Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
Zurück zur Übersicht- Grundlagenbeiträge
- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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IAB-Projekt
Massenentlassungen und Transfergesellschaften (01.06.2018 - 31.12.2026)
Stegmaier, Jens;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht Teilnehmende von Transfergesellschaften im Zeitraum 2013 bis 2016 auf Basis von Prozessdaten der Bundesagentur für Arbeit und vergleicht die Entwicklung von Einkommen und Beschäftigung von teilnehmenden Personen seit ihrer Entlassung mit der Entwicklung von Beschäftigten, die ebenfalls ihre Beschäftigung infolge eines vergleichbaren ökonomischen Schocks beendet haben, aber nicht die Möglichkeit hatten in eine Transfergesellschaft einzutreten. Unsere Methode berücksichtigt, dass die Teilnehmenden von Transfergesellschaften infolge von Selbstselektion eine ungünstigere Prognose haben als Beschäftigte, die ebenfalls das Angebot auf eine Transfergesellschaft hatten, sich jedoch gegen die Teilnahme entschieden haben. Der zweite Teil des Projekts stützt sich auf Daten zu Anzeigen zu Massenentlassungen, die es erlauben bei Massenentlassungen ein deutlich präziseres Datum in den administrativen Daten zu verwenden. Die so gewonnen Daten sollen verwendet werden, um die ökonomischen Kosten von Massenentlassungen für Beschäftigte zu bestimmen und mit herkömmlichen Ansätzen bzw. Daten zu vergleichen.
Beteiligte aus dem IAB
Stegmaier, Jens; -
IAB-Projekt
Langzeitevaluation der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland (01.05.2017 - 31.12.2027)
Kruppe, Thomas; Lang, Julia;Projektbeschreibung
Es existiert eine Vielzahl an Studien, welche die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland evaluieren. Allerdings gibt es kein wirklich einheitliches Bild: Verschiedene Studien kommen zum Teil zu recht unterschiedlichen Ergebnissen. Bislang kann jedoch nur spekuliert werden, wie es zu diesen Unterschieden kommt. Beispielsweise unterscheiden sich die einzelnen Studien relativ stark hinsichtlich der untersuchten Zeitperiode, der verwendeten Stichprobe, der Gruppierung einzelner Programme und der verwendeten Methodik. Deshalb gestaltet es sich zum Teil schwierig, daraus konkrete Empfehlungen für die arbeitsmarktpolitische Praxis abzuleiten. Hier soll durch dieses Projekt Abhilfe geschaffen werden, indem in einem einheitlichen Analyserahmen für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren untersucht werden soll, wie eine Vielzahl relevanter Faktoren die geschätzte Maßnahmeeffektivität beeinflusst. Berücksichtigt werden dabei die Art, Dauer und Ausgestaltung der Maßnahmen, die Art der Teilnehmerzuweisung, institutionelle und ökonomische Rahmenbedingungen, die Zusammensetzung der Teilnehmenden sowie verschiedene methodische Aspekte.
Beteiligte aus dem IAB
Lang, Julia; -
IAB-Projekt
Begleitforschung zum "ESF-BA-Programm 2000-2006" (01.09.2000 - 30.06.2010)
Deeke, Axel;Projektbeschreibung
In der Zeit von 2000 bis 2006 wird die gesetzliche Arbeitsförderung nach dem SGB III mit dem bundesweiten ESF-BA-Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ergänzt. Das Programm bezieht zum einen Personen in die aktive Arbeitsförderung ein, die ansonsten wegen fehlender gesetzlicher Voraussetzungen zum Bezug von Leistungen zum Lebensunterhalt (nach SGB III und SGB II) nicht an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung oder Trainingsmaßnahmen teilnehmen würden. Zum anderen ergänzt es das SGB III-Instrumentarium durch innovative Maßnahmekonzepte (z.B. Coaching von Existenzgründer/innen, Qualifizierung bei strukturell bedingter Kurzarbeit bzw. Transferkurzarbeit, Förderung der Sprachkompetenz arbeitsloser Personen mit Migrationshintergrund).
Im Zentrum der Begleitforschung stehen Erhebungen und Analysen zur Effektivität und Effizienz des ESF-BA-Programms. Zur ESF-Ergänzung in den einzelnen Maßnahmebereichen des SGB III werden insbesondere mikroanalytische Wirkungsanalysen im Vergleich zur entsprechenden gesetzlichen Regelförderung ohne ESF-Ergänzung und zur Nicht-Teilnahme durchgeführt. Auf übergreifender Programmebene wird die Umsetzung und Zielerreichung im Bezugsystem der übergeordneten ESF-Ziele (einschließlich der Beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU) einerseits und der ergänzten SGB III-Förderung andererseits unter dem Aspekt eines eventuellen „europäischen Mehrwerts“ (added value) evaluiert.
Die Begleitforschung erfolgt in unterschiedlichen Teilprojekten: Die Projekte zur ESF-Ergänzung der Förderung beruflicher Weiterbildung (534.5), von Trainingsmaßnahmen (534.6), von Existenzgründungen (534.7), Kurzarbeit (534.8) und der berufsbezogenen Sprachkompetenz von Migranten (534.9) dienen jeweils der spezifischen Wirkungsanalyse der einzelnen Förderansätze des Programms. Daneben werden programmbezogene Querschnittsprojekte zur Implementation (534.3), zur Zielgruppenerreichung (534.4), zur regional differenzierenden aggregierten Evaluation (534.10) und zum Stellenwert des Programms im Kontext der ESF-Programme in Deutschland insgesamt (534.11) durchgeführt.
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IAB-Projekt
Begleitforschung zu den Zuschüssen zu Sozialplanmaßnahmen nach §§254ff. des Sozialgesetzbuches III (01.09.1998 - 01.08.2000)
Brinkmann, Christian;Projektbeschreibung
Seit Januar 1998 können mit dem neuen Instrument der "Zuschüsse zu Sozialplanmaßnahmen" nach §§ 254ff. SGB III Maßnahmen der aktiven, auf Wiedereingliederung in neue Beschäftigung gerichteten Arbeitsförderung durchgeführt werden, die im Falle von Betriebsänderungen mit Personalabbau unmittelbar vor oder nach dem Verlust des Arbeitsplatzes einsetzen. Diese Maßnahmen werden gemeinsam finanziert von der Bundesanstalt für Arbeit und von Betrieben, Dienststellen und Einrichtungen, die ihren Personalstand im Rahmen eines Sozialplans oder einer sozialplanähnlichen Vereinbarung reduzieren. Dadurch soll die bisherige, auf Abfindungen und vorzeitige Übergänge in den Ruhestand gerichtete Sozialplanpraxis umgelenkt werden in Richtung auf eine beschäftigungswirksame Nutzung von Sozialplanmitteln. Zuständig für die Förderung sind die Landesarbeitsämter.
Die Inanspruchnahme des neuen Instruments ist im Jahre 1998 eher langsam angelaufen. Verstärktes Interesse der Betriebe und Betriebsräte war mit dem zunächst geplanten Auslaufen der Übergangsfrist für die Anrechnung von Abfindungen auf das Arbeitslosengeld zu erwarten. Der Gesetzgeber hat allerdings zwischenzeitlich den alten Rechtszustand wieder hergestellt. Ein gewisser Druck in Richtung auf eine Veränderung der Sozialplanpraxis wird durch die schrittweise Abschaffung der vorgezogenen Altersrente wegen Arbeitslosigkeit entstehen.
Aufgabe des Projekts ist die wissenschaftliche Begleitung der Einführung und betrieblichen Nutzung des neuen Instruments. Zentrale Fragestellungen hierbei sind
-Inanspruchnahme der Förderung nach strukturellen Merkmalen der Betriebe und geförderten Personen
-Implementationsprozeß im Verhältnis von Betrieben und Landesarbeitsämtern
-Veränderung der Inhalte von Sozialplänen mit und ohne Förderung unter den veränderten Rahmenbedingungen
-Veränderung der Verhandlungslogik und -struktur bei der Vereinbarung von Sozialplänen, die gefördert werden sollen
-veränderte Verteilung der Kosten von Personalabbau zwischen Betrieben und Haushalt der BA
-Inhalt, Methodik und Organisation der geförderten Maßnahmen
-Inanspruchnahme und Akzeptanz der Maßnahmen durch die vom Personalabbau Betroffenen
-Verbleib der geförderten Personen.
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