Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Älterenbeschäftigungsquoten bis 2030 (2025)
Zitatform
Horvath, Thomas, Helmut Mahringer & Christine Mayrhuber (2025): Älterenbeschäftigungsquoten bis 2030. (WIFO Research Briefs 2025,11), Wien, 11 S.
Abstract
"Das Älterenbeschäftigungspaket der Bundesregierung zielt darauf ab, bis 2030 durch eine Erhöhung der Beschäftigungsquote älterer Erwerbspersonen maßgeblich zur Budgetkonsolidierung beizutragen. Die durchgeführten Simulationen mit microDEMS zeigen, dass sich der Anteil der aktiv Beschäftigten in der Altersgruppe der 60- bis 64-jährigen Frauen ohne die geplanten Maßnahmen nahezu verdoppelt und im Jahr 2030 bei 39,9% liegen würde. Bei den Männern dieser Altersgruppe sollte der Anstieg 2,5 Prozentpunkte auf 48,1% betragen. Die angestrebte Kostendämpfung im Pensionsbereich in Höhe von 2,7 Mrd. € bis 2030 setzt allerdings höhere Steigerungen der Beschäftigungsquoten in dieser Altersgruppe voraus als berechnet und erfordert eine konsequente Umsetzung der vorgesehenen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Alternde Belegschaften in der Chemieindustrie vor und während der Corona-Krise. Chancen der Beschäftigung Älterer im disruptiven Arbeitsmarkt (2024)
Brandl, Sebastian; Mayerböck, Astrid; Engin-Stock, Tülin; Matuschek, Ingo; Leber, Ute;Zitatform
Brandl, Sebastian, Tülin Engin-Stock, Ute Leber, Ingo Matuschek & Astrid Mayerböck (2024): Alternde Belegschaften in der Chemieindustrie vor und während der Corona-Krise. Chancen der Beschäftigung Älterer im disruptiven Arbeitsmarkt. (IAB-Forschungsbericht 11/2024), Nürnberg, 57 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2411
Abstract
"Die Erwerbsquote älterer Beschäftigter hat in Deutschland in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dies ist sowohl auf die steigende Erwerbsneigung Älterer als auch auf das seit 2012 sukzessiv erhöhte Renteneintrittsalter zurückzuführen. Zudem ist ein Anstieg der Erwerbstätigkeit nach Renteneintritt zu beobachten. Was für die Beschäftigten wirtschaftliche Notwendigkeit oder eine wunschgemäß verlängerte aktive Erwerbsphase sein kann, stellt sich für die Betriebe als wichtiges Mittel zur Sicherung des Fachkräftebedarfs dar. Zugleich ist die Beschäftigung Älterer für die Betriebe aber auch mit spezifischen Herausforderungen verbunden, denen mit einer alters- und alternsspezifischen Ausgestaltung der Personalpolitik zu begegnen ist. Bereits im Jahr 2016 haben die Hochschule der BA (HdBA) und das IAB in einer Online-Befragung von kleinen und mittelgroßen Betrieben der Chemischen Industrie (exemplarisch für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland) die Chancen und Risiken des demografischen Wandels für die Betriebe sowie deren Umgang mit älteren Beschäftigten untersucht. Damals deuteten die Befunde auf eine eher einzelfallbezogene Problemorientierung hin als auf ein systematisches Alter(n)s-Management. Um zu untersuchen, wie sich die Betriebe den fortschreitenden Herausforderungen des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels stellen und durch welche personalpolitischen Maßnahmen sie diesen begegnen, wurde im Jahr 2022 erneut eine Online-Befragung in der Chemiebranche durchgeführt. Ein besonderer Fokus lag dabei auch auf der spezifischen Situation älterer Beschäftigter während der Corona-Krise. Die Erhebung wurde, wie bereits die Branchenbefragung 2016, durch das Umfragezentrum Bonn (uzbonn) im Auftrag der HdBA durchgeführt. Wie die Ergebnisse unserer Erhebung zeigen, hat sich der Trend einer steigender Erwerbsbeteiligung Älterer – trotz Corona-Krise – fortgesetzt. Ältere waren nicht überdurchschnittlich häufig von einem coronabedingten Personalabbau betroffen. Der Anteil Älterer in der Chemischen Industrie ist insbesondere in mittelgroßen sowie in bereits länger existierenden Betrieben hoch – und hier vor allem im Bereich der Produktion. Die Erhebung deutet aber auch darauf hin, dass spezifische Maßnahmen für die Beschäftigung Älterer noch immer häufig das Resultat von Einzelfalllösungen zu sein scheinen und vergleichsweise selten auf betrieblich unterstützten, systematischen Ansätzen basieren. Dennoch zeigt die Erhebung, dass die demografische Entwicklung den Handlungsdruck für die Betriebe tendenziell erhöht: So ist der Einsatz von Maßnahmen zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer verglichen mit der Branchenbefragung 2016 teilweise deutlich gestiegen. Einen erheblichen Zuwachs verzeichnen dabei insbesondere Angebote, nach Renteneintritt weiter für den Betrieb tätig zu bleiben. Zudem gewinnen Weiterbildungsangebote für (ältere) Beschäftigte an Bedeutung, die sich mit der fortschreitenden Technisierung der Arbeitswelt befassen. Dabei ist auffällig, dass Betriebe nur selten auf spezielle Weiterbildungsmaßnahmen für Ältere setzen, sondern ihre Weiterbildungsaktivitäten vielmehr unabhängig vom Alter der Beschäftigten ausrichten. Zudem scheinen die Betriebe die Notwendigkeit der Übergabe von Erfahrungswissen an (jüngere) Mitarbeitende tendenziell höher zu gewichten als den potenziellen Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit Älterer. So spielen Personalmaßnahmen wie die Flexibilisierung von Arbeitszeiten oder die Gestaltung alternsgerechter Arbeitsplätze, die auf den Beschäftigungserhalt Älterer abzielen, in der vorliegenden Branchenbefragung eine eher nachgeordnete Rolle für die Betriebe. Demgegenüber schreiben die Befragten Maßnahmen wie altersgemischten Arbeitsgruppen eine vergleichsweise große Bedeutung zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Leber, Ute; -
Literaturhinweis
Arbeitsbedingte Belastungen, technologischer Wandel und die Wirkung von rentenrechtlichen Änderungen auf den Renteneintritt (2024)
Zitatform
Broockmann, Bernhard, Natalie Herdegen & Martin Kroczek (2024): Arbeitsbedingte Belastungen, technologischer Wandel und die Wirkung von rentenrechtlichen Änderungen auf den Renteneintritt. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 79, H. 2, S. 71-93.
Abstract
"In diesem Beitrag untersuchen wir, inwiefern Rentenreformen unterschiedliche Effekte auf Versicherte haben, deren Berufe sich hinsichtlich arbeitsbedingter Belastungen und der Anpassung an den technologischen Wandel unterscheiden. Wir finden signifikante Unterschiede in den Effekten hinsichtlich der untersuchten Berufscharakteristika. Versicherte in belastenden Berufen weiten ihre Erwerbstätigkeit beim Wegfall einer Frühverrentungsoption weniger stark aus und stehen eher in der Gefahr, arbeitslos zu werden. Ermöglicht eine Reform einen vorzeitigen Renteneintritt, nehmen dies eher Versicherte in belastenden Berufen wahr. Versicherte in Berufen, in denen neue Technologien intensiver verwendet werden, gelingt es besser, beim Wegfall einer Frühverrentungsoption erwerbstätig zu bleiben und ihr Arbeitslosigkeitsrisiko ist geringer. Die Ergebnisse zeigen, dass eine verlängerte Erwerbsbeteiligung nicht für alle Versicherten gleichermaßen möglich ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies: Ungated Version to NBER working paper 31807 (2024)
Zitatform
Gudgeon, Matthew, Pablo Guzman, Johannes F. Schmieder, Simon Trenkle & Han Ye (2024): When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies. Ungated Version to NBER working paper 31807. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 31807 (ungated Version 2024)), Cambridge, Mass, 62 S.
Abstract
"In diesem Beitrag wird empirisch gezeigt, dass die Auswirkungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) auf die Nichtbeschäftigung älterer Arbeitnehmer in erster Linie von der Struktur der Rentenpolitik abhängen. Anhand von deutschen Daten präsentieren wir zunächst Belege für diese Wechselwirkungen und dokumentieren eine starke Bündelung der Zuflüsse in die Arbeitslosenversicherung in dem Alter, in dem die Arbeitnehmer nach Ablauf der Arbeitslosenversicherung ihre Rente beantragen können. Anschließend schätzen wir ein dynamisches Lebenszyklusmodell und verwenden es, um direkt zu quantifizieren, wie die Auswirkungen der Arbeitslosenversicherung mit der Rentenpolitik variieren. Die Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen den Institutionen der Sozialversicherung und des Ruhestands hilft auch bei der Erklärung von ansonsten schwer zu erklärenden Trends in der Arbeitslosenquote älterer deutscher Arbeitnehmer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wer im Alter arbeitet, ist zufriedener (2024)
Potthoff, Jennifer; Schüler, Ruth Maria;Zitatform
Potthoff, Jennifer & Ruth Maria Schüler (2024): Wer im Alter arbeitet, ist zufriedener. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln), Köln, 3 S.
Abstract
"Trotz Krisen ist die Lebenszufriedenheit der deutschen Wohnbevölkerung in den letzten Jahren gestiegen. Dabei äußern ältere Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen, im Durchschnitt eine höhere Lebenszufriedenheit als ältere Menschen, die dies nicht tun. Innerhalb der älteren Generation sind die 66- bis 70-Jährigen, die über die Regelaltersgrenze hinaus als „Silver Worker“ weiterarbeiten, besonders zufrieden mit ihrem Leben." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The labor market impacts of employer consolidation: Evidence from Germany (2024)
Todd, Kevin; Heining, Jörg;Zitatform
Todd, Kevin & Jörg Heining (2024): The labor market impacts of employer consolidation: Evidence from Germany. In: Labour Economics, Jg. 87, 2024-01-04. DOI:10.1016/j.labeco.2024.102508
Abstract
"We use detailed administrative data to study how acquisitions — specifically the acquisition of a plant by a firm with a similar plant in the same local labor market — affect workers. Using an event study framework with a control group of workers at unaffected plants, we find that acquisitions lead to employment losses for workers initially employed at the acquired firm, mainly associated with labor force withdrawals by older female workers. At the same time we find evidence of a rise in wages for workers initially employed at targets and at the acquiring firm who remain with the combined enterprise, concentrated among lower-wage workers. Our findings suggest that consolidations lead to a reduction in overall employment but a rise in rents per worker that lead to a pattern of losers and winners in the labor market." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
Beteiligte aus dem IAB
Heining, Jörg; -
Literaturhinweis
Ältere Arbeitskräfte im demografischen Wandel: Beschäftigungspotenziale im internationalen Vergleich (2024)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2024): Ältere Arbeitskräfte im demografischen Wandel: Beschäftigungspotenziale im internationalen Vergleich. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (de)), Nürnberg, 26 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414
Abstract
"Hierzulande wie auch in vielen anderen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die allesamt noch höhere Erwerbstätigenquoten von Älteren als Deutschland aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Ländervergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die hierzulande angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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also released in English -
Literaturhinweis
Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison (2024)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2024): Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (en)), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414EN
Abstract
"In vielen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die weltweit die höchsten Erwerbstätigenquoten von Älteren aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Vergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die in anderen Ländern angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hohe bzw. steigende Erwerbstätigenquoten Älterer sind grundsätzlich kein Selbstläufer. Sie setzen eine gute Bildung und Qualifikation auf der individuellen Ebene sowie die Möglichkeit und Befähigung zu lebenslangem Lernen voraus. Auch gesundheitliche Prävention ist für ein langes Erwerbsleben wichtig, die wie die Bildung am besten so früh wie möglich beginnt. Hohe Erwerbstätigenquoten Älterer werden nicht nur durch die individuelle Beschäftigungsfähigkeit begünstigt, sondern auch durch die Attraktivität des Arbeitsmarkts und damit der für Ältere erreichbaren Beschäftigung. Je besser es gelingt, Kompetenzen und Fähigkeiten der Älteren zu stärken, alters- und alternsgerechte Arbeit zu organisieren und flexibel auf Beschäftigtenwünsche einzugehen, desto größer ist die Chance, Ältere am Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzugewinnen. Schließlich sind auch Regulierungen und Förderprogramme ins Blickfeld zu nehmen, die Anreize für Beschäftigung im Alter setzen. Zu nennen sind hier die Flexibilität des Rentenzugangs, arbeitsrechtliche Erleichterungen bei der Weiterbeschäftigung im Alter, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds für Ältere sowie die Berücksichtigung älterer Arbeitsloser in der aktiven Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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auch deutschsprachig erschienen -
Literaturhinweis
The Role of Disability Insurance on the Labour Market Trajectories of Europeans (2023)
Zitatform
Brugiavini, Agar & Petru Crudu (2023): The Role of Disability Insurance on the Labour Market Trajectories of Europeans. (Working papers / Università Ca' Foscari Venezia, Dipartimento di Economia 2023,20), Venezia, 81 S.
Abstract
"This work documents the role played by disability insurance, typically part of a wider public pension provision package, on the labour market trajectories and retirement decisions. We will first employ a machine learning approach to estimate a Transition Probability Model able to uncover the most likely labour market histories and then evaluate the effects of policy reforms, including reforms to the eligibility for disability insurance benefits. The main contribution is the introduction of disability insurance programs within a framework, which models the entire life course of older Europeans. This requires the detailed administrative eligibility criteria prevailing in each of the 11 countries from 1970 to 2017. Results show that the disability route and early retirement are substitutes. In addition, tightening eligibility rules of disability programs crowd out disabled workers, whose reductions in working capacities are correctly assessed, towards other compensatory schemes (e.g., unemployment benefits or early pension) in which working is not expected. On the contrary, individuals with over-assessed reductions in working capacities are the most reactive to disability policy restrictions. In conclusion, efficient disability assessment procedures are crucial for incentivising labour market participation without hurting individuals most in need." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Extension of Late Working Life in Germany: Trends, Inequalities, and the East–West Divide (2023)
Zitatform
Dudel, Christian, Elke Loichinger, Sebastian Klüsener, Harun Sulak & Mikko Myrskylä (2023): The Extension of Late Working Life in Germany. Trends, Inequalities, and the East–West Divide. In: Demography, Jg. 60, H. 4, S. 1115–1137. DOI:10.1215/00703370-10850040
Abstract
"The extension of late working life has been proposed as a potential remedy for the challenges of aging societies. For Germany, surprisingly little is known about trends and social inequalities in the length of late working life. We use data from the German Microcensus to estimate working life expectancy from age 55 onward for the 1941‒1955 birth cohorts. We adjust our calculations of working life expectancy for working hours and present results for western and eastern Germany by gender, education, and occupation. While working life expectancy has increased across cohorts, we find strong regional and socioeconomic disparities. Decomposition analyses show that among males, socioeconomic differences are predominantly driven by variation in employment rates; among women, variation in both employment rates and working hours are highly relevant. Older eastern German women have longer working lives than older western German women, which is likely attributable to the German Democratic Republic legacy of high female employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © Springer-Verlag) ((en))
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Literaturhinweis
Der starke Anstieg der Erwerbstätigkeit von Älteren ist ganz überwiegend dem Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geschuldet (Serie "Arbeitskräftesicherung") (2023)
Zitatform
Fitzenberger, Bernd, Christian Hutter & Doris Söhnlein (2023): Der starke Anstieg der Erwerbstätigkeit von Älteren ist ganz überwiegend dem Wachstum der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geschuldet (Serie "Arbeitskräftesicherung"). In: IAB-Forum H. 02.05.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230502.01
Abstract
"Die Erwerbstätigkeit von Älteren, also in der Altersgruppe ab 50 Jahre, nimmt seit Mitte der 2000er Jahre deutlich zu. Dabei dominiert der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, insbesondere bei den 60- bis 64-Jährigen. Auch der Anteil Selbstständiger in dieser Altersgruppe stieg in diesem Zeitraum an, zumindest bis zur Corona-Krise. Im Gegensatz dazu geht der Anteil ausschließlich geringfügig Beschäftigter bei Älteren seit den 2010er Jahren – mit Ausnahme der Personen ab 65 – zurück." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies (2023)
Zitatform
Gudgeon, Matthew, Pablo Guzman, Johannes F. Schmieder, Simon Trenkle & Han Ye (2023): When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 31807), Cambridge, Mass, 62 S.
Abstract
"This paper shows empirically that the non-employment effects of unemployment insurance (UI) for older workers depend in a first-order way on the structure of retirement policies. Using German data, we first present reduced-form evidence of these interactions, documenting large bunching in UI inflows at the age that allows workers to claim their pension following UI expiration. We then estimate a dynamic life-cycle model and use it to directly quantify how the effects of UI vary with retirement policies. Accounting for interactions across UI and retirement institutions also helps explain otherwise difficult-to-explain trends in the unemployment rate of older German workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Workforce age trends and projections (2022)
Zitatform
Deller, Jürgen & Ulrich Walwei (2022): Workforce age trends and projections. In: H. Zacher & C. W. Rudolph (Hrsg.) (2022): Age and Work, S. 25-43.
Abstract
"This chapter addresses driving forces of employment-to-population rates for older workers. To that end, it compares and analyzes the process of aging in both the population and the workforce. Adopting a global perspective, the chapter first takes a look at worldwide population developments in past, present and future, followed by a comparison of trends in ten industrial countries representing three continents, diverse cultural backgrounds and notable differences in their economic and social development. The third section focuses in more depth on four short case studies that appear to be particularly prototypical for different contexts. Given the high variance in cultures of work and welfare state systems in and around Europe, we selected Germany, Israel, Italy and Sweden to examine the situation of older workers and related developments. Each country stands for a specific configuration, e.g. because it may represent a trend reversal, a continuously outstanding performance or lasting problems. The conclusion summarizes the main findings and provides guidelines for further research in this context." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis Group) ((en))
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Literaturhinweis
The Role of Employment Protection Legislation Regimes in Shaping the Impact of Job Disruption on Older Workers' Mental Health in Times of COVID-19 (2022)
Zitatform
Di Novi, Cinzia, Paolo Paruolo & Stefano Verzillo (2022): The Role of Employment Protection Legislation Regimes in Shaping the Impact of Job Disruption on Older Workers' Mental Health in Times of COVID-19. (JRC working papers in economics and finance 2022,02), Brüssel, 32 S.
Abstract
"This study exploits individual data from the 8th wave of the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) and the SHARE Corona Survey to investigate the mental health consequences of COVID-19 job disruption across different European countries. It focuses on older workers (aged 50 and over) who were exposed to a higher risk of infection from COVID-19 and were also more vulnerable to the risk of long-term unemployment and permanent labour market exits during economic downturns. The relationship between job disruption in times of COVID-19 and older workers' mental health is investigated using differences in country-level employment legislation regimes in the EU. European countries are clustered into three macro-regions with high, intermediate and low employment regulatory protection regulations, using the Employment Protection Legislation (EPL) aggregate score proposed by the OECD. Results reveal a clear EPL gradient: job disruption has a positive and significant impact on older workers' psychological distress especially in those countries where EPL is more binding. The present findings suggest possible mitigating measures for older unemployed in the EU countries with higher Employment Protection legislation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
A Field Study of Age Discrimination in the Workplace: The Importance of Gender and Race. Pay the Gap (2022)
Zitatform
Drydakis, Nick, Anna Paraskevopoulou & Vasiliki Bozani (2022): A Field Study of Age Discrimination in the Workplace: The Importance of Gender and Race. Pay the Gap. (IZA discussion paper 15567), Bonn, 33 S.
Abstract
"The study examines whether age intersects with gender and race during the initial stage of the hiring process and affects access to vacancies outcomes and wage sorting. In order to answer the research question the study collects data from four simultaneous field experiments in England. The study compares the labour market outcomes of younger White British men with those of older White British men and women, and with those of older Black British men and women. The study concentrates on low-skilled vacancies in hospitality and sales in the private sector. The results of this study indicate that older White British men and women, as well as older Black British men and women, experience occupational access constraints and are sorted into lower-paid jobs than younger White British men. The level of age discrimination is found to be higher for Black British men and women. In addition, Black British women experience the highest level of age discrimination. These patterns may well be in-line with prejudices against racial minority groups and stereotypical sexist beliefs that the physical strengths and job performance of women decline earlier than they do for men. This research presents for the first-time comparisons of access to vacancies and wage sorting between younger male racial majorities and older male racial majorities, older female racial majorities, older male racial minorities, and older female racial minorities. In addition, the driven mechanism of the assigned differences is explored. Because the study has attempted to minimise the negative employer stereotypes vis-à-vis older employees, with respect to their motivation, productivity, and health, such prejudices against older individuals may be considered Taste-based discrimination. If prejudices against older individuals are present, then anti-discrimination legislation may be the appropriate response, especially for racial minorities and women. Eliminating age discrimination in selection requires firms to adop" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Erwerbstätigkeit, -minderung und -unfähigkeit, Pfade in die Rente (2021)
Zitatform
Bellmann, Lutz (2021): Erwerbstätigkeit, -minderung und -unfähigkeit, Pfade in die Rente. In: G. Richter (Hrsg.) (2021): Arbeit und Altern, S. 25-37, 2021-01-02. DOI:10.5771/9783748909378-25
Abstract
"In diesem Beitrag konnte gezeigt werden, dass sich die Erwerbsbeteiligung Älterer im Zeitraum von 1995 bis 2018 deutlich erhöht hat. Dies liegt auch an der zunehmenden Erwerbsbeteiligung der Frauen. Ältere Beschäftigte verbleiben immer länger in den Betrieben, in denen sie bereits länger beschäftigt sind. Dagegen tun sich Ältere, die einen neuen Arbeitsplatz suchen, nach wie vor schwer, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Dies gilt vor allem für ältere Arbeitslose. Obwohl die Aufrechterhaltung der Kompetenzen, Gesundheit und Motivation sowie die Reduktion arbeitsplatzbezogener Anforderungen und Belastungen für die Erhaltung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit Älterer anerkannt sind, ist die Verbreitung entsprechender betrieblicher Maßnahmen nach wie vor gering. Trotz der zunehmenden Bedeutung der Notwendigkeit der Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Kompetenzen in der modernen Arbeitswelt für alle Altersgruppen, bestehen Defizite vor allem bei kleineren und mittleren Betrieben. Diese Entwicklungen stehen im Widerspruch zur Notwendigkeit der Integration der Älteren in die Beschäftigung, deren zunehmende Erwerbsbeteiligung den Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials bei wieder sinkender Migration, kleineren Geburtskohorten und des Übergangs der „Baby-boomer-Generation“ in den Ruhestand kompensieren müsste." (Textauszug, © 2021 Nomos Verlagsgesellschaft)
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Literaturhinweis
Beschäftigungsquoten unter Berücksichtigung der Anhebung der Regelaltersgrenze (2021)
Grimm, Christopher;Zitatform
Grimm, Christopher (2021): Beschäftigungsquoten unter Berücksichtigung der Anhebung der Regelaltersgrenze. (Methodenbericht der Statistik der BA), Nürnberg, 53 S.
Abstract
"Zur Abbildung der relativen Beschäftigungssituation berichtet die Statistik der Bundesagentur für Arbeit regelmäßig über Beschäftigungsquoten. Dabei werden die (sozialversicherungspflichtig) Beschäftigten in Relation zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter gesetzt. Bisher bezog sich das erwerbsfähige Alter in den Beschäftigungsquoten auf die Altersgruppe 15 bis unter 65 Jahre bzw. bei Teilaltersgruppen des Arbeitsmarktes auf eine Abgrenzung innerhalb dieses Intervalls. Zukünftig wird die stufenweise Erhöhung der Regelaltersgrenze in Deutschland von 65 Jahren (vor 2012) auf 67 Jahre (ab 2031) berücksichtigt. Ab Ende Oktober 2021 steht die neue Beschäftigungsquote für die Altersgruppe 15 Jahre bis Regelaltersgrenze im Mittelpunkt der Berichterstattung. Deren Altersabgrenzung wird jährlich angepasst und vollzieht damit die stufenweise Erhöhung der Regelaltersgrenze nach. In den ersten Jahren nach Beginn der Anhebung der Regelaltersgrenze war es vertretbar, zur Darstellung der relativen Beschäftigungssituation von Personen im erwerbsfähigen Alter auf Personen unter 65 Jahren abzustellen. Die sich daraus ergebende Ungenauigkeit bei der Beschreibung der relativen Beschäftigungssituation von Personen im erwerbsfähigen Alter war sehr gering. Im Jahr 2020 lag die Regelaltersgrenze aber schon bei 65 Jahren und 8 Monaten (Jahrgang 1954) bzw. 65 Jahren und 9 Monaten (Jahrgang 1955). Mit jeder weiteren Anhebungsstufe käme es somit zu zunehmenden Abweichungen zwischen dem, was die auf das erwerbsfähige Alter bezogenen Beschäftigungsquoten abbilden sollen, und dem, was sie tatsächlich abbilden. Der Unterschied zwischen der (sozialversicherungspflichtigen) Beschäftigungsquote mit einer stufenweisen Erhöhung der Regelaltersgrenze und der (sozialversicherungspflichtigen) Beschäftigungsquote mit einer festen Regelaltersgrenze von 65 Jahren lag am 30.06.2020 bei -0,5 Prozentpunkten (60,4 Prozent gegenüber 60,9 Prozent), nachdem er zum 30.06.2013 nur -0,03 Prozentpunkte betragen hatte. In diesem Bericht wird neben den Details und Effekten der Umstellung auch aufgezeigt, an welche methodischen Grenzen Berechnungsmodelle wie das der Beschäftigungsquoten bezüglich ihrer Präzision stoßen, auch wenn bei einem wichtigen Aspekt – wie hier bei der Altersabgrenzung – die Genauigkeit erhöht wird. Die methodischen Grenzen ergeben sich insbesondere daraus, dass Zähler und Nenner der Beschäftigungsquoten aus zwei unterschiedlichen Quellen stammen (Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit und Bevölkerungsstatistik der statistischen Ämter des Bundes und der Länder)" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Link zur aktuellen Version, ältere Fassungen online nicht mehr verfügbar. -
Literaturhinweis
Erwerbsaustritt, Pensionsantritt und Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters ab 2024: Potentielle Auswirkungen auf Frauen, Branchen und Betriebe (2021)
Mayrhuber, Christine; Lutz, Hedwig; Mairhuber, Ingrid; Hellrigl, Elisa;Zitatform
Mayrhuber, Christine, Hedwig Lutz & Ingrid Mairhuber (2021): Erwerbsaustritt, Pensionsantritt und Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters ab 2024. Potentielle Auswirkungen auf Frauen, Branchen und Betriebe. Wien, 180 S.
Abstract
"Die Analysen zum gegenwärtigen Pensionsübertrittsgeschehen der Frauen zeigen große zeitliche Lücken zwischen Beschäftigungsbeendigung und Pensionsantritt. In der Beherbergung und Gastronomie sowie in den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen treten nur ein Drittel der Frauen direkt von einer aktiven Beschäftigung in eine Alterspension über. Der Pensionsübertritt aus Großbetrieben erfolgt zu zwei Dritteln direkt, in Betrieben mit weniger als 10 Beschäftigten hingegen nur zu einem Drittel direkt. Die untersuchten Betriebe aus den Branchen mobile Betreuung und Pflege, Einzelhandel und Gebäudereinigung sind auf die Anhebung des Frauenpensionsalters nicht vorbereitet und haben kaum erforderliche Maßnahmen gesetzt, etwa zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Die interviewten erwerbslosen Frauen sehen – vor allem aufgrund von gesundheitlichen Problemen und des Alters – bereits jetzt wenig Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden bzw. bis 60 Jahre erwerbstätig sein zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ältere erwerbstätige Frauen und gesundheitliche Ungleichheit (2021)
Zitatform
Tophoven, Silke (2021): Ältere erwerbstätige Frauen und gesundheitliche Ungleichheit. In: G. Richter (Hrsg.) (2021): Arbeit und Altern, S. 129-140. DOI:10.5771/9783748909378-129
Abstract
"Der Anteil älterer Beschäftigter ist in den letzten 20 Jahren stark gestiegen. Dies zeigt sich besonders deutlich für Frauen: 2018 sind über die Hälfte der Frauen der Altersgruppe der 60- bis unter 65-Jährigen erwerbstätig,1998 waren es nur 11 %. Vor diesem Hintergrund müssen die Erwerbssituationen älterer erwerbstätiger Frauen in den Fokus rücken. Der Beitrag betrachtet die funktionale körperliche Gesundheit bei älteren erwerbstätigen Frauen in Abhängigkeit von verschiedenen Merkmalen ihrer beruflichen Tätigkeit. Dabei zeigt sich unter anderem ein klarer sozialer Gradient in Hinblick auf das Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeit." (Autorenreferat, © 2021 Nomos Verlagsgesellschaft)
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Literaturhinweis
Labour Market Participation of Older Workers: Drivers and Obstacles (2021)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Jürgen Deller (2021): Labour Market Participation of Older Workers: Drivers and Obstacles. In: Intereconomics, Jg. 56, H. 6, S. 341-347. DOI:10.1007/s10272-021-1010-9
Abstract
"From an international comparative point of view the paper deals with driving forces and potential obstacles for the labour market participation of older workers. It goes into depth by focusing on four case studies that seem to be typical for different contexts. Germany, Israel, Italy and Sweden were selected in order to examine the development and the situation of older workers in detail. Each country stands for a specific configuration, e.g. because it may represent a trend reversal, a continuously outstanding performance, or lasting problems. The cases also provde information on pension reforms and approaches to better manage ageing workforces, in some cases including a new balance of work and retirement. Being aware of the different country situations, it becomes obvious that one size of politics does not fit all. Independent of national policies, employability over the life cycle should gain more attention. Regarding future developments, continuous skill improvement and a healthy work environment are indispensable to keep older workers in work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
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