Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
-
Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Arbeitslosenversicherung: Einheitliche Bezugsdauer spart Milliarden (2025)
Schäfer, Holger; Seele, Stefanie;Zitatform
Schäfer, Holger & Stefanie Seele (2025): Arbeitslosenversicherung: Einheitliche Bezugsdauer spart Milliarden. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,63), Köln, 3 S.
Abstract
"Die verlängerte Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für Ältere führt zu einer längeren Dauer der Arbeitslosigkeit. Eine Vereinheitlichung auf 12 Monate ist gerecht, könnte den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit um über 2 Milliarden Euro entlasten und schafft einen Anreiz, bis zur Regelaltersgrenze am Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The perceived fair duration of unemployment benefits for older workers. The role of lifetime achievements in the labour market (2023)
Zitatform
Senghaas, Monika, Christopher Osiander, Gesine Stephan, Olaf Struck & Richard Wolff (2023): The perceived fair duration of unemployment benefits for older workers. The role of lifetime achievements in the labour market. In: International Journal of Social Welfare, Jg. 32, H. 2, S. 164-177., 2022-08-03. DOI:10.1111/ijsw.12558
Abstract
"The welfare state regulates social policies and reallocates scarce resources. For the social legitimacy of the welfare state, it is important that the public supports the principles underlying this reallocation. This article examines the impact of different activities during the life course on public deservingness perceptions of older unemployed people. In a factorial survey experiment conducted among a random sample of individuals drawn from German administrative employment records, we examine the maximum duration of benefit receipt which is perceived as fair for older unemployed persons with different biographies. The results indicate strong public support for a nexus between previous contributions and benefit entitlements. Besides financial contributions to unemployment insurance, parenting and further training are considered to be ‘lifetime achievements’ which justify longer unemployment benefit receipt. We interpret these findings as an expression of a generalised form of reciprocity which guides perceptions of deservingness regarding older unemployed persons." (Author's abstract, IAB-Doku, © Wiley) ((en))
-
Literaturhinweis
Public support for sanctioning older unemployed: a survey experiment in 21 European countries (2020)
Zitatform
Naumann, Elias, Wouter De Tavernier, Laura Naegele & Moritz Hess (2020): Public support for sanctioning older unemployed. A survey experiment in 21 European countries. In: European Societies, Jg. 22, H. 1, S. 77-100. DOI:10.1080/14616696.2019.1660394
Abstract
"The public opinion literature has found that the age of the benefit recipient is an important determinant in the formation of welfare state attitudes. Older people are perceived as more deserving of help and also punished less for not accepting a job. We argue that such a preferential treatment of older people depends on the social and economic context. In this article, we examine public support for demanding active labour market policies in 21 European countries. Relying on a survey experiment varying the age of the unemployed person, our analysis confirms that older unemployed are punished less than younger unemployed for not accepting a job offer. However, this effect varies between countries and our evidence suggests that support for exempting older individuals from demanding active labour market policies disappears as societies age. Moreover, support for stricter sanctions in general is higher in countries with a higher unemployment rate and in countries that already have rather strict active labour market policies. These findings question the public's role as a veto player in the reform process as it seems unlikely that public opinion will block attempts to further strengthen demanding active labour market policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Herausforderungen für die Alterssicherung in Deutschland (2018)
Kress-del Bondio, Josef;Zitatform
Kress-del Bondio, Josef (2018): Herausforderungen für die Alterssicherung in Deutschland. In: E. M. Hohnerlein, S. Hennion & O. Kaufmann (Hrsg.) (2018): Erwerbsverlauf und sozialer Schutz in Europa, S. 589-600. DOI:10.1007/978-3-662-56033-4_56
Abstract
"Die sozialpolitische Diskussion zur Anpassung der Alterssicherung in Deutschland betrifft auch die Entwicklung des Beitragssatzes zur gesetzlichen Rentenversicherung und die Entwicklung des Rentenniveaus. Die Ziele zum Beitragssatz (maximal 20 Prozent bis 2020 und 22 Prozent bis 2030) und zum Rentenniveau (nicht unter 46 Prozent bis 2020 und 43 Prozent bis 2030) können erreicht werden. Festlegungen für die Zeit nach 2030 fehlen bisher. In einem Gesamtkonzept zur Alterssicherung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom November 2016 wurden hierzu Haltelinien für die Zeit bis 2045 vorgeschlagen.
Zur Sicherung des Lebensstandards auch im Alter ist zum Ausgleich des sinkenden Rentenniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung eine möglichst flächendeckende Verbreitung der betrieblichen und privaten Vorsorge erforderlich. Noch sind aber Defizite beim Verbreitungsgrad und bei der Absicherung des Invaliditätsrisikos feststellbar. Weitere Sicherungsdefizite gibt es bei den Beziehern einer Erwerbsminderungsrente und den Selbständigen. Auch insoweit sind Anpassungen des Rentensystems erforderlich." (Verlagsangaben, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Anreize für die Beschäftigung Älterer (2018)
Meyer, Volker; Endl-Geyer, Victoria;Zitatform
Meyer, Volker & Victoria Endl-Geyer (2018): Anreize für die Beschäftigung Älterer. (Impulse für die Wirtschaft), München, III, 30 S.
Abstract
"Ausgangslage: Deutschland ist aufgrund der demografischen Entwicklung mit einem sich verschärfenden Fachkräftemangel konfrontiert. Gleichzeitig besteht die Herausforderung, die Alterssicherungssysteme bei einem angemessen hohen Leistungsniveau für alle zu stabilisieren.
Hauptergebnisse der Studie: Bei der Erwerbstätigkeit Älterer zeigt sich ein steigender Trend. Besonders die Altersgruppe der 60- 64-Jährigen weist einen hohen Beschäftigungsanstieg im Zeitraum 2000-2017 (2016 für Bayern) auf. Mit der Einführung der Rente mit 63 wird diese positive Entwicklung unterbrochen. Im Jahr 2016 nehmen in Deutschland (Bayern) 222.700 (33.338) Personen die abschlagsfreie Rente mit 63 in Anspruch. Seit 2014 gehen somit erheblich mehr ältere Erwerbstätige vor der Regelaltersgrenze in Rente als in den vorangegangenen Jahren. Der Trend der insgesamt steigenden Erwerbsraten älterer Arbeitnehmer geht vermutlich auf die Reformen der Agenda 2010 zurück, insbesondere auf die Verkürzung der maximalen Bezugsdauer für Arbeitslosengeld, die Abschaffung weiterer Kanäle der Frühverrentung und die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters. Die gegenwärtige Rechtslage gibt aufgrund zu geringer Abschläge einen Anreiz zur Frühverrentung zum Schaden der Beitragszahler." (Textauszug, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Institutional reforms and an incredible rise in old age employment (2018)
Zitatform
Riphahn, Regina T. & Rebecca Schrader (2018): Institutional reforms and an incredible rise in old age employment. (LASER discussion papers 111), Erlangen, 52 S.
Abstract
"We investigate whether a cut in unemployment benefit payout periods affected older workers' labor market transitions. We apply rich administrative data and exploit a difference-in-differences approach. We compare the reference group of 40-44 year olds with constant benefit payout periods to older treatment groups with reduced payout durations. For the latter job exit rates declined, job finding rates increased, the propensity to remain employed increased, and the propensity to remain unemployed declined after the reform. These patterns suggest that the reform of unemployment benefits may be one of the reasons behind the recent incredible rise in old age employment in Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Agenda 2010 - zur Diskussion über weitere Reformen der Reform (2017)
Zitatform
Haller, Peter, Elke Jahn, Gesine Stephan, Simon Trenkle & Enzo Weber (2017): Agenda 2010 - zur Diskussion über weitere Reformen der Reform. (IAB-Stellungnahme 05/2017), Nürnberg, 13 S.
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2017/18 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Diskussion über weitere Korrekturen der Agenda 2010 gebeten. Das IAB äußerte sich im Herbst 2017 zu den Effekten der Hartz-Reformen und zu möglichen weiteren politischen Maßnahmen am Arbeitsmarkt, betrachtete die Effekte mit dem Alter steigender Anspruchsdauern des Arbeitslosengeldes und die Auswirkungen der Reform der Bezugsdauer für ältere Arbeitslose ab 45 Jahren von 2006 und ging auf die am 1. April 2017 in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen zu Zeitarbeit und Werkverträgen ein. Die Erkenntnisse hierzu werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Disincentive effects of unemployment benefits and the role of caseworkers (2016)
Zitatform
Schmieder, Johannes F. & Simon Trenkle (2016): Disincentive effects of unemployment benefits and the role of caseworkers. (IZA discussion paper 9868), Bonn, 38 S.
Abstract
"A large literature has documented that the unemployment duration of unemployed individuals increases with the generosity of the unemployment insurance (UI) system, which has been interpreted as the disincentive effect of UI benefits. However, unemployed workers typically also have caseworkers assigned who are monitoring and assisting the job search efforts. These caseworkers may respond to differences in UI eligibility by shifting resources (financial or time) between unemployed individuals in order to counteract the moral hazard effect of UI benefits or to focus resources to where they have the largest effect. Depending on the motivations of the caseworker, the effectiveness of caseworker resources and the complementarity between these resources and UI benefits, the typical estimates of the disincentive effects of UI may be biased upwards or downwards in studies that compare workers within the same UI agency. We estimate whether caseworkers respond to the generosity of UI eligibility using a sharp regression discontinuity (RD) design in Germany, where potential UI durations vary with age. We show that across a wide variety of measures, including training programs, wage subsidies, personal meetings and sanctions, UI caseworkers do not treat unemployed with different eligibility differently. At best we find a very small effect that workers with shorter eligibility close to the exhaustion point are more likely to be assigned to training programs that prolong their UI eligibility. The typical RD estimates of the UI disincentive effects thus seem to be valid estimates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany (2014)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2014): Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany. In: German economic review, Jg. 15, H. 3, S. 329-352., 2013-03-05. DOI:10.1111/geer.12014
Abstract
"Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt schränkte ab Februar 2006 die Bezugshöchstdauern des Arbeitslosengeldes für Ältere stark ein; je nach Altersgruppe um bis zu 14 Monate. Wir untersuchen dieses natürliche Experiment und zeigen: Bei den betroffenen Altersgruppen stiegen die Übergangsraten aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit in den drei Monaten vor der Reform deutlich an: Bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer der Altersgruppe 57 bis 64 war die monatliche Übergangswahrscheinlichkeit sogar um etwa 120 Prozent höher, als ohne Reform zu erwarten gewesen wäre. Im Nachreform-Zeitraum bis Ende 2007 sanken die monatlichen Eintrittsraten Älterer in Arbeitslosigkeit deutlich ab; sie lagen bei den 57-64 Jährigen um gut 20 Prozent niedriger als ohne Reform. Ein Teil der geringeren Eintritte im Nachreform-Zeitraum dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Übergänge in die Monate vor der Reform vorgezogen wurden. Da der Gesetzgeber die Bezugshöchstdauern bereits Anfang 2008 teils wieder verlängerte, lässt sich der exakte langfristige Reformeffekt leider nicht identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Stellschraube Arbeitslosengeld: Kürzere Bezugsdauer zeigt Wirkung (2013)
Zitatform
Lo, Ming Sum Simon, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2013): Stellschraube Arbeitslosengeld: Kürzere Bezugsdauer zeigt Wirkung. In: IAB-Forum H. 2, S. 52-59., 2013-12-03. DOI:10.3278/IFO1302W052
Abstract
"Im Jahr 2006 wurde die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere deutlich verkürzt. Empirische Analysen zeigen für die Gruppe der Männer: Die Reform hat dazu geführt, dass vor allem Arbeitslose, die zuvor außerhalb des Niedriglohnbereichs tätig waren, schneller eine neue Beschäftigung aufgenommen haben. Häufiger als vor der Reform war diese neue Tätigkeit dabei im Niedriglohnbereich angesiedelt." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Optimal unemployment insurance for older workers (2012)
Zitatform
Hairault, Jean-Olivier, François Langot, Sebastien Menard & Thepthida Sopraseuth (2012): Optimal unemployment insurance for older workers. In: Journal of Public Economics, Jg. 96, H. 5/6, S. 509-519. DOI:10.1016/j.jpubeco.2012.02.002
Abstract
"This paper shows that optimal unemployment insurance contracts are age-dependent. Older workers have only a few years left on the labor market prior to retirement. This short horizon implies a more digressive replacement ratio. However, there is a sufficiently short distance to retirement for which flat unemployment benefits can be the optimal contract as the nearly retired unemployed workers rationally expect never to suffer from the punishment. This is why imposing a tax on the future job is particularly efficient in the context of older workers because the agency can now reward the job search by present employment subsidies. Moreover, we propose adopting a global approach to unemployment insurance by determining an optimal contract that integrates unemployment insurance and retirement pension systems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
How changes in unemployment benefit duration affect the inflow into unemployment (2010)
Zitatform
Ours, Jan C. van & Sander Tuit (2010): How changes in unemployment benefit duration affect the inflow into unemployment. (IZA discussion paper 4691), Bonn, 21 S.
Abstract
"We study how changes in the maximum benefit duration affect the inflow into unemployment in the Netherlands. Until August 2003, workers who became unemployed after age 57.5 were entitled to unemployment benefits until the age of 65, after which they would receive old age pensions. This characteristic made it attractive for workers to enter unemployment shortly after age 57.5 rather than shortly before. Indeed, we find a peak in the inflow into unemployment for workers after age 57.5. From August 2003 onwards the maximum benefit durations were reduced. We find that shortly after 2003 the peak in the inflow disappeared." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
How changes in unemployment benefit duration affect the inflow into unemployment (2010)
Zitatform
Tuit, Sander & Jan C. van Ours (2010): How changes in unemployment benefit duration affect the inflow into unemployment. In: Economics Letters, Jg. 109, H. 2, S. 105-107. DOI:10.1016/j.econlet.2010.08.013
Abstract
"We study the effect of an unexpected reduction in maximum unemployment benefit duration on the inflow into unemployment of elderly workers in the Netherlands. We analyze the reduction as if it was a natural experiment finding substantial effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany (2009)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2009): Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany. (ZEW discussion paper 2009-079), Mannheim, 34 S.
Abstract
"Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt schränkte ab Februar 2006 die Bezugshöchstdauern des Arbeitslosengeldes für Ältere stark ein; je nach Altersgruppe um bis zu 14 Monate. Wir untersuchen dieses natürliche Experiment und zeigen: Bei den betroffenen Altersgruppen stiegen die Übergangsraten aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit in den drei Monaten vor der Reform deutlich an: Bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer der Altersgruppe 57 bis 64 war die monatliche Übergangswahrscheinlichkeit sogar um etwa 120 Prozent höher, als ohne Reform zu erwarten gewesen wäre. Im Nachreform-Zeitraum bis Ende 2007 sanken die monatlichen Eintrittsraten Älterer in Arbeitslosigkeit deutlich ab; sie lagen bei den 57-64 Jährigen um gut 20 Prozent niedriger als ohne Reform. Ein Teil der geringeren Eintritte im Nachreform-Zeitraum dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Übergänge in die Monate vor der Reform vorgezogen wurden. Da der Gesetzgeber die Bezugshöchstdauern bereits Anfang 2008 teils wieder verlängerte, lässt sich der exakte langfristige Reformeffekt leider nicht identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany (2009)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2009): Fixing the leak: Unemployment incidence before and after the 2006 reform of unemployment benefits in Germany. (IAB-Discussion Paper 25/2009), Nürnberg, 29 S.
Abstract
"Das Gesetz zu Reformen am Arbeitsmarkt schränkte ab Februar 2006 die Bezugshöchstdauern des Arbeitslosengeldes für Ältere stark ein; je nach Altersgruppe um bis zu 14 Monate. Wir untersuchen dieses natürliche Experiment und zeigen: Bei den betroffenen Altersgruppen stiegen die Übergangsraten aus Beschäftigung in Arbeitslosigkeit in den drei Monaten vor der Reform deutlich an: Bei einem durchschnittlichen Arbeitnehmer der Altersgruppe 57 bis 64 war die monatliche Übergangswahrscheinlichkeit sogar um etwa 120 Prozent höher, als ohne Reform zu erwarten gewesen wäre. Im Nachreform-Zeitraum bis Ende 2007 sanken die monatlichen Eintrittsraten Älterer in Arbeitslosigkeit deutlich ab; sie lagen bei den 57-64 Jährigen um gut 20 Prozent niedriger als ohne Reform. Ein Teil der geringeren Eintritte im Nachreform-Zeitraum dürfte darauf zurückzuführen sein, dass Übergänge in die Monate vor der Reform vorgezogen wurden. Da der Gesetzgeber die Bezugshöchstdauern bereits Anfang 2008 teils wieder verlängerte, lässt sich der exakte langfristige Reformeffekt leider nicht identifizieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Verkürzte Bezugsdauern für Arbeitslosengeld: Deutliche Effekte auf die Eintritte in Arbeitslosigkeit (2009)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2009): Verkürzte Bezugsdauern für Arbeitslosengeld: Deutliche Effekte auf die Eintritte in Arbeitslosigkeit. (IAB-Kurzbericht 30/2009), Nürnberg, 8 S.
Abstract
"Ab Februar 2006 veränderte der Gesetzgeber die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für Ältere von zuvor 32 Monaten auf 18 Monate. Kurz vor der Reform wurden relativ viele Ältere arbeitslos; nach dem Inkrafttreten waren es hingegen deutlich weniger als vorher. Das ZEW, das IAB und die Nottingham School of Economics haben die Effekte dieser Arbeitsmarktreform auf die Eintrittsraten der betroffenen Personengruppen in Arbeitslosigkeit genauer untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Übergangsraten aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Arbeitslosigkeit
- Monatliche Übergangsraten aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Arbeitslosigkeit 2003 bis 2007
- Geschätzte Effekte der Reform auf die Eintrittswahrscheinlichkeit in Arbeitslosigkeit
- Entwicklung der Leistungsempfängerquoten 2003 bis 2007
-
Literaturhinweis
Verlängerung der Bezugsdauer von ALG I für Ältere: Symbolisches Vor und Zurück mit androzentrischer Kontinuität (2008)
Brand, Ortrun;Zitatform
Brand, Ortrun (2008): Verlängerung der Bezugsdauer von ALG I für Ältere. Symbolisches Vor und Zurück mit androzentrischer Kontinuität. In: Femina politica. Zeitschrift für feministische Politik-Wissenschaft, Jg. 17, H. 1, S. 109-111.
Abstract
Der Beitrag bewertet die Verlängerung der Bezugsdauer von ALG I für ältere Arbeitnehmer aus geschlechtspolitischer Sicht. "Blickt man zum einen auf spezifische (Lebens-)Situationen von Frauen und Männern, zum anderen auf bestehende Geschlechterverhältnisse und -hierarchien, so ergeben sich einige mittelbare und unmittelbare geschlechterpolitische Konsequenzen." Wenn sich auch die neue Regelung positiv für ältere Arbeitnehmerinnen auswirken wird, so bleibt es doch nach Meinung der Autorin für die Altergruppen von Frauen, die wegen Kindererziehung bzw. sonstiger unbezahlter (Haus-)Arbeit längere "Auszeiten" vom Erwerbsleben nehmen müssen, häufig beim "Abrutschen" in den Bezug von ALG II. "Zentral für eine geschlechterpolitisch adäquate Reform wären die Fragen, welche Art von Erwerbsarbeit auf die arbeitslosen Frauen und Männer wartet, d.h. welche Qualität diese enthält und inwieweit traditionell frauentypische Arbeitsbereiche wie unbezahlte Care- und Hausarbeit aufgewertet, berücksichtigt und ent-prekarisiert werden." (IAB2)
-
Literaturhinweis
Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 21. Januar 2008 in Berlin zum a) Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze" b) Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE "Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Rentenabschlagsverhinderungsgesetz)" c) Antrag der Fraktion FDP "Arbeit statt Frühverrentung fördern" (2008)
Dietz, Martin; Stephan, Gesine ; Walwei, Ulrich ; Kress, Ulrike; Wolff, Joachim ; Klinger, Sabine ; Wübbeke, Christina;Zitatform
Dietz, Martin, Sabine Klinger, Ulrike Kress, Gesine Stephan, Ulrich Walwei, Joachim Wolff & Christina Wübbeke (2008): Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 21. Januar 2008 in Berlin zum a) Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze" b) Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE "Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Rentenabschlagsverhinderungsgesetz)" c) Antrag der Fraktion FDP "Arbeit statt Frühverrentung fördern". In: Ausschussdrucksache 16(11)879 v. 15.01.2008 enthalten in 16(11)882 v.16.01.2008, S. 12-16.
Abstract
"Die Stellungnahme äußert sich auf der Basis wissenschaftlicher Befunde zur verlängerten Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes (ALG I), zur Einführung eines Eingliederungsgutscheins für Ältere, zu den Integrationschancen Älterer und den Gefahren einer Zwangsverrentung, die sich aus den vorgeschlagenen Gesetzesänderungen ergeben könnten, sowie zu den Vorschlägen einer Änderung der Hinzuverdienstregeln für Rentner.
Das aktuelle Gesetzesvorhaben zielt darauf ab, die soziale Sicherung Älterer sowie ihre Integration in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Zentrale Elemente sind die Verlängerung der Anspruchsdauer auf Arbeitslosengeld und die Einführung eines Eingliederungsgutscheins im SGB III sowie Regelungen für eine frühzeitige Altersrente und die Nicht-Erfassung Älterer als registrierte Arbeitslose im SGB II. Der demographische Wandel, die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die weiter wachsende Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitnehmern zeigen die Notwendigkeit, die Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmer weiter zu erhöhen. Sieht man die Arbeitsmarktintegration und -partizipation älterer Personen als zentrales Ziel an, so ist das Reformpaket aus Sicht des IAB nicht konsistent ausgestaltet. Es setzt zum Teil ökonomisch unerwünschte und widersprüchliche Anreize für die Lebensgestaltung älterer Arbeitsloser. So spricht eine Vielzahl empirischer Befunde dafür, dass eine verlängerte Bezugsdauer von Lohnersatzleistungen die Arbeitsmarktpartizipation von Älteren tendenziell verringert. In dieselbe Richtung wirken die frühzeitige Altersrente sowie die geplanten Änderungen zur Erfassung der registrierten Arbeitslosigkeit. Lediglich in der Altersgruppe zwischen 50 und 58 Jahren könnten sich die Integrationschancen Älterer durch den Eingliederungsgutschein verbessern. Die Anpassung der Hinzuverdienstgrenze an die Geringfügigkeitsgrenze von 400 EURO sieht das IAB im Sinne einer Verfahrensvereinfachung als unproblematisch an. Zu den Effekten der Änderungsvorschläge der FDP können aus Sicht des IAB auf der Basis wissenschaftlicher Befunde an dieser Stelle keine Aussagen getroffen werden." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Jüngste Arbeitsmarktreformen: Schöne Aussichten für ältere Arbeitnehmer? (2008)
Dietz, Martin; Wolff, Joachim ; Wübbeke, Christina; Klinger, Sabine ; Walwei, Ulrich ; Stephan, Gesine ;Zitatform
Dietz, Martin, Sabine Klinger, Gesine Stephan, Ulrich Walwei, Joachim Wolff & Christina Wübbeke (2008): Jüngste Arbeitsmarktreformen: Schöne Aussichten für ältere Arbeitnehmer? In: IAB-Forum H. 1, S. 70-75.
Abstract
Der Beitrag gibt einen Überblick über die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die darauf abzielen, die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und untersucht, ob diese 'Reform der Reformen' in die richtige Richtung läuft und welche Perspektive sie älteren Arbeitnehmern bietet. Die gesetzlichen Neuregelungen umfassen vier Aspekte: Verlängerung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld, Gutscheine für Eingliederungszuschüsse und neue Regeln für die frühzeitige Altersrente. Hinzukommt, dass ein Teil der älteren Arbeitslosen im SGB II aus der Arbeitslosenstatistik herausfällt. Auf der Basis der Prämisse, dass der demographische Wandel, die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die weiter wachsende Nachfrage nach hochqualifizierten Arbeitskräften eine hohe Erwerbsbeteiligung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erforderlich machen, ziehen die Autorinnen und Autoren das Fazit, dass abgesehen von den Gutscheinen für Eingliederungszuschüsse die jüngsten Reformen einer stärkeren Arbeitsmarktintegration und -partizipation älterer Menschen entgegenlaufen. 'Dies gilt vor allem für die Regeln zur verlängerten Transferbezugsdauer, zum Ausschluss einer Teilgruppe der Älteren aus der Arbeitslosenstatistik sowie zur frühzeitigen Altersrente.' (IAB)
-
Literaturhinweis
Zu jung für die Rente - zu alt für die Rückkehr ins Erwerbsleben (2008)
Zitatform
Frosch, Katharina (2008): Zu jung für die Rente - zu alt für die Rückkehr ins Erwerbsleben. In: Wissensmeer H. Jan., S. 14-15.
Abstract
Nach der Auswertung von Erwerbsbiografien westdeutscher Männer zeigt sich, dass die Chance auf Rückkehr ins Arbeitsleben nach Verlust des Arbeitsplatzes mit steigendem Lebensalter sinkt. (IAB)
-
Literaturhinweis
Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt (2008)
Günther, Martin;Zitatform
Günther, Martin (2008): Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt. (Rosa-Luxemburg-Stiftung. Manuskripte 74), Berlin: Dietz, 57 S.
Abstract
"Diese Arbeit soll dazu dienen, den jetzigen Stand der Diskussion und der Instrumente zur Integration älterer Arbeitnehmer in Deutschland zu diskutieren und ihre Schwächen und Stärken auszumachen. Darüber hinaus soll aufgezeigt werden, welche Anforderungen für das Wirtschaften zukünftig mit einer im Durchschnitt älteren Erwerbsbevölkerung bestehen, wie diese zu bewältigen sind und wie somit die Integration älterer Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt gelingen kann." Nach einer Situationsbeschreibung werden die Instrumente dargestellt (Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes, 58er-Regelung (§ 428 SGB III), Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre, Kombilohn für Ältere / Entgeltsicherung (§ 421j SGB III), Eingliederungszuschuss für Ältere (§ 421f SGB III), Beitragsbonus für ältere Arbeitnehmer (§ 421k SGB III), Befristungsregelungen ab dem 52. Lebensjahr (§ 14 Abs. 3 TzBfG), Förderung der beruflichen Weiterbildung (§ 417 SGB III), Initiative Neue Qualität der Arbeit - INQA, Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen sowie Maßnahmen im öffentlichen Dienst). Es folgen Kriterien zur Beurteilung der Instrumente (Mitnahmeeffekte, Substitutions- und Verdrängungseffekte sowie weitere Maßstäbe) und es werden die Instrumente beurteilt (Anreize zur Verhinderung des frühen Erwerbsausstieges, Instrumente zur Erhöhung der Beschäftigungschancen und -fähigkeit, Programme zur Integration Älterer in den Arbeitsmarkt sowie eine Gesamtbeurteilung). Schließlich wird der erforderliche Wandel in der Arbeitswelt beschrieben (Lebenslanges Lernen, Gesunde Arbeitswelt und Anforderungen an Arbeitszeit- und Entgeltstrukturen). (IAB2)
-
Literaturhinweis
Potenziale erkennen: Beschäftigungsperspektiven für Ältere in Deutschland (2008)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Martin Dietz (2008): Potenziale erkennen: Beschäftigungsperspektiven für Ältere in Deutschland. In: S. Schöne (Red.) (2008): Forum Ältere und Arbeit : Fachtagung am 22. und 23. November 2007 in Potsdam. Dokumentation, S. 16-25.
Abstract
"Dieser Beitrag befasst sich mit den Arbeitsmarktproblemen Älterer, ihren Ursachen und möglichen Lösungsansätzen. Zunächst werden die längerfristige Arbeitsmarktentwicklung vor dem Hintergrund der qualitativen und quantitativen Entwicklung des Erwerbspersonenpotentials sowie die daraus resultierenden Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmer diskutiert (Abschnitt 2). Hieraus ergeben sich Konsequenzen für die Arbeitsmarktpolitik, wobei sich insbesondere aktive Maßnahmen darum bemühen, die Beschäftigungssituation Älterer zu verbessern. So sind im Zuge der Hartz-Reformen Anfang 2003 speziell auf Ältere ausgerichtete Instrumente in das SGB III eingeführt worden. Erste Ergebnisse der Evaluationsforschung werden in Abschnitt 3 präsentiert. Abschnitt 4 skizziert schließlich Wege, wie zukünftig eine stärkere Einbeziehung Älterer in den Produktionsprozess erreicht werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 21. Januar 2008 in Berlin zum Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze" (Drucksache 16/7460): Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen (2008)
Zitatform
(2008): Materialien zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 21. Januar 2008 in Berlin zum Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze" (Drucksache 16/7460). Zusammenstellung der schriftlichen Stellungnahmen. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16(11)882 (16.01.2008)), 52 S.
Abstract
Die Drucksache dokumentiert die Stellungnahmen von Sachverständigen im Rahmen der öffentlichen Anhörung am 21. Januar 2008 in Berlin zum a) Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD 'Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze' (Drucksache 16/7460 ); b) Gesetzentwurf der Abgeordneten Volker Schneider (Saarbrücken), Klaus Ernst, Dr. Lothar Bisky, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE. 'Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (Rentenabschlagsverhinderungsgesetz)' (Drucksache 16/7459 ); c) Antrag der Abgeordneten Dr. Heinrich L. Kolb, Jens Ackermann, Dr. Karl Addicks, weiterer Abgeordneter und der Fraktion FDP 'Arbeit statt Frühverrentung fördern' (Drucksache 16/7003). Eingeladene Verbände und Einzelsachverständige waren: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Bundesagentur für Arbeit (BA), Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Deutsche Rentenversicherung Bund DRV, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), Sozialverband VdK Deutschland e.V., Sozialverband Deutschland, Andreas Heimer (Berlin), Professor Dr. Johann Eekhoff (Köln), Bernhard Jirku (Berlin). Als nicht eingeladener Verband gab der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. eine Stellungnahme ab. (IAB)
-
Literaturhinweis
Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch" (Drucksache 16/7460) (2008)
Zitatform
(2008): Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zu dem Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch" (Drucksache 16/7460). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/7866 (21.01.2008)), 20 S.
Abstract
Nach Ansicht der Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben die Reformen am Arbeitsmarkt und die gute konjunkturelle Entwicklung dazu beigetragen, dass die Erwerbstätigenquote der älteren Arbeitnehmer deutlich gestiegen ist. Da sich aber die berufliche Wiedereingliederung für viele ältere Arbeitnehmer nach wie vor schwierig gestaltet, soll die soziale Sicherung der älteren Arbeitnehmer und ihre Integration in den Arbeitsmarkt verbessert werden. Der Gesetzentwurf der Fraktionen sieht daher vor, die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld für Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, stufenweise zu verlängern. Als zusätzliches Förderinstrument soll ein Eingliederungsgutschein eingeführt werden. Darüber hinaus soll einheitlich für alle Hilfebedürftigen festgelegt werden, dass sie erst ab Vollendung des 63. Lebensjahres eine Altersrente mit Abschlägen in Anspruch zu nehmen haben. Für Personen, die eine vorgezogene Altersrente oder eine Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller Höhe in Anspruch nehmen, soll die Hinzuverdienstgrenze auf 400 Euro angehoben werden. Gleichzeitig soll die Höhe der maximal förderfähigen Vergütung bei einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung junger Menschen im Hinblick auf die durch das Zweiundzwanzigste Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (22. BaföGÄndG) bewirkten Verbesserungen angehoben werden. Der Ausschuss empfiehlt die Annahme des Gesetzentwurfs mit den Stimmen der CDU/CSU und SPD gegen die Stimmen der Fraktionen FDP, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. (IAB)
-
Literaturhinweis
Die "Initiative 50plus" - Bilanz und Perspektiven (2007)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2007): Die "Initiative 50plus" - Bilanz und Perspektiven. In: Gute Arbeit, Jg. 19, H. 12, S. 20-24.
Abstract
"Erfolgsmeldungen über höhere Beschäftigungsquoten Älterer sind mit Vorsicht zu genießen. Vor allem bei den rentennahen Jahrgängen entfällt ein großer Teil der noch vorhandenen Beschäftigung auf prekäre Arbeitsverhältnisse. Gering qualifizierte Ältere tragen weiterhin ein hohes Risiko der Arbeitslosigkeit. Die Initiative 50plus und die Verlängerung des Arbeitslosengeld 1 weisen in die richtige Richtung. Sie reichen aber keinesfalls aus, damit weit mehr Menschen möglichst gesund und in Würde bis zur Erreichung der gesetzlichen Altersgrenze arbeiten können." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I für Ältere (2007)
Mayer, Udo R.;Zitatform
Mayer, Udo R. (2007): Die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I für Ältere. In: Soziale Sicherheit, Jg. 56, H. 12, S. 434-438.
Abstract
Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere soll wieder angehoben werden. Ein Gesetz dazu existiert bisher noch nicht. So steht noch nicht fest, ab wann genau die Neuregelung in Kraft treten wird und ob sie auch rückwirkend für ältere Arbeitslose gelten wird, deren Ansprüche auf Alg I jetzt auslaufen. Die Älteren, die zwischen Februar 2006 und Anfang 2008 eine drastische Verkürzung ihrer Bezugszeit hinnehmen mussten, sind nun besonders negativ betroffen - falls das Bundesverfassungsgericht die Kappung ihrer Bezugszeit (aus dem Jahr 2006) nicht als verfassungswidrig ansieht. (IAB2)
-
Literaturhinweis
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer: eine mikroökonometrische Evaluation der Arbeitslosengeldreform von 1997 (2007)
Zitatform
Müller, Eva, Ralf A. Wilke & Philipp Zahn (2007): Beschäftigung und Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer. Eine mikroökonometrische Evaluation der Arbeitslosengeldreform von 1997. In: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Jg. 227, H. 1, S. 65-86. DOI:10.1515/jbnst-2007-0105
Abstract
"Im Jahr 1997 wurden die maximalen Anspruchsdauern auf Arbeitslosengeld für ältere Beschäftigte verkürzt. In der vorliegenden Arbeit werden die Auswirkungen dieser Reform auf Übergänge von Beschäftigung in Arbeitslosigkeit und Verweildauern in Arbeitslosigkeit dieser Gruppe untersucht. Die Analyse beruht auf der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-2001, welche tagesgenaue Informationen von über einer Million sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und Leistungsempfängern der Bundesagentur für Arbeit umfasst. Es kann festgestellt werden, dass die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, bei der betrachteten Gruppe der 54-56jährigen nach der Reform abnimmt. Außerdem ist eine Verkürzung der Verweildauern in Arbeitslosigkeit nach der Reform zu beobachten. Die 54-56jährigen unterscheiden sich nach der Reform nicht mehr von der Gruppe der 52-53jährigen. Insbesondere größere Unternehmen und deren Beschäftigte nutzen die langen Anspruchsdauern auf Arbeitslosengeld zur Frühverrentung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze: Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD (2007)
Zitatform
(2007): Entwurf eines Siebten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze. Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/7460 (11.12.2007)), 21 S.
Abstract
Ausgehend von der Feststellung, dass sich auch nach den Reformen am Arbeitsmarkt die berufliche Wiedereingliederung für ältere Arbeitnehmer nach wie vor schwierig gestaltet, legen die Fraktionen von CDU/CSU und SPD einen Gesetzentwurf vor, der die soziale Sicherung der älteren Arbeitnehmer und ihre Integration in den Arbeitsmarkt verbessern soll. Dazu wird die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld für Arbeitnehmer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben, stufenweise verlängert. Gleichzeitig werden zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung der Eingliederung älterer Arbeitnehmer getroffen. Ältere Arbeitnehmer sollen einen Eingliederungsgutschein erhalten, der für potenzielle Arbeitgeber einen Lohnkostenzuschuss in Aussicht stellt; in Eingliederungsvereinbarungen mit den betroffenen älteren Arbeitnehmern werden gleichzeitig deren Eigenbemühungen festgehalten. Darüber hinaus wird einheitlich für alle Hilfebedürftigen festgelegt, dass sie erst ab der Vollendung des 63. Lebensjahres eine Altersrente mit Abschlägen in Anspruch zu nehmen haben. Zudem enthält der Gesetzentwurf die Bestimmung, die Höhe der maximal förderfähigen Vergütung bei einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung junger Menschen im Hinblick auf die durch das Zweiundzwanzigste Gesetz zur Änderung des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (22. BaföGÄndG) bewirkten Verbesserungen anzuheben. (IAB)
-
Literaturhinweis
Altersdiskriminierung: grundsätzliche Strukturen und sozialrechtliche Probleme (2006)
Bieback, Karl-Jürgen;Zitatform
Bieback, Karl-Jürgen (2006): Altersdiskriminierung. Grundsätzliche Strukturen und sozialrechtliche Probleme. In: Zeitschrift für Sozialreform, Jg. 52, H. 1, S. 75-99. DOI:10.1515/zsr-2006-0107
Abstract
"Im Rahmen des neuen, umfassenden Antidiskriminierungsrechts der Europäischen Union hat das Verbot der Diskriminierung wegen des Alters eine besondere Stellung. Dabei ist das Verbot der Diskriminierung wegen des Alters nicht auf das Arbeitsrecht und die Arbeitsbeziehungen begrenzt, sondern findet gemäß Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz (Gebot der Gleichbehandlung) auch auf das Sozialrecht Anwendung. Anders als die Verwendung der anderen diskriminierungsverdächtigen Kriterien (ethnische Herkunft, Religion, Behinderung etc.) kann die Verwendung des Kriteriums Alter zwar vielfältig durch wichtige sozialpolitische Ziele gerechtfertigt werden. Aber einige Altersgrenzen im Renten- und Arbeitslosenversicherungsrecht sind dennoch unverhältnismäßig da sie zur Erreichung der angestrebten sozialpolitischen Ziele nicht erforderlich sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Beschäftigung und Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer: eine mikroökonometrische Evaluation der Arbeitslosengeldreform von 1997 (2006)
Zitatform
Müller, Eva, Ralf A. Wilke & Philipp Zahn (2006): Beschäftigung und Arbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer. Eine mikroökonometrische Evaluation der Arbeitslosengeldreform von 1997. (ZEW discussion paper 2006-021), Mannheim, 33 S.
Abstract
"Im Jahr 1997 wurden die maximalen Anspruchsdauern auf Arbeitslosengeld für ältere Beschäftigte verkürzt. In der vorliegenden Arbeit werden die Auswirkungen dieser Reform auf Übergänge von Beschäftigung in Arbeitslosigkeit und Verweildauern in Arbeitslosigkeit dieser Gruppe untersucht. Die Analyse beruht auf der IAB-Beschäftigtenstichprobe 1975-2001, welche tagesgenaue Informationen von über einer Million sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten und Leistungsempfängern der Bundesagentur für Arbeit umfasst. Es kann festgestellt werden, dass die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu werden, bei der betrachteten Gruppe der 54-56jährigen nach der Reform abnimmt. Außerdem ist eine Verkürzung der Verweildauern in Arbeitslosigkeit nach der Reform zu beobachten. Die 54-56jährigen unterscheiden sich nach der Reform nicht mehr von der Gruppe der 52-53jährigen. Insbesondere größere Unternehmen und deren Beschäftigte nutzen die langen Anspruchsdauern auf Arbeitslosengeld zur Frühverrentung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Wirksamkeit moderner Dienstleistungen am Arbeitsmarkt: Bericht 2005 der Bundesregierung zur Wirkung der Umsetzung der Vorschläge der Kommission Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Ohne Grundsicherung für Arbeitsuchende). Umsetzung der Entschließung des Deutschen Bundestages vom 14. November 2002 (BT-Drs. 15/98) (2006)
Abstract
"Der Zwischenbericht evaluiert die ersten drei Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz I-III'). Untersucht wurden die Wirkungen der arbeitsmarktpolitischen Instrumente, die Effekte der Reform der beschäftigungspolitischen Rahmenbedingungen sowie der Umbau und die Akzeptanz der Bundesagentur für Arbeit. Es ist zu beachten, dass die Ergebnisse und Bewertungen einen Zustand abbilden, der zum Teil bis zu zwei Jahre zurückliegt. Seit dem Erhebungszeitpunkt wurden eine Reihe von Weiterentwicklungen und Änderungen, insbesondere bei der Umgestaltung der Bundesagentur für Arbeit, vorgenommen. Einige Regelungen, die sich frühzeitig als nicht wirksam erwiesen, wurden zudem bereits modifiziert.
Die Ergebnisse im Einzelnen:
Die wichtigste Nachricht ist, dass der organisatorische Umbau der alten Bundesanstalt für Arbeit zur neuen, dienstleistungsorientierten Bundesagentur für Arbeit in die richtige Richtung verläuft. Erstmals wird eine systematische Steuerung und eine Kontrolle der Leistungserbringung mit dem Ziel erhöhter Transparenz, Effektivität und Effizienz eingeführt.
Als erfolgreich haben sich auch die Beauftragung von Trägern mit Eingliederungsmaßnahmen, die Neuausrichtung der beruflichen Weiterbildung, die Eingliederungszuschüsse, das Überbrückungsgeld und der Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) erwiesen.
Teilweise erfolgreich sind dem Zwischenbericht zufolge die Regelungen zu den Mini- und Midi-Jobs und die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes in diesen Bereichen war notwendig und wird von den Akteuren überwiegend positiv bewertet. Es zeigt sich ein Zuwachs bei der Zahl der Erwerbstätigen bei den Mini- und Midi-Jobs. Allerdings bilden die Mini-Jobs offenbar keine Brücke in voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
Keine oder eine negative Integrationswirkung hatten bisher die Instrumente Vermittlungsgutschein, Beauftragung Dritter mit Vermittlung, Personal Service Agentur und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.
Unterschiedliche Reformelemente zielen auf eine verbesserte Arbeitsmarktintegration älterer Arbeitnehmer/innen. Bisher blieben hier Erfolge jedoch aus. Die Evaluation zeigte allerdings, dass diese Instrumente bislang in der Öffentlichkeit und damit auch bei der eigentlichen Zielgruppe, den Betrieben, noch wenig bekannt sind. Es wäre wünschenswert, wenn die neuen Möglichkeiten, die den Unternehmen zusätzliche Anreize zur Einstellung Älterer verschaffen sollen, auch seitens der Bundesagentur noch offensiver kommuniziert würden. Die Regelungen wurden deshalb über das Jahr 2005 hinaus verlängert.
Bei einigen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen ist eine Neuorientierung bereits geschehen. So ist die Verpflichtung, im Bezirk jeder Agentur für Arbeit eine Personal-Service-Agentur einzurichten, abgeschafft worden. Und in diesem Jahr wird die Zusammenführung von Überbrückungsgeld und Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) zu einem einheitlichen Instrument erfolgen." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die 24-seitige Kurzfassung. -
Literaturhinweis
Beschäftigungspolitik für Ältere - für ein wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisches Gesamtkonzept: Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE (2006)
Zitatform
(2006): Beschäftigungspolitik für Ältere - für ein wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisches Gesamtkonzept. Antrag der Abgeordneten und der Fraktion DIE LINKE. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 16/3027 (18.10.2006)), 4 S.
Abstract
Die Fraktion DIE LINKE stellt in ihrem Antrag fest, dass es im Jahr 2005 1,2 Millionen Arbeitslose gab, die älter als 50 Jahre waren. Die Arbeitslosenquote der älteren Arbeitnehmer liegt mit rund 18 Prozent deutlich über dem Durchschnitt, die Beschäftigungsquote betrug lediglich 41,4 Prozent. Vor diesem Hintergrund fordert sie die Bundesregierung auf, "im Zusammenspiel mit einer offensiven Beschäftigungspolitik zur Steigerung der Nachfrage nach Arbeitskräften ein differenziertes Gesamtkonzept zur Verbesserung der Beschäftigungssituation Älterer zu entwickeln und zu verfolgen". Schwerpunkte: 1. Möglichkeit zur Altersteilzeit ausweiten; 2. berufliche Weiterbildung fördern, um so die Beschäftigungsfähigkeit Älterer zu stärken; 3. verbesserter Kündigungsschutz für Ältere; 4. Beeinflussung der Personalpolitik der Betriebe u. a. durch ein Bonus-/Malus-System in der Arbeitslosenversicherung; 5. Maßnahmen zur Stärkung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes; 6. Entwicklung von Konzepten für alters- und alternsgerechte Arbeitsplätze und Arbeitsorganisation; 7. Beratung der Betriebe zu den genannten Maßnahmen und 8. Schaffung öffentlich geförderter Beschäftigung für arbeitslose ältere Arbeitnehmer zu einem Mindestlohn von acht Euro. (IAB)
-
Literaturhinweis
Die Wirksamkeit moderner Dienstleistungen am Arbeitsmarkt: Erläuterungen zum Bericht 2005 der Bundesregierung zur Wirkung der Umsetzung der Vorschläge der Kommission Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Ohne Grundsicherung für Arbeitsuchende). Material zur Information (2006)
Abstract
Am 1. Februar 2006 wurde der Bericht 2005 der Bundesregierung zur 'Wirksamkeit moderner Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' (Evaluation zu den Hartz-Gesetzen I bis III) vom Kabinett beschlossen und dem Deutschen Bundestag zugeleitet. Das Informationsmaterial gibt einen Überblick über die Hauptergebnisse der Evaluation. Es wird konstatiert, 'dass sich Effektivität, Effizienz und Transparenz des Handelns der Bundesagentur für Arbeit deutlich erhöht haben. Die Einführung eines neuen Sicherungssystems, eines systematischen Controllings sowie die Einrichtung moderner Kundenzentren haben hierzu wesentlich beigetragen.' Den beiden Instrumenten Ich-AG und Überbrückungsgeld wird eine positive Wirkung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit bescheinigt. Weiterhin hat die 'Minijob-Reform einen substanziellen Beitrag zur Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes geleistet'. Positiv bewertet werden außerdem die Eingliederungszuschüsse für ältere Arbeitslose sowie die Neuregelungen zur Arbeitnehmerüberlassung. Die Einrichtung der Personal-Service-Agenturen (PSA) hatte dagegen keinen wesentlichen Einfluss auf die Verbesserung der Chancen von Arbeitslosen auf Integration in den ersten Arbeitsmarkt. Dies trifft auch auf die Einbeziehung privater Arbeitsvermittler und die Vergabe von Vermittlungsgutscheinen zu. (IAB)
-
Literaturhinweis
Falscher Dampfer (2006)
Zitatform
(2006): Falscher Dampfer. In: Wirtschaftswoche H. 21, S. 38-42.
Abstract
Die Autoren gehen der Frage nach, warum in Deutschland so viele Ältere arbeitslos sind und warum in Großbritannien dies nicht so ist. Sie vergleichen dabei vor allem die Unterstützungsleistungen beider Länder für ältere Arbeitslose. (IAB)
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik für Ältere: Die Weichen führen noch nicht in die gewünschte Richtung (2005)
Eichhorst, Werner; Sproß, Cornelia;Zitatform
Eichhorst, Werner & Cornelia Sproß (2005): Arbeitsmarktpolitik für Ältere: Die Weichen führen noch nicht in die gewünschte Richtung. (IAB-Kurzbericht 16/2005), Nürnberg, 6 S.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation älterer Arbeitnehmer ist in Deutschland nach wie vor unbefriedigend. So konnten beim Beschäftigungsniveau der Personen im Alter von 55 bis 64 Jahren in den letzten Jahren keine nennenswerten Fortschritte erzielt werden. Neben der betrieblichen Personalpolitik liegen wesentliche Gründe hierfür in der Ausgestaltung der Transferleistungen. Zwar wurden einige wichtige Änderungen im Rentenrecht sowie die Verkürzung der Bezugsdauer von Arbeitslosengeld beschlossen. Dennoch können ältere Beschäftigte sich weiterhin vorzeitig aus dem Erwerbsleben zurückziehen. Unter beschäftigungspolitischen Gesichtspunkten wäre es daher wenig sinnvoll, die geplante Verkürzung des Leistungsbezugs für Ältere zu verschieben oder die Bezugsdauer an das Lebensalter bzw. an Beschäftigungszeiten zu knüpfen - auch wenn dies sozialpolitisch wünschenswert erschiene. Zugleich trugen die bisherigen Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung der individuellen Beschäftigungschancen Älterer bei. Einige neuere Instrumente wie die Entgeltsicherung oder die Förderung der Weiterbildung von Beschäftigten wurden bislang kaum genutzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Die Hartz-Evaluierung (2005)
Kaltenborn, Bruno; Kurth-Laatsch, Sylvia; Knerr, Petra;Zitatform
Kaltenborn, Bruno, Petra Knerr & Sylvia Kurth-Laatsch (2005): Die Hartz-Evaluierung. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 54, H. 4, S. 90-97.
Abstract
"Aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages lässt die Bundesregierung die Umsetzung der Vorschläge der sog. Hartz-Kommission in den Jahren 2004 bis 2006 evaluieren. Untersucht werden die Wirksamkeit der neu eingeführten ebenso wie der reformierten arbeitsmarktpolitischen Instrumente, der organisatorische Umbau der Bundesagentur für Arbeit und die Akzeptanz der Agentur. Die vielfältigen Fragestellungen werden mit einem Methodenmix insbesondere aus Implementationsanalysen, Befragungen und mikro und makroökonometrischen Analysen von insgesamt acht namhaften Evaluatoren beantwortet werden. Bereits Mitte 2005 müssen erste belastbare Ergebnisse vorliegen, damit aus den Einzelberichten der Evaluatoren ein Gesamtbericht erstellt werden kann, der im Herbst 2005 dem Bundestag vorgelegt werden muss." (Autorenreferat, IAB-Doku).
Der Aufsatz ist ein aktualisierter Auszug aus dem im Auftrag des BMWA erstellten ersten Zwischenbericht der Koordination der Hartz-Evaluierung. -
Literaturhinweis
Fordern statt Fördern: ältere Arbeitslose unter Hartz IV (2005)
Mayer, Udo R.;Zitatform
Mayer, Udo R. (2005): Fordern statt Fördern. Ältere Arbeitslose unter Hartz IV. In: Neue Zeitschrift für Sozialrecht, Jg. 14, H. 11, S. 568-573.
Abstract
"Mit dem Vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV) wurde die bisherige Arbeitslosenhilfe durch das Arbeitslosengeld II abgelöst. Von dieser Umstellung sind vor allem ältere Arbeitslose betroffen, die von den Sonderregelungen der §§ 428 SGB III und 65 SGB II Gebrauch gemacht haben. Damit sind die Zeiträume wesentlich länger geworden, in denen ältere Arbeitslose ALG II erhalten, bis eine abschlagsfreie Altersrente möglich wird. Die Kürzung des betragsbezogenen Arbeitslosenhilfe-Anspruchs durch das neue ALG II greift in erworbene Rechte ein, die dem Eigentumsschutz nach Art. 14 unterliegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt: eine Bestandsaufnahme und kritische Sichtung der Lösungsansätze der Hartz-Kommission (2005)
Peschke, Robert;Zitatform
Peschke, Robert (2005): Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Eine Bestandsaufnahme und kritische Sichtung der Lösungsansätze der Hartz-Kommission. Berlin: Uni-Edition, 384 S.
Abstract
"Jeglicher Ansatz rot-grüner Arbeitsmarktreformen seit dem Wahljahr 2002 ist zweifellos verbunden mit dem Namen 'Hartz'. Obwohl kaum noch jemand Notiz von den ursprünglichen Lösungsansätzen der Hartz-Kommission nimmt, da diese politisch stark verwaschen wurden, ist es durchaus sinnvoll, diese kritisch zu diskutieren. Dazu wird der Frage nachgegangen, ob die von der Kommission entwickelten Vorschläge für eine Arbeitsmarktreform überhaupt dazu geeignet waren bzw. wären, Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Es wird dabei unterstellt, dass sämtliche durch die Kommission erarbeiteten Module 'eins zu eins' umgesetzt werden würden. Schließlich zeigt sich, dass die Ansätze der Kommission höchstens ein erster Schritt für mehr Beschäftigung wären. Mit Bezug auf die hier vertretene argumentative Position lässt sich schlussendlich festhalten, dass nach der Hartzschen Arbeitsmarktreform weitere Teile der Sozialsysteme bis hin zum Lohnsetzungssystem, restrukturiert werden müssten. Selbst eine vollständige Umsetzung der ursprünglichen Kommissionsvorschläge hätte das deutsche Arbeitsmarktproblem nicht lösen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie die Dissertation bei der Universität der Bundeswehr München -
Literaturhinweis
Beschäftigung Älterer: bislang noch kein Paradigmenwechsel (2005)
Sproß, Cornelia; Eichhorst, Werner;Zitatform
Sproß, Cornelia & Werner Eichhorst (2005): Beschäftigung Älterer. Bislang noch kein Paradigmenwechsel. In: Bundesarbeitsblatt H. 11, S. 4-12.
Abstract
"Die Arbeitsmarktsituation für ältere Arbeitnehmer ist gekennzeichnet von einem unterdurchschnittlichem Beschäftigungsniveau, hoher und verfestigter Arbeitslosigkeit sowie geringen Reintegrationschancen. In dieser Analyse werden die verantwortlichen Faktoren für die schlechte Arbeitsmarktperspektive untersucht. Insbesondere geht es um die Rolle von Einkommensersatzleistungen und aktiven Fördermaßnahmen. Dabei wird geprüft, inwieweit das in den letzten Jahren veränderte arbeitsmarktpolitische Instrumentarium dazu beigetragen hat, die Integration Älterer in das Erwerbsleben zu verbessern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Nur noch maximal 18 Monate Arbeitslosengeld (I): wann gilt noch die längere Anspruchsdauer für Ältere (2005)
Winkel, Rolf; Nakielski, Hans;Zitatform
Winkel, Rolf & Hans Nakielski (2005): Nur noch maximal 18 Monate Arbeitslosengeld (I). Wann gilt noch die längere Anspruchsdauer für Ältere. In: Soziale Sicherheit, Jg. 54, H. 11, S. 366-370.
Abstract
"Zum 1. Februar 2006 werden die Ansprüche von älteren Arbeitslosen auf die Versicherungsleistung Arbeitslosengeld (I) zusammengestrichen. Statt für höchstens 32 Monate (nach altem Recht) zahlt die Arbeitslosenversicherung dann maximal nur noch für 18 Monate. Das Nachsehen haben dabei insbesondere diejenigen Älteren, die im kommenden Jahr ihren Job verlieren - aber erst nach dem Stichtag. Im Artikel geht es um die Fragen, für wen noch das alte Recht gilt und welche Gestaltungsmöglichkeiten ältere Arbeitnehmer haben, denen bald Arbeitslosigkeit droht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Unemployment durations in West-Germany before and after the reform of the unemployment compensation system during the 1980s (2004)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd & Ralf A. Wilke (2004): Unemployment durations in West-Germany before and after the reform of the unemployment compensation system during the 1980s. (ZEW discussion paper 2004-24), Mannheim, 31 S.
Abstract
"This paper empirically analyzes the distribution of unemployment durations in West Germany before and after the changes during the mid 1980s in the maximum entitlement periods for unemployment benefits for elderly unemployed. The analysis is based on the comprehensive IAB employment subsample containing register panel data for about 500.000 individuals in West Germany. We introduce two proxies for unemployment, since the data do not involve a precise economic definition of unemployment. We provide a theoretical analysis of the link between the durations of nonemployment and of unemployment durations between jobs. In our empirical analysis we find significant changes in the distributions of nonemployment durations for older unemployed individuals. At the same time, the distribution of unemployment durations between jobs did not change in response to the reforms. Our findings are consistent with an interpretation that many firms and workers used the more beneficial laws as a part of early retirement packages but those workers who were still looking for a job did not reduce their search effort in response to the extension of the maximum entitlement periods. This interpretation is consistent with a simulation of our theoretical model under economically plausible assumptions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Wirkungen einer kürzen Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld: Ausgrenzung von Älteren statt Begrenzung der Frühverrentung (2003)
Adamy, Wilhelm;Zitatform
Adamy, Wilhelm (2003): Wirkungen einer kürzen Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld: Ausgrenzung von Älteren statt Begrenzung der Frühverrentung. In: Soziale Sicherheit, Jg. 52, H. 7, S. 218-225.
Abstract
Der Autor behandelt die Frage, ob mit der von der Bundesregierung beabsichtigten erheblichen Verkürzung des Arbeitslosengeldanspruchs für ältere Arbeitnehmer die beabsichtigte Beseitigung von Fehlanreizen, die zur Ausgliederung älterer Arbeitnehmer verleiten, tatsächlich erreicht wird. Er befürchtet vielmehr, dass das neue Gesetz eher zu vorzeitigen Kündigungen, Ausgrenzung aus dem Arbeitslosengeldbezug und zunehmender Sozialhilfeabhängigkeit von älteren Arbeitnehmern führen wird. (IAB)
-
Literaturhinweis
Finanzielle Sicherung bei Arbeitslosigkeit (2003)
Zitatform
(2003): Finanzielle Sicherung bei Arbeitslosigkeit. In: Informationen zur Sozial- und Arbeitsmarktpolitik H. 1, S. 1-11.
Abstract
"Der Beitrag stellt Informationen zur finanzellen Sicherung bei Arbeitslosigkeit vor. Er gliedert sich in folgende Punkte: 1. Wie viele Arbeitslose erhalten Arbeitslosenunterstützung; 2. Leistungsempfänger nach Altersgruppen; 3. Wie hoch sind die Unterstützungsleistungen?; 4. Arbeitslosenunterstützung im internationalen Vergleich; 5. Lohnersatzleistungen als Konjunkturstabilisator; 6. Auswirkungen der geplanten Kürzungen beim Arbeitslosengeld für Ältere; 7. Wird Frühverrentung verhindert; 8. Ansatzpunkte zum Ausbau der Erstattungspflicht der Arbeitgeber." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Entwurf eines Gesetzes zu Reformen am Arbeitsmarkt (2003)
Zitatform
(2003): Entwurf eines Gesetzes zu Reformen am Arbeitsmarkt. (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 15/1204 (24.06.2003)), 15 S.
Abstract
Der Gesetzentwurf zur Reform des Arbeitsmarktes - auch als Agenda 2010 bekannt geworden - enthält im Wesentlichen Regelungen zum Kündigungsschutz und zur Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für ältere Arbeitnehmer. "Im Bereich des Arbeitsrechts bedarf das Recht des Kündigungsschutzes sorgfältiger Überprüfung und Korrektur, um mehr Transparenz und Rechtssicherheit zu schaffen und so Hindernisse für Neueinstellungen abzubauen. Gerade in Kleinbetrieben besteht ein hohes Beschäftigungspotential, das durch Entschärfung der 'Schwellenproblematik' im Kündigungsschutzgesetz wirksam erschlossen werden kann. Deshalb sollen neu eingestellte Arbeitnehmer mit befristetem Arbeitsvertrag auf den Schwellenwert nicht angerechnet werden. Die Wirksamkeit dieser Maßnahme wird nach fünf Jahren überprüft. ... Die Politik zur Förderung der Frühverrentung kann nicht länger fortgesetzt werden. Deshalb ist es erforderlich, die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld für ältere Arbeitnehmer von derzeit bis zu 32 Monaten auf 12 bzw. 18 Monate zurückzuführen." (IAB2)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
-
Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
