Niedriglohnarbeitsmarkt
Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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Literaturhinweis
Unequal Job Security, Unemployment Scarring, and the Distribution of Welfare in a Search and Bargaining Model (2025)
Zitatform
Abrahams, Scott (2025): Unequal Job Security, Unemployment Scarring, and the Distribution of Welfare in a Search and Bargaining Model. In: Labour, Jg. 39, H. 3, S. 189-205. DOI:10.1111/labr.70001
Abstract
"What causes unemployment to concentrate among the same workers over time, and what are the welfare consequences? I demonstrate that unemployment scarring emerges naturally in a frictional labor market when firms with lower-productivity matches have smaller profit margins to absorb negative shocks. I develop a search model with endogenous job termination that reproduces two key empirical regularities: lower-wage jobs are less stable and previous unemployment predicts future job loss. The model captures a crucial non-monotonic pattern I document empirically, where termination risk drops sharply in the left tail of the wage distribution but flattens beyond the median wage. This mechanism increases lifetime wage and unemployment inequality by 7% compared to models with uniform termination risk. Counterfactual experiments reveal that unemployment insurance reduces scarring by enabling workers to wait for higher-quality matches, but simultaneously strengthens workers' bargaining position, which counterintuitively decreases job security at every productivity level." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Ressourcen und Bedarfe in Einfacharbeit : Analysen und erste Gestaltungsansätze in Logistik und Pflege im Verbundprojekt 'ressource' (2025)
Bleses, Peter; Ritter, Wolfgang;Zitatform
Bleses, Peter & Wolfgang Ritter (Hrsg.) (2025): Ressourcen und Bedarfe in Einfacharbeit : Analysen und erste Gestaltungsansätze in Logistik und Pflege im Verbundprojekt 'ressource'. (Schriftenreihe Institut Arbeit und Wirtschaft 43), Bremen, 92 S. DOI:10.26092/elib/4370
Abstract
"Das Verbundprojekt ressource erforscht und gestaltet Arbeitsbedingungen für Beschäftigte in Einfacharbeit, insbesondere in der Logistik und in gesundheitsbezogenen Dienstleistungen in der Region NordWest. Im Fokus des iaw-papers stehen systematische Bedarfs- und Anforderungsanalysen, die institutionelle, organisationale und individuelle Herausforderungen sowie vorhandene Ressourcen im Hinblick auf gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung erfassen. Methodisch setzt das Projekt auf einen reflexiv-iterativen Mixed-Methods-Ansatz, der qualitative und quantitative Verfahren kombiniert und partizipativ angelegt ist. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Komplexität der betrieblichen Herausforderungen, die in vier Gestaltungsperspektiven gebündelt werden: Kommunikation, Wertschätzung, Lernen/Lernorganisation sowie Qualität der Arbeit. Diese Themenfelder sind eng miteinander verwoben und betreffen sowohl Führungsverhalten und Arbeitsbedingungen als auch strukturelle Rahmenbedingungen. Branchenspezifisch treten in der Logistik vor allem physische, in der Pflege und Betreuung eher auch psychosoziale Belastungen auf. Daraus ergeben sich differenzierte Anforderungen an betriebliche Gestaltungsansätze. Im Projekt werden innovative methodische Zugänge erprobt, etwa die dialogorientierte Methode Rooms of Error. Ziel des Verbundprojekts ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums in der Region NordWest, das praxisnahes Wissen zur Gestaltung und Entwicklung von Einfacharbeit langfristig sichert und weiterentwickelt. Damit leistet ressource einen Beitrag zur arbeitswissenschaftlichen Erschließung von Einfacharbeit und zur Entwicklung zukunftsfähiger Arbeitswelten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation (2025)
Zitatform
Gruber, Anja (2025): The Labor Market Impacts of Fair Work Legislation. In: ILR review, S. 1-32. DOI:10.1177/00197939251355234
Abstract
"Fair Workweek (FWW) ordinances, which typically require employers to provide workers with advance notice of their schedules and extra pay for last-minute changes, have become an increasingly debated policy tool to address the unpredictability of low-wage work in the United States. In this article, the author studies the labor market impacts of the Oregon FWW law using data on treated workers from the Quarterly Workforce Indicators and American Community Survey, and a variety of empirical approaches that address the factors complicating such a labor market analysis. Taken together, the evidence points to limited effects on the average labor market outcomes of workers covered by the legislation. However, findings indicate increased employment and hours worked for men, and decreased employment and hours worked for women. Also, results show consistent evidence of decreased average monthly earnings for newly hired women at treated employers. Despite the ability of employers to bypass compensation requirements through voluntary standby lists, this study identifies compositional effects on the workforce resulting from FWW legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Niedriglohnbeschäftigung 2022 - Deutlicher Rückgang in Westdeutschland (2025)
Kalina, Thorsten;Zitatform
Kalina, Thorsten (2025): Niedriglohnbeschäftigung 2022 - Deutlicher Rückgang in Westdeutschland. (IAQ-Report 2025-03), Duisburg, 17 S. DOI:10.17185/duepublico/83214
Abstract
"Das Niedriglohnrisiko ist in Deutschland zwischen 2021 und 2022 insgesamt um fast zwei Prozentpunkte auf 19 % gesunken. Anders als in früheren Jahren zeigte sich vor allem in Westdeutschland ein deutlicher Rückgang von 19,9 % auf 17,9 %. Von dieser positiven Entwicklung konnten Beschäftigtengruppen mit einem hohen Niedriglohnrisiko, wie etwa Ausländer*innen, Beschäftigte mit Migrationshintergrund oder befristet Beschäftigte, nur zum Teil profitieren. Vielfach reduzierte sich das Niedriglohnrisiko für Beschäftigtengruppen, die im Allgemeinen eher eine überdurchschnittliche Entlohnung haben (Akademiker*innen, Männer, mittlere Altersgruppen). Ferner sank es eher in sozialversicherungspflichtiger Teilzeitbeschäftigung als in Minijobs. Ein Rückgang des Niedriglohnrisikos war für die jeweiligen Gruppen meistens nicht mit Beschäftigungsverlusten verbunden, einzige Ausnahme sind befristet Beschäftigte. Für tarifgebundene Beschäftigte ist das Niedriglohnrisiko mit knapp 11 % deutlich geringer als für nicht tarifgebundene Beschäftigte mit gut 26 %. Maßnahmen zur Stärkung der Tarifbindung könnten helfen, den Niedriglohnsektor weiter zu verkleinern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung - prekäre Teilhabe: Ausländische Arbeitskräfte im deutschen Niedriglohnsektor (2023)
Loschert, Franziska; Kolb, Holger; Schork, Franziska;Zitatform
Loschert, Franziska, Holger Kolb & Franziska Schork (2023): Prekäre Beschäftigung - prekäre Teilhabe. Ausländische Arbeitskräfte im deutschen Niedriglohnsektor. (SVR-Studie / Sachverständigenrat für Integration und Migration 2023-1), Berlin, 118 S.
Abstract
"Ausländische Arbeitskräfte sind in vielen Branchen der deutschen Wirtschaft längst unverzichtbar geworden. Dazu zählen auch solche Sektoren, in denen prekäre Arbeitsverhältnisse, die durch geringe Entlohnung und harte Arbeitsbedingungen gekennzeichnet sind, oftmals nicht die Ausnahme, sondern die Regel sind. Der SVR untersucht im Rahmen einer qualitativen Interviewstudie die Ursachen und Folgen von Prekaritätsverhältnissen auf dem Arbeitsmarkt, die ausländische Arbeitskräfte betreffen. Die Studie gibt praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der untere Entgeltbereich (2022)
Seils, Eric; Baumann, Helge;Zitatform
Seils, Eric & Helge Baumann (2022): Der untere Entgeltbereich. (WSI Policy Brief / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut 65), Düsseldorf, 12 S.
Abstract
"Die Bundesagentur für Arbeit hat erstmals nicht nur fachlich, sondern auch regional tief gegliederte Daten zum unteren Entgeltbereich herausgegeben (Bundesagentur für Arbeit 2021a). In Verbindung mit weiteren Sonderauswertungen der Bundesagentur liefern diese Kennziffern detaillierte Informationen über Menschen, die trotz Vollzeitbeschäftigung am Ende des Monats wenig Lohn haben. Diese Daten sollen im Hinblick auf die folgenden Fragen ausgewertet werden: Wer sind die Geringverdiener und wo arbeiten sie? Wie hat sich der untere Entgeltbereich entwickelt? Welche regionalen Unterschiede bestehen und wie lassen sich diese erklären? Zunächst soll jedoch auf methodische Aspekte eingegangen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Cumulative risks in a segmented labour market: Working-time patterns of low-wage workers (2021)
Zitatform
Dütsch, Matthias & Oliver Bruttel (2021): Cumulative risks in a segmented labour market: Working-time patterns of low-wage workers. (baua: Fokus), Dortmund, 27 S. DOI:10.21934/baua:focus20210505
Abstract
"Basierend auf einem repräsentativen Datensatz, der Informationen zu rund 20.000 Personen enthält, geben wir Einblicke in die spezifischen Arbeitszeitmuster von Niedriglohnbeschäftigten hinsichtlich der Dauer der Arbeit, atypischer Arbeitszeiten und ihrer Arbeitszeitautonomie. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass Niedriglohnbeschäftigte im Durchschnitt signifikant längere tatsächliche Arbeitszeiten haben als besser verdienende Beschäftigte. Sie berichten von höheren durchschnittlichen wöchentlichen Überstunden und einer größeren Anzahl von unbezahlten Stunden. Niedriglohnbeschäftigte sind häufiger atypischen Arbeitszeiten ausgesetzt: Sie arbeiten häufiger an Wochenenden und leisten mehr rotierende Tagschichtarbeit. Zudem haben Niedriglohnbeschäftigte weniger Einfluss auf den Beginn oder das Ende ihres Arbeitstages sowie auf Pausen. Schließlich arbeiten sie häufiger auf Abruf und ihre Arbeitszeiten ändern sich häufiger aus betrieblichen Gründen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entlastung gesucht: Gute Politik für Frauen mit geringem Einkommen (2019)
Bolz, Caroline; Grimm, Robert; Wolfs, Laura; Schoen, Alexandra; Zindler, Armgard;Zitatform
Bolz, Caroline, Robert Grimm, Alexandra Schoen, Laura Wolfs & Armgard Zindler (2019): Entlastung gesucht. Gute Politik für Frauen mit geringem Einkommen. Bonn, 31 S.
Abstract
"Was kann die Politik tun, um Frauen mit geringem Einkommen zu entlasten? Die Autor_innen dieser Studie haben Frauen, die weniger als das mittlere bedarfsgewichtete Nettoeinkommen in Deutschland zur Verfügung haben, nach ihren Lebensrealitäten und wie diese verbessert werden könnten, befragt. Auf dieser Grundlage gibt die Studie klare Handlungsempfehlungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Low- and moderate-income families' avenues to mobility: overcoming threats to asset accumulation and remaining in undesirable neighborhoods (2018)
Zitatform
Mendenhall, Ruby, Karen Z. Kramer & Dylan Bellisle (2018): Low- and moderate-income families' avenues to mobility. Overcoming threats to asset accumulation and remaining in undesirable neighborhoods. In: Research in Social Stratification and Mobility, Jg. 53, H. Feburary, S. 26-39. DOI:10.1016/j.rssm.2017.12.001
Abstract
Untersuchungen der sozialen Mobilität von Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen nutzen in der Regel objektivierte Daten, wirtschaftliche Indikatoren und quantitative Forschungsmethoden. Dieser Beitrag wählt einen qualitativen Ansatz unter Verwendung der Theorie kumulativer Vorteile, der zeigt, wie sich soziale Mobilität anhand der Merkmale 'eigenes Haus' und 'bevorzugte Wohngegend' für Arbeiterfamilien mit geringem Einkommen darstellt. Im Ergebnis wird deutlich, dass Familien verschiedene und multiple Strategien verfolgen, die Ziele eines eigenen Hauses und das Wohnen in einer guten Lage zu erreichen. Dabei nutzen sie Strategien ökonomisch besser situierter Familien wie Sparen, die Mithilfe von Freunden und Verwandten sowie Leistungen sozialer und staatlicher Unterstützungsprogramme und Mietkauf-Optionen. Implikationen für soziale Organisationen und Politik werden aufgezeigt. (IAB)
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Literaturhinweis
The poverty reduction of social security and means-tested transfers (2018)
Meyer, Bruce D.; Wu, Derek;Zitatform
Meyer, Bruce D. & Derek Wu (2018): The poverty reduction of social security and means-tested transfers. In: ILR review, Jg. 71, H. 5, S. 1106-1153. DOI:10.1177/0019793918790220
Abstract
"This article is the fourth in a series to celebrate the 70th anniversary of the ILR Review. The series features articles that analyze the state of research and future directions for important themes this journal has featured over many years of publication.
Starting with Survey of Income and Program Participation (SIPP) data from 2008 to 2013, the authors link administrative data from Social Security and five large means-tested transfers - Supplemental Security Income (SSI), Supplemental Nutrition Assistance Program (SNAP), public assistance (PA), the Earned Income Tax Credit (EITC), and housing assistance - to minimize errors within the SIPP data. Social Security cuts the poverty rate by a third - more than twice the combined effect of the five means-tested transfers. Among means-tested transfers, the EITC and SNAP have the largest effects. All programs except for the EITC sharply reduce deep poverty. The relative importance of these programs differs by family subgroup. SSI, PA, and housing assistance have the highest share of benefits going to the pre-transfer poor, whereas the EITC has the lowest. Finally, the SIPP survey data alone provide fairly accurate estimates for the overall population at the poverty line, though they understate the effects of Social Security, SNAP, and PA. Differences in effects are striking, however, at other income cutoffs and for specific family types." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Ähnliche Treffer
auch erschienen als: NBER working paper , 24567 -
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Arbeitsmarktsituation von Aufstockern: Vor allem Minijobber suchen nach einer anderen Arbeit (2015)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Johannes Eggs, Carina Sperber, Mark Trappmann & Ulrich Walwei (2015): Arbeitsmarktsituation von Aufstockern: Vor allem Minijobber suchen nach einer anderen Arbeit. (IAB-Kurzbericht 19/2015), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Die positive Beschäftigungsentwicklung in Deutschland hält an und der Arbeitsmarkt ist in einer guten Grundverfassung. Dennoch ist die Zahl der Menschen, die gleichzeitig Leistungen der Grundsicherung und ein Erwerbseinkommen erhalten, in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben. Diese erwerbstätigen Arbeitslosengeld-II-Bezieher, die sogenannten Aufstocker, stehen im besonderen Fokus von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Die Haushaltsbefragung 'Arbeitsmarkt und Soziale Sicherung' zeigt für das Jahr 2013, dass die Tätigkeiten von Aufstockern oft durch eine geringe Stundenzahl und/oder geringe Stundenlöhne gekennzeichnet sind. Ihre Beschäftigungssituation könnte sich verbessern, wenn sie nach einer anderen oder weiteren Tätigkeit suchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Social upgrading in globalized production: the case of the textile and clothing industry (2015)
Zitatform
Gimet, Céline, Bernard Guilhon & Nathalie Roux (2015): Social upgrading in globalized production. The case of the textile and clothing industry. In: International Labour Review, Jg. 154, H. 3, S. 303-327. DOI:10.1111/j.1564-913X.2015.00244.x
Abstract
"Vertical specialization generated by the international fragmentation of production within global networks is driven not only by comparative advantage, but also by the locational decisions of lead firms which determine the role and bargaining power of local producers in their value chain. This study examines the consequences of such specialization in textiles and clothing for 26 labour-abundant countries from 1990 to 2007. Fixed effects regressions based on panel data reveal that the industry does not always reap the benefits of the resulting international trade integration. Rather, the authors observe a negative relationship between vertical specialization and relative real wages in the textile and clothing industry." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Niedriglohnbeschäftigung 2013: Stagnation auf hohem Niveau (2015)
Zitatform
Kalina, Thorsten & Claudia Weinkopf (2015): Niedriglohnbeschäftigung 2013. Stagnation auf hohem Niveau. (IAQ-Report 2015-03), Duisburg, 17 S. DOI:10.17185/duepublico/45723
Abstract
"Im Jahr 2013 arbeiteten in Deutschland 24,4% aller abhängig Beschäftigten für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 9,30 EURO pro Stunde. Damit hat sich der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten gegenüber 2012 kaum verringert.
Im Durchschnitt erzielten die rund 8,1 Millionen gering bezahlten Beschäftigten einen Stundenlohn von 6,72 EURO und lagen damit deutlich unter der Niedriglohnschwelle.
Ein besonders hohes Risiko geringer Stundenlöhne hatten im Jahr 2013 Minijobber/innen, unter 25-Jährige, gering Qualifizierte sowie befristet Beschäftigte.
Gleichwohl haben mehr als drei Viertel der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen akademischen Abschluss.
Von Stundenlöhnen unter 8,50 EURO waren im Jahr 2013 18,9% der abhängig Beschäftigten betroffen. Anders als in einigen anderen Studien angenommen, hat sich dieser Anteil gegenüber 2012 nicht verringert.
Besonders hoch war der Anteil von Beschäftigten mit einem Stundenlohn von weniger als 8,50 EURO im Gastgewerbe, in der Landwirtschaft und im Handel." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
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"They see us as machines:" the experience of recent immigrant women in the low wage informal labor sector (2015)
Zitatform
Panikkar, Bindu, Doug Brugge, David M. Gute & Raymond R. Hyatt (2015): "They see us as machines:" the experience of recent immigrant women in the low wage informal labor sector. In: PLoS one, Jg. 10, H. 11, S. 1-18. DOI:10.1371/journal.pone.0142686
Abstract
"This study explores the organization of work and occupational health risk as elicited from recently immigrated women (n = 8) who have been in the US for less than three years and employed in informal work sectors such as cleaning and factory work in the greater Boston area in Massachusetts. Additional interviews (n = 8) with Community Key Informants with knowledge of this sector and representatives of temporary employment agencies in the area provides further context to the interviews conducted with recent immigrant women. These results were also compared with our immigrant occupational health survey, a large project that spawned this study. Responses from the study participants suggest health outcomes consistent with being a day-laborer scholarship, new immigrant women are especially at higher risk within these low wage informal work sectors. A difference in health experiences based on ethnicity and occupation was also observed. Low skilled temporary jobs are fashioned around meeting the job performance expectations of the employer; the worker's needs are hardly addressed, resulting in low work standards, little worker protection and poor health outcomes. The rising prevalence of non-standard employment or informal labor sector requires that policies or labor market legislation be revised to meet the needs presented by these marginalized workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Lebensmodelle in der Dienstleistungsgesellschaft (2014)
Bahl, Friederike;Zitatform
Bahl, Friederike (2014): Lebensmodelle in der Dienstleistungsgesellschaft. Hamburg: Hamburger Edition, 371 S.
Abstract
"Am Anfang der Dienstleistungsgesellschaft stand eine Utopie: Dienstleistungsarbeit werde den Weg der Lohnarbeit von einer proletarischen Beschäftigung zum Garanten wirtschaftlichen Aufstiegs, sozialer Identität und politischer Stabilität weisen. Mit Blick auf die Gegenwart 'einfacher' Dienstleistungsarbeit zeigt sich zweifellos ein anderes Bild. Dienstleistungen wie Sorgen, Säubern und Service sind gekennzeichnet durch Niedriglohn und Grundsicherung, Minimalstandards wohlfahrtsstaatlicher Versorgung. Der Traum vom Aufstieg ist hier ausgeträumt. Das Profil von Dienstleistungsarbeit erschwert die Entstehung professioneller Identität. Und die sozialliberalistische Vorstellung, dass über Ökonomie und wohlfahrtsstaatliche Anrechte eine gesellschaftliche Ordnung erzeugt wird, die die Lebenschancen aller Gesellschaftsmitglieder mehrt, hat für die Beschäftigten 'einfacher' Dienste jede Überzeugungskraft verloren. Wie betrachten die Beschäftigten ihre Lage? Empfinden sie Solidarität, Berufsstolz, haben sie Erwartungen an die Zukunft? Auf der Basis von zahlreichen Interviews, Beobachtungen und Diskussionen wird deutlich, dass in den 'einfachen' Diensten Arbeits- und Lebensformen entstanden sind, die auf eine neue Form von 'Proletarität' ohne Proletariat verweisen. Friederike Bahl stellt den Menschen und seine Selbstverortung in den Mittelpunkt ihrer Studie und zeigt: Wo und wie wir uns im gedachten Ganzen situieren, beeinflusst immer auch die Formation einer Gesellschaft." (Textauszug, IAB-Doku)
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Unpredictable work timing in retail jobs: implications for employee work-life conflict (2014)
Zitatform
Henly, Julia R. & Susan J. Lambert (2014): Unpredictable work timing in retail jobs. Implications for employee work-life conflict. In: ILR review, Jg. 67, H. 3, S. 986-1016. DOI:10.1177/0019793914537458
Abstract
"Unpredictability is a distinctive dimension of working time that has been examined primarily in the context of unplanned overtime and in male-dominated occupations. The authors assess the extent to which female employees in low-skilled retail jobs whose work schedules are unpredictable report greater work -- life conflict than do their counterparts with more predictable work schedules and whether employee input into work schedules reduces work -- life conflict. Data include measures from employee surveys and firm records for a sample of hourly female workers employed across 21 stores of a U.S. women's apparel retailer. Results demonstrate that, independent of other dimensions of nonstandard work hours, unpredictability is positively associated with three outcomes: general work -- life conflict, time-based conflict, and strain-based conflict as measured by perceived employee stress. Employee input into work schedules is negatively related to these outcomes. Little evidence was found that schedule input moderates the association between unpredictable working time and work -- life conflict." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Minijobs in NRW: Datenbeschreibung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbefragung (2014)
Zitatform
Schaffner, Sandra & Barbara Treude (2014): Minijobs in NRW. Datenbeschreibung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbefragung. (RWI-Materialien 76), Essen, 74 S.
Abstract
"Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, sogenannte Minijobs, sind inzwischen ein nicht unerheblicher Teil abhängiger Beschäftigung in Deutschland. Das RWI hat im Jahr 2012 sowohl eine Befragung von geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern mit Minijobs in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Befragungen lassen unter anderem Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Beschäftigten, die Beweggründe auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite und die Wahrnehmung von Rechten wie Lohnfortzahlung und Mutterschutz zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arm trotz Arbeit (2014)
Zitatform
(2014): Arm trotz Arbeit. In: Frauenrat H. 1, S. 1-34.
Abstract
"Arm trotz Arbeit, das erleben immer mehr Menschen in Deutschland. Von der eigenen Arbeit leben zu können ist inzwischen fast zu einem Privileg geworden. Es geht nicht um Luxus, sondern um die Existenzgrundlage in einem reichen Land. Der Beitrag 'Über die Runden kommen' zeigt, wie es ganz unterschiedliche Frauen in ganz verschiedenen Berufen und Lebenssituationen trifft. Zwar sinken die Arbeitslosenzahlen, doch nehmen die prekären Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland zu, wie der Beitrag 'Das Märchen vom Jobwunder' beschreibt. 'Warenverräumerinnen' stocken im Minijob für fünf Euro die Stunde die Regale in Supermärkten auf; Floristinnen verdienen selbst tariflich weniger als das; Zeitungszustellerinnen kommen, wenn sie flott arbeiten, auf drei Euro. Das sind nur einige Beispiele aus dem Niedriglohnsektor. Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es noch nicht, und selbst ein Vollzeitjob garantiert heute keine eigenständige Existenz mehr. Besonders Frauen sind prekären Arbeitsverhältnissen ausgesetzt, und zwar in den unterschiedlichsten Berufssparten. Da wird immer mehr (Schein-)Selbständigkeit gefördert und gefordert, und das Risiko trägt die 'Unternehmerin'; gesetzliche Regelungen aus Angestelltenverhältnissen greifen nicht mehr. Selbständige Frauen tragen dabei noch höhere Risiken als Männer: weil sie schwanger werden können, Kinder erziehen oder Angehörige pflegen. Es fehlen die sozialen Errungenschaften wie Mutterschutz, bezahlter Urlaub und Bezahlung im Krankheitsfalle, ein arbeitsfreies Wochenende, der Feierabend, Sorglosigkeit und Familienzeit. Eine existenzsichernde Rente kann nicht mehr erwirtschaftet werden, wie der Beitrag 'Ein Gespenst kehrt zurück' nachvollzieht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Degraded work: the struggle at the bottom of the labor market (2013)
Zitatform
Doussard, Marc (2013): Degraded work. The struggle at the bottom of the labor market. University of Minnesota Press 275 S.
Abstract
"Critics on the left and the right typically agree that globalization, the loss of manufacturing jobs, and the expansion of the service sector have led to income inequality and rising numbers of low-paying jobs with poor working conditions. In Degraded Work, Marc Doussard demonstrates that this decline in wages and working conditions is anything but the unavoidable result of competitive economic forces. Rather, he makes the case that service sector and other local-serving employers have boosted profit with innovative practices to exploit workers, demeaning their jobs in new ways - denying safety equipment, fining workers for taking scheduled breaks, requiring unpaid overtime - that go far beyond wage cuts. Doussard asserts that the degradation of service work is a choice rather than an inevitability, and he outlines concrete steps that can be taken to help establish a fairer postindustrial labor market.
Drawing on fieldwork in Chicago, Degraded Work examines changes in two industries in which inferior job quality is assumed to be intrinsic: residential construction and food retail. In both cases, Doussard shows how employers degraded working conditions as part of a successful and intricate strategy to increase profits. Arguing that a growing service sector does not have to mean growing inequality, Doussard proposes creative policy and organizing opportunities that workers and advocates can use to improve job quality despite the overwhelming barriers to national political action." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Is the likelihood of poverty inherited? (2013)
Grundiza, Sigita; Lopez Vilaplana, Cristina;Zitatform
Grundiza, Sigita & Cristina Lopez Vilaplana (2013): Is the likelihood of poverty inherited? (Statistics in focus 2013/27), Luxemburg, 14 S.
Abstract
"One of the headline targets of the Europe 2020 strategy for jobs and smart, sustainable and inclusive growth is the reduction of poverty by lifting at least 20 million people out of the risk of poverty or social exclusion by 2020. Poverty is a multidimensional socioeconomic phenomenon caused both by aggregated factors such as macroeconomic, social and labour policies and by individual factors like level of education, health or social interaction in society. The analysis of intergenerational disadvantages is aimed at measuring the extent of transmission or persistence of individual factors through generations. The European Union statistics on income and living conditions (EU-SILC) 2011 data are used for the purpose of the analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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