Evaluation der Arbeitsmarktpolitik
Arbeitsmarktpolitik soll neben der Wirtschafts- und Strukturpolitik sowie der Arbeitszeit- und Lohnpolitik einen Beitrag zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit leisten. Aber ist sie dabei auch erfolgreich und stehen die eingebrachten Mittel in einem angemessenen Verhältnis zu den erzielten Wirkungen? Die Evaluationsforschung geht der Frage nach den Beschäftigungseffekten und den sozialpolitischen Wirkungen auf individueller und gesamtwirtschaftlicher Ebene nach. Das Dossier bietet weiterführende Informationen zu Evaluationsmethoden und den Wirkungen von einzelnen Maßnahmen für verschiedene Zielgruppen.
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Typologie der Maßnahmen
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Vermittlung und Beratung
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Literaturhinweis
Which client is worthy of using discretion? Analysing storytelling practices of Dutch street-level bureaucrats in inter-departmental settings (2026)
Zitatform
Berg, Jonathan, Lieke Oldenhof, Kim Putters & Jeroen van Wijngaarden (2026): Which client is worthy of using discretion? Analysing storytelling practices of Dutch street-level bureaucrats in inter-departmental settings. In: Journal of Social Policy, Jg. 55, H. 1, S. 284-303. DOI:10.1017/s0047279424000199
Abstract
"Multiple welfare states are re-emphasising the need for street-level bureaucrats’ (SLBs) discretion to stimulate responsive service provision. However, little is known about how SLBs with diverse backgrounds in inter-departmental settings deliberate what it means to use discretion well when different rules, eligibility criteria, and interpretations apply to a client. We address this gap by investigating the stories that participants of a Dutch policy experiment told each other to justify which clients should be granted a flexible interpretation of entitlement categories amid scarcity. We found that ‘caretakers’ used the ‘victim of circumstances’ and ‘good citizen’ plot-type to convince ‘service providers’ that the use of discretion was the right thing to do, whereas the latter used the ‘not needy enough’ or ‘the irresponsible citizen’ plot-type for contestation. Our analysis shows that storytelling helped SLBs to make sense of and bring cohesion to complex situations. Moreover, the analysis shows how stories can have a strong emotional appeal and create a sense of urgency to act collectively, yet can also create divisions and opposition among SLBs. As such, storytelling influences how SLBs think and feel about the client, themselves, and each other, and influences how discretion is used at the front-line of public policy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Limits of Activation? Street-Level Responses to the 2015 Refugee Challenge in German Job Centers (2026)
Zitatform
Falkenhain, Mariella & Andreas Hirseland (2026): Limits of Activation? Street-Level Responses to the 2015 Refugee Challenge in German Job Centers. In: Journal of Immigrant and Refugee Studies, Jg. 24, H. 3, S. 581-595., 2024-01-28. DOI:10.1080/15562948.2024.2313210
Abstract
"Frontline workers in host-country state organizations influence refugees’ life chances and social integration. Yet little is known about how the local organizational environment shapes the action orientations of street-level bureaucrats (SLBs). This article explores how German job centers and placement officers have responded to the unprecedented increase in refugee clients following the winter of 2015/16. Our findings suggest that new organizational structures motivate SLBs to interpret rules flexibly and do what works well. This pattern of authorized rule bending is relevant for overcoming the limits of activation and for the inclusion/exclusion of refugees as mediated by state bureaucracy." (Author's abstract, IAB-Doku, © Taylor & Francis) ((en))
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Literaturhinweis
Interne ganzheitliche Integrationsberatung (INGA): Organisation und Praxis der Beratung von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen im SGB III (2026)
Zitatform
Fuchs, Philipp, Stefan Feldens, Sabine Wellmer & Claudia Globisch (2026): Interne ganzheitliche Integrationsberatung (INGA): Organisation und Praxis der Beratung von arbeitsmarktfernen Arbeitslosen im SGB III. (IAB-Forschungsbericht 03/2026), Nürnberg, 93 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2603
Abstract
"Die Anstrengungen der Arbeitsvermittlung konzentrierten sich im SGB III lange Zeit vor allem auf Personen, die ohnehin vergleichsweise gute Chancen auf eine zügige Re-Integration in den Arbeitsmarkt hatten. Umgekehrt wurden Personen, die bei der Arbeitssuche mit größeren Hemmnissen konfrontiert sind, vielfach nicht so intensiv gefördert, wie es möglich und sinnvoll gewesen wäre. Die Strategie, sich eher auf die leichteren statt auf die schwierigeren Fälle zu konzentrieren, wird auch als Creaming bezeichnet. Mit der „Internen ganzheitlichen Integrationsberatung“ (INGA) wurde im SGB III im Jahr 2013 ein bewusstes Gegengewicht zu dieser Entwicklung geschaffen. Mit einem deutlich niedrigeren Betreuungsschlüssel als in der regulären Vermittlung, flankiert durch weitere Unterstützungsangebote, werden verstärkt Personen mit komplexeren Problemlagen und höheren Integrationshürden in INGA betreut. Zudem absolvieren die INGA-Berater:innen eine zusätzliche Qualifizierung mit einem Fokus auf die Stärkung der hierfür erforderlichen Beratungskompetenzen und -methoden. Über zehn Jahre nach Etablierung des Beratungsangebots wurde die Beratungspraxis in INGA nun erstmals im Rahmen des rechtskreisübergreifenden Forschungsprojekts „Beratung arbeitsmarktferner Arbeitsloser“ (BafAlo) näher untersucht. Hierfür wurden neben explorativen Interviews und Gruppendiskussionen qualitative Erhebungen unter Beratungskräften, Beratenen sowie Teamleitungen in drei Arbeitsagenturen durchgeführt. Dies umfasste auch die Beobachtung von Beratungsgesprächen und Gruppenveranstaltungen. Auf dieser empirischen Grundlage wird zum einen die organisatorische Einbettung und Umsetzung der Beratung im Rahmen von INGA in den Blick genommen. Dabei lässt sich beobachten, dass INGA zwar als Angebot in den Arbeitsagenturen etabliert ist, aber aufgrund des deutlich niedrigeren Betreuungsschlüssels von Leitungsseite bisweilen als „Kapazitätsreserve“ interpretiert wird. Dies kann zur Folge haben, dass zusätzliche Aufgaben an die INGA-Teams delegiert werden. Zudem besteht ein Spannungsverhältnis zur regulären Arbeitsvermittlung, das sowohl mit dem günstigeren Betreuungsschlüssel in INGA als auch dem Prozess der Zuweisung von Beratungsfällen durch die reguläre Arbeitsvermittlung zu INGA zusammenhängt. Die Auslastung der INGA-Fachkräfte sowie die Zusammensetzung des von ihnen beratenen Personenkreises werden wesentlich durch die zumindest latent spannungsbehaftete Zuweisung von INGA-Kund:innen durch die reguläre Arbeitsvermittlung determiniert. Dies findet seinen Niederschlag vor allem im Controlling der Beratungsarbeit – und hier vor allem in der Auslastung der Beratungskräfte sowie der erzielten Integrationsquote. In diesem Kontext sind zuvorderst die INGA-Teamleitungen gefragt, denen die Aufgabe zufällt, zwischen den verschiedenen Teams und deren Leitungen zu vermitteln und die Position des INGA-Teams innerhalb der Agentur gegenüber der oberen Leitungsebene insgesamt zu vertreten. Zum anderen werden mit Blick auf die eigentliche Beratungspraxis vier Varianten von Arbeits-marktferne unter den Beratenen in INGA sowie unterschiedliche Beratungsansätze der Beratungskräfte herausgearbeitet. Die vier identifizierten Kundengruppen unterscheiden sich vor allem mit Blick auf ihre Arbeitsmarktferne. Unter den Beratenen finden sich zunächst solche, bei denen eine lange Phase beruflicher Stabilität und Spezialisierung durch eine abrupte Arbeitslosigkeit abgelöst wird, während in einer zweiten Konstellation die Erwerbsverläufe der Beratenen seit vielen Jahren durch berufliche Instabilität und Wechselhaftigkeit geprägt und die Betroffenen zum wiederholten Male arbeitslos sind. Die dritte Konstellation bezieht sich auf jüngere Beratene, die keine Ausbildung haben und im Anschluss an Gelegenheitsjobs sowie ungelernte Tätigkeiten nicht selten zum wiederholten Male arbeitslos sind. Eine vierte Konstellation umfasst ebenfalls eher jüngere Personen, die nach einer Familienphase mit erheblichen Problemen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt konfrontiert sind. Unabhängig von der jeweiligen erwerbsbiografischen Konstellation sind die INGA-Beratenen oftmals durch akute Lebenskrisen, familiäre Probleme oder psychische Erkrankungen belastet. Die fallspezifische Komplexität ist daher häufig hoch. Das Beratungsverständnis der INGA-Fachkräfte spiegelt die konzeptionellen Ansprüche von INGA stark wider. Ausnahmslos gibt es bei den Fachkräften eine ausgeprägte Identifikation mit der Ganzheitlichkeit, Individualität und Intensität der Beratungsarbeit. Konkret sehen die Fachkräfte den entscheidenden Vorteil von INGA im niedrigeren Betreuungsschlüssel und den größeren zeitlichen Ressourcen, in erweiterten Handlungs- und Ermessensspielräumen, einer ausgeprägteren Zusammenarbeit mit anderen Stellen und Netzwerken, einer ergebnisoffenen Fallbearbeitung sowie einer auf den Einzelfall und die Nachhaltigkeit der Vermittlung ausgerichteten Zielperspektive. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich die einzelnen Beratungskräfte in der Ausgestaltung der Beratung voneinander unterscheiden, insbesondere mit Blick auf einen mehr oder weniger direktiven Ansatz (der den Kund:innen eher Pläne und Vorgehensweisen vorgibt als diesen allzu große Spielräume einräumt) sowie den Grad der Integrationsorientierung und Aktivierung. Dabei variiert die konkrete Ausgestaltung auch maßgeblich in Abhängigkeit von den Beratenen, ihrer Situation und ihren Bedarfen. Insgesamt stellt INGA in der Konzeption und Praxis ein wichtiges Angebot innerhalb des SGB III dar. Gerade in einer Zeit steigender Arbeitslosigkeit, eines dynamischen Strukturwandels und eines ausgeprägten Mismatches am Arbeitsmarkt ist eine nennenswerte Anzahl von Personen auf Leistungen nach dem SGB III angewiesen, die für eine Integration in Beschäftigung einer intensiveren Unterstützung bedürfen, als es die reguläre Arbeitsvermittlung unter den aktuellen Bedingungen leisten kann. Eine Beratung, die größere zeitliche Ressourcen für den Einzelfall aufwenden kann und über ein stärkeres methodisches Fundament verfügt, ist grundsätzlich geeignet, eine solche Unterstützung zu leisten und zur Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit beizutragen. Allerdings sollte die fachliche Unterstützung und Begleitung der Beratungskräfte weiterentwickelt werden, sowohl durch ihre Vorgesetzten (Teamleitungen) als auch durch Supervisionsangebote. Die Fachaufsicht fällt bisweilen - auch aufgrund struktureller Doppelzuständigkeiten der Teamleitungen (z.B. gleichzeitige Verantwortlichkeit für INGA und den Arbeitgeberservice) - zu formal aus und erweist sich nicht immer als die beratungsbezogene Anleitung, die sie sein sollte. In ähnlicher Weise ist das Angebot der Supervision als systematische Reflexion einer anspruchsvollen Beratungsarbeit in der Breite eher unzureichend verankert. Diese Befunde sprechen für eine weitere Stärkung der Teamleitungen hinsichtlich der fachlichen Seite der Beratung sowie für die Bereitstellung von zusätzlichen Ressourcen, um Supervision bei Bedarf flächendeckend anbieten zu können. Auf der organisatorisch-institutionellen Ebene ist zudem das Problem ungelöst, wie mit äußerst arbeitsmarktfernen Arbeitslosen umzugehen ist, wenn in INGA zugleich teils ambitionierte Integrationsziele zu erfüllen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Do caseworker meetings prevent unemployment? Evidence from a field experiment (2026)
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Homrighausen, Pia & Michael Oberfichtner (2026): Do caseworker meetings prevent unemployment? Evidence from a field experiment. In: European Economic Review, Jg. 183, 2025-11-21. DOI:10.1016/j.euroecorev.2025.105215
Abstract
"Caseworker meetings have been shown to accelerate exit from unemployment. We investigate whether they are also effective before job loss. In a natural field experiment in Germany, where workers must register with the employment agency up to three months before becoming unemployed, we offer caseworker meetings to jobseekers while they are still employed. Our results indicate that offering preventive meetings does not improve jobseekers’ labour market outcomes, despite bringing forward the first meeting. The intervention increases the total number of meetings, thereby consuming scarce caseworker resources, but does not influence jobseekers’ search behaviour - likely explaining its lack of effectiveness." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 The Authors. Published by Elsevier) ((en))
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Unveiling how power manifests in street-level interactions: implications for value co-creation (2026)
Zitatform
Ronshaugen, Marie, Siv Fladsrud Magnussen & Mette Sonderskov (2026): Unveiling how power manifests in street-level interactions: implications for value co-creation. In: Public Management Review, Jg. 28, H. 7, S. 2125-2151. DOI:10.1080/14719037.2025.2536155
Abstract
"This article explores how power manifests in interactions between street-level bureaucrats (SLBs) in Norway’s Labour and Welfare Administration (Nav) and young adults invulnerable situations. Using French and Raven’s analytical framework of the six power bases, we analyse how these bases impact value co-creation. Our findings reveal that power can both enable and hinder co-creation, depending on how SLBs exercise discretion. While coercive and legitimate power may obstruct value creation, informational power can facilitate it. We argue that recognizing and addressing how power manifests in street-level interactions is crucial for fostering meaningful value co-creation in the public sector." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Fördermaßnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung: Positive Effekte auf die Beschäftigungschancen (2026)
Zitatform
Stephan, Gesine, Thomas Büttner, Julia Lang & Torben Schewe (2026): Fördermaßnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung: Positive Effekte auf die Beschäftigungschancen. (IAB-Kurzbericht 12/2026), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2612
Abstract
"Der Einsatz von Instrumenten der aktiven Arbeitsmarktpolitik steht regelmäßig auf dem Prüfstand. In dieser Untersuchung werden oft genutzte Fördermaßnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) betrachtet. Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Zugangszahlen und auf den Wirkungen auf die Beschäftigungschancen der Teilnehmenden. Abschließend geht es um ein quantitativ weniger bedeutendes Instrument, das aber zu nehmend Aufmerksamkeit findet - die sogenannten Teilqualifikationen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
- Anteil der Vergleichsgruppe, der ein Jahr nach einem hypothetischen Maßnahmezugang in den Jahren 2023 und 2024 in eine Teilqualifizierung (von drei bis sechs Monaten Dauer) in Beschäftigung ist, und Förderwirkung auf den Anteil der Geförderten
- Zugänge von Arbeitslosen in ausgewählte Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) (ohne Beschäftigtenqualifizierung)
- Anteil der Vergleichsgruppe in Beschäftigung und geschätzte Förderwirkung auf Geförderte nach Fördervarianten
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Feeling Observed? A Field Experiment on the Effects of Intense Survey Participation on Job Seekers' Labor Market Outcomes (2026)
Zitatform
Stephan, Gesine, Clemens Hetschko, Julia Schmidtke, Michael Eid & Mario Lawes (2026): Feeling Observed? A Field Experiment on the Effects of Intense Survey Participation on Job Seekers' Labor Market Outcomes. In: ILR review, S. 1-23. DOI:10.1177/00197939261444258
Abstract
"The authors causally identify the effects of intense survey participation on key labor market outcomes by randomly excluding individuals willing to sign up for a high-intensity survey with a focus on job search and well-being. Using administrative data, they find that, on average, survey participation had no effect on labor market outcomes during the year after signing up. They also demonstrate that an alternative selection-on-observables approach would yield misleading results. These findings underscore the value of experiments in examining effects of survey participation." (Author's abstract, IAB-Doku, © Sage) ((en))
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Berufsberatung im Erwerbsleben: Frauen und Teilzeitbeschäftigte sind bei den beratenen Beschäftigten weiterhin besonders stark vertreten (Serie "Berufliche Weiterbildung") (2026)
Zitatform
Stephan, Gesine, Anna Heusler, Julia Lang & Christopher Osiander (2026): Berufsberatung im Erwerbsleben: Frauen und Teilzeitbeschäftigte sind bei den beratenen Beschäftigten weiterhin besonders stark vertreten (Serie "Berufliche Weiterbildung"). In: IAB-Forum H. 08.07.2026. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260708.01
Abstract
"Mit der im Jahr 2020 eingeführten „Berufsberatung im Erwerbsleben“ (BBiE) unterstützt die Bundesagentur für Arbeit Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung. Eine aktuelle Auswertung des IAB zeigt, dass die Zahl der Beschäftigten, die die BBiE nutzen, in den letzten Jahren gestiegen ist. Vor allem Frauen, Teilzeitbeschäftigte und Beschäftigte aus kleineren Betrieben nahmen das Angebot in Anspruch." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mandatory integration agreements for unemployed job seekers: a randomized controlled field experiment in Germany (2025)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Barbara Hofmann, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2025): Mandatory integration agreements for unemployed job seekers: a randomized controlled field experiment in Germany. In: International Economic Review, Jg. 66, H. 1, S. 79-105., 2024-05-21. DOI:10.1111/iere.12745
Abstract
"Integration agreements (IAs) are contracts between the employment agency and the unemployed, nudging the latter to comply with rules on search behavior. We designed and implemented a randomized controlled trial involving thousands of newly unemployed workers, randomizing at the individual level both the timing of the IA and whether it is announced in advance. Administrative records provide outcomes. Novel theoretical and methodological insights provide tools to detect anticipation and suggest estimation by individual baseline employability. The positive effect on entering employment is driven by individuals with adverse prospects. For them, early IA increase reemployment within a year from 53% to 61%." (Author's abstract, IAB-Doku, © Wiley) ((en))
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Literaturhinweis
Do Early Active Labor Market Policies Improve Outcomes of Not-Yet-Unemployed Workers? Findings from a Randomized Field Experiment (2025)
Zitatform
Berg, Gerard J. van den, Gesine Stephan & Arne Uhlendorff (2025): Do Early Active Labor Market Policies Improve Outcomes of Not-Yet-Unemployed Workers? Findings from a Randomized Field Experiment. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17612), Bonn, 42 S.
Abstract
"Inequality is a dynamic phenomenon, and the relative and absolute positions of individuals are subject to frequent shocks. It is important to know if preventive interventions mitigate adverse inequality effects of labor market shocks. We consider individuals up to three months before the envisaged termination of their employment and we study effects of pre-unemployment participation in active labor market programs (ALMP) on labor market outcomes using a randomized controlled trial (RCT). This complements the vast literature on ALMP for unemployed workers. Policies include signing an integration agreement (IA), preparing an action plan (AP) before the first meeting with a caseworker, and the combination of both. Results suggest that the IA - particularly when combined with the AP - increases the probability of employment around 4 months after registration as soon-to-be unemployed. This is driven by workers with a relatively high unemployment risk following registration. Thus, the policies contribute to reducing societal inequality." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Gleichstellungsförderung durch Jobcenter – Organisatorische Grundlagen und Hemmnisse (2025)
Brussig, Martin ; Pimminger, Irene; Verbeek, Hans; Kirchmann, Andrea; Schafstädt, Christin; Roth, Eva;Zitatform
Brussig, Martin, Andrea Kirchmann, Irene Pimminger, Eva Roth, Christin Schafstädt & Hans Verbeek (2025): Gleichstellungsförderung durch Jobcenter – Organisatorische Grundlagen und Hemmnisse. (IAQ-Report 2025-08), Duisburg, 18 S. DOI:10.17185/duepublico/84167
Abstract
"Über die Zielsteuerung der Jobcenter kann beeinflusst werden, wie sie ihren gleichstellungspolitischen Auftrag umsetzen. Jedoch bestimmen auch die finanziellen, personellen und instrumentellen Möglichkeiten der operativen Ebene in den Jobcentern, ob vereinbarte Ziele erreicht werden. Geschlechterdifferenzierte Kennzahlen sind ein Mittel der Zielsteuerung. Basis hierfür sind quantifizierte Messgrößen. Die grundsätzlich vorhandenen Daten werden aber in den Jobcentern nicht flächendeckend genutzt. Positive Anknüpfungspunkte für das Gleichstellungshandeln der Jobcenter sind die flächendeckende Verankerung der Beauftragten für Chancengleichheit (BCA) sowie die Bereitschaft der Führungskräfte in den Jobcentern, sich für Gleichstellung einzusetzen. Um die Wirksamkeit des Gleichstellungshandelns zu erhöhen, sollte der Stellenwert von Gleichstellung in der Zielsteuerung gestärkt werden, und zudem sollten die organisatorischen Grundlagen des Gleichstellungshandelns im Jobcenter verbessert werden." (Text excerpt, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France (2025)
Zitatform
Castell, Laura, Marc Gurgand, Clément Imbert & Todor Tochev (2025): Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France. In: American Economic Journal. Economic Policy, Jg. 17, H. 4, S. 1-29. DOI:10.1257/pol.20220786
Abstract
"We report on two nationwide experiments with job seekers in France. We first show that a meeting with social services to assess eligibility and help with applications to social benefits increased new benefit take-up by 29 percent. By contrast, an online simulator that gave personalized information on benefit eligibility did not increase take-up. Marginal treatment effects show that individuals who benefit the most from the meetings are the least likely to attend. Overall, without ruling out information frictions, our results suggest that transaction costs represent the main obstacle to applying for benefits or accessing government’s assistance in applying." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France (2025)
Zitatform
Castell, Laura, Marc Gurgand, Clément Imbert & Todor Tochev (2025): Take-up of Social Benefits: Experimental Evidence from France. (CEPR discussion paper / Centre for Economic Policy Research 20615), London, 72 S.
Abstract
"We report on two nationwide experiments with job seekers in France. We first show that a meeting with social services to assess eligibility and help with application to social benefits increased new benefit take-up by 29%. By contrast, an online simulator that gave personalized information on benefit eligibility did not increase take-up. Marginal treatment effects show that individuals who benefit the most from the meetings are the least likely to attend. Overall, without ruling out information frictions, our results suggest that transaction costs represent the main obstacle to applying for benefits or accessing government’s assistance to help apply." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Statistical Profiling as a Targeting Tool: Can It Enhance the Efficiency of Active Labor Market Policies? (2025)
Zitatform
Eppel, Rainer, Ulrike Huemer, Helmut Mahringer & Lukas Schmoigl (2025): Statistical Profiling as a Targeting Tool: Can It Enhance the Efficiency of Active Labor Market Policies? (WIFO working papers 694), Wien, 33 S.
Abstract
"Digitization has spurred interest in the potential of statistical profiling to improve the targeting of active labor market policies. Despite growing adoption, empirical evidence on the effectiveness of such profiling in program allocation is scarce. We evaluate a semi-automated statistical profiling model in Austria that aims to target policies based on predicted reemployment prospects (low, medium, high). Our analysis shows that a reallocation of resources from low-chance to medium-chance segments, as envisaged by the Public Employment Service, would not yield the desired efficiency gains. Employment programs have a stronger impact on jobseekers with low job prospects than on those with medium prospects, and training programs are not consistently less effective in the low-chance segment either. Our findings suggest that the focus should remain on the most disadvantaged, both from an efficiency and an equity perspective. They caution against relying on overly coarse profiling and stress the need for nuanced targeting strategies." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Work inclusion of marginalized groups in a troubled city district - How can active labor market policies improve? (2025)
Frøyland, Kjetil ; Bull, Helen ; Lystad, June Ullevoldsæter ; Spjelkavik, Øystein ; Skarpaas, Lisebet Skeie ; Berget, Gerd ;Zitatform
Frøyland, Kjetil, Helen Bull, Lisebet Skeie Skarpaas, Gerd Berget, Øystein Spjelkavik & June Ullevoldsæter Lystad (2025): Work inclusion of marginalized groups in a troubled city district - How can active labor market policies improve? In: Social Policy and Administration, Jg. 59, H. 3, S. 588-601. DOI:10.1111/spol.13058
Abstract
"Active labor market policies (ALMP) have faced challenges in integrating marginalised groups into the workforce. This study explores perceptions among managers and frontline workers on enhancing work inclusion for neurodiverse citizens, marginalized youth, and individuals suffering from mental health or substance use disorders in a troubled city district. An examination of dialogue conferences and group interviews uncovers problems with current practises, attitudes, and service organisation. The proposed local solutions primarily include improved coordination of support and services, as well as enhanced competence within these services. Our results indicate that co-creation at the system, organization, and individual levels, coupled with expanded knowledge translation, can mobilise local actors to create new or adopt existing knowledge-based strategies. Therefore, local co-creation presents a potential for developing local inclusion strategies." (Author's abstract, IAB-Doku, Published by arrangement with John Wiley & Sons) ((en))
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Literaturhinweis
"Stakeholder-Perspektiven auf die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE). Ergebnisse einer qualitativen Studie" (2025)
Zitatform
Hartosch, Katja, Linda Heuer, Julia Lang & Angela Ulrich (2025): "Stakeholder-Perspektiven auf die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE). Ergebnisse einer qualitativen Studie". (IAB-Forschungsbericht 22/2025), Nürnberg, 49 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2522
Abstract
"Die im Folgenden vorgestellten Ergebnisse basieren auf einer qualitativen Studie zu der Frage, wie die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) der Bundesagentur für Arbeit (BA) in die Weiterbildungs(beratungs)landschaft in Deutschland eingebettet ist. Sie beleuchtet die Wahrnehmung der neuen Dienstleistung durch die BBiE-Berater*innen selbst sowie die Fremdwahrnehmung durch externe Stakeholder und zeigt die Debatten auf, die ihre Einführung im organisationalen Feld begleiten. Die BBiE stellt ein zentrales Beratungsangebot der BA dar und richtet sich an Erwachsene, die bei der beruflichen (Um-)Orientierung Unterstützung suchen, vor allem an Beschäftigte und Wiedereinsteigende. Für die Studie wurden im Jahr 2024 fünf Gruppendiskussionen mit BBiE-Beratungsfachkräften und Einzelinterviews mit ihren Teamleitungen sowie 29 Interviews mit regionalen und überregionalen Netzwerkbeteiligten und Stakeholdern der BBiE, wie beispielsweise Kammern, Bildungsträgern, Volkshochschulen (VHS), Ministerien oder Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften geführt, außerdem neun Interviews mit Betrieben. Die Interviews wurden qualitativ inhaltsanalytisch ausgewertet. Sowohl die befragten Stakeholder der BBiE als auch die BBiE-Teams selbst sahen das Beratungsangebot überwiegend positiv. Viele BBiE-Berater*innen hoben die inhaltlichen und prozessualen Gestaltungsmöglichkeiten hervor. Die meisten der befragten Berater*innen können ihre beraterischen Kenntnisse nach eigener Einschätzung voll einbringen und gut auf die unterschiedlichen Anliegen der Kund*innen eingehen. Allerdings brachte die Vielfalt der Beratungsanliegen auch Herausforderungen mit sich, für die die Berater*innen individuelle Lösungen finden mussten. Mehrheitlich waren sie mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. Viele konnten nach eigener Einschätzung einen bedeutsamen Beitrag für die Entwicklung der beratenen Personen leisten. Ein großer Teil der befragten Berater*innen monierte allerdings die geringe Einbindung der BBiE in die internen Strukturen der Agenturen. Obwohl sie Arbeitsvermittlung, Reha und vor allem den Arbeitgeber-Service häufig als wichtige Netzwerkbeteiligte aufführten, sehen sie viele Unklarheiten in der inhaltlichen und organisatorischen Zusammenarbeit. Die Arbeit innerhalb der BBiE-Teams funktionierte aus Sicht der Berater*innen hingegen gut. Die BBiE wurde durch externe Stakeholder, die Kontakt zu ihr hatten oder Erfahrungen in der Zusammenarbeit hatten, in aller Regel als sinnvoll bewertet. Netzwerkarbeit spielte für die Arbeit der befragten externen Personen eine wichtige Rolle, wobei teilweise gar keine Zusammenarbeit mit der BBiE stattfand und das lokale BBiE-Team nur in wenigen Fällen eine zentrale Netzwerkpartnerin war. In Bezug auf die Einführung der BBiE äußerten viele der befragten externen Stakeholder, dass ihnen eine Einbindung fehlte. Die BA wurde mitunter als „Platzhirsch“ wahrgenommen, der bestehende Strukturen ignorierte. Neben der BBiE gibt es ein regional unterschiedlich breites Spektrum von öffentlichen und privaten Beratungsangeboten. Zum Teil wurde von überregionalen Stakeholdern die Vermeidung von Doppelstrukturen gefordert. Demnach sollten sich die unterschiedlichen Angebote ergänzen, statt sich gegenseitig Konkurrenz zu machen. Einige externe Stakeholder betonten aber auch, dass Doppelstrukturen nicht zwingend dysfunktional sein müssten, sondern dass ein pluralistisches Angebot wichtig sein könne, um unterschiedliche Personengruppen mit unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen zu bedienen. Im Umgang mit Doppelstrukturen im lokalen Umfeld unterschieden sich die Beratungsfachkräfte: Viele Berater*innen legten großen Wert auf eine gute Vernetzung und forcierten die Zusammenarbeit mit anderen Stellen. Einige wenige Befragte nahmen BA-externe Beratungsakteure hingegen kaum wahr. Manche der lokalen und überörtlichen Stakeholder äußerten Bedauern darüber, dass es bislang zu keinen Kooperationsgesprächen mit den BBiE-Teams oder ihren Leitungskräften gekommen sei, trotz Bemühungen von ihrer Seite. Umgekehrt berichteten aber auch einige BBiE-Berater*innen von mangelndem Kooperationswillen andererBeratungsinstanzen. In den wenigen Fällen, in denen eine enge Zusammenarbeit mit der BBiE stattfand, wurde diese von den lokalen Stakeholdern als sehr gewinnbringend beschrieben. Zu den Zielgruppen der BBiE gab es bei vielen befragten Stakeholdern teilweise unterschiedliche Auffassungen, aber auch allgemeine Unklarheit bzw. Unwissen über die spezifischen Zielgruppen der BBiE. Positiv wurde von einigen Befragten hervorgehoben, dass die BBiE verschiedensten Personengruppen offensteht, also nicht nur eine spezifische Zielgruppe anspricht. Auch bezüglich des Beratungsverständnisses bestanden Unklarheiten bzw. Unterschiede in der Erwartungshaltung. So wurde die BA als Institution von einigen Personen mit der Erwartung verbunden, dass ihr Beratungsauftrag streng am Ziel einer stärkeren Partizipation am Arbeitsmarkt ausgerichtet sein müsse, was eine ergebnisoffene Beratung erschwere. Damit , so wurde ausgeführt, war gemeint, dass von diesen Personen erwartet wurde, dass die BA eher dahingehend berät, aktuell freie Stellen zu besetzen oder gezielt in Berufe mit Fachkräftemangel zu beraten. Ergebnisoffene Beratung mit einem Fokus auf langfristige persönliche Interessen und Entwicklunsgmöglichkeiten der Beratenen wurde hingegen nicht erwartet. Im Gegensatz zu der Annahme dieser Personen betrachteten andere Stakeholder das Angebot als notwendigerweise ergebnisoffen. In den Interviews mit externen Befragten war das Image der BA ein zentrales Thema. Häufig sprachen diese Vorurteile und schlechte Erfahrungen der eigenen Klientel mit der BA an, die dazu führten, dass der Kontakt zur BA gemieden würde. Teilweise äußerten externe Stakeholder Zweifel, ob die BA ein Angebot wie die BBiE überzeugend umsetzen könne. Positiv der BBiE gegenüber eingestellte Befragte betonten jedoch die Bedeutung von „Vorschussvertrauen“ und forderten, der Organisation Zeit zu geben. Überregional tätige Befragte lobten den innovativen Ansatz der BBiE und sahen darin Impulse für einen kulturellen Wandel in der BA. Der BA wurde immer wieder exklusives Wissen über aktuelle Entwicklungstendenzen am Arbeitsmarkt zugesprochen, was sie grundsätzlich für eine Beratungsleistung wie die BBiE qualifiziere. Es wurde aber von einigen Stakeholdern auch hinterfragt, welchen Mehrwert die BBiE zusätzlich zu bestehenden Angeboten biete. Auch die Beratungsfachkräfte und ihre Leitungen schrieben der BBiE positive Aspekte mit Blick auf das Image der BA zu. So berichteten einige BBiE-Berater*innen von Personen, die nach einem Beratungsgespräch das Feedback gaben, dass das dieses – nach zuvor weniger guten Erfahrungen mit der BA – ihre Erwartungen deutlich übertroffen hätte. Die BBiE könnte hier als „positives“ Gesicht der Organisation nach außen fungieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Interview mit den Autorinnen im IAB-Forum -
Literaturhinweis
Performance pay for private program providers and impact on participants: A field experiment with employment services in Norway (2025)
Zitatform
Hernæs, Øystein M. (2025): Performance pay for private program providers and impact on participants: A field experiment with employment services in Norway. In: Labour Economics, Jg. 95. DOI:10.1016/j.labeco.2025.102753
Abstract
"This study examines whether performance-based pay for private employment service providers improves employment outcomes for program participants compared to traditional hourly compensation. Finding effective ways to outsource public services to external providers has the potential to improve the quality and efficiency of these services. Using a large-scale randomized controlled trial (RCT) conducted in Norway from April 2018 to December 2021, we evaluate the impact of different payment models on the performance of private firms in delivering labor market programs. A total of 4898 unemployed individuals were randomly assigned to either a treatment group (37 %), where providers received performance-based pay contingent on participants’ employment outcomes, or a control group (63 %), whereproviders were compensated on an hourly basis. Despite the substantial financial incentives involved, our findings reveal no significant differences in employment rates, earnings, or hours worked between the two groups. The results allow us to rule out effects on monthly earnings of ± €5 and employment effects of ± 1 percentage points after 12 months. There were no indications of heterogeneous treatment effects across different participant groups. A cost-benefit analysis suggests a supportive case for performance pay due to lower public costs, although this estimate is subject to uncertainty." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2025 Elsevier B.V. All rights are reserved, including those for text and data mining, AI training, and similar technologies.) ((en))
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Literaturhinweis
Langzeitarbeitslose mit multiplen Beeinträchtigungen: Wer sie sind. Was sie denken – und was sie beeinflusst. Wie mit ihnen umzugehen ist. (2025)
Herteux, Andreas;Zitatform
Herteux, Andreas (2025): Langzeitarbeitslose mit multiplen Beeinträchtigungen. Wer sie sind. Was sie denken – und was sie beeinflusst. Wie mit ihnen umzugehen ist. Karbach: Erich von Werner Verlag, 289 S.
Abstract
"Langzeitarbeitslosigkeit ist eines der drängendsten sozialen Themen unserer Zeit. Kaum ein Bereich steht so sehr im Fokus politischer Debatten, in kaum ein anderes Feld fließen vergleichbar viele finanzielle Mittel – und doch bleibt der nachhaltige Erfolg seit Jahrzehnten aus. Woran liegt das? Vielleicht daran, dass wir diese Menschen zu kennen glauben – in Wahrheit aber nur ihr Umfeld betrachten: Lebenslagen, Bildungsdaten, Gesundheitszustände. Wir analysieren das Können, aber nicht das Wollen. Doch wer sind sie wirklich? Was bewegt sie? Was beeinflusst ihr Denken und Verhalten? Spielt Arbeit in ihrem Leben noch eine Rolle? Und was ist für sie eigentlich normal? Dieses Buch wagt erstmals einen ganzheitlichen Blick – einen, der auch die innere Welt der Betroffenen und die tiefgreifende Prägung durch digitale Einflüsse mitdenkt. Auf Basis eines der umfassendsten empirischen Zugänge der letzten Jahre entwickelt Andreas Herteux neue Kategorisierungen – und gelangt zu einem überraschenden Befund: Die vermeintlich homogene Gruppe ist in Wirklichkeit ein Mosaik unterschiedlicher Milieus – mit eigenen Denkmustern, eigenen Wegen, eigenen Ressourcen. Herteux entwirft nicht nur eine neue wissenschaftliche Klassifikation, sondern schlägt einen Paradigmenwechsel vor: Weg von der Maßnahme – hin zu einem umfassenden Verständnis. Ein Verständnis, das anerkennt, dass heute viele Normalitätskonzepte gleichberechtigt nebeneinander existieren – und dass ein veraltetes Denken in korrigierbaren Normabweichungen an der Realität scheitern muss: bei der Langzeitarbeitslosigkeit ebenso wie im gesellschaftlichen Denken insgesamt." (Verlagsangaben, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Berufsberatung im Erwerbsleben (2025)
Zitatform
Heusler, Anna, Julia Lang, Christian Sprenger & Gesine Stephan (2025): Die Berufsberatung im Erwerbsleben. In: Denk-doch-Mal.de H. 2, S. 1-8.
Abstract
"Seit dem Jahr 2020 bietet die Bundesagentur für Arbeit (BA) bundesweit die Berufsberatung im Erwerbsleben (BBiE) an. Die zentrale Zielgruppe sind Erwerbstätige vor einer beruflichen Neu- bzw. Umorientierung, die dementsprechend auch die Mehrheit der Beratenen ausmachen. Dieser Beitrag erläutert zunächst die Ziele und Umsetzung der BBiE. Weiterhin beschreibt er, welche Beschäftigten aus welchen Betrieben im Jahr 2021 die Beratung genutzt haben. Hierzu werden die Beratenen mit einer repräsentativen Referenzgruppe von Beschäftigten verglichen, die die BBiE nicht in Anspruch genommen haben. Jüngere Menschen sowie Frauen haben überproportional häufig an einer Beratung teilgenommen. Beratene Beschäftigte verdienten im aktuellen Job weniger als die Referenzgruppe, und sie arbeiteten häufiger in Jobs mit einem geringeren Anforderungsniveau sowie in Teilzeit. Zudem hatten sie seltener einen Hochschulabschluss, aber häufiger eine abgeschlossene Ausbildung." (Textauszug, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Die komplette Ausgabe "Berufs- und erwerbsbiografische Orientierungen im Lebenslauf" finden Sie hier Open Access -
Literaturhinweis
Zur Rolle und Positionierung von Vermittlungsagenturen für die faire Rekrutierung internationaler Arbeitskräfte (2025)
Zitatform
Hillmann, Felicitas, Gökce Senol & Sophie Sommerfeld (2025): Zur Rolle und Positionierung von Vermittlungsagenturen für die faire Rekrutierung internationaler Arbeitskräfte. (nups Working paper 4), Berlin, 124 S.
Abstract
"Unsere Mikrostudie befasst sich mit der Rolle von Vermittlungsagenturen zur Rekrutierung von internationalen Arbeitskräften im Kontext der Diskussion um Faire Migration – wie diese seit ca. 10 Jahren durch internationale Organisationen gefordert wird. Dazu setzen wir uns zunächst mit den Begrifflichkeiten „Faire Migration“ und „fair recruitment“ auseinander und stellen die existierenden internationalen Handlungsansätze zur Herstellung fairer Migration vor, wir richten den Fokus auf das Employer-pays principle. Wir konzentrieren uns anschließend auf das Fallbeispiel Deutschland. Hier ergibt sich die Komplexität des Themas „Personalvermittlung internationaler Arbeitskräfte“ daraus, dass erstens internationale Konventionen und national unterschiedliche Rechtsprechungen auf die Vertragsgestaltung und die Arbeitsbedingungen vor Ort auswirken und Grauzonen eröffnen. Zweitens wirkt sich die historisch bedingte Verwobenheit des ehemaligen Vermittlungsmonopols der Bundesagentur für Arbeit weiter auf bestehende Regulierungsansätze aus, insbesondere beim Spezialfall Arbeitnehmerüberlassung. Drittens entsteht die Komplexität in der Vermittlungspraxis durch die unterschiedlichen Beschäftigungstraditionen in den verschiedenen Branchen. In unserer empirischen Untersuchung konnten wir sowohl Klarheit über die Zahl der tatsächlich aktiven privaten Vermittlungsagenturen in Deutschland schaffen, außerdem die Gründungsdynamik und die Grundstruktur der Vermittlungsbranche abbilden. Durch die Auswertung von qualitativen Interviews, inklusive der Interviews in einem Sendeland (Indonesien), und der Plattform „PlattformXY“1 mit ihrer Untergruppe „I want out“ konnte ein umfassendes Bild der aktuellen Situation am Vermittlungsmarkt nachgezeichnet werden. Es werden Empfehlungen zur Ausgestaltung von fairer Rekrutierung gegeben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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