfinden
- Einstellungen von Frauen und Männern zur ganztägigen Kinderbetreuung und Vollzeiterwerbstätigkeit der Mütter - Unterschiede nach eigener Elternschaft
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Literaturhinweis
Der Gender-Pay-Gap wird kleiner – jedoch nicht in allen Regionen (2026)
Zitatform
Fuchs, Michaela, Anja Rossen, Antje Weyh & Gabriele Wydra-Somaggio (2026): Der Gender-Pay-Gap wird kleiner – jedoch nicht in allen Regionen. In: IAB-Forum H. 23.02.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260223.01
Abstract
"Zwar wird der Gender-Pay-Gap, also die Entgeltlücke zwischen Frauen und Männern, in Deutschland seit einigen Jahren langsam kleiner. Frauen verdienen im Schnitt aber nach wie vor deutlich weniger als Männer. Der Rückgang zeigt sich zudem nicht in allen Regionen Deutschlands: In 15 von 400 Kreisen ist der Gender-Pay-Gap zwischen 2019 und 2024 sogar gestiegen. Diese gegensätzlichen Entwicklungen hängen mit unterschiedlichen Veränderungen in der regionalen Lohn-, Betriebsgrößen- und Berufsstruktur zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Gender-Specific Application Behaviour, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap (2026)
Zitatform
Lochner, Benjamin & Christian Merkl (2026): Gender-Specific Application Behaviour, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap. In: The Economic Journal, Jg. 136, H. 673, S. 97-124., 2025-05-08. DOI:10.1093/ej/ueaf037
Abstract
"This paper examines how gender-specific application behavior, firms’ hiring practices, and flexibility demands relate to the gender earnings gap, using linked data from the German Job Vacancy Survey and administrative records. Women are less likely than men to apply to high-wage firms with high flexibility requirements, although their hiring chances are similar when they do. We show that compensating differentials for firms’ flexibility demands help explain the residual gender earnings gap. Among women, mothers experience the largest earnings penalties relative to men in jobs with high flexibility requirements." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Gender-Specific Application Behavior, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap" als: LASER discussion papers, 139
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen u.d.T. "Gender-Specific Application Behavior, Matching, and the Residual Gender Earnings Gap" als: IAB-Discussion Paper, 22/2022
- frühere (möglicherweise abweichende) Version erschienen als: CESifo working paper, 11813
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Being the boss at work and at home – Self-employment and conflicts between partners (2026)
Zitatform
Schneck, Stefan (2026): Being the boss at work and at home – Self-employment and conflicts between partners. In: Journal of Behavioral and Experimental Economics, Jg. 121. DOI:10.1016/j.socec.2025.102506
Abstract
"The self-employed are their own bosses and make independent decisions on how to achieve their goals. We ask if the self-employed not only make professional decisions but also interfere in the private decisions of their partners. Using unique German panel data designed to study intimate relationships, we show a positive relationship between complaints about interference and the self-employment status of partners, which indicates that the self-employed dominate in business and private life. Estimates explaining the frequency of disagreements and quarrels between partners reveal that tensions are more commonly reported by respondents with self-employed partners. Moreover, we show that partners exercising control over their partners are a major source of conflicts at home. In this regard, the significant effect of having a self-employed partner can be attributed to the degree of governance the partner exercises over the respondent’s life. This study is the first to suggest that decision autonomy in the work sphere is associated with dominance in private life, harming relationships." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2026 The Author.Published by Elsevier Inc.) ((en))
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Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung (2026)
Zitatform
Weyh, Antje, Michaela Fuchs & Anja Rossen (2026): Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Sachsen 01/2026), Nürnberg, 32 S. DOI:10.48720/IAB.RES.2601
Abstract
"Der vorliegende Beitrag untersucht den Gender Pay Gap und seine Bestimmungsfaktoren in den Jahren 2019 und 2024 im regionalen Vergleich zwischen Deutschland, Ostdeutschland, Sachsen und den sächsischen Kreisen. Die zentrale Datenbasis dafür bildet die Beschäftigtenhistorik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. In Sachsen lag der unbereinigte Gender Pay Gap für Vollzeitbeschäftige in 2024 mit 6,7 Prozent über dem Wert für Ostdeutschland mit 5,1 Prozent, allerdings deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Wertes von 17,2 Prozent. Gegenüber 2019 ging er sowohl in Sachsen, in Ostdeutschland als auch deutschlandweit weiter zurück. Insgesamt nehmen dabei sowohl die Unterschiede zwischen den Regionen, als auch die Unterschiede zwischen den Gender Pay Gap nach ausgewählten individuellen und betrieblichen Merkmalen weiter ab. Um ein detaillierteres Bild der Einflussgrößen des Gender Pay Gap zu erhalten, werden diese individuellen und betrieblichen Merkmale sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren zudem im Rahmen einer Oaxaca-Blinder-Zerlegung betrachtet. Diese zeigt im erklärten Teil, dass vor allem die berufliche Orientierung von Frauen und Männern, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Qualifikation, die betriebliche Lohnstruktur und die Lohnhöhe nach wie vor entscheidende Einflussfaktoren auf die Höhe der Lohnlücke sind. Der unerklärte Teil der Zerlegung entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Dieser fällt im Gegensatz zu Deutschland, in Ostdeutschland und Sachsen höher aus als der unbereinigte Gender Pay Gap. Frauen müssten aufgrund der messbaren, lohnbestimmenden Faktoren in Ostdeutschland und Sachsen somit mehr als Männer verdienen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Gender Pay Gap in University Student Internships (2025)
Zitatform
Antoni, Manfred, Hans-Dieter Gerner, Robert Jäckle & Stefan Schwarz (2025): The Gender Pay Gap in University Student Internships. In: German Economic Review. DOI:10.1515/ger-2024-0130
Abstract
"Internships are an important and often mandatory part of academic education. They offer valuable insights into the labor market but can also expose students to negative aspects of the working world, such as gender pay disparities. We provide first evidence of a gender pay gap in mandatory internships, with women earning up to 21 % less per hour than men. This gap is not due to women choosing higher-quality internships over higher pay. Factors such as field of study, risk aversion, competitiveness, the focus of the internship, and firm characteristics account for a large share of the gap. Further analyses show that the internship pay gap is broadly similar to the wage gap at labor market entry among graduates. We discuss potential mechanisms through which the internship pay gap may be related to the entry wage gap." (Author's abstract, IAB-Doku, © DeGruyter Brill) ((en))
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Reducing the child penalty by incentivizing maternal part-time work? (2025)
Zitatform
Baertsch, Laurenz & Malte Sandner (2025): Reducing the child penalty by incentivizing maternal part-time work? In: Labour Economics, Jg. 95, 2025-07-08. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102759
Abstract
"Governments worldwide are discussing ways to increase maternal labor market participation and to reduce the child penalty. This study analyzes the long run effects of a paid parental leave reform in Germany, a country characterized by high rates of maternal part-time employment after childbirth. The reform introduced additional financial incentives for mothers to engage in part-time work during the first two years following childbirth. Using German social security records, we exploit the fact that only mothers whose child is born in or after July 2015 are eligible for the new part-time parental leave option in a Difference-in-Differences strategy. We find that the policy increased the probability that high-income mothers return to work during the first year after child birth by 2.1–2.8 percentage points ( 15%–20%). However, the policy does not affect maternal employment along the extensive or intensive margin (part-time or full-time work) in the long run (i.e. up to 4.5 years after child). This indicates that while the reform successfully encourages early part-time return to work among high-income mothers, it does not significantly reduce the child penalty. However, it does also not trap mothers in part-time employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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Immigration and Adult Children's Care for Elderly Parents: Evidence from Western Europe (2025)
Zitatform
Berlanda, Andrea, Elisabetta Lodigiani & Lorenzo Rocco (2025): Immigration and Adult Children's Care for Elderly Parents: Evidence from Western Europe. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17984), Bonn, 41 S.
Abstract
"In this paper, we use the Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe (SHARE), complemented with register data on the share of the foreign population in the European regions, to examine the effects of migration on the level of informal care provided by children to their senior parents. Our main results show that migration decreases informal care among daughters with a university degree, while it increases the provision of informal care among daughters with low-to-medium levels of education. Viceversa, migration has practically no effect on sons’ care provision who remain little involved in care activities. These results depend on the combination of two supply effects. First, migration increases the supply of domestic and personal services, making formal care more affordable and available. Second, as immigrants compete with low-to-medium-educated native workers, while improve the labor market opportunities of the better educated, the supply of informal care can increase among the less educated daughters and decrease among the more educated." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Selection into maternity leave length and long-run maternal health in Germany (2025)
Zitatform
Bister, Lara, Peter Eibich, Roberta Rutigliano, Mine Kühn & Karen van Hedel (2025): Selection into maternity leave length and long-run maternal health in Germany. In: Journal of Social Policy, Jg. 54, H. 2, S. 528-547. DOI:10.1017/S0047279423000429
Abstract
"Existing literature shows the importance of maternity leave as a strategy for women to balance work and family responsibilities. However, only a few studies focused on the long-run impact of maternity leave length on maternal health. Therefore, how exactly they are related remains unclear. We examine women’s selection into different lengths of maternity leave as a potential explanation for the inconclusive findings in the literature on the association between maternity leave and maternal health. This study aims to unravel the association between maternity leave length and mothers’ long-term health in Germany. Drawing on detailed data from the German Statutory Pension Fund (DRV), we estimated the association between maternity leave length and sick leave from 3 years following their child’s birth for 4,243 women living in Germany in 2015 by applying discrete-time logistic regression. Our results show a negative relationship between maternity-leave length and long-term maternal health, likely driven by negative health selection. Long maternity leaves of more than 24 months were associated with worse maternal health in the long run, while a positive association emerged for vulnerable women with pre-existing health problems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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A new look at pay disclosure: Employee initiatives, multiple perspectives, and voids in legal rules (2025)
Zitatform
Brandl, Julia, David G. Allen, Christian Grund & Anna Sender (2025): A new look at pay disclosure: Employee initiatives, multiple perspectives, and voids in legal rules. In: German Journal of Human Resource Management, Jg. 39, H. 3, S. 179-197. DOI:10.1177/23970022251346594
Abstract
"This article introduces the special issue on Pay disclosure: Implications for Human Resource Management in the German Journal of Human Resource Management. Previous research largely assumed employer agency in designing pay disclosure practices. Recent legislation regarding pay disclosure in many countries and an increasing role of employees have to be considered, though. Differences in actors’ attitudes toward pay disclosure and voids in legal rules then lead to multiple perspectives on the nature of pay disclosure. Based on the articles in this special issue, we outline how these themes constitute a challenge for managing actors and an exciting research opportunity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Väter, die länger in Elternzeit sind, arbeiten auch längerfristig weniger (Serie "Equal Pay Day 2025") (2025)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Andreas Filser & Corinna Frodermann (2025): Väter, die länger in Elternzeit sind, arbeiten auch längerfristig weniger (Serie "Equal Pay Day 2025"). In: IAB-Forum H. 07.04.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250407.01
Abstract
"Die Verdienste von Vätern, die nach der Geburt ihres ersten Kindes Elternzeit nehmen, steigen in den darauffolgenden Jahren im Schnitt etwas langsamer als die Verdienste von Vätern, die auf Elternzeit verzichten. Dies hängt stark damit zusammen, dass insbesondere Väter, die mehr als zwei Monate in Elternzeit gehen, danach zum Beispiel häufiger in Teilzeit arbeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The Evolution of Hours Worked and the Gender Wage Gap: Theory and Evidence from Four Countries (2025)
Zitatform
Checchi, Daniele, Daniel Kreisman & Cecilia García-Peñalosa (2025): The Evolution of Hours Worked and the Gender Wage Gap: Theory and Evidence from Four Countries. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 18265), Bonn, 36 S.
Abstract
"We consider the contribution of the intensive margin of labor supply (hours worked above zero) to the gender wage gap across four economies (Germany, France, US, UK) over a long time-horizon. We first build a model in which firms offer two wage contracts – one that pays a fixed wage but allows workers to choose their preferred number of hours up to “full time”, and a second in which wages are relative to imperfectly observable productivity but hours can be limitless. The former includes part- and full-time work, while the latter represents a class of workers who often must supply very long hours but who can then earn potentially unlimited remuneration. We then apply a Oaxaca decomposition for part-, full-, and over-time workers to observe the relative contribution of sorting and remuneration across these hours “regimes” over time and across countries. Through this, we show that while female employment in over-time work increased and the gender wage decreased, this was not driven by increasing selection but rather by a decrease in the unexplained portion of the wage gap over time. We conclude by considering the contribution of unions and labor market flexibility to these cross-country differences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Elterngeld: Mindest- und Höchstbetrag haben seit der Einführung real 27 Prozent an Wert verloren (2025)
Zitatform
Collischon, Matthias (2025): Elterngeld: Mindest- und Höchstbetrag haben seit der Einführung real 27 Prozent an Wert verloren. In: IAB-Forum – Grafik aktuell H. 20.03.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.GA.20250320.01
Abstract
"Die Geburtenrate in Deutschland ist niedrig, laut statistischem Bundesamt lag sie im Jahr 2023 bei 1,35 Geburten je Frau. Die Politik versucht einen Anreiz zum Kinderkriegen zu schaffen, unter anderem mit dem Elterngeld, das 2007 eingeführt wurde. Der Mindestbetrag liegt hier bei 300 Euro im Monat, der Höchstbetrag bei 1.800 Euro. Diese Beträge wurden, im Gegensatz zu anderen Sozialleistungen, seit der Einführung nicht angepasst und haben somit effektiv an Wert verloren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unpacking the Link between Service Sector and Female Employment: Cross-Country Evidence (2025)
Coskun Dalgic, Sena; Sengul, Gonul;Zitatform
Coskun Dalgic, Sena & Gonul Sengul (2025): Unpacking the Link between Service Sector and Female Employment: Cross-Country Evidence. (IAB-Discussion Paper 08/2025), Nürnberg, 25 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2508
Abstract
"Der starke Anstieg der Erwerbsbeteiligung von Frauen war in den letzten Jahrzehnten ein bestimmendes Merkmal der hochentwickelten Volkswirtschaften. Dieses Papier untersucht die länderübergreifenden Unterschiede im Zusammenhang zwischen der Expansion des Dienstleistungssektors und der Beschäftigung von Frauen in Europa und den USA. Wir schätzen die Elastizität der Frauenbeschäftigung im Verhältnis zur Beschäftigung im Dienstleistungssektor und decken erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern hinsichtlich der Stärke auf, mit der der weibliche Anteil an den Arbeitsstunden auf die Expansion des Dienstleistungssektors reagiert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Elastizität in Ländern mit einem stärkeren Strukturwandel und einer höheren weiblichen Beschäftigungsintensität im Unternehmensdienstleistungssektor höher ist. Darüber hinaus ist eine höhere weibliche Beschäftigungsintensität im Unternehmensdienstleistungssektor mit einem größeren Lebensmittel- und Beherbergungssektor verbunden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Länder mit einer stärkeren Umverteilung von der Industrie zum Dienstleistungssektor einen stärkeren Anstieg der weiblichen Beschäftigung erlebten, da ihr expandierender Unternehmensdienstleistungssektor zusätzliches Wachstum im Lebensmittel- und Beherbergungssektor erzeugte und Frauen dadurch stärker in die Erwerbsarbeit zog." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Coskun Dalgic, Sena; -
Literaturhinweis
Rent Sharing and the Gender Bargaining Gap: Evidence from the Banking Sector (2025)
Zitatform
Coskun Dalgic, Sena, Hermann Gartner & Ahmet Ali Taskin (2025): Rent Sharing and the Gender Bargaining Gap: Evidence from the Banking Sector. (IAB-Discussion Paper 06/2025), Nürnberg, 40 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2506
Abstract
"Wir nutzen den Wegfall staatlicher Bankgarantien in Deutschland als quasi-natürliches Experiment, um den Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Verhandlungsmacht abzuschätzen. Anhand umfassender Lohndaten von Bankangestellten, kombiniert mit Finanzinformationen auf Bankebene, stellen wir fest, dass Frauen etwa zwei Drittel der Verhandlungsmacht von Männern haben. Unsere modellbasierte Analyse legt nahe, dass diese geschlechtsspezifische Verhandlungsmacht allein 13 bis 25 Prozent der beobachteten geschlechtsspezifischen Lohnlücke in der Branche ausmacht. Die Ergebnisse zeigen eine wichtige Ursache der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen: Eine Veränderung der Profitabilität von Firmen kannn die geschlechtsspezifische Lohnlücke verringern, ohne dass sich die Gleichstellung der Geschlechter strukturell verbessert. Dieser Effekt hat erhebliche Auswirkungen auf Branchen mit hohen Profiten und hoher Ungleichheit wie der Finanzbranche, in denen der Modus der Verteilung der Profite männliche Beschäftigte begünstigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Partnerships as signposts? The role of spatial mobility in gendered earnings benefits of graduates (2025)
Zitatform
Detemple, Jonas (2025): Partnerships as signposts? The role of spatial mobility in gendered earnings benefits of graduates. In: Advances in life course research, Jg. 63. DOI:10.1016/j.alcr.2024.100656
Abstract
"This study analyzes the gender-specific impact of spatial mobility on earnings after graduation from higher education, extending previous research on graduates’ mobility benefits, which has largely ignored gender-specific mechanisms. Based on household economic and gender role considerations, this study argues that partnerships are associated with solidifying gender differences in mobility-related earnings benefits. The study uses data from the German National Educational Panel Study (NEPS), Starting Cohort First-Year Students (SC5), and applies entropy balancing weights to account for the self-selection of mobile graduates. General linear models show a weak correlation between overal graduate mobility and higher earnings and that gender differences are rather small and depend on the type of mobility. However, looking at the role of partnerships, female graduates benefit significantly less from short-distance mobility when cohabiting with a partner than their non-cohabiting counterparts, while cohabiting male graduates benefit significantly more from long-distance mobility. The findings contribute to the literature by highlighting the crucial role of partnerships in the gendered mobility benefits of graduates." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Author. Published by Elsevier Ltd.) ((en))
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