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Dossier

Evaluation der Arbeitsmarktpolitik

Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.

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im Aspekt "Migranten (Ausländer, Aussiedler, Asylbewerber)"
  • IAB-Projekt

    Langfristige Wirkungen von Maßnahmeteilnahmen bei Geflüchteten (31.05.2021 - 30.12.2024)

    Kasrin, Zein; Tübbicke, Stefan;

    Projektbeschreibung

    Bei dieser Studie handelt sich um ein Folgeprojekt des Projekts zur Analyse kurzfristiger Fördereffekte für Personen mit Fluchthintergrund im Rechtskreise des SGB II (Projektnr.: 3112), das Effekte bis 21 Monate nach Eintritt in die Förderung untersuchte. Ergebnisse des Vorgängerprojekts wurden bereits als Kurzbericht 7/2021 (Kasrin, Zein; Stockinger, Bastian; Tübbicke, Stefan (2021): Aktive Arbeitsmarktpolitik für arbeitslose Geflüchtete im SGB II: Der Großteil der Maßnahmen erhöht den Arbeitsmarkterfolg) sowie als IAB-Forumsartikel (Tübbicke, Stefan; Kasrin, Zein (2021): Aktive Arbeitsmarktpolitik erhöht den Arbeitsmarkterfolg von Geflüchteten teilweise deutlich) veröffentlicht. Eine zentrale Erkenntnis der Studien war, dass vier von den fünf analysierten Maßnahmen den Arbeitsmarkterfolg erhöhen, und dass Maßnahmen für Geflüchtete kurzfristig in etwa so effektiv sind wie für arbeitslose Grundsicherungsbeziehende insgesamt. In diesem Projekt soll nun untersucht werden, inwiefern Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik auch langfristig in der Lage sind, die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu fördern. Die Studie wird administrative Personendaten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit Grundlage haben. Für die statistischen Analysen wird der bestehende Datensatz vom Vorgängerprojekt aktualisiert und zeitlich erweitert. Die Wirkungsanalysen basieren auf einem Vergleich von geförderten Personen, die im Zeitraum zwischen Oktober 2016 und März 2017 in ausgewählte Maßnahmen eintraten, mit Personen, die in diesem Zeitraum nicht gefördert wurden. Um Fördereffekte zu ermitteln, sollen Matchingmethoden angewandt werden. Berechnet werden voraussichtlich die Wirkungen der Maßnahmenteilnahme auf die Aufnahme ungeförderter versicherungspflichtiger Beschäftigung, den Arbeitslosengeld-II-Bezug und das Erwerbseinkommen. Fördereffekte auf die Stabilität einer Beschäftigung sollen eventuell auch in der Analyse berücksichtigt werden. Zum Ende des Projekts in 2024 werden Arbeitsmarktergebnisse bis zu 5 Jahren nach Maßnahmeneintritt vorliegen.

    Beteiligte aus dem IAB

    Wolff, Joachim; Kasrin, Zein; Tübbicke, Stefan;
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  • IAB-Projekt

    Maßnahmeteilnahmen und -wirkungen für Personen mit unterschiedlicher Staatsangehörigkeit (31.12.2015 - 30.12.2021)

    Kiesel, Markus;

    Projektbeschreibung

    In diesem Projekt werden Maßnahmeteilnahmen und -wirkungen zwischen Personen mit unterschiedlicher Nationalität verglichen werden. Es ist möglich, dass Personen mit Migrationshintergrund z.B. aufgrund von Sprachschwierigkeiten seltener in Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik vermittelt werden. Ebenfalls ist denkbar, dass die Erwerbsaufnahme für Personen mit Migrationshintergrund mit größeren Hürden verbunden ist, in Gestalt von Sprachschwierigkeiten, geringerer Kenntnisse des Arbeitsmarkts, nicht anerkannter Ausbildungsabschlüsse, oder auch Diskriminierung. Eine Teilnahme an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik könnte daher möglicherweise für Personen mit Migrationshintergrund besonders hilfreich sein um diese Hindernisse zu überwinden. Eine Frage ist dabei, ob Beschäftigungseffekte von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik für einige Gruppen von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit größer sind als für andere. Wenn Migranten der ersten Generation im Schnitt bei bestimmten Staatsangehörigkeiten stärker vertreten sind als bei anderen, könnte man bei ersteren von größeren Erwerbshindernissen ausgehen. Bei Ihnen könnten auch Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik größere Wirkungen zeigen.
    Für die Analysen werden administrative Personendaten herangezogen. Die Stichprobe wird zum 31.8.2012 gezogen. Sofern es die Fallzahlen der Maßnahmeteilnahmen erlauben, werden Maßnahmezugänge und -wirkungen zwischen Personen mit deutscher, türkischer, osteuropäischen, und asiatischen Staatsangehörigkeiten verglichen. Die Maßnahmeeffekte werden mithilfe von Matchingmethoden geschätzt.
     

    Beteiligte aus dem IAB

    Zabel, Cordula; Kasrin, Zein;
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