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Dossier

Niedriglohnarbeitsmarkt

Der Ausbau des Niedriglohnsektors sollte Ende der 1990er Jahre die hohe Arbeitslosigkeit reduzieren. Als Niedriglohn gilt ein Arbeitsentgelt, das trotz Vollzeitbeschäftigung keine angemessene Existenzsicherung gewährleistet – die OECD definiert den ihn als einen Bruttolohn, der unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigten liegt. Betroffen von Niedriglöhnen sind überdurchschnittlich häufig Personen ohne beruflichen Abschluss, jüngere Erwerbstätige und Frauen.
Bietet der Niedriglohnsektor eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt oder ist er eine Sackgasse? Das IAB-Themendossier erschließt Informationen zum Forschungsstand.
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im Aspekt "Berufseinmündung"
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    Gering Qualifizierte in Deutschland und England: Kontrast der institutionellen Schnittstellen von Bildungs- und Beschäftigungssystem (01.09.2002)

    Universität Bremen, Zentrum für Sozialpolitik
    Schmid, Achim
    Quelle: Projektinformation beim ZeS

    Beschreibung

    Das Projekt befasste sich mit der Frage wie Deutschland und England mit den zunehmenden Beschäftigungsproblemen gering qualifizierter Arbeitskräfte umgehen: Sind diese auf Ursachen zurückzuführen, die in der Struktur der Problemgruppe liegen oder verweisen sie auf Unschärfen der Bildungs- und Beschäftigtenstatistik im internationalen Vergleich? Des Weiteren sollte aus britischen Evaluationsstudien ermittelt werden, mit welchen Strategien und institutionellen Rahmenbedingungen Erfolge in der Arbeitsmarktintegration verbunden sind. Zuletzt sollten Entwicklungen an den Schnittstellen institutioneller Teilbereiche untersucht werden.>> Es bestätigte sich, dass der britische Arbeitsmarkt aufnahmefähiger für Personen mit einfachen Qualifikationen ist. Die jeweiligen Organisationsstrukturen der Vermittlungsinstanzen hatten keinen messbaren Einfluss auf Eingliederungschancen. Trotz der unterschiedlichen Bildungs- und Beschäftigungssysteme weisen die Länder Parallelen auf: Die Vereinheitlichung der Leistungen bei Arbeitslosigkeit und Aktivierungsbestrebungen setzen auf vergleichbare Instrumente; Erwerbslose wie Verwaltungen sollen durch neue Steuerungsinstrumente aktiviert werden; in beiden Ländern wurden Wettbewerbsmechanismen im Weiterbildungssektor eingeführt und Maßnahmen auf schnelle Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ausgerichtet. Die Annahme, dass divergierende Bildungs- und Beschäftigungsregime deutlich voneinander abweichende Antworten auf ähnlich gelagerte Probleme geben, wurde daher nicht bestätigt.

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