Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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- Methoden und Datensatzbeschreibungen
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Typologie der Maßnahmen
- Institutionen der Arbeitsförderung
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Vermittlung und Beratung
- Prozessoptimierung
- Profiling und Case Management, Eingliederungsvereinbarung
- Unterstützung bei der Arbeitsuche
- Vermittlung durch Dritte
- Vermittlung von Beziehern von Bürgergeld, Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II
- Zusammenarbeit von Arbeits- und Sozialverwaltung
- Job-Center
- Personal-Service-Agentur
- Zeitarbeit
- (gemeinnützige) Arbeitnehmerüberlassung
- Vermittlungsgutscheine
- Berufsberatung
- Aus- und Weiterbildung
- Subventionierung von Beschäftigung
- Öffentlich geförderte Beschäftigung
- Transfer- und Mobilitätsmaßnahmen
- berufliche Rehabilitation
- Lohnersatzleistungen / Einkommensunterstützung
- Altersteilzeit und Vorruhestand
- Sonstiges
- Typologie der Arbeitslosen
- besondere Personengruppen
- Geschlecht
- Geografischer Bezug
- Alter
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IAB-Projekt
Analyse der kurzfristigen Wirkung der Instrumente nach §16e und §16i SGB II auf den Beschäftigungs- und Leistungsbezugsstatus der Teilnehmenden (31.12.2021 - 30.12.2024)
Stockinger, Bastian; Kasrin, Zein; Tübbicke, Stefan;Projektbeschreibung
In diesem Forschungsprojekt werden die kurz- bis mittelfristigen Wirkungen (bis zu zwei Jahre nach Förderbeginn) der Maßnahmen nach §16e und §16i SGB II auf den Arbeitsmarkterfolg der Teilnehmenden identifiziert. Insbesondere werden die Erfolgsgrößen ungeförderte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und Bezug von SGB-II-Leistungen betrachtet. Die Untersuchung wertet administrative Personendaten aus. Die Datenbasis bildet eine Zugangsstichprobe von geförderten Personen, die um eine Vergleichsgruppe ergänzt wird. Die Vergleichsgruppe besteht aus förderfähigen Personen, die im selben Zeitraum nicht in die Maßnahme eintreten. Die Analysen sollen auch heterogene Wirkungen der beiden Förderinstrumente bestimmen. Neben einer getrennten Bestimmung der Wirkungen für Männer und Frauen in Ost- und in Westdeutschland kommt eine Analyse nach Altersgruppen und nach dem höchsten Ausbildungsabschluss in Frage.
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IAB-Projekt
Langzeitevaluation der Arbeitsmarktpolitik in Deutschland (30.04.2017 - 30.12.2027)
Kruppe, Thomas; Lang, Julia;Projektbeschreibung
Es existiert eine Vielzahl an Studien, welche die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Deutschland evaluieren. Allerdings gibt es kein wirklich einheitliches Bild: Verschiedene Studien kommen zum Teil zu recht unterschiedlichen Ergebnissen. Bislang kann jedoch nur spekuliert werden, wie es zu diesen Unterschieden kommt. Beispielsweise unterscheiden sich die einzelnen Studien relativ stark hinsichtlich der untersuchten Zeitperiode, der verwendeten Stichprobe, der Gruppierung einzelner Programme und der verwendeten Methodik. Deshalb gestaltet es sich zum Teil schwierig, daraus konkrete Empfehlungen für die arbeitsmarktpolitische Praxis abzuleiten. Hier soll durch dieses Projekt Abhilfe geschaffen werden, indem in einem einheitlichen Analyserahmen für einen Zeitraum von mindestens 10 Jahren untersucht werden soll, wie eine Vielzahl relevanter Faktoren die geschätzte Maßnahmeeffektivität beeinflusst. Berücksichtigt werden dabei die Art, Dauer und Ausgestaltung der Maßnahmen, die Art der Teilnehmerzuweisung, institutionelle und ökonomische Rahmenbedingungen, die Zusammensetzung der Teilnehmenden sowie verschiedene methodische Aspekte.
Beteiligte aus dem IAB
Lang, Julia; -
IAB-Projekt
Evaluation des neuen Gründungszuschusses (GZ neu) nach § 93f. SGB III (30.06.2012 - 30.12.2015)
Wießner, Frank; Schleinkofer, Michael; Bellmann, Lutz;Projektbeschreibung
Zum 28. Dezember 2011 wurde der Gründungszuschuss (vormals § 57 SGB III) novelliert und voll-ständig in eine Ermessensleistung (§§ 93, 94 SGB III) umgewandelt. Eine erneute Evaluation wird erforderlich, um die Realisierung der mit der Reform verbundenen Ziele – insbesondere Ausgabenreduzierung und Verringerung von Mitnahmeeffekten – zu überprüfen. Des Weiteren ist zu untersuchen, inwieweit die veränderten Förderkonditionen und Zugangskriterien zu veränderten Teilnehmerstrukturen führen.
Beteiligte aus dem IAB
Bellmann, Lutz; -
IAB-Projekt
Der Gründungszuschuss nach der Reform (17.06.2012 - 30.12.2016)
Bernhard, Stefan;Projektbeschreibung
Das Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt gestaltet den Gründungszuschuss (bisher §57 und §58 SGB III) in wichtigen Punkten neu. In diesem Projekt sollen die Wirkungen dieser Reform a) auf die Vergabepraxis in den Agenturen sowie b) auf die (potenziell) geförderten GründerInnen über ein qualitatives Forschungsdesign untersucht werden. Dabei werden vier zentrale Erkenntnisinteressen verfolgt: 1) der Umgang mit den konkurrierenden Erwartungshorizonten von Einzelfallorientierung, Standardisierung und adäquater Gründungsberatung bei der Vergabe des Gründungszuschusses in den Agenturen; 2) die Motivlagen der KundInnen und deren Veränderung im Vergleich zur Zeit vor der Reform; 3) Dynamiken der Selbst- und Fremdselektion im Prozess der Fördermittelvergabe und 4) die Relevanz der Förderung für die jeweiligen Gründungsprojekte aus Sicht der KundInnen. In der Studie wird ein multiperspektivischer Ansatz verfolgt und verschiedene Methoden aus dem Repertoire der qualitativen Sozialforschung trianguliert.
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IAB-Projekt
Evaluation des Gründungszuschusses (§ 57 SGB III). Eine empirische Untersuchung zu Wirkungen und Wirksamkeit des Gründungszuschusses unter Berücksichtigung von Befunden aus der Hartz-Evaluation (31.08.2009 - 30.12.2012)
Wießner, Frank;Projektbeschreibung
[coming soon]
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IAB-Projekt
Eingliederungszuschüsse: Eine Implementationsstudie (31.05.2009 - 30.05.2011)
Stephan, Gesine;Projektbeschreibung
Untersuchungsgegenstand der durch das IAQ durchgeführten Studie sind die Einsatzbedingungen der unterschiedlichen Varianten des Eingliederungszuschusses und die Handlungsrationalitäten der beteiligten Akteure. Der Fokus liegt dabei einerseits auf den Grundsatzentscheidungen der Leitungsebenen von Agenturen und ARGen, andererseits auf den Handlungen und Handlungsproblemen von Vermittlern bzw. Fallmanagern, Betrieben und Arbeitslosen. Die Ergebnisse geben weiteren Aufschluss über die Logik des Vermittlungs-prozesses und legen darüber hinaus Potential zur Verbesserung des Einsatzes von Eingliederungszuschüssen offen.
Beteiligte aus dem IAB
Stephan, Gesine; -
IAB-Projekt
Evaluation der Leistungen zur Beschäftigungsförderung nach § 16a Abs. 10 SGB II (31.07.2008 - 30.08.2011)
Koch, Susanne; Wolff, Joachim;Projektbeschreibung
Zum 01. Oktober 2007 hat der Gesetzgeber ein neues Instrument im SGB II geschaffen, das für Langzeitarbeitslose mit mehreren Vermittlungshemmnissen zusätzliche Leistungen in Form von Zuschüssen an den Arbeitgeber vorsieht (§ 16a SGB II). Das BMAS hat den Zuschlag für die umfassende Evaluation dieses Instruments an ein Konsortium aus ISG, RWI und IAB vergeben. Das Projekt beinhaltet drei Ebenen der Untersuchung. Gefragt wird nach den Auswirkungen des Instruments hinsichtlich seiner Wirkungen auf die Zielgruppe, nach den Wirkungen am Arbeitsmarkt und nach den Effekten auf die öffentlichen Haushalte.
Beteiligte aus dem IAB
Wolff, Joachim; Hohmeyer, Katrin; Grienberger, Katharina; Moczall, Andreas; Heckmann, Markus; Warning, Anja; Ramos Lobato, Philipp; -
IAB-Projekt
Implementationsstudie zu § 16e SGB II individueller Beschäftigungszuschuss (JobPerspektive) in NRW (31.07.2008 - 30.12.2011)
Bauer, Frank;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht die Chancen und Risiken der Einführung des Beschäftigungszuschusses nach §16e SGB II in ausgewählten Optionskommunen und ARGEn des Bundeslandes NRW. Im Fokus steht hierbei die Analyse der Handlungsprobleme der verschiedenen Akteursgruppen in den SGB-II-Trägern, den Betrieben und auch unter den Geförderten.
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IAB-Projekt
Eingliederungszuschüsse: Entlohnung und Stabilität geförderter Beschäftigung (31.12.2007 - 30.03.2014)
Stephan, Gesine;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht, ob sich erstens die Entlohnung und zweitens die Betriebszugehörigkeit von Personen, die mit Eingliederungszuschüssen gefördert wurden, von der vergleichbarer ungefördert eingestellter Personen unterscheiden. Entsprechende Ergebnisse liegen für Deutschland bisher noch nicht vor. In diesem Kontext ist auch der Frage nachzugehen, ob sich die Stabilität geförderter Beschäftigung im Zuge des Neuzuschnitts der Förderbedingungen im Jahr 2004 verändert hat. Für die Analysen werden Prozessdaten der Bundesagentur für Arbeit genutzt.
Beteiligte aus dem IAB
Stephan, Gesine; -
IAB-Projekt
Vergleichende Evaluation von Kombilohn und Lohnkostenzuschuss (31.12.2006 - 29.07.2008)
Krug, Gerhard;Projektbeschreibung
Keine Projektbeschreibung verfügbar! -
IAB-Projekt
Evaluation des Hamburger Modells eines Kombilohns (31.03.2006 - 30.08.2006)
Koch, Susanne;Projektbeschreibung
Keine Projektbeschreibung verfügbar! -
IAB-Projekt
Förderung mit dem Einstiegsgeld nach § 29 SGB II: Erste Deskription, Implementation (31.08.2005 - 30.12.2006)
Noll, Susanne;Projektbeschreibung
Keine Projektbeschreibung verfügbar! -
IAB-Projekt
Evaluation ausgewählter Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf regionaler Ebene (31.12.2004 - 29.06.2017)
Wolf, Katja;Projektbeschreibung
Ein wesentliches Ziel der aktiven Arbeitsmarktpolitik liegt darin, die Gesamtzahl regulärer Beschäftigungsverhältnisse zu erhöhen und die Arbeitslosigkeit zu verringern. Ob bzw. in welchem Umfang dies auf regionaler Ebene gelingt, ist die zentrale Forschungsfrage des vorliegenden Projekts.
Anders als im Bereich der mikroökonometrischen Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik (AAMP), bei der die direkten Effekte für die teilnehmenden Individuen im Vordergrund stehen, gibt es für die regionale Ebene, bei der auch indirekte Effekte berücksichtigt werden, bislang vergleichsweise wenig empirische Ergebnisse für Deutschland. Hierbei hat sich außerdem bislang noch kein Standardverfahren zur Evaluation von AAMP auf regionaler Ebene durchgesetzt. In der Literatur lassen sich drei theoretische Ansätze unterscheiden: erweiterte Beschäftigungsfunktion, Beveridgekurve und Matchingfunktion.Im vorliegenden Projekt ziehen wir die erweiterte Matchingfunktion heran. Auf der methodischen Seite liegt in diesem Teilprojekt die Neuerung in der angestrebten Verbindung von dynamischen Panelmodellen und räumlicher Ökonometrie. Das räumliche Bezugssystem für die Analyse bilden im Wesentlichen die 180 Bezirke der Agenturen für Arbeit. Da diese auf vielfältiger Weise miteinander verflochten sind, berücksichtigen wir dies in der Modellspezifikation und der Schätzung. Datengrundlage für das Projekt sind die Prozessdaten der BA. Bei der Operationalisierung des Erfolgsindikators für AAMP auf regionaler Ebene, die für die empirische Spezifikation von großer Bedeutung ist, kann auf zwei in den letzten Jahren geschaffenen neuen Datengrundlagen (Biodaten und Integrierte Erwerbsbiografie) zurückgegriffen werden.
In einem zweiten Teilprojekt wird die erweiterte Matchingfunktion modifiziert, indem unterschiedliche Suchanstrengungen zwischen Arbeitslosen und Maßnahmeteilnehmern, die in allen Studien festgestellt werden, explizit berücksichtigt werden. Datengrundlage sind die Daten der integrierten Erwerbsbiographien. Zusätzlich wird untersucht inwieweit sich die Effekte aktiver Arbeitsmarktpolitik auf den regionalen Matchingprozess je nach Arbeitsmarktlage unterscheiden. Hierzu werden die regionalen Einheiten gemäß ihrer Arbeitslosenquote in zwei Gruppen unterteilt.
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IAB-Projekt
Evaluation der Maßnahmen zur Umsetzung der Vorschläge der Hartz-Kommission - Arbeitspaket 1: Wirksamkeit der Instrumente, Modul 1e: Existenzgründungen (31.08.2004 - 30.03.2007)
Wießner, Frank;Projektbeschreibung
Gründungswilligen Arbeitslosen durch gezielte Unterstützung den Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu erleichtern ist eines der zentralen Ziele der Hartz-Reformen. Der neu geschaffene Existenzgründungszuschuss (ExGZ) zur Gründung einer Ich-AG und das schon länger existierende Überbrückungsgeld (ÜG) haben im Jahr 2003 zu einem deutlichen Anstieg von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit geführt - allerdings bei stagnierender Gesamtzahl der Gründungen. Ziel des Projektes ist es, die Wirkungen der verschiedenen Instrumente der Gründungsförderung zu ermitteln. Idealiter können darüber hinaus Aufschlüsse über Wirkungsweisen und Wirkungsmechanismen gewonnen werden, um so die Effizienz und Effektivität der Instrumente weiter steigern zu können. Im Einzelnen werden folgende Fragen vertiefend bearbeitet:
1. Welche Ziele verfolgen Existenzgründer aus Arbeitslosigkeit und wie sind ihre Motivlagen für die Gründung, insbesondere im Vergleich den übrigen (d.h. nicht geförderten) Gründungen?
2. Welche Faktoren determinieren während des gesamten Gründungsprozesses den (nachhaltigen) Erfolg bzw. Misserfolg einer Gründung? Welche Entwicklungshemmnisse gilt es zu beseitigen, um die Erfolgsaussichten der Gründer zu verbessern?
3. Wie beeinflussen die Förderangebote der Bundesagentur für Arbeit (ExGZ und ÜG), sowie die flankierenden Gründungshilfen (Seminare, Beratung, Coaching) die Entscheidungskalküle der Gründungsinteressierten bzw. Gründungswilligen?
4. Welchen Beitrag leisten die Förderinstrumente zum Gründungserfolg bzw. zur Integration in reguläre Beschäftigung?
5. Welche Förderinstrumente, welche Maßnahmekombinationen sind besonders erfolgreich und/ oder besonders effizient?
6. Wie erfolgt die Finanzierung der Gründungen (z.B. Start-/Fremdkapital, Schuldenlast, etc.)?
Ziel der Analysen ist es, sowohl qualitativ als auch quantitativ belastbare Aussagen über intendierte wie auch nicht intendierte Wirkungen der verschiedenen Förderinstrumente bei Gründungen aus der Arbeitslosigkeit zu treffen. Auf dieser Basis sollen Effektivität und Effizienz der Programme und ihres Fördereinsatzes bewertet und qualifizierte Politikempfehlungen zu ihrer weiteren Ausgestaltung gegeben werden. -
IAB-Projekt
Abbrecheranalyse von Ich-AGs, die mit dem Existenzgründungszuschuss nach §421 1 SGB III gefördert wurden (30.04.2004 - 30.12.2004)
Projektbeschreibung
Mit rund einer viertel Million Geförderter nahm im Jahre 2003 fast jeder zweite Existenzgründer in der Bundesrepublik den Weg über die Arbeitsagentur. Die In-anspruchnahme der Gründungsförderung wächst weiterhin an. Zugleich haben aber auch die statistischen Abgänge bei den Ich-AGs bemerkenswerte Größenordnungen angenommen.
In der Vergangenheit wurde die Differenz zwischen den kumulierten Zugängen und dem registrierten Bestand sofort mit Abbrüchen, Geschäftsaufgaben oder gescheiterten Gründun-gen gleichgesetzt. Dies ist jedoch definitiv falsch. Zum einen werden aufgrund des so genann-ten Verfahrensknicks häufig Förderfälle zunächst als statistische Abgänge gezählt, wenn zwischen dem abgelaufenen Bewilligungszeitraum i.d.R. ist dies ein Jahr - und dem Antrag auf Weiterförderung eine zeitliche Lücke klafft, die Unternehmung aber dennoch weiter be-steht. Zum andern sind auch andere Abgangsgründe denkbar.
Abbrecher im Sinne der Untersuchung scheiden aus der laufenden Förderung aus, bevor sie das Ende des Bewilli-gungszeitraumes erreicht haben, sie brechen die Förderung also vorzeitig ab. Die Frage nach dem Verbleib der Abbrecher wurde von diesen selbst beantwortet im Rahmen einer telefoni-schen Befragung, die das IAB im Jahr 2004 durchgeführt hat.
Neben dem Scheitern des Gründungsvorhabens und der Geltendmachung von restlichen Leistungsansprüchen ist aber beispielsweise auch die Rückkehr in abhängige Beschäftigung als Abbruchsgrund denkbar. Aus früheren Untersuchungen ist darüber hinaus noch eine Reihe weiterer Ausprägungen des Erwerbsstatus bekannt, die jedoch zahlenmäßig weniger bedeutsam sind. -
IAB-Projekt
Übergänge aus der Arbeitslosigkeit - Eine Befragung von arbeitslosen Jugendlichen (30.04.2003 - 29.04.2014)
Dietrich, Hans;Projektbeschreibung
Das Projekt beschäftigt sich mit der Situation und dem Lebensverlauf arbeitsloser Jugendlicher in Deutschland. Analyseschwerpunkte bilden der Verlauf von Jugendarbeitslosigkeit sowie deren Einbindung in den Lebenslauf, Bewältigungsstrategien der Jugendlichen, Auswirkungen von Arbeitslosigkeitserfahrung auf Persönlichkeit, Gesundheit, Arbeits- und Zukunftsorientierung, den weiteren Bildungs-, Ausbildungs- und Erwerbsverlauf sowie den Verlauf und Erfolg der Teilnahme an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik.
Aktuelle Analyseschwerpunkte bilden Übergänge aus Arbeitslosigkeit in erneute Ausbildung, Übergänge in reguläre bzw. atypische Beschäftigung, längerfristige Erwerbsverlaufsmuster arbeitsloser Jugendlicher und längerfristige Auswirkungen von Jugendarbeitslosigkeit auf Erwerbsverläufe.
Ein Teildatensatz der ersten Befragungswelle (Befragung länger arbeitsloser Jugendlicher) ging in ein international-komparatives Forschungsprojekt zum Thema "Youth unemployment and social exclusion" ein.
Beteiligte aus dem IAB
Dietrich, Hans; -
IAB-Projekt
Wirkungsanalyse von Gründerzentren - der Einfluss prozessorientierter Beratungsangebote auf den Erfolg von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit (31.12.2002 - 30.10.2004)
Wießner, Frank;Projektbeschreibung
Im Rahmen von insgesamt drei aufeinander folgenden Sonderprogrammen des BMA/BMWA wurden in drei verschiedenen Arbeitsamtsbezirken Existenzgründerzentren als Modellprojekte initiiert und gefördert, mit dem Ziel, Arbeitslose beim Schritt in die berufliche Selbständigkeit zu unterstützen.
Ziel des Forschungsvorhabens ist die Ermittlung der Wirksamkeit von drei Gründerzentren auf der Basis eines Vergleichs zwischen Teilnehmern und Nichtteilnehmern. Hierzu soll durch ökonometrisches Matching eine entsprechende Vergleichsgruppe aus vormals arbeitslosen Existenzgründern, die keine Hilfsangebote der Gründerzentren in Anspruch nahmen, gebildet werden.
Neben den Modellprojekten wird. auch von einer Reihe weiterer Einrichtungen Unterstützungen bei der Existenzgründung angeboten. Die Kundenstrukturen der verschiedenen Beratungsstellen wie auch der genannten Gründerzentren sowie insbesondere deren Wirkungsweise, die sich im wesentlichen durch ihre prozessorientierte Ausrichtung von anderen einschlägigen Maßnahmen unterscheidet, ist bisher kaum analysiert worden. Auch hierzu soll die geplante Untersuchung einen Erklärungsbeitrag leisten.
Daneben war es eine weitere Zielsetzung der Sonderprogramme, in den Gründerzentren verschiedene Konzepte und unterschiedliche Dienstleistungen praktisch zu erproben. Die Untersuchung soll deshalb zugleich als eine Art "Inventur" Beispiele für Good Practise ermitteln und aufzeigen, unter welchen Voraussetzungen erfolgreiche Ansätze auch auf andere Regionen übertragbar sind. -
IAB-Projekt
Eingliederungseffekte und weiterer Nutzen von ABM und SAM für die Geförderten unter besonderer Berücksichtigung von SAM für Ältere (31.03.2001 - 30.12.2006)
Brinkmann, Christian; Stephan, Gesine;Projektbeschreibung
Die BA hat im Jahre 2000 rd. 10 Mrd. DM für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) und Strukturanpassungsmaßnahmen (SAM) ausgegeben. Nach der Förderung der beruflichen Weiterbildung kommt diesem Teil der aktiven Arbeitsförderung die größte Bedeutung zu, ohne dass bislang vorliegende Evaluationsstudien hinreichende Klarheit über die Wirkung dieser Instrumente liefern können. Dies gilt auch für die in diesem Projekt im Vordergrund der Evaluation stehende individuelle Eingliederungszielsetzung. Bei den Rahmenzielsetzungen des SGB III (§§ 1,5-8) und auch bei den Zielvorgaben für ABM und SAM hatte die berufliche Eingliederung der Geförderten (nach der Maßnahme) vor den am 1.1.2004 in Kraft getretenen Gesetzesänderungen einen hohen Stellenwert. Gleichwohl sollten mit ABM und SAM auch früher schon zusätzliche Beschäftigung geschaffen (Entlastungsfunktion) und über die Wertschöpfung "reale" Wirkungen in der Region erzielt werden. Diese weiteren, bei einigen Personengruppen bzw. in einigen Regionen offenbar auch stark im Vordergrund stehenden Zielsetzungen werden bei der vorliegenden Untersuchung zunächst ausgeblendet, dürfen aber bei der Interpretation von Ergebnissen nicht aus den Augen verloren werden. Die Beschränkung auf die individuelle Ein- (bzw. Aus-)gliederungsperspektive bedeutet, dass die Untersuchung für sich allein keine Gesamtevaluation von ABM ermöglicht; sie wird hierfür gleichwohl eine wichtige und überfällige Vorarbeit leisten. Im Rahmen der Eingliederungsbilanzen wird nunmehr ausgewiesen, wie viele Maßnahmeteilnehmer ein halbes Jahr nach Austritt nicht mehr arbeitslos gemeldet sind. Im Rahmen des vorliegenden Projekts sollen ergänzend zu diesen "Brutto-Verbleibsquoten" durch Kontrollgruppenbildung Netto-Eingliederungseffekte ermittelt werden, mit Erfolgsindikatoren, die über Eingliederungsbilanzen hinausweisen. Dabei stehen im Vordergrund die Wiederbeschäftigungschancen, die Stabilität der (nicht-geförderten) Beschäftigungsverhältnisse in kurz- und längerfristiger Perspektive sowie die Wirkungen auf die Einkommenssituation der Teilnehmer. Das Projekt diente zugleich als "Pilotprojekt" für den Aufbau einer "Maßnahme-Teilnehmer-Grunddatei" (flächendeckende Erschließung und Aufbereitung von für Evaluationszwecke unterschiedlicher Art brauchbaren Datensätzen über Maßnahmeteilnehmer und deren (spätere) Integration in das entstehende "data-warehouse").
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IAB-Projekt
Begleitforschung zum Sonderprogramm zur Erprobung von Modellansätzen zur Förderung der Beschäftigung von Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen (Mainzer Modell, Modell der Saar-Gemeinschaftsinitiative) (31.12.2000 - 30.07.2004)
Brinkmann, Christian; Wiedemann, Eberhard;Projektbeschreibung
Das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung hat den Zuschlag zur Evaluierung dieses arbeitsmarktpolitischen Sonderprogramms der Bundesregierung unter der Bezeichnung CAST (Chancen und Anreize zur Aufnahme sozialversicherungspflichtiger Tätigkeiten) einem Forschungsverbund erteilt.
Im Rahmen von CAST wurden seit Mitte 2000 zunächst in zehn ausgewählten Arbeitsamtsbezirken neu aufgenommene Beschäftigungsverhältnisse gefördert. Dabei wurden zwei unterschiedliche Fördermodelle in einem ost- und westdeutschen Bundesland erprobt:
- Das so genannte Mainzer Modell, das auf die rheinland-pfälzische Landesregierung zurückgeht, wurde zunächst in Rheinland-Pfalz (AÄ Koblenz, Mayen, Montabaur, Neuwied) und in Brandenburg (AÄ Eberswalde, Neuruppin) umgesetzt.
- Das zwischenzeitlich ausgelaufene Modell der Saar-Gemeinschaftsinitiative (SGI) wurde im gesamten Saarland (AÄ Saarbrücken; Saarlouis, Neunkirchen) und in Sachsen (AÄ Chemnitz, Zwickau) erprobt.
Die Förderung erfolgt jeweils für maximal 36 Monate. Im Rahmen des SGI-Modells wurden Arbeitgebern bei zusätzlicher Einstellung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einem Lohn bis 9,20 EURO pro Stunde Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt. In gleicher Höhe wurden Qualifizierungsfonds gespeist, aus denen Qualifizierungsmaßnahmen für die betreffenden Beschäftigten finanziert werden. Zum 28. Februar 2002 wurde das SGI-Modell eingestellt. Das Mainzer Modell bietet Geringverdienenden - insbesondere Eltern - durch Zuschüsse zu den Sozialversicherungsbeiträgen und / oder Kindergeldzuschläge Anreize, eine sozialversicherungspflichtige Arbeit anzunehmen.
Das Mainzer Modell wurde zwischenzeitlich in leicht modifizierter Form auf das ganze Bundesgebiet ausgedehnt und mit Einführung der Mini- und Midi-Jobs zum 31. März 2003 eingestellt.
Die Begleitforschung geht der zentralen Frage nach, ob und inwieweit die Förderung zu zusätzlicher Beschäftigung führt (Nutzung IAB-Betriebspanel), in welchen Beschäftigungsfeldern dies gelingt, welche Personengruppen hiervon profitieren und ob die neu geschaffenen Beschäftigungsverhältnisse Bestand haben. Es wird geprüft, ob mit den Leistungen die so genannte "Arbeitslosen- bzw. Sozialhilfefalle" überwunden werden kann. Auch sollen Empfehlungen für eine zukünftige Ausgestaltung ähnlicher Instrumente erarbeitet werden. -
IAB-Projekt
Begleitforschung zum "ESF-BA-Programm 2000-2006" (31.08.2000 - 29.06.2010)
Deeke, Axel;Projektbeschreibung
In der Zeit von 2000 bis 2006 wird die gesetzliche Arbeitsförderung nach dem SGB III mit dem bundesweiten ESF-BA-Programm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) ergänzt. Das Programm bezieht zum einen Personen in die aktive Arbeitsförderung ein, die ansonsten wegen fehlender gesetzlicher Voraussetzungen zum Bezug von Leistungen zum Lebensunterhalt (nach SGB III und SGB II) nicht an Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung oder Trainingsmaßnahmen teilnehmen würden. Zum anderen ergänzt es das SGB III-Instrumentarium durch innovative Maßnahmekonzepte (z.B. Coaching von Existenzgründer/innen, Qualifizierung bei strukturell bedingter Kurzarbeit bzw. Transferkurzarbeit, Förderung der Sprachkompetenz arbeitsloser Personen mit Migrationshintergrund).
Im Zentrum der Begleitforschung stehen Erhebungen und Analysen zur Effektivität und Effizienz des ESF-BA-Programms. Zur ESF-Ergänzung in den einzelnen Maßnahmebereichen des SGB III werden insbesondere mikroanalytische Wirkungsanalysen im Vergleich zur entsprechenden gesetzlichen Regelförderung ohne ESF-Ergänzung und zur Nicht-Teilnahme durchgeführt. Auf übergreifender Programmebene wird die Umsetzung und Zielerreichung im Bezugsystem der übergeordneten ESF-Ziele (einschließlich der Beschäftigungspolitischen Leitlinien der EU) einerseits und der ergänzten SGB III-Förderung andererseits unter dem Aspekt eines eventuellen „europäischen Mehrwerts“ (added value) evaluiert.
Die Begleitforschung erfolgt in unterschiedlichen Teilprojekten: Die Projekte zur ESF-Ergänzung der Förderung beruflicher Weiterbildung (534.5), von Trainingsmaßnahmen (534.6), von Existenzgründungen (534.7), Kurzarbeit (534.8) und der berufsbezogenen Sprachkompetenz von Migranten (534.9) dienen jeweils der spezifischen Wirkungsanalyse der einzelnen Förderansätze des Programms. Daneben werden programmbezogene Querschnittsprojekte zur Implementation (534.3), zur Zielgruppenerreichung (534.4), zur regional differenzierenden aggregierten Evaluation (534.10) und zum Stellenwert des Programms im Kontext der ESF-Programme in Deutschland insgesamt (534.11) durchgeführt.
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