Arbeitsmarktpolitik für Ältere
Die Förderung der Beschäftigung Älterer steht wieder auf der politischen Agenda. Wir benötigten angesichts des demografischen Wandels eine Arbeitsmarktpolitik, die der Arbeitskräfteknappheit in den Betrieben entgegenwirkt.
Das Themendossier geht auf die arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitischen Aspekte der Entwicklung des Arbeitsmarktes für Ältere ein.
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
-
Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
-
Literaturhinweis
Die Förderung von älteren Arbeitslosen verbessert deren Beschäftigungschancen (2024)
Zitatform
Büttner, Thomas, Torben Schewe & Gesine Stephan (2024): Die Förderung von älteren Arbeitslosen verbessert deren Beschäftigungschancen. In: IAB-Forum H. 15.07.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240715.01
Abstract
"Gemessen an den Zugängen in Arbeitslosigkeit erhalten ältere Arbeitslose anteilig seltener eine Förderung als jüngere Arbeitslose. Die Förderung mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten im Rechtskreis SGB III kann jedoch dazu beitragen, ihre Beschäftigungschancen deutlich zu verbessern. Eine Wirkungsanalyse zeigt, dass der Anteil der älteren Geförderten, die sich anderthalb Jahre nach Förderbeginn in ungeförderter Beschäftigung befinden, deutlich höher ausfällt als für vergleichbare ungeförderte Arbeitslose." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Situation Älterer am Arbeitsmarkt (2024)
Räder, Evelyn; Rodenberg, Ina;Zitatform
Räder, Evelyn & Ina Rodenberg (2024): Situation Älterer am Arbeitsmarkt. (Arbeitsmarkt aktuell 2024,02), 29 S.
Abstract
"Steigende Erwerbstätigen und Beschäftigungsquoten lassen vermuten, dass sich auch die Situation älterer Menschen am Arbeitsmarkt grundlegend verbessert hätte. Bei detaillierter Betrachtung zeigen sich jedoch immer noch deutliche Handlungsbedarfe. Wird die Erfahrung Älterer wenig geschätzt, werden sie in Modernisierungsprozessen nicht mitgenommen, wird ihnen kaum Weiterbildung ermöglicht, wird auf die langfristige Gesunderhaltung der Mitarbeiter*innen und auf sinnvolle Entlastungen für Ältere nicht geachtet, werden Ältere in der Arbeitswelt abgehängt. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern daher eine alters- und alternsgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen sowie die Arbeits- und vor allem die Qualifizierungsförderung für ältere Menschen quantitativ und qualitativ auszubauen .Die weitere Anhebung des Renteneintrittsalters und die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte (sog. Rente mit 63 sowie die Abschaffung der längeren Bezugsdauer von Arbeitslosengeld für über Fünfzigjährige sind hingegen Irrwege." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Are active labour market policies effective for the older unemployed? A meta-evaluation (2023)
Zitatform
Orfao, Guillermo & Miguel Ángel Malo (2023): Are active labour market policies effective for the older unemployed? A meta-evaluation. In: Ageing & Society, Jg. 43, S. 1617-1637. DOI:10.1017/S0144686X21001288
Abstract
"We present a meta-evaluation of the literature on the impacts of active labour market policies for unemployed people over 50, extracting 82 impacts for analysis. The meta-evaluation includes only impact evaluations that examine both a group of beneficiaries and a control group of comparable non-beneficiaries. On average, we find that active policies have a slightly negative effect (−0.8 percentage points) on the probability of unemployed people over 50 finding a job and that this negative effect disappears 24 months after policy implementation. However, this effect is very different when disaggregated by policy type. Direct job creation policies have a clear negative effect (−3.9 percentage points), and training policies have a positive average effect, either in isolation (2.4 percentage points) or when combined with search assistance or counselling (1.7 percentage points). We also find slight differences by gender, with the effect of active policies being greater for women than for men. These results have important implications, given that the European Commission and the Organisation for Economic Co-operation and Development have made active policies the cornerstone of their efforts to improve the re-employment of older people. Our results support training policies, either in isolation or in combination with search assistance and counselling. The greatest impacts are obtained after 12 months of policy implementation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Learning in late career stages in Europe – gendered effects of retirement policies (2021)
Zitatform
Melesk, Kirsti (2021): Learning in late career stages in Europe – gendered effects of retirement policies. In: Ageing & Society, Jg. 41, H. 10, S. 2191-2213. DOI:10.1017/S0144686X20000033
Abstract
"Institutional contexts shape learning participation throughout the course of life. Combining micro-data on adult education from 26 European countries with country-level indicators on retirement systems in multi-level logistic regression models, the focus is on analysis of participation in non-formal learning among people aged 50–64 and its interactions with retirement policies. The analysis makes use of the largest sample of European countries used so far for exploring the issue. For the first time, gender differences in retirement policies are considered. The results imply that for all women and highly educated men, participation in non-formal training is higher when retirement age in the country is set at 65 years or higher. However, men with less education do not profit from a higher retirement age because their training participation remains unaffected by retirement policies. In the current analysis, training participation in older age groups remains unaffected by the generosity of pensions. The results outline gender differences in learning participation in older age groups. Also, after the age of 50, men with a low education are at particular risk of labour market exclusion and unemployment because the retirement age in European countries keeps rising and technological advancements make additional demands on workers' skills." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Do deferred benefit cuts for current employees increase separation? (2021)
Zitatform
Quinby, Laura D. & Gal Wettstein (2021): Do deferred benefit cuts for current employees increase separation? In: Labour Economics, Jg. 73. DOI:10.1016/j.labeco.2021.102081
Abstract
"This study examines whether deferred benefit cuts increase worker separation. The analysis utilizes a 2005 reform to the Employees' Retirement System of Rhode Island (ERSRI) that reduced benefits for ERSRI members who had not vested by 2005, and did not affect high-tenure ERSRI members and municipal government employees. A triple-differences research design yields an elasticity of employer-specific labor supply with respect to deferred benefits of 0.28. Although state employees were more sensitive to benefit cuts than teachers, low elasticities for both groups suggest that the labor market for public employees is not highly competitive." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2022 Elsevier) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Wie werden Ältere gefördert? (2020)
Zitatform
Kaboth, Arthur & Martin Brussig (2020): Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen: Wie werden Ältere gefördert? (Altersübergangs-Report / Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen 2020-02), Duisburg, 14 S. DOI:10.17185/duepublico/72656
Abstract
"Arbeitslosigkeit hat sich aufgrund der verlängerten Erwerbsphasen bis ins höhere Erwerbsalter ausgeweitet, sodass zunehmend Personen ab dem 60. Lebensjahr betroffen sind. Die Altersstruktur bei Teilnehmer*innen arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen hat sich aufgrund der höheren Betroffenheit von Arbeitslosigkeit verändert: Der Anteil der Geförderten im Alter von 60 bis 64 Jahren hat erheblich zugenommen. Allerdings werden Ältere (55 bis 64 Jahre) im Vergleich zu den Jüngeren nach wie vor deutlich weniger gefördert. Die Schwerpunkte der Förderung Älterer unterscheiden sich deutlich von denen für Jüngere. Unter den Älteren hat die Förderung der Beruflichen Weiterbildung an Bedeutung gewonnen, allerdings nur im Rechtskreis des SGB III (Arbeitslosenversicherung). Der Anteil der Älteren, der nach Beendigung einer Maßnahme eine Beschäftigung aufgenommen hat, ist im Vergleich zu den Jüngeren nahezu immer und zum Teil erheblich kleiner. Zudem erfolgen Beschäftigungsaufnahmen nach einer Maßnahme im SGB III häufiger als im SGB II. Die Arbeitsförderung für ältere Arbeitsuchende muss quantitativ und qualitativ ausgebaut werden. Die Wiederaufnahme einer Beschäftigung ist jedoch nicht nur von der Arbeitsförderung, sondern auch vom Einstellungsverhalten der Arbeitgeber abhängig." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Informing employees in small and medium sized firms about training: results of a randomized field experiment (2019)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Christine Dauth, Pia Homrighausen & Gesine Stephan (2019): Informing employees in small and medium sized firms about training: results of a randomized field experiment. (IAB-Discussion Paper 22/2019), Nürnberg, 29 S.
Abstract
"Wir untersuchen ein Arbeitsmarktprogramm, das Weiterbildung für Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen fördert. Im Rahmen des Programms übernimmt die Bundesagentur für Arbeit einen substanziellen Anteil der Weiterbildungskosten. Die Zugangszahlen in das Weiterbildungsprogramm sind dennoch gering. Im Rahmen eines experimentellen Ansatzes verschickten wir 10 000 Broschüren an potenziell förderberechtigte Beschäftigte und informierten diese über die Bedeutung von Weiterbildung allgemein sowie über das Förderprogramm im Besonderen. Mithilfe verknüpfter Befragungs- und Registerdaten analysieren wir den Einfluss der Info-Broschüre auf die Bekanntheit des Förderprogramms unter Beschäftigten, auf die Aufnahme einer geförderten oder ungeförderten Weiterbildung und auf Merkmale der Beschäftigung. Die Befragungsdaten zeigen, dass die Broschüre die Bekanntheit des Programms unter den Beschäftigten mehr als verdoppelte. Wir finden weder Effekte auf die Wahrscheinlichkeit eine geförderte Weiterbildung aufzunehmen noch auf kurzfristige Arbeitsmarkterfolgsindikatoren aus den Registerdaten. Das Info-Treatment beeinflusste jedoch die Teilnahme an ungeförderten Weiterbildungen bei Beschäftigten unter 45 Jahren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Informing employees in small and medium sized firms about training: results of a randomized field experiment (2018)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Christine Dauth, Pia Homrighausen & Gesine Stephan (2018): Informing employees in small and medium sized firms about training. Results of a randomized field experiment. (IZA discussion paper 11963), Bonn, 28 S., Anhang.
Abstract
"We analyze a German labor market program that subsidizes skill-upgrading occupational training for workers employed in small and medium sized enterprises. This WeGebAU program reimburses training costs but take-up has been low. In an experimental setup, we mailed 10,000 brochures to potentially eligible workers, informing them about the importance of skill-upgrading occupational training in general and about WeGebAU in particular. Using combined survey and register data, we analyze the impact of receiving the brochure on workers' awareness of the program, on take-up of WeGebAU and other training, and on job characteristics. The survey data reveal that the brochure more than doubled workers' awareness of the program. We do not find effects on WeGebAU program take-up or short-run labor market outcomes in the register data. However, the information treatment positively affected participation in other (unsubsidized) training among employees under 45 years." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Nachhaltige Beschäftigungssicherung für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte im Handwerk: von der Sorge zur guten Lösung? (2018)
Blasczyk, Sascha Alexander;Zitatform
Blasczyk, Sascha Alexander (2018): Nachhaltige Beschäftigungssicherung für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Beschäftigte im Handwerk. Von der Sorge zur guten Lösung? (Hans-Böckler-Stiftung. Working paper Forschungsförderung 103), Düsseldorf, 48 S.
Abstract
"Anhand qualitativer Interviews mit beeinträchtigten Beschäftigten und Arbeitgebern wird beleuchtet, wie in der Arbeitskultur 'Handwerk' mit gesundheitlichen Einschränkungen umgegangen wird. Dem liegt die Frage zugrunde: Wie kann in Klein- und Mittelbetrieben der Branche eine nachhaltige Beschäftigungssicherung realisiert werden? Das Ergebnis verweist auf eine Latenz des Themas. Ausfallzeiten oder eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sind von einer Dynamik zwischen Verantwortung und Pragmatismus geprägt. Die Arbeitskultur zeigt sich als heterogen und hält eine Vielzahl individueller Lösungen bereit. Zugleich wird ein erheblicher externer Unterstützungsbedarf für pragmatische Lösungen sichtbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
The effect of physical and cognitive decline at older ages on job mismatch and retirement (2018)
Zitatform
Hudomiet, Péter, Michael D. Hurd, Susann Rohwedder & Robert J. Willis (2018): The effect of physical and cognitive decline at older ages on job mismatch and retirement. (NBER working paper 25229), Cambrige, Mass., 75 S. DOI:10.3386/w25229
Abstract
"Physical and cognitive abilities of older workers decline with age, which can cause a mismatch between abilities and job demands, potentially leading to early retirement. We link longitudinal Health and Retirement Study data to O*NET occupational characteristics to estimate to what extent changes in workers' physical and cognitive resources change their work-limiting health problems, mental health, subjective probabilities of retirement, and labor market status. While we find that physical and cognitive decline strongly predict all outcomes, only the interaction between large-muscle resources and job demands is statistically significant, implying a strong mismatch at older ages in jobs requiring large-muscle strength. The effects of declines in fine motor skills and cognition are not statistically different across differing occupational job demands." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Berufliche Weiterbildung älterer Beschäftigter: eine Anwendung der Theorie des geplanten Verhaltens auf individueller, angebotsbezogener und organisationaler Ebene (2018)
Zitatform
Schmid, Linda & Jan Pfetsch (2018): Berufliche Weiterbildung älterer Beschäftigter. Eine Anwendung der Theorie des geplanten Verhaltens auf individueller, angebotsbezogener und organisationaler Ebene. In: Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Jg. 62, H. 2, S. 68-81. DOI:10.1026/0932-4089/a000266
Abstract
"Die berufliche Weiterbildungsaktivität sichert und erweitert berufliche Kenntnisse und Kompetenzen, allerdings sinkt die Teilnahmequote an beruflichen Weiterbildungen mit zunehmendem Lebensalter. Angesichts des demographischen Wandels und der alternden Erwerbsbevölkerung analysiert die vorliegende Studie daher - in Anlehnung an die Theorie des geplanten Verhaltens - individuelle (Einstellung, subjektive Norm, wahrgenommene Verhaltenskontrolle), angebotsbezogene (Weiterbildungsdidaktik) und organisationale Faktoren (lernförderliche Unternehmenskultur) der Weiterbildungsintention von älteren Erwerbstätigen. An einer schriftlichen Befragung nahmen N = 161 Beschäftigte eines deutschen Energieunternehmens teil, die älter als 45 Jahre waren. Die Ergebnisse zeigten, dass neben der persönlichen Einstellung gegenüber beruflicher Weiterbildung als stärkstem Prädiktor, das soziale Arbeitsumfeld, die wahrgenommene Verhaltenskontrolle und eine lernförderliche Unternehmenskultur bedeutend für die Weiterbildungsintention älterer Lernender sind. Während eine spezifische Didaktik von Weiterbildungsangeboten für ältere Erwerbstätige unbedeutend erscheint, haben besonders die persönliche Einstellung sowie eine lernförderliche Unternehmenskultur ein großes Potential für die Förderung von Weiterbildungsaktivitäten von älteren Beschäftigten." (Autorenreferat, © 2018 Hogrefe Verlag)
-
Literaturhinweis
Hindernisse abbauen, Anreize stärken: Weiterbildungsstrategie für die Zukunft (2017)
Jakob, Johannes;Zitatform
Jakob, Johannes (2017): Hindernisse abbauen, Anreize stärken: Weiterbildungsstrategie für die Zukunft. In: Soziale Sicherheit, Jg. 66, H. 7/8, S. 268-273.
Abstract
"Am Arbeitsmarkt läuft es gut. Allein im letzten Jahr sind 600.000 neue Arbeitsplätze entstanden. Die Arbeitslosigkeit ist in den letzten zehn Jahren deutlich gesunken. Doch gerade in dieser Situation stellen sich neue Herausforderungen - Stichwort: Fachkräfte. Die gute Lage am Arbeitsmarkt muss genutzt werden, um die Probleme, die sich in den letzten Jahren aufgestaut haben, entschlossen anzugehen. Dabei ist die Weiterbildung - auch für Beschäftigte - ein entscheidender Schlüssel. Was wird hier getan und was kann und muss in Zukunft getan werden?" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Employer experiences of recruiting, retaining and retraining older workers: Qualitative research (2017)
Zitatform
(2017): Employer experiences of recruiting, retaining and retraining older workers. Qualitative research. (Great Britain, Department of Work and Pensions. Research report 940), London, 56 S.
Abstract
"This research was commissioned to investigate the attitudes and behaviours of employers around the recruitment, retention and retraining of older workers. It aims to go beyond traditional employer survey responses in order to gain a deeper understanding of employer attitudes and experiences of managing older workers.
The findings in this report are based on research case studies conducted with 50 employers in England, Scotland and Wales. Half of the case studies were carried out with employers in sectors that have large volumes of low paid workers including care homes, cleaning contractors, and employers in fashion retail and transport. The remainder were distributed between five broad sectors covering the economy as a whole." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
On government-subsidized training programs for older workers (2016)
Zitatform
Dauth, Christine & Ott Toomet (2016): On government-subsidized training programs for older workers. In: Labour, Jg. 30, H. 4, S. 371-392., 2016-07-31. DOI:10.1111/labr.12082
Abstract
"We analyze the impact of subsidized training programs for older workers. We apply a dynamic matching approach using German registry data. We find that subsidized training improves the probability to remain in paid employment by approximately 2.5 percentage points in the 2 years following treatment. The impact on benefit claims is small and largely insignificant. Effects are more pronounced for part-time workers, for long-duration program participants, and for workers older than 55 years. The results suggest that the main driver of these outcomes is postponed retirement, potentially because of improved job satisfaction." (Author's abstract, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren: Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013 (2016)
Zitatform
Hochfellner, Daniela, Barbara Hofmann & Katja Wolf (2016): Arbeitslosengeld-I-Bezug von Älteren: Zugänge, Bestand und Abgänge 2005 bis 2013. (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Aktuelle Berichte 03/2016), Nürnberg, 9 S.
Abstract
"Im Zeitraum 2005 bis 2013 ist der Bestand an ALG-I-Beziehenden ab 50 Jahren gesunken. Dies gilt nicht für die Gruppe der ab 60-Jährigen, wobei bei dieser Gruppe ein steigender Zugang in den ALG-I-Bezug zu beobachten ist. Sowohl die Abgangsrate in Beschäftigung als auch in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik hat sich für alle betrachteten Altersgruppen erhöht, für die ab 60-Jährigen allerdings in deutlich geringerem Ausmaß als für die unter 60-Jährigen. Dieser Bericht stellt rein deskriptiv Zahlen zum ALG-I-Bezug von Personen zwischen 50 und 64 Jahren zwischen 2005 und 2013 dar. Zwar beschreibt er mögliche Effekte von institutionellen Änderungen, er klärt jedoch nicht vollends, wodurch die berichteten Entwicklungen verursacht wurden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Wolf, Katja; -
Literaturhinweis
Further training for older workers: A solution for an ageing labour force? (2016)
Zboralski-Avidan, Hila;Zitatform
Zboralski-Avidan, Hila (2016): Further training for older workers: A solution for an ageing labour force? Frankfurt am Main: Lang, 267 S.
Abstract
"Aufgrund von arbeitsmarktpolitischen Reformen hat sich in Deutschland die Erwerbsbeteiligung älterer Beschäftigter erhöht. Angesichts eines möglichen Erhalts des Qualifikationsniveaus, der Beschäftigungsfähigkeit und des wirtschaftlichen Potentials älterer Arbeitnehmer muss der beruflichen Weiterbildung zunehmend Bedeutung beigemessen werden. Darüber hinaus scheint die Notwendigkeit einer verlängerten Lebensarbeitszeit mit einem Anstieg von jenen älteren Erwerbstätigen einherzugehen, die nur eine geringe Arbeitszufriedenheit aufweisen und infolgedessen wesentlich häufiger dazu neigen, Frühverrentungsoptionen in Anspruch zu nehmen. Da empirischen Studien zufolge ein enger Zusammenhang zwischen der Arbeitszufriedenheit und dem individuellen Arbeitsmarktverhalten besteht, sollten in der Arbeitsmarktforschung die Einflussfaktoren auf die Arbeitszufriedenheit älterer Beschäftigter, wie es beispielsweise die Weiterbildungsbeteiligung sein könnte, stärker berücksichtigt und analysiert werden. Dementsprechend setzt sich die vorliegende Studie mit folgenden Forschungsfragen auseinander. Erstens soll allgemein untersucht werden, ob in den letzten Jahren ein Anstieg der beruflichen Weiterbildungsbeteiligung älterer Beschäftigter festgestellt werden kann. Zweitens wird analysiert, welchen Einfluss die Weiterbildungsbeteiligung auf deren Arbeitszufriedenheit hat und welche Unterschiede hierbei zwischen der beruflichen Stellung älterer Arbeitnehmer ausgemacht werden können. Zur Bearbeitung dieser zwei Forschungsfragen werden die Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) der Jahre 2000, 2004 und 2008 ausgewertet. Zunächst wird in einer Querschnitt-Trendanalyse geprüft und nachgezeichnet, wie sich die Weiterbildungsbeteiligung von Arbeitnehmern im Alter von 55 bis 64 Jahren entwickelt hat. Anschließend wird der Zusammenhang zwischen Weiterbildungsbeteiligung und Arbeitszufriedenheit älterer Beschäftigter im Quer- und Längsschnitt untersucht, wofür sowohl ein gepoolter Datensatz als auch das Paneldesign des SOEP genutzt wird. Zum einen deuten die Ergebnisse der empirischen Analysen darauf hin, dass sich die Weiterbildungsbeteiligung älterer Beschäftigter im Zeitverlauf erhöht hat. Dieser stetige Trend zeigt, dass betriebliche Investitionen in das Humankapital älterer Arbeitnehmer als wachsendes Beschäftigungssegment auf dem Arbeitsmarkt zunehmend wichtiger werden. Zum anderen wurde ein positiver Zusammenhang zwischen der Weiterbildungsbeteiligung und der Arbeitszufriedenheit von älteren Erwerbstätigen und insbesondere von gewerblichen Arbeitern gefunden. Unter Berücksichtigung ökonomischer Implikationen, die mit der durch Weiterbildung erhöhten Arbeitszufriedenheit älterer Beschäftigter verbunden sind, könnten aus diesem Befund entsprechende bildungs- und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen abgeleitet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
-
Literaturhinweis
Does training help retaining older workers into employment? Evidence from the SHARE survey (2015)
Zitatform
Belloni, Michele, Agar Brugiavini, Elena Meschi & Giacomo Pasini (2015): Does training help retaining older workers into employment? Evidence from the SHARE survey. In: A. Börsch-Supan, T. Kneip, H. Litwin, M. Myck & G. Weber (Hrsg.) (2015): Ageing in Europe - Supporting policies for an inclusive society, S. 257-266. DOI:10.1515/9783110444414-025
Abstract
"The long-term increase in longevity, coupled with the progressive compression of morbidity experienced in Europe in the last decades, improved the well-being of many older individuals. However, a failure to adjust the retirement age has exposed poor households to financial distress (Angelini et al. 2009). Staying longer in the labour force may be a solution to preserve an adequate level of resources and limit the risk of economic deprivation, it is also an effective mean to maintain social ties and foster an active life. However, working longer requires investment in human capital over the life cycle (Mahyew & Rjkers 2004), as acquired skills become obsolete as time goes by. The rapid technological progress prevailing in many sectors makes training the older workforce the only effective policy to prevent skills obsolescence (Bishop 1997, Belloni & Villosio 2014).
The aim of this chapter is to investigate whether participation in training helps keeping older workers (aged 50 - 65) in employment. In particular, we use Wave 4 and Wave 5 of SHARE to test the effect of training participation in 2010 (Wave 4) on changes in labour market status between 2010 and 2012 (Wave 5), controlling for a rich set of observable individual characteristics. Information on self-reported current economic status allows us to distinguish between six labour force states: employed or self-employed, unemployed, permanently sick or disabled, retired, homemaker and 'other'. To measure training participation we exploit a question in Wave 4 (part of the module 'Activities') which asks respondents whether they attended any educational or training course in the last twelve months.
The main result of this chapter is that individuals who took part in training activities in the year prior to the 2010 (2009 for Estonia) interview are significantly less likely to leave the labour market. Training older workers may therefore prevent them from being exposed to the risk of poverty and social exclusion. This chapter is organised as follows: the next section reports the descriptive evidence regarding labour market status in the last two waves of SHARE and participation in training activities. The following section presents the results of a multivariate analysis, which aims at capturing the effect of training on the probability of exiting the labour market. The last section concludes the chapter, providing some policy implications of our analysis." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
Open Access - Online-Zugang zu den einzelnen Kapiteln -
Literaturhinweis
Geförderte Weiterbildung in Betrieben als Instrument einer präventiven Arbeitsmarktpolitik: Ergebnisse aus Betriebsbefragungen zum Programm WeGebAU der Bundesagentur für Arbeit (2015)
Lott, Margit;Zitatform
Lott, Margit (2015): Geförderte Weiterbildung in Betrieben als Instrument einer präventiven Arbeitsmarktpolitik. Ergebnisse aus Betriebsbefragungen zum Programm WeGebAU der Bundesagentur für Arbeit. In: M. Kröll (Hrsg.) (2015): Europäische Arbeitsmarktstrategien auf dem Prüfstand (Bildung und Arbeitswelt, 28), S. 187-205.
Abstract
"Weiterbildung und lebenslanges Lernen sind nicht nur für die Integration von Arbeitslosen eine entscheidende Stellschraube der Arbeitsmarktpolitik. Auch für den Verbleib in Erwerbstätigkeit und für den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit spielt eine kontinuierliche Qualifizierung eine wichtige Rolle. Mit dem Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen) stärkt die Bundesagentur für Arbeit (BA) präventive Elemente der Arbeitsmarktpolitik, indem sie hier nicht die Weiterbildung von Arbeitslosen, sondern von Beschäftigten fördert. Die Förderung beschränkt sich auf Geringqualifizierte und Ältere und richtet sich somit an Personengruppen, die nicht nur insgesamt höheren Risiken am Arbeitsmarkt gegenüberstehen, sondern gerade auch an der betrieblichen Weiterbildung unterdurchschnittlich beteiligt sind. Bei den Unternehmen stießen diese präventiven Instrumente zunächst nur auf geringe Resonanz. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat in zwei Erhebungen im Herbst 2006 und im Herbst 2008 Betriebe in Deutschland zu den Instrumenten befragt. Insgesamt kennt etwa die Hälfte der Betriebe die Fördermaßnahmen und etwa ein Viertel davon nimmt diese auch in Anspruch. Sehr kleine Betriebe sind mit dieser Förderung allerdings schwerer zu erreichen. Ein Einsatz der Lohnwertmethode (LWM) wäre grundsätzlich auch im Bereich der geförderten Weiterbildung im Betrieb denkbar. Einschränkend ist hierfür jedoch gerade im Zusammenhang mit dem Programm WeGebAU zu bemerken, dass dies vor allem solche Weiterbildungen fördern will, die Kompetenzen und Fertigkeiten vermitteln, die allgemein am Arbeitsmarkt und nicht nur im geförderten Betrieb nachgefragt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Lernen im Arbeitsalltag - Fit im Beruf: ein ganzheitliches Konzept zur Weiterbildung älterer Arbeitnehmer (2014)
Görtner, Lara; Röhr-Sendlmeier, Una M.; Käser, Udo; Hüber, Tanja;Zitatform
Görtner, Lara, Tanja Hüber, Udo Käser & Una M. Röhr-Sendlmeier (2014): Lernen im Arbeitsalltag - Fit im Beruf. Ein ganzheitliches Konzept zur Weiterbildung älterer Arbeitnehmer. In: Bildung und Erziehung, Jg. 67, H. 4, S. 471-488. DOI:10.7788/bue-2014-0410
Abstract
"Vor dem Hintergrund der allgemeinen Grundsätze für Lernangebote für ältere Beschäftigte wurde das Konzept LiA ('Lernen im Arbeitsalltag') entwickelt, welches nicht auf eine fachspezifische Qualifizierung von Arbeitnehmern, sondern auf ihre Weiterbildung im Sinne einer Förderung ihrer Selbstwirksamkeits- und Kompetenzerwartung, einer individuellen Aktivierung, einer Vergrößerung der subjektiven Zufriedenheit sowie einer Erhöhung des beruflichen Engagements zielt und bei dem es sich um ein ganzheitliches Training handelt, das nachhaltig wirken und nicht nur kurzfristig Impulse setzen möchte." (Textauszug, © Böhlau Verlag)
-
Literaturhinweis
Die Wirkungen des Bundesprogramms "Perspektive 50plus": Chancen für ältere Langzeitarbeitslose (2014)
Zitatform
Knuth, Matthias, Tim Stegmann & Lina Zink (2014): Die Wirkungen des Bundesprogramms "Perspektive 50plus". Chancen für ältere Langzeitarbeitslose. (IAQ-Report 2014-01), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/45713
Abstract
"- Das Bundesprogramm 'Perspektive 50plus' hat die Integration über 50 Jähriger Langzeitarbeitsloser in den Ersten Arbeitsmarkt zum Ziel. Regionale Paktverbünde aus Jobcentern (und zum Teil Arbeitsmarktdienstleistern) versuchen, dieses Ziel mit regional angepassten Förderkonzepten zu erreichen.
- Die Teilnehmenden des Programms sind in ihrer Mehrheit durch Arbeitsmarktferne, mangelnde Mobilität und eingeschränkte Gesundheit gekennzeichnet. Zudem zeigen sich bei etwa einem Drittel Isolationsmomente.
- Von den knapp 167.000 Geförderten in 2010 wurden fast 25 Prozent in Erwerbsarbeit integriert. Damit ist das Programm zumindest im Bereich der Integrationen auf den Ersten Arbeitsmarkt erfolgreicher als die Regelförderung und zeigt somit, dass eine intensive und individuelle Betreuung zielführend ist.
- Das Programm ist, sowohl bezogen auf Aktivierungen als auch auf Integrationen, kosteneffizienter als das Regelgeschäft, was u.a. auf einen geringen Einsatz von Arbeitgeberzuschüssen und Arbeitsgelegenheiten zurückzuführen ist.
- Dennoch konnte auch mit diesem Programm ein großer Teil der Geförderten nicht in den Ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Diesen Menschen Optionen anzubieten ist die Aufgabe der Arbeitsmarktpolitik, bspw. über die Weiterentwicklung eines 'Sozialen Arbeitsmarktes'." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Broken hierarchies, quasi-markets and supported networks: a governance experiment in the second Tier of Germany's public employment service (2014)
Zitatform
Knuth, Matthias (2014): Broken hierarchies, quasi-markets and supported networks. A governance experiment in the second Tier of Germany's public employment service. In: Social policy and administration, Jg. 48, H. 2, S. 240-261. DOI:10.1111/spol.12059
Abstract
"From 2005 to 2015, the German government implemented a special programme for jobseekers aged 50 plus and receiving minimum income benefits. Descriptive comparisons and econometric evaluation indicate that this programme was more effective and cost-efficient than the German jobcentres' standard operations. However, our evaluation did not ascertain any particular instrument or technique which would explain this accomplishment. Rather, the formula for success appears to be hidden in the governance and design of the programme which differed markedly from routine support. Network-type governance mechanisms as applied in this programme appear to have served as an expedient in circumstances where hierarchical steering is no longer feasible. This article explains how the governance dilemma of the German Public Employment Service's 'second tier' (serving recipients of minimum income benefits) probably triggered the innovative approach so successfully pursued in the programme under consideration. The analysis is concluded by proposing some conceptual clarifications for the long-standing debate about hierarchies/bureaucracies, markets and networks in the governance of welfare programmes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Ageing and employment policies: France 2014: working better with age (2014)
Zitatform
(2014): Ageing and employment policies: France 2014. Working better with age. (Ageing and employment policies), Paris, 176 S. DOI:10.1787/9789264207523-en
Abstract
"People today are living longer than ever before, while birth rates are dropping in the majority of OECD countries. In such demographics, public social expenditures require to be adequate and sustainable in the long term. Older workers play a crucial role in the labour market. Now that legal retirement ages are rising, older workers will work longer and employers will have to retain them. But those older workers who have lost their job have experienced long term-unemployment and low probabilities to return to work. What can countries do to help? How can they give older people better work incentives and opportunities? How can they promote age diversity in firms? This report offers analysis and assessment on what the best policies are for fostering employability, job mobility and labour demand at an older age in France." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Workfare for the old and long-term unemployed (2013)
Zitatform
Bennmarker, Helge, Oskar Nordström Skans & Ulrika Vikman (2013): Workfare for the old and long-term unemployed. In: Labour Economics, Jg. 25, H. December, S. 25-34. DOI:10.1016/j.labeco.2013.04.008
Abstract
"We estimate the effects of conditioning benefits on program participation among older long-term unemployed workers. We exploit a Swedish reform which reduced UI duration from 90 to 60 weeks for a group of older unemployed workers in a setting where workers who exhausted their benefits received unchanged transfers if they agreed to participate in a work practice program. Our results show that job finding increased as a result of the shorter duration of passive benefits. The time profile of the job-finding effects suggests that the results are due to deterrence during the program-entry phase. We find no impact on ensuing job durations or wages, suggesting that the increased job-finding rate was driven by increased search intensity rather than lower reservation wages. A crude cost - benefit analysis suggests that the reform reduced the combined cost of programs and transfers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Fachkräftebedarf in Deutschland: zur kurz- und langfristigen Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung (2013)
Brücker, Herbert ; Brunow, Stephan ; Weber, Enzo ; Kubis, Alexander; Mendolicchio, Concetta; Fuchs, Johann ;Zitatform
Brücker, Herbert, Stephan Brunow, Johann Fuchs, Alexander Kubis, Concetta Mendolicchio & Enzo Weber (2013): Fachkräftebedarf in Deutschland. Zur kurz- und langfristigen Entwicklung von Fachkräfteangebot und -nachfrage, Arbeitslosigkeit und Zuwanderung. (IAB-Stellungnahme 01/2013), Nürnberg, 18 S.
Abstract
"Das IAB geht davon aus, dass sich die Arbeits-, Kapital- und Gütermärkte zumindest längerfristig an den Rückgang des Arbeitsangebotes anpassen werden. Die Prognose einer 'Fachkräftelücke', in welcher Größenordnung auch immer, ist deshalb nicht sinnvoll. Allerdings kann es zu Mismatch auf dem Arbeitsmarkt in qualifikatorischer, beruflicher und regionaler Hinsicht kommen, so dass in vielen Arbeitsmarktsegmenten offene Stellen nicht besetzt werden können.
Das Erwerbspersonenpotenzial wird in Deutschland bis zum Jahr 2035 bei einer steigenden Erwerbsbeteiligung und einer Nettozuwanderung von 100.000 Personen um 7,3 Millionen und bei einer Nettozuwanderung von 200.000 Personen um 5,4 Millionen Personen zurückgehen. Dieser Rückgang ist nicht mit einer 'Fachkräftelücke' zu verwechseln.
Um das Erwerbspersonenpotenzial in Deutschland nachhaltig zu entwickeln, ist eine aktive Strategie zur Mobilisierung inländischer Potenziale insbesondere von Frauen und Älteren, aber auch die gezielte Anwerbung von qualifizierten Fachkräften aus dem Ausland sowie deren Integration in den Arbeitsmarkt notwendig. Insbesondere die Zuwanderung aus Drittstaaten müsste höher ausfallen, wenn der Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials deutlich begrenzt werden soll." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Beschäftigungsfähigkeit und Schulungswilligkeit von Erwerbspersonen ab 45 Jahren in Oberösterreich (2013)
Schmatz, Susi; Danzer, Lisa; Posayanan, Lerdpi; Wetzel, Petra;Zitatform
(2013): Beschäftigungsfähigkeit und Schulungswilligkeit von Erwerbspersonen ab 45 Jahren in Oberösterreich. Linz, 240 S.
Abstract
"Mit dem 'Altern' der Gesellschaft rückt die ältere Altersgruppe in den Fokus der Aufmerksamkeit. So steht etwa die Erhöhung der Beschäftigungsquote älterer ArbeitnehmerInnen bereits seit einigen Jahren im Mittelpunkt beschäftigungspolitischer Diskussionen auf EU-Ebene und ist auch eine maßgebliche Reformempfehlung der Europäischen Kommission an Österreich. Ein möglicher Lösungsstrang für dieses Anliegen kreist rund um die Zielsetzung, die Beschäftigungsfähigkeit älterer ArbeitnehmerInnen zu erhalten bzw. zu erhöhen, wobei nicht nur der Gesundheitsbereich von Relevanz ist, sondern ganz zentral auch die Förderung und Weiterentwicklung von lebenslangem Lernen. Die Studie verfolgt das Ziel, Weiterbildungsaktivitäten und -erfordernisse von unselbstständig Erwerbstätigen mittleren Alters zu analysieren. Diese Befunde dienen in der Folge der Entwicklung von Anhaltspunkten zur Förderung alternsgerechter Maßnahmen des Arbeitsmarktservice Österreich AMS." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Kurzfassung -
Literaturhinweis
On government-subsidized training programs for older workers (2013)
Singer, Christine; Toomet, Ott-Siim;Zitatform
Singer, Christine & Ott-Siim Toomet (2013): On government-subsidized training programs for older workers. (IAB-Discussion Paper 21/2013), Nürnberg, 30 S.
Abstract
"Wir untersuchen die Auswirkungen des Sonderprogramms WeGebAU, in dessen Rahmen die Bundesagentur für Arbeit (BA) Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte über 45 Jahren subventioniert. Wir wenden dynamische Matchingmethoden nach Crépon et al. (2009) an und nutzen neue Informationen aus den Prozessdaten der BA. Wir konzentrieren uns auf die Verbleibswahrscheinlichkeit in Beschäftigung und schätzen getrennte Effekte nach Geschlecht, Alter, Berufsstellung und geplanter Programmdauer. Es zeigt sich, dass WeGebAU die Wahrscheinlichkeit zwei Jahre nach Programmstart noch abhängig beschäftigt zu sein, um ein bis 2,5 Prozentpunkte erhöht. Der Effekt ist stärker für Teilzeitbeschäftigte und Teilnehmer an längeren Weiterbildungsmaßnahmen. Unsere Analysen weisen darauf hin, dass die Effekte in erster Linie auf einen verzögerten Arbeitsmarktrückzug zurückzuführen sind, und dass die Teilnahme auf Ebene der Betriebe selektiv ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Singer, Christine; -
Literaturhinweis
Förderung der beruflichen Weiterbildung durch WeGebAU: Zuschuss kann den Weg in längere Beschäftigung ebnen (2013)
Singer, Christine;Zitatform
Singer, Christine (2013): Förderung der beruflichen Weiterbildung durch WeGebAU: Zuschuss kann den Weg in längere Beschäftigung ebnen. In: IAB-Forum H. 2, S. 46-51., 2013-12-03. DOI:10.3278/IFO1302W046
Abstract
"Mit dem Programm 'WeGebAU' fördert die Bundesagentur für Arbeit die berufliche Weiterbildung von gering qualifizierten und älteren Beschäftigten. Es verbessert deren Chancen, länger in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung zu bleiben. Die positiven Effekte variieren allerdings mit dem Umfang der Beschäftigung, dem Alter der Geförderten und der Dauer der Weiterbildung." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Singer, Christine; -
Literaturhinweis
Ageing and employment policies: Norway: working better with age (2013)
Sonnet, Anne; Olsen, Hilde; Manfredi, Thomas; Keese, Mark;Zitatform
Olsen, Hilde & Thomas Manfredi (2013): Ageing and employment policies: Norway. Working better with age. (Ageing and employment policies), Paris, 125 S. DOI:10.1787/9789264201484-en
Abstract
"People today are living longer than ever before, while birth rates are dropping in the majority of OECD countries. Such demographics raise the question: are current public social expenditures adequate and sustainable? Older workers play a crucial role in the labour market. Now that legal retirement ages are rising, fewer older workers are retiring early, but at the same time those older workers who have lost their job after the age of 50 have tended to remain in long term unemployment. What can countries do to help? How can they give older people better work incentives and opportunities? These reports offer analysis and assessment on what the best policies are for fostering employability, job mobility and labour demand at an older age.
-
Literaturhinweis
Role of governments and social partners in keeping older workers in the labour market (2013)
Abstract
"With the average age of the population rising, people aged 55 - 64 make up an increasing share of workers in Europe. This demographic shift, as well as ongoing threats to the sustainability of national welfare and pension systems, has increased pressure for reforms to encourage longer careers. This report maps initiatives at national or sectoral level taken by governments and social partners to keep older workers in the labour market. Some measures involve financial incentives to work longer while others look at ways to enhance working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Weiterführende Informationen
Executive Summary -
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Ältere am Arbeitsmarkt: aktuelle Entwicklungen (2013)
Abstract
"- Die Bevölkerungsstärke der 55- bis unter 65-Jährigen hat in den vergangenen Jahren zugenommen und wird nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auch in den nächsten Jahren weiter wachsen.
- Ältere nehmen immer häufiger am Erwerbsleben teil: Die Erwerbstätigenquote der Personen zwischen 55 bis unter 65 Jahren ist in den letzten zehn Jahren stärker gestiegen als die der 15- bis unter 65-Jährigen.
- In Deutschland ist die Erwerbstätigenquote von 55- bis unter 65-Jährigen, verglichen mit anderen europäischen Ländern, überdurchschnittlich hoch.
- Ältere sind überproportional häufig in den Erwerbsformen Selbständigkeit, mithelfende Familienangehörige und Beamte vertreten.
- Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in der Altersklasse 55 bis unter 65 ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Insbesondere die Zahl der weiblichen Beschäftigten hat deutlich zugenommen.
- Die Beschäftigungsquote der 55- bis unter 60-Jährigen war 2012 so hoch wie im Durchschnitt aller Altersklassen. 60- bis unter 65-Jährige sind wegen der Übergänge in den Ruhestand seltener beschäftigt.
- Ältere arbeiten - auch wegen der Nutzung von Altersteilzeitmodellen - häufiger weniger als die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit. Mini-Jobs hingegen sind unter Älteren nicht überdurchschnittlich stark verbreitet.
- 2012 waren weniger 55- bis unter 60-Jährige arbeitslos als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit der 60- bis unter 65-Jährigen stieg hingegen an. Hinter dieser Entwicklung steht unter anderem das Auslaufen von Sonderregelungen für Ältere.
- Die Unterbeschäftigung Älterer ging in den letzten Jahren kontinuierlich zurück.
- In den letzten Jahren begannen weniger Menschen eine Maßnahme aktiver Arbeitsmarktpolitik. Die Förderung Älterer ging in etwa im gleichen Umfang zurück wie im Durchschnitt über alle Altersklassen.
- Ältere Arbeitslose sind vergleichsweise häufig langzeitarbeitslos und schwerbehindert. Sie weisen jedoch seltener als Jüngere eine fehlende formale Qualifikation auf.
- Arbeitslosigkeit zu beenden, ist für Ältere schwieriger als für Jüngere. Gleichzeitig ist das Risiko arbeitslos zu werden geringer." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Ageing, skills and participation in work-related training in Britain: assessing the position of older workers (2012)
Canduela, Jesus ; Raeside, Robert ; Johnson, Steve ; MacQuaid, Ronald W.; Dutton, Matthew; Lindsay, Colin ;Zitatform
Canduela, Jesus, Matthew Dutton, Steve Johnson, Colin Lindsay, Ronald W. MacQuaid & Robert Raeside (2012): Ageing, skills and participation in work-related training in Britain. Assessing the position of older workers. In: Work, employment and society, Jg. 26, H. 1, S. 42-60. DOI:10.1177/0950017011426303
Abstract
"Policy makers have introduced a number of measures to encourage older workers to stay in the labour market, with improving access to training a particular priority. Policy action appeared justified by evidence that older workers are less likely to participate in training, and more likely to have never been offered training by employers - a key finding of Taylor and Urwin's (2001) review of Labour Force Survey (LFS) data from 1997. This article models LFS data from 2007 to assess whether age remained a predictor of inequalities in training. It finds that men over 50 remained among those least likely to have been offered training by employers. There were other significant inequalities in participation, suggesting a polarization in access to jobs that offer opportunities for training and progression. The article concludes that policies promoting 'active ageing' need to challenge negative employer attitudes and acknowledge fundamental inequalities in access to skills." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Geförderte Weiterbildung von geringqualifizierten und älteren Beschäftigten durch die Bundesagentur für Arbeit: Ergebnisse einer Betriebsbefragung (2012)
Lott, Margit;Zitatform
Lott, Margit (2012): Geförderte Weiterbildung von geringqualifizierten und älteren Beschäftigten durch die Bundesagentur für Arbeit. Ergebnisse einer Betriebsbefragung. In: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hrsg.) (2012): Fachkräftemangel : ein neues, demografisch bedingtes Phänomen? (BBSR-Online-Publikation, 2012/02), S. 63-70.
Abstract
"Die konzeptionellen Anpassungen und die intensive Werbung durch die Bundesagentur für Arbeit haben dazu beigetragen, dass das Programm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer) bei mittleren und größeren Betrieben besser bekannt ist und auch stärker genutzt wird. Bei den kleinen Unternehmen konnte dies nicht erreicht werden. Aber hinter kleinen Anteilen stehen große Zahlen, denn der weitaus größte Teil der Unternehmen in Deutschland sind Klein- und Kleinstbetriebe. Das bedeutet, dass eine erhebliche Zahl von Kleinbetrieben die Instrumente kennt und in Anspruch nimmt. Ein weiteres Ergebnis der Betriebsbefragung ist der hohe Anteil an Betrieben, die für die Maßnahmen keinen betrieblichen Bedarf sehen. Für diese Einschätzung können unterschiedliche Gründe ausschlaggebend sein: Unternehmen mit jüngerem und hochqualifiziertem Personal erfüllen die Fördervoraussetzung nicht, weil sie die Zielgruppen von WeGebAU nicht beschäftigen, oder Betriebe bilden eigeninitiativ weiter, so dass sie keiner öffentlichen Förderung bedürfen. Aber auch die präventive Intention von WeGebAU kann den Qualifikationsinteressen der Betriebe entgegen stehen. Möglicherweise sehen manche Betriebe ihren Weiterbildungsbedarf vor allem bei betriebsspezifischen Inhalten. Diese zu fördern fällt jedoch nicht in den Aufgabenbereich der BA, genauso wenig wie eine breit angelegte Finanzierung der betrieblichen Weiterbildung allgemein. WeGebAU sollte vielmehr Anstöße geben, um Betriebe zu mehr Weiterbildungsaktivitäten letztlich aus eigenem Antrieb zu bewegen." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Der Arbeitsmarkt in Deutschland: Eingliederungsbericht 2011 (2012)
Abstract
"Der wirtschaftliche Aufschwung hat sich auch 2011 fortgesetzt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent gewachsen. Der wirtschaftliche Aufschwung konzentrierte sich dabei vor allem auf die erste Jahreshälfte und verlor im Jahresverlauf spürbar an Dynamik. Der Arbeitsmarkt hat von den guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen profitiert. Die Erwerbstätigkeit und darunter vor allem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben im Jahresdurchschnitt 2011 kräftig zugenommen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist weiter gestiegen, in einzelnen Berufsfeldern zeigten sich 2011 bereits Fachkräfteengpässe. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind deutlich gesunken und auch die Lage am Ausbildungsmarkt hat sich 2011 weiter verbessert." (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Geförderte berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN (Drucksache 17/8950) (2012)
Zitatform
(2012): Geförderte berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN (Drucksache 17/8950). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 17/9136 (27.03.2012)), 25 S.
Abstract
"Die Bundesregierung antwortet auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zur geförderten beruflichen Weiterbildung von Arbeitslosen und Beschäftigten: 'In Zeiten des demografischen Wandels ist und bleibt die berufliche Weiterbildungsförderung eines der zentralen Elemente der aktiven Arbeitsförderung in Deutschland. Dabei leistet insbesondere die Förderung der beruflichen Nachqualifizierung von Geringqualifizierten sowie von Berufsrückkehrerinnen und Berufsrückkehrern einen unverzichtbaren Beitrag zur Fachkräftesicherung. Im Jahr 2012 stehen für die Sonderprogramme der Bundesagentur für Arbeit 'Initiative zur Flankierung des Strukturwandels (IFlaS)' und 'Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen (WeGebAU)' mit 680 Mio. Euro mehr Mittel bereit als im Jahr 2011.'" (Textauszug, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Working and ageing: the benefits of investing in an ageing workforce (2012)
Zitatform
(2012): Working and ageing. The benefits of investing in an ageing workforce. (CEDEFOP reference series), Thessaloniki, 315 S. DOI:10.2801/904
Abstract
"Slowly but steadily, the attitude towards population ageing is changing in Europe. Early reports had described it as a demographic time bomb with negative consequences for economies and societies. But these changes are increasingly seen as harbingers of opportunity and the emerging 'silver economy' as a driver of future growth.
This publication, which marks the European Year 2012 for active ageing and solidarity between generations, contributes to the debate by providing new insights that are based on the latest research and best practices in Europe and the Member States.
The evidence points towards the importance of demonstrating the benefits of learning to all stakeholders and developing the capacity of organisations to make the best of their employees' abilities at any age." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
Literaturhinweis
Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer zwischen politischen Ansprüchen und den veränderten Bedürfnissen der "jungen Alten": Die "Initiative 50plus" (2011)
Buestrich, Michael; Oltmann, Frank-Peter;Zitatform
Buestrich, Michael & Frank-Peter Oltmann (2011): Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit Älterer zwischen politischen Ansprüchen und den veränderten Bedürfnissen der "jungen Alten": Die "Initiative 50plus". In: Arbeit. Zeitschrift für Arbeitsforschung, Arbeitsgestaltung und Arbeitspolitik, Jg. 20, H. 1, S. 18-31. DOI:10.1515/arbeit-2011-0104
Abstract
"Die arbeitsmarktpolitische Wiederentdeckung der Förderung älterer Arbeitnehmer und Arbeitsuchender im Rahmen der 'Initiative 50 Plus' wird vornehmlich demografisch begründet. Mit dem Verweis auf die Unterjüngung bzw. Überalterung der Bevölkerung erscheinen längere Lebensarbeitszeiten quasi unwidersprechlich. Zugleich wird ein verändertes (Selbst-)Bild der 'neuen' Senioren angeführt, die anders als frühere Generationen, auch im Alter 'aktiv' und das bedeutet auch erwerbstätig sein wollen. Der Beitrag fragt nach der Stichhaltigkeit dieser Begründungszusammenhänge und verortet den Grund des steigenden Interesses der Politik an der Beschäftigung älterer Arbeitnehmer dabei weniger arbeitsmarktpolitisch: Es sind letztlich fiskalische Gründe, die ihre forcierte Beschäftigung zukünftig alternativlos erscheinen lassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Creating employment or keeping them busy?: an evaluation of training programs for older workers in Germany (2011)
Zitatform
Romeu Gordo, Laura & Joachim Wolff (2011): Creating employment or keeping them busy? An evaluation of training programs for older workers in Germany. In: Journal of Aging and Social Policy, Jg. 23, H. 2, S. 198-218., 2010-10-01. DOI:10.1080/08959420.2010.551468
Abstract
"The authors analyze the effect of participation in short-term training measures on older German recipients of means-tested unemployment benefits. Their analysis uses administrative data of the German Federal Employment Agency, and they estimate the effects of participating in two types of short-term training -- classroom and in-firm training -- on different outcomes of the participants. Results show that classroom training is not effective inmaking participants independent of benefit receipt. It has a moderately positive effect on employment outcomes, which are highest for West German men. In contrast, in-firm training significantly raises the participants' likelihood of finding regular jobs and of being independent of unemployment benefit receipt." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Chancen und Möglichkeiten von Productive Ageing: arbeitsmarktpolitische, arbeitspsychologische und soziologische Perspektiven zur verbesserten Arbeitsmarktintegration Älterer (2011)
Zitatform
Steiner, Karin, Marie Jelenko, Winfried Moser & Franziska Haydn (2011): Chancen und Möglichkeiten von Productive Ageing. Arbeitsmarktpolitische, arbeitspsychologische und soziologische Perspektiven zur verbesserten Arbeitsmarktintegration Älterer. (AMS report 81), Wien, 93 S.
Abstract
"Für die Zielgruppe älterer Arbeitsuchender gibt es eine Reihe von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, die - nach einer einleitenden vergleichenden Diskussion internationaler Daten zum Thema 'Ältere am Arbeitsmarkt' - im ersten Teil dieses Berichtes näher vorgestellt werden. Diese Maßnahmen sollen die Chancen einer Wiedereinstellung erhöhen. Angeführt werden nationale und internationale Stiftungsmodelle, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, bewusstseinsbildende Maßnahmen, aber auch Maßnahmen / Instrumente wie etwa Sozialökonomische Betriebe (SÖBs) und Gemeinnützige Arbeitskräfteüberlassungen. Der zweite Teil des Berichtes umfasst Ergebnisse einer empirischen Studie zum Thema 'Arbeitslosigkeit von Älteren und Maßnahmen zum Erhalt von Arbeitsfähigkeit und Gesundheit'. Die Ergebnisse basierend auf ExpertInneninterviews wie auch qualitativen Interviews mit älteren Arbeitsuchenden konzentrieren sich einerseits auf die Positionen von Älteren am Arbeitsmarkt. Die Selbsteinschätzung der Arbeitsuchenden selbst wird hierbei durch die Perspektive der ExpertInnen erweitert. Andererseits werden Maßnahmen für ältere Arbeitsuchende aus Sicht der TeilnehmerInnen und ExpertInnen analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Dadurch, dass der Bericht sich der Situation älterer Arbeitsuchender von unterschiedlicher Seite nähert, soll es den LeserInnen ermöglicht werden, die besonderen Bedürfnisse dieser Bevölkerungsgruppe in ihrer Vielfalt zu erfassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Title V of the Older Americans Act, the senior community service employment program: participant demographics and service to racially/ethnically diverse populations (2011)
Zitatform
Washko, Michelle M., Ronald W. Schack, Barry A. Goff & Bennett Pudlin (2011): Title V of the Older Americans Act, the senior community service employment program. Participant demographics and service to racially/ethnically diverse populations. In: Journal of Aging and Social Policy, Jg. 23, H. 2, S. 182-197. DOI:10.1080/08959420.2011.554081
Abstract
"Title V of the Older Americans Act, the Senior Community Service Employment Program (SCSEP), is a 40+-year-old federal program providing subsidized community service and employment training to low-income, unemployed individuals aged 55 and older. It is the only nationally mandated workforce training program for seniors. Because of SCSEP's dual mission, participants added 48 million hours of community service (valued at almost $1 billion) to the U.S. economy in 2008. Almost half (48.9%) of the participants are racial or ethnic minorities, which makes it crucial to understand the program experience of these individuals. Participation, program duration, and employment placement of minorities are examined. Findings show successful enrollment rates, an interactive effect of age and education on program duration, and no indication of a minority disadvantage in employment placement. Recommendations include funding for innovative grants, leveraging of federal partnerships, and targeted technical assistance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Präventive Arbeitsmarktpolitik: Impulse für die berufliche Weiterbildung im Betrieb (2010)
Lott, Margit; Spitznagel, Eugen;Zitatform
Lott, Margit & Eugen Spitznagel (2010): Präventive Arbeitsmarktpolitik: Impulse für die berufliche Weiterbildung im Betrieb. (IAB-Kurzbericht 11/2010), Nürnberg, 12 S.
Abstract
"Investitionen in die Bildung können die Arbeitsmarktchancen der Arbeitsuchenden wie der Beschäftigten verbessern. Sie stärken Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, erleichtern den Strukturwandel und sind damit eine wichtige Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Seit dem Jahr 2006 wird die berufliche Weiterbildung im Betrieb von der Bundesagentur für Arbeit mit dem 'WeGebAU'-Programm gefördert. Das IAB hat untersucht, von welchen Betrieben es genutzt wird und wie es diese bewerten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Creating employment or keeping them busy?: an evaluation of training programs for older workers in Germany (2010)
Zitatform
Romeu Gordo, Laura & Joachim Wolff (2010): Creating employment or keeping them busy? An evaluation of training programs for older workers in Germany. (Deutsches Zentrum für Altersfragen. Diskussionspapier 49), Berlin, 22 S.
Abstract
"We analyze the effect of participation in short-term training measures on older German recipients of meanstested unemployment benefits. Our analysis uses administrative data of the German Federal Employment Agency and we estimate the effects of participating in two types of short-term training - classroom and in-firm training - on different outcomes of the participants. Our results show that classroom training is not effective in making participants independent of benefit receipt. It has a moderately positive effect on employment outcomes, which are highest for West German men. In contrast, in-firm training significantly raises the participants' likelihood of finding regular jobs and of being independent of unemployment benefit receipt." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Arbeitsmarktchancen Älterer: empirische Befunde und Perspektiven (2010)
Zitatform
Walwei, Ulrich (2010): Arbeitsmarktchancen Älterer. Empirische Befunde und Perspektiven. In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 65, H. 3, S. 421-433.
Abstract
In dem Beitrag wird die alterspezifische Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung dargestellt und längerfristige Beschäftigungsperspektiven älterer Arbeitnehmer werden prognostiziert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Diskussion der Determinanten der Beschäftigung Älterer und der Frage nach Handlungsoptionen zur Verbesserung ihrer Arbeitsmarktchancen. Im Vordergrund stehen dabei die Möglichkeiten und Grenzen arbeitsrechtlicher, sozialrechtlicher und sozialpolitischer Reformen. Als Fazit wird festgehalten, dass die Situation von Älteren auf dem Arbeitsmarkt 'immer noch alles andere als rosig' ist, sich jedoch in den letzten Jahren verbessert hat. Dies wird einerseits auf eine konjunkturell bedingte Belebung des Arbeitsmarktes zurückgeführt, andererseits auf Verhaltensänderungen infolge renten- und sozialpolitischer Reformen. 'Altersspezifische Maßnahmen helfen den Betroffenen nur in den seltensten Fällen. Oft kommt es zur 'Rache der Gutgemeinten', denn der besondere Schutz oder die besondere Förderung können sich als Stigma erweisen.' (IAB)
-
Literaturhinweis
Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt von morgen: Herausforderungen erkennen, Chancen nutzen (2009)
Zitatform
Behling, Michael, Andreas Huber & Thomas Staudinger (Hrsg.) (2009): Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt von morgen. Herausforderungen erkennen, Chancen nutzen. Augsburg: AIP Augsburg, 296 S.
Abstract
Der Band fasst Erkenntnisse, Hintergründe und Erfahrungen des Bundesprogramms 'Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen' zusammen. Er ist in drei Bereiche gegliedert: Teil 1 bewertet den regionalen und bundesweiten Erfolg des Programms und skizziert die Erfolgsgeschichte. Teil 2 umfasst makrotheoretische Überlegungen und statistische Analysen zum Thema Arbeitsmarkt, gesellschaftliche Teilhabe und Beschäftigungschancen Älterer. In Teil 3 werden die gesammelten Erfahrungen aus der Arbeitspraxis im Umgang mit und beim Aufbruch von langfristiger Arbeitslosigkeit, der Stellenvermittlung und der Unterschiedlichkeit von Unternehmenskulturen in Deutschland geschildert. (IAB)
-
Literaturhinweis
Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 9. Februar 2009 zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland" (Drucksache 16/11740) (2009)
Bellmann, Lutz ; Stephan, Gesine ; Dietz, Martin ; Koch, Susanne ; Walwei, Ulrich ; Krug, Gerhard ; Crimmann, Andreas; Kruppe, Thomas ; Deeke, Axel; Leber, Ute; Spitznagel, Eugen; Lott, Margit;Zitatform
Bellmann, Lutz, Andreas Crimmann, Axel Deeke, Martin Dietz, Susanne Koch, Gerhard Krug, Thomas Kruppe, Ute Leber, Margit Lott, Eugen Spitznagel, Gesine Stephan & Ulrich Walwei (2009): Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung von Sachverständigen am 9. Februar 2009 zu dem Gesetzentwurf der Fraktion der CDU/CSU und SPD "Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität in Deutschland" (Drucksache 16/11740). In: Ausschussdrucksache 16(11)1290 v. 05.02.2009 enthalten in 16(11)1291 v. 09.02.2009, S. 7-13.
Abstract
"Das IAB äußert sich in seiner Stellungnahme auf der Basis wissenschaftlicher Befunde zu ausgewählten Aspekten des Gesetzentwurfes, und zwar zu den Maßnahmen zur Stärkung der Kurzarbeit, zur Öffnung des WeGebAU- Programms, zur Wiedereinstellung von Arbeitnehmern zur Qualifizierung in der Leiharbeit, zum Ausbau von Betreuung und Pflege sowie zu zusätzlich bereitgestellten Vermittlerstellen." (Textauszug, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Bellmann, Lutz ; Stephan, Gesine ; Dietz, Martin ; Walwei, Ulrich ; Krug, Gerhard ; Leber, Ute;Weiterführende Informationen
Hier finden Sie alle Stellungnahmen zur Anhörung. -
Literaturhinweis
Perspektive 50plus?: Theorie und Evaluation der Arbeitsmarktintegration Älterer (2009)
Brauer, Kai; Freitag, Matthias ; Stößel, Dieter; Staudinger, Thomas; Conrads, Ralph ; Stamov Roßnagel, Christian ; Höhre, Carsten; Huber, Andreas ; Kastl, Reinhard; Bauer, Agnes; Koch, Frank Thomas; Bruck, Heike von der; Simon, Silke; Busch, Klaus Henning; Schiemann, Frank; Christ, Friedemann; Rosenstiel, Lutz von; Toepffer, Marlies; Reiners, Dorothee; Dill, Helga; Putzing, Monika; Junker, Serena; Mussel, Patrick; Korge, Gabriele ; Löwenbein, Oded; Clemens, Wolfgang; Lange, Karsten; Buggenhagen, Hans Joachim; Krone, Sirikit;Zitatform
Brauer, Kai & Gabriele Korge (Hrsg.); Freitag, Matthias, Dieter Stößel, Thomas Staudinger, Ralph Conrads, Christian Stamov Roßnagel, Carsten Höhre, Andreas Huber, Reinhard Kastl, Agnes Bauer, Frank Thomas Koch, Heike von der Bruck, Silke Simon, Klaus Henning Busch, Frank Schiemann, Friedemann Christ, Lutz von Rosenstiel, Marlies Toepffer, Dorothee Reiners, Helga Dill, Monika Putzing, Serena Junker, Patrick Mussel, Oded Löwenbein, Wolfgang Clemens, Karsten Lange, Hans Joachim Buggenhagen & Sirikit Krone (2009): Perspektive 50plus? Theorie und Evaluation der Arbeitsmarktintegration Älterer. (Alter(n) und Gesellschaft 18), Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwissenschaften, 355 S.
Abstract
"Trotz jüngster Erfolge bei der Arbeitsmarktintegration Älterer sind die Erwerbschancen älterer Arbeitssuchender in Deutschland immer noch gering. Vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales wurden daher Mittel bereitgestellt, um in einigen Regionen unterschiedliche Wege der Reintegration und nachhaltigen Verbesserung der Marktchancen Älterer zu fördern. Die in diesem Modellprogramm erprobten Projekte waren an Begleitforschungen gebunden. Innerhalb der Laufzeit der zweiten Programmphase stehen somit wissenschaftliche Einschätzungen zu den unterschiedlichen Arten der Förderung bereit. In quantitativen und qualitativen Studien werden Instrumente der Arbeitsförderung, regionale Netzwerke und Organisationsstrukturen evaluiert. Eingebettet werden die aktuellen Ergebnisse praktischer Vermittlungstätigkeit in neuere Befunde aus der Psychologie zur Motivation älterer Beschäftigter, aus der Soziologie zu Auswahlprozessen bei Einstellungen und der Stellung älterer Erwerbstätiger im Betrieb sowie aus der Neurophysiologie mit neuesten Erkenntnissen zur Lernfähigkeit Älterer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
auch online verfügbar als: Alter(n) und Gesellschaft, 18 -
Literaturhinweis
Aktivierung und Kompetenzenentwicklung älterer Langzeitarbeitsloser: eine Evaluationsstudie (2009)
Filkorn, Marco;Zitatform
Filkorn, Marco (2009): Aktivierung und Kompetenzenentwicklung älterer Langzeitarbeitsloser. Eine Evaluationsstudie. Jena, 82 S.
Abstract
"Durch die Einführung der Gesetze für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt in den Jahren 2002 bis 2005 wurde die Forderung nach eigeninitiativem Engagement der Arbeitslosen bei der Wiedererlangung von Beschäftigung mit dem Leitprinzip 'Fördern und Fordern' stark betont. Bisherige Forschung zeigt, dass langjährige Arbeitslosigkeit die Eigenaktivität und Eigeninitiative im Bewerbungsverhalten einschränkt. Somit sind Maßnahmen indiziert, die vor allem Langzeitarbeitslose aktivieren und für einen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben vorbereiten. Eine Aktivierungsmaßnahme des Förderprogramms Perspektive 50plus wurde in dieser Diplomarbeit bezüglich der Frage evaluiert, ob sie eine Aktivierungs- und Umsetzungskompetenz bei älteren Langzeitarbeitslosen entwickeln kann. Hierzu wurden vor und 6 Monate nach Beginn der Aktivierungsmaßnahme von 90 Personen der Behandlungsgruppe und 44 Personen der Wartelisten-Kontrollgruppe ein Grundkompetenzprofil mit einer personalen, sozialkommunikativen, fachlich-methodischen und aktivitäts- und umsetzungsorientierten Kompetenz erhoben. Die Veränderungen auf der aktivitäts- und umsetzungsorientierten Kompetenz wurden mit Chi-Quadrat- sowie rangtest analysiert. Dem Ergebnis zufolge unterscheiden sich Behandlungs- und Kontrollgruppe nicht signifikant in dem Ausmaß der Veränderung dieser Kompetenz. Auf deskriptiver Ebene zeigt sich eine Unterschiedstendenz hin zur Wirksamkeit der Maßnahme. Zusätzlich zum Ergebnis der Evaluation konnten weitere Erkenntnisse zur dimensionalen Struktur des angewendeten Kompetenzmessverfahrens erlangt werden. Methodische Vorschläge für Forschung sowie Implikationen für die Gestaltung kommender Aktivierungsmaßnahmen werden diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
In (die) Zukunft arbeiten: über die Bedeutung von Beschäftigungsfähigkeit und die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen zur Integration älterer Erwerbsfähiger in den Arbeitsmarkt am Beispiel der Initiative "50plus in Oberfranken" (2009)
Serwill, Claudia;Zitatform
Serwill, Claudia (2009): In (die) Zukunft arbeiten. Über die Bedeutung von Beschäftigungsfähigkeit und die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen zur Integration älterer Erwerbsfähiger in den Arbeitsmarkt am Beispiel der Initiative "50plus in Oberfranken". (Studien zur Berufs- und Professionsforschung 2), Hamburg: Kovac, 360 S.
Abstract
"Die stabil hohen Arbeitslosenzahlen Älterer beschäftigen seit Jahren die Wissenschaftler und Arbeitsmarktpraktiker. Der demographische Wandel - das Schreckgespenst von einer hoffnungslos überalternden Gesellschaft - verstärkt die Sorge um das labile Renten- und Sozialsystem. Die Politik kontert mit der Erhöhung des Renteneintrittsalters. Damit versucht sie etwas zu erzwingen, was sich nicht erzwingen lässt: Beschäftigung bis 67 wo bisher häufig schon mit 50 Jahren die Langzeitarbeitslosigkeit droht. Schilderungen der aktuellen Arbeitsmarktentwicklungen sowie die Erörterung von Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Akteure zeigen den dringenden Handlungsbedarf auf allen Ebenen. Neben betrieblichen Ansätzen werden auch politische aktuelle Arbeitsmarktinitiativen diskutiert und gleichzeitig die Aussichten für jeden einzelnen Menschen als freies und für sich selbst verantwortliches Individuum aufgezeigt. Neben den subjektiven Voraussetzungen für ein 'Gesamtkunstwerk Ich' bildet eine Betrachtung über Wahrnehmung und Selektionsmechanismen die Argumentationsgrundlage. Die Studie untersucht anhand einer umfangreichen Auswertung die Auswirkungen einer arbeitsmarktpolitischen Initiative. Im Vordergrund steht die Wirksamkeit regionaler Netzwerkstrukturen auf die Beschäftigungschancen Älterer. Verzeichnet werden dabei Tendenzen und Auswirkungen einer zunehmenden Verlagerung der Verantwortung für eine dauerhafte Beschäftigungsfähigkeit hin zu den Individuen: Das 'unternehmerische Selbst' als Realfiktion des 21. Jahrhunderts." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Nachhaltiger Mehrwert von Evaluation (2008)
Ant, Marc; Stamm, Margrit; Knuth, Matthias ; thi Hong Van, Phan; Löwenbein, Oded; Heister, Michael; Hammer, Andreas; Widmer, Thomas; Wirth-Bauer, Barbara; Fohgrub, Thomas; Krone, Sirkit; Weiland, Martin; Lob, Stefan; Happel-Tominski, Sabine; Lorenzen, Hans-Peter; Blien, Uwe ; Schröter, Daniela C.;Zitatform
Ant, Marc, Andreas Hammer & Oded Löwenbein (Hrsg.) (2008): Nachhaltiger Mehrwert von Evaluation. Bielefeld: Bertelsmann, 271 S.
Abstract
"Dieser Sammelband untersucht am Beispiel der Evaluation der Arbeitsmarktprogramme 'EQUAL' und 'Perspektive 50plus', inwieweit die Evaluation einen Beitrag zur Nachhaltigkeit von politischen Programmen leisten kann. Zu Wort kommen Projektleiter, Politiker sowie Mitarbeiter der DeGEval (Deutsche Gesellschaft für Evaluation), aus Hochschulen und evaluierenden Institutionen. Dargestellt wird eine Momentaufnahme unterschiedlicher Erfahrungen und Argumente, die eine Basis für die Diskussion über die weitere Entwicklung und Professionalisierung von Evaluationen bildet." (Textauszug, IAB-Doku)
Inhalt:
Vorwort: (11-13);
Michael Heister: Aktuelle Erfahrungen mit der Evaluation von EQUAL-Projekten in Deutschland (15-26);
Martin Weiland: Arbeitsförderung für Ältere - Perspektive 50plus (27-53);
Marc Ant: A framework for implementing evaluation and assessment strategies in social policy (55-71);
Hans-Peter Lorenzen: Evaluationsstandards und ihre Umsetzung (73-82);
Thomas Widmer: Qualitätsförderung und Qualitätssicherung mit Evaluationsstandards (83-100);
Thomas Fohgrub: Hält Evaluation was sie verspricht? - Erfahrungen aus EQUAL I (101-112);
Sabine Happel-Tominski: Die Erwartungen der Projektträger an die Evaluation (13-119);
Andreas Hammer: Perspektiven für die Evaluation in den Entwicklungspartnerschaften und Netzwerken (121-130);
Oded Löwenbein: Evaluation und Unternehmensberatung - Gemeinsamkeiten und Unterschiede (131-143);
Margrit Stamm: Evaluation - wirksame Wege zur Nutzung - Wege zur wirksamen Nutzung (145-158);
Marc Ant: Die Dimensionen der Evaluation im Nachhaltigkeitsmanagement (159-169);
Barbara Wirth-Bauer: Gedanken der EQUAL-Programmevaluation zur Nachhaltigkeit (171-177);
Matthias Knuth: Erste Erfahrungen mit der Nachhaltigkeit bei Perspektive 50plus aus der Sicht der Programmevaluation (179-192);
Stefan Lob: Qualitätmanagement und Nachhaltigkeit am Beispiel von "Best Ager" (193-205);
Uwe Blien, Phan Thi Hong Van: Die regionale Evaluation von Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik (207-216);
Daniele C. Schröter: The logic and methodology of sustainability evaluation - a checklist approach (217-236);
Oded Löwenbein: Erfolge der Projektevaluation bei der Förderung der Nachhaltigkeit bei PFIFF und SilverStarS (237-246);
Sirkit Krone: Ansätze zur Förderung der Nachhaltigkeit bei "Best Ager" durch die Projektevaluation (247-256);
Andreas Hammer: Bedeutung der Netzwerkbildung bei EQUAL und Perspektive 50plus (257-267). -
Literaturhinweis
Initiative für ältere Langzeitarbeitslose in NRW: Abschlussbericht (2008)
Zitatform
Beer, Doris (2008): Initiative für ältere Langzeitarbeitslose in NRW. Abschlussbericht. (Gesellschaft für Innovative Beschäftigungsförderung. Arbeitspapiere 26), Bottrop, 32 S.
Abstract
Im Rahmen der ESF-kofinanzierten Landesarbeitsmarktpolitik führten das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit eine Initiative für ältere Langzeitarbeitslose durch. Zwischen 2004 und Anfang 2008 wurden Modellprojekte für etwa 3.500 ältere Langzeitarbeitslose gefördert. Die Initiative zeigt, dass auch ältere Langzeitarbeitslose in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Rund 40 Prozent der Teilnehmenden haben eine Arbeitsstelle gefunden, begannen eine Qualifizierungsmaßnahme oder nahmen eine selbstständige Tätigkeit auf. Darüber hinaus zeigten die Projekte für die Teilnehmenden eine persönlichkeitsstabilisierende Wirkung. Die besonders erfolgreichen Projekte zeichneten sich dadurch aus, dass sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sorgfältig auswählten und intensiven Kontakt zu Arbeitgebern herstellten. Teilnehmerorientierte Projektansätze, die ausgehend von den Fähigkeiten der Langzeitarbeitslosen nach Arbeitsmöglichkeiten in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen suchten, waren erfolgreicher als wirtschaftszweigspezifische Ansätze. Die Projekte setzten eine Reihe innovativer Instrumente ein: individuelle Ansätze in der Beratung, ausführliche Analyse der Fähigkeiten und Kenntnisse, neue Formen der Präsentation von Qualifikationsprofilen, Stärkung der Persönlichkeit, Gesundheitsförderung, gezielt ausgewählte und systematisch reflektierte Praxiseinsätze. Auf individueller Ebene zeigte sich, dass ein Zusammenleben mit Partnern und/oder Kindern, die persönliche Motivation zur Veränderung, Mobilität, gute gesundheitliche Verfassung sowie eine vorherige Verankerung im berufsfachlichen Arbeitsmarkt die Chancen zur Wiederbeschäftigung nachweisbar erhöhten. Von denjenigen, die länger als fünf Jahre arbeitslos waren, gelang einem Viertel die Integration in den Arbeitsmarkt. Der Eingliederungserfolg steht in Zusammenhang mit der Dauer der vorherigen Arbeitslosigkeit. An Arbeitsplätzen, an denen die berufliche Erfahrung ausschlaggebend für die Qualität der Arbeitsausführung ist, waren eher bereit ältere Arbeitnehmer einzustellen, als Firmen mit physisch und psychisch belastenden Arbeitsplätzen oder Unternehmen mit Frühverrentungsmodellen. (IAB)
-
Literaturhinweis
Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und ihre Wirkungen (2008)
Bernhard, Sarah ; Stephan, Gesine ; Hohmeyer, Katrin ; Kruppe, Thomas ; Jozwiak, Eva; Wolff, Joachim ; Koch, Susanne ;Zitatform
Bernhard, Sarah, Katrin Hohmeyer, Eva Jozwiak, Susanne Koch, Thomas Kruppe, Gesine Stephan & Joachim Wolff (2008): Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und ihre Wirkungen. (IAB-Forschungsbericht 02/2008), Nürnberg, 61 S.
Abstract
"Die Integration von arbeitsuchenden Personen in den Arbeitsmarkt gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Arbeitsmarktpolitik. Aktive Arbeitsmarktpolitik wie z. B. die Fort- und Weiterbildung von Arbeitsuchenden soll dabei helfen. Aber erst in diesem Jahrtausend wurde die Analyse der Wirkungen dieser Politik zu einem zentralen Thema der Arbeitsmarktforschung in Deutschland. Denn angesichts einer hohen und anhaltenden Arbeitslosigkeit waren grundlegende Reformen notwendig. Um diese bewerten und weiter entwickeln zu können, braucht die Politik detailliertes Wissen zur Effektivität und Effizienz der Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Beträchtliche Fortschritte bei den Datengrundlagen und Methoden zur Untersuchung der Wirkungen der Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik haben mit dazu beigetragen, dass die Evaluation der aktiven Arbeitsmarktpolitik zu einem zentralen Forschungsgegenstand geworden ist.
In diesem Beitrag stellen wir systematisch die wissenschaftlichen Erkenntnisse dar, die zur Wirkung der einzelnen Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland in den letzten Jahren gewonnen wurden. Wir befassen uns dabei mit einer breiten Palette von Maßnahmen und gehen auf die Wirkungen für den einzelnen Teilnehmer ebenso wie auf gesamtwirtschaftliche Arbeitsmarktwirkungen ein. Die wesentlichen Befunde sind in Kürze:
1. Betriebsnahe Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik, die auf die direkte Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt setzen, wie Lohnkostenzuschüsse, Gründungsförderung oder betriebliche Trainingsmaßnahmen, gehören zu den Maßnahmen, die die Chancen der Teilnehmer auf eine Integration in Erwerbsarbeit auch nach Ablauf der Förderung erhöhen - und das teilweise beträchtlich.
2. Die Förderung der beruflichen Weiterbildung und auch nicht-betriebliche Trainingsmaßnahmen - ein sehr heterogenes Instrument, das beispielsweise ein Bewerbungstraining ebenso wie einen kurze Softwareschulung umfassen kann - leisten auch einen Beitrag zur Eingliederung der Geförderten in den Arbeitsmarkt, wenn auch in geringerem Maße als die erstgenannten Instrumente.
3. Quasi-marktlich organisierte Vermittlungsdienstleistungen verbessern die Chancen der Geförderten auf eine Integration in den Arbeitsmarkt nicht generell, sondern instrumentspezifisch nur für bestimmte Gruppen von Arbeitsuchenden.
4. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die zumindest derzeit nicht primär auf die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zielen, schaden der Tendenz nach eher den Integrationschancen der Geförderten. Es gibt nur ganz wenige Teilnehmergruppen, auf die dies nicht zutrifft. Für die neuen, im Jahre 2005 eingeführten Arbeitsgelegenheiten in der Mehraufwandsvariante ('Ein-Euro-Jobs') hingegen sind die Evaluationsergebnisse etwas weniger pessimistisch. Allerdings ist es noch zu früh, um hier von einem robusten Ergebnis zu sprechen.
5. Zu den gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarktwirkungen der Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik liegen bislang deutlich weniger Forschungserkenntnisse vor. Wissenschaftliche Studien haben sich vergleichsweise häufig mit der Wirkung von Arbeitbeschaffungsmaßnahmen, Strukturanpassungsmaßnahmen und der Förderung der beruflichen Weiterbildung beschäftigt. Dabei hat sich oft gezeigt, dass eine intensivere Förderung durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen dazu führt, dass offene Stellen langsamer besetzt werden und sich die Arbeitsuchendenquote erhöht. Für Strukturanpassungsmaßnahmen und die Förderung der beruflichen Weiterbildungen ist mitunter auch das Gegenteil der Fall; allerdings wurden in den vorliegenden Studien häufig keine statistisch gesicherten gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarktwirkungen dieser beiden Instrumente nachgewiesen.
6. Die gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmarktwirkungen weiterer Instrumente wurden nur in wenigen Studien untersucht, so dass die bereits gewonnen Erkenntnisse zu ihren Wirkungen kaum als robust gelten können.
7. Auch wenn zahlreiche Untersuchungen zur Wirkung verschiedener Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik vorliegen, sind die Befunde vielfach unvollständig: Beispielsweise werden oft nur wenige Erkenntnisse über die Ursache der Wirkung einzelner Instrumente erzielt. Zudem liegen über die Effekte auf das Verhalten wichtiger Akteure am Arbeitsmarkt wie auf das Arbeitsnachfrageverhalten von Arbeitgebern kaum Erkenntnisse vor. Ob bzw. wie sich allein die Möglichkeit oder die Ankündigung einer baldigen Teilnahme an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme auf das Arbeitsuchverhalten arbeitsloser Personen auswirkt, wurde bislang nur sehr punktuell untersucht. Ferner werden wichtige Zielindikatoren nicht oder nur unzureichend gemessen, wie beispielsweise die Beschäftigungsfähigkeit, die durch die Teilnahme u.a. an Arbeitsgelegenheiten verbessert werden soll. Schließlich sind eine Reihe neuer Instrumente wie die gerade genannten Arbeitsgelegenheiten oder das Einstiegsgeld entstanden, über deren Wirkung bisher wenig bekannt ist." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit Älterer
-
Arbeitsmarkt- und beschäftigungspolitische Maßnahmen
- Gesamtbetrachtungen
- Initiativen und Kampagnen gegen Altersdiskriminierung
- Vermittlung und Beratung, Coaching
- Arbeitsbedingungen und Gesundheitsschutz
- Qualifizierung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Lohnersatzleistungen, Bürgergeld, Arbeitslosengeld I und II
- Berufsausstieg, Übergang in Rente
- Arbeits- und Sozialrecht
- geografischer Bezug
