Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
Zurück zur Übersicht- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
-
Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
-
Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
-
Literaturhinweis
Work inclusion of marginalized groups in a troubled city district - How can active labor market policies improve? (2025)
Frøyland, Kjetil ; Bull, Helen ; Lystad, June Ullevoldsæter ; Spjelkavik, Øystein ; Skarpaas, Lisebet Skeie ; Berget, Gerd ;Zitatform
Frøyland, Kjetil, Helen Bull, Lisebet Skeie Skarpaas, Gerd Berget, Øystein Spjelkavik & June Ullevoldsæter Lystad (2025): Work inclusion of marginalized groups in a troubled city district - How can active labor market policies improve? In: Social Policy and Administration, Jg. 59, H. 3, S. 588-601. DOI:10.1111/spol.13058
Abstract
"Active labor market policies (ALMP) have faced challenges in integrating marginalised groups into the workforce. This study explores perceptions among managers and frontline workers on enhancing work inclusion for neurodiverse citizens, marginalized youth, and individuals suffering from mental health or substance use disorders in a troubled city district. An examination of dialogue conferences and group interviews uncovers problems with current practises, attitudes, and service organisation. The proposed local solutions primarily include improved coordination of support and services, as well as enhanced competence within these services. Our results indicate that co-creation at the system, organization, and individual levels, coupled with expanded knowledge translation, can mobilise local actors to create new or adopt existing knowledge-based strategies. Therefore, local co-creation presents a potential for developing local inclusion strategies." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
-
Literaturhinweis
"Stakeholder-Perspektiven auf die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE). Ergebnisse einer qualitativen Studie" (2025)
Zitatform
Hartosch, Katja, Linda Heuer, Julia Lang & Angela Ulrich (2025): "Stakeholder-Perspektiven auf die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE). Ergebnisse einer qualitativen Studie". (IAB-Forschungsbericht 22/2025), Nürnberg, 49 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2522
Abstract
"Die im Folgenden vorgestellten Ergebnisse basieren auf einer qualitativen Studie zu der Frage, wie die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in die Weiterbildungs(beratungs)landschaft in Deutschland eingebettet ist. Sie beleuchtet die Wahrnehmung der neuen Dienstleistung durch die BBiE-Berater*innen selbst sowie die Fremdwahrnehmung durch externe Stakeholder und zeigt die Debatten auf, die ihre Einführung im organisationalen Feld begleiten. Die BBiE stellt ein zentrales Beratungsangebot der BA dar und richtet sich an Erwachsene, die bei der beruflichen (Um-)Orientierung Unterstützung suchen, vor allem an Beschäftigte und Wiedereinsteigende. Für die Studie wurden im Jahr 2024 fünf Gruppendiskussionen mit BBiE-Beratungsfachkräften und Einzelinterviews mit ihren Teamleitungen sowie 29 Interviews mit regionalen und überregionalen Netzwerkbeteiligten und Stakeholdern der BBiE, wie beispielsweise Kammern, Bildungsträgern, Volkshochschulen (VHS), Ministerien oder Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften geführt, außerdem neun Interviews mit Betrieben. Die Interviews wurden qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet. Sowohl die befragten Stakeholder der BBiE als auch die BBiE-Teams selbst sahen das Beratungsangebot überwiegend positiv. Viele BBiE-Berater*innen hoben die inhaltlichen und prozessualen Gestaltungsmöglichkeiten hervor. Die meisten der befragten Berater*innen können ihre beraterischen Kenntnisse nach eigener Einschätzung voll einbringen und gut auf die unterschiedlichen Anliegen der Kund*innen eingehen. Allerdings brachte die Vielfalt der Beratungsanliegen auch Herausforderungen mit sich, für die die Berater*innen individuelle Lösungen finden mussten. Mehrheitlich waren sie mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Viele konnten nach eigener Einschätzung einen bedeutsamen Beitrag für die Entwicklung der beratenen Personen leisten. Ein großer Teil der befragten Berater*innen monierte allerdings die geringe Einbindung der BBiE in die internen Strukturen der Agenturen. Obwohl sie Arbeitsvermittlung, Reha und vor allem den Arbeitgeber-Service häufig als wichtige Netzwerkbeteiligte aufführten, sehen sie viele Unklarheiten in der inhaltlichen und organisatorischen Zusammenarbeit. Die Arbeit innerhalb der BBiE-Teams funktionierte aus Sicht der Berater*innen hingegen gut. Die BBiE wurde durch externe Stakeholder, die Kontakt zu ihr hatten oder Erfahrungen in der Zusammenarbeit hatten, in aller Regel als sinnvoll bewertet. Netzwerkarbeit spielte für die Arbeit der befragten externen Personen eine wichtige Rolle, wobei teilweise gar keine Zusammenarbeit mit der BBiE stattfand und das lokale BBiE-Team nur in wenigen Fällen eine zentrale Netzwerkpartnerin war. In Bezug auf die Einführung der BBiE äußerten viele der befragten externen Stakeholder, dass ihnen eine Einbindung fehlte. Die BA wurde mitunter als „Platzhirsch“ wahrgenommen, der bestehende Strukturen ignorierte. Neben der BBiE gibt es ein regional unterschiedlich breites Spektrum von öffentlichen und privaten Beratungsangeboten. Zum Teil wurde von überregionalen Stakeholdern die Vermeidung von Doppelstrukturen gefordert. Demnach sollten sich die unterschiedlichen Angebote ergänzen, statt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Einige externe Stakeholder betonten aber auch, dass Doppelstrukturen nicht zwingend dysfunktional sein müssten, sondern dass ein pluralistisches Angebot wichtig sein könne, um unterschiedliche Personengruppen mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen zu bedienen. Im Umgang mit Doppelstrukturen im lokalen Umfeld unterschieden sich die Beratungsfachkräfte: Viele Berater*innen legten großen Wert auf eine gute Vernetzung und forcierten die Zusammenarbeit mit anderen Stellen. Einige wenige Befragte nahmen BA-externe Beratungsakteure hingegen kaum wahr. Manche der lokalen und überörtlichen Stakeholder äußerten Bedauern darüber, dass es bislang zu keinen Kooperationsgesprächen mit den BBiE-Teams oder ihren Leitungskräften gekommen sei, trotz Bemühungen von ihrer Seite. Umgekehrt berichteten aber auch einige BBiE-Berater*innen von mangelndem Kooperationswillen andererBeratungsinstanzen. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Zusammenarbeit mit der BBiE stattfand, wurde diese von den lokalen Stakeholdern als sehr gewinnbringend beschrieben. Zu den Zielgruppen der BBiE gab es bei vielen befragten Stakeholdern teilweise unterschiedliche Auffassungen, aber auch allgemeine Unklarheit bzw. Unwissen über die spezifischen Zielgruppen der BBiE. Positiv wurde von einigen Befragten hervorgehoben, dass die BBiE verschiedensten Personengruppen offensteht, also nicht nur eine spezifische Zielgruppe anspricht. Auch bezüglich des Beratungsverständnisses bestanden Unklarheiten bzw. Unterschiede in der Erwartungshaltung. So wurde die BA als Institution von einigen Personen mit der Erwartung verbunden, dass ihr Beratungsauftrag streng am Ziel einer stärkeren Partizipation am Arbeitsmarkt ausgerichtet sein müsse, was eine ergebnisoffene Beratung erschwere. Damit , so wurde ausgeführt, war gemeint, dass von diesen Personen erwartet wurde, dass die BA eher dahingehend berät, aktuell freie Stellen zu besetzen oder gezielt in Berufe mit Fachkräftemangel zu beraten. Ergebnisoffene Beratung mit einem Fokus auf langfristige persönliche Interessen und Entwicklunsgmöglichkeiten der Beratenen wurde hingegen nicht erwartet. Im Gegensatz zu der Annahme dieser Personen betrachteten andere Stakeholder das Angebot als notwendigerweise ergebnisoffen. In den Interviews mit externen Befragten war das Image der BA ein zentrales Thema. Häufig sprachen diese Vorurteile und schlechte Erfahrungen der eigenen Klientel mit der BA an, die dazu führten, dass der Kontakt zur BA gemieden würde. Teilweise äußerten externe Stakeholder Zweifel, ob die BA ein Angebot wie die BBiE überzeugend umsetzen könne. Positiv der BBiE gegenüber eingestellte Befragte betonten jedoch die Bedeutung von „Vorschussvertrauen“ und forderten, der Organisation Zeit zu geben. Überregional tätige Befragte lobten den innovativen Ansatz der BBiE und sahen darin Impulse für einen kulturellen Wandel in der BA. Der BA wurde immer wieder exklusives Wissen über aktuelle Entwicklungstendenzen am Arbeitsmarkt zugesprochen, was sie grundsätzlich für eine Beratungsleistung wie die BBiE qualifiziere. Es wurde aber von einigen Stakeholdern auch hinterfragt, welchen Mehrwert die BBiE zusätzlich zu bestehenden Angeboten biete. Auch die Beratungsfachkräfte und ihre Leitungen schrieben der BBiE positive Aspekte mit Blick auf das Image der BA zu. So berichteten einige BBiE-Berater*innen von Personen, die nach einem Beratungsgespräch das Feedback gaben, dass das dieses – nach zuvor weniger guten Erfahrungen mit der BA – ihre Erwartungen deutlich übertroffen hätte. Die BBiE könnte hier als „positives“ Gesicht der Organisation nach außen fungieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Interview mit den Autorinnen im IAB-Forum -
Literaturhinweis
Die Berufsberatung im Erwerbsleben (2025)
Zitatform
Heusler, Anna, Julia Lang, Christian Sprenger & Gesine Stephan (2025): Die Berufsberatung im Erwerbsleben. In: Denk-doch-Mal.de H. 2, S. 1-8.
Abstract
"Seit dem Jahr 2020 bietet die Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) an. Die zentrale Zielgruppe sind Erwerbstätige vor einer beruflichen Neu- bzw. Umorientierung, die dementsprechend auch die Mehrheit der Beratenen ausmachen. Dieser Beitrag erläutert zunächst die Ziele und Umsetzung der BBiE. Weiterhin beschreibt er, welche Beschäftigten aus welchen Betrieben im Jahr 2021 die Beratung genutzt haben. Hierzu werden die Beratenen mit einer repräsentativen Referenzgruppe von Beschäftigten verglichen, die die BBiE nicht in Anspruch genommen haben. Jüngere Menschen sowie Frauen haben überproportional häufig an einer Beratung teilgenommen. Beratene Beschäftigte verdienten im aktuellen Job weniger als die Referenzgruppe, und sie arbeiteten häufiger in Jobs mit einem geringeren Anforderungsniveau sowie in Teilzeit. Zudem hatten sie seltener einen Hochschulabschluss, aber häufiger eine abgeschlossene Ausbildung." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Die komplette Ausgabe "Berufs- und erwerbsbiografische Orientierungen im Lebenslauf" finden Sie hier Open Access -
Literaturhinweis
Die Berufsberatung im Erwerbsleben wird als sehr offen und kundenorientiert wahrgenommen (Interview) (2025)
Zitatform
Keitel, Christiane & Martin Schludi; Linda Heuer & Julia Lang (interviewte Person) (2025): Die Berufsberatung im Erwerbsleben wird als sehr offen und kundenorientiert wahrgenommen (Interview). In: IAB-Forum H. 14.11.2025. DOI:10.48720/IAB.FOO.20251114.01
Abstract
"Wer sich mitten im Arbeitsleben neue Ziele steckt, bekommt seit 2020 Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit. Mit der Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) betrat die BA in gewisser Weise Neuland. Welche Erfahrungen sammelte die BA bisher mit dem neuen Angebot? Und wie wird die Arbeit der Beratungsfachkräfte von den regionalen Akteuren in diesem Themenfeld wahrgenommen? Das IAB hat dazu in einer qualitativen Studie zahlreiche Einzelinterviews mit Beratungsfachkräften und weiteren Beteiligten geführt, die als IAB-Forschungsbericht 22/2025 erschienen ist. Zu den Ergebnissen stehen Julia Lang und Linda Heuer der Redaktion des IAB-Forum Rede und Antwort." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Closing the Mismatch: Encouraging Jobseekers to Reskill for Shortage Occupations (2025)
Zitatform
Leduc, Elisabeth & Ilan Tojerow (2025): Closing the Mismatch: Encouraging Jobseekers to Reskill for Shortage Occupations. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17731), Bonn, 56 S.
Abstract
"We partner with a Public Employment Service to examine whether jobseekers can be encouraged to reskill for shortage occupations. In a large-scale field experiment involving 100,000 recently unemployed individuals, we provide information on shortage occupations and related training opportunities. The intervention increased participation in transversal training courses by 6%, but did not boost enrolment in occupational training for shortage jobs. Jobseekers also shifted their search towards high-demand occupations, yet employment remained unchanged. These findings suggest that while low-cost informational interventions can influence job search and training behaviour, different approaches are likely needed to drive substantial reskilling among jobseekers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Von der Schule in den Beruf: Erfolgsfaktoren einer zukunftsfähigen Studien- und Berufswahlorientierung: Wie Vernetzung, digitale Angebote und der Blick auf Good Practices den Übergang von der Schule in den Beruf optimieren können (2025)
Ney, Michael E. W.; Bachtenkirch, Claudia;Zitatform
Ney, Michael E. W. & Claudia Bachtenkirch (2025): Von der Schule in den Beruf: Erfolgsfaktoren einer zukunftsfähigen Studien- und Berufswahlorientierung. Wie Vernetzung, digitale Angebote und der Blick auf Good Practices den Übergang von der Schule in den Beruf optimieren können. In: Newsletter / nfb H. 2.
Abstract
"Die Analyse zeigt, dass die Berufsberatung in den vergangenen zehn Jahren deutliche Fortschritte gemacht hat. Dennoch erfordern gesellschaftliche, strukturelle und digitale Veränderungen eine kontinuierliche Weiterentwicklung, um den individuellen Bedürfnissen junger Menschen gerecht zu werden. Um Jugendliche zukunftsfähig auf den Berufsweg vorzubereiten, müssen digitale Beratungsformate weiter ausgebaut und barrierefreie Angebote geschaffen werden, um der Lebenswirklichkeit und damit der Erreichbarkeit junger Menschen gerecht zu werden und ihnen einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen. Die Digitalisierung bietet hier große Potenziale, muss jedoch sowohl technologisch als auch mit Blick auf digitale Beratungskompetenz gezielt entwickelt und gefördert werden, um nicht nur effizient, sondern auch barrierefrei zu sein. Die Orientierung an der Lebenswirklichkeit junger Menschen beinhaltet damit auch einen an den individuellen Bedarfen junger Menschen ausgerichteten Beratungsansatz. Darüber hinaus müssen Nachhaltigkeit und Resilienzförderung stärker in die Beratung integriert werden, um Jugendliche auf die Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt vorzubereiten. Schließlich sollten innovative Ansätze wie mobile Beratungseinheiten, inklusive der aufsuchenden Informationsarbeit in Sozialen Medien, verstärkt gefördert werden, um auch schwer erreichbare Zielgruppen besser zu unterstützen. Außerdem sollte ein flächendeckendes Monitoring der Angebote und ihrer Netzwerkstrukturen etabliert werden, um die Wirksamkeit von Beratungsangeboten objektiv zu bewerten und kontinuierlich durch gegenseitige Lerneffekte zu verbessern. Denn nur durch eine enge Vernetzung und Zusammenarbeit aller Beteiligten kann sichergestellt werden, dass die Zielgruppen im Übergang Schule – Ausbildung/Beruf erreicht werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Opportunities of AI within PES processes and services: PES Network Report exploring PES experiences, best practices and emerging business value (2025)
Pieterson, Willem;Zitatform
Pieterson, Willem (2025): Opportunities of AI within PES processes and services. PES Network Report exploring PES experiences, best practices and emerging business value. Luxemburg: Publications Office of the European Union, 67 S. DOI:10.2767/84293
Abstract
"Artificial intelligence (AI), as a branch of advanced data analytics, is a rapidly evolving field. The release of Chat Generative Pretrained Transformer (ChatGPT) in 2022 and the many tools and applications using Generative AI (GenAI) highlight new possibilities. Many governments and public sector agencies are interested in how AI can transform their processes and client services – Public Employment Services (PES) are no exception. An Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) study in 2022 suggests that most PES are now showing concrete interest in adopting AI: nearly 40% of PES are looking into AI tools or tools using other types of advanced analytics (AA) to support jobseeker profiling, while more than 40% see the potential of AI for job matching or career services, such as identifying skill gaps. (…) This report compiles a more complete overview of existing and planned AI practices across European PES. It analyses their outcomes, the challenges PES face, and the context in which these developments take place." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Unveiling how power manifests in street-level interactions: implications for value co-creation (2025)
Zitatform
Ronshaugen, Marie, Siv Fladsrud Magnussen & Mette Sonderskov (2025): Unveiling how power manifests in street-level interactions: implications for value co-creation. In: Public Management Review, S. 1-27. DOI:10.1080/14719037.2025.2536155
Abstract
"This article explores how power manifests in interactions between street-level bureaucrats (SLBs) in Norway’s Labour and Welfare Administration (Nav) and young adults invulnerable situations. Using French and Raven’s analytical framework of the six power bases, we analyse how these bases impact value co-creation. Our findings reveal that power can both enable and hinder co-creation, depending on how SLBs exercise discretion. While coercive and legitimate power may obstruct value creation, informational power can facilitate it. We argue that recognizing and addressing how power manifests in street-level interactions is crucial for fostering meaningful value co-creation in the public sector." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Empirische Intersektionalitätsforschung im Spannungsfeld zwischen Rekonstruktion, Dekonstruktion und Reproduktion von sozialen Ausschlüssen (2024)
Zitatform
Afeworki Abay, Robel, Julia Cholewa & Annette Korntheuer (2024): Empirische Intersektionalitätsforschung im Spannungsfeld zwischen Rekonstruktion, Dekonstruktion und Reproduktion von sozialen Ausschlüssen. In: Gender, Jg. 16, H. 2, S. 26-39. DOI:10.3224/gender.v16i2.03
Abstract
"Die Rezeption und Weiterführung des Intersektionalitätskonzepts erfährt gegenwärtig eine erhöhte wissenschaftliche Aufmerksamkeit, u.a. in den Sozialarbeitswissenschaften. Dennoch bleiben viele methodologische und forschungspraktische Fragen weiterhin offen. Eine intersektionale Perspektive weist auf die komplexen Bedingungen der Forschungspraxis hin, die auch im Zusammenhang mit den machtvollen Mechanismen der Reproduktion von einseitigen Zuschreibungen wie z.B. ,be-hindert‘ und ,migriert‘ bzw. ,geflüchtet‘ steht. Die essentialistische Konstruktion von gesellschaftlich marginalisierten Menschen als scheinbar homogene Untersuchungsgruppen rückt so gleich zu Beginn des Forschungsprozesses in den Fokus der notwendigen Reflexionsarbeit der Forschenden. In diesem Beitrag möchten wir Potenziale und zentrale Herausforderungen der Rekonstruktion von sozialen Ausschlüssen und der Dekonstruktion bestehender Kategorisierungspraxen aus unserer intersektionalen Forschungspraxis anhand von zwei aktuell laufenden Promotionsprojekten beleuchten, um zur empirischen Exploration und Weiterentwicklung der deutschsprachigen Intersektionalitätsforschung beizutragen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Zum Entwurf des SGB-III-Modernisierungsgesetzes: Stellungnahme des IAB zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung am 24.7.2024 (2024)
Anger, Silke ; Schels, Brigitte ; Sandner, Malte ; Tübbicke, Stefan ; Bernhard, Sarah ; Reims, Nancy ; Stephan, Gesine ; Oberfichtner, Michael ; Toussaint, Carina ; Janssen, Simon; Lerche, Adrian; Senghaas, Monika ; Leber, Ute;Zitatform
Anger, Silke, Sarah Bernhard, Simon Janssen, Ute Leber, Adrian Lerche, Michael Oberfichtner, Nancy Reims, Malte Sandner, Brigitte Schels, Monika Senghaas, Gesine Stephan, Carina Toussaint & Stefan Tübbicke (2024): Zum Entwurf des SGB-III-Modernisierungsgesetzes. Stellungnahme des IAB zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsförderung am 24.7.2024. (IAB-Stellungnahme 01/2024), Nürnberg, 19 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2401
Abstract
"Mit dem SGB-III-Modernisierungsgesetz sollen die Arbeitslosenversicherung und die Arbeitsförderung bürgerfreundlicher, transparenter, effizienter und unbürokratischer gestaltet werden. Das IAB nimmt Stellung zu folgenden Aspekten des Referentenentwurfs dieses Gesetzes: Kooperationsplan zur Eingliederung im SGB III, Reform des Gründungszuschusses, rechtskreisübergreifende Kooperationen/Jugendberufsagenturen, Beratung für junge Menschen, Berufsorientierungspraktikum und außerbetriebliche Ausbildung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Anger, Silke ; Sandner, Malte ; Tübbicke, Stefan ; Bernhard, Sarah ; Reims, Nancy ; Stephan, Gesine ; Oberfichtner, Michael ; Toussaint, Carina ; Janssen, Simon; Lerche, Adrian; Senghaas, Monika ; Leber, Ute; -
Literaturhinweis
Lebensbegleitende Berufsberatung - auf dem Weg zur künftigen Arbeitsagentur (2024)
Behrens, Markus; Pfeiffer, Johannes;Zitatform
Behrens, Markus & Johannes Pfeiffer (2024): Lebensbegleitende Berufsberatung - auf dem Weg zur künftigen Arbeitsagentur. In: J. Bullerjahn, T. Kralinski & M. Platzeck (Hrsg.) (2024): Deutschland und sein Sozialstaat, S. 202-213.
Abstract
"Der deutsche Sozialstaat sieht sich im Jahr 2022 mehreren Krisen zeitgleich gegenübergestellt: Coronapandemie, Fachkräftemangel, Ukraine-Konflikt, Inflation und Energiekrise bestimmen die Berichterstattung sowie das Leben und die Probleme der Bevölkerung. Am Beispiel der Arbeitsverwaltung soll im Folgenden beschrieben werden, wie es dem deutschen Sozialstaat in der Vergangenheit gelungen ist, Krisen zu bewältigen, und wie dies in Zukunft mit Blick auf die bereits jetzt absehbaren Herausforderungen infolge der Megatrends Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung auch weiterhin gelingen kann. Hierfür wird zunächst der Umbau vom Arbeitsamt zur modernen Dienstleisterin am Arbeitsmarkt sowie der Beitrag der Bundesagentur für Arbeit zum Krisenmanagement der drei großen Krisen des 21. Jahrhunderts (Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009, Flüchtlingskrise 2015/2016 und Coronapandemie seit 2020) skizziert. Daran anschließend erfolgt die Darstellung der aktuellen strategischen Ausrichtung der Bundesagentur für Arbeit angesichts der zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Which client is worthy of using discretion? Analysing storytelling practices of Dutch street-level bureaucrats in inter-departmental settings (2024)
Zitatform
Berg, Jonathan, Lieke Oldenhof, Kim Putters & Jeroen van Wijngaarden (2024): Which client is worthy of using discretion? Analysing storytelling practices of Dutch street-level bureaucrats in inter-departmental settings. In: Journal of Social Policy, S. 1-20. DOI:10.1017/s0047279424000199
Abstract
"Multiple welfare states are re-emphasising the need for street-level bureaucrats’ (SLBs) discretion to stimulate responsive service provision. However, little is known about how SLBs with diverse backgrounds in inter-departmental settings deliberate what it means to use discretion well when different rules, eligibility criteria, and interpretations apply to a client. We address this gap by investigating the stories that participants of a Dutch policy experiment told each other to justify which clients should be granted a flexible interpretation of entitlement categories amid scarcity. We found that ‘caretakers’ used the ‘victim of circumstances’ and ‘good citizen’ plot-type to convince ‘service providers’ that the use of discretion was the right thing to do, whereas the latter used the ‘not needy enough’ or ‘the irresponsible citizen’ plot-type for contestation. Our analysis shows that storytelling helped SLBs to make sense of and bring cohesion to complex situations. Moreover, the analysis shows how stories can have a strong emotional appeal and create a sense of urgency to act collectively, yet can also create divisions and opposition among SLBs. As such, storytelling influences how SLBs think and feel about the client, themselves, and each other, and influences how discretion is used at the front-line of public policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
"New Plan", berufliche Weiterentwicklung und die Rolle von Informationen (2024)
Zitatform
Dohmen, Thomas, Eva Kleifgen, Steffen Künn & Gesine Stephan (2024): "New Plan", berufliche Weiterentwicklung und die Rolle von Informationen. (IAB-Forschungsbericht 01/2024), Nürnberg, 33 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2401
Abstract
"In der sich wandelnden Arbeitswelt reicht es in der Regel nicht mehr aus, einmal im Leben einen Beruf zu erlernen. Oft ist im bisherigen Beruf eine Weiterentwicklung sinnvoll oder sogar erforderlich; eventuelle Berufswechsel erfordern dann häufig den Erwerb neuer Kenntnisse und Fähigkeiten. Um die Chancen und Herausforderungen einschätzen zu können, ist eine gute Informationsbasis erforderlich. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat im Rahmen ihrer Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) das Online-Tool New Plan entwickelt. Dieses soll Menschen dabei helfen im Beruf voranzukommen, die eigenen Stärken zu erkennen und neue Perspektiven zu finden. Das Tool besteht aus drei Bereichen: „Möglichkeiten testen“, „Inspirieren lassen“, „Weiterbildung suchen“. Der Bereich „Inspirieren“ stellt dabei auf Berufsebene umfassende Informationen für eine mögliche berufliche Umorientierung zur Verfügung. Dieser Forschungsbericht stellt Ergebnisse aus einer Online-Befragung von Beschäftigten und Personen, die Arbeitslosengeld bezogen, vor. Die Befragung hat unter anderem erhoben, ob Personen New Plan kannten und nutzten, an beruflicher Weiterentwicklung interessiert waren und sich gut über ihre Verdienst- und Beschäftigungsmöglichkeiten informiert fühlten. Der Bericht geht zudem der Frage nach, ob Personen diese Fragen anders beantworteten, wenn sie zuvor ein Informationsschreiben zu New Plan erhalten hatten. Zu der Befragung wurden im Juni 2022 Personen eingeladen, die im Januar 2022 zu einer der folgenden vier Gruppen gehörten: sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte (einschließlich Personen in Helfertätigkeiten), sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Helfertätigkeiten, Arbeitslosengeldempfänger*innen (einschließlich Personen ohne Berufsabschluss), Arbeitslosengeldempfänger*innen ohne Berufsabschluss. Insgesamt umfasst das hier ausgewertete Analysesample gut 4.400 Personen. Im Ergebnis zeigt sich, dass New Plan den Vollzeitbeschäftigten im Schnitt deutlich seltener bekannt war als den Personen, die zum damaligen Zeitpunkt bzw. davor Arbeitslosengeld bezogen hatten – ohne vorheriges Informationsschreiben betrugen die Anteile rund 2 bzw. 11 Prozent. Der Bekanntheitsgrad von New Plan stieg deutlich, wenn Personen zuvor ein Informationsschreiben erhalten hatten – bei den Vollzeitbeschäftigten und Arbeitslosengeldempfänger*innen nahm der Bekanntheitsgrad jeweils um 14 Prozentpunkte zu. Vollzeitbeschäftigte hatten New Plan ohne vorheriges Informationsschreiben mit 0,3 Prozent anteilig deutlich seltener angeschaut als Arbeitslosengeldempfänger*innen mit 8 Prozent. Hochgerechnet auf die aktuellen Grundgesamtheiten hätten demnach etwa 63.000 Vollzeitbeschäftigte und 61.000 Arbeitslosengeldempfänger*innen New Plan bereits einmal angeschaut. Auch hier zeigt sich, dass das vorher verschickte Informationsschreiben den Anteil der Befragten, der das Tool bereits angeschaut hatte, um etwa 10 Prozentpunkte erhöhen konnte. Die Befragung zeigt auch: Vollzeitbeschäftigte waren – mit knapp zwei Drittel – in etwas geringerem Ausmaß an beruflicher Weiterentwicklung interessiert als Arbeitslosengeldempfänger*innen. Deren Anteil lag hier bei knapp drei Vierteln – relativ unabhängig davon, ob die Befragten vorher ein Informationsschreiben erhalten hatten oder nicht. Die befragten Vollzeitbeschäftigten fühlten sich schließlich zu deutlich mehr als 50 Prozent (eher) gut über ihre Verdienst- und – in etwas höherem Umfang – über ihre Beschäftigungschancen informiert. Auch bei den Arbeitslosengeldempfänger*innen fühlten sich mehr als 50 Prozent (eher) gut informiert, bei wiederum nur geringen Unterschieden zwischen Personen mit oder ohne vorherigem Informationsschreiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Informationsschreiben erhöhen den Bekanntheits- und Nutzungsgrad des Berufsberatungs-Tools "New Plan" merklich (2024)
Zitatform
Dohmen, Thomas, Eva Kleifgen, Steffen Künn & Gesine Stephan (2024): Informationsschreiben erhöhen den Bekanntheits- und Nutzungsgrad des Berufsberatungs-Tools "New Plan" merklich. In: IAB-Forum H. 28.02.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240228.01
Abstract
"Menschen müssen über die Möglichkeiten und Chancen informiert sein, die sich ihnen am Arbeitsmarkt bieten, um möglichst gute Entscheidungen treffen zu können. Genau hierfür hat die Bundesagentur für Arbeit das Berufsberatungstool „New Plan“ entwickelt. Ein Forschungsteam hat analysiert, wer dieses Angebot schon kennt oder schon genutzt hat – und ob vorab verschickte Informationsschreiben dies beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Does Ethnicity Affect Allocation of Unemployment-Related Benefits to Job Center Clients? A Survey-Experimental Study of Representative Bureaucracy in Denmark (2024)
Zitatform
Esmark, Anders & Mikkel Bech Liengaard (2024): Does Ethnicity Affect Allocation of Unemployment-Related Benefits to Job Center Clients? A Survey-Experimental Study of Representative Bureaucracy in Denmark. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, S. 107-128. DOI:10.1017/S0047279422000034
Abstract
"The role of street-level bureaucracy in social policy has been taken up by two relatively distinct streams of research, based on Lipsky’s foundational work (2010). One group of literature has focused on the organizational working conditions, practices and coping mechanisms of street-level bureaucrats, their impact on the implementation of political programs and reforms, and the scope for discretion in the face of political pressures and institutional demands (Brodkin and Marston, 2013; Jessen and Tufte, 2014; Breit et al., 2016; Van Berkel et al., 2017; van Berkel, 2020). Starting from a focus on interaction with clients and the direct impact of discretionary decisions ‘on people’s lives’ (Lipsky, 2010, 8), a second group of studies has focused more on differences in allocation of benefits caused by perceived ‘deservingness’ and discrimination among street-level bureaucrats (Altreiter and Leibetseder, 2014; Terum et al., 2018; Jilke and Tummers, 2018)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Limits of Activation? Street-Level Responses to the 2015 Refugee Challenge in German Job Centers (2024)
Zitatform
Falkenhain, Mariella & Andreas Hirseland (2024): Limits of Activation? Street-Level Responses to the 2015 Refugee Challenge in German Job Centers. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, S. 1-15. DOI:10.1080/15562948.2024.2313210
Abstract
"Frontline workers in host-country state organizations influence refugees’ life chances and social integration. Yet little is known about how the local organizational environment shapes the action orientations of street-level bureaucrats (SLBs). This article explores how German job centers and placement officers have responded to the unprecedented increase in refugee clients following the winter of 2015/16. Our findings suggest that new organizational structures motivate SLBs to interpret rules flexibly and do what works well. This pattern of authorized rule bending is relevant for overcoming the limits of activation and for the inclusion/exclusion of refugees as mediated by state bureaucracy." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
-
Literaturhinweis
Wie Arbeitsagenturen arbeitsmarktferne Arbeitslose durch spezialisierte Beratung unterstützen (2024)
Zitatform
Fuchs, Philipp, Stefan Feldens & Claudia Globisch (2024): Wie Arbeitsagenturen arbeitsmarktferne Arbeitslose durch spezialisierte Beratung unterstützen. In: IAB-Forum H. 04.11.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20241104.01
Abstract
"Mit der „Internen ganzheitlichen Integrationsberatung“ (INGA) erhalten Arbeitslose mit komplexen Problemlagen eine intensive Beratung von den Arbeitsagenturen – also im Rechtskreis des Sozialgesetzbuchs III (SGB III). Erste Ergebnisse einer qualitativen Studie zeigen, dass INGA eine Angebotslücke schließt und größtenteils den konzeptionellen Ansprüchen an eine individuelle und ganzheitliche Beratung gerecht wird. Zugleich treten innerhalb der Arbeitsagenturen Spannungsverhältnisse zutage, die schwer zu beseitigen sind: Denn mit einer neuen Weisung werden zusätzlich Arbeitslose mit sehr komplexen Problemlagen für die INGA-Beratung vorgesehen, die von den einzelnen Arbeitsagenturen festgelegten Controlling-Ziele für die Beratung aber nicht unbedingt angepasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Globisch, Claudia; -
Literaturhinweis
'You had to be the Detective': Implementing Workfare in British Employment Services (2024)
Zitatform
Redman, Jamie, Del Roy Fletcher, Richard White & Lindsey Mccarthy (2024): 'You had to be the Detective': Implementing Workfare in British Employment Services. In: Journal of Social Policy, Jg. 53, H. 4, S. 897-915. DOI:10.1017/S0047279422000733
Abstract
"British employment service delivery has shifted towards a model primed on core ‘workfare’ objectives – that is, enforcing behavioral compliance to work-related duties and expanding participation in work. Nevertheless, significant gaps remain in current knowledge about how workfare is implemented daily by frontline staff. The existing international street-level research on employment service delivery reveals how workers use a range of discretionary practices to achieve workfare objectives. Yet this research largely ignores how, in practice, a key aspect of enforcing behavioral compliance and encouraging work participation is through contending with its opposite – behavioral non-compliance. Analyzing 13 interviews with frontline staff, this article contributes to street-level knowledge by revealing the ways managers and workers in British employment services are encouraged to detect and correct variations of claimant non-compliance." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
-
Literaturhinweis
Gut beraten im Jobcenter?: Beratungsqualität als Herausforderung für Führung und Praxis (2024)
Rübner, Matthias; Schulze-Böing, Matthias;Zitatform
Rübner, Matthias & Matthias Schulze-Böing (Hrsg.) (2024): Gut beraten im Jobcenter? Beratungsqualität als Herausforderung für Führung und Praxis. Baden-Baden: Nomos, 353 S. DOI:10.5771/9783748951537
Abstract
"Gute Beratung ist ein zentraler Erfolgsfaktor der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Bürgergeld). Veränderungen im Arbeitsmarkt, gesellschaftliche Entwicklungen und die Entwicklung des Rechts haben in den letzten Jahren die Praxis der Beratung in den Jobcentern vor neue Herausforderungen gestellt. Der Band beleuchtet mit Beiträgen von namhaften Experten aus Arbeitsmarktforschung, Beratungswissenschaft, Soziologie, Sozialer Arbeit, Rechtswissenschaft und Praxis, was gute Beratung ausmacht, wie Beratung in der Praxis ausgestaltet wird und wie sie weiterentwickelt werden kann. Besonderen Stellenwert haben dabei innovative Ansätze zur Verbesserung der Qualität und Wirksamkeit von Beratung in Jobcentern und verschiedene Konzepte der Qualitätsentwicklung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
-
Literaturhinweis
Wer nutzt die "Berufsberatung im Erwerbsleben" der Bundesagentur für Arbeit? (2024)
Zitatform
Stephan, Gesine, Anna Heusler & Julia Lang (2024): Wer nutzt die "Berufsberatung im Erwerbsleben" der Bundesagentur für Arbeit? In: IAB-Forum H. 24.01.2024 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240124.01
Abstract
"Um Menschen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen, hat die Bundesagentur für Arbeit in den letzten Jahren unter anderem die Berufsberatung im Erwerbsleben weiterentwickelt. Ein Team aus dem IAB hat untersucht, welche Personengruppen dieses Angebot im Jahr 2021 genutzt haben. Fast zwei Drittel der Beratenen waren Beschäftigte. Frauen, Jüngere, Teilzeitbeschäftigte sowie Beschäftigte aus kleineren Betrieben waren dabei überproportional vertreten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Aspekt auswählen:
Aspekt zurücksetzen
- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
-
Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
-
Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
