Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
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Vermittlung und Beratung
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- Alter
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Literaturhinweis
Zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung – SGB-III-Modernisierungsgesetz: Stellungnahme des IAB zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 4.11.2024 (2024)
Anger, Silke ; Ehab, Maye ; Wolff, Joachim; Hauptmann, Andreas ; Kupka, Peter ; Jaschke, Philipp ; Bruckmeier, Kerstin ; Wiemers, Jürgen ; Berger, Franziska; Weber, Enzo ; Janssen, Simon; Tübbicke, Stefan ; Falkenhain, Mariella ; Toussaint, Carina; Kassam, Kamal; Stephan, Gesine ; Fitzenberger, Bernd ; Sommer, Maximilian; Globisch, Claudia; Jahn, Elke ; Bernhard, Sarah ; Senghaas, Monika ; Leber, Ute; Schels, Brigitte ; Fuchs, Philipp ; Lerche, Adrian; Sandner, Malte ; Feldens, Stefan; Oberfichtner, Michael ; Röhrer, Stefan ; Kosyakova, Yuliya ; Reims, Nancy ;Zitatform
Anger, Silke, Franziska Berger, Sarah Bernhard, Kerstin Bruckmeier, Maye Ehab, Mariella Falkenhain, Stefan Feldens, Bernd Fitzenberger, Philipp Fuchs, Claudia Globisch, Andreas Hauptmann, Elke Jahn, Philipp Jaschke, Kamal Kassam, Yuliya Kosyakova, Peter Kupka, Simon Janssen, Ute Leber, Adrian Lerche, Michael Oberfichtner, Nancy Reims, Stefan Röhrer, Malte Sandner, Brigitte Schels, Monika Senghaas, Joachim Wolff, Jürgen Wiemers, Enzo Weber, Stefan Tübbicke, Carina Toussaint, Gesine Stephan & Maximilian Sommer (2024): Zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung – SGB-III-Modernisierungsgesetz. Stellungnahme des IAB zur öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags am 4.11.2024. (IAB-Stellungnahme 06/2024), Nürnberg, 40 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2406
Abstract
"Die Bundesregierung hat einen umfangreichen Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung (SGB-III-Modernisierungsgesetz) vorgelegt, der am 4.11.2024 im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags in einer öffentlichen Anhörung zum SGB-III-Modernisierungsgesetz behandelt wurde. Darin geht es um die Weiterentwicklung des Vermittlungsprozesses, Vereinfachungen und Entlastungen im Versicherungs-und Leistungsrecht, die Anpassung von Förderinstrumenten und den Ausbau der Förderinstrumente der Bundesagentur für Arbeit. Unter Bezugnahme auf vorhandene Forschungsergebnisse nimmt das IAB Stellung zu den geplanten Änderungen von SGB III und SGB II." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Ehab, Maye ; Wolff, Joachim; Hauptmann, Andreas ; Jaschke, Philipp ; Bruckmeier, Kerstin ; Wiemers, Jürgen ; Weber, Enzo ; Janssen, Simon; Tübbicke, Stefan ; Falkenhain, Mariella ; Toussaint, Carina; Kassam, Kamal; Stephan, Gesine ; Fitzenberger, Bernd ; Sommer, Maximilian; Globisch, Claudia; Jahn, Elke ; Bernhard, Sarah ; Senghaas, Monika ; Leber, Ute; Lerche, Adrian; Sandner, Malte ; Oberfichtner, Michael ; Röhrer, Stefan ; Kosyakova, Yuliya ; Reims, Nancy ;Weiterführende Informationen
Video der Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestags -
Literaturhinweis
Kosten-Nutzen-Analysen der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Eine Einschätzung (2024)
Zitatform
Bruckmeier, Kerstin, Claudia Lehnert, Gesine Stephan & Joachim Wolff (2024): Kosten-Nutzen-Analysen der aktiven Arbeitsmarktpolitik: Eine Einschätzung. (IAB-Forschungsbericht 21/2024), Nürnberg, 23 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2421
Abstract
"Aktive Arbeitsmarktpolitik ist – sofern sie wirksam ist – eine Investition in die Beschäftigungschancen der von Arbeitslosigkeit betroffenen bzw. bedrohten Menschen. Sie kann insbesondere im Bereich der Grundsicherung auch sozialpolitische Ziele erreichen, wie z.B. sehr arbeitsmarktfernen Personen überhaupt einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Ziel dieses Beitrags ist eine Einschätzung des Potenzials von Kosten-Nutzen-Analysen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Er geht ferner auf die Aussagekraft solcher Analysen ein, die aus verschiedenen Gründen eingeschränkt ist. Zu den Wirkungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf die Arbeitsmarktchancen der Geförderten liegen zahlreiche Studien vor. Auf der individuellen Ebene erweisen sich die Instrumente der Arbeitsmarktpolitik in der Regel als wirksam. Nicht jede Maßnahme, die wirksam ist, muss jedoch auch (aus einer vereinfachten fiskalischen Sicht) kosteneffizient sein. Gerade bei knappen Haushaltsmitteln gibt es in Politik und Verwaltung daher ein hohes Interesse an Kosten-Nutzen-Analysen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. In der Praxis unterliegen diese jedoch verschiedenen Einschränkungen. Kosten und Nutzen arbeitsmarktpolitischer Instrumente können auf unterschiedlichen Ebenen und in verschiedener Hinsicht anfallen. Die fiskalische Kosten-Nutzen-Analyse bewertet Kosten und Nutzen arbeitsmarktpolitischer Instrumente für die öffentlichen Haushalte in monetären Größen. Bereits bei der Abschätzung direkter fiskalischer Effekte gibt es verschiedene methodische Herausforderungen. Neben direkten fiskalischen Komponenten kann es auch Makro- und Wohlfahrtseffekte der Arbeitsförderung geben, die teils über den Arbeitsmarkt hinausreichen. Bei der sozialen Kosten-Nutzen-Analyse steht aus einer gesamtgesellschaftlichen Perspektive die in Nutzeneinheiten gemessene Wohlfahrt der Gesamtheit an Individuen im Vordergrund. Während Wirkungsanalysen vergleichsweise einfach zu interpretieren sind, stellt sich dies bei Kosten-Nutzen-Analysen daher anders dar. Es gibt unterschiedliche Ebenen, an denen Kosten-Nutzen-Analysen ansetzen können. Für gesamtwirtschaftliche Analysen ist es in der Regel kaum möglich, alle erforderlichen Größen abzuschätzen. Bei den bislang vorherrschenden direkten fiskalischen Kosten-Nutzen-Analysen aus Sicht der öffentlichen Hand gibt es hingegen zahlreiche Einschränkungen, die bei einer Interpretation zu beachten sind. Aufgrund der genannten Einschränkungen und Annahmen ist es extrem vereinfachend und unter Umständen sogar irreführend, den Nettonutzen einer Maßnahme in einer einzigen Zahl zusammenzufassen. Denn Kosten und Nutzen der aktiven Arbeitsmarktpolitik lassen sich eben nicht vollständig erfassen und damit nicht exakt beziffern. Die Autor*innen dieses Beitrags plädieren daher dafür, statt klassischer fiskalischer Kosten-Nutzen-Analysen quantitative und qualitative Bewertungen bzw. Einordnungen vorzunehmen. Diese sollten – soweit entsprechende Angaben verfügbar sind – Kosten und Nutzen diskutieren, dabei aber auch nicht monetäre Kosten- und Nutzenkomponenten berücksichtigen und auf weitere Aspekte wie Zielgruppen und Förderziele eingehen. Nur wenn auch die nicht monetären Aspekte berücksichtigt werden, lässt sich beurteilen, ob eine Maßnahme zweckmäßig ist. Zur Einordnung gehört auch, den Grad der Unsicherheit einer Analyse deutlich zu machen, der sich daraus ergibt, dass zu relevanten Aspekten möglicherweise keine empirische Evidenz vorliegt. Daher sollte auch offengelegt werden, welche Aussagen unter Umständen auf mehr oder weniger weitreichenden, aber empirisch nicht oder nur teilweise abgesicherten Annahmen beruhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Diverse effects of shorter potential unemployment benefit duration on labor market outcomes in Germany (2022)
Zitatform
Petrunyk, Inna & Christian Pfeifer (2022): Diverse effects of shorter potential unemployment benefit duration on labor market outcomes in Germany. In: Labour, Jg. 36, H. 3. DOI:10.1111/labr.12221
Abstract
"This paper explores diverse effects of an unemployment benefit (UB) reform in Germany on labor market outcomes of individuals with health impairment. The reform induced substantial reductions in potential duration of regular UB for older workers, which is exploited in a difference-in-differences setting. The results provide evidence for a decrease in days in UB, an increase in days in employment, and an increase in days in unemployment assistance. The effects on UB and employment are smaller and the effects on unemployment assistance are larger for unemployed and non-employed individuals than for individuals who were employed before medical rehabilitations." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
The Lock-in Effects of Part-Time Unemployment Benefits (2021)
Zitatform
Benghalem, Helène, Pierre Cahuc & Pierre Villedieu (2021): The Lock-in Effects of Part-Time Unemployment Benefits. (IZA discussion paper 14189), Bonn, 76 S.
Abstract
"We ran a large randomized controlled experiment among about 150,000 recipients of unemployment benefits insurance in France in order to evaluate the impact of part-time unemployment benefits. We took advantage of the lack of knowledge of job seekers regarding this program and sent emails presenting the program. The information provision had a significant positive impact on the propensity to work while on claim, but reduced the unemployment exit rate, showing important lock-in effects into unemployment associated with part-time unemployment benefits. The importance of these lock-in effects implies that decreasing the marginal tax rate on earnings from work while on claim in the neighborhood of its current level does not increase labor supply and increases the expenditure net of taxes of the unemployment insurance agency." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Märkte und "common ground": Arbeit, gesundheitliche Versorgung, Finanzen (2019)
Hessinger, Philipp; Stanitzek, Georg; Wagner, Gabriele;Zitatform
Hessinger, Philipp, Stanitzek, Georg & Gabriele Wagner (Hrsg.) (2019): Märkte und "common ground": Arbeit, gesundheitliche Versorgung, Finanzen. Wiesbaden: Springer VS, 284 S. DOI:10.1007/978-3-658-21771-6
Abstract
"Die einzelnen Kapitel des Buchs behandeln die Kontexteffekte, die lateralen Bezüge und die endogenen Ursachen gegenwärtiger System- und Krisenprozesse mit dem Ziel, den Möglichkeitssinn relevanter Akteure aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu schärfen. Auf der Basis profunder Analysen der strukturellen wie auch normativen Verfasstheit sowie der intelligenten Re-/Konstruierbarkeit der Arbeits-, Gesundheits- und Finanzmärkte entfaltet Philipp Hessinger seine grundlegende Idee: dass aktuelle Krisen und scheiternde Reformprojekte auch Ausdruck und Folge innerer Blockaden des gesellschaftlichen Möglichkeitsreichtums sind - und genau diesen Möglichkeitsreichtum sucht er zu bergen." (Verlagsangaben, )
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Literaturhinweis
Flexicurity and the dynamics of the welfare state adjustments (2018)
Zitatform
Bubak, Oldrich (2018): Flexicurity and the dynamics of the welfare state adjustments. In: Transfer, Jg. 24, H. 4, S. 387-404. DOI:10.1177/1024258918781732
Abstract
"Die Verwerfungen der jüngsten globalen Finanzkrise verstärkten mehrere der schon vorhandenen industriellen und ökonomischen Herausforderungen und schoben eine Reihe von oftmals widersprüchlichen Lösungsansätzen in den Vordergrund. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf zwei unterschiedliche Sichtweisen, wie ökonomische Wettbewerbsfähigkeit (wieder) hergestellt und Wachstum ermöglicht werden kann: Flexicurity und Austeritätspolitik. Über die Zukunft dieser widersprüchlichen 'Rezepte' kann im Vergleich von unterschiedlichen politischen Ökonomien viel gelernt werden, insbesondere in Anbetracht der Bedeutung der Sozialpartner bei der Entwicklung von Flexicurity und ihrer unterschiedlichen Fähigkeit, die Ergebnisse von Wohlfahrtsstaaten breiter zu beeinflussen. Es stellen sich zwei Fragen. Was können wir über die Dynamik der permanenten Anpassungen des Wohlfahrtsstaates lernen, wenn wir auf die Rolle und Kapazität der Sozialpartner achten? Wie kann sinnvolle Arbeitsmarktpolitik in diesem paradoxen Umfeld aussehen? Zur Beantwortung dieser Fragen untersuchen wir das Vereinigte Königreich - mit seiner eher bescheidenen Sozial- und Beschäftigungssicherheit - und Dänemark, das Musterbeispiel für Flexicurity. Die Unterschiede in den Philosophien, bei der Entwicklung ihrer Institutionen und den organisationalen Interaktionen dieser beiden Staaten erklären nicht nur ihre jeweiligen Entscheidungen nach dem Ausbruch der Krise, sondern auch ihre Erwartungen an sozial orientierte Arbeitsmarktpolitik." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Labor market reforms and unemployment dynamics (2018)
Zitatform
Murtin, Fabrice & Jean-Marc Robin (2018): Labor market reforms and unemployment dynamics. In: Labour economics, Jg. 50, H. March, S. 3-19. DOI:10.1016/j.labeco.2016.05.025
Abstract
"We quantify the contribution of labor market reforms to unemployment dynamics in nine OECD countries (Australia, France, Germany, Japan, Portugal, Spain, Sweden, UK, US). We estimate a dynamic stochastic search-matching model with heterogeneous workers and aggregate productivity shocks. The heterogeneous-worker mechanism proposed by Robin (2011) explains unemployment volatility by productivity shocks well in all countries. Placement and employment services, UI benefit reduction and product market deregulation are found to be the most prominent policy levers for unemployment reduction. Business cycle shocks and LMPs explain about the same share of unemployment volatility (except for Japan, Portugal and the US)." (Author's abstract, © 2016 Elsevier) ((en))
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Literaturhinweis
Benefit reform for employment and equal opportunity in Finland (2018)
Pareliussen, Jon Kristian; Hwang, Hyunjeong;Zitatform
Pareliussen, Jon Kristian & Hyunjeong Hwang (2018): Benefit reform for employment and equal opportunity in Finland. (OECD Economics Department working papers 1467), Paris, 39 S. DOI:10.1787/26e12903-en
Abstract
"The combination of different working-age benefits, childcare costs and income taxation creates complexity, reduces work incentives and holds back employment. Major disincentives in Finland are related to tapering rules for unemployment benefits, social assistance and the housing benefit, the extended unemployment benefit for older workers, the childcare fee structure and the homecare allowance. Improved benefit design combined with efficient activation policies can reduce complexity and remove the strongest disincentives while minimising adverse fiscal and social impacts. Replacing current benefits with a basic income would improve incentives for many, but with a drastic redistribution of income and likely increasing poverty as a result. Merging working-age benefits with similar aims and coordinating their tapering against earnings would on the other hand consistently improve work incentives and transparency, while preserving social protection. Once the new income registry comes online, linking benefit payments to real-time incomes, combined with strengthened work incentives, would make for a truly efficient and inclusive benefit system, fit for the future of work. This Working Paper relates to the 2018 OECD Economic Survey of Finland" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Discrimination against ethnic minorities in activation programme?: evidence from a vignette experiment (2018)
Zitatform
Terum, Lars Inge, Gaute Torsvik & Einar Øverbye (2018): Discrimination against ethnic minorities in activation programme? Evidence from a vignette experiment. In: Journal of social policy, Jg. 47, H. 1, S. 39-56. DOI:10.1017/S0047279417000113
Abstract
"We conducted a vignette experiment involving 470 Norwegian front-line workers to investigate whether their decisions to sanction non-compliance of activation requirements varied with the ethnicity of the welfare claimant. This is the first vignette experiment on ethnic discrimination in the administration of activation programmes in Europe. The study shows that front-line workers did not sanction claimants with a North African name more often than claimants with a native Norwegian name. However, among front-line workers who had experience with the relevant activation programme, a male claimant with a North African name was sanctioned less often than a male claimant with a native Norwegian name. Thus, we find some degree of reverse discrimination on the part of experienced front-line workers. This finding is contrary to a similar US vignette experiment that detected discrimination (not reverse discrimination) with regard to claimants with an ethnic minority name. The most likely explanation for the difference concerns the different institutional-cultural contexts within which Norwegian and US social policy programmes operate." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Agenda 2010 - zur Diskussion über weitere Reformen der Reform (2017)
Zitatform
Haller, Peter, Elke Jahn, Gesine Stephan, Simon Trenkle & Enzo Weber (2017): Agenda 2010 - zur Diskussion über weitere Reformen der Reform. (IAB-Stellungnahme 05/2017), Nürnberg, 13 S.
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2017/18 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Diskussion über weitere Korrekturen der Agenda 2010 gebeten. Das IAB äußerte sich im Herbst 2017 zu den Effekten der Hartz-Reformen und zu möglichen weiteren politischen Maßnahmen am Arbeitsmarkt, betrachtete die Effekte mit dem Alter steigender Anspruchsdauern des Arbeitslosengeldes und die Auswirkungen der Reform der Bezugsdauer für ältere Arbeitslose ab 45 Jahren von 2006 und ging auf die am 1. April 2017 in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen zu Zeitarbeit und Werkverträgen ein. Die Erkenntnisse hierzu werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Konzepte und Reformen zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung: Einsparungsvarianten und Anreizmodelle zur Diskussion (2017)
Stelzer-Orthofer, Christine; Woltran, Iris;Zitatform
Stelzer-Orthofer, Christine & Iris Woltran (2017): Konzepte und Reformen zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung. Einsparungsvarianten und Anreizmodelle zur Diskussion. In: Wiso. Wirtschafts- und sozialpolitische Zeitschrift des ISW, Jg. 40, H. 1, S. 31-44.
Abstract
"Die Debatte um Verlängerung der Vereinbarung zur Bedarfsorientierten Mindestsicherung wurde im Laufe des letzten Jahres medial recht präsent geführt. Die verhärteten Standpunkte der Regierungsparteien SPÖ und ÖVP zu dem Thema sowie einige Alleingänge mancher Bundesländer haben die Verlängerung der Vereinbarung in Richtung Harmonisierung unmöglich gemacht. Dieser Beitrag zeichnet ein aktuelles Bild der unterschiedlichen Regelungen zur Mindestsicherung und diskutiert verschiedene Anreizmodelle und Einsparungsvarianten." (Autorenreferat, © ISW-Linz)
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Literaturhinweis
Creaming and parking in quasi-marketised welfare-to-work schemes: designed out of or designed in to the UK work programme? (2015)
Zitatform
Carter, Eleanor & Adam Whitworth (2015): Creaming and parking in quasi-marketised welfare-to-work schemes. Designed out of or designed in to the UK work programme? In: Journal of social policy, Jg. 44, H. 2, S. 277-296. DOI:10.1017/S0047279414000841
Abstract
"'Creaming' and 'parking' are endemic concerns within quasi-marketised welfare-to-work (WTW) systems internationally, and the UK's flagship Work Programme for the long-term unemployed is something of an international pioneer of WTW delivery, based on outsourcing, payment by results and provider flexibility. In the Work Programme design, providers' incentives to 'cream' and 'park' differently positioned claimants are intended to be mitigated through the existence of nine payment groups (based on claimants' prior benefit type) into which different claimants are allocated and across which job outcome payments for providers differ. Evaluation evidence suggests however that 'creaming' and 'parking' practices remain common. This paper offers original quantitative insights into the extent of claimant variation within these payment groups, which, contrary to the government's intention, seem more likely to design in rather than design out 'creaming' and 'parking'. In response, a statistical approach to differential payment setting is explored and is shown to be a viable and more effective way to design a set of alternative and empirically grounded payment groups, offering greater predictive power and value-for-money than is the case in the current Work Programme design." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Supporting jobseekers: how unemployment benefits can help unemployed workers and strengthen job creation (2015)
Zitatform
Ernst, Ekkehard (2015): Supporting jobseekers. How unemployment benefits can help unemployed workers and strengthen job creation. In: International social security review, Jg. 68, H. 3, S. 43-67. DOI:10.1111/issr.12079
Abstract
"Die rasante Zunahme der Arbeitslosigkeit seit 2008 aufgrund der globalen Finanzkrise hat dazu geführt, dass man sich wieder stärker dafür interessiert, wie sich gut gestaltete Arbeitslosenversicherungssysteme auf die Geschwindigkeit der Arbeitsmarkterholung und der Arbeitsplatzschaffung auswirken können. Anhand eines auf mikroökonomischen Prinzipien basierenden makroökonomischen Modells mit Daten aus einer neu eingerichteten Datenbank über Arbeitsmarktbewegungen werden im Artikel die Auswirkungen aktiver und passiver Arbeitsmarktausgaben auf das Beschäftigungswachstum und auf die öffentlichen Finanzen abgeschätzt. Gezeigt wird insbesondere, dass die Ausgaben für Arbeitslosenleistungen in einem durchschnittlichen G20-Land sowohl kurzfristig als auch langfristig zu einem Beschäftigungszuwachs führen, der über demjenigen von aktiven Arbeitsmarktmaßnahmen liegt. Außerdem wären die G20-Länder viel besser gefahren, wenn sie - anstatt ihre Haushaltsausgaben früh gering zu halten - eine weitere Verschlechterung ihrer öffentlichen Finanzen hingenommen hätten, um mehr für Sozialtransfers auszugeben und damit ein schnelleres Beschäftigungswachstum zu fördern, das auch für die Staatsfinanzen eine schnellere Erholung zur Folge gehabt hätte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Erfolg arbeitsmarktpolitischer Bildungsmaßnahmen: angewandte Kriterien und Indikatoren am Beispiel Deutschland (2014)
Enichlmair, Christina; Heckl, Eva;Zitatform
Enichlmair, Christina & Eva Heckl (2014): Erfolg arbeitsmarktpolitischer Bildungsmaßnahmen. Angewandte Kriterien und Indikatoren am Beispiel Deutschland. (AMS report 104), Wien, 47 S.
Abstract
"Ziel dieser von der KMU Forschung Austria im Auftrag der Abt. Arbeitsmarktforschung und Berufsinformation des AMS Österreich im Jahr 2013 realisierten Studie ist eine Darstellung, wie in Deutschland der Erfolg arbeitsmarktpolitischer Bildungsmaßnahmen definiert wird und welche Indikatoren herangezogen werden, um diesen Erfolg zu messen.
Nach der Einleitung (Kapitel 1) wird in Kapitel 2 erläutert, wie die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland organisiert ist, welche Instrumente es im (Weiter-)Bildungsbereich gibt und welche im Rahmen der Studie untersucht werden. Zudem werden die Besonderheiten in der deutschen Wirkungsforschung dargestellt und erläutert, auf welche Datengrundlagen bei Evaluierungen / Wirkungsanalysen von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten im Bildungsbereich zurückgegriffen wird.
Kapitel 3 behandelt die konkreten Erfolgskriterien und Indikatoren, die in Deutschland für die Wirkungsanalyse von Bildungsmaßnahmen herangezogen werden. Soweit es möglich ist, werden diese den Bewertungskriterien für arbeitsmarktpolitische Bildungsmaßnahmen gemäß AMS Österreich zugeordnet, um eine bessere Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit mit den österreichischen Indikatoren zu gewährleisten. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse der Untersuchung in einer zusammenfassenden Analyse dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Job displacement insurance: an overview (2014)
Parsons, Donald O.;Zitatform
Parsons, Donald O. (2014): Job displacement insurance. An overview. (IZA discussion paper 8223), Bonn, 38 S.
Abstract
"Earnings losses from permanent job separations are a serious threat to the financial security of long-tenured workers. Job displacement insurance is presumably designed to offset these losses, but evidence suggests that consumption smoothing among the long-tenured displaced is seriously incomplete, at least in lightly regulated labor markets. Unemployment and reemployment wage insurance could fully cover these losses, but are costly to provide. Severance pay has emerged as a supplemental, if much criticized, instrument. Moral hazard limitations on unemployment insurance generosity mean that severance pay functions as scheduled (partial) unemployment insurance and scheduled wage insurance. Consumption smoothing over time through savings and borrowing is less efficient than ideal insurance, but may be preferred in second-best situations. Long-tenured separated workers are older on average, which introduces special problems, but also additional policy options, including early access to retirement accounts." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Active labour market policies in Spain: a macroeconomic evaluation (2013)
Zitatform
Arranz, José María, Carlos García Serrano & Virginia Hernanz (2013): Active labour market policies in Spain. A macroeconomic evaluation. In: International Labour Review, Jg. 152, H. 2, S. 327-348. DOI:10.1111/j.1564-913X.2013.00182.x
Abstract
"Using aggregate panel data on Spain's 17 regions for the period 1987 - 2010, the authors present a macroeconomic assessment of a variety of active labour market policies, including employment subsidies for permanent contracts, job-creation schemes and vocational training programmes. Their results suggest that employment subsidies for permanent contracts had no notable effect on aggregate levels of permanent or temporary employment. However, they do appear to have had a small positive effect on transitions from unemployment to employment, and from temporary to permanent employment, particularly since the 1997 labour reform. Better targeted subsidies, the authors conclude, would have incurred fewer deadweight and substitution effects." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
La réinsertion professionnelle des bénéficiaires de l'aide sociale en Suisse et en Allemagne (2013)
Zitatform
Bonoli, Giuliano & Cyrielle Champion (2013): La réinsertion professionnelle des bénéficiaires de l'aide sociale en Suisse et en Allemagne. (Cahier de l'IDHEAP 281), Chavannes-Lausanne, 70 S.
Abstract
"Unter den Sozialsystemen für arbeitslose Personen im erwerbsfähigen Alter zählt die Sozialhilfe zu denjenigen, die in den letzten zwanzig Jahren mit den größten Veränderungen konfrontiert wurden. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl und das Profil der Bezügerinnen und Bezüger dahingehend entwickelt, dass man heute die Sozialhilfe nicht mehr nur als letztes soziales Auffangnetz betrachten kann, welches sich für eine Minderheit von stark ausgegrenzten Individuen einsetzt. Die stete Zunahme der Anzahl Beziehenden geht heute mit der Tatsache einher, dass die Zielgruppe der Sozialhilfe sehr viel heterogener geworden ist, und auch eine immer grösser werdende Gruppe von Personen umfasst, für welche Langzeitarbeitslosigkeit oder Unterbeschäftigung faktisch das Hauptproblem darstellt. Die radikale Veränderung des Zielpublikums von Sozialhilfeleistungen ist bei weitem kein typisch schweizerisches Phänomen. Die Gesamtheit der europäischen Länder sind davon betroffen. Diese Entwicklungen führen zur grundsätzlichen Frage nach dem Auftrag der Sozialhilfe. Traditionellerweise standen deren zwei im Zentrum: die Garantie des Existenzminimums und die Förderung der sozialen Integration von Randgruppen. Doch heute, mit dem Auftreten neuer Zielgruppen, stellt sich die wesentliche Frage nach der Neuorientierung der Sozialhilfesysteme hin zu einer Betreuung, welche die mehr oder weniger langfristige Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt anstrebt. Welche Art von beruflichen Wiedereingliederungsmaßnahmen und Stellenvermittlungshilfen stehen den Bezügerinnen und Bezüger in der Schweiz zur Verfügung ? Welche organisatorischen Einrichtungen garantieren eine Betreuung, welche auf die Anstellung der Sozialhilfebeziehenden zugeschnitten ist?
Auch wenn die berufliche Wiedereingliederung in der Schweiz heute politisch als integraler Teil des Sozialhilfeauftrags angesehen wird, gibt es erst wenige empirische Studien über die praktischen Instrumente, die in den verschiedenen Kantonen als berufliche Wiedereingliederungsmaßnahmen für Sozialhilfebeziehende umgesetzt werden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, ist diese Studie eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation in der Schweiz, basierend auf einigen bestehenden Studien und einer Untersuchung mittels Fragebogen, welche bei den kantonalen Verantwortlichen im Jahr 2011 durchgeführt wurde.
Trotz großer Unterschiede zwischen den Kantonen sowie kantonsintern und trotz zahlreicher Lücken in den statistischen Daten, können aus dieser Studie wichtige Resultate abgeleitet werden. Zum Beispiel die Tatsache, dass in der Schweiz der Zugang der Sozialhilfebeziehenden zu einer anstellungsorientierten Betreuung in verschiedener Hinsicht problematisch bleibt. Tatsächlich ist das Angebot der Sozialdienste an beruflichen Wiedereingliederungsmaßnahmen oft beschränkt, während auch andere Methoden, wie die interinstitutionelle Zusammenarbeit oder der Rückgriff auf die RAV für die Stellenvermittlung an ihre Grenzen stoßen. In Deutschland wurde beispielsweise die Betreuung der Langzeitarbeitslosen im Jahr 2005 komplett neu organisiert, indem finanzielle Leistungen und eine speziell auf diese Kategorie von Arbeitslosen zugeschnittene Betreuungsstruktur geschaffen wurden. Der Vergleich mit der Situation in Deutschland zeigt auf, dass die in der Schweiz umgesetzten Anstrengungen Verbesserungspotenzial aufweisen. Insbesondere sollte der Rückkehr an die Arbeitsstelle und dem Zugang zu den aussichtsreichsten Maßnahmen der beruflichen Wiedereingliederung größeres Gewicht beigemessen werden. Auch wenn die Anzahl Langzeitarbeitsloser seit der Einführung der Hartz-IV-Reform 2005 bedeutend zurückgegangen ist, zeigt die deutsche Erfahrung, dass die Schaffung einer spezialisierten Struktur auch keinen Schutz vor neuen Problemen darstellt, und dass es ganz allgemein schwierig ist, den Erfolg einer beruflichen Wiedereingliederungspolitik für Sozialhilfebeziehende einzig einem organisatorischen Modell zuzuschreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)Weiterführende Informationen
Hier finden Sie ergänzende Informationen. -
Literaturhinweis
The politics of the new welfare state (2013)
Bonoli, Giuliano ; Natali, David; Häusermann, Silja ; Hemerijck, Anton ; Clegg, Daniel ; Jenson, Jane ; Davidsson, Johan B.; Keune, Maarten ; Emmenegger, Patrick ; Naumann, Ingela ; Clasen, Jochen ; Palier, Bruno ; Ebbinghaus, Bernhard ; Crouch, Colin; Ferrera, Maurizio ;Zitatform
(2013): The politics of the new welfare state. Oxford: Oxford University Press, 316 S.
Abstract
"Since the early 1990s, European welfare states have undergone substantial changes, in terms of objectives, areas of intervention, and instruments. Traditional programmes, such as old age pensions have been curtailed throughout the continent, while new functions have been taken up. At present, welfare states are expected to help non-working people back into employment, to complement work income for the working poor, to reconcile work and family life, to promote gender equality, to support child development, and to provide social services for an ageing society. The welfare settlement that is emerging at the beginning of the 21st century is nonetheless very different in terms of functions and instruments from the one inherited from the last century. This book seeks to offer a better understanding of the new welfare settlement, and to analyze the factors that have shaped the recent transformation." (Publisher information, IAB-Doku) ((en))
Inhaltsverzeichnis:
Giuliano Bonoli, David Natali: The Politics of the 'New' Welfare States: Analysing Reforms in Western Europe (3-17);
Jane Jenson: A New Politics for the Social Investment Perspective: Objectives, Instruments, and Areas of Intervention in Welfare Regimes (21-44);
Colin Crouch, Maarten Keune: The Governance of Economic Uncertainty: Beyond the 'New Social Risks' Analysis (45-67);
Anton Hemerijck: Stress-testing the New Welfare State (68-90);
Giuliano Bonoll: Blame Avoidance and Credit Claiming Revisited (93-110);
Silja Häusermann: The Politics of Old and New Social Policies (111-132);
Jochen Clasen, Daniel Clegg: Adapting Labour Market Policy to a Transformed Employment Structure: The Politics of 'Triple Integration' (135-157);
Ingela Naumann: Childcare Politics in the 'New' Welfare State: Class, Religion, and Gender in the Shaping of Political Agendas (158-181);
Bernhard Ebbinghaus: Europe's Transformations Towards a Renewed Pension System (182-205);
Johan B. Davidsson, Patrick Emmenegger: Insider-Outsider Dynamics and the Reform of Job Security Legislation (206-229);
Bruno Palier: Tuming Vice into Vice: How Bismarckian Welfare States have Gone from Unsustainability to Dualization (233-255);
Maurizio Ferrera: The New Spatial Politics of Welfare in the EU (256-283);
Giuliano Bonoli, David Natali: Multidimensional Transformations in the Early 21st Century Welfare States (287-306).Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis im BVB -
Literaturhinweis
Arbeitslosenversicherung: Auch Selbstständige nehmen Unterstützung in Anspruch (2013)
Zitatform
Jahn, Elke & Angelina Springer (2013): Arbeitslosenversicherung: Auch Selbstständige nehmen Unterstützung in Anspruch. (IAB-Kurzbericht 26/2013), Nürnberg, 7 S.
Abstract
"Selbstständige können sich seit 2006 unter bestimmten Voraussetzungen in der Arbeitslosenversicherung freiwillig weiterversichern. Diese Regelung gilt in Deutschland als Innovation und setzt neue sozialpolitische Impulse. Die Autorinnen untersuchen den Versicherungsfall, also den tatsächlichen Leistungsbezug von vormals freiwillig versicherten Selbstständigen: Wer sind diese Leistungsbezieher, wie lange und wie oft nehmen sie Leistungen in Anspruch und was tun sie nach dem Auslaufen des Anspruchs?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Verbleib nach Beendigung eines Arbeitslosengeld-I-Leistungsbezugs aus der freiwilligen Weiterversicherung für Selbstständige
- Verbleib nach Beendigung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld I aus der freiwilligen Weiterversicherung für Selbstständige
- Häufigkeit des Leistungsbezugs aus der freiwilligen Weiterversicherung für Selbstständige
- Verweildauer im Arbeitslosengeld-I-Leistungsbezug aus der freiwilligen Weiterversicherung für Selbstständige
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Literaturhinweis
Carrot and stick: How re-employment bonuses and benefit sanctions affect exit rates from welfare (2013)
Zitatform
Klaauw, Bas van der & Jan C. van Ours (2013): Carrot and stick: How re-employment bonuses and benefit sanctions affect exit rates from welfare. In: Journal of Applied Econometrics, Jg. 28, H. 2, S. 275-296. DOI:10.1002/jae.1265
Abstract
"To increase the exit from welfare, benefit recipients in the municipality of Rotterdam were exposed to various financial incentives. Once their benefit spell exceeded one year, welfare recipients were entitled to a re-employment bonus if they found a job that lasted at least 6 months. However, they could also be punished for noncompliance with eligibility requirements and face a sanction, i.e. a temporary reduction of their benefits. We find that the financial sticks in the form of benefit sanctions were effective in stimulating the exit from welfare, while the financial carrots in the form of re-employment bonuses were not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Thumbscrews for agencies or for individuals?: how to reduce unemployment (2013)
Zitatform
Launov, Andrey & Klaus Wälde (2013): Thumbscrews for agencies or for individuals? How to reduce unemployment. (IZA discussion paper 7659), Bonn, 35 S.
Abstract
"To which extent does an increase in operating effectiveness of public employment agencies on the one hand and a reduction of unemployment benefits on the other reduce unemployment? Using the recent labour market reform in Germany as background we find that the role of unemployment benefit reduction for the reduction of unemployment is very modest (7% of the observed decline). Enhanced effectiveness of public employment agencies, to the contrary, explains a substantial part (34%) of the observed post-reform unemployment decline. If disincentive effects of PEA reforms had been avoided, the effect could have increased to 51%." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The causal effect of unemployment duration on wages: evidence from unemployment insurance extensions (2013)
Zitatform
Schmieder, Johannes F., Till von Wachter & Stefan Bender (2013): The causal effect of unemployment duration on wages. Evidence from unemployment insurance extensions. (NBER working paper 19772), Cambridge, Mass., 53 S. DOI:10.3386/w19772
Abstract
"This paper provides estimates of the causal effect of unemployment duration on wages. The paper shows that if the path of reemployment wages throughout the unemployment spell does not shift in response to unemployment insurance (UI) extensions this implies reservation wages do not bind. Under this condition, UI extensions can be used as an instrumental variable (IV) to obtain the average causal effect of unemployment duration among all individuals whose unemployment duration responds to the policy change. UI extensions occurring with exact age in Germany had small but precisely estimated effects on wages, without affecting the path of reemployment wages. The resulting IV estimates yield substantial negative effects of unemployment duration on wages of 0.8% per month. This estimate implies that declines in wage offers over the unemployment spell can explain about a third of average wage declines at unemployment, and that wage reductions can substantially raise the costs of long-term unemployment." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Subsidized work before and after the German Hartz reforms: design of major schemes, evaluation results and lessons learnt (2013)
Zitatform
Wolff, Joachim & Gesine Stephan (2013): Subsidized work before and after the German Hartz reforms. Design of major schemes, evaluation results and lessons learnt. In: IZA journal of labor policy, Jg. 2, S. 1-24., 2013-11-21. DOI:10.1186/2193-9004-2-16
Abstract
"This review discusses empirical studies on hiring subsidies in the private sector and on schemes directly providing usually public or non-profit sector jobs for the unemployed in Germany. An important effect of hiring subsidies is that they stabilise employment. For employment schemes, results before the Hartz reforms imply mostly negative average treatment effects on regular employment outcomes of the treated, while results are mostly positive after introducing the reforms. During the years 2003 to 2005, the benefit system was radically reformed and now emphasizes mutual obligations. That might be one reason for changes in the effectiveness of job creation schemes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The 2012 labour market reform in Spain: a preliminary assessment (2013)
Abstract
"This report provides an initial evaluation of the comprehensive reform of the Spanish labour market undertaken in 2012. The report was commissioned to the OECD by the Spanish government and it complements the evaluation of the 2012 labour market reform undertaken by the Labour Ministry (Ministerio de Empleo y Seguridad Social (MEySS)) and presented in September 2013.
The evaluation presented in this report should be considered preliminary and mainly confined to the short-time impact of the reform, given the fact that only a short amount of time has passed since the reform was undertaken and the complexity of assessing the impact of such a comprehensive reform.
The objective of this report is to describe the key components of the 2012 reform and place them in the context of the evolution of labour market institutions in other OECD member countries, with a particular focus on collective bargaining and employment protection legislation. The report also assesses the impact of the reform on the ability of firms to adjust wages and working time to cope with demand shocks (so-called internal flexibility), as well as the flows in the labour market for different types of contracts and the overall duality of the Spanish labour market. The report also considers what complementary reforms would be required to improve the effectiveness of the labour market reform, in particular in the area of active labour market policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))Weiterführende Informationen
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Weather-related employment subsidies as a remedy for seasonal unemployment?: evidence from Germany (2012)
Zitatform
Arntz, Melanie & Ralf A. Wilke (2012): Weather-related employment subsidies as a remedy for seasonal unemployment? Evidence from Germany. In: Labour, Jg. 26, H. 2, S. 266-286. DOI:10.1111/j.1467-9914.2012.00547.x
Abstract
"Many European countries try to reduce seasonal unemployment by subsidizing short-time employment during the winter period. Despite such costly efforts, pronounced seasonal unemployment patterns continue to exist. This puts doubts on the effectiveness of such policy interventions. This paper provides a first empirical assessment of the effectiveness of different subsidy schemes by exploiting the institutional variation in a German subsidy scheme that applies to the construction sector and the variation in local weather and business cycle conditions across 20 years. The findings confirm that generous short-time subsidies reduce individual lay-off probabilities in the case of poor weather conditions. However, the link between weather conditions and seasonal lay-offs is much less strong than expected, making planned capacity reductions the main suspect for causing seasonality in unemployment patterns." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Assessing the employment effects of the German welfare reform: an integrated CGE-microsimulation approach (2012)
Zitatform
Franz, Wolfgang, Nicole Gürtzgen, Stefanie Schubert & Markus Clauss (2012): Assessing the employment effects of the German welfare reform. An integrated CGE-microsimulation approach. In: Applied Economics, Jg. 44, H. 19, S. 2403-2421., 2011-06-14. DOI:10.1080/00036846.2011.564149
Abstract
In diesem Artikel sollen die Beschäftigungseffekte der jüngsten Sozialreform in Deutschland quantifiziert werden. Das wesentliche Element dieser Reform war, die nebeneinander existierenden Systeme der Sozialhilfe und der Arbeitslosenunterstützung zum Arbeitslosengeld II (ALG II) zu vereinigen. Ebenso wird ein zweites Reformszenario betrachtet, das Arbeitsanreize für niedrigqualifizierte Arbeitskräfte weiter verbessern soll. Die methodologische Herangehensweise erfolgt mit einem integrierten CGE-Mikrosimulationsmodell. Mit diesem Ansatz werden die Vorteile von Mikrosimulationsstudien unter Berücksichtigung der großen Heterogenität bezogen auf Haushaltspräferenzen und Budgetzwänge mit den Vorteilen eines angewandten allgemeinen Gleichgewichtsmodells kombiniert. Letzteres erlaubt potenzielle allgemeine Gleichgewichtsauswirkungen durch Änderungen in Löhnen und Arbeitslosigkeit zu identifizieren. Die Simulationen zeigen, dass durch die Einführung von ALG II ein vernachlässigbarer Anstieg der Beschäftigung von nur 45.000 Personen erfolgt. Im Gegensatz dazu wird gezeigt, dass die Kürzung von Sozialleistungen zusammen mit einer Abnahme des Transferentzugs etwas höhere Beschäftigungseffekte bei etwa 190.000 Personen verursacht. (IAB)
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Literaturhinweis
Activating jobseekers: how Australia does it (2012)
Tergeist, Peter; Scarpetta, Stefano; Cimper, Silvie; Duell, Nicola; Keese, Marc; Grubb, David;Abstract
"This report on the recent Australian experience with activation policies contains valuable lessons for other countries that need to improve the effectiveness of employment services and control benefit expenditure. It provides overview and assessment of labour market policies in Australia including the main institutions, benefit system, training programmes, employment incentives, and disability employment assistance. Australia is unique among OECD countries in that its mainstream employment services are all delivered by over 100 for-profit and non-profit providers competing in a 'quasi-market', with their operations financed by service fees, employment outcome payments, and a special fund for measures that tackle jobseekers' barriers to employment. In most other OECD countries, these services are delivered by the Public Employment Service. In the mid 2000s, several benefits previously paid without a job-search requirement were closed or reformed, bringing more people into the effective labour force. Australia now has one of the highest employment rates in the OECD and this report concludes that its activation system deserves some of the credit for this relatively good performance. The Job Services Australia model, introduced in 2009, reinforced the focus on employment outcomes for highly-disadvantaged groups. This report assesses the latest model for activation and puts forward some recommendations to improve its effectiveness." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluation der Sonderregelung für kurzfristig Beschäftigte in der Arbeitslosenversicherung (2012)
Werner, Daniel; Hense, Christine; Daumann, Volker; Ramos Lobato, Philipp; Sprenger, Christian; Güttler, Detlef; Büschel, Ulrike; Voit, Alfons; Dietz, Martin; Knapp, Barbara;Zitatform
Werner, Daniel, Philipp Ramos Lobato & Martin Dietz (2012): Evaluation der Sonderregelung für kurzfristig Beschäftigte in der Arbeitslosenversicherung. (IAB-Forschungsbericht 09/2012), Nürnberg, 74 S.
Abstract
"Im Jahr 2009 wurden die Zugangsbedingungen zur Arbeitslosenversicherung mit der Einführung der Sonderregelung nach § 123 (seit 01. April 2012 § 142) Abs. 2 des Dritten Sozialgesetzbuches (SGB III) reformiert. Die auf drei Jahre befristete Regelung sieht eine verkürzte Anwartschaftszeit von sechs anstelle der sonst erforderlichen zwölf Monate vor, wenn Personen überwiegend kurzfristig beschäftigt waren. Zweck der Regelung ist es, jener Gruppe von Beschäftigten den Zugang zu Leistungen der Arbeitslosenversicherung zu erleichtern, die aufgrund von häufigen, lediglich kurzfristigen Arbeitsverhältnissen Schwierigkeiten beim Erwerb von Anwartschaftszeiten innerhalb der zweijährigen Rahmenfrist haben. Der Forschungsbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung durchgeführten Evaluationsstudie. Untersucht wurde insbesondere die Struktur der bisherigen Antragsteller entlang zentraler soziodemographischer Merkmale. Die Zahl der (analysierbaren) Antragsteller für den Zeitraum August 2009 bis März 2010 beläuft sich für das gesamte Bundesgebiet auf 583 Personen. Im Zeitraum April 2010 bis Dezember 2010 haben 356 Personen einen Antrag gestellt. Bei mehr als der Hälfte der Antragsteller handelt es sich um Kunst- und Kulturschaffende. Bei 36,4 Prozent der Personen, die zwischen August 2009 und März 2010 einen Antrag gestellt haben, wurde mindestens ein Antrag bewilligt. Für die Antragsteller des Zeitraums April 2010 bis Dezember 2010 beträgt dieser Wert 55,3 Prozent. Am häufigsten wurden Anträge abgelehnt, da die Beschäftigungsverhältnisse der Antragsteller nicht überwiegend eine Dauer von sechs Wochen oder weniger hatten. Hätte diese Beschäftigungsbedingung zehn anstatt sechs Wochen betragen, dann hätte etwa die Hälfte der Antragsteller die Bedingung erfüllt, deren Antrag aufgrund der gegenwärtigen Regelung abgelehnt wurde. Unter den Kunst- und Kulturschaffenden fallen diese Anteile noch etwas höher aus. Darüber hinaus wurde auch die Implementation der Sonderregelung in ausgewählten Agenturen für Arbeit explorativ erschlossen. Die Auswertung qualitativer Expertenbefragungen zeigt, dass die Sonderregelung über die verschiedenen Organisationseinheiten hinweg eine höchst unterschiedliche Bedeutung im Arbeitsalltag der befragten Fach- und Führungskräfte aufweist und daher ebenso unterschiedlich bewertet wird. So ist die Sonderregelung im Bereich der Leistungsabteilung zwar von arbeitspraktischer Relevanz, wird in ihrer seit August 2009 gültigen Fassung jedoch tendenziell als wenig zielführend bewertet. Im Kontext der Arbeitsvermittlung spielt sie hingegen eine untergeordnete Rolle und entzieht sich damit der fachlichen Bewertbarkeit. Hier offenbart die Befragung vielmehr eine Reihe anderer - externer wie organisationsinterner - Faktoren und Bedingungen, die die Handlungsmöglichkeiten der Fachkräfte bei der Betreuung und Vermittlung von Kurzfristbeschäftigten strukturieren und sich in der täglichen Arbeit als deutlich relevanter erweisen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Kürzere Bezugshöchstdauern von ALG und Effekte auf die Eintritte in Arbeitslosigkeit (2011)
Zitatform
Dlugosz, Stephan, Gesine Stephan & Ralf A. Wilke (2011): Kürzere Bezugshöchstdauern von ALG und Effekte auf die Eintritte in Arbeitslosigkeit. In: ZEW Wachstums- und Konjunkturanalysen, Jg. 14, H. 2, S. 8-9.
Abstract
"Im Februar 2006 verkürzte der Gesetzgeber die maximale Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitsnehmer von zuvor bis zu 32 Monaten auf 18 Monate. Kurz vor der Reform wurden relativ viele ältere Arbeitnehmer arbeitslos; nach dem Inkrafttreten waren es hingegen deutlich weniger als vor der Reform. Das ZEW, das IAB und die Nottingham School of Economics haben die Effekte dieser Reform auf die Eintrittsraten der betroffenen Personengruppen in Arbeitslosigkeit genauer untersucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigungswirkungen verringerter Sozialleistungen auf dem Arbeitsmarkt: was bewirkt Hartz IV? (2011)
Zitatform
Irmen, Andreas & Christopher Lipponer (2011): Beschäftigungswirkungen verringerter Sozialleistungen auf dem Arbeitsmarkt. Was bewirkt Hartz IV? In: Wirtschaftswissenschaftliches Studium, Jg. 40, H. 11, S. 578-584.
Abstract
"Vom vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz IV), das mit dem 1. Januar 2005 in Kraft trat, erhoffte sich der Gesetzgeber eine Stärkung der Anreize Arbeit anzubieten. Dieser Aufsatz analysiert die Beschäftigungswirkungen einer Senkung staatlicher Unterstützungsleistungen für arbeitslos Gemeldete in einem einfachen Arbeitsmarktmodell mit einem vom Lohnabstand abhängigen Arbeitsangebot. In diesem Modell erhöht eine solche Senkung das Arbeitsangebot. Ist der Arbeitsmarkt vollkommen, so führt dies zu einer Senkung des gleichgewichtigen Reallohns und damit zu mehr Beschäftigung. In einem unvollkommenen Arbeitsmarkt mit einem bindenden Mindestlohn kann diese Wirkung ebenfalls erzielt werden, wenn der Anstieg der unfreiwillig Arbeitslosen z. B. die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften reduziert und über diesen Umweg zu einem niedrigeren Reallohn führt. Positive Beschäftigungswirkungen sind deshalb aber erst zeitverzögert zu erwarten.'" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Unemployment insurance and job search in the Great Recession (2011)
Zitatform
Rothstein, Jesse (2011): Unemployment insurance and job search in the Great Recession. (NBER working paper 17534), Cambridge, Mass., 58 S. DOI:10.3386/w17534
Abstract
"Nearly two years after the official end of the 'Great Recession,' the labor market remains historically weak. One candidate explanation is supply-side effects driven by dramatic expansions of Unemployment Insurance (UI) benefit durations, to as many as 99 weeks. This paper investigates the effect of these UI extensions on job search and reemployment. I use the longitudinal structure of the Current Population Survey to construct unemployment exit hazards that vary across states, over time, and between individuals with differing unemployment durations. I then use these hazards to explore a variety of comparisons intended to distinguish the effects of UI extensions from other determinants of employment outcomes.
The various specifications yield quite similar results. UI extensions had significant but small negative effects on the probability that the eligible unemployed would exit unemployment, concentrated among the long-term unemployed. The estimates imply that UI benefit extensions raised the unemployment rate in early 2011 by only about 0.1-0.5 percentage points, much less than is implied by previous analyses, with at least half of this effect attributable to reduced labor force exit among the unemployed rather than to the changes in reemployment rates that are of greater policy concern." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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Arbeitsmarktpolitik mit dem Europäischen Sozialfonds: Ergänzung des SGB III aus Mitteln des ESF - Umsetzung und Wirkungen (2010)
Deeke, Axel;Zitatform
Deeke, Axel (2010): Arbeitsmarktpolitik mit dem Europäischen Sozialfonds. Ergänzung des SGB III aus Mitteln des ESF - Umsetzung und Wirkungen. (IAB-Bibliothek 325), Bielefeld: Bertelsmann, 379 S. DOI:10.3278/300721w
Abstract
"Von Anfang 2000 bis zum Herbst 2008 wurde die im Sozialgesetzbuch III geregelte aktive Arbeitsmarktpolitik des Bundes aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ergänzt. Das Programm wurde in Verantwortung des BMAS (damals Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, heute Bundesministerium für Arbeit und Soziales) mit einer später mehrfach geänderten Förderrichtlinie eingeführt und von der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt. Im Sommer des Jahres 2000 beauftragte das BMAS das IAB mit der Begleitforschung zu diesem ESF-BA-Programm. In den folgenden Jahren erstellte das Projektteam des IAB jährliche Projektberichte, darunter entsprechend den Vorgaben des ESF Berichte zur Halbzeitbewertung des Programms im Jahr 2003 und zu deren Aktualisierung im Jahr 2005. Darüber hinaus wurde die einschlägige Fachöffentlichkeit in Wissenschaft und arbeitsmarktpolitischer Praxis mit zahlreichen Veröffentlichungen über Zwischenergebnisse der Begleitforschung informiert (vgl. dazu das Verzeichnis im Anhang dieses Berichts). Mit dem vorliegenden Bericht schließt die Begleitforschung ihre Arbeit ab. Zunächst werden die Implementationsanalysen zu den Förderschwerpunkten des Programms resümiert, also zur ESF-Förderung der beruflichen Weiterbildung von Arbeitslosen, der Qualifizierung während Kurzarbeit bei endgültigem Arbeitsausfall, vorbereitender Seminare und Coaching bei Existenzgründungen aus Arbeitslosigkeit sowie der Vermittlung berufsbezogener Deutschkenntnisse an Arbeitslose mit Migrationshintergrund. Anschließend werden die Ergebnisse der Umsetzung betrachtet. Dazu werden insbesondere die Befunde der Analysen zu den Wirkungen der einzelnen Förderansätze auf den Arbeitsmarkterfolg der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
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Activation policies in Switzerland (2010)
Duell, Nicola; Tergeist, Peter; Bazant, Ursula; Cimper, Sylvie;Zitatform
Duell, Nicola, Peter Tergeist, Ursula Bazant & Sylvie Cimper (2010): Activation policies in Switzerland. (OECD social, employment and migration working papers 112), Paris, 139 S. DOI:10.1787/5km4hd7r28f6-en
Abstract
"This report examines the performance of public employment services and the effectiveness of activation strategies in Switzerland. It covers the role of the key actors in labour market policy, the placement function of the Public Employment Service (PES), the structure of out-of-work benefits and the related incentives and disincentives for taking up work, and discusses the main features of active labour market programmes (ALMPs).
Switzerland is characterised by relatively strong labour market performance, with high employment rates, low unemployment and high wage rates. The global financial and economic crisis has nevertheless led to some deterioration in labour market conditions, including a 30% hike in unemployment during the crisis. Going forward, among the important challenges for labour market and social policy are the expected impact of population ageing on the Swiss economy, integration deficits of immigrants and their descendants, the comparatively high share of long-term unemployment, and the insufficient activation of people with disabilities.
A number of actors are involved in the design and delivery of labour market policy and employment services, reflecting the strong decentralisation of the political system. Although labour market policy is governed to some extent by federal laws, the cantons constitute the main level of government responsible for public employment services and the administration of ALMPs. The main element of federal control is the publication of benchmarking results for local PES performance, which is expected to exert peer-group pressure on local offices for continuous improvement of performance. Contrary to many other OECD countries, the benefit and placement functions are separated between the unemployment funds and local placement services.
The Swiss PES is well equipped to intervene in the unemployment spell by means of counselling interviews, direct referrals and strong job-search controls. However, international comparison shows that the PES has quite limited market shares in vacancies and placements. This is due to the historically important role of private placement agencies. The PES could be more active in collaborating with these agencies in placing its jobseekers.
The Swiss road to activation is characterised by a relatively generous benefit system as compared with other OECD countries, combined with strict job-search enforcement requirements, comparatively high expenditures on active labour market programmes and strong incentives to move into jobs, including in-work benefits. The 2010 unemployment-insurance reform has led to cuts in the maximum benefit duration for certain categories of jobseekers, in order to restore the financial equilibrium of the unemployment-insurance fund. Also, Switzerland is (together with Denmark) the only OECD country where ALMP spending increases quasi-automatically with unemployment levels, a feature that has been important in the current financial and economic crisis.
The ratio of active to passive labour market expenditure is well above European and OECD averages, underlining the importance of active instruments in Switzerland, particularly in view of the relatively low number of jobseekers. The largest ALMP expenditure categories are Supported employment and rehabilitation, Training, Temporary employment in the public sector, and Intermittent pay. In a given year, over a quarter of all registered jobseekers participate in at least one active programme. The implementation of activation measures for the long-term unemployed, benefit exhaustees and social assistance recipients remains a problem, however, due to different benefit structures and uneven follow-up strategies across cantons." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) -
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The design of unemployment transfers: evidence from a dynamic structural life-cycle model (2010)
Haan, Peter; Prowse, Victoria;Zitatform
Haan, Peter & Victoria Prowse (2010): The design of unemployment transfers. Evidence from a dynamic structural life-cycle model. (IZA discussion paper 4792), Bonn, 41 S.
Abstract
"In this paper we use a dynamic structural life-cycle model to analyze the employment, fiscal and welfare effects induced by unemployment insurance. The model features a detailed specification of the tax and transfer system, including unemployment insurance benefits which depend on an individual's employment and earnings history. The model also captures the endogenous accumulation of experience which impacts on future wages, job arrivals and job separations. For better identification of the structural parameters we exploit a quasinatural experiment, namely reductions over time in the entitlement period for unemployment insurance benefits which varied by age and experience. The results show that a policy cut in the generosity of unemployment insurance operationalized as a reduction in the entitlement period generates a larger increase in employment and yields a bigger fiscal saving than a cut operationalized as a reduction in the replacement ratio. Welfare analysis of revenue neutral tax and transfer reforms also favors a reduction in the entitlement period." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen als: DIW-Diskussionspapiere , 986 -
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Labor market policy: a comparative view on the costs and benefits of labor market flexibility (2010)
Zitatform
Kahn, Lawrence M. (2010): Labor market policy. A comparative view on the costs and benefits of labor market flexibility. (IZA discussion paper 5100), Bonn, 36 S.
Abstract
"I review theories and evidence on wage-setting institutions and labor market policies in an international comparative context. These include collective bargaining, minimum wages, employment protection laws, unemployment insurance (UI), mandated parental leave, and active labor market policies (ALMPs). Since it is unlikely that an unregulated private sector would provide the income insurance these institutions do, these policies may enhance economic efficiency. However, to the extent that unemployment or resource misallocation results from such measures, these efficiency gains may be offset. Overall, Scandinavia and Central Europe follow distinctively more interventionist policies than the English speaking countries in the Northern Hemisphere. Possible explanations for such differences include vulnerability to external market forces and ethnic homogeneity. I then review evidence on the impacts of these policies and institutions. While the interventionist model appears to cause lower levels of wage inequality and high levels of job security to incumbent workers, it also in some cases leads to the relegation of new entrants (disproportionately women, youth and immigrants) as well as the less skilled to temporary jobs or unemployment. Making labor markets more flexible could bring these groups into the regular labor market to a greater extent, at the expense of higher levels of economic insecurity for incumbents and higher levels of wage inequality. The Danish model of loosening employment protections while providing relatively generous UI benefits with strict job search requirements holds out the possibility of reducing barriers for new entrants and the less skilled while maintaining some level of income insurance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen als: CESifo working paper , 3140 -
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Carrot and stick: How reemployment bonuses and benefit sanctions affect job finding rates (2010)
Zitatform
Klaauw, Bas van der & Jan C. van Ours (2010): Carrot and stick: How reemployment bonuses and benefit sanctions affect job finding rates. (IZA discussion paper 5055), Bonn, 31 S.
Abstract
"To increase their transition from welfare to work, benefit recipients in the municipality of Rotterdam were exposed to various financial incentives, including both carrots to sticks. Once their benefit spell exceeded one year, welfare recipients were entitled to a reemployment bonus if they found a job that lasted at least six months. However, they could also be punished for noncompliance with eligibility requirements and face a sanction, i.e. a temporary reducing of their benefits. In this paper we investigate how benefit sanctions and reemployment bonuses affect job finding rates of welfare recipients. We find that benefit sanctions were effective in bringing unemployed from welfare to work more quickly while reemployment bonuses were not." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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A macroeconomic model for the evaluation of labor market reforms (2010)
Zitatform
Krebs, Tom & Martin Scheffel (2010): A macroeconomic model for the evaluation of labor market reforms. (ZEW discussion paper 2010-050), Mannheim, 44 S.
Abstract
"Die empirische Literatur dokumentiert ein beachtliches Maß an Arbeitseinkommensrisiken, insbesondere verursacht durch das Risiko arbeitslos zu werden. Die meisten Länder stellen eine Versicherung gegen diese Einkommensrisiken in Form von Arbeitslosenunterstützung zur Verfügung, was, ceteris paribus, die Wohlfahrt risiko-averser Haushalte erhöht. Die Zahlung von Arbeitslosengeld entmutigt jedoch arbeitslose Haushalte, Suchanstrengungen zu unternehmen, sodass die Arbeitslosenquote steigt und die Produktionsleistung abnimmt. Bei der Wahl des Arbeitslosenversicherungssystems müssen die Regierungen daher die Wohlfahrtsgewinne einer Versicherung gegen die Wohlfahrtsverluste einer falschen Anreizsetzung abwägen. Die jüngsten großen Arbeitsmarktreformen in Deutschland (Hartz Reformen) traten 2005 und 2006 in Kraft. Mit der Reform von 2005 wurden die Zahlungen an Langzeitarbeitslose drastisch reduziert, wohingegen die Reform aus dem Jahr 2006 die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I verkürzte. Beide Reformen zielten darauf ab, verstärkt Suchanreize zu schaffen. Während die Auswirkungen dieser Reformen auf die Beschäftigung und Produktionsleistung zweifellos positiv sind, ist es aufgrund des verlorenen Versicherungsschutzes a priori nicht klar, wie das neue Versicherungssystem von den Haushalten bewertet wird. Die Bewertung dieser Reformen, die sogenannten Wohlfahrtseffekte, ist das geeignete Erfolgsmaß aus Sicht der Gesellschaft und kann nur auf Basis eines theoretischen makroökonomischen Modells ermittelt werden. Ziel dieses Papiers ist es, ein makroökonomisches Modell zu entwickeln, es zu kalibrieren und die quantitativen Effekte der Hartz Reformen auf Arbeitslosigkeit, Wachstum, und Wohlfahrt zu evaluieren. Unsere Ergebnisse sind wie folgt: Erstens, die Reform von 2005 hat, ceteris paribus, große Beschäftigungseffekte. Die Arbeitslosenquote sinkt um etwa 1,1 Prozentpunkte von 7,5 v.H. auf 6,4 v.H. Dies führt zweitens zu einem beachtlichen Anstieg der Produktionsleistung. Drittens, sowohl Beschäftigte als auch Kurzzeitarbeitslose profitieren von den Reformen und realisieren signifikante Wohlfahrtsgewinne. Demzufolge dominiert für diese Gruppe der positive Anreizeffekt den Verlust an Versicherung. Viertens, die Effekte der Reform von 2006 sind qualitativ vergleichbar, quantitativ jedoch substanziell geringer. Abschließend führt eine weitere Reduktion des Arbeitslosengelds II lediglich zu geringen zusätzlichen Wohlfahrtsgewinnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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How changes in unemployment benefit duration affect the inflow into unemployment (2010)
Zitatform
Ours, Jan C. van & Sander Tuit (2010): How changes in unemployment benefit duration affect the inflow into unemployment. (IZA discussion paper 4691), Bonn, 21 S.
Abstract
"We study how changes in the maximum benefit duration affect the inflow into unemployment in the Netherlands. Until August 2003, workers who became unemployed after age 57.5 were entitled to unemployment benefits until the age of 65, after which they would receive old age pensions. This characteristic made it attractive for workers to enter unemployment shortly after age 57.5 rather than shortly before. Indeed, we find a peak in the inflow into unemployment for workers after age 57.5. From August 2003 onwards the maximum benefit durations were reduced. We find that shortly after 2003 the peak in the inflow disappeared." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The effects of unemployment insurance on labor supply and search outcomes: regression discontinuity estimates from Germany (2010)
Zitatform
Schmieder, Johannes F., Till von Wachter & Stefan Bender (2010): The effects of unemployment insurance on labor supply and search outcomes. Regression discontinuity estimates from Germany. (IAB-Discussion Paper 04/2010), Nürnberg, 58 S.
Abstract
"Dieses Papier wertet den Einfluss von weitreichenden Veränderungen in der Bezugsdauer der Arbeitslosenversicherung in verschiedenen ökonomischen Umgebungen auf Arbeitsangebot, Qualität der Arbeitsstelle und Suchverhalten aus. Wir zeigen, dass Altersbegrenzungen in der Anspruchsberechtigung ein gültiges Regression-Discontinuity-Design erlauben, welches wir mit administrativen Daten auf Basis der Grundgesamtheit der Arbeitslosengeldbezieher in Deutschland über 20 Jahre umsetzen. Wir beobachten, dass Anstiege in der Arbeitslosenversicherung (UI) kleine bis mäßige Effekte auf die Nichtbeschäftigungsrate haben, ein Ergebnis, das robust über den Konjunkturzyklus und verschiedene demografische Gruppen ist. Demzufolge führen große Ausweitungen in der Arbeitslosenversicherung während Rezessionen weder zu andauernden Anstiegen der Arbeitslosigkeitsdauer, noch können sie Unterschiede in der Arbeitslosigkeitsdauer verschiedener Länder erklären. Wir können keinen Effekt von höherer UI Bezugsdauer auf die durchschnittliche Arbeitsplatzqualität finden, aber zeigen, dass der Durchschnitt möglicherweise unterschiedliche Effekte auf die Jobsuche über die Verteilung der UI Bezugsdauer miteinander vermengt. Es scheint jedoch, dass für eine Mehrheit der UI Empfänger eine ansteigende UI Bezugsdauer zu kleinen Abstrichen bei den Gehältern führt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The effect of unemployment benefits on re-employment rates: evidence from the Finnish UI-benefit reform (2010)
Zitatform
Uusitalo, Roope & Jouko Verho (2010): The effect of unemployment benefits on re-employment rates. Evidence from the Finnish UI-benefit reform. In: Labour economics, Jg. 17, H. 4, S. 643-654. DOI:10.1016/j.labeco.2010.02.002
Abstract
"In January 2003, the unemployment benefits in Finland were increased for workers with long employment histories. The average benefit increase was 15 per cent for the first 150 days of the unemployment spell. In this paper we evaluate the effect of the benefit increase on the duration of unemployment by comparing the changes in the re-employment hazard profiles among the unemployed who became eligible for the increased benefits to the changes in a comparison group whose benefit structure remained unchanged. We find that the benefit increase reduced the re-employment hazards at the beginning of the unemployment spell. The effect disappears after the eligibility period for the increased benefit expires." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The interaction between income support programs (2010)
Zitatform
Whelan, Stephen (2010): The interaction between income support programs. In: Labour, Jg. 24, H. 4, S. 407-440. DOI:10.1111/j.1467-9914.2010.00488.x
Abstract
"Employment insurance (EI) and social assistance (SA) represent two key income support programs in Canada. The structure of these programs is similar to those found in many countries where unemployed individuals may use a number of sources to fund job-search activities and provide income support during periods of diminished employment income. In this paper, we examine the nature of the interaction between the programs and their overall impact on labor market outcomes. We use the 1997 Canadian Out of Employment Panel data set to examine behavior of a set of individuals following the loss of employment. Results indicate that reductions in the generosity of SA results in lower use of both income support programs. Conversely, if the generosity of the EI program is curtailed this reduces use of the EI program and leads to greater use of the SA program." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Intensifying the use of benefit sanctions: an effective tool to shorten welfare receipt and speed up transitions to employment? (2009)
Zitatform
Boockmann, Bernhard, Stephan L. Thomsen & Thomas Walter (2009): Intensifying the use of benefit sanctions. An effective tool to shorten welfare receipt and speed up transitions to employment? (IZA discussion paper 4580), Bonn, 34 S.
Abstract
"Mit der Umsetzung der sogenannten Hartz IV-Reform im Januar 2005 hat sich in Deutschland ähnlich wie in anderen Ländern Europas und Nordamerikas ein Paradigmenwechsel in der Arbeitsmarktpolitik vollzogen. Anstatt Hilfebedürftige primär ausschließlich monetär abzusichern, wird seither die Eigenverantwortung dieser Personen stärker betont und die Integration in den Arbeitsmarkt gefördert und gefordert. Zur Erreichung der Ziele werden vermehrt Sanktionen eingesetzt, wenn die Hilfebedürftigen ihren Pflichten während des Aktivierungsprozesses nur unzureichend nachkommen. Sanktionen sind Kürzungen der monetären Leistungen. In Deutschland dauern sie drei Monate an und betragen je nach Schweregrad der Pflichtverletzung entweder 10% oder 30%. Bei wiederholten Pflichtverletzungen innerhalb eines Jahres können die Sanktionen schrittweise auf bis zu 100% erhöht werden. Trotz einer zunehmenden Anzahl an empirischen Untersuchungen für verschiedene Länder ist der Kenntnisstand über die Wirkung von Sanktionen auf den Abgang aus dem Leistungsbezug und die Aufnahme von Beschäftigung noch gering; die Ableitung belastbarer arbeitsmarktpolitischer Handlungsempfehlungen ist daher schwierig. Die wesentlichen Defizite der bisherigen Studien sind zum einen die beschränkte Aussagekraft der verwendeten Datensätze, zum anderen inadäquate Schätzverfahren zur Identifikation der interessierenden Wirkungen. Besonders zu kritisieren sind hierbei Ansätze, die lediglich auf individuelle Merkmale der Ersatzleistungsbezieher abstellen. Sie ignorieren die Tatsache, dass die Verhängung einer Sanktion nicht nur von den Charakteristika eines Hilfebedürftigen abhängt, sondern auch von den Eigenschaften der Grundsicherungsstelle, bei der der Hilfebedürftige registriert ist und die letztlich entscheidet, ob eine Sanktion ausgesprochen wird oder nicht. Sanktionen werden nicht automatisch verhängt, sobald ein Hilfebedürftiger eine Pflichtverletzung begeht. Vielmehr hat die Grundsicherungsstelle erheblichen Entscheidungsspielraum und kann selbständig und unabhängig über den Vollzug einer Leistungskürzung befinden. Dabei sind einige Grundsicherungsstellen eher zurückhaltend im Umgang mit Leistungskürzungen und sanktionieren kaum, während andere Grundsicherungsstellen Sanktionen häufig einsetzen. Diese Unterschiede in den Sanktionsstrategien und - raten zwischen den Grundsicherungsstellen nutzen wir, um den Effekt einer Sanktion auf den Abgang aus dem Leistungsbezug und die Aufnahme von Beschäftigung zu bestimmen. Konkret berechnen wir den Sanktionseffekt für diejenigen Hilfebedürftigen, die in einer Grundsicherungsstelle mit moderater Sanktionspolitik nicht sanktioniert werden, aber eine Leistungskürzung hinnehmen müssten, wenn sich die Grundsicherungsstelle entscheiden würde, Sanktionen häufiger einzusetzen. Dieser Effekt beschreibt die Wirkung einer intensivierten Sanktionstätigkeit seitens der Grundsicherungsstellen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass eine Intensivierung des Einsatzes von Sanktionen stark positive Effekte hat. Eine Leistungskürzung erhöht die Wahrscheinlichkeit, innerhalb von acht Monaten nach der Sanktion aus dem Leistungsbezug abzugehen, um etwa 70 Prozentpunkte. Ebenso steigt die Wahrscheinlichkeit, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu finden, um mehr als 50 Prozentpunkte. Ein verstärkter Einsatz von Sanktionen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben würde somit zu einer effektiveren Aktivierung der Hilfebedürftigen beitragen und die Übergangsraten aus der Hilfebedürftigkeit hinaus in Beschäftigung deutlich erhöhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Income support systems, labor market policies and labor supply: the German experience (2009)
Zitatform
Caliendo, Marco (2009): Income support systems, labor market policies and labor supply. The German experience. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2009,26), Uppsala, 40 S.
Abstract
"In view of the demographic trends, most EU countries face the problem of a declining work force in the future. Understanding the interaction between income support systems (such as unemployment benefits, social assistance, early retirement and pension systems) and total labor supply is of crucial importance to combat problems and ensure economic growth in the future. The German labor market has been plagued by high and persistent unemployment in the last two decades in combination with a relatively low labor force participation of women. This created a situation where labor market reforms were unavoidable. The speed and depth of the reforms are remarkable, mainly aimed at activating people by increasing their incentives to take up work. The aim of this paper is to give a brief overview of the German income support systems and labor market polices, their recent reforms and -- where already possible -- effects of these reforms. Overall, Germany seems to be on the right track. The recent reforms helped to tackle some labor market problems but also created high political unrest. It remains to be seen how future governments react to worsened economic conditions in light of these experiences." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen als: IZA discussion paper , 4665 -
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Benefit duration, unemployment duration and job match quality: a regression-discontinuity approach (2009)
Zitatform
Caliendo, Marco, Konstantinos Tatsiramos & Arne Uhlendorff (2009): Benefit duration, unemployment duration and job match quality. A regression-discontinuity approach. (IZA discussion paper 4670), Bonn, 37 S.
Abstract
"The generosity of the Unemployment Insurance system (UI) plays a central role for the job search behavior of unemployed individuals. Standard search theory predicts that an increase in UI benefit generosity, either in terms of benefit duration or entitlement, has a negative impact on the job search activities of the unemployed increasing their unemployment duration. Despite the disincentive effect of UI on unemployment duration, UI benefit generosity may also increase job match quality by allowing individuals to wait for better job offers. In this paper we use a sharp discontinuity in the maximum duration of unemployment benefits in Germany, which increases from 12 months to 18 months at the age of 45, to identify the effect of extended benefit duration on unemployment duration and postunemployment outcomes. We find a spike in the re-employment hazard for the unemployed workers with 12 months benefit duration, which occurs around benefit exhaustion. This leads to lower unemployment duration compared to their counterparts with 18 months benefit duration. However, we also show that those unemployed who obtain jobs close to and after the time when benefits are exhausted are significantly more likely to exit subsequent employment and receive lower wages compared to their counterparts with extended benefit duration." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Was haben die Hartz-Reformen bewirkt?: zu Ausmaß, Ursachen und Folgen der Arbeitslosigkeit in Deutschland (2009)
Zitatform
Müller, Tobias (2009): Was haben die Hartz-Reformen bewirkt? Zu Ausmaß, Ursachen und Folgen der Arbeitslosigkeit in Deutschland. Berlin: Weißensee Verlag, 283 S.
Abstract
"Arbeitslosigkeit ist seit Jahrzehnten eines der gravierendsten Probleme unserer Gesellschaft. Deshalb richtet die Politik seit jeher verstärkt ihr Augenmerk auf die Bekämpfung dieser Problematik. Jahrzehntelang geschah dies ohne durchschlagenden Erfolg. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde dann mit einer der größten Reformen der deutschen Geschichte erneut der Arbeitslosigkeit der Kampf angesagt. Die Hartz-Reformen wurden und werden von den einen als unsoziales Übel ohne Wirkung und von den anderen als bahnbrechendes, innovatives Konzept bewertet. Im Zuge der Reformen gab es eine deutliche Belebung des Arbeitsmarktes, was Befürworter von Hartz I-IV als Erfolg der Gesetze werten. Doch ist die bis Ende 2008 anhaltende positive Entwicklung des Arbeitsmarktes den Reformen zu verdanken? Um diese Frage zu beantworten, wird das Thema Arbeitslosigkeit in Deutschland in seinen relevantesten Facetten beleuchtet. Neben der ausführlichen Auseinandersetzung mit der Vorbereitung, der Umsetzung und der Bewertung der Hartz-Reformen, stehen folgende Fragen im Mittelpunkt dieses Buches: Was sind die Gründe für die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in Deutschland? Wie hat sie sich in den letzten Jahrzehnten entwickelt und welche Problemgruppen gibt es auf dem Arbeitsmarkt? Welche Erklärungen für das Entstehen von Arbeitslosigkeit liefern Arbeitsmarkttheorien? Welche psychischen und physischen Belastungen resultieren aus Arbeitslosigkeit? Und welche Antworten auf das Problem hat die Politik in den letzten Jahrzehnten gegeben?" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Beschäftigtentransfer als Instrument aktivierender Arbeitsmarktpolitik: Umsetzungsprobleme am Beispiel älterer Arbeitnehmer (2009)
Nink, Katja;Zitatform
Nink, Katja (2009): Beschäftigtentransfer als Instrument aktivierender Arbeitsmarktpolitik. Umsetzungsprobleme am Beispiel älterer Arbeitnehmer. (Studien zur Berufspädagogik 32), Hamburg: Kovac, 376 S.
Abstract
"Die Einführung und Umsetzung einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik stand im Zentrum der als 'Hartz-Reformen' bekannt gewordenen Maßnahmen. Damit wurde nicht nur der Akzent auf die verstärkte Eigenverantwortung des Einzelnen gelegt, sondern auch eine intensive Debatte um Leistungsanreize, Versorgung durch den Sozialstaat und Marktsteuerung ausgelöst. Grundlage für die Diskussion boten neben hohen Arbeitslosenzahlen auch die unübersehbaren demographischen Veränderungen mit einer Überalterung und Schrumpfung der Bevölkerung. Das Transferkurzarbeitergeld war eines der Instrumente, die im Zuge der Hartz-Gesetze reformiert wurden. In der Vergangenheit diente der Beschäftigtentransfer in Übereinstimmung mit Politik, Unternehmen und Gewerkschaften häufig dazu, älteren Arbeitnehmern eine Brücke in den Ruhestand zu bieten. Bei Einsatz einer Transfergesellschaft im Fall betrieblicher Entlassungen trat diese Zielgruppe nun vermehrt in den Blickpunkt der Vermittlung. Diese sollte unter anderem durch die Kürzung der Bezugsdauer von Transferkurzarbeitergeld verbessert werden. Anhand von Fallstudien mit über 50jährigen Arbeitnehmern in Transfergesellschaften wird in dem Buch untersucht, welche Auswirkungen die Ansätze der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik auf die Zielgruppe haben. Des Weiteren wird hinterfragt, in wieweit der Einsatz von Transfergesellschaften die Beschäftigungsfähigkeit der älteren Arbeitnehmer verbessert, und die Bedeutung individueller Einflussfaktoren auf die Wiedereingliederung in Beschäftigung erforscht. Die Untersuchung macht dabei deutlich, dass die Ansätze der Hartz-Reform der Situation älterer Arbeitnehmer in Transfergesellschaften nicht gerecht werden. Um die Beschäftigungsfähigkeit und die Eingliederungsmöglichkeiten älterer Arbeitnehmer nachhaltig zu verbessern, ist es erforderlich, weiterreichende Konzepte zu entwickeln. Dazu werden im Anschluss an die Analyse der empirischen Daten erste Ansätze vorgestellt und hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit überprüft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Optimal use of labor market policies: the role of job search assistance (2009)
Zitatform
Wunsch, Conny (2009): Optimal use of labor market policies. The role of job search assistance. (CESifo working paper 2890), München, 48 S.
Abstract
"This paper studies the role of job search assistance programs in optimal welfare-to-work programs. The analysis is based on a framework, that allows for endogenous choice of benefit types and levels, wage taxes or subsidies, and activation measures such as monitoring and job search assistance for each period of unemployment in a dynamic environment with negative duration dependence in the exit rates to employment and potential depreciation in reemployment wages. We show that the main role of job search assistance is to delay or prevent situations in which it is no longer optimal to incentivize the worker to provide positive search effort. It is used to restore or maintain some minimum exit rate to employment which increases with the cost-effectiveness of job search assistance. We also find that in line with existing policies, these programs should mainly be used at the beginning of unemployment and for short durations. However, contrary to existing schemes, they should be exclusively targeted at unemployed workers with low initial exit rates to employment. For all other workers, they should only be used if they fail to find a job within reasonable time despite high expected initial exit rates." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Über Hartz IV hinaus: stimmt die Richtung in der Arbeitsmarktpolitik? (2008)
Aust, Judith; Wagner, Alexandra; Baethge-Kinsky, Volker; Müller-Schoell, Till;Zitatform
Aust, Judith, Volker Baethge-Kinsky, Till Müller-Schoell & Alexandra Wagner (Hrsg.) (2008): Über Hartz IV hinaus. Stimmt die Richtung in der Arbeitsmarktpolitik? (Edition der Hans-Böckler-Stiftung 214), Düsseldorf, 232 S.
Abstract
"Seit die Hartz-Kommission ihren Bericht zur Lage am Arbeitsmarkt vorgelegt und Empfehlungen für eine grundlegende Umsteuerung in der Arbeitsmarktpolitik gegeben hat sind sechs Jahre vergangen. Die vier Gesetze zu den 'neuen Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' beinhalteten ein umfangreiches Paket an Veränderungsmaßnahmen: Die Reorganisation der Bundesanstalt für Arbeit, den Umbau bestehender und die Einführung neuer arbeitsmarktpolitischer Instrumente sowie die Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zur neuen 'Grundsicherung für Arbeitsuchende'. Ihre Erfolge und Misserfolge bewertet eine umfangreiche Evaluationsforschung.
Die parlamentarische Wirkungsforschung zum SGB III hat ihre Endberichte vorgelegt und erste Befunde zum Leistungssystem der neuen Grundsicherung (SGB II) liegen vor. Es liegt also nahe, eine in doppelter Hinsicht kritische Zwischenbilanz zu ziehen: Was haben die Reformen gebracht, und was nicht? Und wenn hierzu kein Urteil möglich ist: Welche Fragen müssen Forschung, Politik und Gesellschaft stellen, damit eine Antwort gegeben werden kann?" (Textauszug, IAB-Doku) -
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Imposed benefit sanctions and the unemployment-to-employment transition: the German experience (2008)
Müller, Kai-Uwe; Steiner, Viktor;Zitatform
Müller, Kai-Uwe & Viktor Steiner (2008): Imposed benefit sanctions and the unemployment-to-employment transition. The German experience. (DIW-Diskussionspapiere 792), Berlin, 33 S.
Abstract
"We analyze the effect of imposed benefit sanctions on the unemployment-to-employment transition of unemployed people entitled to unemployment compensation on the basis of register data from the German Federal Employment Agency. We combine propensity score matching with a discrete-time hazard rate model which accounts for the dynamic nature of the treatment. We find positive short- and long-term effects of benefit sanctions which are robust for men and women in East and West Germany. The effects diminish with the elapsed unemployment duration until a sanction is imposed. The limited use of benefit sanctions can thus be an effective activation tool if they take place not too late in an individual's unemployment spell." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The effect of extending the duration of eligibility in an Italian labour market programme for dismissed workers (2008)
Zitatform
Paggiaro, Adriano, Enrico Rettore & Ugo Trivellato (2008): The effect of extending the duration of eligibility in an Italian labour market programme for dismissed workers. (IZA discussion paper 3633), Bonn, 34 S.
Abstract
"Liste di mobilità (LM) is an Italian labour market programme targeted to dismissed workers. There is a 'passive' component granting monetary benefits to employees dismissed by firms larger than 15 employees, and an 'active' component providing an employment subsidy to any firm hiring workers from the LM. Eligibility duration varies with the worker's age at dismissal. We exploit the variability of these provisions to evaluate the impact of extending the duration of eligibility on re-employment probabilities and wages over the 36 months subsequent to enrolment in the programme. The average treatment effect is identified via a Regression Discontinuity Design. A major negative impact emerges for workers aged 50 or more granted the monetary benefit." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen als: Ifo working paper , 2340 -
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Die Veränderung der Lohnersatzleistungen und die Reform der Vermittlungsprozesse im SGB III (2008)
Schneider, Hilmar;Zitatform
Schneider, Hilmar (2008): Die Veränderung der Lohnersatzleistungen und die Reform der Vermittlungsprozesse im SGB III. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 77, H. 1, S. 20-37. DOI:10.3790/vjh.77.1.20
Abstract
"Die Hartz-Reform vollzog sich in einer Reihe von markanten Einzelschritten zwischen 2003 und 2005 und ging mit einer Vielzahl von Veränderungen in allen Bereichen der aktiven und passiven Arbeitsmarktpolitik einher. Ein Kerngedanke der Hartz-Kommission bestand dabei darin, die Arbeitslosigkeit durch eine Senkung der durchschnittlichen Arbeitslosigkeitsdauer zu reduzieren. Durch eine Verkürzung der durchschnittlichen Arbeitslosigkeitsdauer um ein Drittel sollte eine Halbierung der Arbeitslosigkeit erreicht werden (Kommission zum Abbau der Arbeitslosigkeit und zur Umstrukturierung der Bundesanstalt für Arbeit 2002). Dementsprechend waren die vorgeschlagenen Instrumente darauf ausgerichtet, zum einen Vermittlungsprozesse zu beschleunigen und zum anderen den Bezug von Lohnersatzleistungen weniger attraktiv zu machen. Letzteres bedeutete vor allem, die Inanspruchnahme der Arbeitslosenversicherung als faktisches Frühverrentungsinstrument einzuschränken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Arbeitsangebotseffekte und Verteilungswirkungen der Hartz-IV-Reform (2007)
Arntz, Melanie ; Kraus, Margit; Clauss, Markus; Spermann, Alexander; Wiemers, Jürgen ; Schnabel, Reinhold;Zitatform
Arntz, Melanie, Markus Clauss, Margit Kraus, Reinhold Schnabel, Alexander Spermann & Jürgen Wiemers (2007): Arbeitsangebotseffekte und Verteilungswirkungen der Hartz-IV-Reform. (IAB-Forschungsbericht 10/2007), Nürnberg, 98 S.
Abstract
"Das Hartz-IV-Gesetz führte zu einer weit reichenden Reform der sozialen Sicherung in Deutschland. Neben den erwarteten Einkommensverlusten bei Arbeitslosenhilfeempfängern führt diese Reform aber auch zu weit weniger beachteten Ausweitungen von Transfers, denn neben ehemaligen Empfängern von Sozialhilfe erhalten auch zahlreiche Neufälle eine Unterstützung. Die Studie bestimmt die Verteilungswirkungen der Reform mit Hilfe eines Mikrosimulationsmodells. Es handelt sich um eine ex ante Analyse, weil die Effekte mit mikroökonomischen Befragungsdaten ermittelt werden, die vor der Einführung der Reform erhoben wurden. Dabei wird berücksichtigt, dass die Hartz-IV-Reglungen zu einem geänderten Arbeitsangebotsverhalten führen, was wiederum Rückwirkungen auf die Einkommensverteilung haben kann. Die Arbeitsangebotseffekte werden mit einem mikroökonometrischen Arbeitsangebotsmodell geschätzt. Insgesamt zeigt die empirische Analyse der Verteilungseffekte der Arbeitslosengeld-II-Reform, dass gemessen an den summarischen Verteilungs- und Armutsmaßen nur geringfügige Auswirkungen auf die Einkommensungleichheit und Einkommensarmut zu erwarten sind. Nennenswerte Effekte treten lediglich bei einer Betrachtung der von der Reform direkt betroffenen Haushalte auf. Zahlgewinnanalysen zeigen, dass die wesentlichen Verteilungswirkungen der Reform struktureller Natur sind. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung sind die beiden unteren Einkommensdezile die klaren Reformgewinner. Bezogen auf die Gruppe der direkt betroffenen Transferempfänger sind sogar die acht unteren Einkommensdezile als Gewinner anzusehen. Eine Aufgliederung nach Kinderzahl macht deutlich, dass vor allem Haushalte mit zwei oder mehr Kindern von den Neuregelungen profitieren. Von der Reform negativ betroffen sind entsprechend die obersten beiden Einkommensdezile der Gruppe der von der Reform direkt Betroffenen bzw. das dritte und vierte Einkommensdezil der Einkommensverteilung der Gesamtbevölkerung. Nach ihren Charakteristika sind dies insbesondere Haushalte, die vor der Reform einen vergleichsweise hohen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe hatten, sowie kinderlose Haushalte und Haushalte mit nur einem Kind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The relationship between perceived employability and subsequent health (2007)
Zitatform
Berntson, Erik & Staffan Marklund (2007): The relationship between perceived employability and subsequent health. In: Work and Stress, Jg. 31, H. 3, S. 279-292. DOI:10.1080/02678370701659215
Abstract
"Being capable of getting new employment may enable an employee to cope with turbulent situations or deteriorating job conditions. Individuals who have higher perceived employability are likely to appraise a situation at work more favourably, and consequently experience better health and well-being. The aim of the present study was to investigate the relationship between perceived employability and subsequent health, while controlling for baseline health, background factors, and work environment exposures. The study is based on 53 items in the National Working Life Cohort in Sweden from two data collections (2004 and 2005), comprising 1918 individuals. Forced entry hierarchical regression analysis showed that, after controlling for demographics, psychological demands, control, and ergonomic exposures, perceived employability was positively associated with global health and mental well-being, but unrelated to physical complaints. When baseline health status was added, perceived employability was still a significant predictor of two out of three outcome variables. Individuals with higher perceived employability had a tendency to report better health and well-being a year later. It is concluded that how an employee perceives his or her possibilities in regard to acquiring new employment is relevant for well-being at a later stage. Perceived employability, which has been little studied before, is therefore a useful concept in health promotion, both at the individual and at the organizational level." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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The spike at benefit exhaustion: leaving the unemployment system or starting a new job? (2007)
Zitatform
Card, David, Raj Chetty & Andrea Weber (2007): The spike at benefit exhaustion. Leaving the unemployment system or starting a new job? (IZA discussion paper 2590), Bonn, 33 S.
Abstract
"In this paper, we review the literature on the 'spike' in unemployment exit rates around benefit exhaustion, and present new evidence based on administrative data for a large sample of job losers in Austria. We find that the way unemployment spells are measured has a large effect on the magnitude of the spike at exhaustion, both in existing studies and in our Austrian data. Spikes are typically much smaller when spell length is defined by the time to next job than when it is defined by the time spent on the unemployment system. In Austria, the exit rate from registered unemployment rises by over 200% at the expiration of benefits, while the hazard rate of re-employment rises by only 20%. The difference between the two measures arises because many individuals leave the unemployment register immediately after their benefits expire without returning to work. The modest spike in re-employment rates implies that most job seekers do not wait until their UI benefits are exhausted to return to work: fewer than 1% of jobless spells have an ending date that is manipulated to coincide with the expiration of UI benefits." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Worker absenteeism in search equilibrium (2007)
Zitatform
Engström, Per & Bertil Holmlund (2007): Worker absenteeism in search equilibrium. In: The Scandinavian journal of economics, Jg. 109, H. 3, S. 439-467. DOI:10.1111/j.1467-9442.2007.00501.x
Abstract
"In this paper we introduce a general equilibrium model of search unemployment that incorporates absence from work as a distinct labor force state. Absenteeism is driven by random shocks to the value of leisure that are private information to the workers. Firms maximize profits while recognizing that the compensation package may affect the queue of job applicants and the absence rate. The analysis provides results concerning the effects of social insurance benefits and other determinants of workers' and firms' behavior. The normative analysis identifies externalities associated with firm-provided sick pay and examines the welfare implications of alternative policies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Exploring the effects of integrated benefit systems and active labour market policies: evidence from Jobcentre Plus in the UK (2007)
Zitatform
Karagiannaki, Eleni (2007): Exploring the effects of integrated benefit systems and active labour market policies. Evidence from Jobcentre Plus in the UK. In: Journal of social policy, Jg. 36, H. 2, S. 177-195. DOI:10.1017/S0047279406000559
Abstract
"In April 2002 Jobcentre Plus started to operate in the UK, bringing together the service of the Benefits Agency and the Employment Service. Offering a fully integrated benefit-claiming and work placement/job-seeking service for people of working age, this new organisation aims to strengthen the link between welfare and work. Due to the magnitude of the associated organisational change, the national roll out of the new organisation is being implemented gradually over a transitional period ending in 2006. During this transitional period some local offices are fully integrated while others' functions remain split between pre-existing Benefits Agency and Employment Service offices. In this article we examine how changes in the level of integration within districts over time affected performance with respect to job entries, customer service and benefit service delivery. Our analysis suggests that Jobcentre Plus has a clear positive effect on job entry outcomes for all client groups, a negative effect on business delivery, while it has neither a positive nor a negative effect on customer service outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Reduction in the long-term unemployment of the elderly: a success story from Finland (2007)
Zitatform
Kyyrä, Tomi & Ralf A. Wilke (2007): Reduction in the long-term unemployment of the elderly. A success story from Finland. In: Journal of the European Economic Association, Jg. 5, H. 1, S. 154-182. DOI:10.1162/JEEA.2007.5.1.154
Abstract
"In several European countries the elderly unemployed are allowed to collect unemployment benefits up to a certain age limit, after which they can retire via some early retirement scheme. In Finland the eligibility age of persons benefiting from this kind of scheme was raised from 53 to 55 in 1997. We consider layoff risks, unemployment durations, and the exit states before and after the reform. Since the reform the group aged 53-54 has had a lower risk of unemployment, shorter unemployment durations, and higher exit rates to employment, and it is almost indistinguishable from the group aged 50-52. We estimate that the amount of unemployment benefits saved due to the reform is close to EURO 100 million for each age cohort turning 53." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gender differences in unemployment insurance coverage: a comparative analysis (2007)
Zitatform
Leschke, Janine (2007): Gender differences in unemployment insurance coverage. A comparative analysis. (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Discussion papers SP 1 2007-106), Berlin, 57 S.
Abstract
"Da soziale Sicherungssysteme auf sogenannte Normalarbeitsverhältnisse (Vollzeit, unbefristet, abhängig) ausgerichtet sind und häufig von Bedarfsprüfungen Gebrauch machen, reproduzieren sie Geschlechterungleichheiten im Arbeitsmarkt, die auf Grund der ungleichen Verteilung von Haushalts- und Familienaufgaben zwischen Frauen und Männern zustande kommen. So sind Frauen beispielsweise weit häufiger in Teilzeit beschäftigt, sie wechseln häufiger zwischen Beschäftigung und Inaktivität und verdienen weiterhin durchschnittlich geringere Löhne als Männer. Das Papier vergleicht auf Basis der Daten des Europäischen Haushaltspanels den Deckungsgrad und die Höhe von Arbeitslosenversicherungsleistungen zwischen Frauen und Männern. Unterschiede im Zugang zu Arbeitslosenversicherungsleistungen werden unter anderem durch die folgenden Charakteristika von Arbeitslosenversicherungssystemen bestimmt: Einkommens- oder Stundenschwellenwerte, Mindestbeitragszeiten und Bedarfsprüfungen. Die Höhe der Leistungen hängt in vielen Systemen von der Höhe der vormaligen Arbeitseinkommen ab, wird aber bei Langzeitarbeitslosen häufig auch durch Bedarfsprüfungen bestimmt. Da die Arbeitslosenversicherungssysteme unterschiedlicher Länder in ihren Zielsetzungen und in ihrer Ausgestaltung variieren, werden hier vier verschiedene Systeme verglichen: das dänische, das deutsche, das spanische und das britische Arbeitslosenversicherungssystem. Es wird erwartet, dass die Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Zugang zu Arbeitslosenversicherungsleistungen in Ländern mit einem stark individualisierten Versicherungssystem (Dänemark) kleiner sind als in Ländern, die frühzeitigen und strikten Gebrauch von Bedarfsprüfungen (Vereinigtes Königreich) machen oder die auf starker Äquivalenz zwischen Beitragszeiten und vormaligem Einkommen und Leistungsempfang (Deutschland, Spanien) beruhen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Social and occupational security and labour market flexibility in Sweden: the case of unemployment compensation (2007)
Zitatform
Lindquist, Gabriella Sjögren & Eskil Wadensjö (2007): Social and occupational security and labour market flexibility in Sweden. The case of unemployment compensation. (IZA discussion paper 2943), Bonn, 26 S.
Abstract
"The Swedish labour market and social policy is aimed at facilitating flexibility in the labour market. The active labour market policy and the design of the social security pension system are two frequently mentioned examples of that policy. This does not necessarily mean that all policy programs are in accordance with the goal of enhancing flexibility. In this paper we analyze one part of the social and occupational (collectively bargained) security system - the compensation at unemployment with special emphasis on the schemes complementing compensation from the unemployment insurance scheme. We focus on the effects of those systems on labour market flexibility. Some parts of these complementing systems support mobility and return to work after layoffs, other parts of the systems may lead to that workers avoid job mobility and to prolonged periods of unemployment. Of special interest is that those complementing systems differ between different sectors of the labour market and that many, especially young people, are not covered." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Benefit-entitlement effects and the duration of unemployment: an ex-ante evaluation of recent labour market reforms in Germany (2007)
Zitatform
Schmitz, Hendrik & Viktor Steiner (2007): Benefit-entitlement effects and the duration of unemployment. An ex-ante evaluation of recent labour market reforms in Germany. (DIW-Diskussionspapiere 678), Berlin, 40 S.
Abstract
"We analyse benefit-entitlement effects and the likely impact of the recent reform of the unemployment compensation system on the duration of unemployment in Germany on the basis of a flexible discrete-time hazard rate model estimated on pre-reform data from the German Socioeconomic Panel (SOEP). We find (i) relatively strong benefit-entitlement effects for the unemployed who are eligible to means-tested unemployment assistance after the exhaustion of unemployment benefit, but not for those without such entitlement; (ii) nonmonotonic benefit-entitlement effects on hazard rates with pronounced spikes around the month of benefit-exhaustion, and (iii) relatively small marginal effects of the amount of unemployment compensation on the duration of unemployment. Our simulation results show that the recent labour market reform is unlikely to have a major impact on the average duration of unemployment in the population as a whole, but will significantly reduce the level of long-term unemployment among older workers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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auch erschienen als: IZA discussion paper , 2681 -
Literaturhinweis
The effect of unemployment benefits on re-employment rates: evidence from the Finnish UI-benefit reform (2007)
Zitatform
Uusitalo, Roope & Jouko Verho (2007): The effect of unemployment benefits on re-employment rates. Evidence from the Finnish UI-benefit reform. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2007,21), Uppsala, 41 S.
Abstract
"In January 2003, the unemployment benefits in Finland were increased for workers with long employment histories. The average benefit increase was 15 per cent for the first 150 days of the unemployment spell. In this paper we evaluate the effect of the benefit increase on the duration of unemployment by comparing the changes in the re-employment hazard profiles among the unemployed who became eligible for the increased benefits to the changes in a comparison group whose benefit structure remained unchanged. We find that the benefit increase reduced the re-employment hazards at the beginning of the unemployment spell. The effect disappears after the eligibility period for the increased benefit expires." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Verteilungseffekte der Hartz-IV-Reform: Ergebnisse von Simulationsanalysen (2006)
Becker, Irene; Hauser, Richard;Zitatform
Becker, Irene & Richard Hauser (2006): Verteilungseffekte der Hartz-IV-Reform. Ergebnisse von Simulationsanalysen. (Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung 69), Berlin: Edition Sigma, 111 S.
Abstract
"Die Verabschiedung des Hartz-IV-Gesetzes ist auf heftige Proteste gestoßen. Ein Kernpunkt der Kritik bezieht sich auf die mit der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe verbundenen Leistungskürzungen. Führt die Reform tatsächlich zu wesentlichen Einkommenseinbußen und zu der befürchteten Verarmung von Langzeitarbeitslosen? In welchem Ausmaß treten andererseits auch positive Effekte dadurch auf, daß für Teilgruppen das neue Arbeitslosengeld II (Alg II) höher als die frühere Arbeitslosenhilfe ausfällt? Diesen Fragen geht die Studie in methodisch differenzierter Weise nach. Ausgehend von den gesetzlichen Regelungen entwickeln Becker und Hauser ein Simulationsmodell, mit dem auf der Basis von alternativen Mikrodatenquellen (Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und Sozio-ökonomisches Panel) für vormalige Arbeitslosenhilfebezieher geprüft wird, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe ein Anspruch auf Alg II besteht. Im Ergebnis der Simulation zeigt sich: Es gibt Reformgewinner und -verlierer. Wer besser oder schlechter abschneidet, wird hier differenziert nach Ost- und Westdeutschland, Geschlecht, Haushaltstyp, Erwerbskonstellation im Haushalt und Altersgruppen dargestellt. Schließlich werden die reformbedingten Veränderungen der personellen Einkommensverteilung und insbesondere von Armutsquoten ermittelt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Active labor market policy effects for women in Europe: a survey (2006)
Bergemann, Annette; Berg, Gerard J. van den;Zitatform
Bergemann, Annette & Gerard J. van den Berg (2006): Active labor market policy effects for women in Europe. A survey. (IZA discussion paper 2365), Bonn, 21 S.
Abstract
"We survey the recent literature on the effects of active labor market policies on individual labor market outcomes like employment and income, for adult female individuals without work in European countries. We consider skill-training programs, monitoring and sanctions, job search assistance, and employment subsidies. The results are remarkably uniform across studies. We relate the results to the relevant level of female labor force participation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Employment regulation and labor market policy in Germany 1991-2005 (2006)
Zitatform
Ebbinghaus, Bernhard & Werner Eichhorst (2006): Employment regulation and labor market policy in Germany 1991-2005. (IZA discussion paper 2505), Bonn, 63 S.
Abstract
"The paper provides an overview of institutional provisions and reforms regarding employment protection, active and passive labor market policies in Germany as well as of actors' responsibilities in these areas. It covers the period between the early 1990s and the most recent Hartz reforms. Empirical data on labor market outcomes with respect to the levels and structures of both employment and unemployment complements this study." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Is there a threat effect of labour market programmes: a study of ALMP in the Danish UI system (2006)
Zitatform
Geerdsen, Lars Pico (2006): Is there a threat effect of labour market programmes. A study of ALMP in the Danish UI system. In: The economic journal, Jg. 116, H. 513, S. 738-750. DOI:10.1111/j.1468-0297.2006.01109.x
Abstract
"This article focuses on unemployed individuals' reaction to compulsory labour market programmes prior to participation. In Denmark, after having received UI benefits for a given period of time, continued benefits are made conditional on participation in a labour market programme. I estimate individuals' reaction to compulsory programmes using legislative changes in the duration of benefits period as identification. I find that compulsory programmes do indeed motivate individuals to find employment prior to participation. The effect is large and is even comparable in size to the effect of benefits exhaustion found in studies of American UI systems." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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How do extended benefits affect unemployment duration?: a regression discontinuity approach (2006)
Zitatform
Lalive, Rafael (2006): How do extended benefits affect unemployment duration? A regression discontinuity approach. (IZA discussion paper 2200), Bonn, 33 S.
Abstract
"This paper studies a program that extends the maximum duration of unemployment benefits from 30 weeks to 209 weeks. Interestingly, this program is targeted to individuals aged 50 years or older, living in certain eligible regions in Austria. In the evaluation, I use sharp discontinuities in treatment assignment at age 50 and at the border between eligible regions and control regions to identify the effect of extended benefits on unemployment duration. Results indicate that the duration of job search is prolonged by at least .09 weeks per additional week of benefits among men, whereas unemployment duration increases by at least .32 weeks per additional week of benefits among women. The salient differences between men and women are consistent with the lower minimum age for early retirement applying to women." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Tax and benefit reforms in a model of labour market transitions (2006)
Mych, Michal; Reed, Howard;Zitatform
Mych, Michal & Howard Reed (2006): Tax and benefit reforms in a model of labour market transitions. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 75, H. 3, S. 208-239.
Abstract
"In dem Beitrag stellen wir eine Methode vor, mit der die Wirkungen von finanziellen Anreizen des Steuer- und Transfersystems auf die Arbeitsmarktpartizipation anhand von Veränderungen im Beschäftigungsstatus geschätzt werden. Der Ansatz ist flexibel, wenige theoretische Annahmen erlauben es, die analysierte Population gegenüber Strukturmodellen auszuweiten. Dadurch können behinderte und nichtbehinderte Personen gemeinsam analysiert werden. Die finanziellen Anreize werden detailliert abgebildet. Mit dem Modell können Beschäftigungswirkungen von geringfügigen Änderungen der Grenzbelastungen als auch größere Reformen der britischen Arbeitsmarktpolitik - wie etwa die Einführung des Working Families' Tax Credit durch die Labour-Regierung - analysiert werden. Die Methode basiert auf Matching-Verfahren, mit denen Querschnitts-Erhebungen und Panel-Daten zusammengeführt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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State UI job search rules and reemployment services (2006)
Zitatform
O'Leary, Christopher J. (2006): State UI job search rules and reemployment services. In: Monthly labor review, Jg. 129, H. 6, S. 27-37.
Abstract
"Ever since the Federal-State unemployment insurance (UI) system was implemented following the enactment of the Social Security Act in 1935, the reemployment of claimants has been an important emphasis of the program. This article examines whether UI requirements pertaining to job searches and UI mechanisms connecting claimants with reemployment services tend to shorten the duration of those claimants' insured unemployment. Evidence is presented from a 2003 National Association of State Workforce Agencies (NASWA) survey of all State UI programs. Also presented is evidence about the effect of State UI policies and reemployment assistance on the duration of insured unemployment. Although the sizes of the estimated impacts differ, the consistent finding is that both UI work search requirements and UI reemployment services tend to shorten claimants' duration of insured unemployment by speeding their return to work." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Leaving "Hotel California": how incentives affect flows of benefits in the Netherlands (2006)
Zitatform
Ours, Jan C. van; Jan C. van Ours (sonst. bet. Pers.) (2006): Leaving "Hotel California". How incentives affect flows of benefits in the Netherlands. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 75, H. 3, S. 186-207.
Abstract
"Dieser Beitrag untersucht die Entwicklungen und Reformen der Arbeitslosenversicherung sowie der Renten- bzw. Erwerbsunfähigkeitsversicherung in den Niederlanden. Betrachtet wird vor allem, wie die damit verbundenen Anreize für Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Ein- und Austritte in die Versicherungssysteme beeinflussen. Das wesentliche Ergebnis ist, dass es hilfreich ist, die Leistungsbezieher beim Eintritt zu untersuchen, vorhandene Leistungsbezieher laufend zu beraten und zu überprüfen und Missbrauch zu sanktionieren. Insoweit sind die niederländischen Erfahrungen für andere Länder hilfreich." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Unemployment insurance in Europe: unemployment duration and subsequent employment stability (2006)
Zitatform
Tatsiramos, Konstantinos (2006): Unemployment insurance in Europe. Unemployment duration and subsequent employment stability. (IZA discussion paper 2280), Bonn, 43 S.
Abstract
"The empirical literature on unemployment insurance has focused on its direct effect on unemployment duration, while the potential indirect effect on employment stability through a more efficient matching process, as the unemployed can search for a longer period, has attracted much less attention. In the European context this is surprising as reform proposals of the unemployment insurance system aiming at reducing high European unemployment rates should consider both effects. This paper provides evidence on the effect of unemployment benefits on unemployment and employment duration in Europe, using individual data from the European Community Household Panel for eight countries. Country specific estimates based on a multivariate discrete proportional hazard model, controlling for observed and unobserved individual heterogeneity, suggest that even if receiving benefits has a direct negative effect increasing the duration of unemployment spells, there is also a positive indirect! effect of benefits on subsequent employment duration. This indirect effect is pronounced in countries with relatively generous benefit systems, and for recipients who have remained unemployed for at least six months. In terms of the magnitude of the effect, recipients remain employed on average two to four months longer than non-recipients. This represents a ten to twenty per cent increase relative to the average employment duration, compensating for the additional time spent in unemployment. These findings are in line with theories suggesting a matching effect of unemployment insurance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Do benefit hikes damage job finding?: evidence from Swedish unemployment insurance reforms (2005)
Bennmarker, Helge; Holmlund, Bertil; Carling, Kenneth;Zitatform
Bennmarker, Helge, Kenneth Carling & Bertil Holmlund (2005): Do benefit hikes damage job finding? Evidence from Swedish unemployment insurance reforms. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2005,22), Uppsala, 45 S.
Abstract
"In 2001 and 2002, Sweden introduced several unemployment insurance reforms. A major innovation in the first reform was the introduction of a two-tiered benefit structure for some unemployed individuals. This system involved supplementary compensation during the first 20 weeks of unemployment. The 2002 reform retained the two-tiered benefit structure but involved also substantial benefit hikes for spells exceeding 20 weeks. This paper examines how these reforms affected transitions from unemployment to employment. We take advantage of the fact that the reforms had quasi-experimental features where the 'treatments' differed considerably among unemployed individuals. We find that the reforms had strikingly different effects on job finding among men and women. The two reforms in conjunction are estimated to have increased the expected duration of unemployment among men but to have decreased the duration of unemployment among women. The overall effect on the duration of unemployment is not statistically different from zero. However, the reforms reduced job finding among males who remained unemployed for more than 20 weeks." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Das SGB II - neue Aufgaben für die Wirkungsforschung (2005)
Zitatform
Brinkmann, Christian, Helmut Rudolph & Gesine Stephan (2005): Das SGB II - neue Aufgaben für die Wirkungsforschung. In: IAB-Forum H. 1, S. 43.
Abstract
Durch das zweite Buch des Sozialgesetzbuches werden ab 1. Januar 2005 Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zu einer einheitlichen Grundsicherung für Arbeitslose zusammengeführt. Der Gesetzgeber hat diese Reform des Sozialsystems mit Forschungsaufträgen verbunden. Das IAB soll dabei die Eingliederungsleistungen und die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes evaluieren. In dem Beitrag werden die zentralen Forschungsaufgaben des IAB kurz vorgestellt. (IAB)
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Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland: Bestandsaufnahme und Bewertung der mikroökonomischen Evaluationsergebnisse (2005)
Zitatform
Caliendo, Marco & Victor Steiner (2005): Aktive Arbeitsmarktpolitik in Deutschland. Bestandsaufnahme und Bewertung der mikroökonomischen Evaluationsergebnisse. (DIW-Diskussionspapiere 515), Berlin, 41 S.
Abstract
"Aktive Arbeitsmarktpolitik (AAMP) umfasst eine Vielzahl staatlicher Maßnahmen zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit und Förderung von Beschäftigung. Die quantitativ wichtigsten Programme der AAMP in Deutschland waren traditionell die Förderung der beruflichen Weiterbildung sowie Arbeitsbeschaffungs- und Strukturanpassungsmaßnahmen. In letzter Zeit haben aber auch neuere Instrumente der AAMP wie z.B. Eingliederungszuschüsse an Unternehmen und Existenzgründungszuschüsse für ehemals Arbeitslose zunehmende Bedeutung erlangt. Eine umfassende Evaluation der Effektivität dieser Programme ist erst seit relativ kurzer Zeit durch die Bereitstellung administrativer Daten für die wissenschaftliche Evaluationsforschung möglich. In diesem Beitrag wird auf Grundlage einer Bestandsaufnahme der vorliegenden empirischen Evaluationsstudien die Effektivität der AAMP in Deutschland bewertet. Die Darstellung wird ergänzt durch die Einbeziehung der Ergebnisse einiger internationaler Evaluationsstudien zu Instrumenten der AAMP, die zunehmend auch in Deutschland Bedeutung erlangen, für die aber hierzulande derzeit noch kaum empirische Evaluationsstudien vorliegen. Der Beitrag schließt mit einer kritischen Würdigung der vorliegenden Forschungsergebnisse und einem Ausblick auf zukünftige Forschungserfordernisse." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Worker absenteeism in search equilibrium (2005)
Zitatform
Engström, Per & Bertil Holmlund (2005): Worker absenteeism in search equilibrium. (CESifo working paper 1607), München, 40 S.
Abstract
"The paper presents a tractable general equilibrium model of search unemployment that incorporates absence from work as a distinct labor force state. Absenteeism is driven by random shocks to the value of leisure that are private information to the workers. Firms offer wages, and possibly sick pay, so as to maximize expected profits, recognizing that the compensation package affects the queue of job applicants and possibly the absence rate as well. Shocks to the value of leisure among nonemployed individuals interact with their search decisions and trigger movements into and out of the labor force. The analysis provides a number of results concerning the impact of social insurance benefits and other determinants of workers' and firms' behavior. For example, higher nonemployment benefits are shown to increase absenteeism among employed workers. The normative anlysis identifies externalities associated with firm-provided sick pay and examines the welfare implications of alternative policies. Conditions are given under which welfare equivalence holds between publicly provided and firm-provided sick pay. Benefit differentiation across states of non-work are found to be associated with non-trivial welfare gains." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Equilibrium Evaluation of Active Labor Market Programmes Enhancing Matching Effectiveness (2005)
Zitatform
Linden, Bruno Van der (2005): Equilibrium Evaluation of Active Labor Market Programmes Enhancing Matching Effectiveness. (IZA discussion paper 1526), Bonn, 32 S.
Abstract
"This paper evaluates counselling programmes in an equilibrium matching model where workers are heterogeneous in skill levels. Job search effort, labour demand and wages are endogenous. When wages are bargained over, raising the effectiveness of or the access to counselling programmes pushes wages upwards and leads to lower search effort among nonparticipants. The effects of increasing the access of the low-skilled are evaluated numerically by enlarging successively the set of endogenous behaviours. Induced effects outweigh substantial positive micro effects on low-skilled employment when all 'margins' are taken into account. The inter-temporal utility of the low-skilled nevertheless increases because search effort declines. On the contrary, when the net wage of the low-skilled is a fixed proportion of the one bargained by the high-skilled, raising the access to counselling programmes has small positive effects on all criteria." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Vermuteter Sozialmissbrauch und gefühlte Kostenexplosion beim Arbeitslosengeld II: ein Vergleich mit empirischen Befunden zum Missbrauch von Sozialhilfe (2005)
Martens, Rudolf;Zitatform
Martens, Rudolf (2005): Vermuteter Sozialmissbrauch und gefühlte Kostenexplosion beim Arbeitslosengeld II. Ein Vergleich mit empirischen Befunden zum Missbrauch von Sozialhilfe. In: Soziale Sicherheit, Jg. 54, H. 11, S. 358-363.
Abstract
"Zu einem nicht geringen Teil sollen missbräuchliche Antragstellungen und Leistungserschleichungen für die vermeintliche Kostenexplosion beim Arbeitslosengeld II verantwortlich sein. Zunächst wurde der Anteil der Missbrauchsfälle auf zehn, später sogar auf 20 Prozent geschätzt.' Diese Zahlen werden aber aus Einzelfällen abgeleitet. Empirische Untersuchungen und differenzierte Statistiken zum missbräuchlichen Bezug der neuen Hartz-IV-Leistungen gibt es (noch) nicht. Der folgende Beitrag beleuchtet, zu welchen Ergebnissen bisherige Untersuchungen zum Missbrauch von Sozialhilfeleistungen kamen. Und er geht der Frage nach, ob es wirklich eine 'Kostenexplosion' bei Hartz IV gibt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe: Wirkungen auf Löhne, Beschäftigung und gewerkschaftliche Tarifpolitik (2005)
Meyer, Wolfgang; Gerlach, Knut;Zitatform
Meyer, Wolfgang & Knut Gerlach (2005): Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe: Wirkungen auf Löhne, Beschäftigung und gewerkschaftliche Tarifpolitik. In: Zeitschrift für ArbeitsmarktForschung, Jg. 38, H. 2/3, S. 383-395.
Abstract
"Im Rahmen der sogenannten Hartz-Reformen wurden die bisherige Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe für erwerbsfähige Hilfebedürftige zu einer einheitlichen Grundsicherung für Arbeitsuchende zusammengelegt. Nach einer kurzen Schilderung der mit den alten Institutionen verbundenen Probleme werden die Regelungen des neuen Arbeitslosengeldes II in ihren Grundzügen dargestellt. Anschließend werden die Wirkungen der Reform analysiert. Da das neue System erst vor kurzem eingeführt wurde, ist eine empirische Überprüfung der tatsächlichen Wirkungen noch nicht möglich. Die Wirkungsanalyse kann nur auf theoretisch zu erwartende Effekte abgestellt werden. Dabei wird auf ein partialanalytisches Arbeitsmarktmodell zurückgegriffen. Es zeigt sich, dass die Anreize für Arbeitsanbieter nur wenig verstärkt wurden und eine Umsetzung der Angebotserhöhung in zusätzliche Beschäftigung unsicher ist. Mittelfristig sind positive Beschäftigungseffekte zu erwarten, wenn die Lohnspreizung im unteren Bereich erhöht wird und komplementäre Mittel der Beschäftigungsförderung eingesetzt werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Schätzung der Auswirkungen des Hartz-IV-Gesetzes auf Arbeitslosenhilfe-Bezieher (2005)
Rudolph, Helmut; Blos, Kerstin;Zitatform
Rudolph, Helmut & Kerstin Blos (2005): Schätzung der Auswirkungen des Hartz-IV-Gesetzes auf Arbeitslosenhilfe-Bezieher. (IAB-Forschungsbericht 14/2005), Nürnberg, 47 S.
Abstract
"Das IAB legt die Simulationsergebnisse zu seinen Schätzungen der Auswirkungen des HARTZ-IV-Gesetzes auf Arbeitslosenhilfe-Bezieher vor. Die Simulationen beruhen auf den Haushaltsdaten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe für das erste Halbjahr 20032 (EVS2003). Die Simulationen umfassen den Anteil der nach SGB II bedürftigen Haushalte von Arbeitslosenhilfe-Beziehern (ALHI-HH), sowie Anteile von 'Gewinnern' und 'Verlierern'. Die Schätzungen umfassen die für diese Haushalte nach SGB II vom Bund zu tragenden Leistungen, die von den Kommunen zu tragenden Kosten der Unterkunft und die zusätzlichen Wohngeld-Ansprüche von nicht bedürftigen ALHI-HH. Strukturmerkmale der Bedarfsgemeinschaften werden in einer Gliederung nach HH-Typen dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Blos, Kerstin; -
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Liquidity and insurance for the unemployed (2005)
Shimer, Robert; Werning, Iva;Zitatform
Shimer, Robert & Iva Werning (2005): Liquidity and insurance for the unemployed. (NBER working paper 11689), Cambridge, Mass., 36 S. DOI:10.3386/w11689
Abstract
"We study the optimal design of unemployment insurance for workers sampling job opportunities over time. We focus on the optimal timing of benefits and the desirability of allowing workers to freely access a riskless asset. When workers have constant absolute risk aversion preferences it is optimal to use a very simple policy: a constant benefit during unemployment, a constant tax during employment that does not depend on the duration of the spell, and free access to savings using a riskless asset. Away from this benchmark, for constant relative risk aversion preferences, the welfare gains of more elaborate policies are minuscule. Our results highlight two largely distinct roles for policy toward the unemployed: (a) ensuring workers have sufficient liquidity to smooth their consumption; and (b) providing unemployment benefits that serve as insurance against the uncertain duration of unemployment spells." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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From unemployment to work (2005)
Zitatform
(2005): From unemployment to work. (Policy brief / OECD), 8 S.
Abstract
"All OECD governments recognise the need to provide income support for the unemployed. But how do they ensure that income support provides a cushion for a brief period to enable the person to find a new job, without becoming a permanent alternative to work? Cutting benefit levels would automatically increase the incentive to move from welfare to work, but it would not help people to find suitable employment and would aggravate social hardship for those who do not enter employment at all. Providing income support for jobseekers while at the same time strengthening their incentive to work is a puzzle that most OECD countries are still trying to solve. To resolve this puzzle, countries are using a combination of two methods. First, governments encourage jobseekers to become more active in their efforts to find work by providing job-search support, and by requiring contact with employment services as well as participation in programmes after a certain period of unemployment. ... Second, income supplements can be provided to low-income individuals who accept a job - so-called 'in-work benefits'." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Labor market institutions and public regulation (2004)
Agell, Jonas; Keen, Michael; Weichenrieder, Alfons J.;Zitatform
Agell, Jonas, Michael Keen & Alfons J. Weichenrieder (Hrsg.) (2004): Labor market institutions and public regulation. (CESifo seminar series), Cambridge u.a.: MIT Press, 228 S.
Abstract
"The six studies collected in this CESifo volume analyze the effects of public regulation on the labor market. The first three chapters of Labor Market Institutions and Public Regulation present empirical findings, comparing the effects of job training and subsidized employment on the Swedish labor market, analyzing the effect of extended unemployment benefits on unemployment duration for older Austrian workers, and examining poor labor market performance in Spain even after policy reforms. The following chapters take a more theoretical approach, applying the analytical tools of theory to policy issues. These three studies examine the general equilibrium repercussions of public support for both basic and higher education, develop an efficiency wage model to analyze mandated severance pay, and compare different kinds of redistribution to low-skill workers financed by an increased tax on capital." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Forschung zum SGB II aus Sicht des IAB: die neuen Forschungsaufgaben im Überblick (2004)
Beckmann, Petra; Konle-Seidl, Regina ; Blien, Uwe ; Koch, Susanne ; Rudolph, Helmut; Feil, Michael; Stephan, Gesine ; Dietrich, Hans ; Promberger, Markus; Brinkmann, Christian;Zitatform
Beckmann, Petra, Uwe Blien, Christian Brinkmann, Hans Dietrich, Michael Feil, Susanne Koch, Regina Konle-Seidl, Markus Promberger, Helmut Rudolph & Gesine Stephan (2004): Forschung zum SGB II aus Sicht des IAB. Die neuen Forschungsaufgaben im Überblick. (IAB-Forschungsbericht 06/2004), Nürnberg, 26 S.
Abstract
"Das Inkrafttreten des SGB II am 1.1.2005 bringt umfangreiche Änderungen des Arbeitsmarktgeschehens in Deutschland mit sich. Deren wissenschaftliche Begleitung wird vom IAB als eine der wichtigsten kommenden Herausforderungen an die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung betrachtet. Die Darstellung strukturiert den Forschungsbedarf zum SGB II aus Sicht des IAB. Die hier skizzierten Forschungsansätze bedürfen weiterer Diskussion und Spezifizierung sowie sicherlich auch der Ergänzung. Ausgeklammert werden an dieser Stelle sich mit dem Optionsgesetz verbindende Zusatzfragestellungen. Zudem ist nicht davon auszugehen, dass das IAB alle genannten Themen bearbeiten wird: § 55 SGB II sieht explizit vor, dass Dritte mit Teilen der Wirkungsforschung beauftragt werden können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Konle-Seidl, Regina ; Blien, Uwe ; Stephan, Gesine ; Dietrich, Hans ; Promberger, Markus; -
Literaturhinweis
Rot-grüne Reformen am Arbeitsmarkt: ein Armutszeugnis (2004)
Berthold, Norbert; Berchem, Sascha von;Zitatform
Berthold, Norbert & Sascha von Berchem (2004): Rot-grüne Reformen am Arbeitsmarkt. Ein Armutszeugnis. (Wirtschaftswissenschaftliche Beiträge des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsordnung und Sozialpolitik 72), Würzburg, 50 S.
Abstract
Der Autor befasst sich unter ordnungspolitischen Gesichtspunkten mit dem Job-AQTIV-Gesetz und den Hartz-Gesetzen für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. "Die von den Reformen verfolgten Ziele lassen sich grob in drei Bereiche einteilen: Erstens sollen durch Modifikationen der entscheidenden Parameter der Lohnersatzleistungen selbst individuelles Moral Hazard" verringert und die Bemühungen der Arbeitslosen gestärkt werden, die Phase der Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Durch eine Verbesserung der Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten soll dieser Prozess zusätzlich begleitet und Langzeitarbeitslosigkeit vermieden werden. Zweitens sollen durch geeignete Qualizierungsmaßnahrnen die individuellen Wiedereinstellungschancen auch geringer qualifizierter Arbeitsloser verbessert werden. Schließlich soll drittens durch pekuniäre Anreize direkt die Arbeitsnachfrage und das Arbeitsangebot zu Gunsten der gegenwärtig Arbeitslosen beeinflusst werden. Subventionen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite stellen gleichsam eine Alternative zu Beratung, Vermittlung und Qualifizierung dar. Arbeitslose sollen auf diese Weise Anreize und Möglichkeiten erhalten, in das reguläre Berufsleben zurückzukehren oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen." (IAB2)
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Literaturhinweis
Stand und Perspektiven der Begleitforschung zum "ESF-BA-Programm 2000-2006" bis zur Aktualisierung der Halbzeitbewertung im Jahr 2005: vierter Zwischenbericht der Begleitforschung. Mit Tabellenanhang (2004)
Zitatform
Deeke, Axel, Thomas Kruppe & Beate Kurtz (2004): Stand und Perspektiven der Begleitforschung zum "ESF-BA-Programm 2000-2006" bis zur Aktualisierung der Halbzeitbewertung im Jahr 2005. Vierter Zwischenbericht der Begleitforschung. Mit Tabellenanhang. (IAB-Projektbericht), Nürnberg, 36 S.; 50 S.
Abstract
Das IAB führt die wissenschaftliche Erhebung des ESF-BA-Programms in Form einer Begleituntersuchung durch. Der vierte Zwischenbericht beschreibt zunächst die Ziele der Begleitforschung für die 'Aktualisierung der Halbzeitbewertung' (final evaluation) im Jahr 2005. Im folgenden werden Schwerpunkte der laufenden Arbeiten vorgestellt. Dabei handelt es sich insbesondere um die Umsetzung des Programms vor dem Hintergrund der 'Hartz-Gesetze' und Analysen zur Umsetzung und zu den Wirkungen der Instrumente des ESF-BA-Programms (Qualifizierung von Arbeitslosen, Hilfen zur Existenzgründung und Qualifizierung während Kurzarbeit). Abschließend wird die Zukunft des Programms ab 2005 eingeschätzt. Schwerpunkt werden die Beobachtung und Analyse der Folgen der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe auf den Umfang und die Struktur der Zielgruppenerreichung in der weiteren Programmdurchführung sein. Erste Ergebnisse werden frühestens 2006 erwartet. Ein Tabellenanhang enthält Ergebnisse der Individualdatenbank der Begleitforschung zur Förderentwicklung 2000 bis 2003. (IAB)
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Literaturhinweis
Die Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktpolitik: ein umfassendes Evaluationskonzept (2004)
Fertig, Michael ; Kluve, Jochen; Schmidt, Christoph M.; Hägele, Helmut; Friedrich, Werner; Apel, Helmut;Zitatform
Fertig, Michael, Jochen Kluve, Christoph M. Schmidt, Helmut Apel, Werner Friedrich & Helmut Hägele (2004): Die Hartz-Gesetze zur Arbeitsmarktpolitik. Ein umfassendes Evaluationskonzept. (RWI-Schriften 74), Berlin: Duncker & Humblot, 320 S. DOI:10.3790/978-3-428-51535-6
Abstract
"Die im Rahmen der Hartz-Reformen auf den Weg gebrachten Änderungen der Arbeitsmarktgesetzgebung haben die rasche und nachhaltige Vermittlung in Arbeit, die Schaffung neuer Beschäftigungsfelder und den Bau von mehr Brücken in Beschäftigung zum Ziel. Hauptziel ist letztlich die Verringerung der Arbeitslosigkeit. Jede Evaluationsstudie dazu hat sich an diesem übergeordneten Ziel zu orientieren. Die Autoren der vorliegenden Arbeit präsentieren ein derartiges Konzept zur mittel- und längerfristigen Bewertung der Umsetzung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Leitlinien sind: Das Konzept muss angesichts der nicht optimalen Datenlage und der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit praktikabel sein. Es muss sich angesichts der Vielzahl der Ziele der Arbeitsmarktpolitik auf die Beschäftigungssituation arbeitsloser Arbeitnehmer konzentrieren. Es muss einen einheitlichen Analyserahmen anbieten für Leitfragen wie: Was haben die durchgeführten Maßnahmen bewirkt, waren sie effektiv? Welche Kosten sind entstanden, waren die Maßnahmen effizient? Welche Ursachen lassen sich für die Wirkung identifizieren? Es muss dafür einen interdisziplinären Ansatz verfolgen, der eine ausgewogene Kombination aus theoretischer Analyse, ökonometrischer Kompetenz und Know-how der Implementationsforschung beinhaltet. Das Konzept muss Methoden vorsehen, die angesichts der genannten Daten- und Zeitprobleme robuste Ergebnisse erzeugen können. Es muss angesichts des teilweise späten Inkrafttretens einzelner Maßnahmen eine Erweiterung des Evaluationszeitraums erlauben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Open Access, unter der Creative-Commons-Lizenz 4.0 verfügbar -
Literaturhinweis
Eins zu Eins?: eine Zwischenbilanz der Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt (2004)
Zitatform
Jann, Werner & Günther Schmid (Hrsg.) (2004): Eins zu Eins? Eine Zwischenbilanz der Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt. (Modernisierung des öffentlichen Sektors 25), Berlin: Edition Sigma, 112 S.
Abstract
"Als die 'Kommission moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt' - bekannt als 'Hartz-Kommission' - ihren Abschlußbericht vorlegte, versprach Bundeskanzler Schröder, die 13 Module des Berichts eins zu eins umzusetzen. Opposition und große Teile der Öffentlichkeit standen und stehen den Kommissionsvorschlägen allerdings sehr kritisch gegenüber. Während die einen beklagen, sie würden nur verwässert oder gar nicht umgesetzt, bestreiten andere ihren Sinn und Zweck. Der Band - herausgegeben von zwei Wissenschaftlern, die der Kommission selbst angehörten - liefert nun eine erste Zwischenbilanz zur Debatte um die und zur Implementation der Reformen. Zwar ist es für Aussagen über mittel- und langfristige Wirkungen noch zu früh und bei einzelnen Modulen ist offenbar, daß die Erwartungen zu hoch gesteckt waren. Dennoch hat die Kommission nach Ansicht der Beiträger zum ersten Mal ein kohärentes Gesamtkonzept für einen modernen und flexiblen Arbeitsmarkt vorgelegt, eine klare Agenda für die Reformdiskussion vorgegeben und eine nachhaltige Reformbewegung in Gang gesetzt. Die Verfasser argumentieren, daß die Konzepte weiter zu entwickeln und laufend mit den Erfahrungen des Umsetzungsprozesses anzureichern oder zu korrigieren sind. Insofern ist ein Lernprozeß im Geiste des Gesamtkonzepts wichtiger als eine mechanistische Eins-zu-eins-Umsetzung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Inhaltsverzeichnis: Werner Jann und Günther Schmid: Die Hartz-Reformen am Arbeitsmarkt: Eine Zwischenbilanz (7-18); Frank Oschmiansky: Reform der Arbeitsvermittlung (19-37); Bastian Jantz: Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe (38-50); Frank Oschmiansky: Bekämpfung von Schwarzarbeit (51-62); Simon Vaut: Umbau der BA (63-75); Frank Oschmiansky: Weitere wichtige Bausteine (76-91). -
Literaturhinweis
Einführungskosten und Arbeitsangebotswirkungen einer "Konvergenz" von Arbeitslosen- und Sozialhilfe: Gutachten für das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie (2004)
Kaltenborn, Bruno;Zitatform
Kaltenborn, Bruno (2004): Einführungskosten und Arbeitsangebotswirkungen einer "Konvergenz" von Arbeitslosen- und Sozialhilfe. Gutachten für das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Familie. (Beiträge zur Wirtschaftsforschung und Politikberatung 07), Berlin, 59 S.
Abstract
"Das Reformkonzept 'Konvergenz von Arbeitslosen- und Sozialhilfe' sieht den Ersatz von Arbeitslosen- und Sozialhilfe durch ein neues Leistungssystem (Sozialgeld und -einkommen) vor, das nicht nach der Erwerbsbiographie, sondern nach der aktuellen Arbeitsfähigkeit differenziert:
* Die Leistungsbemessung soll ausschließlich von der aktuellen Situation abhängen; ein historisches Erwerbseinkommen wie bei der Arbeitslosenhilfe soll nicht mehr erheblich sein.
* Gegenüber der Sozialhilfe ist eine weitgehende Pauschalierung der Leistungen vorgesehen. Dabei orientiert sich die Leistungshöhe an der Sozialhilfe.
* Die Leistungen für Arbeitsfähige ohne eigenen Einsatz sollen um monatlich 150 DM reduziert werden; bei Qualifizierungsmaßnahmen und Übernahme gesellschaftlicher Aufgaben sollen die Leistungen um bis zu 300 DM monatlich aufgestockt werden.
Die Wirkungen des Refonnkonzepts 'Konvergenz von Arbeitslosen- und Sozialhilfe' werden auf Basis der Individualdaten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) für West- und Ostdeutschland, dem eigenen Modell SIMTRANs zur Mikrosimulation des deutschen Steuer-Transfer-Systems und des untersuchten Refonnkonzepts sowie eigener mikroökonometrischer Schätzungen zur Qualifizierung der Determinan- ten der Erwerbsneigung (Arbeitsangebot) prognostiziert.
Das Reformkonzept führt - für die hier berücksichtigte Fassung - zu gesamtfiskalischen Einsparungen in Höhe von 5,6 Mrd. DM und motiviert etwa 340.000 Personen zusätzlich zu einer Erwerbstätigkeit. Gemessen an den Wirkungen auf Fiskus und Arbeitsmarkt erscheint damit das Reformkonzept vorliegenden Konzepten für Niedriglohnsubventionen ebenso wie einer verminderten Anrechnung von Erwerbseinkommen auf die Sozialhilfe überlegen." (Autorenreferat, IAB-Doku) -
Literaturhinweis
Was bringt Hartz IV für den Arbeitsmarkt? (2004)
Zitatform
Koch, Susanne & Ulrich Walwei (2004): Was bringt Hartz IV für den Arbeitsmarkt? In: Gesundheits- und Sozialpolitik, Jg. 58, H. 9/10, S. 9-23.
Abstract
"Das Vierte Gesetz über moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt ('Hartz IV') setzt vorrangig auf die Aktivierung von Langzeitarbeitslosen durch eine Kombination von fordernden und fördernden Elementen. Der Beitrag analysiert, inwieweit die neuen Maßnahmen die Beschäftigungschancen dieses Personenkreises erhöhen und ob die konsequente Aktivierung eine Begrenzung der Arbeitsförderungsleistungen auf solche Personen ermöglicht, die tatsächlich ein Beschäftigungsproblem haben. Abschließend werden die gesamtwirtschaftlichen und verteilungspolitischen Implikationen der neuen Regelungen diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Reduction in the long-term unemployment of the elderly: a success story from Finland (2004)
Zitatform
Kyyrä, Tomi & Ralf A. Wilke (2004): Reduction in the long-term unemployment of the elderly. A success story from Finland. (ZEW discussion paper 2004-63), Mannheim, 34 S.
Abstract
"In European countries unemployment levels are typically higher and unemployment durations are often longer than in the United States. These unemployment differences have been the focus of much political and academic debate in recent years. The unemployment compensation system, with more generous benefit levels and longer entitlement periods, is often blamed to be responsible for much of the European unemployment problem. In this paper we show that this is indeed true for a large share of the long-term unemployment of the elderly in Finland. Among the European countries Finland has performed relatively poorly in terms of unemployment. As a consequence of the deep depression in the early 1990s, the Finnish unemployment rate peaked to almost 20 percent in 1994. Despite rapid economic growth over the latter part of the 1990s, unemployment has stuck at a high level and the fraction of the long-term unemployed has increased alarmingly. As in other European countries, such as Germany and France, the share of elderly long-term unemployed is large. The Finish unemployment tunnel scheme is often blamed to be responsible for that. This scheme allows the elderly unemployed to collect unemployment benefits up to the age of 60, when they can retire via a particular unemployment pension. In 1997 the eligibility age of this scheme was raised from 53 to 55. We consider changes in the risk of unemployment, unemployment durations, and the exit states before and after the reform. In the duration analysis a flexible treatment design is adopted by allowing for quantile treatment effects. We apply three different non- and semiparametric methods, which all produce robust and coherent results. After the reform the group aged 53-54 has a lower risk of unemployment, shorter unemployment durations, higher exit rates to employment and it is not anymore distinguishable from the group aged 50-52. We provide calculations of the expected save in unemployment benefit transfers due to the reform and found that it is in the range of 100 million euros per age cohort." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Evaluation von Mini- und Midijobs sowie Arbeitslosengeld II: methodische Grundprobleme und Lösungsansätze (2004)
Zitatform
Michaelis, Jochen & Alexander Spermann (2004): Evaluation von Mini- und Midijobs sowie Arbeitslosengeld II. Methodische Grundprobleme und Lösungsansätze. In: Zeitschrift für Evaluation H. 2, S. 223-240.
Abstract
"Die Hartz-Gesetze I-IV zielen insbesondere auf die Verkürzung der Dauer der Arbeitslosigkeit durch vermehrte Abgänge aus Arbeitslosigkeit ab. Bereits wenige Monate nach Einführung der Hartz-Instrumente wurde über Erfolge und Misserfolge in der Politik und Öffentlichkeit berichtet - in der Regel auf der Basis absoluter und relativer Zahlen. In diesem Beitrag werden exemplarisch am Beispiel der Mini- und Midijobs sowie des Arbeitslosengeldes II die Probleme der Evaluation und Lösungsansätze auf der Mikro- und Makroebene verdeutlicht. Es zeigt sich, dass eine Erfolgsbeurteilung immer den Bezug zu einer Kontrollgruppe benötigt - ansonsten ist keine Aussage zum Erfolg einer Maßnahme möglich. Da diese dem internationalen Standard entsprechende Evaluationskultur in Deutschland unterentwickelt ist, wird eine Gesetzesinitiative formuliert, die u.a. einen jährlichen Evaluationsbericht an das Parlament beinhaltet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Reform der Arbeitslosenversicherung: Lehren aus internationalen Wirkungsanalysen (2004)
Rabe, Brigitta;Zitatform
Rabe, Brigitta (2004): Reform der Arbeitslosenversicherung. Lehren aus internationalen Wirkungsanalysen. In: Sozialer Fortschritt, Jg. 53, H. 7, S. 178-185.
Abstract
"Der Beitrag behandelt die neueren Ergebnisse internationaler Wirkungsanalysen zu den Anreizwirkungen der Arbeitslosenversicherung. Die Studie umfasst einerseits die Wirkungen der einzelnen Merkmale der Arbeitslosenversicherung (Höhe und Dauer des Anspruchs, Anspruchskriterien und Sanktionen) auf die Dauer der Arbeitslosigkeit, andererseits auf die Qualität des Arbeitsplatzes nach Aufnahme einer neuen Beschäftigung. Vor dem Hintergrund der internationalen Wirkungsanalysen werden die umfangreichen deutschen Reformen seit 1997 analysiert. Es wird gezeigt, dass die Reformen überwiegend auf eine Reduktion der negativen Anreizwirkungen der Arbeitslosenversicherung setzen und dabei riskieren, die möglichen positiven Wirkungen auf eine effiziente Arbeitssuche zu vernachlässigen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gegen einen überstürzten, für einen überlegten Ausbau von "Zusatzjobs" für Empfänger des Arbeitslosengeldes II: Memorandum (2004)
Scherl, Hermann;Zitatform
Scherl, Hermann (2004): Gegen einen überstürzten, für einen überlegten Ausbau von "Zusatzjobs" für Empfänger des Arbeitslosengeldes II. Memorandum. Erlangen u.a., 14 S.
Abstract
"Die Absicht der Bundesregierung, für Empfänger des neuen Arbeitslosengeldes II möglichst rasch bis zu 600.000 so genannte Zusatzjobs ('Ein-Euro-Jobs') zu schaffen, ist sehr fragwürdig: Bei den bestehenden Meinungsverschiedenheiten über die Ausgestaltung der Zusatzjobs und weiten Gestaltungsspielräumen der lokalen Akteure, ist ein teilweise unzweckmäßiger 'Wildwuchs' zu erwarten. ... Für das meist vorrangig herausgestellte Ziel einer möglichst raschen Eingliederung der Arbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt ist eine zeitweise Beschäftigung in Zusatzjobs wenig förderlich. Eine schnelle Eingliederung und zugleich auch mehr Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt kann allenfalls über 'Aktivierungseffekte' gefördert werden, wenn Arbeitslose bei längerer Fortdauer der Arbeitslosigkeit mit einer Verpflichtung zu unattraktiven Zusatzjobs rechnen müssten. ... Angesichts vieler noch offener Fragen empfiehlt es sich grundsätzlich, unterschiedliche Konzepte für den Ausbau von Zusatzjobs erst vorsichtig zu erproben, bevor man sie auf breiter Front und in großem Umfang umsetzt." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel: empirische Analysen (2004)
Zitatform
Schmid, Günther, Markus Gangl & Peter Kupka (Hrsg.) (2004): Arbeitsmarktpolitik und Strukturwandel. Empirische Analysen. (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 286), Nürnberg, 280 S.
Abstract
Der Band dokumentiert die Vorträge, die im November 2003 auf dem gemeinsamen Kontaktseminar "Arbeitsmarktpolitik, Erwerbsverläufe und Strukturwandel" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und der Abteilung Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gehalten wurden. Ausgangspunkt des Tagungsprogramms war die Überzeugung, dass sich die Strukturen des Arbeitsmarktes in den letzten Jahrzehnten nachhaltig verändert haben, dass Strukturumbrüche bereits an vielen Orten und in vielfältiger Weise erfolgreich bewältigt wurden, aber dass die Arbeitsmärkte der international vernetzten Dienstleistungsgesellschaft den Arbeitnehmern auch in Zukunft ein hohes Maß an Flexibilität und Eigenverantwortung abverlangen werden. In den Beiträgen wird dementsprechend untersucht, an welchen Stellen, in welche Richtung und in welchem Ausmaß bewährte Institutionen des Arbeitsmarkts angepasst werden müssen, um Erwerbsverläufe in einem neu und anders konturierten Dienstleistungsarbeitsmarkt abzusichern und zu stützen. Grundlage und Bezugsrahmen der Überlegungen ist das Konzept der Übergangsarbeitsmärkte - verstanden als institutionelle Scharniere zur individuellen und kollektiven Bewältigung von Friktionen, Anpassungsprozessen und des Strukturwandels im Arbeitsmarkt. (IAB2)
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Literaturhinweis
Dürfen Bezieher von Arbeitslosengeld II künftig vorzeitig in die Rente abgeschoben werden? (2004)
Spellbrink, Wolfgang;Zitatform
Spellbrink, Wolfgang (2004): Dürfen Bezieher von Arbeitslosengeld II künftig vorzeitig in die Rente abgeschoben werden? In: Soziale Sicherheit, Jg. 53, H. 5, S. 164-169.
Abstract
"Für Regierung und Arbeitsverwaltung ist es meist von Vorteil, wenn ältere Arbeitslose vorzeitig in Rente gehen. Dann reduziert sich nicht nur die Zahl der registrierten Arbeitslosen, sondern es sinken dadurch auch die Ausgaben für die Arbeitslosenunterstützung - auf Kosten der Rentenversicherungsträger. Nach derzeitigem Recht dürfen Arbeitslose aber nur in wenigen Ausnahmefällen vor ihrem 65. Geburtstag zwangsweise vom Arbeitsmarkt in die Rente 'ausgesteuert' werden. Dies gilt allenfalls dann, wenn sie einen Anspruch auf eine ungekürzte Rente haben. Das könnte sich aber ab 2005 für die Empfänger des neuen Arbeitslosengeldes II (Alg II) ändern. Denn dann darf der zuständige Träger für diese Leistung also die Agentur fürArbeit oder die Kommune - selbst einen Rentenantrag für Arbeitslose stellen. Welche rechtlichen Folgen daraus resultieren können, untersucht der Autor in diesem Beitrag." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Equilibrium policy experiments and the evaluation of social programs (2003)
Zitatform
Lise, Jeremy, Shannon Seitz & Jeffrey A. Smith (2003): Equilibrium policy experiments and the evaluation of social programs. (IZA discussion paper 758), Bonn, 67 S.
Abstract
"This paper makes three contributions to the literature on program evaluation. First, we construct a model that is well-suited to conduct equilibrium policy experiments and we illustrate effectiveness of general equilibrium models as tools for the evaluation of social programs. Second, we demonstrate the usefulness of social experiments as tools to evaluate models. In this respect, our paper serves as the equilibrium analogue to LaLonde (1986) and others, where experiments are used as a benchmark against which to assess the performance of non-experimental estimators. Third, we apply our model to the study of the Canadian Self-Sufficiency Project (SSP), an experiment providing generous financial incentives to exit welfare and obtain stable employment. The model incorporates the main features of many unemployment insurance and welfare programs, including eligibility criteria and time-limited benefits, as well as the wage determination process. We first calibrate our model to data on the control group and simulate the experiment within the model. The model matches the welfare-to-work transition of the treatment group, providing support for our model in this context. We then undertake an equilibrium evaluation of the SSP. Our results highlight important feedback effects of the policy change, including displacement of unemployed individuals, lower wages for workers receiving supplement payments and higher wages for those not directly treated by the program. The results also highlight the incentives of individuals to delay exit from welfare in order to qualify for the program. Together, the feedback effects change the cost-benefit conclusions implied by the partial equilibrium experimental evaluation substantially." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Cost-effectiveness of targeted reemployment bonuses (2003)
Zitatform
O'Leary, Christopher J., Paul T. Decker & Stephen A. Wandner (2003): Cost-effectiveness of targeted reemployment bonuses. (Upjohn Institute staff working paper 2003-51), Kalamazoo, 18 S.
Abstract
"Targeting reemployment bonus offers to unemployment insurance (UI) claimants identified as most likely to exhaust benefits is estimated to reduce benefit payments. We show that targeting bonus offers with profiling models similar to those in state Worker Profiling and Reemployment Services systems can improve cost effectiveness. Since estimated average benefit payments do not steadily decline as the eligibility screen is gradually tightened, we find that narrow targeting is not optimal. The best candidate is a low bonus amount with a long qualification period, targeted to the half of profiled claimants most likely to exhaust their UI benefit entitlement." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Von der Wohlfahrt zur Arbeit: Beschäftigungsanreize unter der neuen Labour-Regierung (2003)
Zitatform
Walker, Robert & Michael Wiseman (2003): Von der Wohlfahrt zur Arbeit. Beschäftigungsanreize unter der neuen Labour-Regierung. In: Internationale Revue für soziale Sicherheit, Jg. 56, H. 1, S. 3-35.
Abstract
Es geht um das Projekt der Modernisierung der Wirtschaft und des Wohlfahrtsstaates und, in diesem Rahmen, um die Abschaffung der Kinderarmut und die Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung durch eine Politik, die den Schritt vom Empfang von Sozialleistungen zur Beschäftigung ermutigt und dafür sorgt, dass sich Arbeit lohnt. Dabei werden drei New-Deal-Programme untersucht: Arbeitslosenleistungen, allein Erziehende und Behinderte. Der Beitrag kommt zum Ergebnis, dass reale Veränderungen mit messbaren positiven Auswirkungen eingetreten sind, die weitere Ausgestaltung und Ausdehnung des New-Deal-Modells jedoch gefährdet sind. (IAB2)
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Literaturhinweis
Labour market policy in Germany (2002)
Zitatform
Blien, Uwe, Ulrich Walwei & Heinz Werner (2002): Labour market policy in Germany. In: IAB Labour Market Research Topics H. 49, S. 1-36.
Abstract
"The following paper originated from a contribution to an international conference. There was seen to be little literature available in English on job placement, unemployment benefits and the diverse measures of labour market policy in Germany. The IAB therefore decided to revise the original paper and publish it. It focuses to a considerable extent on the tasks of the German Federal Employment Service, in other words on job placement, the payment of wagereplacement benefits in the event of unemployment and on the measures of active labour market policy. Each chapter begins with a theoretical overview of the particular area of activity. This is then followed by the actual description of the area. The final chapter shows some new trends and refers to a number of challenges for evaluation research on labour market policy measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Optimal unemployment insurance with monitoring and sanctions (2002)
Zitatform
Boone, Jan, Peter Fredriksson, Bertil Holmlund & Jan C. van Ours (2002): Optimal unemployment insurance with monitoring and sanctions. (Institute for Labour Market Policy Evaluation. Working paper 2002,21), Uppsala, 34 S.
Abstract
"This paper analyzes the design of optimal unemployment insurance in a search equilibrium framework where search e?ort among the unemployed is not perfectly observable. We examine to what extent the optimal policy involves monitoring of search e?ort and benefit sanctions if observed search is deemed insu?cient. We find that introducing monitoring and sanctions represents a welfare improvement for reasonable estimates of monitoring costs; this conclusion holds both relative to a system featuring indefinite payments of benefits and a system with a time limit on unemployment benefit receipt." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
Ähnliche Treffer
auch erschienen als: IZA discussion paper , 401 -
Literaturhinweis
Bürgernah fördern und fordern: Konzepte für eine effiziente Arbeitsvermittlung und Grundsicherung. Beiträge zu einer gemeinsamen Tagung der Stiftung Marktwirtschaft und der Hessischen Landesregierung (2002)
Raddatz, Guido; Niebel, Dirk; Berthold, Norbert; Pipa, Erich; Feist, Holger; Rieble, Volker; Huber, Bernd; Spermann, Alexander; Kleinhenz, Gerhard; Wienand, Manfred; Lautenschläger, Silke; Wildgrube, Bernd; Eekhoff, Johann; Lichtblau, Karl; Berchem, Sascha von; Henneke, Hans-Günter; Koch, Roland; Klebeck, Ulf;Zitatform
Raddatz, Guido (Hrsg.) (2002): Bürgernah fördern und fordern. Konzepte für eine effiziente Arbeitsvermittlung und Grundsicherung. Beiträge zu einer gemeinsamen Tagung der Stiftung Marktwirtschaft und der Hessischen Landesregierung. Berlin, 168 S.
Abstract
"Wie könnte eine Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe konkret aussehen, um den Betroffenen optimale Wiedereingliederungschancen in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu ermöglichen? Wie lassen sich die finanziellen Lasten so aufteilen, daß die Effizienzgewinne allen föderalen Ebenen zugute kommen? Wer soll für die effiziente Vermittlung von Langzeitarbeitslosen verantwortlich sein? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Tagung 'Bürgernah fördern und fordern - Konzepte für eine effiziente Arbeitsvermittlung und Grundsicherung', die von der Stiftung Marktwirtschaft (Frankfurter Institut) gemeinsam mit der Hessischen Landesregierung im Mai 2002 in Wiesbaden veranstaltet wurde. Die Beiträge aus Wissenschaft, Potitik und Praxis sind in dem Band zusammengefaßt."
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