Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
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Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
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Literaturhinweis
Peer Effects in Old‑Age Employment Among Women (2025)
Badalyan, Sona;Zitatform
Badalyan, Sona (2025): Peer Effects in Old‑Age Employment Among Women. (IAB-Discussion Paper 13/2025), Nürnberg, 72 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2513
Abstract
"Dieses Papier nutzt eine einzigartige Situation des Normenwandels – eine deutsche Rentenreform, die das Renteneintrittsalter für Frauen und Männer angleichen sollte –, um zu untersuchen, wie Beschäftigung im höheren Alter über Arbeitsplatznetzwerke weitergegeben wird. Die Reform erhöhte das früheste Renteneintrittsalter von Frauen von 60 auf 63 Jahre für Kohorten, die ab 1952 geboren wurden. Unter Verwendung des Universums der Arbeitsgruppen aus den Sozialversicherungsdaten vergleiche ich Frauen, deren Kolleginnen knapp über oder unter der Reformgrenze lagen. Ich finde, dass Frauen eher im höheren Alter erwerbstätig bleiben, wenn ihre Kolleginnen dies tun, wobei die Effekte in den Regionen des ehemaligen Westdeutschlands mit traditionellen Geschlechternormen stärker ausfallen. Geschlechtsneutrale Rentenreformen verstärken somit ihren Effekt über den Einfluss von Kolleginnen und tragen zu einer regionalen Angleichung der Beschäftigungsmuster im späten Erwerbsleben bei." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitslosenversicherung: Einheitliche Bezugsdauer spart Milliarden (2025)
Schäfer, Holger; Seele, Stefanie;Zitatform
Schäfer, Holger & Stefanie Seele (2025): Arbeitslosenversicherung: Einheitliche Bezugsdauer spart Milliarden. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2025,63), Köln, 3 S.
Abstract
"Die verlängerte Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für Ältere führt zu einer längeren Dauer der Arbeitslosigkeit. Eine Vereinheitlichung auf 12 Monate ist gerecht, könnte den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit um über 2 Milliarden Euro entlasten und schafft einen Anreiz, bis zur Regelaltersgrenze am Arbeitsmarkt aktiv zu bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Beiträge des Arbeitsmarktes zur Finanzierung der Alterssicherung (2025)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2025): Beiträge des Arbeitsmarktes zur Finanzierung der Alterssicherung. In: M. Ferber & S. Schmid (Hrsg.) (2025): Die Zukunft der Altersversorgung in Deutschland, S. 24-33.
Abstract
"Die absehbaren Veränderungen des Erwerbspersonenpotenzials haben nicht nur Folgen für den Arbeitsmarkt, sondern auch sozialpolitische Konsequenzen. Der Anteil der Bevölkerung über 65 Jahre in Relation zu den Erwerbspersonen (beispielsweise zwischen 20- und 64-Jährigen) wird weiter steigen. Der sogenannte „Altenquotient“ zeigt damit an, dass es ohne zusätzliche Erwerbspersonen immer schwerer werden wird, die Rentenversicherung nachhaltig zu finanzieren. Ein Ansatzpunkt, um dem entgegenzuwirken ist die Verbreitung der Basis des Erwerbspersonenpotenzials. Die Erschließung zusätzlicher Arbeitskräftereserven ist zwar kein Selbstläufer, aber auch alternativlos. Wichtige Felder sind in diesem Kontext die dauerhafte Stärkung der Erwerbsmigration sowie deutlich mehr Erwerbsanreize für die Beschäftigung von Älteren und Müttern. Nicht außer Acht lassen sollte man für die künftige Finanzierung der Altersvorsorge zudem Produktivitätserhöhungen und damit verbundene Lohnsteigerungen. Wollte man dies erreichen, ginge es um eine signifikante Stärkung von frühkindlicher und schulischer Bildung sowie von Aus- und Weiterbildung." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Flexible Übergänge in den Ruhestand: Verbreitung und Ausgestaltung von Altersteilzeit und Zeitwertkonten (2025)
Zitatform
Wanger, Susanne (2025): Flexible Übergänge in den Ruhestand: Verbreitung und Ausgestaltung von Altersteilzeit und Zeitwertkonten. (IAB-Forschungsbericht 24/2025), Nürnberg, 57 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2524
Abstract
"Der demografische Wandel führt zu einer Schrumpfung und Alterung des Erwerbspersonenpotenzials. Daher wird es für Betriebe zunehmend wichtiger, gut qualifiziertes Personal möglichst lange zu halten. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen an Bedeutung, insbesondere die Frage, unter welchen Rahmenbedingungen deren Beschäftigungsfähigkeit möglichst lange erhalten und gefördert werden kann. Gleitende Übergänge in den Ruhestand, wie sie durch Altersteilzeit oder Langzeitkonten ermöglicht werden, können hierzu einen wertvollen Beitrag leisten. Dieser Forschungsbericht bietet einen umfassenden Überblick über die Gestaltung, Verbreitung und Nutzung dieser Regelungen. Anhand von Daten der IAB-Beschäftigtenhistorik wird zunächst die Entwicklung der Altersteilzeit analysiert. Dabei werden regionale und geschlechtsspezifische Unterschiede sowie Unterschiede hinsichtlich der Inanspruchnahme nach Berufen, Belastungen, Betriebsgröße oder Branche beleuchtet. Zudem werden das Zu- und Abgangsalter der Altersteilzeitbeschäftigten, die Dauer der Altersteilzeit, das gewählte Arbeitszeitmodell und ausgeübte Nebentätigkeiten während dieser Phase berücksichtigt. Ende 2023 waren knapp 300.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Altersteilzeit tätig, was einer Nutzungsquote von rund 4 Prozent innerhalb der anspruchsberechtigten Altersgruppe der 55- bis 65-Jährigen entspricht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Altersteilzeit weiterhin häufig zur Verkürzung der Lebensarbeitszeit genutzt wird. So liegt das Zugangsalter zur Rente bei Altersteilzeitbeschäftigten deutlich niedriger als bei allen Versicherten. Aufgrund der starken Nutzung des sogenannten Blockmodells (80 %) erfolgt der tatsächliche Erwerbsausstieg nochmals früher. Zudem schließen Männer häufiger Altersteilzeitvereinbarungen ab als Frauen, da sie in der Regel mehr verdienen und seltener in Teilzeit arbeiten. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Altersteilzeit für Beschäftigte weiterhin in erster Linie dazu dient, über das Blockmodell früher aus dem Erwerbsleben auszusteigen. Für Betriebe stellt sie einen Weg dar, Personal sozialverträglich abzubauen und die Belegschaft zu verjüngen. Ergänzend untersucht der Forschungsbericht die betriebliche Verbreitung von Zeitkonten für längerfristige Freistellungen, die in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen haben. Mithilfe von Daten des IAB-Betriebspanels wird dargestellt, welche Betriebe Langzeitkonten anbieten und wofür die angesparten Zeitguthaben überwiegend verwendet werden. Bei Zeitkonten für längerfristige Arbeitsfreistellungen ist in den vergangenen Jahren ein Anstieg zu beobachten. Im Jahr 2022 gab es diese Option in rund 10 Prozent der Betriebe. Dabei steigt die Verbreitung mit zunehmender Betriebsgröße. Im Durchschnitt haben 18 Prozent der Beschäftigten Anspruch auf ein Zeitwertkonto. Tatsächlich genutzt hat es jedoch nur jeder dritte Anspruchsberechtigte, was 6 Prozent aller Beschäftigten entspricht. Langzeitkonten stehen tendenziell eher qualifizierteren Beschäftigten in größeren, tarifgebundenen Betrieben mit höherem Lohnniveau zur Verfügung. Die angesparten Zeitguthaben werden vor allem für Familienzeiten, Sabbaticals oder für Weiterbildungszeiten verwendet, seltener jedoch, um die Lebensarbeitszeit zu verkürzen. IAB-Forschungsbericht 24|2025 6 Insgesamt wird deutlich, dass die Möglichkeiten für ältere Beschäftigte, den Übergang in den Ruhestand flexibel zu gestalten, in der Praxis sehr unterschiedlich verteilt sind. Altersteilzeit und Zeitkonten für längerfristige Arbeitsfreistellungen sind vornehmlich in großen bzw. tarifgebundenen Betrieben zu finden. Ihre Inanspruchnahme hängt stark von den spezifischen Gegebenheiten der Betriebe ab. Häufig profitieren Beschäftigte mit besseren Arbeitsbedingungen und höheren Einkommen von diesen Regelungen, während Beschäftigte, die einen flexiblen Rentenbeginn am dringendsten benötigen würden, weniger Zugang zu diesen Möglichkeiten haben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies: Ungated Version to NBER working paper 31807 (2024)
Zitatform
Gudgeon, Matthew, Pablo Guzman, Johannes F. Schmieder, Simon Trenkle & Han Ye (2024): When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies. Ungated Version to NBER working paper 31807. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 31807 (ungated Version 2024)), Cambridge, Mass, 62 S.
Abstract
"In diesem Beitrag wird empirisch gezeigt, dass die Auswirkungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) auf die Nichtbeschäftigung älterer Arbeitnehmer in erster Linie von der Struktur der Rentenpolitik abhängen. Anhand von deutschen Daten präsentieren wir zunächst Belege für diese Wechselwirkungen und dokumentieren eine starke Bündelung der Zuflüsse in die Arbeitslosenversicherung in dem Alter, in dem die Arbeitnehmer nach Ablauf der Arbeitslosenversicherung ihre Rente beantragen können. Anschließend schätzen wir ein dynamisches Lebenszyklusmodell und verwenden es, um direkt zu quantifizieren, wie die Auswirkungen der Arbeitslosenversicherung mit der Rentenpolitik variieren. Die Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen den Institutionen der Sozialversicherung und des Ruhestands hilft auch bei der Erklärung von ansonsten schwer zu erklärenden Trends in der Arbeitslosenquote älterer deutscher Arbeitnehmer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Pension reforms and couples’ labour supply decisions (2024)
Zitatform
Moghadam, Hamed Markazi, Patrick A. Puhani & Joanna Tyrowicz (2024): Pension reforms and couples’ labour supply decisions. In: Labour Economics, Jg. 91. DOI:10.1016/j.labeco.2024.102627
Abstract
"This study examines how retirement options for husbands and wives impact their labour supply decisions using a regression discontinuity design. In the context of German pension reforms, which have tightened early retirement possibilities, we find that coordination in retirement decisions between spouses was more prevalent and symmetrical before the reforms, but less so after. This sheds light on the role of early retirement possibilities in shaping couples’ reactions to one spouse’s retirement age." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Wirkungen des Rentenpakets II: Ältere profitieren, Jüngere verlieren (2024)
Ragnitz, Joachim;Zitatform
Ragnitz, Joachim (2024): Wirkungen des Rentenpakets II: Ältere profitieren, Jüngere verlieren. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 31, H. 4, S. 22-25.
Abstract
"Die Bundesregierung plant mit dem sogenannten Rentenpaket II die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48% des durchschnittlichen Lohneinkommens als eines der zentralen Vorhaben des Koalitionsvertrags. Eine detaillierte Betrachtung zeigt, dass von der geplanten Reform vor allem die derzeitigen Rentner*innen sowie die rentennahen Jahrgänge profitieren. Für die jüngeren Kohorten ist die von der Bundesregierung geplante Festschreibung des Rentenniveaus letzten Endes nachteilig. Sie profitieren zwar im Alter von den garantierten Renten, haben aber über ihre Erwerbsphase hinweg höhere Beiträge zu leisten." (Textauszug, IAB-Doku)
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Situation Älterer am Arbeitsmarkt (2024)
Räder, Evelyn; Rodenberg, Ina;Zitatform
Räder, Evelyn & Ina Rodenberg (2024): Situation Älterer am Arbeitsmarkt. (Arbeitsmarkt aktuell 2024,02), 29 S.
Abstract
"Steigende Erwerbstätigen und Beschäftigungsquoten lassen vermuten, dass sich auch die Situation älterer Menschen am Arbeitsmarkt grundlegend verbessert hätte. Bei detaillierter Betrachtung zeigen sich jedoch immer noch deutliche Handlungsbedarfe. Wird die Erfahrung Älterer wenig geschätzt, werden sie in Modernisierungsprozessen nicht mitgenommen, wird ihnen kaum Weiterbildung ermöglicht, wird auf die langfristige Gesunderhaltung der Mitarbeiter*innen und auf sinnvolle Entlastungen für Ältere nicht geachtet, werden Ältere in der Arbeitswelt abgehängt. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern daher eine alters- und alternsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen sowie die Arbeits- und vor allem die Qualifizierungsförderung für ältere Menschen quantitativ und qualitativ auszubauen .Die weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte (sog. Rente mit 63 sowie die Abschaffung der längeren Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für über Fünfzigjährige sind hingegen Irrwege." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gender and Educational Inequalities in Extending Working Lives: Late-Life Employment Trajectories Across Three Decades in Seven Countries (2024)
Zitatform
Turek, Konrad, Kène Henkens & Matthijs Kalmijn (2024): Gender and Educational Inequalities in Extending Working Lives: Late-Life Employment Trajectories Across Three Decades in Seven Countries. In: Work, Aging and Retirement, Jg. 10, H. 2, S. 100-122. DOI:10.1093/workar/waac021
Abstract
"Public policies encourage later retirement, but they often do not account for discrepancies in the capacity for extending working lives. This paper studies trends and inequalities in extending working lives between 1990 and 2019 from gender and education perspectives in seven countries (Australia, Germany, Russia, South Korea, Switzerland, United Kingdom, and United States). The three-decade-long data provide insights into the societal transition toward extended employment that began in the mid-1990s. Using latent class growth analysis, we identify five universal trajectories representing late-life employment in all countries: Early, Standard and Late Exit patterns, and stable Nonemployment and Late Employment patterns. Regression analyses show that Non-Employment dominated the 1990s, but it significantly declined, giving space to Late Employment as one of the major employment pathways. Gender and educational differences are considerable and stable and constitute important stratification markers of late careers. Progress toward later employment affects all analyzed countries but in different ways, suggesting the simple generalizations of one-country findings can be risky. We discuss the risks of universal progress toward extending employment that can bring unequal results and negative consequences for vulnerable groups. This study also contributes methodologically by exploring the trajectory-oriented perspective on late careers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison (2024)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2024): Older Workers in Germany: Employment Potentials in International Comparison. (IAB-Forschungsbericht 14/2024 (en)), Nürnberg, 24 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2414EN
Abstract
"In vielen Staaten der westlichen Welt erreichen die geburtenstarken Jahrgänge mehr und mehr das Rentenalter. Da weniger junge Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt nachrücken als Ältere ausscheiden, sinkt unter sonst gleichen Bedingungen die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte. Gleichzeitig wachsen die Finanzierungsprobleme in der Rentenversicherung, denn insbesondere in den international weit verbreiteten Umlagesystemen zahlen immer weniger Menschen in die Altersvorsorge ein. Gleichzeitig wächst der Anteil der Rentenbeziehenden. Vor diesem Hintergrund rückt die Erwerbsbeteiligung älterer Personen verstärkt in den Fokus. Der Bericht startet mit einer Übersicht der Erwerbsarbeit von Älteren in einem breiteren internationalen Vergleich. Dem folgt eine Situationsbeschreibung für Deutschland. Im Anschluss soll ein genauerer Blick auf die Länder gerichtet werden, die bei der Erwerbstätigkeit Älterer ganz vorne stehen. Es geht darum, Anhaltspunkte für diejenigen Faktoren zu erhalten, die das hohe Beschäftigungsniveau der Älteren in diesen Ländern begünstigt haben könnten. Die Bundesrepublik Deutschland hat bei der Beschäftigung Älterer in den letzten Dekaden deutlich aufgeholt. Dies gilt insbesondere für die 50-64-Jährigen. Im Vergleich zu den Spitzenländern fehlen mittlerweile nur noch wenige Prozentpunkte. Ein größerer Rückstand besteht allerdings noch bei den 65- bis 74-Jährigen. Der künftige Abstand zu anderen Ländern wird bei dieser Altersgruppe durch gegenläufige Entwicklungen beeinflusst. Durch die weiteren Schritte in Richtung der „Rente mit 67“ dürfte er sich vermutlich weiter verringern, durch die „Rente mit 63“ aber verlangsamt werden. Deutschland wird mit Blick auf die Erwerbstätigenquoten Älterer aber noch von einigen Ländern übertroffen. Hier stellt sich die Frage, welche Faktoren hinter der günstigen Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere in diesen Ländern stehen könnten. Zu Vergleichszwecken wird in diesem Bericht die Situation in Japan, Neuseeland, Island, Norwegen und Schweden näher betrachtet, die weltweit die höchsten Erwerbstätigenquoten von Älteren aufweisen. Dabei werden nacheinander verschiedene, für die Erwerbstätigkeit Älterer bedeutsame Aspekte aus einer international vergleichenden Perspektive beleuchtet. Der Vergleich ergibt eine ganze Reihe von wichtigen Punkten, an die in anderen Ländern angeknüpft werden könnte. Die hohe Alterserwerbstätigkeit in Island, Schweden und Norwegen steht in Verbindung mit der in beiden Ländern hohen Frauenerwerbsbeteiligung und kontinuierlichen Verbesserungen im Bildungsniveau der Bevölkerung, einschließlich der beruflichen Weiterbildung. Neuseeland weist einen geringen Lohnabstand von Älteren gegenüber Jüngeren und hohe Einstellungsquoten Älterer auf, die zudem auch das Ergebnis einer konsequenten und öffentlich wahrnehmbaren Antidiskriminierungspolitik sind. In Japan spielen der demografisch bedingt sehr starke Arbeitskräftebedarf und Einkommensbedarfe auf individueller Ebene eine offenbar sehr große Rolle, da viele Ältere dort erwerbstätig sein müssen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hohe bzw. steigende Erwerbstätigenquoten Älterer sind grundsätzlich kein Selbstläufer. Sie setzen eine gute Bildung und Qualifikation auf der individuellen Ebene sowie die Möglichkeit und Befähigung zu lebenslangem Lernen voraus. Auch gesundheitliche Prävention ist für ein langes Erwerbsleben wichtig, die wie die Bildung am besten so früh wie möglich beginnt. Hohe Erwerbstätigenquoten Älterer werden nicht nur durch die individuelle Beschäftigungsfähigkeit begünstigt, sondern auch durch die Attraktivität des Arbeitsmarkts und damit der für Ältere erreichbaren Beschäftigung. Je besser es gelingt, Kompetenzen und Fähigkeiten der Älteren zu stärken, alters- und alternsgerechte Arbeit zu organisieren und flexibel auf Beschäftigtenwünsche einzugehen, desto größer ist die Chance, Ältere am Arbeitsmarkt zu halten oder zurückzugewinnen. Schließlich sind auch Regulierungen und Förderprogramme ins Blickfeld zu nehmen, die Anreize für Beschäftigung im Alter setzen. Zu nennen sind hier die Flexibilität des Rentenzugangs, arbeitsrechtliche Erleichterungen bei der Weiterbeschäftigung im Alter, die Bezugsdauer des Arbeitslosengelds für Ältere sowie die Berücksichtigung älterer Arbeitsloser in der aktiven Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch deutschsprachig erschienen -
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Lohnt sich der Hinzuverdienst bei vorgezogenem Rentenbezug? (2023)
Zitatform
Beznoska, Martin & Ruth Maria Schüler (2023): Lohnt sich der Hinzuverdienst bei vorgezogenem Rentenbezug? (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2023,40), Köln, 3 S.
Abstract
"Zum 1. Januar 2023 ist die Hinzuverdienstgrenze für vorgezogene Altersrenten gefallen. Rentnerinnen und Rentner, die vorzeitig mit Abschlägen oder abschlagsfrei in Rente gehen, können neben dem Bezug ihrer Rente unbegrenzt sozialversicherungspflichtig weiterverdienen. Die Abgabenbelastung ist jedoch relativ hoch, so dass die Arbeitsanreize eher gering sind." (Textauszug, IAB-Doku)
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Priming or learning? The influence of pension policy information on individual preferences in Germany, Spain and the United States (2023)
Zitatform
Fernández, Juan J., Gema García-Albacete, Antonio M. Jaime-Castillo & Jonas Radl (2023): Priming or learning? The influence of pension policy information on individual preferences in Germany, Spain and the United States. In: Journal of European Social Policy, Jg. 33, H. 3, S. 337-352. DOI:10.1177/09589287231164347
Abstract
"A promising approach to pension policy preferences focuses on the influence of policy related information. We advance this research programme by examining the impact of information about future pension benefits, including whether information effects occur through priming, learning or both. Drawing on a novel, split-sample survey experiment in the US, Germany and Spain, we examine the impact of information on forecasted pension replacement rates for 2040 on pension policy attitudes. Findings indicate that the information treatment increases support for the two outcomes considered: (i) increases in the pensionable age and (ii) greater spending on pensions relative to other social programmes. Analyses of heterogeneous treatment effects accounting for prior beliefs of participants show that information effects occur both through priming and learning. The study concludes that hard, non-partisan information increases support for reforms that foster the financial sustainability of pension systems, although the scope of information effects depends on contextual conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Erwerbsminderungsrente: Weiterer Reformbedarf (2023)
Zitatform
Geyer, Johannes (2023): Erwerbsminderungsrente: Weiterer Reformbedarf. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 103, H. 5, S. 290. DOI:10.2478/wd-2023-0089
Abstract
"Der Verlust der Erwerbsfähigkeit ist ein unterschätztes Einkommensrisiko. Erwerbsminderung ist für die überwiegende Mehrheit gleichbedeutend mit dem Wegfall ihrer wichtigsten Einkommensquelle, ihrem Lohn. Der Konsum wird dann aus einer Erwerbsminderungsrente, Transferleistungen, dem Einkommen anderer Haushaltsmitglieder, eigener Erwerbstätigkeit in geringem Stundenumfang und, falls vorhanden, Erspartem bestritten. Immerhin gehen rund 160.000 Menschen jährlich in eine Erwerbsminderungsrente. Im Rentenbestand sind es 1,8 Mio. Menschen, hinzu kommen etwa 2,7 Mio. Menschen, die inzwischen eine Altersrente beziehen. Bezogen auf alle Alters- und Erwerbsminderungsrenten liegt der Anteil der ursprünglich Erwerbsgeminderten bei immerhin 22 %." (Textauszug, IAB-Doku)
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When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies (2023)
Zitatform
Gudgeon, Matthew, Pablo Guzman, Johannes F. Schmieder, Simon Trenkle & Han Ye (2023): When Institutions Interact: How the Effects of Unemployment Insurance are Shaped by Retirement Policies. (NBER working paper / National Bureau of Economic Research 31807), Cambridge, Mass, 62 S.
Abstract
"This paper shows empirically that the non-employment effects of unemployment insurance (UI) for older workers depend in a first-order way on the structure of retirement policies. Using German data, we first present reduced-form evidence of these interactions, documenting large bunching in UI inflows at the age that allows workers to claim their pension following UI expiration. We then estimate a dynamic life-cycle model and use it to directly quantify how the effects of UI vary with retirement policies. Accounting for interactions across UI and retirement institutions also helps explain otherwise difficult-to-explain trends in the unemployment rate of older German workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Pension Reforms and Couples' Labour Supply Decisions (2023)
Zitatform
Moghadam, Hamed Markazi, Patrick A. Puhani & Joanna Tyrowicz (2023): Pension Reforms and Couples' Labour Supply Decisions. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 16039), Bonn, 43 S.
Abstract
"To determine how wives' and husbands' retirement options affect their spouses' (and their own) labour supply decisions, we exploit (early) retirement cutoffs by way of a regression discontinuity design. Several German pension reforms since the early 1990s have gradually raised women's retirement age from 60 to 65, but also increased ages for several early retirement pathways affecting both sexes. We use German Socio-Economic Panel data for a sample of couples aged 50 to 69 whose retirement eligibility occurred (i) prior to the reforms, (ii) during the transition years, and (iii) after the major set of reforms. We find that, prior to the reforms, when several retirement options were available to both husbands and wives, both react almost symmetrically to their spouse reaching an early retirement age, that is both husband and wife decrease their labour supply by about 5 percentage points when the spouse reaches age 60). This speaks in favour of leisure complementarities. However, after the set of reforms, when retiring early was much more difficult, we find no more significant labour supply reaction to the spouse reaching a retirement age, whereas reaching one's own retirement age still triggers a significant reaction in labour supply. Our results may explain some of the diverse findings in the literature on asymmetric reactions between husbands and wives to their spouse reaching a retirement age: such reactions may in large parts depend on how flexibly workers are able to retire." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Are active labour market policies effective for the older unemployed? A meta-evaluation (2023)
Zitatform
Orfao, Guillermo & Miguel Ángel Malo (2023): Are active labour market policies effective for the older unemployed? A meta-evaluation. In: Ageing & Society, Jg. 43, S. 1617-1637. DOI:10.1017/S0144686X21001288
Abstract
"We present a meta-evaluation of the literature on the impacts of active labour market policies for unemployed people over 50, extracting 82 impacts for analysis. The meta-evaluation includes only impact evaluations that examine both a group of beneficiaries and a control group of comparable non-beneficiaries. On average, we find that active policies have a slightly negative effect (−0.8 percentage points) on the probability of unemployed people over 50 finding a job and that this negative effect disappears 24 months after policy implementation. However, this effect is very different when disaggregated by policy type. Direct job creation policies have a clear negative effect (−3.9 percentage points), and training policies have a positive average effect, either in isolation (2.4 percentage points) or when combined with search assistance or counselling (1.7 percentage points). We also find slight differences by gender, with the effect of active policies being greater for women than for men. These results have important implications, given that the European Commission and the Organisation for Economic Co-operation and Development have made active policies the cornerstone of their efforts to improve the re-employment of older people. Our results support training policies, either in isolation or in combination with search assistance and counselling. The greatest impacts are obtained after 12 months of policy implementation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Effect of Pension Wealth on Employment (2022)
Zitatform
Becker, Sebastian, Hermann Buslei, Johannes Geyer & Peter Haan (2022): The Effect of Pension Wealth on Employment. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 15836), Bonn, 49 S.
Abstract
"This study provides novel evidence about the pension wealth elasticity of employment. For the identification we exploit reform-induced variation of pension wealth that is related to the number of children but which does not affect the implicit tax rate of employment. We use a difference-in-differences estimator based on administrative data from the German pension insurance and find that, on average, the negative employment effect of pension wealth is significant and economically important. Heterogeneity analyses document a strong age pattern showing that the employment effects are driven by behavioral responses of women close to retirement. The age pattern is partly explained by the positive effect of pension wealth on disability pensions after the age of 60." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Altersrenten und sozialer Ausgleich in Deutschland und Österreich – ein Vergleich anhand von Modellrechnungen (2022)
Zitatform
Blank, Florian & Erik Türk (2022): Altersrenten und sozialer Ausgleich in Deutschland und Österreich – ein Vergleich anhand von Modellrechnungen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 71, H. 2, S. 139-163. DOI:10.3790/sfo.71.2.139
Abstract
"Die Gegenüberstellung der Rentenansprüche für einheitliche, idealtypische Biografien ermöglicht den Vergleich von Unterschieden der Rentensysteme selbst. Die von der OECD erstellten Modellbiografien mit durchgehenden Erwerbsverläufen, abschlagsfreiem Renteneintritt und stabilen Einkommenspositionen bilden den Ausgangspunkt für den Vergleich der Rentenversicherungen Deutschlands und Österreichs. Die Vorgehensweise der OECD wird dargestellt, sofern erforderlich korrigiert, aktualisiert und weiterentwickelt. Zusätzlich werden Arbeitslosigkeit, vorzeitiger Renteneintritt sowie Kindererziehungszeiten berücksichtigt. Durch diese Ergänzungen werden eine höhere Realitätsanbindung erreicht und Elemente des sozialen Ausgleichs einbezogen. Es zeigt sich, dass die österreichische Pensionsversicherung in jeder Konstellation deutlich höhere Leistungen gewährt, die Elemente des sozialen Ausgleichs den Abstand teils vergrößern, teils verringern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Job search requirements for older unemployed workers: Search requirements for the older unemployed affect their re-employment rates and their flows into states of inactivity (2022)
Bloemen, Hans;Zitatform
Bloemen, Hans (2022): Job search requirements for older unemployed workers. Search requirements for the older unemployed affect their re-employment rates and their flows into states of inactivity. (IZA world of labor 235,2), Bonn, 11 S. DOI:10.15185/izawol.235.v2
Abstract
"Politische Maßnahmen zur Aktivierung älterer Arbeitnehmer sind in vielen OECD-Länder mit rasch alternden Bevölkerungen von großer Bedeutung. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Integration Älterer in die allgemein an Arbeitslose gestellten Suchanforderungen zu einem verstärkten Übergang in Beschäftigung führen kann. Als negativer Begleiteffekt ist allerdings eine Zunahme von Inaktivität, etwa durch Berufsunfähigkeit, zu berücksichtigen. Insgesamt kann eine Strategie, die konkrete Suchanforderungen an ältere Arbeitslose stellt und mit einem Monitoringverfahren verbindet, die Wiederbeschäftigung von Älteren deutlich stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
deutsche Kurzfassung -
Literaturhinweis
Population ageing and its consequences in health, labour market and gender policies (2022)
Davare, Ramani; Scheitlin, Amara; Kreis, Felix;Zitatform
Davare, Ramani, Felix Kreis & Amara Scheitlin (2022): Population ageing and its consequences in health, labour market and gender policies. (European Centre for Social Welfare Policy and Research. Policy brief 2022,03), Wien, 23 S.
Abstract
"Population ageing in the next few decades will result in a higher fraction of older people in European societies. In 2050, there will be close to half a million centenarians and approximately 130 million people over the age of 65 living in the EU with important consequences for economic growth, labour markets and social security. Still, European states have implemented international initiatives and recommendations rather poorly and to different extents. This policy brief analyses the current limitations in ageing-related health, labour market and gender policies in Hungary, Estonia, Germany and the Netherlands." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Regionaler Vergleich: Ältere in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit (2022)
Zitatform
Drescher, Susanne & Martin Brussig (2022): Regionaler Vergleich: Ältere in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2022-03), Duisburg, 15 S.
Abstract
"Die Beschäftigungsquote der 55- bis unter 65-Jährigen in Deutschland lag 2021 bei 56,6 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 6,1 Prozent. Ein Vergleich von Arbeitsmarktregionen zeigt jedoch ein differenzierteres Bild der Arbeitsmarktsituation von Älteren. Eine vergleichsweise niedrige Beschäftigung gibt es vor allem in den nordöstlichen und westlichen Regionen Deutschlands. Regionen im Osten, aber auch im Westen, sind von hoher Arbeitslosigkeit betroffen. Der Vergleich der 55- bis unter 65-Jährigen mit den 25- bis unter 55- Jährigen zeigt, dass sich die Arbeitsmarktsituation in manchen Regionen für beide Altersgruppen ähnelt. Es gibt aber auch Regionen, in denen die Indikatoren zur Erwerbsbeteiligung und Arbeitslosigkeit auf eine schlechtere Arbeitsmarktsituation für Ältere hindeuten. Besonders die 60- bis unter 65-Jährigen sind selten sozialversicherungspflichtig beschäftigt und weisen gleichzeitig eine hohe Arbeitslosigkeit auf. Die regionalen Unterschiede bleiben bestehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The role of labor demand in the labor market effects of a pension reform (2022)
Zitatform
Geyer, Johannes, Peter Haan, Svenja Lorenz, Thomas Zwick & Mona Bruns (2022): The role of labor demand in the labor market effects of a pension reform. In: Industrial Relations, Jg. 61, H. 2, S. 152-192. DOI:10.1111/irel.12293
Abstract
"This paper shows that labor demand plays an important role in the labor market reactions to a pension reform in Germany. Employers with a high share of older worker inflow compared with their younger worker inflow, employers in sectors with few investments in research and development, and employers in sectors with a high share of collective bargaining agreements allow their employees to stay employed longer after the reform. These employers offer their older employees partial retirement instead of forcing them into unemployment before early retirement because the older employees incur low substitution costs and high dismissal costs." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Beware of the employer: Financial incentives for employees may fail to prolong old-age employment (2022)
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Lorenz, Svenja, Thomas Zwick & Mona Bruns (2022): Beware of the employer: Financial incentives for employees may fail to prolong old-age employment. In: The Journal of the Economics of Ageing, Jg. 21. DOI:10.1016/j.jeoa.2021.100363
Abstract
"We show that a stepwise increase in the normal retirement age (NRA) by up to five years and the introduction of actuarial pension deductions for retirement before NRA was ineffective in prolonging employment of older men after early retirement age. We argue that the ineffectiveness of the German pension reform resulted from a change in employer behavior that was mainly induced by a recession during the implementation period of the pension reform. Employers seem to have nudged their employees to use a bridge option that was introduced with the pension reform (partial retirement) or a traditional bridge option (unemployment). These bridge options allowed an early retirement age (ERA) of 60 instead of the only alternative early retirement option with an ERA of 63. Bridge options therefore offered employers an opportunity to terminate employment considerably earlier and exert more influence over the employment exit age. We argue that without a change in employer behavior, neither using one of the bridge options nor the earlier employment exit would have been utility maximizing for the individuals affected by the reform." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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früher (möglw. abweichend) erschienen als: ZEW discussion paper -
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Early retirement intentions: the impact of employment biographies, work stress and health among a baby-boomer generation (2022)
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Toczek, Lisa, Hans Bosma & Richard Peter (2022): Early retirement intentions: the impact of employment biographies, work stress and health among a baby-boomer generation. In: European Journal of Ageing, Jg. 19, H. 4, S. 1479-1491. DOI:10.1007/s10433-022-00731-0
Abstract
"In recent years, early retirement decisions have become more frequent in the European Union despite political efforts to prevent early retirement. This is a growing problem for the social security system. The study focuses on a life course approach using employment biographies and investigates the influence of work stress and health on early retirement intentions. Data of employees who were born in either 1959 or 1965 of the German cohort study on work, age, health and work participation are analysed (n = 3338). By linking survey and register data from 1993 to 2011, a sequence analysis is conducted to identify employment biographies. To analyse the relationship between the employment biographies and intended early retirement, a longitudinal path analysis is computed and includes work stress, measured through effort-reward imbalance, and self-rated health. The statistical analyses identify three adverse employment biographies, i.e. part-time work, episodes of unemployment or marginal employment. In addition, two favourable employment biographies are determined, characterised by full-time work and few episodes of unemployment. The results of the path analysis show that employment biographies with high work-related stress have early retirement intentions. Among adverse employment biographies, indirect effects of poor health on the association between work stress and early retirement intentions are found. Unexpectedly, among full-time workers, work stress is also associated with early retirement intentions with an additional mediation through health. The findings of this study highlight the importance of the life course perspective when analysing retirement decisions. In addition to health-promoting interventions in the labour market, effects of psychosocial factors should be focussed on in order to reduce early exits from the labour market." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Is a Pension Reform Needed in Germany? (2022)
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Werding, Martin (2022): Is a Pension Reform Needed in Germany? In: CESifo forum, Jg. 23, H. 2, S. 58-62.
Abstract
"Germany is being hit relatively hard by demographic aging. The latest round of major pension reforms dates back to the period from 2001 to 2007. The last government tried to prepare a new reform, but failed to reach a consensus. The new coalition government is not pursuing these plans any further. This article describes the changes in existing rules that the coalition is nevertheless considering and discusses actual reform needs." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Early retirement of employees in demanding jobs: Evidence from a German pension reform (2022)
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Zwick, Thomas, Mona Bruns, Johannes Geyer & Svenja Lorenz (2022): Early retirement of employees in demanding jobs: Evidence from a German pension reform. In: The Journal of the Economics of Ageing, Jg. 22. DOI:10.1016/j.jeoa.2022.100387
Abstract
"Early retirement options are usually targeted at employees at risk of not reaching their regular retirement age in employment. An important at-risk group comprises older employees who have worked in demanding jobs for many years. This group may be particularly negatively affected by the abolition of early retirement options. To measure differences in labor market reactions of employees in low- and high-demand jobs, we exploit the quasinatural experiment of a cohort-specific pension reform that increased the early retirement age for women from 60 to 63 years. Based on a large administrative dataset, we use a regression-discontinuity approach to estimate the labor market reactions. Surprisingly, we find the same relative employment increase of about 25% for treated women who were exposed to low and to high job demand. For older women in demanding jobs, we also do not find substitution effects into unemployment, partial retirement, disability pension, or inactivity. Eligibility for the abolished early retirement option required high labor market attachment. Thus, we argue that this eligibility rule induced a positive selection of healthy workers into early retirement. We propose alternative policies that protect workers exposed to high job demand better against the negative consequences of being unable to reach their statutory retirement age in employment." (Author's abstract, IAB-Doku, © Elsevier) ((en))
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früher (möglw. abweichend) erschienen als: DIW-Diskussionspapier -
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The Effects of an Increase in the Retirement Age on Health: Evidence from Administrative Data (2021)
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Barschkett, Mara, Johannes Geyer, Peter Haan & Anna Hammerschmid (2021): The Effects of an Increase in the Retirement Age on Health. Evidence from Administrative Data. (DIW-Diskussionspapiere 1985), Berlin, 61 S.
Abstract
"This study analyzes the causal effect of an increase in the retirement age on health. We exploit a sizable cohort-specific pension reform for women using two complementary empirical approaches – a Regression Discontinuity Design and a Difference-in-Differences approach. The analysis is based on official records covering all individuals insured by the public health system in Germany and including all certified diagnoses by practitioners. This enables us to gain a detailed understanding of the multi-dimensionality in these health effects. The empirical findings reflect the multidimensionality but allow for deriving two broader conclusions. We provide evidence that the increase in the retirement age negatively affects health outcomes as the prevalence of several diagnoses, e.g., mental health, musculoskeletal diseases, and obesity, increases. In contrast, we do not find support for an improvement in health related to a prolonged working life since there is no significant evidence for a reduction in the prevalence of any health outcome we consider. These findings hold for both identification strategies, are robust to sensitivity checks, and do not change when correcting for multiple hypothesis testing." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Older adults' integration in the labour market: a global view (2021)
Börsch-Supan, Axel; Hanemann, Felizia; Halimi, Didier; Staudinger, Ursula M. ; Harding, Susana; Beach, Brian ; Waal, Marieke van der; Watanabe, Daisuke ;Zitatform
Börsch-Supan, Axel, Felizia Hanemann, Brian Beach, Didier Halimi, Susana Harding, Marieke van der Waal, Daisuke Watanabe & Ursula M. Staudinger (2021): Older adults' integration in the labour market: a global view. In: Ageing & Society, Jg. 41, H. 4, S. 917-935. DOI:10.1017/S0144686X19001454
Abstract
"What governs labour force participation in later life and why is it so different across countries? Health and labour force participation in older ages are not strongly linked, but we observe a large variation across countries in old-age labour force participation. This points to the important role of country-specific regulations governing pension receipt and old-age labour force participation. In addition to the statutory eligibility age for a pension, such country-specific regulations include: earnings tests that limit the amount of earnings when pension benefits are received; the amount of benefit deductions for early retirement; the availability of part-time pensions before normal retirement; special regulations that permit early retirement for certain population groups; and either subsidies or extra costs for employers if they keep older employees in their labour force. This paper asks two questions: Can we link a relatively low labour force participation at ages 60–64 to country-specific regulations that make early retirement attractive? and Can we link a relatively high labour force participation at ages 65–74 to country-specific regulations that make late retirement attractive? To answer these questions, we compared the experiences in a set of developed countries around the world in order to understand better the impact of country-specific rules and laws on work and retirement behaviour at older ages and, by consequence, on the financial sustainability of pension systems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Three Essays in Labor Economics (2021)
Eckrote-Nordland, Marissa Dae; Berg, Peter ; Hamman, Mary; Ruhm, Christopher; Piszczek, Matthew M. ; Hochfellner, Daniela;Zitatform
Eckrote-Nordland, Marissa Dae (2021): Three Essays in Labor Economics. Michigan, 86 S. DOI:10.25335/ks2e-de95
Abstract
"This dissertation is comprised of three chapters analyzing how establishments react to increases in pensionable age. Chapter 1: Understanding the Impact of Postponed Retirements on the Hiring Decisions of Firms The solvency of public pension systems in countries with pay-as-you-go pension schemes have led many of these countries to adopt changes in the age of eligibility for full-benefits. One such country is Germany who implemented a change in their pensionable age in a major reform enacted in 1992. There have been multiple studies that have looked at the effectiveness of this reform in terms of older workers delaying their retirements. However, less is known about how firms have reacted to these changes and if these changes in policy have caused firms to change their hiring behavior. Using administrative linked employer-employee data I exploit pre-policy variation in worker age distributions to serve as a source of identification for studying how employers reacted in-terms-of hiring behavior. I find that firms that had a higher share of older workers, and thus were impacted more by the change in pensionable age, decreased their hiring. For a one percentage-point increase in the share of workers who are predicted to have retired under the old pension system the share of workers that are new hires decreases by 0.324 percentage points. This is a 2.16% decrease at the mean. When smaller age bins are studied, I find that this negative impact is found for those aged under 25 and those age 25-34. In contrast there is a positive impact on individuals age 45-54, 55-64, and over 65. When looking at contract types there is an over 7% decrease in the hires of trainees and an over 10% increase in the hires of workers on partial retirement contracts. Chapter 2: Effect of Postponed Retirements on Wage Growth of Younger Workers (with Peter Berg, Mary Hamman, Daniela Hochfellner, Matthew M. Piszczek and Christopher Ruhm) This paper uses linked-employer-employee data to examine the effects of postponed retirements on the wage progression of younger workers within establishments. A German pension reform is the source of identification. We find no evidence of slower wage growth. Instead we find faster wage growth, especially among workers aged 41 to 57. We cannot rule out separations as a mechanism, but patterns in estimates by age and tenure are not consistent with layoffs. Instead, we find evidence of less frequent promotions and we interpret the wage findings as consistent with compensating wage differentials for postponed promotions Chapter 3: Pension Reforms and their Implications for Establishment Downsizing (with Peter Berg, Mary Hamman, Daniela Hochfellner, Matthew M. Piszczek and Christopher Ruhm) While the empirical literature on the effects of pension reform on workers is broad, less is known about the impact on employers. Yet reforms that create incentives to postpone retirement may have extensive effects on employer labor demand and labor costs, especially in settings where there are strict legal protections against age discrimination in employment. Although public pension system reforms generally are structured to treat all workers within the same birth cohort similarly, the impact on employers may vary substantially due to differences in the age composition of their employees. Using this variation as a source of identification, we examine whether the differential impact of pension reform leads to differences in the incidence of workforce downsizing, a sign of possible financial distress. To ensure estimates are not biased due to attrition, we also model associations between the impact of pension reform and establishment closures and find no association. Results for downsizing consistently show establishments with a higher share of older workers are more likely to experience downsizing. When we segment workers within establishments by age, the absolute changes in downsizing probabilities are highest for younger workers. Preliminary results indicate works councils may increase the risk of downsizing for older workers and protect employment for young and prime workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Early Retirement of Employees in Demanding Jobs: Evidence from a German Pension Reform (2021)
Zitatform
Geyer, Johannes, Svenja Lorenz, Thomas Zwick & Mona Bruns (2021): Early Retirement of Employees in Demanding Jobs: Evidence from a German Pension Reform. (DIW-Diskussionspapiere 1978), Berlin, 46 S.
Abstract
"Early retirement options are usually targeted at employees at risk of not reaching their regular retirement age in employment. An important at-risk group comprises employees who have worked in demanding jobs for many years. This group may be particularly negatively affected by the abolition of early retirement options. To measure differences in labor market reactions of employees in low- and high-demand jobs, we exploit the quasi-natural experiment of a cohort-specific pension reform that increased the early retirement age for women from 60 to 63 years. Based on a large administrative dataset, we use a regression-discontinuity approach to estimate the labor market reactions. Surprisingly, we find the same relative employment increase of about 25% for treated women who were exposed to low and to high job demand. For older women in demanding jobs, we do not find substitution effects into unemployment, partial retirement, disability pension, or inactivity. Eligibility for the pension for women required high labor market attachment; thus, we argue that this eligibility rule induced the positive selection of healthy workers into early retirement. We propose alternative policies that protect workers exposed to high job demand better against the negative consequences of being unable to reach their statutory retirement age in employment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wealth Accumulation and Retirement Preparedness in Cross-National Perspective: A Gendered Analysis of Outcomes among Single Adults (2021)
Zitatform
Gornick, Janet & Eva Sierminska (2021): Wealth Accumulation and Retirement Preparedness in Cross-National Perspective: A Gendered Analysis of Outcomes among Single Adults. (IZA policy paper 181), Bonn, 30 S.
Abstract
"Wealth is an increasingly important dimension of economic well-being and is attracting rising attention in discussions of social inequality. In this paper, we compare – within and across countries – wealth outcomes, and link those to both employment-related factors and policy solutions that have the potential to improve wealth creation and retirement security for women. By constructing country-specific portraits of wealth outcomes and "retirement preparedness," we reveal extensive cross-national variation in multiple facets of wealth. Our regression analysis finds a statistically significant and positive effect of work experience on wealth, with that effect, in general, increasing over time. The effect of work experience for single women is greater than for single men, suggesting that, among men, other, stronger forces are at work in creating wealth. The retirement preparedness outcomes indicate that single women in all three countries are in a precarious position at retirement, with much lower expected annual wealth levels than single men. The second preparedness indicator, which links expected annual wealth to income, demonstrates that men have the potential to cover 1larger shares of their income at retirement – and thus are more able, than their female counterparts, to maintain standards of living achieved earlier in life. Our policy discussion indicates that employment remains a viable option for ultimately bolstering women's wealth accumulation. Many scholars, gender equality advocates, and policymakers have argued for raising women's employment rates – for a multitude of reasons – but few, if any, have made the case for strengthening women's employment in order to ultimately bolster women's wealth building. We hope to help reduce the gap in the literature on policy supports for women's employment and re-open the discussion on how women can create more wealth." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Wege psychisch beeinträchtigter Menschen in die Erwerbsminderungsrente und Rückkehrperspektiven in Arbeit (2021)
Klaus, Sebastian; Meschnig, Alexander; Kardorff, Ernst von;Zitatform
Klaus, Sebastian, Alexander Meschnig & Ernst von Kardorff (2021): Wege psychisch beeinträchtigter Menschen in die Erwerbsminderungsrente und Rückkehrperspektiven in Arbeit. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 76, H. 1, S. 46-65.
Abstract
"Die Zunahme der Zugänge zu Erwerbsminderungsrenten (EMR) wegen einer psychischen Beeinträchtigung ist für Rentenversicherungsträger eine versorgungspolitische und fachliche Herausforderung. Bislang ist nur wenig über die biografischen Entwicklungsgeschichten bis hin zur Beantragung einer EMR wegen psychischer Beeinträchtigungen bekannt. Das gilt auch für den Einfluss des EMR-Bezugs auf die Gestaltung der neuen Lebenssituation und die Motivation zur Rückkehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse des von der Deutschen Rentenversicherung Bund von 2017 bis 2020 geförderten Forschungsprojekts "WEMRE" weisen darauf hin, dass, trotz der Heterogenität der biografischen Entwicklungsgeschichten, drei charakteristische Verlaufsformen in die EMR wegen psychischer Beeinträchtigungen vorzufinden sind. Weiter dokumentieren die Ergebnisse verschiedene Reaktionsmuster auf den EMR-Bezug, zu denen auch eine berufliche Neuorientierung zählt, welche mit einer gezielten Unterstützung aufgegriffen und darüber die Rückkehrquote auf den allgemeinen Arbeitsmarkt positiv beeinflusst werden kann." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Early retirement as a privilege for the rich? A comparative analysis of Germany and Switzerland (2021)
Zitatform
Kuhn, Ursina, Markus M. Grabka & Christian Suter (2021): Early retirement as a privilege for the rich? A comparative analysis of Germany and Switzerland. In: Advances in life course research, Jg. 47. DOI:10.1016/j.alcr.2020.100392
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Höhere Regelaltersgrenze: 68 reicht nicht (2021)
Pimpertz, Jochen;Zitatform
Pimpertz, Jochen (2021): Höhere Regelaltersgrenze: 68 reicht nicht. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2021,34), Köln, 3 S.
Abstract
"Mit der fortschreitenden Bevölkerungsalterung muss der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung steigen - trotz sinkendem Rentenniveau und auch nach 2031, dem Anfangsjahr der „Rente mit 67“. Mit einer fortgesetzten Anhebung der Regelaltersgrenze bis auf 70 Jahre ab 2052 ließe sich der Beitragssatzanstieg aber bremsen und gleichzeitig das Sicherungsniveau stabilisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Active ageing policies and delaying retirement: comparing work-retirement transitions in Austria and Germany (2021)
Zitatform
Schmidthuber, Lisa, Charlotte Fechter, Heike Schröder & Moritz Hess (2021): Active ageing policies and delaying retirement: comparing work-retirement transitions in Austria and Germany. In: Journal of international and comparative social policy, Jg. 37, H. 2, S. 176-193. DOI:10.1017/ics.2021.1
Abstract
"We investigate how labour market and pension measures associated with active ageing influence retirement behaviour in Austria and Germany. We focus on two conservative welfare states and evaluate how individuals respond to comparable pension scheme changes. Using the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe, findings point to increasing average actual retirement ages in both countries. Early retirement becomes less important while working until pension age has gained in significance. In particular, findings point towards greater de-standardisation of retirement transitions, though to a different extent across the two countries. Whereas gender differences are still prevalent in Austria, in line with traditional conservative welfare state characteristics, we find that Germany exhibits lower gender differences, but instead displays stronger inequalities between education groups. We argue that social risks emerge in Germany that are usually found in liberal welfare states. We suggest that this trend is reinforced by retirement policies that focus on “pushing” individuals out of employment. This study contributes to the understanding of how individuals respond to national policy incentives when making retirement transitions." (Author's abstract, © Cambridge University Press) ((en))
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The causal effect of partial retirement on older workers' labor force participation (2021)
Schrader, Rebecca;Zitatform
Schrader, Rebecca (2021): The causal effect of partial retirement on older workers' labor force participation. (BGPE discussion paper 215), Nürnberg, 54 S.
Abstract
"In this study, I investigate the effect of partial retirement at the firm level on older workers' labor participation. Thereby, I contribute to the controversial debate about the effects of partial retirement. Using detailed administrative employer-employee data from Germany, I exploit the introduction of partial retirement options in Germany related to the law on PR of 1996 within a difference-in-differences framework. My results show that older workers' labor participation responds to the introduction of partial retirement and reveals substantial effect heterogeneities with regard to the specific partial retirement arrangement. Overall, I find evidence that partial retirement has the potential to extend older Workers' labor participation and thereby to serve as an instrument to lower the financial burden of governments struggling with the economic costs of demographic aging." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Die Teilhabe muss an erster Stelle stehen (2021)
Schäfer, Ingo;Zitatform
Schäfer, Ingo (2021): Die Teilhabe muss an erster Stelle stehen. In: Soziale Sicherheit, Jg. 70, H. 5, S. 176-179.
Abstract
"In Deutschland beziehen rund 1,8 Millionen Menschen einer Rente wegen einer Erwerbsminderung. Viele von Ihnen haben wenig Chancen, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Das muss sich ändern. Der Fokus beim Nachdenken über die (Re-)Integration muss neu justiert werden: weg von reinen Effizienzkriterien, hin zu Fragen der Prävention und gesellschaftlichen Teilhabe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Innovative Modellvorhaben der Rentenversicherungsträger im ersten Förderaufruf des Bundesprogramms „rehapro“ (2021)
Stecker, Christina;Zitatform
Stecker, Christina (2021): Innovative Modellvorhaben der Rentenversicherungsträger im ersten Förderaufruf des Bundesprogramms „rehapro“. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 76, H. 1, S. 16-45.
Abstract
"Mit der Alterung der Bevölkerung nimmt die Zahl von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen zu. Auch um die Erwerbsfähigkeit und damit den Verbleib von Menschen mit chronischer Erkrankung und (drohender) Behinderung auf dem Arbeitsmarkt zu sichern, fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales mit dem Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ in den Rechtskreisen der Rentenversicherung und der Jobcenter. Im Rahmen des ersten Förderaufrufs haben sich die Träger der Deutschen Rentenversicherung mit 30 Modellvorhaben beteiligt, um innovative Maßnahmen von der Prävention über die Nachsorge bis zur (Wieder-)Eingliederung zu erproben. Für den Rechtskreis der Rentenversicherung (SGB VI) steht ein Volumen von 500 Millionen Euro in bis zu drei Förderaufrufen zur Verfügung. Die begleitende Wirkungsforschung soll neben einer allgemeinen Wirkungsanalyse des Bundesprogramms insbesondere zielführende Ansätze und Herangehensweisen für die Weiterentwicklung der Rehabilitation und Teilhabe erarbeiten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Labor Market Participation of Older Workers in International Comparison (2021)
Zitatform
Walwei, Ulrich & Jürgen Deller (2021): Labor Market Participation of Older Workers in International Comparison. (IAB-Discussion Paper 16/2021), Nürnberg, 26 S.
Abstract
"Der Beitrag beschäftigt sich aus einer international vergleichenden Perspektive mit Treibern und Hemmnissen der Arbeitsmarktpartizipation von Älteren. Der Fokus der Studie richtet sich auf Länderbeispiele, die prototypisch für bestimmte Kontexte stehen. Ausgehend von unterschiedlichen Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt und wohlfahrtsstaatlichen Regulierungen in Europa und benachbarten Ländern wurden mit Deutschland, Israel, Italien und Schweden vier Länder ausgewählt, in denen der Entwicklung und Situation älterer Beschäftigter am Arbeitsmarkt nachgegangen wird. Jedes der ausgewählten Länder steht für eine spezifische Konstellation, sei es, dass eine Trendwende erreicht wurde, ein langfristig hoher Beschäftigungsstand realisiert werden konnte oder anhaltende Probleme zu beobachten sind. Die Fallbeispiele befassen sich u.a. mit rentenpolitischen Reformen sowie arbeitsmarktpolitischen Ansätzen zum Management alternder Belegschaften. Sie zeigen, dass es keinen Königsweg zur Verbesserung der Arbeitsmarktsituation Älterer gibt. Unabhängig von staatlichen Politiken kommt der Entwicklung der Beschäftigungsfähigkeit über den Lebenszyklus große Bedeutung bei. Mit Blick auf zukünftige Entwicklungen sind geeignete betriebliche Praktiken für das Management alternder Belegschaften unverzichtbar. Entscheidend sind dabei insbesondere Initiativen, die auf ein lebenslanges Lernen und ein gesundes Arbeitsumfeld zielen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Zwangsrente ist ungerecht: Gastbeitrag (2021)
Zitatform
Weber, Enzo (2021): Die Zwangsrente ist ungerecht. Gastbeitrag. In: Süddeutsche Zeitung H. 04.10.2021, o. Sz., 2021-09-07.
Abstract
"Über die Krise hat die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich zugenommen, und damit nehmen auch Fälle zu, in denen die Situation verpflichtender Frühverrentung eintreten könnte. Gleichzeitig sinkt seit vergangenem Jahr das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland. Unfreiwillige Renteneintritte würden da denkbar schlecht ins Bild passen. Die vorgeschlagene Reform bietet die Möglichkeit, die Zwangsrente ohne unerwünschte Nebenwirkungen aus der Welt zu schaffen. Diese Chance sollte die Politik im Zuge einer Neugestaltung des Grundsicherungssystems ergreifen." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Vorschläge für eine Reform der gesetzlichen Rentenversicherung: Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) (2021)
Abstract
"Die rentenpolitischen Maßnahmen der letzten Jahre haben ein rentenpolitisches Dilemma geschaffen. Ziel des vorliegenden Gutachtens ist es, verschiedene Lösungsansätze und Bausteine für einen Ausweg aus diesem Dilemma vorzuschlagen und ihre Vor- und Nachteile abzuwägen. Dabei konzentriert sich das Gutachten auf Reformen innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung, ohne die grundsätzliche Struktur des Systems der deutschen Altersvorsorge in Frage zu stellen. Daher werden Vorschläge wie die Einbeziehung von beamtet und selbständig Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung ebenso ausgeklammert wie Vorschläge zur größeren Verbreitung von Betriebsrenten oder der Vorschlag einer aktienbasierten Zusatzrente, zumal diese erst in sehr langer Frist wirksam sein können. Das Gutachten ist wie folgt aufgebaut: Zunächst beschreiben wir die demographische Entwicklung und zeigen, dass der Handlungsbedarf dringend ist, weil der Eintritt der Babyboom-Generation in den Ruhestand jetzt beginnt und Planungssicherheit bezüglich des zukünftigen Rentenalters jetzt hergestellt werden muss. In Abschnitt 3 berechnen wir die zukünftige Entwicklung von Beitragssatz und Sicherungsniveau, wenn das derzeit geltende Recht fortgesetzt würde. Wir gehen insbesondere auf die Auswirkungen der Corona-Krise auf Beitragssatz und Sicherungsniveau ein. Der Beirat empfiehlt, die Balance zwischen den Generationen, die durch die Corona-Krise verschoben wurde, baldmöglichst wiederherzustellen. In Abschnitt 4 wird gezeigt, dass eine Fortsetzung der Politik der doppelten Haltelinie keine Lösung des rentenpolitischen Dilemmas sein kann. In Abschnitt 5 argumentiert der Beirat, dass eine graduelle Anpassung der Lebensarbeitszeit an die Lebenszeit eine essentielle Bedingung für eine langfristige Lösung ist. Darauf aufbauend schlägt der Beirat im Abschnitt 6 Lösungsansätze und -varianten vor, die unter dieser Bedingung eine zumindest partielle Fortführung der Haltelinien ermöglichen. Die Abschnitte 7 und 8 befassen sich schließlich damit, wie die politische Akzeptanz von Rentenreformen verbessert werden kann. Abschnitt 9 fasst die Empfehlungen des Beirats zusammen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Genderdifferenzen bei Rentenübergängen: Erklären Persönlichkeitsmerkmale die Unterschiede? (2020)
Zitatform
Fechter, Charlotte & Marlene Haupt (2020): Genderdifferenzen bei Rentenübergängen: Erklären Persönlichkeitsmerkmale die Unterschiede? In: Sozialer Fortschritt, Jg. 69, H. 10, S. 687-710. DOI:10.3790/sfo.69.10.687
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht geschlechterspezifische Unterschiede im Rentenübergang anhand von Persönlichkeitsmerkmalen in Deutschland. Im Mittelpunkt steht dabei die Stimulierung von bestimmten Einstellungen durch die Einführung der Mütterrente in den Jahren 2014 und 2019. Unter Anwendung des SOEP v.34 (2017) wurde die Zusammenhangsstruktur von Renteneintrittsalter und den Big Five untersucht, während zeitgleich für soziodemographische Faktoren, Beschäftigung und Haushaltseinkommen kontrolliert wurde. Dabei wurden konkurrierende Hypothesen durch Querschnittsvergleiche mit OLS-Regressionen für die Jahre 2013 und 2017 getrennt nach Geschlecht getestet. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine starke Ausprägung des Persönlichkeitsmerkmals Extraversion (im Sinne einer Neigung zur Geselligkeit und zum Optimismus) bei Frauen zu einem früheren Renteneintritt führt. Dabei entsprechen die Ergebnisse insofern den theoretischen Erwartungen, als dass die Anerkennung typisch weiblicher Leistungen im Rentensystem den negativen Effekt der Extraversion minimiert. Diese Studie leistet einen Beitrag für das Verständnis, wie psychologische Faktoren die Heterogenität in Rentenübergängen erklären können und formuliert Politikempfehlungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege kann Zielkonflikt zwischen Renten- und Pflegepolitik lösen (2020)
Fischer, Björn; Müller, Kai-Uwe;Zitatform
Fischer, Björn & Kai-Uwe Müller (2020): Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege kann Zielkonflikt zwischen Renten- und Pflegepolitik lösen. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 87, H. 46, S. 853-860. DOI:10.18723/diw_wb:2020-46-1
Abstract
"Pflegebedürftige lassen sich bevorzugt von Angehörigen oder FreundInnen zuhause pflegen. Dieser sogenannten informellen Pflege wird auch im Gesetz Vorrang vor formeller, stationärer Pflege eingeräumt. Für viele Angehörige entsteht jedoch ein Zeitkonflikt zwischen der Pflegearbeit und ihrer Erwerbsarbeit. Dieser Bericht zeigt, dass Frauen den Übergang in den Ruhestand nutzen, um diesen Zielkonflikt zu lösen und Pflege zu leisten. Die Erhöhung des Renteneintrittsalters, beispielsweise durch die Abschaffung der sogenannten Altersrente für Frauen, verlängert diesen Zeitkonflikt und reduziert dadurch das Angebot an informeller Pflege. Angesichts wachsender Pflegebedarfe und steigendem Renteneintrittsalter muss die Politik die Bedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und informeller Pflege verbessern. Hierzu sollten die finanziellen Anreize durch Lohnersatzleistungen, die an eine Mindestarbeitszeit geknüpft sind, ausgebaut werden. Gleichzeitig sollten die Bedingungen für eine flexible Arbeitszeitgestaltung und Homeoffice weiter gestärkt werden. Eine Verbesserung der Vereinbarkeit sowie finanzielle Anreize könnten dazu beitragen, dass sich auch Männer stärker in der informellen Pflege engagieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie lange wollen und können Erwerbstätige in Deutschland arbeiten? (2020)
Zitatform
Hasselhorn, Hans Martin (2020): Wie lange wollen und können Erwerbstätige in Deutschland arbeiten? In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 75, H. 4, S. 485-506.
Abstract
"Die Politik hofft hierzulande auf eine deutliche Verlängerung des Erwerbslebens. Im Beitrag werden repräsentative Daten der Bevölkerung in Deutschland genutzt, um bei Erwerbstätigen im Alter von 20 bis 64 Jahren zu untersuchen, bis zu welchem Alter sie erwerbstätig sein wollen beziehungsweise meinen, dies zu können. Der Wunsch, bis zur Regelaltersgrenze oder länger erwerbstätig zu sein, ist in Deutschland nach wie vor gering ausgeprägt, und zwar umso geringer, je jünger die Befragten sind. Gleichwohl könnten viele dies nach eigenen Angaben tun. Es bestehen auffällige Gruppenunterschiede. Die Ergebnisse dieser Studie erlauben nicht, das Ausmaß künftiger Erwerbsbeteiligung abzuschätzen. Hingegen legen sie die Frage nahe, was es bedeutet, wenn über alle Altersgruppen hinweg eine "Kultur des Frühausstiegs" dominiert. Erforderlich ist, herauszuarbeiten, was den Menschen ihr Erwebstätigsein bedeutet. Dies ist gerade in einer Zeit angebracht, in der sich Gesellschaft und Arbeit immer schneller wandeln und noch dazu in einer Pandemie befinden, die vielen Menschen die Bedeutung ihrer Arbeit in neuer Weise vor Augen führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Trotz Alterserwerbsbeteiligung auf Rekordniveau: Mehr Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen: Großer Anteil älterer Arbeitsloser bleibt nach wie vor verdeckt (2020)
Zitatform
Kaboth, Arthur & Martin Brussig (2020): Trotz Alterserwerbsbeteiligung auf Rekordniveau: Mehr Ältere von Arbeitslosigkeit betroffen. Großer Anteil älterer Arbeitsloser bleibt nach wie vor verdeckt. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2020-01), Duisburg, 14 S. DOI:10.17185/duepublico/71577
Abstract
"- Die Erwerbsbeteiligung Älterer nimmt seit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich zu und liegt auf Rekordniveau. Die Arbeitslosenquote Älterer ist davon aber teilweise entkoppelt.
- Die relative Beschäftigungslosigkeit steigt mit zunehmendem Alter an und hat sich bis ins höhere Erwerbsalter ausgeweitet. Aber auch die Anzahl älterer Arbeitsloser zwischen 60 und 65 Jahren hat zugenommen und sich innerhalb kurzer Zeit mehr als verdoppelt.
- Die Wahrscheinlichkeit, arbeitslos zu bleiben, ist ab dem 50. Lebensjahr besonders hoch, sodass der Anteil Älterer unter den Langzeitarbeitslosen (mindestens 12 Monate arbeitslos) bis zum Jahr 2018 auf über 40 Prozent zugenommen hat.
- Seit 2015 gelten allein durch die Sonderregelung für Ältere jährlich ca. 140.000 Leistungsbezieher*innen im SGB II (60 bis 64 Jahre) nicht als arbeitslos. Zum Vergleich: 2018 waren fast 210.000 Personen in dieser Altersgruppe als arbeitslos ausgewiesen. Ein großer Anteil älterer Arbeitsloser bleibt also verdeckt.
- Mit der Sonderregelung für Ältere ist im SGB II nach wie vor eine vorruhestandsähnliche Regelung in Kraft, die eine Förderung von Arbeitsuchenden erschwert. Vermutlich trägt sie bei den betroffenen Älteren zu Resignation, fehlender Erwerbsmotivation und -perspektive bei." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Wie werden Ältere gefördert? (2020)
Zitatform
Kaboth, Arthur & Martin Brussig (2020): Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Wie werden Ältere gefördert? (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2020-02), Duisburg, 14 S. DOI:10.17185/duepublico/72656
Abstract
"Arbeitslosigkeit hat sich aufgrund der verlängerten Erwerbsphasen bis ins höhere Erwerbsalter ausgeweitet, sodass zunehmend Personen ab dem 60. Lebensjahr betroffen sind. Die Altersstruktur bei Teilnehmer*innen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen hat sich aufgrund der höheren Betroffenheit von Arbeitslosigkeit verändert: Der Anteil der Geförderten im Alter von 60 bis 64 Jahren hat erheblich zugenommen. Allerdings werden Ältere (55 bis 64 Jahre) im Vergleich zu den Jüngeren nach wie vor deutlich weniger gefördert. Die Schwerpunkte der Förderung Älterer unterscheiden sich deutlich von denen für Jüngere. Unter den Älteren hat die Förderung der Beruflichen Weiterbildung an Bedeutung gewonnen, allerdings nur im Rechtskreis des SGB III (Arbeitslosenversicherung). Der Anteil der Älteren, der nach Beendigung einer Maßnahme eine Beschäftigung aufgenommen hat, ist im Vergleich zu den Jüngeren nahezu immer und zum Teil erheblich kleiner. Zudem erfolgen Beschäftigungsaufnahmen nach einer Maßnahme im SGB III häufiger als im SGB II. Die Arbeitsförderung für ältere Arbeitsuchende muss quantitativ und qualitativ ausgebaut werden. Die Wiederaufnahme einer Beschäftigung ist jedoch nicht nur von der Arbeitsförderung, sondern auch vom Einstellungsverhalten der Arbeitgeber abhängig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Trotz steigender Altersgrenzen stagniert das durchschnittliche Rentenzugangsalter: Aktuelle Entwicklungen im Rentenzugang (2020)
Zitatform
Kaboth, Arthur & Martin Brussig (2020): Trotz steigender Altersgrenzen stagniert das durchschnittliche Rentenzugangsalter. Aktuelle Entwicklungen im Rentenzugang. (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2019-02), Duisburg, 14 S. DOI:10.17185/duepublico/71299
Abstract
"Das gesetzliche Renteneintrittsalter steigt schrittweise an, dennoch erfolgt über die Hälfte aller Rentenzugänge im Jahr 2017 vor dem 65. Lebensjahr. Der Anteil der Regelaltersrente an den Rentenzugängen geht zurück. Die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte („Rente ab 63“) erfreut sich hoher Beliebtheit. Das durchschnittliche Rentenzugangsalter ist seit 2013 nahezu konstant, wenn der Einmaleffekt der „Mütterrente“ herausgerechnet wird. Männer gingen im Jahr 2017 im Durchschnitt mit 64,3 und Frauen mit 64,4 Jahren in Rente. Der Rentenzugang polarisiert sich: Renteneintritte erfolgen entweder frühestmöglich oder an der Regelaltersgrenze. Zugänge zwischen diesen beiden Zeitpunkten gehen zurück. Der Anteil der Renten mit Abschlägen hat sich seit 2007 halbiert. Aktuell wird jede vierte Altersrente (2017: 23,3 Prozent) wurde mit Abschlägen in Anspruch genommen (2007: 46,8 Prozent). Bei Männern und Frauen ist in etwa dieselbe Entwicklung zu beobachten. Zurückzuführen ist dies auf das Auslaufen der Altersrente für Frauen und der Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit. Übergänge aus stabiler versicherungspflichtiger Beschäftigung in Altersrente nehmen weiterhin zu, sind allerdings nicht die Regel. Lediglich jeder dritte Renteneintritt der Frauen erfolgt 2017 aus stabiler sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung direkt in eine Altersrente. Soweit eine Anhebung der Altersgrenzen erforderlich scheint, ist darauf zu achten, Arbeiten bis zur Regelaltersgrenze zu unterstützen und dort, wo eine Verlängerung der Beschäftigung nicht zumutbar ist, Übergänge in Rente zu ermöglichen, die zielgenau und sozial abgesichert sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Entwicklung des Überganges in die Altersrente bei den Geburtsjahrgängen 1936 bis 1952 (2020)
Milka, Tatjana; Krickl, Tino;Zitatform
Milka, Tatjana & Tino Krickl (2020): Entwicklung des Überganges in die Altersrente bei den Geburtsjahrgängen 1936 bis 1952. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 75, H. 4, S. 522-551.
Abstract
"Die rechtlichen Voraussetzungen für den Zugang zur Altersrente haben sich für die Geburtsjahrgänge 1936 bis 1952 sukzessive verändert. Die Reformen veränderten vor allem das früheste mögliche Alter, mit dem eine Altersrente erstmals bezogen werden konnte, indem sie es in ein höheres Alter verschoben. Das Verrentungsalter bestimmte dann allerdings auch die Höhe der gezahlten Rente mit, weil es unterschiedlich hohe Abschläge mit sich brachte. Deshalb mussten viele Versicherte eine differenzierte Rechnung durchführen: Ein möglichst früher Renteneintritt wurde in später geborenen Geburtsjahrgängen mit höheren prozentualen Abschlägen bezahlt, als die vorangehende Jahrgänge hinnehmen mussten. Inzwischen sind die Möglichkeiten der ganz frühen Verrentung mit 60 Jahren verschlossen, denn sie waren nur für alle bis 1951 Geborenen eröffnet. Damit sind auch die höchsten möglichen prozentualen Abschläge gesunken. Daher zeigt sich beim Übergang des Geburtsjahrgangs 1952 ein vorläufiger Endpunkt der Reformen. Die nachfolgenden Analysen zeigen, in welchem Umfang die Geburtsjahrgänge 1936 bis 1952 die unterschiedlichen Altersrenten in Anspruch nahmen und welche Rentenhöhen sie durchschnittlich erzielten. Die Analysen wurden auf der Grundlage der prozessproduzierten Daten der gesetzlichen Rentenversicherung zum Rentenzugang durchgeführt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Public support for sanctioning older unemployed: a survey experiment in 21 European countries (2020)
Zitatform
Naumann, Elias, Wouter De Tavernier, Laura Naegele & Moritz Hess (2020): Public support for sanctioning older unemployed. A survey experiment in 21 European countries. In: European Societies, Jg. 22, H. 1, S. 77-100. DOI:10.1080/14616696.2019.1660394
Abstract
"The public opinion literature has found that the age of the benefit recipient is an important determinant in the formation of welfare state attitudes. Older people are perceived as more deserving of help and also punished less for not accepting a job. We argue that such a preferential treatment of older people depends on the social and economic context. In this article, we examine public support for demanding active labour market policies in 21 European countries. Relying on a survey experiment varying the age of the unemployed person, our analysis confirms that older unemployed are punished less than younger unemployed for not accepting a job offer. However, this effect varies between countries and our evidence suggests that support for exempting older individuals from demanding active labour market policies disappears as societies age. Moreover, support for stricter sanctions in general is higher in countries with a higher unemployment rate and in countries that already have rather strict active labour market policies. These findings question the public's role as a veto player in the reform process as it seems unlikely that public opinion will block attempts to further strengthen demanding active labour market policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Substitution and spill-overs between early exit pathways in times of extending working lives in Europe (2020)
Zitatform
Riekhoff, Aart-Jan, Kati Kuitto & Liisa-Maria Palomäki (2020): Substitution and spill-overs between early exit pathways in times of extending working lives in Europe. In: International social security review, Jg. 73, H. 2, S. 27-50. DOI:10.1111/issr.12237
Abstract
"In diesem Artikel wird untersucht, inwieweit Instrumentensubstitution unter Möglichkeiten zum frühen Austritt in Europa zwischen 1995 und 2015 zum Einsatz kam. Anhand von aggregierten Eurostat‐Daten über Nichterwerbsquoten und Beschäftigungsquoten unter der Bevölkerung von 55 bis 64 Jahren in 19 europäischen Staaten analysieren wir Substitutionseffekte zwischen Austrittswegen und Gesamtausstrahlungseffekte in die Nichterwerbstätigkeit. Trotz eines starken Rückgangs des vorzeitigen Ausscheidens und des Anstiegs der Beschäftigungsquote von älteren Arbeitnehmern weisen die Ergebnisse darauf hin, dass Instrumentensubstitution insbesondere zwischen Frührente und Invalidität geläufig war. Die Abnahme des frühen Ausscheidens fiel mit erheblichen Ausstrahlungseffekten in Nichterwerbstätigkeit zusammen. Dabei war diese Ausstrahlung jedoch geringer, wenn der Zugang zu alternativen Instrumenten gleichzeitig erschwert wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons)
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