Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Neue Ergebnisse zur Verbreitung atypischer Beschäftigung in Rheinland-Pfalz (2025)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2025): Neue Ergebnisse zur Verbreitung atypischer Beschäftigung in Rheinland-Pfalz. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels), Mainz, 9 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief zeigt auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels die Entwicklungen im Bereich der atypischen Beschäftigung seit dem Jahr 2014. Dabei wird aufgezeigt wie viele Betriebe die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung nutzten und wie viele Personen in solchen Beschäftigungsverhältnissen standen. Zusätzlich wird auch auf Geschlechterunterschiede im Bereich der atypischen Beschäftigung eingegangen. Die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels zeigen, dass sich die Anteile der Betriebe, welche auf die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung zurückgriffen, als auch die Anteile der Beschäftigten in diesen Beschäftigungsformen im Verlauf der letzten 10 Jahre als weitgehend konstant erweisen. Eine Ausnahme bildet die Beschäftigung im Midi-Job-Bereich. Hier kann in den letzten Jahren aufgrund der angehobenen Verdienstobergrenzen eine Zunahme beobachtet werden. Im Jahr 2023 wurde diese Beschäftigungsform erstmals von mehr Betrieben genutzt als die geringfügige Beschäftigung. Und auch der Anteil der Beschäftigten im Midi-Job-Bereich übertraf erstmalig den Anteil der geringfügig Beschäftigten. Ebenso ist zu erwähnen, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse unter Frauen verbreiteter sind als unter Männern. Wenngleich seit 2014 der Frauenanteil unter den Beschäftigten in den verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen abgenommen hat, waren dennoch im Jahr 2023 von allen Beschäftigten in Teilzeit, im Midi-Job-Bereich oder in befristeten Arbeitsverhältnissen drei Viertel Frauen und nur ein Viertel Männer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz (2023)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2023): Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 04/2023), Mainz, 8 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief zeigt auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels die Verbreitung atypischer Beschäftigung in den Betrieben und unter den Beschäftigten seit dem Jahr 2013 in RheinlandPfalz auf. Zusätzlich wird für verschiedene Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse auf Geschlechterunterschiede eingegangen. Im Verlauf der letzten 10 Jahre erweisen sich dabei die Anteile der Betriebe, welche auf die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung zurückgriffen, als auch die Anteile der Beschäftigten, die in diesen Beschäftigungstypen angestellt waren, als vergleichsweise konstant. Eine Ausnahme bildet die Beschäftigung im Midi-Job-Bereich. Hier kann in den letzten beiden Jahren aufgrund der angehobenen Verdienstobergrenze eine deutliche Zunahme beobachtet werden. Dennoch fällt deren Stellenwert weit hinter dem der Beschäftigung in Teilzeit zurück. Im Durchschnitt über die letzten 10 Jahre war ein Drittel aller Beschäftigten in Rheinland-Pfalz auf Teilzeitbasis angestellt. Ebenso ist zu erwähnen, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse unter Frauen verbreiteter sind als unter Männern. Wenngleich seit 2013 der Frauenanteil unter den Beschäftigten in den verschiedenen atypischen Beschäftigungstypen abgenommen hat, waren dennoch im Jahr 2022 zwei Drittel aller beschäftigten Frauen und nur ein Viertel aller beschäftigten Männer entweder in Teilzeit, im Midi-Job-Bereich oder befristet angestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung sozialversicherungspflichtiger Teilzeitbeschäftigung in Deutschland: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten … und der Fraktion DIE LINKE (2023)
Zitatform
(2023): Entwicklung sozialversicherungspflichtiger Teilzeitbeschäftigung in Deutschland. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten … und der Fraktion DIE LINKE. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/7878 (27.07.2023)), Berlin, 12 S., Tabellenanhang.
Abstract
"Vorbemerkung der Fragesteller: Nicht zuletzt angesichts der aktuellen Debatte um die Vier-Tage-Woche lohnt es sich nach Ansicht der Fragestellenden, sich ein genaueres Bild über die Entwicklung und den Status quo von sozialversicherungspflichtiger Teilzeitarbeit in Deutschland zu machen. Denn während die einen über ausreichend Einkommen verfügen, um sich bereits jetzt den Wunsch nach weniger Erwerbsarbeit erfüllen zu können, müssen andere zu diesem Mittel greifen, um ihre Gesundheit zu schützen oder Angehörige zu pflegen bzw. Kinder zu betreuen. Wieder andere haben gar keine Aussicht auf eine adäquate Vollzeitstelle und arbeiten unfreiwillig in Teilzeit. Die Fragestellenden möchten sich mit der Kleinen Anfrage ein Bild über Entwicklung und Ist-Stand von Teilzeitbeschäftigung in Deutschland machen." (Textauszug, Dokumentations- und Informationssystem Bundestag und Bundesrat - DIP)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
Literaturhinweis
Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010 (2022)
Zitatform
Bächmann, Ann-Christin, Dörthe Gatermann, Corinna Kleinert & Kathrin Leuze (2022): Why do some occupations offer more part-time work than others? Reciprocal dynamics in occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany, 1976–2010. In: Social science research, Jg. 104, 2021-12-13. DOI:10.1016/j.ssresearch.2021.102685
Abstract
"This paper analyzes the reciprocal relationship between occupational gender segregation and occupational part-time work in West Germany over time. Based on a unique occupational panel dataset covering 254 occupations between 1976 and 2010, we apply static, dynamic, and Arellano-Bond panel models to account for reverse causality and endogeneity. Results indicate that trends in occupational part-time rates and gender ratios mutually reinforce each other but not in the same manner. Part-time work in occupations increases once more women start working in these occupations. Occupational part-time ratios are mainly driven by married women and mothers; women's education level only plays a minor role. Vice versa, the gender composition of occupations is likewise affected by changing working-time arrangements, at least in the short run, but it is mainly driven by previous levels of occupational gender segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Kalkulierte Mobilität: Ökonomische und biographische Perspektiven auf Saisonarbeit (2021)
Schmidt, Judith;Zitatform
Schmidt, Judith (2021): Kalkulierte Mobilität. Ökonomische und biographische Perspektiven auf Saisonarbeit. (Arbeit und Alltag 20), Frankfurt am Main: Campus, 281 S.
Abstract
"Saisonarbeit ist eine bedeutende Variable der meisten volkswirtschaftlichen Kreisläufe westlicher Industrienationen. Die Ausübung temporärer Arbeit ermöglicht unter anderem ein Nahrungssystem, an das sich die beteiligten Staaten längst gewöhnt haben: Wir alle erwarten, jederzeit frisches Obst und Gemüse kaufen zu können. Dieses Angebot stellen vor allem saisonal eingesetzte Arbeitskräfte aus dem Ausland sicher. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit dieser Arbeitskräfte mit den arbeitgebenden Landwirten? In einem Forschungsfeld, das sich zwischen Rumänien und Rheinland-Pfalz erstreckt, beleuchtet Judith Schmidt die ökonomischen Perspektiven und Lebensgeschichten beider Akteursgruppen. Deutlich wird, dass frische Nahrung nur durch ein enges Beziehungsgeflecht von wechselseitigen Abhängigkeiten auf unseren Tischen landet." (Autorenreferat, © 2021 - Campus Verlag)
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Literaturhinweis
Bayrische Lebens- und Arbeitsrealitäten: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/25624) (2021)
Zitatform
(2021): Bayrische Lebens- und Arbeitsrealitäten. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/25624). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/26347 (02.02.2021)), 87 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zu den Lebens- und Arbeitsrealitäten in Bayern u.a. mit Ergebnissen aus dem Mikrozensus zum Anteil an NormalarbeitnehmerInnen und atypisch Beschäftigten (auch getrennt nach Geschlecht) in den Jahren 2010, 2018 und 2019. (IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung der atypischen Beschäftigung in den vergangenen Jahren und in der Corona-Krise: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31498) (2021)
Zitatform
(2021): Entwicklung der atypischen Beschäftigung in den vergangenen Jahren und in der Corona-Krise. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31498). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32061 (17.08.2021)), 90 S.
Abstract
Dargestellt wird die Entwicklung der Zahl und des Anteils der Beschäftigten in einem Normalarbeitsverhältnis sowie in einem atypischen Arbeitsverhältnis in den vergangenen 16 Jahren (nach Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit sowie nach Ost und West, Branchen und Bundesländern differenziert). Nach Auswertungen des Mikrozensus durch das Statistische Bundesamt hatten von den 33,67 Millionen Kernerwerbstätigen im Jahr 2019 rund 26,83 Millionen bzw. rund 71 Prozent aller Kernerwerbstätigen ein Normalarbeitsverhältnis, d. h. ein abhängiges, unbefristetes Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit außerhalb der Leiharbeit, das voll in die sozialen Sicherungssysteme integriert ist. Rund 7,33 Millionen bzw. 19,5 Prozent der Kernerwerbstätigen hatten ein atypisches Beschäftigungsverhältnis, d. h. ein befristetes Beschäftigungsverhältnis, ein Leiharbeitsverhältnis, eine geringfügige Beschäftigung und/oder eine Teilzeitbeschäftigung. Im Jahr 2005 lag der Anteil der Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer an allen Kernerwerbstätigen bei rund 67 Prozent und der Anteil der atypisch Beschäftigten bei rund 21 Prozent. Im Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf atypische Beschäftigungsverhältnisse verweist die Bundesregierung auf einschlägige Studien des IAB. (IAB)
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Literaturhinweis
Women’s employment, income and divorce in West Germany: a causal approach (2020)
Zitatform
Brüggmann, Daniel (2020): Women’s employment, income and divorce in West Germany: a causal approach. In: Journal for labour market research, Jg. 54, H. 1, S. 1-22. DOI:10.1186/s12651-020-00270-0
Abstract
"In this paper, I assess the employment and income effect of divorce for women in West Germany between 2000 and 2005. With newly available administrative data that allows me to adopt a causal approach, I find strong negative employment effects with respect to marginal employment and strong positive effects with respect to regular employment. However, in sum, the overall employment rate (marginal and regular employment combined) is not affected. Furthermore, the lower the labor market attachment before separation is, the more pronounced employment effects are. In addition, I also estimate the impact of divorce on daily gross incomes. I find no convincing evidence for an income effect. I conclude that a divorce might have a pure labor supply effect only." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
FDZ data description: "Survey on marginally employed workers and their employers (MinijobsNRW)" (2020)
Zitatform
Hörnig, Lukas & Sandra Schaffner (2020): FDZ data description: "Survey on marginally employed workers and their employers (MinijobsNRW)". (RWI-Projektbericht), Essen, 15 S.
Abstract
"Marginal employment, so-called Minijobs, represent a significant part of the dependent employment in Germany. In 2012 and 2016 the RWI conducted a survey and interviewed marginally employed workers and employers with marginally employed workers in North Rhine-Westphalia. The results of the survey allow to draw conclusions for the structure of the employees, the motivations of the employees and the employers and the perception of rights like the continued payment of wages and maternity leave. The data is available for academic research as a Scientific-Use-File from the FDZ Ruhr at RWI." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Qualität der Beschäftigung im Saarland (2020)
Zitatform
Otto, Anne (2020): Qualität der Beschäftigung im Saarland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2019), Nürnberg, 38 S.
Abstract
"Die Qualität der Beschäftigung (Arbeitsortprinzip) im Saarland analysiert die vorliegende Studie, indem die Bedeutung und die besonderen Strukturmerkmale der einzelnen atypischen Beschäftigungsformen Teilzeit, ausschließlich geringfügige Beschäftigung (agB), Leiharbeit und Niedriglohn herausgearbeitet werden. Die Bedeutung dieser Beschäftigungsformen hat im Saarland in der Vergangenheit erheblich zugenommen, während sich der Stellenwert des Normalarbeitsverhältnis für den regionalen Arbeitsmarkt verringerte. Es ist aber bemerkenswert, dass die Vollzeitbeschäftigung in den letzten Jahren wieder nach langer Zeit einen positiven Zuwachs aufweist. Somit ist der Bedeutungsrückgang des Normalarbeitsverhältnisses zunächst zu einem Stillstand gekommen. Mit Ausnahme der Teilzeitbeschäftigung haben die anderen in dieser Studie betrachteten atypischen Beschäftigungsformen eine überdurchschnittliche Bedeutung für den saarländischen Arbeitsmarkt. Vor allem die Leiharbeitsquote liegt deutlich höher als im Bundesschnitt, weil sich die Saar-Wirtschaft auf für den Weltmarkt produzierende Betriebe besonders stark spezialisiert hat, welche vor allem auf einen flexiblen Personalbestand angewiesen sind. Der überdurchschnittliche Anteil der Geringverdiener kann vermutlich auf der hohen Bedeutung von gering entlohnten Helfertätigkeiten im Verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeit beruhen. Die unterdurchschnittliche Niedriglohnquote unter den ausländischen Vollzeitbeschäftigten im Saarland steht in Zusammenhang mit dem hohen Anteil an französischen Arbeitskräften mit einem überdurchschnittlichen Qualifikationsniveau. Als mögliche Ursache für die ungleiche Verbreitung der einzelnen atypischen Erwerbsformen innerhalb des Saarlandes werden der lokale Branchenmix, die Erwerbsbeteiligung, die Siedlungsstruktur sowie die Ausstattung mit Plätzen für die Kinderbetreuung in Betracht gezogen. Gemeinsam ist den atypischen Beschäftigungsformen, dass sich hier verstärkt spezifische Personengruppen wie Jüngere und Ältere, Frauen, Ungelernte und ausländische Arbeitskräfte konzentrieren, deren Übergangschancen in reguläre Beschäftigung geringer sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualität der Beschäftigung in Rheinland-Pfalz (2020)
Zitatform
Otto, Anne (2020): Qualität der Beschäftigung in Rheinland-Pfalz. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2019), Nürnberg, 40 S.
Abstract
"Die Qualität der Beschäftigung (Arbeitsortprinzip) in Rheinland-Pfalz wird in der vorliegenden Studie analysiert, indem die Bedeutung und die besonderen Strukturmerkmale der einzelnen atypischen Beschäftigungsformen Teilzeit, ausschließlich geringfügige Beschäftigung (agB), Leiharbeit und Niedriglohn herausgearbeitet werden. Die atypischen Beschäftigungsformen Teilzeit, agB und Leiharbeit haben gegenüber dem Normalarbeitsverhältnis mittlerweile eine beachtliche Bedeutung für den Länderarbeitsmarkt Rheinland-Pfalz erlangt. Abgesehen von den agB verzeichnen alle anderen hier betrachteten atypischen Beschäftigungsformen seit 2013 eine sichtbare Bedeutungszunahme. Gegenüber den nationalen Referenzwerten haben Teilzeit, agB sowie Niedriglohnbeschäftigung jeweils eine überdurchschnittliche Bedeutung für den regionalen Arbeitsmarkt, die Leiharbeit hingegen eine leicht unterdurchschnittliche Bedeutung. Die hohe Teilzeitquote beruht nicht nur auf der Spezialisierung des tertiären Sektors auf diese Teilzeittätigkeiten, sondern dies gilt ebenso für das Verarbeitende Gewerbe. Der überdurchschnittliche Anteil der Geringverdiener kann vermutlich auf der hohen Bedeutung von gering entlohnten Helfertätigkeiten im Verarbeitenden Gewerbe beruhen. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Vollzeitbeschäftigten in den letzten Jahren wieder zugenommen hat, wenn auch nicht so dynamisch wie im Bundestrend. Somit ist der Bedeutungsrückgang des Normalarbeitsverhältnisses zunächst zu einem Stillstand gekommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fehlende Fachkräfte in Deutschland - Unterschiede in den Betrieben und mögliche Erklärungsfaktoren: Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2018 (2019)
Dettmann, Eva; Schwengler, Barbara; Leber, Ute; Müller, Steffen ; Fackler, Daniel; Neuschäffer, Georg; Slavtchev, Viktor;Zitatform
Dettmann, Eva, Daniel Fackler, Steffen Müller, Georg Neuschäffer, Viktor Slavtchev, Ute Leber & Barbara Schwengler (2019): Fehlende Fachkräfte in Deutschland - Unterschiede in den Betrieben und mögliche Erklärungsfaktoren. Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2018. (IAB-Forschungsbericht 10/2019), Nürnberg, 146 S.
Abstract
"Seit der Überwindung der Wirtschaftskrise hat sich die wirtschaftliche Lage der Betriebe in West- und Ostdeutschland gleichermaßen verbessert. Gleichzeitig ist weiterhin ein positiver Beschäftigungstrend zu beobachten, der sich jedoch gegenüber dem Vorjahr etwas abgeschwächt hat. Der Fachkräftebedarf erreichte mit 2,7 Millionen Personen im Jahr 2018 einen neuen Höchststand. Nur noch etwa 60 Prozent des Bedarfs konnte gedeckt werden, was sich auch in einem erneuten Anstieg der Nichtbesetzungsquote äußert. Hinsichtlich der Verteilung dieses Indikators für Fachkräfteengpässe zeigen sich deutliche branchen- und größenspezifische Unterschiede in den Betrieben wie auch regionale Heterogenität. Mit mehr als der Hälfte unbesetzter Stellen ist im Baugewerbe und in der Land- und Forstwirtschaft der Fachkräfteengpass besonders akut. In einer multivariaten Analyse wird festgestellt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Fachkräfteengpässen und dem Einsatz von Leiharbeit, Arbeitszeitflexibilisierung sowie der Aus- oder Weiterbildungsbeteiligung eines Betriebes besteht. Die Tätigkeitsstruktur der Betriebe hat sich hinsichtlich formaler Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten in den vergangenen Jahren kaum verändert. Dagegen lässt sich ein deutlicher Trend zur Flexibilisierung der Arbeitsorganisation beobachten. So bieten etwa ein Viertel der Betriebe ihren Beschäftigten die Möglichkeit mobilen Arbeitens. Auch der Anteil der Teilzeitbeschäftigung nimmt bundesweit zu, insbesondere in Sektoren mit höherem Frauenanteil. Der Anteil geringfügiger Beschäftigung ist besonders hoch in Branchen, die eher unspezifische Qualifikationen erfordern oder stärker durch konjunkturelle und/oder saisonale Schwankungen gekennzeichnet sind - und in denen überdurchschnittliche Fachkräfteengpässe zu verzeichnen sind. Der Anteil ausbildungsberechtigter Betriebe ist im Jahr 2018 erstmals seit 2010 wieder gestiegen - in Gesamtdeutschland auf 54 Prozent. In Ostdeutschland liegt der Anteil mit 49 Prozent deutlich darunter. Unter den berechtigten Betrieben liegt die Ausbildungsbeteiligung seit mehreren Jahren relativ stabil bei etwa der Hälfte. Sowohl erfolgreich besetzte Ausbildungsplätze wie auch unbesetzte Ausbildungsstellen verteilen sich sehr heterogen auf die verschiedenen Branchen. Die Übernahmequote erfolgreicher Ausbildungsabsolventen liegt bei knapp drei Viertel. In Betrieben mit Fachkräfteengpass ist sowohl die Ausbildungsbeteiligung als auch die Übernahmequote höher, was darauf schließen lässt, dass hier die Berufsausbildung schon verstärkt zur Fachkräfterekrutierung eingesetzt wird. Hinsichtlich der Weiterbildungsbeteiligung lässt sich feststellen, dass unverändert etwa die Hälfte aller Betriebe sich an der Weiterbildung ihrer Beschäftigten beteiligt. Die Weiterbildungsquote der Beschäftigten liegt bei etwa einem Drittel, in Ostdeutschland etwas höher. Die vergleichsweise höhere Weiterbildungsquote von Beschäftigten auf Einfacharbeitsplätzen in Betrieben mit Fachkräfteengpass deutet darauf hin, dass hier gezielt interne Ressourcen zur Deckung des Fachkräftebedarfs genutzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geringqualifizierte in Deutschland: Beschäftigung, Entlohnung und Erwerbsverläufe im Wandel (2019)
Zitatform
Eichhorst, Werner, Paul Marx, Florian Wozny, Carolin Linckh, Tanja Schmidt & Verena Tobsch (2019): Geringqualifizierte in Deutschland. Beschäftigung, Entlohnung und Erwerbsverläufe im Wandel. (IZA research report 91), Bonn, 118 S.
Abstract
"Für gering qualifizierte Personen, so wird oft argumentiert, ist das Risiko besonders groß, im Zuge von Globalisierung und Automatisierung ihren Arbeitsplatz zu verlieren, in Arbeitslosigkeit zu verbleiben oder ein Beschäftigungsverhältnis von nur geringer Qualität aufnehmen zu können. Vor diesem Hintergrund bietet es sich an, empirisch zu untersuchen, wie sich die Erwerbssituation gering qualifizierter Personen in Deutschland und anderen europäischen Ländern verändert hat. Lassen sich Verbesserungen oder Verschlechterungen bei der Erwerbsintegration einerseits und bei der Qualität der Arbeitsverhältnisse andererseits erkennen?
Im ersten empirischen Abschnitt dieser Studie wird die Entwicklung der Erwerbstätigkeit Geringqualifizierter über die Zeit in Ost- und Westdeutschland im Hinblick auf die Kriterien Niveau, Erwerbsformen, Entlohnung und ausgeübter Beruf sowie weitere Variablen untersucht. Darüber hinaus ist es besonders relevant, die Lage gering qualifizierter Personen im Zeitablauf zu verfolgen und nachzuzeichnen, welche typischen Muster es im Erwerbsleben dieser Menschen in der Querschnittsbetrachtung seit den 1980er-Jahren gegeben hat. Der entsprechenden Analyse individueller Erwerbsverläufe widmet sich der dann folgende Abschnitt mithilfe von Sequenzanalysen. Die Rolle von Institutionen des Arbeitsmarkts und des Sozialstaats wird schließlich im internationalen Vergleich genauer untersucht.
Zusammenfassend lässt sich für die Querschnittsbetrachtung festhalten, dass der Rückgang des Anteils der Geringqualifizierten an der Bevölkerung und die zunehmende Erwerbsbeteiligung dieser Personengruppe, insbesondere in Ostdeutschland, zunächst positiv zu bewerten sind. Während jedoch die Anteile der Inaktiven in den letzten 25 bis 30 Jahren bei Geringqualifizierten besonders stark rückläufig waren, ist die Arbeitslosenquote sowohl in West- als auch in Ostdeutschland im Kreis der Geringqualifizierten stärker gestiegen als in dem der Mittelqualifizierten. Niveauunterschiede der Erwerbsbeteiligung zeigen sich zwischen Ost- und Westdeutschland sowohl bei den Gering- als auch bei den Mittelqualifizierten. Der Frauenanteil in der Gruppe der Geringqualifizierten ist im Lauf der Zeit deutlich gesunken. Die vermehrte Teilnahme der Geringqualifizierten am Erwerbsleben geht allerdings mit einem größeren Anteil gering entlohnter Beschäftigung sowie häufigerer Berufstätigkeit im Rahmen von atypischen Verträgen einher. Gleichzeitig haben sich die für Geringqualifizierte erreichbaren Berufsfelder von einfacheren industriellen Tätigkeiten hin zu Hilfstätigkeiten im Dienstleistungssektor verlagert." (Autorenreferat, IAB-Doku)Ähnliche Treffer
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Beschäftigungssituationen von Frauen - Frauen in Führungspositionen: IAB-Betriebspanel Report Hessen 2018 (2019)
Fischer, Anna C.; Larsen, Christa;Zitatform
Fischer, Anna C. & Christa Larsen (2019): Beschäftigungssituationen von Frauen - Frauen in Führungspositionen. IAB-Betriebspanel Report Hessen 2018. (IAB-Betriebspanel Hessen 2019,03), Frankfurt am Main, 17 S.
Abstract
"Der vorliegende dritte Report fokussiert auf die Beschäftigungssituation von Frauen in den hessischen Betrieben. Im ersten Kapitel wird zum einen berichtet, wie sich die Beschäftigtenzahlen der Frauen im Zeitverlauf verändert haben. Zum anderen wird gezeigt, in welchen Bereichen Frauen besonders häufig beschäftigt waren. Hieran anschließend wird der Frauenanteil an atypischer Beschäftigung, vorrangig der Teilzeit, beleuchtet. Solange Führen in Teilzeit eine Ausnahme bleibt, wirkt sich eine Teilzeittätigkeit unmittelbar auf die Karrierechancen aus - neben Gehaltseinbußen und einer geringeren Weiterbildungsbeteiligung. Besonderes Augenmerk wird, vor diesem Hintergrund, im dritten Kapitel auf die Situation in den Führungsetagen der Betriebe gelegt. Dabei wird neben der Frage, wie stark Frauen in den Führungsetagen vertreten waren, auch Faktoren nachgegangen, die hierzu möglicherweise begünstigend beigetragen haben. Der Report schließt mit einem zusammenfassenden Resümee." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bildungsarmut und Arbeitsmarktexklusion (2019)
Zitatform
Giesecke, Johannes, Christian Ebner & Dirk Oberschachtsiek (2019): Bildungsarmut und Arbeitsmarktexklusion. In: G. Quenzel & K. Hurrelmann (Hrsg.) (2019): Handbuch Bildungsarmut, S. 623-643. DOI:10.1007/978-3-658-19573-1_25
Abstract
"Angesichts eines tiefgreifenden Wandels der Arbeitsmarktstrukturen sowie der zunehmenden Bildungsexpansion erhöht sich sowohl angebots- als auch nachfrageseitig der Druck auf Personen mit geringer Bildung. Der vorliegende Beitrag analysiert daher die Wirkung schulischer und beruflicher (Aus-)Bildung und die Frage, ob und inwieweit empirisch ein Trend zur Verschärfung von Arbeitsmarktrisiken für einzelne Bildungsgruppen nachzuweisen ist. Anhand von Daten des Mikrozensus wird gezeigt, dass im deutschen Arbeitsmarkt Marginalisierungs- und Exklusionsrisiken durch fehlende schulische und insbesondere berufliche Bildungszertifikate existieren, die sich in Teilen sogar über die Zeit hinweg verstärkt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Befristungssituation im öffentlichen Dienst: Schriftliche Anhörung des IAB zum Antrag der SPD-Fraktion vom 2.4.2019 "NRW muss Vorreiter werden! Auf sachgrundlose Befristungen im öffentlichen Dienst verzichten" zur Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen (2019)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2019): Zur Befristungssituation im öffentlichen Dienst. Schriftliche Anhörung des IAB zum Antrag der SPD-Fraktion vom 2.4.2019 "NRW muss Vorreiter werden! Auf sachgrundlose Befristungen im öffentlichen Dienst verzichten" zur Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags Nordrhein-Westfalen. (IAB-Stellungnahme 12/2019), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Der Haushalts- und Finanzausschuss des Landtags Nordrhein-Westfalen hat beschlossen, zum Antrag der SPD-Fraktion vom 2.4.2019 "NRW muss Vorreiter werden! Auf sachgrundlose Befristungen im öffentlichen Dienst verzichten" eine schriftliche Anhörung durchzuführen. In diesem Rahmen wurde das IAB zur Abgabe einer Stellungnahme zur Unterstützung der parlamentarischen Beratungen gebeten. In der Stellungnahme berichtet das IAB über die Rolle von befristeter Beschäftigung in Deutschland, insbesondere im öffentlichen Dienst und speziell den Einsatz von sachgrundloser Befristung. Der Autor bilanziert, dass ein Verzicht auf sachgrundlose Befristungen nur bedingt geeignet ist, mehr unbefristete Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu schaffen. Lösungsansätze sollten weniger an der arbeitsrechtlichen Frage ansetzen, sondern vielmehr bei den zur Verfügung stehenden Personalmitteln, um in den Personalhaushalten direkt darauf hinzuwirken, mehr Dauerstellen zu schaffen beziehungsweise befristete Beschäftigungsverhältnisse in unbefristete umzuwandeln." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2018: Teil I: Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2018 (2019)
Kistler, Ernst; Baier, Carolin; Holler, Markus; Eigenhüller, Lutz; Böhme, Stefan; Hoffmann, Antje;Zitatform
Kistler, Ernst & Markus Holler (2019): Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2018. Teil I: Repräsentative Analysen auf Basis des IAB-Betriebspanels 2018. (Beschäftigungstrends im Freistaat Bayern 2018,1), Stadtbergen, 80 S.
Abstract
"Seit dem Jahr 2001 beteiligt sich der Freistaat Bayern mit einer Aufstockungsstichprobe an der jährlichen Betriebsbefragung „Beschäftigungstrends“, dem so genannten Betriebspanel des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, IAB.1 Mit dieser von Kantar Public (Infratest Sozialforschung) durchgeführten Panelerhebung liegen aus dem Jahr 2018 repräsentative Angaben von 1.085 bayerischen Betrieben und Dienststellen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis vor (ungewichtete Fälle). Sie sind nach Gewichtung repräsentativ für den Freistaat. Wie in den Vorjahren legt das Internationale Institut für Empirische Sozialökonomie, INIFES, dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit eine umfassende Auswertung zum Betriebspanel Bayern 2018 vor. Ebenso wie in den Vorjahren wird die Ergebnispräsentation in zwei Berichte aufgeteilt. Im zweiten Berichtsteil werden die Kapitel Investitionen und Innovationen, Personalbewegungen und Personalpolitik/Arbeitsbedingungen (inklusive Frauen in Führungspositionen; Mobiles Arbeiten) behandelt. Im vorliegenden ersten Berichtsteil werden als Anhang einige exemplarische regionale Ergebnisdifferenzierungen vorgestellt. Zu Beginn des zweiten Berichtteils werden die Ergebniszusammenfassungen aller Kapitel – von Teil I und II – in kompakter Form abgedruckt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zur Regulierung von flexiblen Arbeitszeiten: Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen am 2. Mai 2018 (2018)
Bauer, Frank;Zitatform
Bauer, Frank (2018): Zur Regulierung von flexiblen Arbeitszeiten. Öffentliche Anhörung des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landtags Nordrhein-Westfalen am 2. Mai 2018. (IAB-Stellungnahme 07/2018), Nürnberg, 22 S.
Abstract
"Die vorliegende IAB-Stellungnahme befasst sich mit dem Antrag 'Gute Arbeitszeiten sichern - Schutzrechte der Beschäftigten stärken - Die Digitalisierung der Arbeitswelt gestalten!' (Landtagsdrucksache 17/1665) der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag vom 9. Januar 2018. Darin werden das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) von 1994 und seine Funktion bei der Regulierung von flexiblen Arbeitszeiten diskutiert. Das IAB äußert sich zu dem Antrag auf der Grundlage von Forschungsergebnissen. Zunächst erfolgt ein kurzer Überblick über die Verbreitung von ausgewählten Formen derjenigen Arbeitszeiten, die vom Kriterium des 'Normalarbeitstags' abweichen, sowohl aus der methodischen Perspektive von repräsentativen Beschäftigten als auch aus der methodischen Perspektive von repräsentativen Betriebsbefragungen. Ein ergänzender Exkurs befasst sich mit Untersuchungen, die sich mit Veränderungen des Arbeitseinsatzes durch die flächendeckende Verbreitung von Kommunikationsmedien beschäftigen. Anschließend geht das IAB in der vorliegenden Stellungnahme auf empirische Untersuchungen ein, die analysieren, ob flexible Arbeitszeiten eher beschäftigtenorientiert oder eher betriebsorientiert eingesetzt werden. Abschließend wird vor dem Hintergrund der erörterten Forschungsergebnisse die Frage behandelt, ob das ArbZG aktuell als reformbedürftig zu betrachten ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bauer, Frank; -
Literaturhinweis
Personalpolitik in hessischen Betrieben: IAB-Betriebspanel-Report Hessen 2017 (2018)
Fischer, Anna C.; Larsen, Christa;Zitatform
Fischer, Anna C. & Christa Larsen (2018): Personalpolitik in hessischen Betrieben. IAB-Betriebspanel-Report Hessen 2017. (IAB-Betriebspanel Hessen 2018,03), Frankfurt am Main, 20 S.
Abstract
"Die Gesamtbeschäftigung in Hessen ist in den vergangenen zehn Jahren auf über drei Millionen angestiegen. Trotz allgemeinem Beschäftigungszuwachs kam es in diesem Zeitraum innerhalb der meisten Betriebe zu personellen Fluktuationen. Zieht die Wirtschaft an, verbessern sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Jobaussichten. Gleichzeitig sind die Betriebe herausgefordert, attraktiv für die anvisierte Zielgruppe zu bleiben. Die Daten des IAB-Betriebspanels ermöglichen Einblicke in die personellen Veränderungen auf Betriebsebene. Diese werden in einem ersten Abschnitt dargestellt. Neben den verschiedenen Gründen für den Austritt aus einem Betrieb wird zudem über die Entwicklung der offenen Stellen berichtet. Hieran anschließend wird die Entwicklung der Teilzeit- und der Befristungsquote dargestellt. Darüber hinaus wird auf die Beschäftigung von Geflüchteten, die seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, eingegangen. Fragen zur Art ihrer Beschäftigung sowie ihrem Tätigkeitsniveau wurden 2017 erstmals erhoben. In einem letzten Abschnitt wird die Verbreitung schriftlich fixierter Pläne in der betrieblichen Personalarbeit dargestellt, welche eine langfristig angelegte und zielgerichtete Personalentwicklung unterstützen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Normale Arbeitsverhältnisse sind weiterhin die Regel (2016)
Zitatform
Arnold, Michael, Anselm Mattes & Gert G. Wagner (2016): Normale Arbeitsverhältnisse sind weiterhin die Regel. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 83, H. 19, S. 419-427.
Abstract
"Seit den 80er Jahren ist die Zahl jener Personen im erwerbsfähigen Alter, die keiner bezahlten Beschäftigung nachgehen, in (West-) Deutschland deutlich zurückgegangen. Entsprechend ist unter den 18- bis 67-Jährigen der Anteil derjenigen ohne Job gesunken. Dieser Beschäftigungszuwachs fand vor allem zugunsten der geringfügigen Beschäftigung oder einer Tätigkeit als Solo-Selbständige/ r statt und weniger bei den normalen Arbeitsverhältnissen. Die vorliegende Analyse auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt aber auch, dass der Anteil der Normalarbeitsverhältnisse an allen Erwerbsfähigen nicht abgenommen hat. Personen, die einer atypischen Beschäftigung nachgehen, sind spezifischen Risiken ausgesetzt. Um dem Trend zu diesen Beschäftigungsverhältnissen entgegenzuwirken, sind verschiedene Maßnahmen denkbar. Dazu gehören ein Ausbau der Kinderbetreuung, die Abschaffung der Sonderregeln für Mini-Jobs sowie eine Versicherungspflicht für Alter und Unfall für bislang nicht abgesicherte Selbständige." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Überraschung am Arbeitsmarkt: Normalarbeitsverhältnis gewinnt wieder an Boden (2016)
Bittorf, Matthias;Zitatform
Bittorf, Matthias (2016): Überraschung am Arbeitsmarkt: Normalarbeitsverhältnis gewinnt wieder an Boden. In: Fokus Volkswirtschaft H. 116, S. 1-7.
Abstract
"Seit dem Aufkommen einer Vielzahl flexibler Beschäftigungsformen in den 1980er-Jahren ist häufig die Marginalisierung oder gar das Verschwinden des Normalarbeitsverhältnisses prognostiziert worden. Insbesondere die Leiharbeit und Minijobs wurden als Bedrohungen des traditionellen Arbeitsverhältnisses identifiziert. Ein differenzierter Blick ergibt allerdings Bemerkenswertes: Trotz insgesamt heterogener gewordener Strukturen blieb die Dominanz des traditionellen Normalarbeitsverhältnisses ungebrochen. In Phasen guter Konjunktur scheint es sogar Wachstumspotenzial aufzuweisen. Dies zeigen die vergangenen Jahre." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
No role for the Hartz reforms?: demand and supply factors in the German labor market, 1993-2014 (2016)
Zitatform
Burda, Michael C. & Stefanie Seele (2016): No role for the Hartz reforms? Demand and supply factors in the German labor market, 1993-2014. (Sonderforschungsbereich Ökonomisches Risiko. Discussion paper 2016-010), Berlin, 32 S. DOI:10.18452/4621
Abstract
"The supply and demand framework of Katz and Murphy (1992) provides new evidence on the source of changes in socially insured full-time and part-time employment in years preceding and following the implementation of the landmark Hartz reforms in Germany. Our findings are consistent with a stable demand for labor, especially in western Germany, implying that supply factors were decisive for the evolution of the labor market after 2003. The correlation of changes in wages and labor force participation is also consistent with a positive labor supply shock at a given working-age population. We also show that part-time employment played a decisive role in the post-2003 improvement of the German labor market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Werkverträge aus Sicht der Auftraggeber: Warum Betriebe On-Site-Werkverträge nutzen (2016)
Zitatform
Sperber, Carina, Anja Warning & Enzo Weber (2016): Werkverträge aus Sicht der Auftraggeber: Warum Betriebe On-Site-Werkverträge nutzen. (IAB-Kurzbericht 26/2016), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Obwohl Werkverträge in Deutschland kein neues Phänomen sind, haben sie in letzter Zeit sowohl in den Medien als auch in der Politik große Aufmerksamkeit erhalten. Diskutiert werden sowohl Nutzen als auch möglicher Missbrauch. In diesem Kurzbericht liegt der Fokus auf Werkverträgen zwischen Betrieben, bei denen die Werkvertragsleistungen auf dem Betriebsgelände des Auftraggebers, das heißt 'On-Site', ausgeführt werden. Diese Verträge sind besonders relevant, weil sie am ehesten in Konkurrenz zur Nutzung von Leiharbeit oder der Beschäftigung eigener Mitarbeiter stehen. Bislang wurden On-Site-Werkverträge wissenschaftlich kaum untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Anteil der Personen, die im Rahmen von On-Site-Werkverträgen beschäftigt waren, nach Wirtschaftszweigen -
Literaturhinweis
Leiharbeit in Hessen: ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung? (2015)
Lepper, Timo;Zitatform
Lepper, Timo (2015): Leiharbeit in Hessen. Ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung? In: Wirtschaft und Statistik H. 2, S. 88-97.
Abstract
"Diese Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit die Aufnahme von Leiharbeit den anschließenden Wechsel in ein Beschäftigungsverhältnis außerhalb dieser Branche ermöglicht. Dazu erfolgt mithilfe statistischer Verfahren ein Vergleich der Wahrscheinlichkeit von Personen, die ein Leiharbeitsverhältnis begonnen haben, künftig in einem regulären Beschäftigungsverhältnis angestellt zu sein, mit vergleichbaren Personen, die zunächst arbeitslos geblieben sind. Der Beitrag erörtert Erklärungsansätze für die Sprungbrettfunktion von Leiharbeit. Er beschreibt den genutzten Datensatz und die Stichprobenauswahl sowie die Methode und stellt die Ergebnisse der Untersuchung vor." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Qualität der Beschäftigung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (2015)
Zitatform
Otto, Anne & Jochen Stabler (2015): Qualität der Beschäftigung in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 04/2015), Nürnberg, 45 S.
Abstract
"In einer Querschnittsbetrachtung zum 30.6.2014 (Arbeitsortprinzip) analysiert diese Studie die Bedeutung der atypischen Beschäftigung für die Länderarbeitsmärkte von Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Außerdem werden die Strukturmerkmale der atypischen Beschäftigungsformen Teilzeit, ausschließlich geringfügig Beschäftigte (agB), Leiharbeit und Niedriglohn miteinander verglichen. Es wird gezeigt, dass diese Beschäftigungsformen eine beachtliche Bedeutung auf beiden Länderarbeitsmärkten erlangt haben. Die Teilzeit, die agB und die Leiharbeit haben gegenüber dem Normalarbeitsverhältnis eine beachtliche Bedeutung auf den Länderarbeitsmärkten von Rheinland-Pfalz und dem Saarland erlangt. In Rheinland-Pfalz sind die Teilzeit und die agB besonders stark verbreitet, u.a. wegen der höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen in diesem Bundesland. Im Saarland fällt demgegenüber die Leiharbeitsquote erheblich höher aus als im westdeutschen Mittel. Zudem erzielen in beiden Ländern anteilig mehr Vollzeitbeschäftigte einen Niedriglohn im Vergleich zum westdeutschen Durchschnitt. Gemeinsam ist den atypischen Beschäftigungsformen, dass sich hier vorwiegend arbeitsmarktferne Personengruppen wie jüngere und ältere Personen, Frauen, Ungelernte und ausländische Arbeitskräfte, welche ungünstigere Übergangschancen in eine reguläre Beschäftigung haben, konzentrieren. Durch die Grenzlage ist die Bedeutung von französischen Leiharbeitnehmern im Saarland außerordentlich hoch. Wegen der besseren Qualifikation der Franzosen ist die Niedriglohnquote unter den ausländischen Vollzeitbeschäftigte hier merklich geringer. Aufgrund der großen Bedeutung der Saisonbeschäftigung in der Landwirtschaft von Rheinland-Pfalz, für welche schwerpunktmäßig ausländische Arbeitskräfte eingesetzt werden, ist der Anteil der Geringverdiener unter den Ausländern sehr bedeutsam. Als mögliche Ursache für die unterschiedliche Verbreitung der einzelnen atypischen Erwerbsformen wird vor allem der unterschiedliche Branchenmix der rheinland-pfälzischen und saarländischen Wirtschaft diskutiert. Die wissenschaftliche Literatur thematisiert die unterschiedlichen Übergangsoptionen atypisch Beschäftigter in eine reguläre Beschäftigung. Während befristet Beschäftigte recht gute Übergangschancen haben, fallen diese bei ausschließlich geringfügig Beschäftigten ungünstiger aus. Sofern künftig die Bedeutung der atypischen Beschäftigung auf den Arbeitsmärkten von Rheinland-Pfalz und dem Saarland weiter zunehmen wird, besteht die Herausforderung für beide Länder darin, die Übergänge atypisch Beschäftigter in reguläre Arbeitsverhältnisse zu erleichtern, so dass diese eine qualitativ abgesicherte Beschäftigung ausüben können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktuelle Daten zu befristeter Beschäftigung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/5637) (2015)
Zitatform
(2015): Aktuelle Daten zu befristeter Beschäftigung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 18/5637). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 18/5800 (20.08.2015)), 8 S.
Abstract
Die Bundesregierung stützt sich in der Antwort auf die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels, wenn sie Angaben über die aktuelle Anzahl befristet Beschäftigter und über die Entwicklung der vergangenen zwanzig Jahre macht. Dieselbe Datengrundlage nutzt sie in der Antwort auf die Fragen nach der Übernahme befristet Beschäftigter in Beschäftigungsverhältnisse mit unbefristeten Verträgen, nach dem Anteil sachgrundloser Befristungen, nach dem Anteil von Niedriglöhnen, nach den zehn Berufsgruppen und den zehn Wirtschaftszweigen mit dem höchsten Anteil an Befristungen, nach Befristungsquoten nach Geschlecht, Altersgruppe, Staatsangehörigkeit und Bildung und nach Vergleichszahlen aus der EU. (IAB)
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Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Zeitarbeit - Aktuelle Entwicklungen, Juli 2015 (2015)
Abstract
"- Die Beschäftigung in der Zeitarbeit ist in der Tendenz mit hoher Dynamik gewachsen.
- Nach zwischenzeitlichen Rückgängen ist die Beschäftigungsentwicklung in der Zeitarbeit wieder tendenziell aufwärtsgerichtet.
- Der Anteil der Beschäftigten in der Zeitarbeit an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bewegt sich bei rund 2,5 Prozent.
- Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.
- Sieben von zehn Leiharbeitnehmern sind männlich. Der Frauenanteil ist im Laufe der Jahre aber gestiegen.
- Mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Zeitarbeit übt eine Helfertätigkeit aus (alle Beschäftigten: jeder siebte).
- Die Arbeitnehmerüberlassung ist von hoher Dynamik geprägt: Im ersten Halbjahr 2014 wurden 494.000 Zeitarbeitsverhältnisse neu abgeschlossen und 605.000 Beschäftigungsverhältnisse beendet.
- Jeder zehnte Zeitarbeitsnehmer, der eine Beschäftigung in der Arbeitnehmerüberlassung neu aufnimmt, war zuvor noch nie beschäftigt.
- Gut die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach weniger als drei Monaten.
- Die hohe Dynamik der Branche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden.
- 15 Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt und 20 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen erfolgen aus bzw. in Zeitarbeit.
- Die Nachhaltigkeit von Beschäftigungsaufnahmen in der Zeitarbeit ist niedriger als im Durchschnitt über alle Branchen. Knapp drei von fünf Beschäftigungsaufnahmen in der Zeitarbeit aus Arbeitslosigkeit heraus sind sechs und auch zwölf Monate später noch mit einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - in der Zeitarbeit oder in einer anderen Branche - verbunden.
- Die Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen deutlich unter den im Durchschnitt über alle Branchen erzielten Entgelten.
- Die Zeitarbeitsbranche zeichnet sich durch einen nach wie vor hohen Arbeitskräftebedarf aus." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in Nordrhein-Westfalen (2014)
Bauer, Frank; Sieglen, Georg; Pohl, Carsten;Zitatform
Bauer, Frank, Carsten Pohl & Georg Sieglen (2014): Arbeitnehmerüberlassung in Nordrhein-Westfalen. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Nordrhein-Westfalen 01/2014), Nürnberg, 55 S.
Abstract
"Die Branche der Arbeitnehmerüberlassung hat in den letzten Jahren aufgrund der Deregulierung gesetzlicher Rahmenbedingungen und der damit zunehmenden Beschäftigung von Leiharbeitskräften an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund werden in der vorliegenden Studie unter Verwendung verschiedener Datenquellen die jüngsten Entwicklungen in der Leiharbeit für den nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt dargestellt. Dazu werden die drei Akteure der Zeitarbeitsbranche betrachtet: die Leiharbeiter, welche von den Verleihunternehmen gegen Entgelt den Entleihunternehmen überlassen werden. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Leiharbeiter in Nordrhein-Westfalen von knapp 69.000 im Jahr 2003 auf rund 168.000 im Jahr 2013 angestiegen. Obwohl die Arbeitnehmerüberlassung damit zu den am stärksten wachsenden Branchen zählt, ist deren quantitative Bedeutung für den Arbeitsmarkt vergleichsweise gering. Denn lediglich rund drei Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten waren im Jahr 2013 in der Zeitarbeit tätig. Hinsichtlich der sozio-demografischen Charakteristika der Beschäftigten wird deutlich, dass Leiharbeiter eher jung, männlich und gering qualifiziert sind. Zudem weist die Branche einen überproportional hohen Ausländeranteil auf. Der Einsatz von Leiharbeitern ist dabei besonders in Regionen ausgeprägt, die ihre Wertschöpfung überwiegend im Verarbeitenden Gewerbe bzw. in den wirtschaftsnahen Dienstleistungen erzielen. Die Zahl der Verleihbetriebe in Nordrhein-Westfalen hat sich in den vergangenen Jahren ebenfalls erhöht. Dies dürfte vor allem auf den weiteren Ausbau des Niederlassungsnetzes größerer Zeitarbeitsunternehmen zurückzuführen sein. Gleichzeitig zeichnet sich die Branche aber nach wie vor durch eine relativ kleine Betriebsgröße aus. Im Gegensatz dazu setzen unter den Entleihbetrieben insbesondere Großbetriebe mit mehr als 500 Beschäftigten Leiharbeitnehmer ein. Selbst während der Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008/2009 bauten die entleihenden Großbetriebe im Gegensatz zu den kleineren und mittleren Betrieben kaum Arbeitsplätze für Leiharbeiter ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Nutzung atypischer Beschäftigungsformen in Baden-Württemberg: Abschlussbericht an das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg (2014)
Boockmann, Bernhard; Storz, Angelika; Dengler, Carina; Neuberg, Lena; Klempt, Charlotte; Klee, Günther; Nielen, Sebastian; Brändle, Tobias ; Thienel, Johannes;Zitatform
Boockmann, Bernhard, Tobias Brändle, Günther Klee, Charlotte Klempt, Sebastian Nielen & Johannes Thienel (2014): Nutzung atypischer Beschäftigungsformen in Baden-Württemberg. Abschlussbericht an das Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg. Tübingen, 118 S.
Abstract
"In den letzten 15 Jahren hat sich die Nutzung atypischer Beschäftigungsverhältnisse stark ausgeweitet. Diese Entwicklung wird unterschiedlich bewertet. Einerseits eröffnen diese Beschäftigungsformen den Betrieben die Chance, ihren Beschäftigtenbestand zeitnah an die jeweilige Auslastung anzupassen. Ferner wird argumentiert, dass Arbeitslose durch atypische Arbeit in Beschäftigung integriert werden können. Andererseits rückt die Gefahr einer Verdrängung regulärer durch atypische Arbeitsverhältnisse und damit einer dauerhaften Segmentierung des Arbeitsmarkts zunehmend in den Vordergrund. Vor dem Hintergrund dieser divergierenden Sichtweisen ist es das Ziel dieses Berichts, die Struktur und Entwicklung der atypischen Beschäftigungsformen in Baden-Württemberg am aktuellen Rand und im Zeitablauf darzustellen. Dabei wird auch der Zusammenhang atypischer Beschäftigungsformen zu den sonstigen Arbeitsbedingungen der betroffenen Personen analysiert." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung in Hessen: Sprungbrett in reguläre Beschäftigung, Vermeidung von Arbeitslosigkeit oder gefangen in der Leiharbeitsfalle? (2014)
Zitatform
Burkert, Carola, Alfred Garloff & Timo Lepper (2014): Arbeitnehmerüberlassung in Hessen: Sprungbrett in reguläre Beschäftigung, Vermeidung von Arbeitslosigkeit oder gefangen in der Leiharbeitsfalle? (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Hessen 01/2014), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"In diesem IAB-Regional untersuchen wir, ob und inwieweit die Aufnahme eines Leiharbeitsverhältnisses in Hessen den anschließenden Wechsel in ein Beschäftigungsverhältnis außerhalb dieser Branche (reguläre Beschäftigung) ermöglicht. Zu diesem Zweck werden die Erwerbsverläufe von Personen, die sich im Zeitraum von 2000 bis 2004 in Hessen arbeitslos gemeldet haben, für einen maximalen Zeitraum von fünf Jahren untersucht. Mit Hilfe statistischer Verfahren vergleichen wir die Wahrscheinlichkeit von Personen, die ein Leiharbeitsverhältnis begonnen haben, zu einem späteren Zeitpunkt in einem regulären Beschäftigungsverhältnis beschäftigt zu sein, mit anderweitig vergleichbaren Personen, die zunächst arbeitslos geblieben sind.
Zentrale Ergebnisse sind, dass die Wahrscheinlichkeit, eine reguläre Beschäftigung zu haben, für Leiharbeitnehmer im Anschluss nicht signifikant höher ist; ein Sprungbrett in reguläre Beschäftigung ist Leiharbeit demzufolge nicht. Die Wahrscheinlichkeit, eine reguläre Beschäftigung zu finden, ist aber genauso wenig signifikant geringer. Also finden sich auch keine Hinweise, dass Leiharbeiter in ihrer Branche gefangen sind. Dennoch sind Personen, die aus Arbeitslosigkeit ein Leiharbeitsverhältnis begonnen haben, in ihrem weiteren Erwerbsverlauf häufiger in einem Leiharbeitsverhältnis beschäftigt, so dass sie auch insgesamt häufiger beschäftigt sind. Damit geht das Ergebnis einher, dass Leiharbeit die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Arbeitslosigkeit deutlich reduziert." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung in Baden-Württemberg: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (Wellen 2000 - 2013) (2014)
Klee, Günther; Klempt, Charlotte;Zitatform
Klee, Günther & Charlotte Klempt (2014): Atypische Beschäftigung in Baden-Württemberg. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (Wellen 2000 - 2013). (IAW-Kurzberichte 2014,01), Tübingen, 67 S.
Abstract
"Der Bericht gliedert sich im Einzelnen wie folgt: In Kapitel 2 wird ein Überblick über Verbreitung und Struktur atypischer Beschäftigung gegeben. Es werden dabei acht verschiedene Formen atypischer Beschäftigung behandelt: befristete Beschäftigung, geringfügige Beschäftigung, Leiharbeit, freie Mitarbeit, Midi-Jobs, Teilzeitbeschäftigung, Ein-Euro-Jobs und Praktika, wobei der Schwerpunkt auf der befristeten Beschäftigung liegt. Dabei wird neben der Qualifikationsstruktur sowie deren Verteilung nach Branchen und Betriebsgrößen auch auf eine Reihe weiterer Charakteristika von Betrieben eingegangen, in denen atypische Beschäftigungsverhältnisse zum Einsatz kommen. Das Kapitel schließt mit einem zusammenfassenden Vergleich der acht Beschäftigungsformen. In Kapitel 3 steht die Dynamik befristeter Beschäftigung im Vergleich zur unbefristeten Beschäftigung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse basieren auf der Analyse von Stromgrößen, also von Veränderungsraten über die Zeit. Dabei wird sowohl auf die Reallokation von befristeten bzw. unbefristeten Arbeitsplätzen (Arbeitsplatzdynamik) als auch auf den Austausch von befristeter und unbefristeter Beschäftigung (Arbeitskräftedynamik) eingegangen. Dadurch lässt sich ermitteln, ob beispielsweise der Austausch befristeter Beschäftigter hauptsächlich aufgrund neu geschaffener oder abgebauter Stellen in einem Betrieb oder hauptsächlich reiner Personalaustauschprozesse ohne einen Auf- und Abbau von Stellen erfolgt. In Abschnitt 3.1 werden zunächst Strom- und Bestandsgrößen befristeter Beschäftigung nach Geschlecht miteinander verglichen. In den beiden nachfolgenden Abschnitten steht die Fluktuation von befristeten und unbefristeten Beschäftigungsverhältnissen im Mittelpunkt. Dabei werden die jeweiligen Raten auch getrennt nach Branchen dargestellt. In Abschnitt 3.2 beziehen sich die Einstellungs-, Abgangs- oder Umschlagsraten auf den durchschnittlichen Beschäftigungsbestand im ersten Halbjahr 2013 innerhalb der jeweiligen Vertragsform. In Abschnitt 3.3 folgt eine Analyse bezogen auf den zusammengefassten durchschnittlichen Beschäftigungsstand aus beiden Vertragsformen. In Abschnitt 3.4 wird die Frage, ob und inwieweit die Zunahme befristeter Beschäftigung auf Kosten der unbefristeten Beschäftigung geht, auch mittels Regressionsanalysen untersucht. Dabei wird auch auf die zeitliche Entwicklung befristeter und unbefristeter Beschäftigung eingegangen. Abschnitt 3.5 fasst die Ergebnisse dieses Kapitels noch einmal kurz zusammen. Kapitel 4 schließlich beinhaltet die wichtigsten Ergebnisse sowie das Fazit dieses Berichts." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A note on dual internal labor markets and wages of temporary workers: evidence from linked-employer-employee data (2014)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2014): A note on dual internal labor markets and wages of temporary workers. Evidence from linked-employer-employee data. In: Journal of labor research, Jg. 35, H. 2, S. 133-142. DOI:10.1007/s12122-013-9173-1
Abstract
"I use linked employer-employee data from the German Federal Statistical Office to estimate within-firm wage differentials between temporary workers with fixed-term contracts and workers with permanent contracts in the context of dual internal labor markets. Wage-tenure profiles of permanent workers are estimated separately for each firm to obtain a proxy for the prevalence of internal labor markets. Temporary workers earn significantly lower wages in firms with steeper wage-tenure profiles. This finding is consistent with the segmentation in a primary permanent workforce with high wages and a secondary temporary workforce with low wages, if internal labor markets are more prevalent." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Minijobs in NRW: Datenbeschreibung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbefragung (2014)
Zitatform
Schaffner, Sandra & Barbara Treude (2014): Minijobs in NRW. Datenbeschreibung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbefragung. (RWI-Materialien 76), Essen, 74 S.
Abstract
"Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, sogenannte Minijobs, sind inzwischen ein nicht unerheblicher Teil abhängiger Beschäftigung in Deutschland. Das RWI hat im Jahr 2012 sowohl eine Befragung von geringfügig beschäftigten Arbeitnehmern als auch Arbeitgebern mit Minijobs in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Befragungen lassen unter anderem Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Beschäftigten, die Beweggründe auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite und die Wahrnehmung von Rechten wie Lohnfortzahlung und Mutterschutz zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigung in Baden-Württemberg: Ausmaß, Folgen und Handlungsempfehlungen. Gutachten des Internationalen Instituts für Empirische Sozialökonomie (INIFES) im Auftrag des DGB-Bezirks Baden-Württemberg (2013)
Zitatform
Conrads, Ralph, Ernst Kistler, Anna Kozaczek & Daniel Kühn (2013): Prekäre Beschäftigung in Baden-Württemberg. Ausmaß, Folgen und Handlungsempfehlungen. Gutachten des Internationalen Instituts für Empirische Sozialökonomie (INIFES) im Auftrag des DGB-Bezirks Baden-Württemberg. (Report), Stuttgart, 119 S.
Abstract
"Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg stellt sich positiver dar als im westdeutschen bzw. gar gesamtdeutschen Durchschnitt. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass auch in Baden-Württemberg nicht alle abhängig Erwerbstätigen eine Beschäftigung in einem Normalarbeitsverhältnis haben und dass die faktische Unterbeschäftigung weit über die Zahl der registrierten Arbeitslosen hinaus geht. Atypische Beschäftigungsverhältnisse haben sich insbesondere im letzten Jahrzehnt stark ausgebreitet (Mini- und Midi-Jobs, Teilzeit, Befristungen, Niedriglohnbeschäftigung auch in Vollzeit, Leiharbeit etc.). Atypische Beschäftigung ist dabei (v. a. wenn sie freiwillig erfolgt) nicht in jedem Fall prekär (prekäre Beschäftigung), sie trägt aber ein hohes und wachsendes Prekaritätsrisiko in sich. Atypisch Beschäftigte haben häufiger schlechtere Arbeitsbedingungen - bis hin zu niedrigerer Entlohnung und in der Folge auch einer schlechteren Absicherung fürs Alter. Sie haben nur recht geringe Chancen eines zügigen Übergangs in ein Normalarbeitsverhältnis - es bilden sich 'löchrige' Erwerbsbiografien aus. Darüber hinaus wirkt atypische Beschäftigung auch als Druckmittel gegenüber Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Normalarbeitsverhältnissen. Der vorliegende Bericht zeigt, dass sich atypische Beschäftigungsverhältnisse in Baden-Württemberg mit fast der gleichen Dynamik verbreitet haben wie im westdeutschen Durchschnitt. Speziell junge Menschen und dabei Menschen mit Migrationshintergrund finden den Einstieg in ein Normalarbeitsverhältnis immer öfters nur über lange Umwege in Praktika, befristeten und Leiharbeitsverhältnissen. Im mittleren Erwerbsalter sind insbesondere die Frauen betroffen. Die gestiegene Frauenerwerbstätigkeit erfolgt insbesondere auf Teilzeitbasis. Im Altersübergang ist zwar die Beschäftigungsquote der Personen im höheren Erwerbsalter gestiegen, in den rentennahen Altersjahren aber immer noch sehr niedrig, vor allem in sozialversicherungspflichtiger Vollzeitbeschäftigung. Generell sind auch in Baden-Württemberg Menschen mit Migrationshintergrund und Ausländer von atypischer Beschäftigung, Prekaritätsrisiko und Armutsgefährdung stärker betroffen als die jeweilige deutsche Bevölkerungsgruppe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
IAB-Betriebspanel - Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb: Beschäftigungsentwicklung, besondere Beschäftigungsverhältnisse, Löhne und Gehälter in nordrhein-westfälischen Betrieben. Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe der Arbeitgeberbefragung 2012 (2013)
Frei, Marek; Dahms, Vera; Wahse, Jürgen;Zitatform
Frei, Marek, Vera Dahms & Jürgen Wahse (2013): IAB-Betriebspanel - Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb. Beschäftigungsentwicklung, besondere Beschäftigungsverhältnisse, Löhne und Gehälter in nordrhein-westfälischen Betrieben. Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe der Arbeitgeberbefragung 2012. Düsseldorf, 39 S.
Abstract
"Das IAB-Betriebspanel beschäftigt sich in der Befragungswelle des Jahres 2012 intensiv mit dem betrieblichen Einsatz von atypischen Beschäftigungsverhältnissen, insbesondere befristeten Arbeitsverhältnissen und Leiharbeit. Angesichts des besonderen Anliegens der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen, die 'Entwicklung hin zu atypischer Beschäftigung und Niedriglöhnen zu beenden und gute Arbeit zum Normalfall zu machen', sind empirisch gestützte Erkenntnisse von besonderer Relevanz. Im Mittelpunkt des Interesses der aktuellen Befragung standen folgende Fragen: Wie verbreitet ist der Einsatz von befristeter Beschäftigung und Leiharbeit? In welchen Bereichen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft werden solche Beschäftigungsformen eingesetzt? Welche Art von Betrieben nutzen befristete Beschäftigung und Leiharbeit? Wie hoch sind die Chancen für befristet Beschäftigte, nach Auslaufen ihres Vertrages in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen zu werden? Sind Frauen und Männern in gleichem Maße vom Einsatz solcher Beschäftigungsformen betroffen?
Bevor auf Basis der Befunde der aktuellen Befragung des IAB-Betriebspanels versucht wird, die aufgeworfenen Fragen zu beantworten, wird zunächst ein kurzer Überblick über die Entwicklung von Beschäftigung im Untersuchungszeitraum gegeben. Die betriebliche Arbeitskräftenachfrage bildet den Rahmen für den Einsatz von besonderen Beschäftigungsformen. So stellt sich z. B. die Frage, ob die in der vorangegangenen Befragung beobachteten Schwierigkeiten bei der Deckung des betrieblichen Bedarfs an Fachkräften die Qualität der neu geschaffenen Arbeitsverhältnisse und damit den Stellenwert solcher Beschäftigungsformen beeinflussen." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitnehmerüberlassung im Saarland und in Westdeutschland (2013)
Zitatform
Hell, Stefan & Anne Otto (2013): Arbeitnehmerüberlassung im Saarland und in Westdeutschland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 02/2013), Nürnberg, 79 S.
Abstract
"Der erste Teil der Untersuchung betrachtet detailliert die Beschäftigungsstrukturen der Zeitarbeitsbranche im Saarland, das mittelfristig eine überdurchschnittlich hohe Leiharbeitsquote aufweist. Diese hohe Nachfrage für Leiharbeitskräfte ist auf die ausgeprägte Präsenz des Verarbeitenden Gewerbes zurückzuführen. Wegen der starken Exportorientierung dieses Sektors weist die Leiharbeit eine hohe konjunkturelle Sensivität auf. In der Zeitarbeitsbranche arbeiten vorwiegend junge männliche Arbeitskräfte in Vollzeit und üben größtenteils einfache Hilfs- und Lagertätigkeiten in Fertigungsberufen aus. Der zweite Teil dieser Untersuchung besteht aus einer erwerbsbiographischen Analyse, welche jeweils die Erwerbszustände und die Erwerbsverläufe von Zeitarbeitern im Saarland aus den Jahren 2006 und 2007 in den 14 bzw. 180 Tagen vor und nach ihrer Zeitarbeitsbeschäftigung miteinander vergleicht. Die empirischen Ergebnisse geben Hinweise darauf, dass eine Leiharbeitsbeschäftigung im Saarland kurz- und mittelfristig keine breite Brücke in den regulären Arbeitsmarkt bildet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Dossier Werkverträge 2013 (2013)
Iwanowski, Christian; Horn, Manfred;Zitatform
(2013): Dossier Werkverträge 2013. Düsseldorf, 34 S.
Abstract
In den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie arbeiten neben Stammbeschäftigten und Leiharbeitnehmern jetzt vermehrt Werkvertragsnehmer. Darauf macht die IG Metall NRW in ihrem Dossier aufmerksam. "Unterm Strich sind die Arbeitsbedingungen schlecht, das Arbeitsplatzrisiko ist hoch. Deswegen ist es auch berechtigt zu sagen, dass Beschäftigte mit Werkverträgen Beschäftigte dritter Klasse sind." Von der Bundesregierung fordert die IG Metall deshalb mehr Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte, damit Werkvertragsnehmer vor Lohndumping geschützt werden können. (IAB2)
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Literaturhinweis
Leiharbeit noch auf hohem Niveau bei starker Dynamik: Zahlen - Daten - Fakten: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) über die Situation in Hessen und Frankfurt am Main (2013)
Schaade, Peter;Zitatform
Schaade, Peter (2013): Leiharbeit noch auf hohem Niveau bei starker Dynamik. Zahlen - Daten - Fakten: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) über die Situation in Hessen und Frankfurt am Main. In: PersonalDirekt Frankfurt, Jg. 6, H. 2, S. 17-18., 2013-02-01.
Abstract
"Ende Juni 2012 waren in Hessen 64.900 Leiharbeitnehmer in 1.400 Verleihbetrieben beschäftigt. Die Zahl der Leiharbeitnehmer befindet sich zwar auf hohem Niveau, ist aber gegenüber den beiden Vorjahren leicht gefallen.
Frankfurt konnte zur Jahresmitte 2012 in 363 Verleihbetrieben 18.900 Leiharbeitnehmer verzeichnen. Auch hier ist der Bestand gegenüber den beiden Vorjahren zurückgegangen. Das aktuelle Niveau liegt aber immer noch um 1.400 oder 8,2 Prozent über dem vor der Wirtschaftskrise (Juni 2008)." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Werkverträge in Bayern: das neue Lohndumping-Instrument. Report (2013)
Siebenhüter, Sandra;Zitatform
Siebenhüter, Sandra (2013): Werkverträge in Bayern. Das neue Lohndumping-Instrument. Report. München, 79 S.
Abstract
Der DGB-Report 'Werkverträge in Bayern' schildert die Praxis einzelner Betriebe und Unternehmen mit Werkverträgen und verdeutlicht die Auswirkungen. Im Einzelnen wird der Einsatz von Werkverträgen für folgende Branchen thematisiert: Baugewerbe, Versandhandel, Logistikdienstleistungen, Lebensmittelbranche, Entwicklungsdienstleistungen und Krankenhäuser. Es wird aufgezeigt, dass die Werkverträge nicht nur eine schwere Belastung für die Beschäftigten sind, sondern auch eine enorme, bislang eher unterschätzte Dimension für den Sozialstaat und den gesellschaftlichen Zusammenhalt haben. Was zu tun ist, um Werkverträge einzudämmen, wird im letzten Kapitel dargestellt: Der DGB Bayern fordert eine 'Neue Ordnung der Arbeit'. Hierzu sind verschiedene gesetzliche Maßnahmen erforderlich: 1. Lohndumping durch Werkverträge unterbinden; 2. Scheinselbstständigkeit konsequenter verfolgen und unterbinden; 3. Kettenwerkverträge eingrenzen; 4. Interessenvertretung und Mitbestimmungsrechte stärken; 5. Unternehmensmitbestimmung und Transparenz der Unternehmenspolitik verbessern; 6. gleiche Standards an allen Arbeitsplätzen durchsetzen; 7. entsandte Arbeitnehmer/innen und ausländische (Schein-)-Selbstständige schützen und 8: Kontrollen verbessern. (IAB)
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Literaturhinweis
Studie zur Analyse der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse: Forschungsvorhaben im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (2012)
Bachmann, Ronald ; Ehlert, Christoph; Driesch, Ellen von den; Frings, Hanna ; Schaffner, Sandra ; Flake, Regina; Scheuer, Markus;Zitatform
Driesch, Ellen von den, Regina Flake, Hanna Frings, Sandra Schaffner & Markus Scheuer (2012): Studie zur Analyse der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. Forschungsvorhaben im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. (RWI-Projektbericht), Essen, 150 S.
Abstract
"Angesichts des hohen Anteils geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse an der Gesamtbeschäftigung hat das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW das RWI mit einer Untersuchung dieser Beschäftigungsverhältnisse beauftragt. Hierzu wurden im Herbst 2012 zwei umfangreiche Befragungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern durchgeführt und ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden im vorliegenden Bericht präsentiert. Die Studie ist wie folgt aufgebaut. Im nächsten Kapitel wird auf die Entwicklung geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, sowie auf den aktuellen Stand der Literatur zur geringfügigen Beschäftigung eingegangen. Das dritte Kapitel beschreibt die Datengrundlage, insbesondere das Design und die Durchführung sowie die Repräsentativität der Befragung. Kapitel 4 liefert eine Auswertung der Arbeitnehmerbefragung, Kapitel 5 eine Auswertung der Arbeitgeberbefragung. Die Ergebnisse der beiden Befragungen werden in Kapitel 6 vergleichend dargestellt. Das letzte Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse der Studie zusammen und diskutiert wirtschaftspolitische Implikationen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Zusammenfassung -
Literaturhinweis
Die Entwicklung der Beschäftigung in Hamburg - Anzeichen für eine Spaltung des Arbeitsmarktes? (2012)
Buch, Tanja; Stöckmann, Andrea; Seibert, Holger;Zitatform
Buch, Tanja, Holger Seibert & Andrea Stöckmann (2012): Die Entwicklung der Beschäftigung in Hamburg - Anzeichen für eine Spaltung des Arbeitsmarktes? Hamburg, 19 S.
Abstract
"Im Februar 2012 fand die 3. Konferenz zur sozialen Spaltung in Hamburg unter dem Titel 'Arbeiten in Hamburg. Entwicklungen und soziale Folgen' statt. In der Ankündigung hieß es: 'Noch nie gab es so viele Arbeitsplätze wie heute. Vielen Branchen mangelt es an Fachkräften. Gleichzeitig können immer weniger Menschen von ihrer Arbeit auskömmlich leben, weil ihre Stellen befristet, zeitlich beschränkt und schlecht entlohnt sind. Prekäre Beschäftigung scheint zum Normalarbeitsverhältnis zu werden. Umbrüche in der Arbeitswelt haben zur Folge, dass die Erwerbsarbeit immer weniger zur sozialen Integration beiträgt. Die Veränderung der Arbeitswelt vertieft so die Spaltung der Gesellschaft.' In diesem Thesenpapier sollen anhand empirischer Daten zur Beschäftigungs- und Arbeitslosigkeitsentwicklung mögliche Spaltungstendenzen auf dem Hamburger Arbeitsmarkt diskutiert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Arbeitsmärkte im Wandel (2012)
Emmel, Wolfgang; Wingerter, Christian; Straube, Roman; Nauenburg, Ricarda; Martone, Olivia; Ertl, Dagmar; Hesse, Leonore; Kühn, Monika;Zitatform
Emmel, Wolfgang, Dagmar Ertl, Leonore Hesse, Monika Kühn, Olivia Martone, Ricarda Nauenburg, Roman Straube & Christian Wingerter (2012): Arbeitsmärkte im Wandel. Wiesbaden, 130 S.
Abstract
"Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder haben sich mit dieser gemeinsamen Veröffentlichung zum Ziel gesetzt, die aktuelle Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie die zentralen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts zu beleuchten. Sie soll einen Überblick über den Facettenreichtum der amtlichen Arbeitsmarktstatistik leisten, Antworten auf häufige Fragen geben und das Interesse für eine tiefer gehende Beschäftigung wecken. Der grundlegendste aller Arbeitsmarktindikatoren, die Zahl der Erwerbstätigen, wird in Kapitel 1 dieses Heftes behandelt. Im folgenden Kapitel wird das logische Pendant zur Erwerbstätigkeit behandelt, die Erwerbslosigkeit. Es folgt das Thema 'atypische Beschäftigung'. Es handelt sich dabei um einen Sammelbegriff für Formen des Arbeitsverhältnisses, die nicht der klassischen Norm von einer vom Arbeitgeber regulär entlohnten Vollzeitstelle mit unbefristetem Vertrag und damit dem sozialpolitisch erwünschten Normalfall entsprechen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktreport NRW 2012: Sonderbericht: Struktur und Entwicklung der Beschäftigung mit dem Schwerpunkt: atypische und Niedriglohn-Beschäftigung (2012)
Mertens, Andreas;Zitatform
Mertens, Andreas (2012): Arbeitsmarktreport NRW 2012. Sonderbericht: Struktur und Entwicklung der Beschäftigung mit dem Schwerpunkt: atypische und Niedriglohn-Beschäftigung. Düsseldorf, 111 S.
Abstract
"Der Sonderbericht informiert zur Beschäftigung in NRW und legt einen Schwerpunkt auf atypische und Niedriglohnbeschäftigung. In den vergangenen zehn Jahren haben Teilzeitbeschäftigung und atypische Beschäftigungsformen, darunter vor allem Minijobs, geringfügige Beschäftigung und Leiharbeit, stetig zugenommen. Der Anteil der atypischen Beschäftigung liegt bei 25 Prozent und wird zum überwiegenden Teil von Frauen ausgeübt. Am dynamischsten, mit fast 100 Prozent, ist die Zahl der Leiharbeitenden gestiegen. Einen Niedriglohn erhält in NRW jeder fünfte sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Befristete Verträge und Arbeitsplatzdynamik in baden-württembergischen Betrieben: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2011)
Behringer, Jan; Dengler, Carina; Boockmann, Bernhard;Zitatform
Behringer, Jan, Carina Dengler & Bernhard Boockmann (2011): Befristete Verträge und Arbeitsplatzdynamik in baden-württembergischen Betrieben. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2011,02), Tübingen, 47 S.
Abstract
"Atypische Arbeitsverhältnisse sind seit geraumer Zeit ein Gegenstand öffentlicher Diskussion. Auf der einen Seite bieten befristete Beschäftigungsverhältnisse, Leiharbeit und andere Formen der atypischen Arbeit Betrieben Flexibilisierungsmöglichkeiten, die ihnen die Anpassung der Beschäftigung an Schocks erleichtert. Andererseits wird befürchtet, dass reguläre und langfristige Arbeitsverhältnisse durch kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse verdrängt werden und eine dauerhafte Segmentierung des Arbeitsmarktes entsteht. Je nachdem, welche Argumentation empirisch relevanter ist, bieten sich unterschiedliche wirtschaftspolitische Handlungsoptionen. Vor diesem Hintergrund analysiert das IAW in dem Kurzbericht die Entwicklung der atypischen Beschäftigung in Baden-Württemberg auf der Basis des IAB-Betriebspanels.
Der Bericht gliedert sich in drei Teile. Im ersten Teil werden die Beschäftigungsanteile in atypischen Arbeitsverhältnissen (befristete Beschäftigung, Leiharbeit, geringfügige Beschäftigung und "Midi- Jobs", freie Mitarbeit, Praktika) über den Zeitverlauf seit dem Jahr 2000 dargestellt, um Trends und zyklische Entwicklung dieser Beschäftigungsformen zu ermitteln und die Hypothese zu prüfen, dass diese Beschäftigungsformen von den Betrieben als Möglichkeit zur Anpassung an konjunkturelle Schocks genutzt werden. Im zweiten Teil wird untersucht, ob auf betrieblicher Ebene eine Verdrängung von regulärer durch befristete Arbeit festzustellen ist. Dazu wird das Analysekonzept von Boockmann und Hagen (2002) angewendet. Die Ergebnisse der Analyse für das Jahr 2010 werden den Ergebnissen von Boockmann und Hagen für das Jahr 2001 gegenübergestellt. Im dritten Teil wird der Zusammenhang von befristeter Beschäftigung sowie Leiharbeit und Institutionen untersucht. Dabei wird besonders die Rolle des Betriebsrates herausgestellt. Auf der Basis von Hypothesen über die Funktionsweise von Betriebsräten wird untersucht, ob Betriebe mit Betriebsrat tendenziell weniger oder mehr befristete Beschäftigung oder Leiharbeit nutzen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Leiharbeit in Bayern: unreguliert, unterbezahlt, unsicher (2011)
Biehler, Hermann;Zitatform
Biehler, Hermann (2011): Leiharbeit in Bayern. Unreguliert, unterbezahlt, unsicher. München, 40 S.
Abstract
"Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, welche Entwicklungen die Leiharbeit in Bayern im Verlauf der jüngsten Wirtschaftskrise Ende 2008 bis Anfang 2010 genommen hat. Wenngleich die Krisenursachen nicht behoben und Rückschläge im Wirtschaftswachstum nicht auszuschließen sind, ist auf dem Arbeitsmarkt inzwischen eine zahlenmäßige Entspannung gegenüber dem Herbst 2008 eingetreten, die in so kurzer Zeit nicht zu erwarten war.
Zentraler Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist, welche Rolle die Leiharbeit im Bund und in Bayern vor, während und nach diesem größten konjunkturellen Einbruch in der Geschichte der Bundesrepublik gespielt hat. Außerdem richten wir unsere Aufmerksamkeit auf strukturelle Merkmale von Leiharbeit wie ihre regionale Verbreitung in Bayern und die Einkommenssituation von Leiharbeitskräften.
Des Weiteren haben wir die vorliegende Datenlage genutzt, um die vielfach geäußerte These von einer Brückenfunktion der Leiharbeit zurück in den regulären Arbeitsmarkt anhand objektiver Fakten zu hinterfragen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Struktur und Entwicklung atypischer Beschäftigungsformen in Baden- Württemberg: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2011)
Klee, Günther; Behringer, Jan; Bohachova, Olga; Meyer, Jasper; Gerster, Andreas;Zitatform
Klee, Günther (2011): Struktur und Entwicklung atypischer Beschäftigungsformen in Baden- Württemberg. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2010,04), Tübingen, 50 S.
Abstract
"Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut: In Kapitel 2 wird zunächst auf die Entwicklung der Beschäftigungsstruktur nach Art der Beschäftigung und Qualifikationsniveau eingegangen. Kapitel 3 untersucht die Verbreitung und Struktur atypischer Beschäftigungsverhältnisse in Baden-Württemberg. Dabei ist dieses Kapitel in mehrere Abschnitte untergliedert, die sich jeweils bestimmten Formen atypischer Beschäftigung widmen: Die Abschnitte 3.1 und 3.2. behandeln ausführlich die befristeten und die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse. In Abschnitt 3.3 wird sodann ein Überblick über die weiteren im IAB-Betriebspanel erfassten Formen der atypischen Beschäftigung gegeben. Dabei wird jedoch nur auf die Teilzeitarbeit (3.3.1) und die Leih- bzw. Zeitarbeit (3.3.2) näher eingegangen, während freie Mitarbeit, Praktika und Ein-Euro-Jobs nur in Form unkommentierter Grafiken im Anhang aufgeführt sind. Kapitel 4 fasst schließlich die wesentlichen Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Als Datengrundlage der Analyse wird mit dem IAB-Betriebspanel Baden-Württemberg eine repräsentative Arbeitgeberbefragung in rund 1.200 baden-württembergischen Betrieben aller Branchen und Betriebsgrößenklassen herangezogen, die seit dem Jahr 2000 alljährlich zum Stichtag 30.06. erhoben werden." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Disentangling sector and status effects in German employment growth (2011)
Zitatform
Klinger, Sabine & Katja Wolf (2011): Disentangling sector and status effects in German employment growth. In: The Service Industries Journal, Jg. 31, H. 8, S. 1257-1278., 2010-12-31. DOI:10.1080/02642060903437006
Abstract
Von 1992 bis 2006 hat Teilzeitarbeit in Westdeutschland um 83 Prozent zugenommen, während die Zahl der Beschäftigten in Vollzeit um 15 Prozent zurückgegangen ist. Außerdem unterscheiden sich die Beschäftigungsformen zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen erheblich. Der Beitrag untersucht, inwiefern die unterschiedliche Entwicklung der Beschäftigungsformen durch inhärente Faktoren der Voll- und Teilzeitarbeit (Statuseffekte) oder durch den Wirtschaftsstrukturwandel (Sektoreffekte) bestimmt wird. Ein Regression-Analogue-Shift-Share-Modell wird angewandt und es wird für ökonomische Variablen wie Lohnstückkosten und Wertschöpfungsanteile kontrolliert. Da ein dynamisches Panel-Datenmodell spezifiziert wird, kommt ein fehlerkorrigierter Least-Squares-Dummy-Variablen-Schätzer zum Einsatz. In einem zweiten Schritt werden die fixen Effekte der Schätzung in Parameter für drei Beschäftigungsstatus und 16 Wirtschaftszweige zerlegt. Die Ergebnisse zeigen, dass hauptsächlich erwerbsstatusspezifische Eigenschaften Änderungen der Beschäftigungsformen erklären. (IAB)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Beschäftigungsformen abseits der Normalarbeitsverhältnisse in Essen (2011)
Niewels, Andrea;Zitatform
Niewels, Andrea (2011): Beschäftigungsformen abseits der Normalarbeitsverhältnisse in Essen. (Beiträge zur Stadtforschung 54), Essen, 125 S.
Abstract
Auf der Grundlage der amtlichen Statistik wird die Entwicklung atypischer Beschäftigungsformen in Essen untersucht. Es erfolgt eine Gegenüberstellung zu den Ruhrgebietsstädten Duisburg, Bochum und Dortmund. Die Situation in Essen wird anhand folgender Schwerpunkte beleuchtet: 1. Stellenangebote für Beschäftigungsformen abseits der Normalarbeitsverhältnisse; 2. sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Teilzeitbeschäftigung und im Bereich Arbeitnehmerüberlassung/Zeitarbeit; 3. geringfügig entlohnte Beschäftigung; 4. Teilnehmer/-innen in Arbeitsgelegenheiten nach dem SGB II und 5. kurzfristig Beschäftigte. Im Zeitraum 1999 bis 2009 wird ein erheblicher Rückgang der Vollzeitbeschäftigung und eine erhebliche Zunahme der Teilzeitbeschäftigung konstatiert. Rund zwei bis drei Prozent aller Beschäftigten sind Leiharbeitnehmer. (IAB)
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Literaturhinweis
Beschäftigung von Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg: Ausmaß und Entwicklung seit der Krise 2008/2009. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2011)
Schröpfer, Stefanie; Klee, Günther; Behringer, Jan;Zitatform
Schröpfer, Stefanie, Jan Behringer & Günther Klee (2011): Beschäftigung von Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg. Ausmaß und Entwicklung seit der Krise 2008/2009. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzberichte 2011,05), Tübingen, 28 S.
Abstract
"Angesichts der raschen konjunkturellen Erholung nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ist die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften aufgrund des teilweise bereits vorhandenen und sich mittelfristig verschärfenden Fachkräftemangels gerade mit Blick auf die stark exportorientierte Wirtschaftsstruktur Baden-Württembergs ein zentrales Thema. Hierbei handelt es sich zudem um ein Problem mit strukturellen und demografischen Ursachen, das zu einem dauerhaften Auseinanderklaffen der Nachfrage und des Angebots an fachlichen Qualifikationen führen kann. Als eine kurzfristige und sehr flexible betriebliche Lösungsstrategie bei Schwierigkeiten der Personalrekrutierung auf dem externen Arbeitsmarkt hat sich seit 2004 u.a. das Instrument der Zeitarbeit herauskristallisiert. Die Zeitarbeit ist jedoch wie die weiteren 'atypischen' Beschäftigungsformen seither auch Gegenstand öffentlicher Kontroversen. Einerseits eröffnet das Instrument Zeitarbeit den Betrieben die Möglichkeit ihren Beschäftigtenbestand an die jeweilige Auslastung zeitnah anzupassen, andererseits wird dadurch die Gefahr einer Verdrängung 'regulärer' Arbeitsverhältnisse und einer dauerhaften Segmentierung des Arbeitsmarkts gesehen. Je nachdem, welche Argumentation empirisch relevanter ist, bieten sich unterschiedliche wirtschaftspolitische Handlungsoptionen. Vor diesem Hintergrund erscheint es daher sinnvoll und opportun, die Entwicklung dieser speziellen 'atypischen' Beschäftigungsform im Land am aktuellen Rand näher zu beleuchten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigungsformen nach dem Ende der Krise in Rheinland-Pfalz 2010 (2011)
Zitatform
Wagner, Birgit & Alfons Schmid (2011): Atypische Beschäftigungsformen nach dem Ende der Krise in Rheinland-Pfalz 2010. (IAB-Betriebspanel Rheinland-Pfalz 2011,01), Frankfurt, Main, 38 S.
Abstract
"Mit Beginn des Aufschwungs und der Zunahme der Beschäftigung veränderten sich in Rheinland-Pfalz die verschiedenen atypischen Beschäftigungsverhältnisse in unterschiedlichem Ausmaß. Die Leiharbeit, die während der Krise einen Einbruch verzeichnete, erreichte bis Mitte 2010 fast wieder ihren Rekordwert, den sie vor der Wirtschaftskrise erzielt hatte. Der ansteigende Trend der Leiharbeit setzt sich somit weiter fort. Gemessen an den Gesamtbeschäftigten spielt sie jedoch bislang eine geringe Rolle. Auf geringfügige Beschäftigung griffen Betriebe ebenfalls in den vergangenen Jahren verstärkt zurück. Trotz des leichten Anstiegs der Midi-Jobs seit 2005 offenbart die Entwicklung der Midi-Jobs insgesamt einen vergleichsweise konstanten Verlauf, der durch die Krise und den beginnenden Aufschwung kaum beeinflusst wurde. Obwohl zu erwarten gewesen wäre, dass sich Teilzeitjobs mit Zeitverlauf nur langsam verändern, da sie überwiegend von Frauen in Anspruch genommen werden, um Beruf und familiäre Verpflichtung in Einklang zu bringen, stieg der Anteil der Teilzeitbeschäftigten an den Gesamtbeschäftigten nach der Krise deutlich an. Die befristete Beschäftigung, die durch einen Rückgang während der Krisen gekennzeichnet war, erreichte mit der Belebung der Konjunktur einen neuen Rekordwert. Der beginnende konjunkturelle Aufschwung nach der Wirtschaftskrise zeichnet sich somit durch differenzierte Auswirkungen auf die verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen aus. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung; das Normalarbeitsverhältnis steht jedoch weiter im Vordergrund." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wen trifft die Zunahme atypischer Beschäftigungsformen?: Analyse des Mikrozensus 2007 (2010)
Fromm, Sabine;Zitatform
Fromm, Sabine (2010): Wen trifft die Zunahme atypischer Beschäftigungsformen? Analyse des Mikrozensus 2007. In: Mitteilungen aus dem SOFI, Jg. 4, H. 10, S. 6-8.
Abstract
"Die Teilhabe am Erwerbsleben bleibt nach wie vor die wichtigste gesellschaftliche Teilhabeform, sei es durch eigene oder aber abgeleitete Erwerbstätigkeit. Als zentral für die Integrationsleistung des Erwerbssystems wird generell die Verbreitung des sogenannten 'Normalarbeitsverhältnisses' angesehen. Im Verbundprojekt Sozioökonomische Berichterstattung wird Erwerbsteilhabe und ihre Entwicklung unter unterschiedlichen Fragestellungen analysiert, darunter auch die Integrationsleistung des Beschäftigungssystems (www.soeb.de). In diesem Kontext entstanden die nachfolgend dargestellten Ergebnisse zur Veränderung des Normalarbeitsverhältnisses durch die Zunahme atypischer Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erhebung Mittelständische Zeitarbeit 2010: Ergebnisbericht (2010)
Zitatform
Lehmann, Christian, Martin Ratzmann & Ricarda B. Bouncken (2010): Erhebung Mittelständische Zeitarbeit 2010. Ergebnisbericht. (Bayreuth reports on strategy 01/2010), Bayreuth, 24 S.
Abstract
"Der Markt für Personaldienstleistungen zählt zu den am stärksten wachsenden Branchen in Deutschland. Während Entleihunternehmen und Zeitarbeitnehmer Gegenstand vieler Untersuchungen sind, wurden die Personaldienstleister selbst bislang kaum betrachtet. Der vorliegende Bericht ist Ergebnis einer Befragung von 346 Filialen deutscher Zeitarbeitsunternehmen aus dem Frühjahr 2010. Praxisnah werden Strukturmerkmale von Verleihunternehmen und mögliche Erfolgsfaktoren aufgezeigt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigungsformen in Zeiten der Krise in Rheinland-Pfalz 2009 (2010)
Zitatform
Wagner, Birgit & Alfons Schmid (2010): Atypische Beschäftigungsformen in Zeiten der Krise in Rheinland-Pfalz 2009. (IAB-Betriebspanel Rheinland-Pfalz 2010,01), Frankfurt, M., 34 S.
Abstract
"Die Auswertung auf der Grundlage des IAB-Betriebspanels zeigt für Rheinland-Pfalz, dass sich die Wirtschafts- und Finanzkrise sehr unterschiedlich auf die verschiedenen atypischen Beschäftigungsformen ausgewirkt hat. Während die Kurzarbeit und die geringfügige Beschäftigung in Rheinland-Pfalz deutlich anstiegen und auch die 1-Euro-Jobber zunahmen, gab es bei den Midi-Jobs, der Teilzeitbeschäftigung und der befristeten Beschäftigung keine wesentlichen Veränderungen angesichts der Krise. Von der Finanz- und Wirtschaftskrise negativ betroffen waren auch Leiharbeitskräfte sowie freie Mitarbeiter, deren Bedeutung insgesamt jedoch gering ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Umfang, Struktur und Determinanten besonderer Beschäftigungsformen: ausgewählte Ergebnisse der nordrhein-westfälischen Stichprobe des IAB-Betriebspanels 2009 (2010)
Abstract
"Die Ergebnisse des IAB-Betriebspanels belegen, dass ein immer größerer Anteil neuer Stellenangebote mit besonderen Anforderungen, wie z.B. einer begrenzten Beschäftigungsdauer verbunden ist. So erhielten im letzten Jahr mehr als die Hälfte aller neu eingestellten Beschäftigten lediglich einen befristeten Arbeitsvertrag. Damit gab es erstmals mehr befristete als unbefristete Einstellungen. Dieser Anstieg könnte mit der weltweiten Krise und den damit verbundenen Unsicherheiten hinsichtlich des künftigen Arbeitskräftebedarfs zusammenhängen. Mit diesem Anstieg setzte sich jedoch eine Entwicklung fort, die bereits vor der Krise begonnen hat. In zahlreichen Betrieben wurden bereits vor der Krise neue Arbeitskräfte fast nur noch befristet eingestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Geteilte Zeit - Halbes Leid?: Beschäftigungsverhältnisse von Frauen und Männern im Strukturwandel (2009)
Boeckmann, Klaus;Zitatform
Boeckmann, Klaus (2009): Geteilte Zeit - Halbes Leid? Beschäftigungsverhältnisse von Frauen und Männern im Strukturwandel. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 170), Dortmund, 60 S.
Abstract
"Mit der Veröffentlichung wird die Flexibilisierung und Deregulierung von Beschäftigungsverhältnissen im Hinblick auf die Entwicklung und Umverteilung von Beschäftigungsformen und unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechter thematisiert, konkret bezogen auf Dortmund im Vergleich zu den Entwicklungen im Land NRW. Die Arbeit bietet einen differenzierten Einblick in die Beschäftigungsentwicklung nach Branchen und orientiert sich nach den Organisationsbereichen der Gewerkschaften des DGB." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Im Fokus: "Atypische" Beschäftigung breitet sich auch in Ostdeutschland aus (2009)
Brautzsch, Ulrich; Lang, Cornelia;Zitatform
Brautzsch, Ulrich & Cornelia Lang (2009): Im Fokus: "Atypische" Beschäftigung breitet sich auch in Ostdeutschland aus. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 8, S. 300-304.
Abstract
Die Autoren untersuchen für den Zeitraum 1998 bis 2008 die Beschäftigungsentwicklung im Hinblick auf die Beschäftigungsform und im Vergleich für Ost- und Westdeutschland. Ihr Hauptaugenmerk richten sie dabei auf die beiden Phasen des konjunkturellen Aufschwungs von 1998 bis 2000 sowie von 2005 bis Anfang 2008. Im Trend zeigt sich eine zunehmende Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse in beiden Teilen Deutschlands. Im Jahr 2008 waren ca. 27 Prozent der Arbeitnehmer in Ostdeutschland und 29 Prozent der Arbeitnehmer in Westdeutschland in einem atypischen Beschäftigungsverhältnis beschäftigt. Unterschiede gibt es im Hinblick auf die Struktur der atypischen Beschäftigungsverhältnisse. Während im Jahr 2008 in Westdeutschland die ausschließlich geringfügig Beschäftigten mit 48 Prozent den größten Anteil an den atypisch Beschäftigten haben, sind es in Ostdeutschland mit 54 Prozent die sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten. (IAB)
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Literaturhinweis
Labour market flexibility and inequality: the changing risk patterns of temporary employment in West Germany (2009)
Zitatform
Gebel, Michael & Johannes Giesecke (2009): Labour market flexibility and inequality: the changing risk patterns of temporary employment in West Germany. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 3, S. 234-251. DOI:10.1007/s12651-009-0018-6
Abstract
"Obwohl viele Studien zur befristeten Beschäftigung zeigen können, dass bestimmte Arbeitsmarktgruppen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit aufweisen, in befristeten Arbeitsverhältnissen beschäftigt zu sein, existieren bisher nur sehr wenige Forschungsergebnisse hinsichtlich der Frage, ob und inwieweit sich diese Allokationsmuster über die Zeit verändert haben. Angesichts tiefgreifender struktureller und institutioneller Veränderungen, die sich seit Anfang der 1990er Jahre auf den westdeutschen Arbeitsmarkt auswirken, liegt jedoch die Vermutung nahe, dass die Allokationsmuster befristeter Beschäftigung ebenfalls einem Wandel unterlagen. Auf der theoretischen Ebene existieren allerdings unterschiedliche Einschätzungen bezüglich der Art eines solchen Wandels. Während einige Beobachter erwarten, dass sich Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt entlang bereits bestehender sozialer Spaltungslinien verstärken, betonen andere, dass Risiken immer weniger sozial, sondern vielmehr individuell strukturiert seien. Um diese Frage empirisch zu überprüfen, nutzen wir Daten des Mikrozensus für die Jahre 1989 bis 2005. Die Analysen zeigen dabei erstens, dass der Anteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse über diesen Zeitraum insgesamt nur leicht angestiegen ist. Zweitens wird deutlich, dass insbesondere solche Gruppen zunehmend in befristeten Arbeitsverhältnissen zu finden sind, die ohnehin eine relativ schwache Position am Arbeitsmarkt aufweisen. Drittens lassen die Ergebnisse erkennen, dass sich die Bedeutung 'klassischer' Determinanten befristeter Beschäftigungsverhältnisse entgegen der These einer Entstrukturierung sozialer Ungleichheit nicht verringert hat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fixed-term contracts at labour market entry in West Germany: implications for job search and first job quality (2009)
Zitatform
Gebel, Michael (2009): Fixed-term contracts at labour market entry in West Germany. Implications for job search and first job quality. In: European Sociological Review, Jg. 25, H. 6, S. 661-675. DOI:10.1093/esr/jcp005
Abstract
"Fixed-term contracts have become very relevant in the transition from school to work. Using data from the German Socio-Economic Panel (GSOEP) for the period 1984-2006, this article analyses differences in the timing of receiving a fixed-term contract or a permanent contract throughout the duration of first-job search and whether fixed-term contracts are associated with lower initial wages. Competing risk duration models reveal that school leavers initially receive more often permanent contracts but that a certain proportion also accepts temporary jobs. For transitions to both fixed-term and permanent contracts, we find that the longer the time spent searching for a job, the lower the transition probability to a job. The negative duration dependence effect is even more pronounced for fixed-term employment. Comparing labour market entrants with similar individual and job characteristics using propensity score matching techniques show that entrants earn significantly less in fixed-term jobs compared to permanent employment. Wage penalties are slightly larger for those who actually choose fixed-term contracts in their first job, whereas randomly allocated job entrants would suffer lower wage losses. Especially graduates from tertiary education suffer high initial wage losses in fixed-term contracts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Prekäre Beschäftigungen - eine Herausforderung für die Gewerkschaften: Dokumentation über das Projekt "Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven - gewerkschaftliche Handlungsstrategien" (2009)
Goldenstein, Simon; Klöpper, Manfred; Tumforde, Inka;Zitatform
Goldenstein, Simon, Manfred Klöpper & Inka Tumforde (2009): Prekäre Beschäftigungen - eine Herausforderung für die Gewerkschaften. Dokumentation über das Projekt "Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven - gewerkschaftliche Handlungsstrategien". Jena u.a., 69 S.
Abstract
Reguläre Arbeitsverhältnisse geraten durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie z.B. Leiharbeit, Befristungen, unfreiwillige Mini- und Midijobs oder Scheinselbständigkeit immer stärker unter Druck. Aus der Erkenntnis heraus, dass prekäre Beschäftigungen wegen der 'Grenzüberschreitungen' eine Herausforderung für die regionale Gewerkschaftsarbeit darstellt, hat die DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven ein regionales Projekt zur prekären Beschäftigung organisiert. Die Publikation dokumentiert die wichtigsten Arbeiten und Ergebnisse aus zwei Jahren Projektlaufzeit. Sie untergliedert sich hierbei in folgende inhaltliche Schwerpunkte: Zunächst werden die wichtigsten Ergebnisse einer am Soziologischen Forschungsinstitut in Göttingen (SOFI), erstellten explorativen Studie 'Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven' dargestellt. Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit den wichtigsten Ergebnissen einer qualitativen Befragung von Beschäftigten in prekären Erwerbslagen und geht damit auf die Beschäftigtenperspektive ein. Anschließend werden in Stichworten die Ergebnisse einer ersten 'Vorab'-Befragung von Projektbeteiligten dargestellt. Es folgen die Präsentationen der Ergebnisse zweier im Abstand von etwa einem Jahr durchgeführten Panelbefragungen. Zudem werden Befragungen von Vertretern der Einzelgewerkschaften, die das Projekt monetär und inhaltlich unterstützen, dokumentiert. Dabei geht es darum, wie das Projekt von 'außen', das heißt aus Sicht der Einzelgewerkschaften wahrgenommen und beurteilt wird. Außerdem wird ein Vertreter der am Projekt beteiligten Rechtsschutz GmbH befragt. Abschließend wird die mögliche Übertragbarkeit auf andere Regionen thematisiert, wobei positive sowie verbesserungswürdige Aspekte kurz angesprochen werden. (IAB)
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Literaturhinweis
Unterschiede in den Beschäftigungs- und Arbeitszeitstrukturen in Ost- und Westdeutschland: IAQ/HBS Arbeitszeit-Monitor 2001 bis 2006 (2009)
Jansen, Andreas; Kümmerling, Angelika; Lehndorff, Steffen;Zitatform
Jansen, Andreas, Angelika Kümmerling & Steffen Lehndorff (2009): Unterschiede in den Beschäftigungs- und Arbeitszeitstrukturen in Ost- und Westdeutschland. IAQ/HBS Arbeitszeit-Monitor 2001 bis 2006. (IAQ-Report 2009-03), Duisburg u.a., 13 S. DOI:10.17185/duepublico/45632
Abstract
"Der Anteil vollzeiterwerbstätiger Arbeitnehmer an allen abhängig Beschäftigten geht im Zeitraum zwischen 2001 und 2006 sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland kontinuierlich zurück. Dabei ist der Rückgang in Ostdeutschland (Frauen: 8,9 Prozentpunkte/ Männer: 5,4 Prozentpunkte) stärker als in Westdeutschland (Frauen: 5,8 Prozentpunkte/Männer: 4,2 Prozentpunkte). Neben dem rückläufigen Anteil vollzeiterwerbstätiger Arbeitnehmer ist auch die absolute Zahl dramatisch gesunken. Trotz einer insgesamt positiven Beschäftigungsbilanz gingen im Zeitraum zwischen 2001 und 2006 mehr als 1,6 Millionen Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse verloren. Dagegen weisen die geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse eine starke Wachstumsdynamik auf. Im Jahre 2006 arbeiteten bereits 13,0% der west- und 9,2% der ostdeutschen abhängig Beschäftigten ausschließlich in einem Minijob. 2001 waren es noch 9,3% (West) und 4,7% (Ost). Bei den Frauen gibt es hinsichtlich der Erwerbsform noch immer große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. So gingen 2006 63,2% der erwerbstätigen ostdeutschen Frauen einer Vollzeiterwerbstätigkeit nach, wohingegen dies nur auf 47,3% der westdeutschen Frauen zutraf. Weibliche Teilzeitarbeit konzentriert sich in Westdeutschland vor allem im Bereich der 'kurzen Teilzeit' mit 20 und weniger Wochenstunden - in Ostdeutschland liegt die Spitze dagegen bei 30 Wochenstunden und somit im Bereich der 'langen Teilzeit'. Während 2006 20,6% der abhängig beschäftigten westdeutschen Frauen in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis arbeiteten, lag der entsprechende Anteil in Ostdeutschland bei 11,4%." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie: Grenzmanagement im Alltag als neue Herausforderung (2009)
Zitatform
Jurczyk, Karin, Michaela Schier, Peggy Szymenderski, Andreas Lange & G. Günter Voß (2009): Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Grenzmanagement im Alltag als neue Herausforderung. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 100), Berlin: Edition Sigma, 399 S.
Abstract
"Entgrenzte Erwerbsarbeit ist keine exotische Ausnahme mehr, und für eine wachsende Zahl von Beschäftigten bedeutet das, sich auch einer zunehmenden Entgrenzung von Familie sowie von Geschlechterverhältnissen stellen zu müssen. 'Grenzmanagement' heißt für sie die neue, noch ungewohnte Herausforderung: Schon die gemeinsame Anwesenheit von Familienmitgliedern will organisiert sein, Zeitlücken für Familienleben müssen gefunden, Pflichten neu ausgehandelt, Arbeitsteilungsmuster - auch zwischen den Geschlechtern - neu definiert werden. Anhand einer breit angelegten qualitativen Untersuchung von Müttern und Vätern aus Filmwirtschaft und Einzelhandel in Ost- und Westdeutschland, die in diesem Buch dargestellt wird, lässt sich ermessen, wie viel Anstrengungen und Einfallsreichtum notwendig sind, um eine gemeinsame familiale Lebensführung zu etablieren, wenn sich die raum-zeitlichen Bedingungen des Arbeitens und Lebens flexibilisieren. Sollten sich die mehrfachen Entgrenzungen forciert fortsetzen, droht - ohne politische Unterstützung bzw. Gegensteuerung - eine 'Reproduktionslücke' in Familien mit massiven Konsequenzen für die Wirtschaft und die gesamte Gesellschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Niedriglohnsektor wächst rasant: Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen (2009)
Zitatform
Kalina, Torsten & Claudia Weinkopf (2009): Niedriglohnsektor wächst rasant. Frauen im Niedriglohnsektor in Nordrhein-Westfalen. (Informationen zum Arbeitsmarkt NRW, Sonderausgabe Januar 2009), Düsseldorf, 23 S.
Abstract
"Frauen stellten im Zeitraum 2004 bis 2007 69,4 Prozent der Niedriglohnbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen, obwohl ihr Anteil an den Beschäftigten nach der - in der Auswertung zugrunde gelegten Abgrenzung - nur 49,5 Prozent betrug. In absoluten Zahlen waren damit im Jahresdurchschnitt rund 900.000 Frauen in NRW von Niedriglöhnen betroffen. Ende der 1990er Jahre war gut jede fünfte weibliche Beschäftigte in NRW von Niedriglöhnen betroffen, inzwischen ist es mehr als jede Vierte. Bei den Männern ist demgegenüber 'nur' gut jeder Zehnte betroffen. Dass der Frauenanteil unter den Niedriglohnbeschäftigten in NRW trotzdem leicht zurückgegangen ist, liegt vor allem daran, dass die Zunahme der Niedriglöhne bei Männern in den letzten Jahren besonders stark ausgeprägt war: Ihre Betroffenheit von Niedriglöhnen hat sich gegenüber dem Zeitraum 1996 bis 1999 von 6,1 Prozent auf 11,8 Prozent im Zeitraum 2004 bis 2007 fast verdoppelt. Der auffälligste Unterschied zwischen niedriglohnbeschäftigten Frauen in NRW und Westdeutschland besteht in der Struktur der Betroffenen nach Beschäftigungsform: Während in Westdeutschland jeweils rund ein Drittel der Frauen mit Niedriglöhnen in Vollzeit, sozialversicherungspflichtiger Teilzeit und in Minijobs arbeiten, ist in NRW der Anteil der Vollzeitbeschäftigten mit 26 Prozent deutlich niedriger und der Anteil der Beschäftigten in Minijobs mit fast 43 Prozent erheblich höher. Dies bedeutet, dass bei Frauen in NRW noch häufiger als in Westdeutschland niedrige Stundenlöhne und kurze Arbeitszeiten zusammenkommen, was ihre Chancen auf eine eigenständige Existenzsicherung besonders ungünstig erscheinen lässt. Der Niedriglohnanteil ist unter den gering Qualifizierten mit knapp 42 % deutlich höher als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung, unter denen nur etwa jeder Fünfte von Niedriglöhnen betroffen ist. Differenziert nach Alter weisen in NRW die unter 25-Jährigen den weitaus höchsten Niedriglohnanteil auf (obwohl bei der Auswertung Auszubildende ausgeklammert wurden). Dies ist in NRW noch deutlicher ausgeprägt als in Westdeutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwerbsformen im Wandel (2009)
Lang, Cornelia;Zitatform
Lang, Cornelia (2009): Erwerbsformen im Wandel. In: Wirtschaft im Wandel, Jg. 15, H. 4, S. 165-171.
Abstract
"Ein Wandel der Erwerbsformen wird in der Bundesrepublik Deutschland seit mehreren Jahrzehnten beobachtet. Zwar ist noch immer das Normalarbeitsverhältnis, nämlich die abhängige, unbefristete Vollzeitbeschäftigung, die dominierende typische Beschäftigungsform, der ca. drei Viertel der Erwerbstätigen nachgehen. Daneben haben sich aber neue, (noch) atypische Erwerbsformen wie Minijobs und Leiharbeit entwickelt, und bekannte Formen wie die Teilzeitarbeit haben an Bedeutung gewonnen. Diese Veränderungen haben mehrere Ursachen. Sie resultieren aus den Anforderungen an flexiblere Beschäftigungsformen insbesondere im Zuge der Globalisierung, aus der zunehmenden Bedeutung des Dienstleistungssektors, aber auch aus veränderten Präferenzen sowohl der Unternehmen als auch der Beschäftigten in Bezug auf die Erwerbsbeteiligung. Eine wesentliche Triebkraft ist die gestiegene Erwerbsbeteiligung von Frauen, die häufig in atypischen Beschäftigungsformen realisiert wird. Aber auch über Eintritte in und Austritte aus dem Arbeitsmarkt vollzieht sich die Veränderung und wird vor allem über den Erwerbseinstieg der jüngeren Alterskohorten sichtbar. Bezogen auf die Entwicklung in den Alten und Neuen Bundesländern gibt es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede. In beiden Teilräumen zeigt sich eine Zunahme atypischer Beschäftigung. Aber es existieren auch Unterschiede, wie die stärkere Erwerbsorientierung und -beteiligung ostdeutscher Frauen gegenüber westdeutschen, die sich aus den noch immer vorhandenen strukturellen und soziokulturellen Unterschieden zwischen den beiden Landesteilen ergeben. Atypische Beschäftigung ist nicht per se prekär oder 'minderwertig'. Aufgrund der Kopplung des Sozialversicherungssystems an das Normalarbeitsverhältnis können für atypisch Beschäftigte jedoch Nachteile und Unsicherheiten entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Minijobs im Einzelhandel: zur Beschäftigungssituation in Bremen und Bremerhaven. Stellungnahme (2009)
Salot, Marion;Zitatform
Salot, Marion (2009): Minijobs im Einzelhandel. Zur Beschäftigungssituation in Bremen und Bremerhaven. Stellungnahme. Bremen, 20 S.
Abstract
"Über die Situation und die Perspektiven des Einzelhandels wird oft sehr emotional diskutiert, weil viele unterschiedliche Interessenlagen aufeinanderprallen: die der Beschäftigten, der Kunden und der Investoren. Die Politik sitzt bei anstehenden Entscheidungen häufig zwischen den Stühlen, weil es selten möglich ist, die verschiedenen Interessenlagen unter einen Hut zu bringen. Mit der Untersuchung versucht die Arbeitnehmerkammer Bremen, diese Diskussionen mit Fakten zu unterfüttern und auf diesem Wege zur Versachlichung der Debatte beizutragen. Hierbei stehen die Beschäftigungssituation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und insbesondere die Entwicklung der Minijobs im Zentrum. Es sollen die Fragen beantwortet werden, warum es sich gerade in dieser Branche 'anbietet', immer mehr geringfügig Beschäftigte einzustellen, wie sich diese Entwicklung auf die 'regulär' Beschäftigten auswirkt und in welchem Zusammenhang dies mit den aktuell diskutierten Fragen nach Sonntagsöffnungen oder Neuansiedlungen steht. Schließlich werden Handlungsempfehlungen an die Politik abgeleitet, um die bisherigen Trends zu stoppen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Bremen (2009)
Strüßmann, Bernd; Duhnenkamp, Joachim; Holtrup, André; Syben, Gerhard;Zitatform
Strüßmann, Bernd, Joachim Duhnenkamp, Gerhard Syben & André Holtrup (2009): Zeitarbeit in Bremen. Bremen, 228 S.
Abstract
"Die Beiträge dieser Broschüre beleuchten den Zeitarbeitssektor unter ganz unterschiedlichen Blickwinkeln: Eine Bestandsaufnahme liefert Daten und Analysen zu regionalen Beschäftigungsstrukturen der Zeitarbeit, erörtert davon ausgehend aber ebenso die für die Zeitarbeit gegenwärtig charakteristischen Arbeitsbedingungen. Gefragt wird nach den betrieblichen Motiven des zunehmenden Einsatzes von Zeitarbeit wie nach den beschäftigungs- und arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen dieser Veränderungen. Die statistisch herausragenden, zentralen Problematiken prekärer Beschäftigung im Zeitarbeitssektor - Niedriglohnarbeit und Unsicherheit des Arbeitsplatzes - ergeben sich nicht zuletzt in der Auswertung von Daten aus unserer arbeitsrechtlichen Beratungsarbeit. Die Grundproblematiken spiegeln sich aber auch in den Beiträgen, in denen die subjektive Perspektive der Zeitarbeitnehmer aufgenommen wird und diese in systematisch geführten Interviews selbst zu Wort kommen. Welche Vor- und Nachteile sehen sie in ihrem 'atypischen' Beschäftigungsverhältnis? Worin werden die Grundprobleme der Tätigkeit gesehen - im Hinblick auf Einkommen, Beschäftigungssicherheit und den betrieblichen Status? Welche Erfahrungen und Einschätzungen schildern sie zu den möglichen 'Klebeeffekten' der Tätigkeit im Einsatzbetrieb. Bietet Zeitarbeit, wie in Branchenpublikationen meist betont, für Arbeitnehmer effektive Möglichkeiten zur Qualifizierung im Rahmen informeller Lernprozesse? Alles in allem ergibt sich so ein profunder Überblick über die Zeitarbeitsbranche in Bremen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Teilzeitbeschäftigung: Ausmaß und Bestimmungsgründe der Erwerbsübergänge von Frauen (2009)
Vogel, Claudia;Zitatform
Vogel, Claudia (2009): Teilzeitbeschäftigung: Ausmaß und Bestimmungsgründe der Erwerbsübergänge von Frauen. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 42, H. 2, S. 170-181. DOI:10.1007/s12651-009-0015-9
Abstract
"Bislang überwiegt das Normalarbeitsverhältnis in Form der kontinuierlichen Vollzeitbeschäftigung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Allerdings ist spätestens seit der Wiedervereinigung eine stetige Zunahme der Teilzeitbeschäftigung zu beobachten. Der Beitrag untersucht auf der Grundlage des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 1991 bis 2006, in welchem Umfang Teilzeitarbeit von Frauen und Männern ausgeübt wird, wie die Beteiligung nach Altersgruppen variiert und - mittels logistischer Regressionsmodelle - welche Merkmale die Aufnahme einer Teilzeit- bzw. Vollzeitbeschäftigung bei Frauen begünstigen. Obwohl auch die Teilzeitquoten der männlichen Beschäftigten gestiegen sind - fast jeder zehnte Arbeitnehmer und knapp die Hälfte der Arbeitnehmerinnen sind teilzeitbeschäftigt - stellen Frauen die überwiegende Mehrheit der Teilzeitbeschäftigten: vier von fünf Teilzeitbeschäftigten sind weiblich. Überdurchschnittlich häufig arbeiten Frauen über 35 Jahren in Teilzeit. Außerdem sind ältere Arbeitnehmer sowie Berufseinsteiger besonders von der Zunahme der Teilzeit betroffen. Bei Frauen sprechen sowohl Mutterschaft als auch Ehe für die Aufnahme einer Teilzeitstelle. Allerdings nehmen ostdeutsche Frauen seltener eine Teilzeitstelle an als westdeutsche, und zwar auch dann, wenn sie Kinder haben. Darüber hinaus ist Teilzeitbeschäftigung für ostdeutsche Arbeitnehmerinnen häufiger ein Sprungbrett in eine Vollzeitanstellung. Offensichtlich kann Teilzeiterwerbstätigkeit der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf dienen, allerdings wird dieses Arrangement eher von Frauen und Müttern in Westdeutschland gelebt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger (2009)
Wingerter, Christian;Zitatform
Wingerter, Christian (2009): Der Wandel der Erwerbsformen und seine Bedeutung für die Einkommenssituation Erwerbstätiger. In: Wirtschaft und Statistik H. 11, S. 1080-1098.
Abstract
"Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor vom Normalarbeitsverhältnis geprägt, also einer unbefristet und in Vollzeit ausgeübten Beschäftigung. Dennoch hat das Normalarbeitsverhältnis in den vergangenen zwanzig Jahren an Bedeutung verloren. Im Gegenzug haben neue oder bislang wenig verbreitete Erwerbsformen an Bedeutung zugenommen. Zu diesen Beschäftigungsformen, die in der Arbeitsmarktforschung in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis allgemein als 'atypische Beschäftigung' bezeichnet werden, zählen die Teilzeitbeschäftigung (mit weniger als 21 Wochenarbeitsstunden), die befristete Beschäftigung, die geringfügige Beschäftigung und die Zeitarbeit. Der Beitrag betrachtet die Anteile von Normal- und atypisch Beschäftigten sowie von Selbstständigen mit und ohne Beschäftigten im Jahr 2008 und die Veränderung dieser Anteile seit 1998. Im Weiteren wird die Verbreitung von Niedriglöhnen und des Armutsrisikos unter Erwerbstätigen in diesen Erwerbsformen verglichen. Datenquellen sind der Mikrozensus sowie die Verdienststrukturerhebung. Neben dem Befund einer Ausweitung der atypischen Beschäftigung und der Solo-Selbstständigkeit zwischen 1998 und 2008 ist ein wesentliches Ergebnis, dass sich die Einkommenssituation bzw. die Armutsgefährdung atypisch Beschäftigter, aber auch Solo-Selbstständiger deutlich schlechter darstellt als die der Normalbeschäftigten. Atypisch Beschäftigte und Solo-Selbstständige, die zusammen mit einem Normalbeschäftigten im Haushalt wohnen, hatten hingegen ein wesentlich reduziertes Armutsrisiko." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg: Ausmaß, Entwicklung, Determinanten: eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels (2008)
Bohachova, Olga; Einsele, Dominik;Zitatform
Bohachova, Olga & Dominik Einsele (2008): Beschäftigung von Zeitarbeitnehmern in Baden-Württemberg: Ausmaß, Entwicklung, Determinanten. Eine empirische Analyse auf der Basis des IAB-Betriebspanels. (IAW-Kurzbericht 2008,06), Tübingen, 40 S.
Abstract
"Der Kurzbericht untersucht das Ausmaß und die potentiellen Determinanten des Einsatzes von Zeitarbeitnehmern in baden-württembergischen Betrieben auf Grundlage des IAB-Betriebspanels, einer jährlichen repräsentativen Befragung von rund 1.200 südwestdeutschen Arbeitgebern. Im Gegensatz zur Arbeitnehmerüberlassungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die sich auf die zu verleihenden Beschäftigten der Zeitarbeitsfirmen bezieht, wird im IAB-Betriebspanel jeweils zum 30. Juni eines Befragungsjahres die Zahl der in Kundenbetrieben (Entleihbetrieben) eingesetzten Zeitarbeitskräfte erfasst. Diese Datengrundlage erlaubt Rückschlüsse auf den tatsächlichen Einsatz von Zeitarbeit durch baden-württembergische Betriebe sowie eine Analyse der Bestimmungsgründe anhand weiterer betriebsbezogener Daten, die im IAB-Betriebspanel erhoben werden. Der Bericht ist wie folgt aufgebaut. In Kapitel 2 werden das Ausmaß und die Entwicklung der Zeitarbeit in Baden-Württemberg seit 2002 beleuchtet. Unter anderem werden Unterschiede nach Betriebsgröße, Branche, Nutzung der Zeitarbeit in Relation zur regulären Beschäftigung sowie Qualifikationsstruktur aufgezeigt. Kapitel 3 widmet sich einer vergleichenden Darstellung der Personalbewegungen, der Personalsuche sowie des Einschaltungsgrades der Arbeitsagentur im 1. Halbjahr 2007 in Betrieben mit und ohne Zeitarbeitskräfte. In Kapitel 4 erfolgen eine theoretische Erläuterung sowie eine statistisch-ökonometrische Überprüfung von potentiellen Bestimmungsfaktoren des Einsatzes von Zeitarbeit in baden-württembergischen Betrieben. Kapitel 5 fasst die wichtigsten Ergebnisse der Analyse zusammen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Fixed-term contracts as sorting mechanisms: evidence from job durations in West Germany (2008)
Zitatform
Boockmann, Bernhard & Tobias Hagen (2008): Fixed-term contracts as sorting mechanisms. Evidence from job durations in West Germany. In: Labour economics, Jg. 15, H. 5, S. 984-1005. DOI:10.1016/j.labeco.2007.08.001
Abstract
"We estimate the effect of initial episodes under fixed-term contracts (FTCs) on job duration in the further course of the employment spell, using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP) from 1985 to 2002 and a statistical matching approach. Our results show that job exit rates are initially much higher if the employment spell began with an FTC. However, exit rates fall below those of comparable spells spent entirely in permanent employment after a few years time. This suggests that FTCs accelerate a sorting process and that they may at least to some part be understood as prolonged probationary periods. Strikingly, the probability of long-term employment of more than five years duration is not lower in spells that are initially concluded as FTCs. Hence, the sorting processes taking place in both forms of contracts lead to similar results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Zeitarbeit in Hamburg: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2008)
Zitatform
Buch, Tanja & Annekatrin Niebuhr (2008): Zeitarbeit in Hamburg. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 06/2008), Nürnberg, 51 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Angesichts des enormen Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive somit auch und gerade für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Um für die Hansestadt Hamburg einen vertieften Kenntnisstand über die Zeitarbeit zu gewinnen, wird die Entwicklung und Struktur der Branche in der Studie einer regionalen Analyse unterzogen, wobei in einem Vergleich mit dem gesamten Bundesgebiet sowie mit anderen Bundesländern spezifische Besonderheiten Hamburgs herausgearbeitet werden. In diesem Sinne kann die Untersuchung einen Beitrag leisten, aus regionaler Perspektive neue Erkenntnisse über diese stark expandierende Beschäftigungsform zu erlangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Schleswig-Holstein: aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen (2008)
Zitatform
Buch, Tanja, Niels Janzen & Annekatrin Niebuhr (2008): Zeitarbeit in Schleswig-Holstein. Aktuelle Entwicklungstendenzen und Strukturen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Nord 05/2008), Kiel, 50 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Angesichts des enormen Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive somit auch und gerade für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Um für das Land Schleswig-Holstein einen vertieften Kenntnisstand über die Zeitarbeit zu gewinnen, wird die Entwicklung und Struktur der Branche in der vorliegenden Studie einer regionalen Analyse unterzogen, wobei in einem Vergleich mit dem gesamten Bundesgebiet sowie mit anderen Bundesländern spezifische Besonderheiten Schleswig-Holsteins herausgearbeitet werden. In diesem Sinne kann die Untersuchung einen Beitrag leisten, aus regionaler Perspektive neue Erkenntnisse über diese stark expandierende Beschäftigungsform zu erlangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit regional: Überraschend dynamisch in Hamburg und Ulm (2008)
Zitatform
Buch, Tanja, Frank Groll & Annekatrin Niebuhr (2008): Zeitarbeit regional: Überraschend dynamisch in Hamburg und Ulm. In: IAB-Forum H. 1, S. 52-57.
Abstract
"Die Bedeutung und Struktur der Zeitarbeit variiert aus regionaler Perspektive beträchtlich. Dabei tragen verschiedene Faktoren zur dynamischen Entwicklung und zur räumlichen Verteilung der Zeitarbeit bei. Eine wichtige Rolle kommt zunächst der Größe des jeweiligen Absatz- und Arbeitsmarktes zu. Hiervon profitieren vor allem Ballungsräume wie beispielsweise Hamburg. Die Stadt bietet den Zeitarbeitsfirmen einen großen lokalen Absatz- und Arbeitsmarkt, also die Nähe zu vielen potenziellen Entleihfirmen und zu einem großen Pool an möglichen Zeitarbeitkräften. Darüber hinaus spiegelt sich die regionale Wirtschaftsstruktur in der Bedeutung der Zeitarbeit wider. So begünstigt die Spezialisierung auf das Verarbeitende Gewerbe in den Umlandregionen von Hamburg, aber auch in der Region Ulm, das Wachstum der Arbeitnehmerüberlassung. Gleichwohl werden gerade in der Dienstleistungsmetropole Hamburg Leiharbeitnehmer zunehmend auch im Dienstleistungsbereich eingesetzt. Für Ulm scheint dagegen die sehr gute Verkehrsanbindung ein wichtiger Faktor zu sein. Denn sie führt zu einer verstärkten Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern im Bereich Lager- und Logistiktätigkeiten. Auch einzelne große Arbeitgeber, für die der Einsatz von Zeitarbeitskräften fester Bestandteil der Personalplanung ist, beeinflussen die regionale Nachfragestruktur. Nicht zuletzt profitiert die Zeitarbeitsbranche auch von der insgesamt hohen wirtschaftlichen Dynamik in den beiden betrachteten Regionen. Hierbei sind für Ulm auch die umliegenden Räume von Bedeutung, die in zunehmendem Maße auf das Personal der Verleihfirmen aus dem Agenturbezirk Ulm zurückgreifen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitarbeit in Bayern: Entwicklung und Strukturen (2008)
Eigenhüller, Lutz;Zitatform
Eigenhüller, Lutz (2008): Zeitarbeit in Bayern. Entwicklung und Strukturen. (IAB regional. Berichte und Analysen. IAB Bayern 01/2008), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Die Zeitarbeit weist sowohl im Hinblick auf ihre Bedeutung als auch auf ihre Struktur ausgeprägte regionale Besonderheiten auf. Angesichts des starken Wachstums der Branche in den vergangenen Jahren ist es aus beschäftigungspolitischer Perspektive somit auch für regionale Arbeitsmärkte von erheblichem Interesse, welche Rolle der Branche zukommt, für welche Tätigkeiten innerhalb der regionalen Wirtschaft eine hohe Nachfrage für den Einsatz von Zeitarbeitskräften besteht und welche Arbeitskräfte über die Arbeitnehmerüberlassung in den Erwerbsprozess integriert sind. Der Bericht untersucht die Entwicklung und Struktur der Zeitarbeit im Bundesland Bayern und seinen Regionen. Im Fokus stehen das Wachstum und das Niveau der Leiharbeit sowie die Strukturmerkmale Qualifikation, Tätigkeiten, Geschlecht, Nationalität und Alter der Zeitarbeitnehmerschaft. Mit dieser Analyse soll die Studie einen Beitrag leisten, aus regionaler Perspektive neue Erkenntnisse über diese stark expandierende Beschäftigungsform zu erlangen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Eigenhüller, Lutz; -
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Marginal employment: Stepping stone or dead end?: evaluating the German experience (2008)
Zitatform
Freier, Ronny & Viktor Steiner (2008): Marginal employment: Stepping stone or dead end? Evaluating the German experience. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 41, H. 2/3, S. 223-243.
Abstract
"Geringfügige sozialversicherungsfreie Beschäftigung ist in den letzten zehn Jahren in Deutschland zu einem immer bedeutsameren Faktor in der Volkswirtschaft geworden. Die Studie untersucht auf der Grundlage von Daten aus dem Beschäftigtenpanel der Bundesanstalt für Arbeit für den Zeitraum 1999-2005 unter Verwendung eines statistischen Matching-Ansatzes, inwieweit sich die Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung auf die zukünftige individuelle Arbeitsmarktentwicklung im Hinblick auf Arbeitslosigkeitszeiten, Zeit in regulärer Beschäftigung und die zukünftige Lohnentwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren auswirkt. Neben den durchschnittlichen Effekten über den Gesamtzeitraum werden auch die Entwicklung der Effekte ('dynamische Maßnahmeeffekte') innerhalb der Betrachtungsperiode sowie die kumulativen Effekte untersucht. Die Analyse bezieht sich auf Männer, die Effekte werden für die alten und neuen Bundesländer sowie für ältere Arbeitslose und sogenannte 'Aufstocker' getrennt geschätzt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass geringfügige Beschäftigung im Beobachtungszeitraum (i) die kumulierte Beschäftigungsdauer in Vollzeittätigkeit nicht signifikant beeinflusst, (ii) die kumulierte Zeit in Arbeitslosigkeit zwar signifikant vermindert, (iii) die Arbeitslosigkeit aber nur transitorisch reduziert, (iv) im Durchschnitt zu einem höheren kumulierten Jahreseinkommen führt, wobei (v) der kumulierte Einkommenseffekt für ältere (50+) Arbeitnehmer im Westen negativ ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
Weiterführende Informationen
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Bridge or trap? Temporary workers' transitions to unemployment and to the standard employment contract (2008)
Zitatform
Gash, Vanessa (2008): Bridge or trap? Temporary workers' transitions to unemployment and to the standard employment contract. In: European Sociological Review, Jg. 24, H. 5, S. 651-668. DOI:10.1093/esr/jcn027
Abstract
"This article analyses the transitions of temporary workers to the standard employment contract and to unemployment. Adopting a comparative framework in an attempt to identify whether labour market institutions parameterize outcomes, four countries with different forms of market structuration are analysed: France, West Germany, Denmark, and the UK. Using the European Community Household Panel survey (ECHP), spanning a period from 1995 to 2001, temporary workers' transitions are investigated using event history analysis techniques. This article establishes higher rates of transition to permanent employment than to unemployment for most temporary workers, though strong between-country differences are found." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Wiesbadener "Alltags-Engel": Zeitarbeit in haushaltsnahen Dienstleistungen als arbeitsmarktpolitisches Instrument im SGB II (2008)
Zitatform
Jäckle, Robert, Marianne Müller & Martin Werding (2008): Die Wiesbadener "Alltags-Engel": Zeitarbeit in haushaltsnahen Dienstleistungen als arbeitsmarktpolitisches Instrument im SGB II. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 61, H. 21, S. 16-25.
Abstract
"Im Zeitraum Januar 2006 bis April 2008 führte die Stadt Wiesbaden das Arbeitsmarktprojekt 'Die 'Alltags-Engel' - Zeitarbeit in haushaltsnahen Dienstleistungen' in Zusammenarbeit mit dem Personaldienstleistungsunternehmen Randstad Deutschland GmbH & Co. KG durch. Die Teilnehmer/innen - angestrebt wurde ursprünglich eine Zahl von insgesamt 200 im Rahmen einer Laufzeit von zwei Jahren - wurden von der Kommunalen Arbeitsverwaltung der Stadt Wiesbaden und Randstad unter zuvor überwiegend langzeitarbeitslosen, erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ausgewählt, die im Rahmen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II seit Anfang 2005 von der Stadt als zugelassenem kommunalen Träger betreut werden. Ziel des Projekts war es, die Chancen der Maßnahmeteilnehmer/innen für eine dauerhafte Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen. Wegen der Überlassung der 'Alltags-Engel' an die Kunden zu marktgerechten Stundenverrechnungssätzen sah die Stadt Wiesbaden in diesem Projekt darüber hinaus eine Möglichkeit, Schwarzarbeit zurückzudrängen, die gerade im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen weit verbreitet sein dürfte. Die Stadt Wiesbaden und die Randstad Stiftung hatten sich vor Beginn des Projekts darauf verständigt, dass das ifo Institut eine Evaluierung des 'Alltags-Engel'-Projekts vornimmt. Aufgrund der unzureichenden Datenlage musste aber auf eine kausal zu interpretierende Analyse der Effekte des 'Alltags-Engel'-Projekts für den Arbeitsmarkterfolg der Teilnehmer/innen verzichtet werden. Festhalten lässt sich allerdings, dass die 'Alltags-Engel' eine angesichts der Zielgruppe dieser Maßnahme überraschend hohe Übertrittsquote in anderweitige Erwerbstätigkeit erreicht haben. Hinzu kommt, dass sich die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmer/innen - selbst solcher, denen kein sofortiger Übertritt in reguläre Arbeit gelungen ist - durch die Teilnahme erhöht haben dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland: Sprungbrett oder Sackgasse? (2008)
Kalina, Thorsten;Zitatform
Kalina, Thorsten (2008): Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland. Sprungbrett oder Sackgasse? In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 17, H. 1, S. 21-37. DOI:10.1515/arbeit-2008-0104
Abstract
"Seit Mitte der neunziger Jahre ist die Niedriglohnbeschäftigung in Deutschland stark gestiegen. Im europäischen Vergleich hat Deutschland mittlerweile einen der höchsten Werte unter den kontinentaleuropäischen Ländern. Gleichzeitig ist die Aufstiegsmobilität aus dem Niedriglohnbereich in besser bezahlte Tätigkeiten zurückgegangen. Besonders für gering Qualifizierte, Frauen und Ältere sind die Chancen, ihr Einkommen zu verbessern, erheblich schlechter als für hoch qualifizierte Beschäftigte. Das Ausmaß der Niedriglohnbeschäftigung und die Aufstiegschancen aus dem Niedriglohnbereich sind politisch hoch relevant, da gerade das Argument, dass Niedriglohnjobs gute Möglichkeiten bieten würden, in besser bezahlte Tätigkeiten aufzusteigen, häufig genutzt wird, um eine Ausweitung von Niedriglöhnen zu rechtfertigen. Die in dem Artikel vorgestellte Untersuchung basiert auf Datensätzen der Bundesagentur für Arbeit und dem Sozio-ökonomischen Panel. Neben der Entwicklung der Niedriglohnbeschäftigung und der Aufstiegsmobilität in den letzten 20 Jahren werden die Aufstiegsperspektiven aus dem Niedriglohnbereich nach Beschäftigtenmerkmalen differenziert untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen: Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht (2008)
Sczesny, Cordula; Jasper, Gerda; Schmidt, Sophie; Schulte, Helen; Dross, Patrick;Zitatform
Sczesny, Cordula, Sophie Schmidt, Helen Schulte, Patrick Dross & Gerda Jasper (2008): Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen. Strukturen, Einsatzstrategien, Entgelte. Studie zur Zeitarbeit in NRW. Endbericht. Düsseldorf, 122 S.
Abstract
"Der Bericht ist der Endbericht im Rahmen der Studie 'Zeitarbeit in Nordrhein-Westfalen' im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW. Im Mittelpunkt der Studie steht eine Analyse der Struktur sowie der betrieblichen als auch arbeitsmarktpolitischen Auswirkungen der Zeitarbeit in NRW. Die Studie basiert insgesamt auf einer Sekundäranalyse von quantitativen Daten aus der Statistik der Arbeitnehmerüberlassung sowie der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit, dem Sozio-oekonomischen Panel, dem IAB-Betriebspanel, dem BA-Beschäftigtenpanel sowie einer repräsentativen Befragung von Zeitarbeitsbetrieben (Soziale Innovation GmbH/Unique GmbH im Auftrag des BMBF). Der Bericht ist folgendermaßen aufgebaut:
- Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse,
- Kapitel 1: Ziele der Studie,
- Kapitel 2: Struktur der Branche Zeitarbeit,
- Kapitel 3: Merkmale der Zeitarbeitnehmer/innen,
- Kapitel 4: Bild der Entleihbetriebe,
- Kapitel 5: Einsatzstrategien von Zeitarbeitnehmer/innen in Entleihbetrieben (inklusive Nutzungsintensität und Substitution von Stammbelegschaft durch Zeitarbeit),
- Kapitel 6: Qualifikationsgerechter Einsatz von Zeitarbeitnehmer/innen,
- Kapitel 7: Entgeltgestaltung sowie
- Kapitel 8: Zu den Erwerbsverläufen von Zeitarbeitnehmer/innen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Evaluation der Beschäftigung inländischer Arbeitskräfte in landwirtschaftlicher Saisonarbeit (2007)
Becker, Carsten; Gericke, Thomas; Ekert, Stefan; Bechstein, Felicitas; Sommer, Jörn;Zitatform
Becker, Carsten, Stefan Ekert, Thomas Gericke, Jörn Sommer & Felicitas Bechstein (2007): Evaluation der Beschäftigung inländischer Arbeitskräfte in landwirtschaftlicher Saisonarbeit. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht Arbeitsmarkt 378), Nürnberg, 105 S.
Abstract
"Das Forschungsprojekt umfasste sozio-ökonomische Analysen und empirische Erhebungen in je zwei Arbeitsagenturbezirken in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, die sich durch eine hohe Nachfrage nach Saisonarbeitskräften und unterdurchschnittliche bis durchschnittliche Arbeitslosenquoten auszeichnen. Ziel war, die Wirkungen der für die Jahre 2006 und 2007 getroffenen Eckpunkteregelung zur Zulassung mittel- und osteuropäischer Saisonarbeitnehmer auf die Beschäftigung von Inländern in landwirtschaftlicher Saisonarbeit zu untersuchen. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass trotz des traditionell hohen Anteils ausländischer Saisonkräfte in den vier untersuchten Arbeitsagenturbezirken die Zahl und der Anteil inländischer Arbeitnehmer an allen Saisonarbeitskräften bei den befragten Betrieben leicht gestiegen ist. Ferner wurden aus den ermittelten Faktoren, die Einfluss auf die Inländerbeschäftigung haben, Empfehlungen zur Steigerung des Anteils der inländischen Saisonarbeitskräfte abgeleitet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Struktur und Erfolg von Ich-AG-Gründungen: Ergebnisse einer Umfrage im Arbeitsagenturbezirk Lüneburg (2007)
Zitatform
Braakmann, Nils (2007): Struktur und Erfolg von Ich-AG-Gründungen. Ergebnisse einer Umfrage im Arbeitsagenturbezirk Lüneburg. (University of Lüneburg Working paper series in economics 56), Lüneburg, 30 S.
Abstract
"Dieses Papier präsentiert deskriptive Evidenz zur Struktur von Ich-AG-Gründungen und Gründern aus dem Arbeitsagenturbezirk Lüneburg. Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung aller Gründer, die zwischen Juni 2004 und Februar 2005 selbstständig geworden sind und von der Arbeitsagentur Lüneburg gefördert wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Are fixed-term jobs bad for your health?: a comparison of West-Germany and Spain (2007)
Zitatform
Gash, Vanessa, Antje Mertens & Laura Romeu Gordo (2007): Are fixed-term jobs bad for your health? A comparison of West-Germany and Spain. In: European Societies, Jg. 9, H. 3, S. 429-458. DOI:10.1080/14616690701314150
Abstract
Der Beitrag analysiert die gesundheitlichen Auswirkungen befristeter Arbeitsverträge für Männer und Frauen in Westdeutschland und Spanien auf der Basis eines repräsentativen Datenpanels. Die Frage lautet, ob der Wandel der Beschäftigungsverhältnisse als Folge einer Liberalisierung der Arbeitsgesetzgebung Veränderungen der positiven gesundheitlichen Auswirkungen, die von einem Arbeitsverhältnis ausgehen (Goldsmith et al. 1996; Jahoda 1982) bewirken. Unter Nutzung von Informationen über Wechsel zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsverhältnis je nach Art des Arbeitsvertrages wird analysiert, ob der Übergang in unterschiedliche Vertragsverhältnisse auch unterschiedliche gesundheitliche Auswirkungen hat. Es zeigt sich, dass für arbeitslose Arbeiter die Arbeitsaufnahme positive gesundheitliche Auswirkungen hat, sich dieser Effekt aber bei Arbeitern, die einen befristeten Job annehmen, verringert. Hinzukommen überraschende Unterschiede nach Geschlecht und Land, wobei Frauen in der Regel weniger über positive gesundheitliche Auswirkungen einer Arbeitsaufnahme berichten. Dieses Ergebnis fand für Westdeutschland seine Erklärung als Folge der Doppelbelastung von bezahlter Arbeit und unbezahlter Betreuungsarbeit im Haushalt. (IAB)
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Literaturhinweis
Fixed-term contracts - the new European inequality?: comparing men and women in West Germany and France (2007)
Zitatform
Gash, Vanessa & Frances McGinnity (2007): Fixed-term contracts - the new European inequality? Comparing men and women in West Germany and France. In: Socio-economic review, Jg. 5, H. 3, S. 467-496. DOI:10.1093/ser/mwl020
Abstract
"This paper seeks to reveal whether fixed-term contracts are the new European inequality and does so in a comparative analysis of two countries typically regarded as eurosclerotic: West Germany and France. We compare the wages, wage growth and labour market outcomes of fixed-term contract workers relative to a matched sample of permanent workers with similar characteristics. Using seven waves of the European Community Household Panel (ECHP) we find evidence of wage penalties, increased exposure to unemployment and repeat spells of fixed-term employment. However, these tendencies vary significantly by country and by gender. The main finding of this paper is the extent to which fixed-term contract employment is of considerable disadvantage for French women. This is important, as previous research on female employment in the UK and in West Germany (Booth et al., 2002; Giesecke and Gross, 2003), two countries with intermittent female employment, did not find evidence of fixed-term worker disadvantage. Our findings, however, suggest that in countries where female employment tends to be full-time and continuous, the introduction of fixed-term contracts challenges the existing gender contract." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Neue Selbstständigkeit für Ältere: Untersuchung zur Zielgruppe und ihrer Gründungswege in der Region Emscher-Lippe (2007)
Pascher, Ute; Uske, Hans; Conteh, Inga;Zitatform
Pascher, Ute & Hans Uske (2007): Neue Selbstständigkeit für Ältere. Untersuchung zur Zielgruppe und ihrer Gründungswege in der Region Emscher-Lippe. Duisburg, 71 S.
Abstract
Im Projekt 'Neue Selbstständigkeit für Ältere' sollte älteren (Langzeit-)Arbeitslosen die Chance gegeben werden, sich im Hinblick auf eine zukünftige wirtschaftliche Selbstständigkeit vorzubereiten. Um eine passgenaue Maßnahme (Qualifizierung) und Beratung konzipieren zu können, die gerade auf die Aktivierung der Planung und Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit zielt, wird hiermit eine Untersuchung vorgelegt, die einen ersten Einblick in Gründungsaktivitäten und -möglichkeiten Älterer gibt. Die Leitfrage lautete: Was zeichnet ältere Gründungspersonen im Unterschied zu jüngeren Gründerinnen und Gründern oder Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern tatsächlich aus und welche Voraussetzungen bringen sie mit, um eine Existenzgründung zu wagen und erfolgreich zu bestehen? Dabei geht es vor allem um von der Arbeitsagentur geförderten Existenzgründungen. Die Untersuchung basiert zum einen auf einer Literaturrecherche zum Thema 'Neue Selbstständigkeit', zum anderen auf leitfadengestützten persönlichen Interviews mit Expertinnen und Experten im Tätigkeitsbereich der Existenzgründungsberatung vornehmlich aus der Region Emscher-Lippe. Ergebnisse: Ältere Existengründer/innen gehören vorwiegend zur Gruppe der Solo-Selbstständigen. Von dem Phänomen der Neuen Selbstständigkeit sind gerade auch ältere Personen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus gründen, betroffen. Die Gruppe der Älteren ist in ihren Individualeigenschaften sehr heterogen; ihnen kann nicht allein aufgrund ihres Lebensalters von einer Neugründung abgeraten werden. (IAB)
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Eine theoretische und empirische Analyse der betrieblichen Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs (2007)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2007): Eine theoretische und empirische Analyse der betrieblichen Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 40, H. 1, S. 65-76.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die betrieblichen Determinanten von Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midi-Jobs. Für die empirische Analyse wird die niedersächsische Teilstichprobe des IAB-Betriebspanels der Jahre 2000 bis 2004 verwendet. Aus theoretischer Perspektive könnten alle drei Beschäftigungsformen als Instrument der Anpassungsflexibilität bei Nachfrageschocks genutzt werden. Die empirische Analyse zeigt jedoch, dass der Einfluss kurzfristiger Nachfrageschocks auf die Nutzungswahrscheinlichkeit und Nutzungsintensität recht gering ist. Ein Hemmnis für die Reduzierung der Arbeitsstunden sind quasi-fixe Beschäftigungskosten, sodass Betriebe mit einem höheren Anteil qualifizierter Arbeitskräfte weniger Gebrauch von Teilzeitbeschäftigung machen. Insgesamt deuten die Ergebnisse darauf hin, dass vor allem die Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigung determinieren und geringfügige Beschäftigung verstärkt in 'betriebsratsfreien Zonen' stattfindet. Wahrscheinlich ist ferner, dass die gesetzlichen Neuregelungen zur Teilzeitarbeit im Jahr 2001 und zu Mini-Jobs im Jahr 2003 die Ausweitung beider Beschäftigungsformen begünstigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Der Nutzen von Kontakten aus Praktika und studentischer Erwerbstätigkeit für den Berufseinstieg von Hochschulabsolventen (2007)
Sarcletti, Andreas;Zitatform
Sarcletti, Andreas (2007): Der Nutzen von Kontakten aus Praktika und studentischer Erwerbstätigkeit für den Berufseinstieg von Hochschulabsolventen. In: Beiträge zur Hochschulforschung, Jg. 29, H. 4, S. 52-81.
Abstract
"Etwa ein Fünftel der bayerischen Hochschulabsolventen findet die erste Erwerbstätigkeit nach dem Studium über den Kontakt aus einem Praktikum oder einer (gewöhnlich fachnahen) Erwerbstätigkeit. Praktika und fachnahe studentische Erwerbstätigkeiten sind somit für Studierende nicht nur wichtige Gelegenheiten zum Kennenlernen der beruflichen Praxis und zum Aneignen praxisnaher Kenntnisse und Fähigkeiten, sondern haben auch große Bedeutung, um Kontakte zu möglichen späteren Arbeitgebern zu knüpfen. Der Aufsatz geht der Bedeutung sozialer Kontakte aus Praxiselementen im Studium für den Berufseinstieg nach und beantwortet vor dem Hintergrund der Theorie sozialer Netzwerke vier Fragen: (1) Ist die Nutzung sozialer Kontakte bei der Stellensuche fachabhängig? (2) Ist die Suche über soziale Kontakte besonders effizient? (3) Führen Praxiskontakte zu einer 'besseren' ersten Erwerbstätigkeit? (4) Unterscheiden sich die Personen, die über Praxiskontakte an die erste Erwerbstätigkeit gelangen von denen, bei denen dies nicht der Fall ist?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehproduktion: Rahmenbedingungen für die familiale Alltagsgestaltung (2007)
Zitatform
Schier, Michaela & Peggy Szymenderski (2007): Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehproduktion. Rahmenbedingungen für die familiale Alltagsgestaltung. (EntAF-Arbeitspapier 01), München, 38 S.
Abstract
"Die Art und Weise des Wirtschaftens und Arbeitens verändert sich in westlichen Gesellschaften seit den späten 1960er Jahren grundlegend. Der Wandel der Arbeitswelt tangiert dabei als wichtige Rahmenbedingung für private Lebensverhältnisse von erwerbstätigen Menschen das Leben von Familien und stellt neue Anforderungen an die familiale Alltagsgestaltung. Dies zeigen Ergebnisse der in Kooperation von DJI und TU Chemnitz durchgeführten Studie 'Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie' am Beispiel von Müttern und Vätern, die in München und Leipzig im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehbranche tätig sind. In den letzten Jahren vollziehen sich in fast allen Bereichen der Wirtschaft grundlegende Reorganisationsprozesse. Erkennbar sind neue Formen der Arbeits- und Betriebsorganisation, die auf eine Abkehr von bisher vorherrschenden fordistisch-tayloristischen Prinzipien einer strikten Aufteilung und Fremdkontrolle von Arbeitsvorgängen und Betriebsabläufen hinweisen. Diese makroökonomischen wie betriebsorganisatorischen Umwälzungen verändern das konkrete Gesicht der Erwerbsarbeit grundlegend (Kratzer et al. 2004, Lange/Szymenderski 2004, Pongratz/Voß 2004). Die im Rahmen des Projektes untersuchten Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehproduktion bieten insofern exemplarisch Einblicke in allgemeine ökonomische Entwicklungstrends. Die Arbeitsbedingungen in beiden Branchen werden in diesem Arbeitspapier entlang der verschiedenen Dimensionen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit dargestellt. Die spezifischen und durchaus unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in den beiden Branchen bilden dabei unterschiedliche Entwicklungspfade entgrenzter Erwerbsarbeit ab. Der Bereich der Film- und Fernsehproduktion steht für moderne projektförmig organisierte Arbeit in Wissensbranchen, der Einzelhandel für hochflexible (Teilzeit)Arbeit im Dienstleistungsbereich. Die unterschiedlichen Formen entgrenzter Erwerbsarbeit bieten spezifische Rahmenbedingungen für die Alltagsgestaltung von erwerbstätigen Müttern und Vätern. Der Wandel von Erwerbsarbeit führt dazu, dass sich die Bedingungen für die Verknüpfung von Erwerbsarbeit und Familie verändert haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Unsichere Erwerbsbeteiligung (2007)
Schultz, Annett; Kersting, Volker; Alda, Holger;Zitatform
Schultz, Annett & Holger Alda; Volker Kersting (Mitarb.) (2007): Unsichere Erwerbsbeteiligung. In: Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2007): Sozialbericht NRW 2007 : Armuts- und Reichtumsbericht, S. 319-380.
Abstract
"Zwischen 2000 und 2004 ist die Zahl der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen zurückgegangen, obwohl sich das Arbeitskräfteangebot insgesamt vergrößert hat. Normalarbeitsverhältnisse (unbefristete abhängige Vollzeitarbeitsverhältnisse) haben weiter an Bedeutung verloren. 2004 waren 55 % des gesamten Arbeitskräfteangebots in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt. In diesem Segment sind Männer und hochqualifizierte Erwerbstätige sowie Erwerbstätige des Produzierenden Gewerbes überdurchschnittlich häufig vertreten. Das Segment der nicht standardisierten bzw. atypischen Beschäftigung ist dagegen absolut und relativ gewachsen. Das betrifft im Einzelnen eine Ausweitung unbefristeter und befristeter Teilzeitarbeitsverhältnisse und insbesondere eine Zunahme der ausschließlich geringfügigen Beschäftigung. Insgesamt arbeiteten im Jahr 2004 23 % des Erwerbspersonenpotenzials in atypischen Beschäftigungsverhältnissen. Frauen, nichtdeutsche und jüngere Erwerbstätige sind im Segment der atypischen Beschäftigung überdurchschnittlich häufig vertreten. Atypische Erwerbsformen sind nicht pauschal mit unsicherer Erwerbsbeteiligung gleichzusetzen. So stellt Teilzeitarbeit für viele Frauen eine bewusste Erwerbsstrategie dar, um in der Familienphase Beruf und Familie zu vereinbaren. Nichtstandardisierte Erwerbsformen bewirken nur bei Alleinerziehenden und Alleinstehenden bzw. in Verknüpfung mit der Erwerbslosigkeit oder einer ebenfalls atypischen Beschäftigung der Partnerin/des Partners höhere Armutsrisiken. Das Segment der Erwerbslosen und der Stillen Reserve verzeichnet von 2000 bis 2004 die größten Zuwachsraten. Erwerbslosigkeit betraf 2004 besonders häufig nichtdeutsche und geringqualifizierte Personen, deren Benachteiligungen am Arbeitsmarkt sich im Vergleich zu 2000 noch verstärkt haben. Armuts- und damit Ausgrenzungsrisiken werden besonders durch Erwerbslosigkeit begründet. Prekäre Erwerbsbeteiligung äußert sich in einer Längsschnittperspektive vor allem in schwierigen Zugangsmöglichkeiten zu Beschäftigung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Are fixed-term jobs bad for your health?: a comparison of West-Germany and Spain (2006)
Zitatform
Gash, Vanessa, Antje Mertens & Laura Romeu Gordo (2006): Are fixed-term jobs bad for your health? A comparison of West-Germany and Spain. (IAB-Discussion Paper 08/2006), Nürnberg, 36 S.
Abstract
Der Beitrag analysiert die gesundheitlichen Auswirkungen befristeter Arbeitsverträge für Männer und Frauen in Westdeutschland und Spanien auf der Basis eines repräsentativen Datenpanels. Die Frage lautet, ob der Wandel der Beschäftigungsverhältnisse als Folge einer Liberalisierung der Arbeitsgesetzgebung Veränderungen der positiven gesundheitlichen Auswirkungen, die von einem Arbeitsverhältnis ausgehen (Goldsmith et al. 1996; Jahoda 1982) bewirken. Unter Nutzung von Informationen über Wechsel zwischen Arbeitslosigkeit und Beschäftigungsverhältnis je nach Art des Arbeitsvertrages wird analysiert, ob der Übergang in unterschiedliche Vertragsverhältnisse auch unterschiedliche gesundheitliche Auswirkungen hat. Es zeigt sich, dass für arbeitslose Arbeiter die Arbeitsaufnahme positive gesundheitliche Auswirkungen hat, sich dieser Effekt aber bei Arbeitern, die einen befristeten Job annehmen, verringert. Hinzukommen überraschende Unterschiede nach Geschlecht und Land, wobei Frauen in der Regel weniger über positive gesundheitliche Auswirkungen einer Arbeitsaufnahme berichten. Dieses Ergebnis fand für Westdeutschland seine Erklärung als Folge der Doppelbelastung von bezahlter Arbeit und unbezahlter Betreuungsarbeit im Haushalt. (IAB)
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Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven (2006)
Goes, Thomas;Zitatform
Goes, Thomas (2006): Prekäre Beschäftigung in der DGB-Region Oldenburg/Wilhelmshaven. Berlin, 132 S.
Abstract
Im Mittelpunkt der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Oldenburg in Auftrag gegebenen Studie steht die Frage nach dem Umfang prekärer Beschäftigungsverhältnisse in den Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch sowie in den kreisfreien Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven und inwieweit sie wirtschaftsräumlich strukturiert sind. Die Analyse basiert auf amtlichen Statistiken (Bundesagentur für Arbeit und Niedersächsisches Landesamt für Statistik) und auf Experteninterviews, die mit SekretärInnen der lokalen Einzelgewerkschaften geführt wurden. Die aufgrund einer vorgenommenen Begriffsdefinition als prekär geltenden Beschäftigungsverhältnisse werden sekundäranalytisch und qualitativ untersucht. Dazu gehören in erster Linie Leiharbeit, Mini- und Midijobs, befristete Beschäftigungsverhältnisse und Ein-Euro-Jobs. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass auch die lokale Arbeitsgesellschaft in Zonen der Integration, der Verwundbarkeit und der Entkopplung geteilt ist. Die Landkreise und kreisfreien Städte unterscheiden sich dabei teilweise erheblich. Zwar wächst anteilig an der Gesamtbeschäftigung (ohne Soldaten und Zivildienstleistende) überall die objektiv prekäre Beschäftigung. Dieses Wachstum kann jedoch eingebettet sein in eine expansive Wirtschafts- und Beschäftigungsentwicklung (Vechta und Cloppenburg) oder rückläufige Beschäftigung und hohe Erwerbslosigkeit (Wilhelmshaven und Delmenhorst). Es lassen sich zudem ebenso dynamische - positive (Cloppenburg) und negative (Delmenhorst) - wie relativ gleichmäßig-moderate (Wesermarsch) Beschäftigungsentwicklungen beobachten. Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeit ist statistisch belegbar zurückgegangen, atypische und zum Teil prekäre Beschäftigungsverhältnisse sind hingegen dynamisch angewachsen. (IAB)
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Voll prekär - total normal? Die Arbeitsrealitäten wahrnehmen (2006)
Herrmann, Christina; Knöpfel, Carlo; Wagner, Alexandra; Metzger, Heinz-Jürgen; Bogert, Bernd; Odenwald, Stephanie; Hartmann-Schäfer, Mechthild; Rabea, Alexandra; Binger, Tom; Reiter, Jutta; Zinn, Karl Georg; Schobel, Paul; Füllsack, Manfred ; Schulten, Thorsten;Zitatform
Herrmann, Christina, Carlo Knöpfel, Alexandra Wagner, Heinz-Jürgen Metzger, Bernd Bogert, Stephanie Odenwald, Mechthild Hartmann-Schäfer, Alexandra Rabea, Tom Binger, Jutta Reiter, Karl Georg Zinn, Paul Schobel, Manfred Füllsack & Thorsten Schulten (sonst. bet. Pers.) (2006): Voll prekär - total normal? Die Arbeitsrealitäten wahrnehmen. (Jahrbuch für Arbeit und Menschenwürde 07), Aachen: Shaker, 140 S.
Abstract
"Arbeit unter prekären Bedingungen hat in der jüngsten Zeit stark zugenommen. Immer mehr Menschen arbeiten für geringe Löhne (häufig unter dem Existenzminimum), können ihre Zukunft nicht zuverlässig planen und haben geringe oder keine Arbeitnehmerschutzrechte. Viele leben unter diesen Bedingungen - und viele weitere sind vom Abstieg in prekäre Beschäftigung bedroht. In diesem Band wird das 'Prekariat' beschrieben. An Beispielen aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden werden die heutigen Arbeitsrealitäten wahrgenommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz: neue Ansatzpunkte zur Ausschöpfung des Gründungspotenzials von Frauen. Gutachten (2006)
Zitatform
Kay, Rosemarie (2006): Unternehmensgründungen in Rheinland-Pfalz. Neue Ansatzpunkte zur Ausschöpfung des Gründungspotenzials von Frauen. Gutachten. Bonn, 70 S.
Abstract
"Angesichts der volkswirtschaftlichen Bedeutung von Unternehmensgründungen und der absehbaren demografischen Entwicklungen ist das Land Rheinland- Pfalz bestrebt, Anzahl und Qualität von Unternehmensgründungen, insbesondere der von Frauen, zu steigern. Deswegen hat das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau dem Institut für Mittelstandsforschung Bonn 2004 den Auftrag erteilt, alle wirtschaftspolitischen Handlungsoptionen zur quantitativen und qualitativen Steigerung des Ausschöpfungsgrades des Gründungspotenzials in Rheinland-Pfalz zu identifizieren, sie im Sinne des Gender Mainstreaming zu analysieren und schließlich integrierte Empfehlungen darüber abzugeben, welche Maßnahmen, wann und von welchen Akteuren ergriffen werden könnten. Dabei galt es regionale Besonderheiten, vor allem in den ländlichen Regionen des Landes, zu berücksichtigen. Diese Empfehlungen wurden in drei Schritten erarbeitet. Zunächst wurde das Gründungsgeschehen in Rheinland-Pfalz auf Grundlage von statistischen Daten einer Ist-Analyse unterzogen. In einem zweiten Schritt wurden die Gründe für die suboptimalen Ausschöpfung insbesondere des weiblichen Gründungspotenzials umfassend analysiert. Diese Analyse beruht im Wesentlichen auf der Sichtung der Forschungsliteratur einerseits sowie der Bestandsaufnahme und Evaluation des Gründungsumfeldes in Rheinland-Pfalz, die sich insbesondere auf Gespräche mit mehr als 30 Experten aus dem Gründungsumfeld und rund 20 (potenziellen) Gründerinnen, auf umfassende Internetrecherchen sowie Dokumentenanalysen stützen, andererseits. Schließlich wurde in einem dritten Schritt auf Grundlage der Ergebnisse der ersten beiden Arbeitsschritte sowie der Recherche von Good-Practice-Beispielen in anderen Bundesländern ein Katalog teils alternativer Handlungsempfehlungen erarbeitet und mit den oben genannten Experten und Gründerinnen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Fair statt prekär: Überlegungen zur Analyse und Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen in der Region (2006)
Kock, Klaus; Stackelbeck, Martina; Pröll, Ulrich;Zitatform
Kock, Klaus, Ulrich Pröll & Martina Stackelbeck (2006): Fair statt prekär: Überlegungen zur Analyse und Gestaltung von Beschäftigungsverhältnissen in der Region. (Beiträge aus der Forschung / Sozialforschungsstelle Dortmund 151), Dortmund, 36 S.
Abstract
"Anknüpfend an die aktuelle soziologische Armutsforschung beschreibt Klaus Kock im ersten Beitrag eine mögliche Vorgehensweise, Prozesse von Integration und Ausgrenzung im regionalen Beschäftigungssystem konkreter zu untersuchen. Prekäre Beschäftigung wird begriffen als unsichere Zone zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, in der ausgrenzende und integrierende Momente zugleich wirksam sind. Es käme darauf an, diese Momente für die verschiedenen Formen prekärer Beschäftigung herauszuarbeiten, um Ansatzpunkte zur Stärkung der integrierenden Wirkungen zu finden und entsprechende Handlungsstrategien zu entwickeln. Im zweiten Beitrag verdeutlicht Martina Stackelbeck auf Grundlage von Interviews mit Gewerkschaftssekretärinnen und Gewerkschaftssekretären die Brisanz des Themas für das regionale Beschäftigungssystem. Schlaglichtartig wird gezeigt, wie die Verunsicherung um sich greift, sowohl bei den prekär beschäftigten ArbeitnehmerInnen wie auch bei denen, die sich in relativ gut abgesicherten Beschäftigungsverhältnissen befinden. Eine wirksame gewerkschaftliche Interessenvertretung scheint von der Prekarisierung ernsthaft gefährdet. Im dritten Beitrag trägt Klaus Kock einige Kriterien und Bewertungsmaßstäbe für eine faire Beschäftigung zusammen. Der Begriff der Fairness wird als Gegenbegriff zur Prekarität eingeführt. Anders als etwa der am Arbeits- und Sozialrecht orientierte Begriff 'Normalarbeitsverhältnis' zielt der Fairnessbegriff auf ethische Normen in den Interaktionen beschäftigungspolitischer Akteure ab. Schließlich lotet Ulrich Pröll im vierten Beitrag aus, inwieweit Erfahrungen aus den USA und Kanada nutzbar gemacht werden können zum Aufbau regionaler Netzwerke für eine integrierende Beschäftigungspolitik. Lokale Bündnisse scheinen in besonderer Weise geeignet, auch die Auswirkungen prekärer Beschäftigung auf Familie, Sozialisation, Bildung und Gesundheit aufzugreifen und räumlichen Segregationsprozessen entgegen zu wirken." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmärkte in großstädtischen Agglomerationen: Auswirkungen der Deregulierung und Flexibilisierung am Beispiel der Regionen Stuttgart und Lyon (2005)
Albrecht, Susanne;Zitatform
Albrecht, Susanne (2005): Arbeitsmärkte in großstädtischen Agglomerationen. Auswirkungen der Deregulierung und Flexibilisierung am Beispiel der Regionen Stuttgart und Lyon. (Wirtschaftsgeographie 29), Münster u.a.: LIT, 278 S.
Abstract
"Am Beispiel zweier wirtschaftlich dynamischer europäischer Agglomerationen wird untersucht, welche Umstrukturierungen die regionalen Arbeitsmärkte durch die wachsende Bedeutung flexibler Beschäftigungsformen erfahren. Die methodisch-konzeptionelle Vorgehensweise umfasst eine Mehrebenen-Analyse, bei der sowohl die nationalen Rahmenbedingungen als auch die regionalen Arbeitsmarktentwicklungen und die akteursbedingten Konstellationen (Flexibilisierungsstrategien von Arbeitgebern und Arbeitnehmern am Beispiel des Metallbereichs und des Kreditgewerbes) berücksichtigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexibilität des Arbeitsmarktes: Entwicklung der Leiharbeit und regionale Disparitäten (2005)
Zitatform
Jahn, Elke J. & Katja Wolf (2005): Flexibilität des Arbeitsmarktes: Entwicklung der Leiharbeit und regionale Disparitäten. (IAB-Kurzbericht 14/2005), Nürnberg, 8 S.
Abstract
Der Kurzbericht präsentiert empirische Befunde über den Umfang der Leiharbeit auf der Basis der Arbeitnehmerüberlassungsstatistik. Mit der Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit wird anschließend die Entwicklung der Leiharbeit für verschiedene regionale Abgrenzungen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wachstum der Leiharbeit seit den 90er Jahren durch eine hohe Dynamik gekennzeichnet ist. 2004 gab es in Deutschland rund 400.000 Leiharbeiter, das sind 1,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Nutzungsintensität der Leiharbeit weist Ende der 90er Jahre noch erhebliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern auf. Die Analysen zeigen, dass sich die Leiharbeitsquoten seitdem angeglichen haben, so dass heute kaum noch Unterschiede bestehen. Wachstumsmotor für Leiharbeit in den alten Bundesländern ist nach wie vor die Nachfrage von Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Das Wachstum der Leiharbeit in den neuen Bundesländern ist hingegen auf die gestiegene Nachfrage aus dem Dienstleistungssektor zurückzuführen. Die Leiharbeitsbranche ist immer noch primär in großen Agglomerationen angesiedelt. Von der hohen Wachstumsdynamik der Leiharbeit profitieren aber insbesondere periphere Regionen. (IAB2)
Weiterführende Informationen
- Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Leiharbeit nach Bundesländern 1998/2004
- Wachstumsrate der Leiharbeitsquoten in den Arbeitsmarktregionen 1998 bis 2004
- Wachstumsraten der Leiharbeit und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich
- Leiharbeitsquote 2004 nach Arbeitsmarktregionen
- Leiharbeitsquoten in den Arbeitsmarktregionen 1998 und 2004
- Durchschnittliche Wachstumsrate der Leiharbeitsquote nach Arbeitsmarktregionen 1998-2004
- Entwicklung der Leiharbeit in Deutschland 1993 bis 2003
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Literaturhinweis
A bad start? Fixed-term contracts and the transition from education to work in West Germany (2005)
Zitatform
McGinnity, Frances, Antje Mertens & Stefanie Gundert (2005): A bad start? Fixed-term contracts and the transition from education to work in West Germany. In: European Sociological Review, Jg. 21, H. 4, S. 359-374., 2004-12-23. DOI:10.1093/esr/jci025
Abstract
"Fixed-term contracts in Europe have recently become the subject of both policy and research interest, seen as particularly relevant in the transition from school to work. Some commentators argue that fixed-term contracts have an integrative function in the transition from school to work, providing a 'bridge' to the labour market. A contrasting perspective is that they hinder successful integration into the labour market by leading to a repeating cycle of fixed-term jobs and unemployment. We investigate this issue in Germany, a country with a regulated labour market and a 'co-ordinated' transition from education to work. Using life history data we consider who gets a fixed-term contract at the beginning of working life in Germany and how this affects their subsequent labour market career. Our first key finding is that fixed-term contracts are found among those for whom the school-to-work transition is not so co-ordinated, including both high-skilled and low-skilled labour market entrants. Our second finding is that, after five years, the unemployment rates of those who started with fixed-term contracts and those who started with permanent contracts converge. Beginning working life with a fixed-term contract does not clearly signal a 'bad start' in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A two-tier labour market for fixed-term jobs?: evaluating evidence from West Germany using quantile regression (2005)
Zitatform
Mertens, Antje & Frances McGinnity (2005): A two-tier labour market for fixed-term jobs? Evaluating evidence from West Germany using quantile regression. In: Schmollers Jahrbuch, Jg. 125, H. 1, S. 75-85.
Abstract
In jüngeren Diskussionen werden oft die beträchtliche Bandbreite der Qualität befristeter Arbeitsverhältnisse und die damit verbundenen Lohnunterschiede vernachlässigt. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept eines geteilten Arbeitsmarkts für befristet Beschäftigte vorgestellt und mittels quantiler Regression getestet. Eine Analyse von Daten des Sozioökonomischen Panels zeigt, dass befristet Beschäftigte mit hohen Löhnen nur geringfügig weniger verdienen als vergleichbare fest Angestellte. Befristet Beschäftigte mit niedrigen Löhnen verdienen jedoch erheblich weniger als vergleichbare Beschäftigte mit unbefristeten Verträgen. Dies zeigt, dass OLS-Regressionen wichtige Aspekte der Lohnstruktur befristet Beschäftigter vernachlässigen. (IAB)
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Literaturhinweis
Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen?: eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen (2005)
Zitatform
Meyer, Wolfgang & Christian Pfeifer (2005): Flexiblere Anpassung mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen? Eine empirische Analyse mit Firmendaten für Niedersachsen. In: L. Bellmann, O. Hübler, W. Meyer & G. Stephan (Hrsg.) (2005): Institutionen, Löhne und Beschäftigung (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 294), S. 175-188.
Abstract
"Der Beitrag analysiert die Wirkung befristeter Beschäftigungsverhältnisse auf die Anpassungsflexibilität von Betrieben. Die Theorien der flexiblen Firma sowie des dualen Arbeitsmarktes implizieren, dass befristete Beschäftigungsverhältnisse der Anpassung an temporäre Nachfrageschocks dienen, da sie mit geringeren Anpassungskosten verbunden sind. Dementsprechend sollten sie die Anpassungsgeschwindigkeit der Gesamtbeschäftigung erhöhen. Zudem sollte die Anpassung der Beschäftigung weniger stark über die dauerhaften Beschäftigungsverhältnisse erfolgen, so dass diese Beschäftigtengruppe eine höhere Beschäftigungssicherheit genießt. In der empirischen Analyse werden diese Überlegungen mit Hilfe der Schätzung dynamischer Arbeitsnachfragefunktionen unter Verwendung der GMM-Methode nach Arellano/Bond (1991) überprüft und können grundlegend bestätigt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs: eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten (2005)
Zitatform
Pfeifer, Christian (2005): Betriebliche Determinanten von Teilzeitarbeit, Mini- und Midi-Jobs. Eine theoretische und empirische Analyse mit niedersächsischen Betriebsdaten. (Diskussionspapiere / Universität Hannover, Fachbereich Wirtschaftswissenschaften 324), Hannover, 27 S.
Abstract
"Der Beitrag untersucht die betrieblichen Determinanten von Teilzeitbeschäftigung, Mini- und Midi-Jobs. Aus theoretischer Perspektive könnten alle drei Beschäftigungsformen als Instrument der Anpassungsflexibilität bei Nachfrageschocks genutzt werden. Die empirische Analyse zeigt, dass aber lediglich die Nutzung von Mini- und Midi-Jobs signifikant mit einem Nachfrageschock korreliert ist und diese Beschäftigungsformen weniger als flexible Randbelegschaft denn als Instrument der Arbeitszeitflexibilität genutzt werden. Ein Hemmnis für die Reduzierung der Arbeitsstunden sind quasi-fixe Beschäftigungskosten, so dass Betriebe mit einem höheren Anteil qualifizierter Arbeitskräfte weniger Gebrauch hiervon machen. Insgesamt deuten die Ergebnisse daraufhin, dass vor allem die Arbeitszeitpräferenzen der Beschäftigten die Teilzeitbeschäftigung determinieren und geringfügige Beschäftigung verstärkt in 'interessenvertretungsfreien Zonen' stattfindet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit: Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung (2005)
Seidel, Michael A.; Hack, Thomas;Zitatform
Seidel, Michael A. (2005): Von der Arbeitslosigkeit in die Selbständigkeit. Evaluation eines Modellprojekts zur Gründerberatung. (FGF Entrepreneurship-Research Monographien 52), Lohmar u.a.: Eul, 270 S.
Abstract
"In den letzten Jahren ist das Phänomen der Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen und hat durch die jüngsten Arbeitsmarktreformen (Ich-AG) einen zusätzlichen Schub bekommen. Die Gründungsforschung hat sich diesem bislang noch kaum zugewandt. Die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bedürfen einer Ergänzung aus der Mikroperspektive, die auch regionale Aspekte mit bedenkt. Diese Lücke soll durch diese Forschungsarbeit geschlossen werden, die aus einer Kooperation zwischen der Fachhochschule Hof und dem Existenzgründerberatungsprojekt im Innovations- und Gründerzentrum in Hof hervorging.
Die Auswertung einer schriftlichen Befragung von 1.700 Gründern bzw. Gründungswilligen aus der Arbeitslosigkeit ermöglicht zum einen eine soziodemografische Beschreibung arbeitsloser Gründer und zeigt zum anderen, in welchen Kriterien sich diese von 'konventionellen' Gründern unterscheiden. Weiterhin war ein Ziel dieser Arbeit, die von Arbeitslosen gegründeten Betriebe zu beschreiben. Welche Branchen werden angesteuert? Gibt es spezifische Erfolgsfaktoren? Sind Gründungen aus der Arbeitslosigkeit 'aus der Not heraus geboren'? Inwiefern unterscheiden sich die Empfänger von Überbrückungsgeld von Ich-AGs? Schließlich werden durch die Evaluation des Modellprojekts in Hof den Trägern von Beratungsprojekten wertvolle Hinweise für ihre Arbeit gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Beschäftigungsdynamik in Hessen lässt nach: besondere Beschäftigungsformen gewinnen an Bedeutung (2005)
Zitatform
(2005): Beschäftigungsdynamik in Hessen lässt nach. Besondere Beschäftigungsformen gewinnen an Bedeutung. In: Perspektive. Das Magazin für Personalservice in Hessen H. 1, S. 14.
Abstract
50 % aller neueingestellten Arbeitskräfte in den hessischen Betrieben waren 2003 Geringqualifizierte. Besondere Beschäftigungsformen sind in Hessen angestiegen. Inzwischen zählt etwa jedes dritte Arbeitsverhältnis zu diesen Beschäftigungsformen. (IAB2)
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