Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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Literaturhinweis
Hiring Subsidies and Temporary Work Agencies (2025)
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Bermúdez-Barrezueta, Natalia, Sam Desiere & Giulia Tarullo (2025): Hiring Subsidies and Temporary Work Agencies. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17616), Bonn, 40 S.
Abstract
"This paper evaluates a hiring subsidy for lower-educated youths in Flanders (Belgium) that reduced labor costs by approximately 13% for a period of two years, starting in 2016. Using a donut Regression Discontinuity Design, we find no evidence that the subsidy improved the job finding rate of eligible job seekers in 2016-19, a period marked by a tight labor market. We then investigate the role of temporary work agencies, which disproportionately employ the target group and obtain 25% to 34% of the subsidies. Using Difference-in-Differences regressions, we demonstrate that agencies did not raise wages of eligible agency workers in response to the policy. Remarkably, despite a 3.3% labor cost reduction, full-time equivalent employment of eligible workers in these agencies decreased by 9.2% over the three years following the reform. Our findings highlight how an active labor market policy affects agency employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Arbeitslos und dann? Die neuen Jobs sind meistens atypische Beschäftigungen (Serie "Bürgergeld") (2025)
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Hohmeyer, Katrin & Torsten Lietzmann (2025): Arbeitslos und dann? Die neuen Jobs sind meistens atypische Beschäftigungen (Serie "Bürgergeld"). In: IAB-Forum H. 07.05.2025, 2025-05-06. DOI:10.48720/IAB.FOO.20250507.01
Abstract
"Was passiert, nachdem Menschen arbeitslos geworden sind? Tatsächlich sind die weiteren Erwerbsverläufe höchst unterschiedlich. Der dauerhafte Sprung in eine unbefristete Vollzeitbeschäftigung gelingt den meisten Betroffenen zunächst nicht. Vielmehr findet sich die Mehrzahl in den ersten vier Jahren nach Eintritt der Arbeitslosigkeit in atypischen Beschäftigungsverhältnissen wie befristeter Beschäftigung, Teilzeit, Leiharbeit oder Minijobs wieder, nicht selten unterbrochen von Phasen erneuter Arbeitslosigkeit." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unemployed and then? The role of non-standard employment in labour market trajectories after unemployment (2025)
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Lietzmann, Torsten & Katrin Hohmeyer (2025): Unemployed and then? The role of non-standard employment in labour market trajectories after unemployment. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 34, H. 2, 2024-08-30. DOI:10.1111/ijsw.12698
Abstract
"Non-standard employment (NSE) might offer employment opportunities for unemployed workers, who would not find a job otherwise and can improve their human capital while working in NSE instead of being unemployed. NSE thus could serve as a bridge to regular, permanent employment. However, these stepping stone effects might not occur in a segmented labor market, when the accumulated human capital is not useful for regular jobs or NSE is not a positive signal to potential employers. Using German administrative data and sequence and cluster analysis, this article examined the labor market trajectories of initially unemployed individuals between 2012 and 2015 over a 4-year period with a focus on four common forms of NSE. The results indicate that NSE is not limited to marginal groups but 62% of the initially unemployed belong to a cluster with a substantial share of NSE. Furthermore, while most individuals stay in NSE, some regular full-time employment occurs after NSE." (Author's abstract, IAB-Doku, © Wiley) ((en))
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Literaturhinweis
Unbefristet Beschäftigte haben im Schnitt 30 Urlaubstage pro Jahr fast zwei mehr als befristet Beschäftigte (2025)
Zitatform
Wanger, Susanne & Yasemin Isabel Yilmaz (2025): Unbefristet Beschäftigte haben im Schnitt 30 Urlaubstage pro Jahr fast zwei mehr als befristet Beschäftigte. In: IAB-Forum H. 01.12.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251201.01
Abstract
"In Deutschland beträgt der gesetzliche Mindesturlaub vier Wochen, in den meisten Betrieben gelten tarifvertraglich aber deutlich höhere Urlaubsansprüche. Bei drei Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag der Urlaubsanspruch im Jahr 2023 bei 30 Tagen. Allerdings gibt es je nach Beschäftigtengruppe signifikante Unterschiede." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
What if it is not just an additional income? Poverty risks of non-standard employment histories in Germany (2025)
Zitatform
Wolf, Fridolin (2025): What if it is not just an additional income? Poverty risks of non-standard employment histories in Germany. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 34, H. 1, S. e12676. DOI:10.1111/ijsw.12676
Abstract
"While the poverty risks associated with transitions to and from different forms of non-standard employment (NSE) have been studied extensively, poverty research on NSE histories remains fuzzy. Therefore, this study focuses on persons with NSE histories whose earnings contribute significantly to the household income, asking to what extent they are exposed to income poverty risks during their main career phase and examining the role of employment, family and sociodemographic characteristics. Employment histories were observed over 10 years using German Socio-Economic Panel data from 2001 to 2020. A sequence cluster analysis identified four NSE clusters with increased poverty risks, namely, those with increasing and permanent low-part-time work, those who were mainly temporary agency-employed or had long episodes of fixed-term employment. Multivariate regressions considering employment-specific, care-related and sociodemographic characteristics revealed a network of cumulative disadvantages related to gender, occupational position, care obligations and structural disadvantages for those clusters." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Entwicklungen in der Zeitarbeit (2025)
Zitatform
(2025): Entwicklungen in der Zeitarbeit. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein. Nach einer langen Wachstumsphase setzte im Jahr 2018 ein Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Zeitarbeit ein, der sich mit Ausbruch der Corona-Pandemie verstärkte. Ab Herbst 2021 – nach einer kurzen Zeitdes Beschäftigungsaufbaus – schmolzen die Vorjahresabstände Monat für Monat. Seit Ende 2022 unterschreiten die Werte kontinuierlich das Vorjahresniveau. Seit Anfang 2024 liegen sie unter 700.000. Im Juni 2024 waren 675.000 Leiharbeitnehmende in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung lag nach kontinuierlichen Rückgängen in den letzten Jahren bei 1,9 Prozent. Im Vergleich zur Gesamtbeschäftigung ist die ausschließlich geringfügige Beschäftigung in der Arbeitnehmerüberlassung wenig verbreitet. Neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiteten 50.000 Minijobber in einem Leiharbeitsverhältnis. Leiharbeitnehmende arbeiten häufiger in Tätigkeiten, die mit einem niedrigen Anforderungsniveau verbunden sind: Mehr als jeder Zweite übt eine Helfertätigkeit aus. Die Mehrzahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Leiharbeitnehmenden ist männlich und jünger. Personen ohne Berufsabschluss sind anteilig deutlich häufiger vertreten als bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten insgesamt. Auch der Ausländeranteil ist höher. Zeitarbeit bietet damit neben jungen Menschen auch Geringqualifizierten und Ausländern eine Einstiegsmöglichkeit in den Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung in der Zeitarbeit weist eine überdurchschnittliche hohe Dynamik auf. Im Jahr 2024 waren 10 Prozent der in Arbeitslosigkeit zugegangenen Personen vorher in der Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt, bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit hatte die Zeitarbeitsbranche einen Anteil von 12 Prozent. 8 von 10 Arbeitslosen, die aus Arbeitslosigkeit eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben, sind nach 6 Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt, teilweise auch in anderen Branchen. Nachdem die Stellenzugänge coronabedingt deutlich eingebrochen waren, erholte sich der Kräftebedarf der Branche zwischenzeitlich. Ab Mitte 2021 gingen die monatlichen Stellenmeldungen jedoch erneut nahezu kontinuierlich zurück und liegen seit 2024 bei rund 23.000 auf historisch niedrigen Werten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Mobile workers, contingent labour: Migration, the gig economy and the multiplication of labour (2024)
Zitatform
Altenried, Moritz (2024): Mobile workers, contingent labour: Migration, the gig economy and the multiplication of labour. In: Environment and planning. A, Economy and space, Jg. 56, H. 4, S. 1113-1128. DOI:10.1177/0308518X211054846
Abstract
"The article takes the surprising exit of the food delivery platform Deliveroo from Berlin as a starting point to analyse the relationship between migration and the gig economy. In Berlin and many cities across the globe, migrant workers are indispensable to the operations of digital platforms such as Uber, Helpling, or Deliveroo. The article uses in-depth ethnographic and qualitative research to show how the latter's exit from Berlin provides an almost exemplary picture of why urban gig economy platforms are strongholds of migrant labour, while at the same time, demonstrating the very contingency of this form of work. The article analyses the specific reasons why digital platforms are particularly open to migrants and argues that the very combination of new forms of algorithmic management and hyper-flexible forms of employment that is characteristic of gig economy platforms is also the reason why these platforms are geared perfectly toward the exploitation of migrant labour. This allows the analysis of digital platforms in the context of stratified labour markets and situates them within a long history of contingent labour that is closely intertwined with the mobility of labour." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2021 a Pion publication) ((en))
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Literaturhinweis
Do temporary help agencies help? Employment transitions for low-skilled workers (2024)
Zitatform
Carrasco, Raquel, Ismael Gálvez-Iniesta & Belén Jerez (2024): Do temporary help agencies help? Employment transitions for low-skilled workers. In: Labour Economics, Jg. 90. DOI:10.1016/j.labeco.2024.102586
Abstract
"We investigate the impact of working for a temporary help agency (THA) compared to being directly hired on the employment transitions of low-skilled male temporary workers aged 20 to 45. Using data from Spanish administrative records, we employ competing risk discrete-time duration models to analyze multiple temporary employment spells. Our analysis reveals the importance of accounting for short-duration dependence and workers’ unobserved heterogeneity. We find that, across all durations, agency workers are more likely to transition either to unemployment or to a new THA contract than their direct-hire counterparts. Transitions to permanent positions, although infrequent in our sample, are also more likely for agency workers. Our qualitative findings hold when unobserved heterogeneity is not controlled for. However, this model underestimates the effect of agency contracts on the risk of entering unemployment and overestimates the impact on the probability of re-entering THA. This suggests that positive self-selection plays a relevant role in explaining the higher persistence of THA employment, but not the associated higher risk of unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Skill, Productivity, and Wages: Direct Evidence from a Temporary Help Agency (2024)
Zitatform
Dong, Xinwei, Dean Hyslop & Daiji Kawaguchi (2024): Skill, Productivity, and Wages: Direct Evidence from a Temporary Help Agency. In: Journal of labor economics, Jg. 42, H. S1, S. S133-S181. DOI:10.1086/728809
Abstract
"Firms frequently provide general skill training for workers. Theories propose that labor market frictions entail wage compression, generate larger productivity gains than wage growth to skill acquisition, and motivate a firm to offer general skill training, but few studies directly test them. We use unusually rich data from a temporary help service firm that records both workers' wages and their productivity as measured by the fees charged to client firms. We find that skill acquired through training and learning by doing increases productivity more than wages, with such wage compression accounting for half of the average 40% productivity growth over 5 years of tenure." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Im Angesicht der Ungleichstellung: Leiharbeit als Herausforderung für gewerkschaftliche Strategiebildung (2024)
Gallas, Alexander;Zitatform
Gallas, Alexander (2024): Im Angesicht der Ungleichstellung: Leiharbeit als Herausforderung für gewerkschaftliche Strategiebildung. (Hans-Böckler-Stiftung. Study 490), Düsseldorf: Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, 79 S.
Abstract
"Leiharbeit in Deutschland verursacht oft geringere Lohnkosten als eine Festanstellung - und die Aufwendungen, um Arbeitskräfte auszuwählen und wieder loszuwerden, sind geringer. Leiharbeiter:innen verdienen also im Schnitt wesentlich weniger als andere Beschäftigte, und ihre Beschäftigungsdauer ist in vielen Fällen sehr kurz. Die vorliegende Studie zeigt, dass Leiharbeit sich normalisiert hat. Sie wird von den Arbeitsagenturen genutzt, um Menschen vorübergehend in Lohn und Brot zu bringen, ohne deren Position auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu bessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Temporary agency employment: A supplement to regular jobs – under certain circumstances (2024)
Zitatform
Neumann, Uwe (2024): Temporary agency employment: A supplement to regular jobs – under certain circumstances. In: Competition and Change, Jg. 28, H. 2, S. 359-378. DOI:10.1177/10245294231221884
Abstract
"In countries with strict employment protection legislation, firms may seek to replace regular by atypical jobs in order to cut wages or to become more flexible. In Germany, the number of unprotected temporary jobs is comparatively low. During the past decades, temporary agency employment, however, has increased considerably and the share of agency workers is now above the EU average. Using German establishment data, the analysis draws on longitudinal (generalized method of moments) and cross-sectional (matching and difference in differences) methods to evaluate whether agency workers replaced or supplemented regular workers during and after the Great Recession of 2008/2009. The study finds that hiring (more) agency workers made it possible for user firms among Germany’s core manufacturing industries to employ a larger number of regular workers at the same time. In specific sectors and regions, temp agencies therefore provided an alternative to government-sponsored instruments such as short-time work schemes. Obviously, from the view of workers, many disadvantages remain, even more so as it is rare for temp spells to offer a stepping stone into regular employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Verbot der Leiharbeit in der Pflege (2024)
Noffz, Annette;Zitatform
Noffz, Annette (2024): Verbot der Leiharbeit in der Pflege. In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Jg. 103, H. 8, S. 342-346.
Abstract
"Zwar sagt man der Pflegebranche Zukunftssicherheit nach, denn solange es Menschen gibt, wird es auch kranke und pflegebedürftige Menschen geben. Um diese Menschen aber entsprechend pflegen zu können, braucht es geeignetes Personal. Dieses fehlt aus vielen Gründen in zunehmendem Maße." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklungen in der Zeitarbeit (2024)
Singer, Kirsten; Fleischer, Nicole;Zitatform
Singer, Kirsten & Nicole Fleischer (2024): Entwicklungen in der Zeitarbeit. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein. Nach einer langen Wachstumsphase setzte im Jahr 2018 durch die einsetzende Abschwächung der konjunkturellen Dynamik ein Beschäftigungsrückgang in der Zeitarbeit ein, der sich mit Ausbruch der CoronaPandemie verstärkte. Ab Herbst 2021 – nach einer kurzen Zeit des Beschäftigungsaufbaus schmolzen die Vorjahresabstände Monat für Monat. Seit Ende 2022 unterschreiten die Werte kontinuierlich das Vorjahresniveau und lagen damit zuletzt auf dem Niveau des 1. Corona-Jahres. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 796.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung lag bei 2,0 Prozent. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer arbeiten häufiger in Tätigkeiten, die mit einem niedrigen Anforderungsniveau verbunden sind: Deutlich mehr als jeder Zweite übt eine Helfertätigkeit aus." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Automation and flexible labor contracts: Firm-level evidence from Italy (2024)
Traverso, Silvio; Zaninotto, Enrico; Vatiero, Massimiliano;Zitatform
Traverso, Silvio, Massimiliano Vatiero & Enrico Zaninotto (2024): Automation and flexible labor contracts: Firm-level evidence from Italy. (GLO discussion paper / Global Labor Organization 1425), Essen, 33 S.
Abstract
"This study examines the association between investments in automation technologies and employment outcomes at the firm level, utilizing a panel dataset of about 10,450 Italian firms. Focusing on the proliferation of non-standard, flexible labor contracts introduced by labor market reforms in the 2000s, we identify a positive relationship between automation investments and the adoption of flexible labor arrangements. With the aid of a conceptual framework, we interpret these findings as evidence of complementarity between flexible capital, represented by automation technologies, and flexible labor, manifested through non-standard contractual arrangements. This complementarity is crucial for enhancing operational flexibility, a critical determinant of firm performance in the modern market environment. However, while this adaptability is beneficial for firms, it raises concerns about job security, the potential for lower wages among workers, and the reduction of workers' incentives to invest in human capital. In terms of policy implications, our analysis underscores the need for measures that safeguard workers' interests without compromising the efficiency gains from automation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Entgelte in der Leiharbeit - Arbeitnehmerüberlassung: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten ... und der Fraktion der AfD (Drucksache 20/10028) (2024)
Zitatform
(2024): Entgelte in der Leiharbeit - Arbeitnehmerüberlassung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten ... und der Fraktion der AfD (Drucksache 20/10028). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/10311 (13.02.2024)), Berlin, 37 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der AfD-Fraktion zu Beschäftigung und Entgelten in der Zeitarbeit unter Heranziehung der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. (IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Dokumentation des zugehörigen parlamentarischen Vorgangs -
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Atypische Beschäftigung im Strukturwandel (2023)
Zitatform
Hohendanner, Christian (2023): Atypische Beschäftigung im Strukturwandel. (IAB-Forschungsbericht 23/2023), Nürnberg, 39 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2323
Abstract
"Seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts steht die Befürchtung im Raum, dass das sogenannte Normalarbeitsverhältnis als unbefristetes sozialversicherungspflichtiges Vollzeitbeschäftigungsverhältnis in Deutschland an Bedeutung verliert und die unter dem Oberbegriff „atypischer Beschäftigung“ zusammengefassten Beschäftigungsverhältnisse an Relevanz gewinnen. Zu letzteren werden üblicher Weise sozialversicherungspflichtige und geringfügige Teilzeitbeschäftigungen, befristete Arbeitsverhältnisse, Leiharbeit und freie Honorartätigkeiten von Soloselbständigen gezählt. Die genannten Erwerbsformen weisen zum Teil eine geringere Dauer auf, gehen mit geringeren Löhnen einher und entfalten aufgrund geringerer und kürzerer Beitragszahlungen in die Sozialversicherungssysteme eine geringere soziale Schutzwirkung auf als das Normarbeitsverhältnis. Aufgrund der starken Erwerbszentrierung unseres sozialen Sicherungssystems ist es für die sozial- und arbeitsmarktpolitische Steuerung relevant, die Entwicklung der verschiedenen Erwerbsformen im Blick zu behalten. Angesichts einer sich im Krisenmodus befindlichen Gesellschaft, in der das „Normale“ von innen wie außen zunehmend hinterfragt wird, zeigt sich bei den Erwerbsformen eine erstaunliche Stabilität. Das Normalarbeitsverhältnis erweist sich in den letzten Jahren als weitgehend robust, befristete Arbeitsverträge verlieren an Bedeutung, Leiharbeit und freie Mitarbeit bewegen sich auf stabilem, aber niedrigem Niveau jeweils im Bereich von etwa zwei Prozent der Beschäftigten. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in Richtung eines „Arbeitnehmermarktes“ scheint dazu zu führen, dass aus Sicht der Beschäftigten unfreiwillige atypische Erwerbsformen relativ an Boden verlieren oder auf niedrigem Niveau verharren. Einzig die Teilzeitbeschäftigung gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Wenn jedoch strukturelle und krisenhafte Umbrüche wahrscheinlicher und wirtschaftliche Bedingungen zunehmend unvorhersehbarer und volatiler werden, ist die Sicherstellung von Anpassungsfähigkeit zur Bewältigung dieser Umbrüche notwendig. Vor diesem Hintergrund lassen sich in Bezug auf die dargestellten Erwerbsformen drei Ziele formulieren, um Anpassungsfähigkeit sicherzustellen: erstens die Erhöhung des Arbeitsvolumens von unfreiwillig Teilzeit- und geringfügig Beschäftigten, zweitens die Stärkung interner betrieblicher Flexibilität, darunter die Intensivierung von Weiterbildung sowie drittens die Schaffung adäquater Schutzmechanismen und Rahmenbedingungen für bislang weniger abgesicherte Erwerbsformen. Begleitend zu diesem Forschungsbericht werden Strukturtabellen auf Basis des IAB-Betriebspanels von 2010 bis 2022 zu den einzelnen Erwerbsformen sowie im Detail zu befristeter Beschäftigung in Deutschland auf der Webseite des IAB in der Rubrik „Grafik und Daten“ zur Verfügung gestellt (Hohendanner 2023a/b). Die Tabellen stellen dar, wie sich die verschiedenen Erwerbsformen je nach Wirtschaftszweig, Bundesland und Betriebsgröße entwickelt haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einfluss bürokratischer Hürden auf die grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung von KMU in Grenzregionen (2023)
Zitatform
Holz, Michael & Annette Icks (2023): Einfluss bürokratischer Hürden auf die grenzüberschreitende Arbeitnehmerentsendung von KMU in Grenzregionen. (IfM-Materialien / Institut für Mittelstandsforschung Bonn 299), Bonn, 91 S.
Abstract
"Auf der Grundlage von Fachgesprächen mit Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Expertinnen und Experten untersucht die Studie, inwieweit bürokratische Erfordernisse die grenzüberschreitende Erbringung von Dienstleistungen von deutschen und niederländischen KMU in ausgewählten Grenzregionen be- bzw. verhindern. Großen Verbesserungsbedarf sehen die Befragten insbesondere im Hinblick auf die fehlende Harmonisierung der Entsendevorschriften und -verfahren in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Auch Erleichterungen bei kurzen bzw. kurzfristigen Entsendungen werden sehr häufig als notwendig erachtet. Ein nicht unerheblicher Teil der KMU in beiden Ländern befolgt einzelne Vorschriften nicht, um den hohen Bürokratieaufwand auf ein – aus ihrer Sicht – verhältnismäßiges Niveau zu begrenzen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Atypische Beschäftigung im Abwärtstrend?: Entwicklungen und Erklärungsansätze (2023)
Zitatform
Keller, Berndt & Hartmut Seifert (2023): Atypische Beschäftigung im Abwärtstrend? Entwicklungen und Erklärungsansätze. In: WSI-Mitteilungen, Jg. 76, H. 6, S. 470-478. DOI:10.5771/0342-300X-2023-6-470
Abstract
"Wie haben sich atypische Beschäftigungsverhältnisse in den vergangenen Jahrzehnten entwickelt? Verdrängen sie, wie häufig angenommen wird, allmählich das traditionelle Normalarbeitsverhältnis? Oder kommt es in den letzten Jahren zu unerwarteten gegenläufigen Entwicklungen? Zur Beantwortung dieser für die Zukunft des gesamten Erwerbssystems zentralen Fragen werden die Formen atypischer Beschäftigung analysiert. Sowohl nachfrage- als auch angebotsseitige Bestimmungsgründe für die Veränderungen werden angeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
alternativer Link -
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Leiharbeit bedroht die stationäre Altenpflege (2023)
Leonhard, Bettina;Zitatform
Leonhard, Bettina (2023): Leiharbeit bedroht die stationäre Altenpflege. In: Soziale Sicherheit, Jg. 72, H. 7, S. 283-285.
Abstract
"Kliniken und Pflegeeinrichtungen weisen seit längerem darauf hin, dass der durch den Fachkräftemangel beförderte Zuwachs an Leiharbeit zu massiven Problemen in der Pflege führt. In diesem Frühjahr hat das Thema nicht nur die mediale Debatte erreicht', sondern nun auch zu einer gesetzlichen Regulierung der Leiharbeit in der Altenpflege geführt. Im Folgenden wird untersucht, wie es im Bereich der Langzeitpflege zu dieser Entwicklung kam, welche Auswirkungen die Leiharbeit auf die Beschäftigten, aber auch auf die Versorgung der Pflegebedürftigen hat und ob die nun eingeführte gesetzliche Regelung eine Lösung bieten kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Workplace gender segregation in standard and non-standard employment regimes in the US labour market (2023)
Zitatform
Makarevich, Alex (2023): Workplace gender segregation in standard and non-standard employment regimes in the US labour market. In: BJIR, Jg. 61, H. 3, S. 697-722. DOI:10.1111/bjir.12730
Abstract
"This study provides a comprehensive analysis of workplace gender segregation in non-standard employment in the United States. It compares segregation in standard and three non-standard work arrangements paying special attention to independent contracting – a segment of contingent employment representing novel and consequential developments in work organization. In line with the prediction that inequality is lower in more marketized sectors of the labour market, my analyses based on a representative sample of the contemporary US workforce reveal that workplace gender segregation is lower in non-standard employment. I further find that the degree of segregation corresponds to the degree of attachment to the employer and that segregation is lower in segments of the economy with higher market competition. Overall, my analyses indicate that a shift towards alternative work arrangements can reduce overall workplace segregation but does not lead to uniform desegregation across occupations, and that institutions of employment and market pressures faced by employers play significant roles in the effect of alternative work arrangements on workplace segregation." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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The concept of 'total talent management': Strategic reorientation in the employment industry (2023)
Zitatform
Pongratz, Hans J. (2023): The concept of 'total talent management'. Strategic reorientation in the employment industry. In: Industrielle Beziehungen, Jg. 30, H. 3, S. 35-56. DOI:10.5771/0943-2779-2023-3-35
Abstract
"Mit dem Konzept ‚Total Talent Management‘ (TTM) bieten große Zeitarbeitsfirmen die Integration ihrer Dienstleistungen für Zeitarbeit und Personalrekrutierung an. Sie haben diese weitreichende Vorstellung von flexibler Beschäftigung im Verbund mit Unternehmensberatungen und Software-Anbietern im Globalen Norden entwickelt. Im Mittelpunkt des Beitrags steht die wissenssoziologische Diskursanalyse der kategorialen Konstruktionen dieses branchenspezifischen Narrativs zum Zusammenhang verschiedener Beschäftigungsformen. Er schließt damit an Studien zur arbeitspolitischen Deregulierung, zur Diversifizierung der Beschäftigungsindustrie und zur Digitalisierung der Personalvermittlung an. Die Ergebnisse belegen exemplarisch, wie sich die Beschäftigungsindustrie neu positioniert, indem sie Vorstellungen der Verfügbarkeit von Arbeitskraft erweitert und Unterschiede zwischen den Beschäftigungsformen nivelliert. Diese strategische Neuorientierung der privaten Intermediäre am Arbeitsmarkt verdient verstärkte Aufmerksamkeit in Forschung und Politik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz (2023)
Scheile, York W.; Bennewitz, Emanuel;Zitatform
Scheile, York W. & Emanuel Bennewitz (2023): Die Verbreitung atypischer Beschäftigung seit dem Jahr 2013 in Rheinland-Pfalz. (Steckbriefe des IAB-Betriebspanels 04/2023), Mainz, 8 S.
Abstract
"Dieser Steckbrief zeigt auf Basis der Daten des IAB-Betriebspanels die Verbreitung atypischer Beschäftigung in den Betrieben und unter den Beschäftigten seit dem Jahr 2013 in RheinlandPfalz auf. Zusätzlich wird für verschiedene Formen atypischer Beschäftigungsverhältnisse auf Geschlechterunterschiede eingegangen. Im Verlauf der letzten 10 Jahre erweisen sich dabei die Anteile der Betriebe, welche auf die verschiedenen Formen atypischer Beschäftigung zurückgriffen, als auch die Anteile der Beschäftigten, die in diesen Beschäftigungstypen angestellt waren, als vergleichsweise konstant. Eine Ausnahme bildet die Beschäftigung im Midi-Job-Bereich. Hier kann in den letzten beiden Jahren aufgrund der angehobenen Verdienstobergrenze eine deutliche Zunahme beobachtet werden. Dennoch fällt deren Stellenwert weit hinter dem der Beschäftigung in Teilzeit zurück. Im Durchschnitt über die letzten 10 Jahre war ein Drittel aller Beschäftigten in Rheinland-Pfalz auf Teilzeitbasis angestellt. Ebenso ist zu erwähnen, dass atypische Beschäftigungsverhältnisse unter Frauen verbreiteter sind als unter Männern. Wenngleich seit 2013 der Frauenanteil unter den Beschäftigten in den verschiedenen atypischen Beschäftigungstypen abgenommen hat, waren dennoch im Jahr 2022 zwei Drittel aller beschäftigten Frauen und nur ein Viertel aller beschäftigten Männer entweder in Teilzeit, im Midi-Job-Bereich oder befristet angestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wandel der Erwerbsformenstruktur - Alte und neue Trends (2023)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Marie Lena Muschik (2023): Wandel der Erwerbsformenstruktur - Alte und neue Trends. (IAB-Forschungsbericht 01/2023), Nürnberg, 28 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2301
Abstract
"Der Beitrag geht auf Basis von Daten des Mikrozensus des Statistischen Bundesamts den jüngeren Entwicklungstrends bei verschiedenen Erwerbsformen (z. B. Selbständigkeit, Beschäftigung in Vollzeit, Teilzeitbeschäftigung oder befristete Beschäftigung) nach und zeigt auf, ob und inwieweit sich frühere Trends fortgesetzt haben, ob und inwieweit sich sektorale oder soziodemografische Strukturmerkmale der Erwerbsformen über die Zeit verändert haben und welche darüber hinaus gehenden neueren Entwicklungen zu beobachten sind. Flexible oder atypische Erwerbsformen erfüllen viele Funktionen. Sie dienen auf betrieblicher Seite der Anpassungsflexibilität des Personaleinsatzes und können auf der Beschäftigtenseite Erwerbs- und Lebenspräferenzen, etwa der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Rechnung tragen. Der Anteil der sogenannten Normalarbeitsverhältnisse an der Erwerbsbevölkerung, also unbefristeter Beschäftigungen in Vollzeit bzw. nahe der Vollzeit außerhalb der Zeitarbeitsbranche, veränderte sich mit Werten etwa um die 45 Prozent zwischen 1991 und 2019 quantitativ kaum. Nach einem Rückgang in den 1990er Jahren und den 2000er Jahren gewann das Normalarbeitsverhältnis in den 2010er Jahren wieder leicht an Bedeutung. Betrachtet man dagegen die davon abweichenden Erwerbs- und Beschäftigungsformen, so verzeichnen diese seit 1991 einen klaren Aufwärtstrend. Ihr Aufwuchs speiste sich rein rechnerisch überwiegend aus einem Rückgang der Nichterwerbstätigkeit. Vergleicht man die Entwicklung der Vollzeitbeschäftigung bzw. vollzeitnaher Beschäftigung mit derjenigen der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung und der geringfügigen Beschäftigung, so zeigt sich in den letzten drei Dekaden ein eindeutiges Bild. Die Beschäftigungsformen mit kürzerer Arbeitszeit haben deutlich an Bedeutung gewonnen. Betrachtet man die letzten zehn Jahre, ist die Tendenz nicht mehr ganz so klar. Vollzeitbeschäftigung bzw. vollzeitnahe Beschäftigung blieb zwischen 2009 und 2019 relativ stabil, die sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung legte weiter zu und die geringfügige Beschäftigung ging zurück. Dabei fällt auf, dass letztere vor allem seit 2015 an Boden verlor – also mit und nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns. Längerfristig betrachtet haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit zugenommen. Jedoch verlor die befristete Beschäftigung im Zuge des Arbeitsmarktaufschwungs in den Zehnerjahren wieder etwas an Bedeutung, während es bei der Leiharbeit zwar tendenziell weiter aufwärts ging, dies aber mit einem markanten Auf und Ab je nach konjunktureller Lage. Beiden Beschäftigungsformen ist gemein, dass sie während der Corona-Krise unter Druck geraten sind. Abgesehen von der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigung gilt dies auch für die anderen vom Normalarbeitsverhältnis abweichenden Beschäftigungs- und Erwerbsformen, insbesondere im ersten Jahr der Pandemie. Die Zahl der Selbständigen (ohne mithelfende Familienangehörige) legte in den letzten drei Dekaden tendenziell zu. Ihr Erwerbstätigenanteil stieg von 8,0 auf 9,1 Prozent. Der Anstieg entfiel aber vor allem auf den Zeitraum bis 2009. Seitdem ist die Selbständigenquote tendenziell rückläufig. Während der Erwerbstätigenanteil der „Selbständigen mit Beschäftigten“ in der längeren Frist relativ stabil war und zwischen 1991 und 2019 lediglich um 0,2 Prozentpunkte von 4,4 auf 4,2 Prozent abnahm, legte der Anteil der Solo-Selbständigen in diesem Zeitraum um 1,3 Prozentpunkte von 3,6 auf 4,9 Prozent vergleichsweise kräftig zu. Die künftige Entwicklung dürfte durch eine ganze Reihe von teils gegenläufig wirkenden Faktoren geprägt sein. Sie reichen von wirtschaftsstrukturellen Veränderungen über Verschiebungen von individuellen Präferenzen und personalpolitischen Dispositionen, einer sich verändernden Marktmacht zwischen Betrieben und Beschäftigten bis hin zu möglichen institutionellen Reformen. Fakt ist, dass die Zusammensetzung der Erwerbsformen bis Mitte der Nullerjahre immer heterogener wurde. Seitdem hat sich dieser Trend aber nicht in gleichem Maße fortgesetzt. Im Gegenteil, zuletzt zeigte sich eine gewisse Stabilität und sogar ein leichter Anstieg dessen, was lange als Standard oder als „normal“ galt. Ein hohes Maß an Heterogenität in der strukturellen Zusammensetzung der Erwerbsformen dürfte auch in absehbarer Zukunft fortbestehen. Zugleich könnten individuelle Erwerbsbiografien künftig stärker als bisher durch Wechsel zwischen Erwerbsformen geprägt sein. Für bestimmte Phasen des Erwerbslebens könnten sich mehr als bisher verschiedene Beschäftigungs- und Erwerbsformen herauskristallisieren, auch da immer mehr Menschen mit gefragten Qualifikationen ein hohes Maß an Marktmacht erlangen und hierdurch ihre Wünsche und Bedarfe leichter realisieren können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Posted Workers in Germany – Developments and New Legislations (2022)
Zitatform
Albrecht, Clara, Yvonne Giesing & Britta Rude (2022): Posted Workers in Germany – Developments and New Legislations. In: CESifo forum, Jg. 23, H. 3, S. 8-14.
Abstract
"Germany is the main receiving country of posted workers in the European Union. In 2020, 16.9 percent of all postings from EU countries (around 0.4 out of 2.4 million) had Germany as a destination country (European Commission 2022). Figure 1 shows that the number of registered postings in Germany increased significantly over time, by 51 percent between 2012 and 2019, even though other EU countries recorded a much larger increase during the same period (e.g., Austria by 319 percent, Spain by 284 percent).1 There could be several reasons for this, related to a stricter enforcement of the rules, an increase in the awareness of the rules, the increasing digitalization, or an actual increase in postings across the European Union due to an increase in the import of services. There was a drop in the number of postings to Germany from 2019 to 2020. While there were 505,737 postings in 2019, this number decreased to 410,908 in 2020 due to the Covid-19 pandemic. To assess the magnitude of postings to Germany, a comparison of the overall work force seems informative (Figure 2). Postings to Germany with 410,908 represented 0.99 percent of the overall German work force (41.17 million) in 2020.2 Interestingly, compared to other EU countries workers posted to Germany do not loom large, considering the size of the German labor force. The shares of posted workers compared to the country’s labor force are significantly higher, e. g., in Austria, Belgium and Switzerland with shares as high as around 4 percent. Due * We thank Frederic De Wispelaere for helpful comments and revisions and Jennifer Steigmeier for her valuable assistance. 1 Mainly due to the high increase of the number of PDs A1 issued under Art. 12 by Germany. 2 Though, it must be noted that some workers are posted several times per year which could lead to an overestimation of the share. to the Covid-19 pandemic and the related restrictions on cross-border travel, shares for 2020 dropped in most countries." (Textauszug, IAB-Doku)
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Die Lohnlücke in der Zeitarbeit - Eine empirische Analyse auf Grundlage der Integrierten Erwerbsbiografien und der Verdienststrukturerhebung (2022)
Zitatform
Bachmann, Ronald, Fernanda Martínez-Flores & Christian Rulff (2022): Die Lohnlücke in der Zeitarbeit - Eine empirische Analyse auf Grundlage der Integrierten Erwerbsbiografien und der Verdienststrukturerhebung. (RWI-Materialien 153), Essen, 42 S.
Abstract
"Die Lohnlücke zwischen Personen, die innerhalb und außerhalb der Zeitarbeit beschäftigt sind, wird in Deutschland auf Grundlage verschiedener Datensätze berechnet, was teilweise zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führt. Der vorliegende Artikel untersucht die Lohnlücke in der Zeitarbeit daher anhand zweier Datensätze, den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit und der Verdienststrukturerhebung (VSE) des Statistischen Bundesamtes. Hierzu werden zunächst die Statistiken, die auf Basis dieser zwei Datenquellen veröffentlicht werden, miteinander verglichen, und es wird auf mögliche Ursachen für Unterschiede in der Lohnlücke eingegangen. Im Hauptteil der Analyse wird die Lohnlücke auf Basis der Mikrodatensätze mithilfe verschiedener ökonometrischer Verfahren analysiert. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass beim Vergleich von öffentlichen Statistiken auf eine Vergleichbarkeit der zugrundeliegenden Stichprobe geachtet werden sollte. Die Lohnlücke bei den Monatslöhnen ist bei Verwendung von IEB-Daten etwas größer als bei VSE-Daten, was auf Unterschiede in der Zusammensetzung der Stichprobe zurückzuführen ist. Die ökonometrische Analyse der Monatslöhne ergibt für beide Datensätze, dass die bereinigte Lohnlücke deutlich geringer ausfällt als die unbereinigte Lohnlücke. Eine zusätzliche Analyse der Stundenlöhne auf Grundlage der VSE zeigt, dass die bereinigte Lohnlücke nahe null liegt. Dies deutet darauf hin, dass die Arbeitszeit eine wichtige Rolle für die Lohnlücke spielt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG): Endbericht zum Forschungsvorhaben (2022)
Brändle, Tobias ; Rahner, Lea; Dubiel, Christian; Riester, Alexandra; Fischer, Lennart; Kalweit, René; Koch, Andreas ; Schatz, Henning; König, Tobias ; Schütz, Holger ; Späth, Jochen ; Lawrenz, Christiane; Schatz, Henning; Reiner, Marcel; Krempl, Maria; Kutz, Vico; Bellmann, Lutz ; Heinevetter, Simon;Zitatform
Brändle, Tobias, René Kalweit, Tobias König, Marcel Reiner, Holger Schütz & Jochen Späth (2022): Evaluation des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Endbericht zum Forschungsvorhaben. (Forschungsbericht / Bundesministerium für Arbeit und Soziales 614), Berlin, 439 S.
Abstract
"Der Forschungsbericht dokumentiert die Ergebnisse der Evaluation des zum April 2017 weiterentwickelten Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG). Die Evaluation des Gesetzes hatte zum Ziel Umsetzung und Wirksamkeit der damaligen Neuregelungen auf Grundlage wissenschaftlicher Daten und Methoden zu untersuchen. Dabei lag der Schwerpunkt der Untersuchung auf dem mit der Gesetzesreform verfolgten Ziel, die Leiharbeit auf ihre Kernfunktion zu fokussieren. Gleichzeitig sollten das Grundprinzip "Faire Bezahlung für gute Arbeit" und die Sozialpartnerschaft in Deutschland gestärkt werden. Im Fokus der Untersuchung standen hierbei die Neuregelungen zur Überlassungshöchstdauer sowie die Regelungen zu Equal Pay und den Abweichungsmöglichkeiten hiervon. Ebenfalls umfassend betrachtet wurden die Offenlegungs-, Konkretisierungs- und Informationspflicht sowie die Stärkung der Tarifautonomie, das Streikbrecherverbot, die Regelungen zur Mitbestimmung und die Festhaltenserklärung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Do Temporary Help Agencies Help? Temporary employment transitions for low-skilled workers (2022)
Zitatform
Carrasco, Raquel, Ismael Gálvez Iniesta & Belén Jerez (2022): Do Temporary Help Agencies Help? Temporary employment transitions for low-skilled workers. (Working paper. Economics / uc3m, Universidad Carlos III de Madrid 2022,04), Madrid, 40 S.
Abstract
"We investigate how being employed by a Temporary Help Agency (THA) affects transition rates to alternative labor market states for low-skilled workers. Our approach is based on the estimation of competing risk discrete duration models, and reveals the importance of accounting for short duration dependence. We use Spanish administrative data for the period 2005-2017. We find that having a THA contract rather than a direct-hire temporary contract increases the probability of entering into unemployment or another agency job at all durations. Agency workers are more likely to transition to permanent employment than their direct-hire counterparts, but these transitions are very infrequent for both. The positive effect of THA employment on the probability of transitioning to a permanent job is procyclical. By contrast, the positive effect on the probability of entering unemployment (or another agency job) increased during the Great Recession relative to the previous economic expansion, and has remained high during the recovery. In words, agency jobs in Spain are characterized by higher unemployment risk and persistence than regular temporary jobs, and these differences have intensified in recent years. Accouting for unobserved heterogeneity does not alter our main results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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"Working While Feeling Awful Is Normal": One Roma's Experience of Presenteeism (2022)
Zitatform
Collins, Helen, Susan Barry & Piotr Dzuga (2022): "Working While Feeling Awful Is Normal": One Roma's Experience of Presenteeism. In: Work, Employment and Society, Jg. 36, H. 2, S. 362-371. DOI:10.1177/0950017021998950
Abstract
"This article presents an account of a young Roma man’s lived experience of working in the agricultural sector while sick, and shines a spotlight on the impact of precarious work, low pay and eligibility, and access to sick pay, with particular emphasis on Roma, and how these factors interconnect to foster presenteeism. The repercussions of presenteeism, relayed through Piotr’s personal narrative and reflections about his work, family role, ambition and daily survival, enrich public sociology about this under explored area of migrant Roma’s working life." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Begging thy coworker – Labor market dualization and the slow-down of wage growth in Europe (2022)
Zitatform
Lehner, Lukas, Paul Ramskogler & Aleksandra Riedl (2022): Begging thy coworker – Labor market dualization and the slow-down of wage growth in Europe. (INET Oxford working paper 2022-04), Oxford, 50 S.
Abstract
"Does the structure of labor markets – and the possibility to employ temporary workers – affect aggregate wage growth? After the global financial crisis (GFC) a rich debate had ensued about the reasons for the delayed pick up of wage growth. However, structural labor market aspects remained strangely absent from this discussion. We contribute by incorporating labor market dualization into the standard Phillips curve model to explain wage growth in 30 European countries in the period 2004-2017. We find that the presence of workers with temporary contracts in Europe's labor markets slows down aggregate wage growth due to the competition that temporary workers exert on permanent workers. This competition effect is most pronounced in countries, where trade union density is low. Moreover, we establish that labor market dualization has been at least as important in slowing wage growth since the GFC as unemployment, i.e. the observed flattening of the Phillips curve." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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What do unions do… for temps? Collective bargaining and the wage penalty (2022)
Zitatform
Litwin, Adam Seth & Or Shay (2022): What do unions do… for temps? Collective bargaining and the wage penalty. In: Industrial Relations, Jg. 61, H. 2, S. 193-227. DOI:10.1111/irel.12294
Abstract
"Does collective bargaining lift wages for contingent workers? Well-worn theory suggests that temps at a covered employer earn less than otherwise similar “perms,” but still fare better than they would in a nonunion workplace. Our analysis of a national sample of matched employee–employer data first disposes of the universality of this conventional wisdom. Then, it allows us to test an alternative, contingent theory of the mitigating impact of collective bargaining on the temp wage gap predicated on received research in labor relations and institutional labor economics. We find that just how temps fare relative to perms hinges on the labor relations orientation of the employment relationship. Whereas unions clearly deliver for temps under adversarial conditions, they do not appear to do so where they adopt a more cooperative stance toward their employer counterparts." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Beruflichkeit im Wandel: Individuelles berufliches Handeln am Beispiel der Leiharbeit (2022)
Pabst, Antje;Zitatform
Pabst, Antje (2022): Beruflichkeit im Wandel. Individuelles berufliches Handeln am Beispiel der Leiharbeit. (Berufsbildung, Arbeit und Innovation. Dissertationen, Habilitationen 53), Bielefeld: wbv, 408 S. DOI:10.3278/9783763970452
Abstract
"Am Beispiel der Leiharbeit untersucht die Dissertation, wie sich das berufliche Handeln durch den Strukturwandel verändert. Mit welchen Handlungsanforderungen sind die Beschäftigten konfrontiert und mit welchen Strategien reagieren sie darauf? Diese Fragen analysiert die Autorin im Rahmen einer qualitativen Studie, für die sie leitfadengestützte Interviews mit Leiharbeitskräften, Disponenten und Betriebsräten ausgewertet hat. Den gesellschaftlichen Hintergrund bilden langfristige Prozesse wie die Deregulierung des Arbeitsmarktes, die Digitalisierung sowie die Globalisierung, die zu einer starken Zunahme von atypischen und diskontinuierlichen Beschäftigungsverhältnissen geführt haben. Die Ergebnisse zeigen: Leiharbeit ist durch eine starke marktbezogene Dynamik und ein hohes Maß an Ungewissheit und Diskontinuität geprägt. Mit ihrer Arbeit gibt die Autorin Impulse für Bildungsangebote, die sich mit Themen wie beruflicher Identitätsarbeit oder beruflicher Orientierungssuche von Menschen in diskontinuierlichen Beschäftigungsbereichen befassen." (Autorenreferat, © wbv Media)
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Literaturhinweis
Entwicklungen in der Zeitarbeit, Juli 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Entwicklungen in der Zeitarbeit, Juli 2022. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 28 S.
Abstract
"Die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern sind in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Nur in wenigen Ländern Europas ist die Erwerbsbeteiligung insgesamt und insbesondere von Frauen so hoch wie in Deutschland. - Frauen und Männer sind unterschiedlich in den verschiedenen Formen der Erwerbstätigkeit vertreten: Rund zwei Drittel der Selbständigen sind Männer. Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind zu über der Hälfte männlich. Bei den Beamten sind Frauen und Männer je zur Hälfte vertreten und Minijobs sind nach wie vor eine Frauendomäne. - Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen ist auf lange Sicht gewachsen. Im Frühjahr 2020 haben die Corona-Auswirkungen die Entwicklung am Arbeitsmarkt allerdings erheblich beeinträchtigt und den zehnjährigen Beschäftigungsaufbau zunächst gestoppt. Seit dem späten Frühjahr 2021 überschreitet die Beschäftigung das Vorkrisenniveau wieder – bei beiden Geschlechtern. - Frauen sind überproportional im tertiären Sektor, Männer häufiger im Verarbeitenden Gewerbe, dem Bereich Verkehr und Logistik sowie im Baugewerbe beschäftigt. Da die Corona-Krise – anders als frühere Krisen – auch weite Teile des Dienstleistungssektors beeinträchtigt hat, waren Frauen von den Folgen wie Beschäftigungseinbußen und Kurzarbeit ebenfalls stark betroffen. - Teilzeitbeschäftigung kommt bei Frauen weiterhin deutlich häufiger vor als bei Männern. - Männer verdienen im Mittel nach wie vor mehr als Frauen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von der Berufswahl über Familienpflichten bis hin zu den Rahmenbedingungen für eine Aufwärtsmobilität. Dabei wird der Unterschied in kleinen Schritten geringer. - In Führungspositionen sind Frauen auch bei gleicher Qualifikation unterrepräsentiert. - Die Arbeitslosenquote der Frauen lag 2021 das dreizehnte Jahr in Folge – wenn auch teils sehr knapp – unter der Quote der Männer. - Männer haben ein höheres Risiko ihre Beschäftigung zu verlieren und arbeitslos zu werden, aber auch bessere Chancen Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung wieder zu überwinden. Das liegt auch daran, dass Männer öfter in konjunktur- bzw. saisonabhängigen Berufen arbeiten. - Der Anteil Langzeitarbeitsloser liegt bei Frauen auf dem gleichen Niveau wie bei Männern. - Frauen stehen erheblich häufiger als Männer vor der Herausforderung, neben der Arbeitsuche allein für die Erziehung eines oder mehrerer Kinder verantwortlich zu sein. - Frauen sind in etwa entsprechend ihrem Anteil an den Arbeitslosen und ihrer relativen Betroffenheit von Arbeitslosigkeit an der Förderung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen beteiligt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Entwicklungen in der Zeitarbeit, Januar 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Entwicklungen in der Zeitarbeit, Januar 2022. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt / Bundesagentur für Arbeit), Nürnberg, 27 S.
Abstract
"Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und kann daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt sein. Nach einer langen Wachstumsphase setzte im Jahr 2018 in der Zeitarbeit ein Beschäftigungsrückgang ein, der anfangs auch mit den gesetzlichen Regulierungen zusammenhängen dürfte. Die im zweiten Halbjahr 2018 einsetzende Abschwächung der konjunkturellen Dynamik dürfte diesen zunächst verstärkt und dann abgelöst haben. Nach 2019 war die Ursache überwiegend in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. Die Auswirkungen der Corona-Krise spiegeln sich auch in den Zahlen zur Leiharbeit wider. Für den gesamten Wirtschaftszweig der Zeitarbeit zeigten sich seit Frühjahr 2020 bereits deutliche Einbußen. Gegen Ende des Jahres zeichnete sich allerdings bereits eine positive Tendenz ab, die sich bis ins erste Halbjahr 2021 erstreckt. Im gleitenden Jahresdurchschnitt bis Juni 2021 waren 784.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in Deutschland sozialversicherungspflichtig oder ausschließlich geringfügig beschäftigt. Ihr Anteil an der Gesamtbeschäftigung liegt bei 2,1 Prozent. Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer arbeiten häufiger in Tätigkeiten, die mit einem niedrigen Anforderungsniveau verbunden sind: Mehr als jeder Zweite übt eine Helfertätigkeit aus. Die Mehrzahl der Zeitarbeitnehmer ist männlich und jünger. Personen ohne Berufsabschluss sind anteilig deutlich häufiger vertreten als bei den Beschäftigten insgesamt. Auch der Ausländeranteil ist höher. Zeitarbeit bietet damit jungen Menschen, Geringqualifizierten und Ausländern eine Einstiegsmöglichkeit in den Arbeitsmarkt. Die hohe Dynamik der gesamten Zeitarbeitsbranche spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Risiko, aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung heraus arbeitslos zu werden wider. Im Corona-Jahr erfolgten zwölf Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt aber 17 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen aus Arbeitslosigkeit aus der bzw. in die Zeitarbeitsbranche. 75 Prozent der Arbeitslosen, die aus Arbeitslosigkeit eine Beschäftigung in der Zeitarbeit aufgenommen haben, sind sowohl nach sechs als auch nach zwölf Monaten sozialversicherungspflichtig beschäftigt, teilweise auch in anderen Branchen. Die Bruttoarbeitsentgelte in der Zeitarbeit liegen deutlich unter den im Durchschnitt über alle Branchen erzielten Entgelten. Strukturelle Unterschiede zu allen Beschäftigten – wie etwa in Alter oder Anforderungsniveau – spielen hierbei eine große Rolle. Nachdem die Stellenzugänge coronabedingt deutlich eingebrochen waren, nahm der Kräftebedarf der Branche im Laufe des Jahres 2021 wieder deutlich zu. Das Vorkrisenniveau wird allerdings noch nicht wieder erreicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Die Lohnlücke in der Zeitarbeit: Eine empirische Analyse auf Grundlage von BA-Daten und der Verdienststrukturerhebung: Studie für die iGZ-Bundesgeschäftsstelle. Endbericht (2021)
Zitatform
Bachmann, Ronald, Fernanda Martínez Flores & Christian Rulff (2021): Die Lohnlücke in der Zeitarbeit: Eine empirische Analyse auf Grundlage von BA-Daten und der Verdienststrukturerhebung. Studie für die iGZ-Bundesgeschäftsstelle. Endbericht. (RWI-Projektbericht), Essen, 46 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie verfolgt drei Ziele. Erstens wird die Frage beantwortet, welche Faktoren zu den genannten Unterschieden zwischen den Datensätzen in den Lohnlücken zwischen Beschäftigten innerhalb und außerhalb der Zeitarbeit führen, und welche unbereinigte Lohnlücke sich ergibt, wenn für die IEB und die VSE eine harmonisierte Stichprobe verwendet wird. Die wichtigsten Schritte hierbei sind die Verwendung ausschließlich sozialversicherungspflichtig Beschäftigter sowie der Vergleich zwischen gleichen Arbeitszeitformen (Vollzeit/Teilzeit). Zweitens wird mit Hilfe des Konzepts der „statistischen Zwillinge“ eine bereinigte Lohnlücke aus beiden Datensätzen berechnet und diese zwischen den Datensätzen verglichen. Drittens werden Handlungsempfehlungen hinsichtlich der Berechnung und Darstellung der Lohnlücken in beiden Datensätzen gegeben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Enhancing the employability of temporary agency workers: the interplay between agency support and client company investments (2021)
Zitatform
Martini, Mattia, Dario Cavenago & Elisabetta Marafioti (2021): Enhancing the employability of temporary agency workers. The interplay between agency support and client company investments. In: The International Journal of Human Resource Management, Jg. 32, H. 11, S. 1353-2381. DOI:10.1080/09585192.2019.1579750
Abstract
"This study explores the relationship between the employment agency's support, the employability of temporary agency workers, and the role of the client company investments in worker's development. In particular, we hypothesise that the support of Temporary Work Agencies affects perceived career success, employability skills and perceived employment opportunities. Furthermore, we suggest that client company investments mediate the effect of Temporary Work Agencies' support on workers' employment outcomes. We tested the research hypotheses on a sample of temporary workers who found a job through the intermediation of an Italian employment agency. Results show that perceived career success and employability skills are positively related to employment agency support, through the partial mediation of the investments of the client companies. The study suggests that Temporary Work Agencies play a critical role in enhancing temporary agencies workers' employability, even by shaping the investments of the client companies in workers' development. This study contributes toward existing theories by extending the knowledge of mechanisms and conditions under which investments in contract workers of both Temporary Work Agencies and client companies can be effective predictors of their employability." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Employers' Willingness to Invest in the Training of Temporary Workers: A Discrete Choice Experiment (2021)
Zitatform
Poulissen, Davey, Andries de Grip, Didier Fouarge & Annemarie Künn-Nelen (2021): Employers' Willingness to Invest in the Training of Temporary Workers: A Discrete Choice Experiment. (IZA discussion paper 14395), Bonn, 36 S.
Abstract
"Various studies have shown that temporary workers participate less in training than those on permanent contracts. Human resources practices are considered to be an important explanation for this difference. We develop a theoretical framework for employers' provision of training that explicitly incorporates the costs and benefits associated with training investments in employees with different types of employment contracts. Our framework not only predicts employers to be less willing to invest in temporary workers due to the shorter time horizon associated with such an investment, but it also provides insights into how this willingness depends on characteristics of the training that are related to the expected costs and benefits of the training investment. A discrete choice experiment is used to empirically test the predictions from our theoretical framework. In line with our theoretical framework, we find that employers are less likely to invest in the training of temporary workers. This particularly holds when temporary workers do not have the prospect of a permanent contract with their current employer. Furthermore, we show that employers' likelihood of investing in temporary workers indeed depends on aspects related to the costs and benefits of training, that is, a financial contribution to the training costs made by employees, a repayment agreement that applies when workers leave the organisation prematurely, and the transferability of the skills being trained. Our findings can be used to increase employers' willingness to invest in temporary workers. However, similar effects are observed when looking at employers' willingness to invest in permanent workers, suggesting that it will be difficult to decrease the gap in employers' willingness to invest between temporary and permanent workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Non-Standard Work and Innovation: Evidence from European industries (2021)
Zitatform
Reljic, Jelena, Armanda Cetrulo, Valeria Cirillo & Andrea Coveri (2021): Non-Standard Work and Innovation: Evidence from European industries. (LEM working paper series / Laboratory of Economics and Management 2021,6), Pisa, 36 S.
Abstract
"Following a market-oriented approach, policies aimed at increasing labour flexibility by weakening employment protection institutions should enable firms to efficiently allocate resources, improve their capability to compete on international markets and adjust to economic cycle. This work documents the rise of non-standard (i.e. temporary and part-time) work in five European countries (Germany, France, Italy, the Netherlands and the United Kingdom) over the period 1994-2016 and investigate the nexus between the use of non-standard work and innovation performance using data for 18 manufacturing and 23 service industries. Contrary to the objectives that market-oriented policy recommendations promised to achieve, we show that there is a significantly negative association between the share of workers employed under non- standard contractual arrangements and the introduction of both product and process innovation. Furthermore, we show that the harmful consequences of the spread of non-standard work on firms' product innovation propensity are more pronounced in high-tech sectors." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Kontrolle von Leiharbeit durch die Bundesagentur für Arbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/26077) (2021)
Zitatform
(2021): Kontrolle von Leiharbeit durch die Bundesagentur für Arbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/26077). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/26480 (05.02.2021)), 11 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der Fraktion DIE LINKE zur Kontrolle von Leiharbeit durch die Bundesagentur für Arbeit u.a. mit Zahlen zur Anzahl an Arbeitgebern mit Verleiherlaubnis mit Schwerpunkt in der Arbeitnehmerüberlassung und der Anzahl an ausländischen Erlaubnisinhabern zur Arbeitnehmerüberlassung. Außerdem antwortet die Bundesregierung mit Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zur Anzahl an Betrieben, welchen die Zulassung nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz in den Jahren 2016-2020 verwehrt bzw. entzogen wurde sowie zur Anzahl an durchgeführten Prüfungen von Verleihbetrieben durch die BA seit 2017. (IAB-Doku)
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Aktuelle Entwicklungen der Leiharbeit: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die LINKE (Drucksache 19/26203) (2021)
Zitatform
(2021): Aktuelle Entwicklungen der Leiharbeit. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion Die LINKE (Drucksache 19/26203). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19(27003) (25.02.2021)), 72 S.
Abstract
Die Bundesregierung antwortet auf die Anfrage der FDP-Fraktion zu aktuellen Entwicklungen in der Leiharbeit u.a. mit Statistiken zum Anteil an sozialversicherungspflichtig beschäftigten Leiharbeitnehmer:innen nach Berufsabschluss und Anforderungsniveau sowie mit Statistiken der Bundesagentur für Arbeit zur angezeigten Kurzarbeit in der Branche der Arbeitnehmerüberlassungen. (ÍAB-Doku)
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Leiharbeit − Struktur und Entlohnung im Jahr 2020: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 19/32648) (2021)
Zitatform
(2021): Leiharbeit − Struktur und Entlohnung im Jahr 2020. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Drucksache 19/32648). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32648 (04.10.2021)), 26 S.
Abstract
Die Entwicklungen in der Leiharbeit stehen nach Ansicht der Fragestellerinnen und Fragesteller gerade auch in Zeiten von Corona im öffentlichen Interesse. Dabei geht es insbesondere um die Entlohnung der Leiharbeitskräfte im Vergleich zum Stammpersonal und die Frage, inwiefern Leiharbeitskräfte stärker von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Von Interesse sind in diesem Zusammenhang weiterhin die Auswirkungen der Reform der Arbeitnehmerüberlassung, die im April 2017 in Kraft trat. Nach Angaben der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 2020 rund 33,32 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, darunter rund 702.000 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Der Anteil der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug 2,1 Prozent. Mit einem Anteil von 52,7 Prozent hatten die meisten der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer einen betrieblichen oder schulischen Berufsabschluss. (IAB)
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Literaturhinweis
Entwicklung der atypischen Beschäftigung in den vergangenen Jahren und in der Corona-Krise: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31498) (2021)
Zitatform
(2021): Entwicklung der atypischen Beschäftigung in den vergangenen Jahren und in der Corona-Krise. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31498). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32061 (17.08.2021)), 90 S.
Abstract
Dargestellt wird die Entwicklung der Zahl und des Anteils der Beschäftigten in einem Normalarbeitsverhältnis sowie in einem atypischen Arbeitsverhältnis in den vergangenen 16 Jahren (nach Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit sowie nach Ost und West, Branchen und Bundesländern differenziert). Nach Auswertungen des Mikrozensus durch das Statistische Bundesamt hatten von den 33,67 Millionen Kernerwerbstätigen im Jahr 2019 rund 26,83 Millionen bzw. rund 71 Prozent aller Kernerwerbstätigen ein Normalarbeitsverhältnis, d. h. ein abhängiges, unbefristetes Beschäftigungsverhältnis in Vollzeit außerhalb der Leiharbeit, das voll in die sozialen Sicherungssysteme integriert ist. Rund 7,33 Millionen bzw. 19,5 Prozent der Kernerwerbstätigen hatten ein atypisches Beschäftigungsverhältnis, d. h. ein befristetes Beschäftigungsverhältnis, ein Leiharbeitsverhältnis, eine geringfügige Beschäftigung und/oder eine Teilzeitbeschäftigung. Im Jahr 2005 lag der Anteil der Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer an allen Kernerwerbstätigen bei rund 67 Prozent und der Anteil der atypisch Beschäftigten bei rund 21 Prozent. Im Hinblick auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf atypische Beschäftigungsverhältnisse verweist die Bundesregierung auf einschlägige Studien des IAB. (IAB)
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Literaturhinweis
Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die prekäre Beschäftigung in Sachsen-Anhalt: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31437) (2021)
Zitatform
(2021): Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die prekäre Beschäftigung in Sachsen-Anhalt. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (Drucksache 19/31437). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 19/32008 (12.08.2021)), 25 S.
Abstract
In ihrer Vorbemerkung weisen die Fragesteller darauf hin, dass vor allem Geringqualifizierte, Geringverdiener und Minijobber, Soloselbstständige und ausländische Beschäftigte in der Pandemie am stärksten von Entlassungen betroffen sind. Mit der vorliegenden Kleinen Anfrage soll die Situation in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Bundesgebiet abgefragt werden, um einen Überblick darüber zu bekommen, wie sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren und insbesondere seit Beginn der Pandemie der Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt entwickelt hat. Nach Auswertungen des Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2019 von den insgesamt rund 944.000 Kernerwerbstätigen in Sachsen-Anhalt 77,2 Prozent in einem Normalarbeitsverhältnis beschäftigt und 15,7 Prozent atypisch tätig. Im Jahr 2017 standen 75,5 Prozent der Kernerwerbstätigen in Sachsen-Anhalt in einem Normalarbeitsverhältnis, während 17,1 Prozent atypisch beschäftigt waren. Nach Angaben der Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren im Dezember 2020 rund 48.000 Beschäftigte in Sachsen-Anhalt in konjunktureller Kurzarbeit nach 102.000 Beschäftigten im April 2020, dem Berichtsmonat mit dem höchsten Stand im Jahr 2020. Basierend auf Hochrechnungen gab es im März 2021 rund 53.000 Bezieherinnen und Bezieher von konjunkturellem Kurzarbeitergeld. (IAB)
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Literaturhinweis
Improving the monitoring of posted workers in the EU: working conditions (2020)
Biletta, Isabella; Gerstenberger, Barbara; Cabrita, Jorge;Zitatform
Biletta, Isabella, Jorge Cabrita & Barbara Gerstenberger (2020): Improving the monitoring of posted workers in the EU. Working conditions. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 49 S. DOI:10.2806/01023
Abstract
"The debate about the posting of workers in the EU, its economic and social consequences, and ways to manage it is hampered by the fact that reliable, comparable data on the phenomenon are lacking. Accurate statistics on the number of posted workers, their characteristics and working conditions are simply not available. This report maps existing information sources at the European and Member State levels, and identifies the gaps in, and the limitations of, data currently available. The report outlines what kind of data would need to be collected to allow for a better monitoring of the situation of posted workers across Europe, as well as how this information could be collected and what kind of analysis would be possible based on these improved data sources." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Casual work: Characteristics and implications: working conditions (2020)
Biletta, Isabella;Zitatform
Biletta, Isabella (2020): Casual work: Characteristics and implications. Working conditions. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 39 S. DOI:10.2806/63115
Abstract
"Casual work, both intermittent and on-call, contributes to labour market flexibility and is therefore increasingly used across Europe. In some countries, practices go beyond the use of casual employment contracts to include other types of contracts and forms of self-employment. While it offers some advantages for both employers and workers, it is often discussed by policymakers at EU and national levels due to the observed negative consequences it has for some workers. Impacts include economic insecurity and unpredictability of working time, which in turn affect workers’ health, well-being and social security. From a labour market perspective, casual work raises concerns about decent social inclusion of vulnerable groups, labour market segmentation and more general trends towards fragmentation of work and brain drain. Some policy responses have already been implemented to tackle these issues; further policy pointers are flagged in the report." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The resistible rise of the temporary employment industry in France (2020)
Zitatform
Brook, Paul & Christina Purcell (2020): The resistible rise of the temporary employment industry in France. In: Economic and Industrial Democracy, Jg. 41, H. 1, S. 121-144. DOI:10.1177/0143831X17695439
Abstract
"This article is an historical account of the contested growth of the temporary employment agency sector in France. It utilises a variegated capitalism conceptual framework to explain the evolution of a distinctive temporary employment agency sector and regulatory environment under French politico-institutional conditions that was contingent upon global developments. The article charts the role of large agencies in constructing a market for agency labour despite wide-scale cultural, political and trade union opposition. In order to build legitimacy, agencies sought partners in the labour movement from the late 1960s onwards. By the late 1990s, the sector had grown significantly within a gradually more permissive regulatory framework, despite ongoing but fragmenting opposition. The article demonstrates that the growth of agency labour was not an inevitable outcome of global pressure for labour market deregulation. It also reveals how national regulatory institutions alone are not a sufficient bulwark against global labour market pressures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Aktualisierte Megatrends: Relevanz und Umsetzbarkeit in den BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen (2020)
Helmrich, Robert; Wolter, Marc Ingo; Helmrich, Robert; Hummel, Markus; Tiemann, Michael ; Kalinowski, Michael; Wolter, Marc Ingo; Leppelmeier, Ingrid; Heimann, Anja; Mergener, Alexandra ; Hummel, Markus; Mönnig, Anke; Sonneburg, Anja; Schandock, Manuel; Bott, Peter; Söhnlein, Doris ;Zitatform
Helmrich, Robert, Markus Hummel & Marc Ingo Wolter (Hrsg.) (2020): Aktualisierte Megatrends: Relevanz und Umsetzbarkeit in den BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsfeldprojektionen. (Fachbeiträge im Internet), Leverkusen: Budrich, 63 S.
Abstract
"In dieser Veröffentlichung werden Megatrends vorgestellt und im Hinblick auf ihre Relevanz und Umsetzbarkeit als mögliche alternative Szenarien der BIBB-IAB-Qualifikations- und Berufsprojektionen (QuBe) diskutiert. Hierbei handelt es sich um eine Spannbreite von in Politik und Wissenschaft viel diskutierten Trends und politischen Zielsetzungen in den Bereichen Demografie, Ökonomie und Arbeitsmarkt/Partizipation. Da die Basisprojektion des QuBe-Projekts auf einer Fortschreibung bereits jetzt beobachtbarer Trends basiert, kann ein Ergebnisvergleich mit alternativen Entwicklungsmöglichkeiten Aufschluss über die Effekte und Wirkungsweisen dieser Alternativszenarien auf den Arbeitsmarkt geben." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job satisfaction and mental health of temporary agency workers in Europe: a systematic review and research agenda (2020)
Zitatform
Hünefeld, Lena, Susanne Gerstenberg & Joachim Hüffmeier (2020): Job satisfaction and mental health of temporary agency workers in Europe. A systematic review and research agenda. In: Work and Stress, Jg. 34, H. 1, S. 82-110. DOI:10.1080/02678373.2019.1567619
Abstract
"The current systematic literature review aimed to analyse the associations between temporary agency work (TAW), job satisfaction, and mental health in Europe, as well as to outline a future research agenda. Twenty-eight scientific articles were identified by searching different data bases (i.e. PSYNDEX, PsycINFO, PubMed, and Web of Science) for the time span from January 2000 to December 2016. Our review reveals first that TAW is not consistently negatively related to job satisfaction. However, job insecurity and working conditions are important mediators in the relation of TAW and lowered job satisfaction. Second, TAW is not consistently related to all investigated types of mental health impairments. However, when focusing on specific outcomes and comparing temporary agency workers to permanent employees, we still find consistent evidence regarding higher levels of depression and fatigue among temporary agency workers. Inconsistent associations between TAW, job satisfaction and mental health can partly be attributed to unfavourable methodological aspects of the included primary studies. To address these aspects, future research should consider applying a standard measurement of TAW, including a minimum of meaningful confounding variables, improving the operationalisation of outcome variables and the study design." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
New forms of employment: 2020 update (2020)
Mandl, Irene;Zitatform
Mandl, Irene (2020): New forms of employment. 2020 update. (Eurofound research report / European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions), Dublin, 64 S. DOI:10.2806/278670
Abstract
"Although standard employment (generally fulltime and permanent) remains the dominant employment type across the EU, European labour markets are increasingly characterised by a variety of different forms. These new forms of employment involve new formal employment relationships or work patterns (linked to aspects such as place of work, working time or use of ICT) and sometimes both. This report puts the spotlight on nine innovative employment forms across the 27 EU Member States, Norway and the UK. It examines the policy frameworks of each country, as well as mapping the scale and scope of the incidence of these new forms and highlighting the main opportunities and risks associated with each form. The report concludes with some policy recommendations taking into account the future of work that will be shaped by the twin transition to the digital age and a carbon-neutral economy, as well as a new way of working due to COVID-19." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Reform of the Posting of Workers Regime – An Assessment of the Practical Impact on Unfree Labour Relations (2020)
Zitatform
Novitz, Tonia & Rutvica Andrijasevic (2020): Reform of the Posting of Workers Regime – An Assessment of the Practical Impact on Unfree Labour Relations. In: Journal of Common Market Studies, Jg. 58, H. 5, S. 1325-1341. DOI:10.1111/jcms.13033
Abstract
"The 2018 Amending Directive is the most recent response to the failings of the European Union (EU) legal framework for the posting of workers. This article uses an original case study of workers posted from Serbia via Hungary to Slovakia as a basis on which to assess the practical impact of this latest Directive. We recognize the capacity for EU Member States to do more to protect posted workers than was possible previously. However, we also note significant regulatory omissions relating, in particular, to the manufactured uncertainty of employment and immigration status, limited supply chain regulation and obstacles to trade union representation. We identify the need to address in greater detail the complex operations of transnational temporary work agencies involving third country nationals which can produce legal uncertainty and foster unfree labour relations." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
Qualität der Beschäftigung im Saarland (2020)
Zitatform
Otto, Anne (2020): Qualität der Beschäftigung im Saarland. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Rheinland-Pfalz-Saarland 01/2019), Nürnberg, 38 S.
Abstract
"Die Qualität der Beschäftigung (Arbeitsortprinzip) im Saarland analysiert die vorliegende Studie, indem die Bedeutung und die besonderen Strukturmerkmale der einzelnen atypischen Beschäftigungsformen Teilzeit, ausschließlich geringfügige Beschäftigung (agB), Leiharbeit und Niedriglohn herausgearbeitet werden. Die Bedeutung dieser Beschäftigungsformen hat im Saarland in der Vergangenheit erheblich zugenommen, während sich der Stellenwert des Normalarbeitsverhältnis für den regionalen Arbeitsmarkt verringerte. Es ist aber bemerkenswert, dass die Vollzeitbeschäftigung in den letzten Jahren wieder nach langer Zeit einen positiven Zuwachs aufweist. Somit ist der Bedeutungsrückgang des Normalarbeitsverhältnisses zunächst zu einem Stillstand gekommen. Mit Ausnahme der Teilzeitbeschäftigung haben die anderen in dieser Studie betrachteten atypischen Beschäftigungsformen eine überdurchschnittliche Bedeutung für den saarländischen Arbeitsmarkt. Vor allem die Leiharbeitsquote liegt deutlich höher als im Bundesschnitt, weil sich die Saar-Wirtschaft auf für den Weltmarkt produzierende Betriebe besonders stark spezialisiert hat, welche vor allem auf einen flexiblen Personalbestand angewiesen sind. Der überdurchschnittliche Anteil der Geringverdiener kann vermutlich auf der hohen Bedeutung von gering entlohnten Helfertätigkeiten im Verarbeitenden Gewerbe und in der Zeitarbeit beruhen. Die unterdurchschnittliche Niedriglohnquote unter den ausländischen Vollzeitbeschäftigten im Saarland steht in Zusammenhang mit dem hohen Anteil an französischen Arbeitskräften mit einem überdurchschnittlichen Qualifikationsniveau. Als mögliche Ursache für die ungleiche Verbreitung der einzelnen atypischen Erwerbsformen innerhalb des Saarlandes werden der lokale Branchenmix, die Erwerbsbeteiligung, die Siedlungsstruktur sowie die Ausstattung mit Plätzen für die Kinderbetreuung in Betracht gezogen. Gemeinsam ist den atypischen Beschäftigungsformen, dass sich hier verstärkt spezifische Personengruppen wie Jüngere und Ältere, Frauen, Ungelernte und ausländische Arbeitskräfte konzentrieren, deren Übergangschancen in reguläre Beschäftigung geringer sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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