Atypische Beschäftigung
Der deutsche Arbeitsmarkt wird zunehmend heterogener. Teilzeitbeschäftigung und Minijobs boomen. Ebenso haben befristete Beschäftigung und Leiharbeit an Bedeutung gewonnen und die Verbreitung von Flächentarifverträgen ist rückläufig. Diese atypischen Erwerbsformen geben Unternehmen mehr Flexibilität.
Was sind die Konsequenzen der zunehmenden Bedeutung atypischer Beschäftigungsformen für Erwerbstätige, Arbeitslose und Betriebe? Welche Bedeutung haben sie für die sozialen Sicherungssysteme, das Beschäftigungsniveau und die Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes? Die IAB-Themendossier bietet Informationen zum Forschungsstand.
- Forschung und Ergebnisse aus dem IAB
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Atypische Beschäftigung insgesamt
- Gesamtbetrachtungen
- Erosion des Normalarbeitsverhältnisses
- Prekäre Beschäftigung
- Politik, Arbeitslosigkeitsbekämpfung
- Arbeits- und Lebenssituation atypisch Beschäftigter
- Betriebliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Rechtliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Gesundheitliche Aspekte atypischer Beschäftigung
- Beschäftigungsformen
- Qualifikationsniveau
- Alter
- geographischer Bezug
- Geschlecht
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IAB-Projekt
Dient die Arbeitnehmerüberlassung für Langzeitarbeitslose als Brücke in Beschäftigung? (30.09.2011 - 30.03.2012)
Lehmer, Florian;Projektbeschreibung
Mit der Deregulierung der Arbeitnehmerüberlassung war auch die Hoffnung verbunden, Langzeitarbeitslosen durch Leiharbeit eine Brücke in Beschäftigung jenseits der Zeitarbeitsbranche zu bauen. Hier wird untersucht, ob und in welchem Umfang dies gelingt. Im Lichte der jüngsten Wirtschaftskrise wird darüber hinaus analysiert, ob sich die Chancen für Langzeitarbeitslose gemindert haben.
Beteiligte aus dem IAB
Lehmer, Florian; -
IAB-Projekt
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission - Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen (31.08.2004 - 30.03.2007)
Wießner, Frank;Projektbeschreibung
Gründungswilligen Arbeitslosen durch gezielte Unterstützung den Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu erleichtern ist eines der zentralen Ziele der Hartz-Reformen. Der neu geschaffene Existenzgründungszuschuss (ExGZ) zur Gründung einer Ich-AG und das schon länger existierende Überbrückungsgeld (ÜG) haben im Jahr 2003 zu einem deutlichen Anstieg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit geführt - allerdings bei stagnierender Gesamtzahl der Gründungen. Ziel des Projektes ist es, die Wirkungen der verschiedenen Instrumente der Gründungsförderung zu ermitteln. Idealiter können darüber hinaus Aufschlüsse über Wirkungsweisen und Wirkungsmechanismen gewonnen werden, um so die Effizienz und Effektivität der Instrumente weiter steigern zu können. Im Einzelnen werden folgende Fragen vertiefend bearbeitet:
1. Welche Ziele verfolgen Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit und wie sind ihre Motivlagen für die Gründung, insbesondere im Vergleich den übrigen (d.h. nicht geförderten) Gründungen?
2. Welche Faktoren determinieren während des gesamten Gründungsprozesses den (nachhaltigen) Erfolg bzw. Misserfolg einer Gründung? Welche Entwicklungshemmnisse gilt es zu beseitigen, um die Erfolgsaussichten der Gründer zu verbessern?
3. Wie beeinflussen die Förderangebote der Bundesagentur für Arbeit (ExGZ und ÜG), sowie die flankierenden Gründungshilfen (Seminare, Beratung, Coaching) die Entscheidungskalküle der Gründungsinteressierten bzw. Gründungswilligen?
4. Welchen Beitrag leisten die Förderinstrumente zum Gründungserfolg bzw. zur Integration in reguläre Beschäftigung?
5. Welche Förderinstrumente, welche Maßnahmekombinationen sind besonders erfolgreich und/ oder besonders effizient?
6. Wie erfolgt die Finanzierung der Gründungen (z.B. Start-/Fremdkapital, Schuldenlast, etc.)?
Ziel der Analysen ist es, sowohl qualitativ als auch quantitativ belastbare Aussagen über intendierte wie auch nicht intendierte Wirkungen der verschiedenen Förderinstrumente bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit zu treffen. Auf dieser Basis sollen Effektivität und Effizienz der Programme und ihres Fördereinsatzes bewertet und qualifizierte Politikempfehlungen zu ihrer weiteren Ausgestaltung gegeben werden. -
IAB-Projekt
Begleitforschung zur Vermittlung: Implementation und Evaluierung von Beauftragungen nach § 37(a) SGB III, Vermittlungsgutscheinen und PSA (30.04.2003 - 30.03.2006)
Brinkmann, Christian; Kruppe, Thomas; Jahn, Elke;Projektbeschreibung
Im Zentrum der Untersuchung stehen wichtige Neuansätze der Vermittlung, die für die BA von großer geschäftspolitischer Bedeutung sind und deshalb auf Wunsch des zuständigen Geschäftsbereichs wissenschaftlich begleitet werden sollen.
Wegen der noch nicht abgeschlossenen Entwicklung der Datenbasis bei den PSA, den Datenzugängen und einer in Vorbereitung befindlichen eigenen PSA- Untersuchung des IAB beschränken sich die ökonometrischen Analysen dieses Projektes auf die Beauftragung Dritter und die Vermittlungsgutscheine. Bei weiteren Teilen, namentlich der Implementationsuntersuchung, werden die PSA jedoch einbezogen.
Beim Einsatz der drei lnstrumente kann es Überschneidungen geben. Sie sind deshalb nicht nur einzeln zu analysieren, sondern auch im Zusammenhang und unter Berücksichtigung funktionaler Alternativen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Vermittlungseffizienz der Arbeitsagenturen zu steigern, die Arbeitslosigkeitsdauer zu reduzieren und Arbeitslose schneller wieder in Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.Beteiligte aus dem IAB
Jahn, Elke; -
IAB-Projekt
Möglichkeiten und Grenzen der Substitution von Überstunden durch befristete Beschäftigung - Evaluation eines Modellversuchs (30.09.1998 - 29.11.2004)
Teriet, Bernhard;Projektbeschreibung
Anknüpfend am Ziel "Verzicht auf Überstunden/Mehrarbeit - stattdessen befristete Beschäftigung von bislang arbeitslosen Arbeitnehmern" entwickelte das Arbeitsamt Neuwied ein Konzept, in dem es als Katalysator aktiv wurde und 1. Vorbehalte auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite abbaute; 2. die Elemente des Modells in Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer übersetzte; 3. einen "Pool" paßgenau ausgewählter Arbeitsloser mit hoher Leistungsfähigkeit und geringer Einarbeitungsnotwendigkeit zur gezielten Vermittlung bildete und 4. einen flankierenden finanziellen Stimulus für Arbeitgeber, die am Modell aktiv mitwirken, konzipierte. Hauptziele des Projektes sind:
1. Darstellung von Abläufen des Modellversuchs unter Berücksichtigung der Strukturen von Betrieben, Arbeitsplätzen und Beschäftigten
2. Ermittlung der wichtigsten Bestimmungsfaktoren erfolgreicher und nicht erfolgreicher Substitutionsprozesse.
3. Untersuchung der Stabilität von Ergebnissen der Substitutionsprozesse, insbesondere der begründeten Beschäftigungsverhältnisse.
4. Prüfung auf Übertragbarkeit bzw. erfolgsorientierte Ausgestaltung. -
IAB-Projekt
Arbeitsplatzeffekte gemeinnütziger Arbeitnehmerüberlassungen in Rheinland-Pfalz - Evaluation und wissenschaftliche Begleitung (31.08.1996 - 30.11.1998)
Brinkmann, Christian;Projektbeschreibung
Gesellschaften zur Gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung sollen Arbeitslosen die Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt erleichtern. Die Gesellschaften stellen Arbeitslose bei sich ein, um sie sodann an Unternehmen mit Personalbedarf gegen Entgelt zu verleihen. Im Idealfall wird der Leiharbeitnehmer vom entleihenden Unternehmen übernommen und somit wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Das Projekt befaßt sich mit der Frage, ob arbeitslose Menschen, die an Gemeinnütziger Arbeitnehmerüberlassung teilgenommen haben, schneller wieder in den ersten Arbeitsmarkt zurückfinden, als dies ohne eine Teilnahme möglich gewesen wäre.
Diese Fragestellung wird anhand von Datenmaterial beantwortet, das aus zwei Quellen stammt. Zum einen wurden bei acht rheinland-pfälzischen Überlassungsgesellschaften Informationen über deren Leiharbeitnehmer erhoben. Zum anderen stellte die Bundesanstalt für Arbeit Abzüge aus den bei den relevanten Arbeitsämtern angelegten Dateien zur computerunterstützten Arbeitsvermittlung ("coArb") zur Verfügung.
Mit Hilfe der coArb-Daten wird mit der "Matching-Methode" eine Kontrollgruppe von Arbeitslosen ausgewählt, die hinsichtlich ihrer sozio-ökonomischen Struktur und Arbeitsmarktgeschichte der Leiharbeitnehmergruppe möglichst ähnlich ist. Der ökonometrische Vergleich des Wiedereingliederungserfolgs zeigt Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und Kontrollgruppe auf. In der kurzen Frist (bis zu 5 Monaten nach Ende des Aufenthalts in der Gesellschaft) weisen die Leiharbeitnehmer ein bis zu 13 Prozentpunkte besseres Vermittlungsergebnis auf. Das Ergebnis hält statistischen Tests stand.
Aus methodischer Sicht zeigt die Arbeit, daß die - für Evaluationen der aktiven Arbeitsmarktpolitik noch vergleichsweise wenig genutzte - Matching-Methode in Verbindung mit einer hohen Datenqualität sehr differenzierte und aussagekräftige Ergebnisse hervorbringen kann.
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