Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland
Die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine sind auch Gegenstand der Arbeitsmarktforschung. Diskutiert werden mögliche konjunkturelle Effekte und Risiken für die Betriebe sowie die Auswirkungen der Fluchtmigration nach Deutschland. Dieses Themendossier bietet Einschätzungen und Empirie zu den Konsequenzen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Betriebe sowie für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine.
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OECD Economic Surveys: European Union and Euro Area 2025 (2025)
Gréus, Christian; Giovannelli, Federico; Stráský, Jan; Gréus, Christian; Borowiecki, Martin; Zona Mattioli, Alessandro;Zitatform
Giovannelli, Federico, Jan Stráský, Christian Gréus, Martin Borowiecki & Alessandro Zona Mattioli (sonst. bet. Pers.) (2025): OECD Economic Surveys: European Union and Euro Area 2025. (OECD economic surveys. European Union and Euro Area 19), Paris, 132 S. DOI:10.1787/5ec8dcc2-en
Abstract
"Russia’s war of aggression against Ukraine and rising trade tensions continue to slow down the European economy. Despite strong policy responses to external shocks, the near-term outlook is clouded by elevated uncertainty. Disinflation is progressing, but monetary policy should remain vigilant. Fiscal policy needs to make space for new spending needs, such as defence, but to ensure medium-term sustainability, fiscal prudence must continue. The new EU budget will need to involve both increasing budgetary resources and re-prioritizing existing spending in areas such as cohesion and agricultural policy. A more integrated electricity market can help lower electricity costs and boost competitiveness through expanded cross-border interconnections, reduced electricity taxation, and stronger competition. Furthermore, enhancing productivity requires a more integrated Single Market with fewer regulatory barriers for firms to scale, compete, and innovate. Deeper capital markets will also be important for innovation and productivity. A strong state aid framework is vital to maintain a level playing field for productive firms to grow and drive structural change. Improving labor mobility will further support productivity. SPECIAL FEATURE: STRENGTHENING PRODUCTIVITY AND THE SINGLE MARKET" (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Who is to suffer? Quantifying the impact of sanctions on German firms (2024)
Zitatform
Görg, Holger, Anna Jacobs & Saskia Meuchelböck (2024): Who is to suffer? Quantifying the impact of sanctions on German firms. In: Journal of Economic Behavior & Organization, Jg. 228. DOI:10.1016/j.jebo.2024.106767
Abstract
"In this paper, we use a novel firm level dataset for Germany to investigate the effect of sanctions on export behavior and performance of German firms. More specifically, we study the sanctions imposed by the EU against Russia in 2014 in response to the annexation of Crimea and Russia’s countermeasures. We find a substantial negative effect on both the extensive and intensive margin of German exports. While the negative effects are strongest for firms exporting products subject to trade restrictions, we provide further evidence on the indirect effects of sanctions. Analysing the impact on broader measures of firm performance, we document that the cost of sanctions is heterogeneous across firms but overall modest. Our results reveal that the negative impact of the shock was concentrated primarily among a small number of firms that were highly dependent on Russia as an export market and those directly affected by the sanctions." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))
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Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter: Eine internationale Perspektive (2024)
Kosyakova, Yuliya ; Gatskova, Kseniia ; Braunfels, Joseph; Goßner, Laura ; Adunts, Davit; Vandenhirtz, Marie; Konle-Seidl, Regina ; Koch, Theresa; Schwanhäuser, Silvia ;Zitatform
Kosyakova, Yuliya, Kseniia Gatskova, Theresa Koch, Davit Adunts, Joseph Braunfels, Laura Goßner, Regina Konle-Seidl, Silvia Schwanhäuser & Marie Vandenhirtz (2024): Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter: Eine internationale Perspektive. (IAB-Forschungsbericht 16/2024 (de)), Nürnberg, 80 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2416
Abstract
"Dieser Forschungsbericht untersucht die Arbeitsmarktintegration ukrainischer Geflüchteter in verschiedenen europäischen Ländern, darunter viele EU-Mitgliedsstaaten sowie Großbritannien, die Schweiz und Norwegen, im Zeitraum vom 4. Quartal 2022 bis zum 1. Quartal 2024. Ein direkter Vergleich der Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter zwischen verschiedenen Ländern wird aufgrund der fehlenden Verfügbarkeit einer harmonisierten Datenquelle wie der europäischen Arbeitskräfteerhebung (Labor Force Survey, LFS) erschwert. Für diese Studie wurde daher eine umfassende Datenbank geschaffen, die die Beschäftigungsdaten zu vergleichbaren Zeitpunkten und basierend auf denselben Definitionen harmonisiert. In den Ländern, wo diese zur Verfügung stehen, werden administrative Beschäftigungsdaten genutzt. In den übrigen Ländern beruhen die Beschäftigungsdaten hingegen auf unterschiedlichen Befragungen, die zu verschiedenen Zeitpunkten erhoben wurden. Darüber hinaus wurden Indikatoren, die nach dem bisherigen Forschungsstand die Arbeitsmarktintegration beeinflussen, ebenfalls auf der Grundlage vergleichbarer Daten und Definitionen zusammengestellt. Die Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter in Europa weisen im Beobachtungszeitraum erhebliche Unterschiede auf. Am Ende des Beobachtungszeitraums im ersten Quartal 2024 lag Deutschland mit einer Beschäftigungsquote von knapp 27 Prozent im europäischen Mittelfeld. Ende 2022 lagen die Quoten in Ländern wie Großbritannien, den Niederlanden und Litauen bei über 50 Prozent, wohingegen sie sich in Kroatien, Norwegen, Rumänien, Slowenien, der Schweiz und Spanien auf unter 15 Prozent beliefen. Mit einer Beschäftigungsquote von 20 Prozent positionierte sich Deutschland Ende 2022 ebenfalls im europäischen Mittelfeld. Im Untersuchungszeitraum zwischen dem vierten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2024 sind die Beschäftigungsquoten in der Mehrzahl der untersuchten Länder mehr oder weniger deutlich gestiegen. Auch in Deutschland haben sich die Quoten, sieht man von Saisoneffekten ab, kontinuierlich auf 27 Prozent erhöht. Um die Gründe für die unterschiedlichen Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter zu ergründen, analysiert dieser Bericht die Zusammenhänge zwischen den Beschäftigungsquoten und verschiedenen demografischen, institutionellen und wirtschaftlichen Faktoren. Das Ziel der Analyse ist es, einen ersten umfassenderen Überblick über die Determinanten der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten zu zeichnen und herauszufinden, welchen Einfluss diese Faktoren tatsächlich haben. Es handelt sich allerdings nicht um kausale, sondern um deskriptive Analysen, die nur einen ersten Eindruck von den Zusammenhängen vermitteln können. Den multivariaten Analysen zufolge bestehen zwischen den Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter auf der einen und der demografischen Zusammensetzung der Neuankömmlinge sowie den institutionellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den Zielländern auf der anderen Seite starke statistische Zusammenhänge. So verzeichnen Länder mit höherer Nachfrage nach gering qualifizierten Arbeitskräften – gemessen am Anteil der Beschäftigten in Berufen mit niedrigem Qualifikationsniveau – höhere Beschäftigungsquoten. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass diese Jobs an geringere sprachliche, rechtliche und sonstige Voraussetzungen gebunden sind und entsprechend schneller besetzt werden können. Ein negativer Zusammenhang besteht zwischen der Beschäftigungswahrscheinlichkeit von ukrainischen Geflüchteten und einer starken Arbeitsmarktregulierung wie z. B. einem stärkeren Kündigungsschutz. Zudem besteht ein negativer Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr und der Beschäftigung von ukrainischen Geflüchteten. Das deutet darauf hin, dass in den Ländern mit steigender Arbeitslosigkeit die Chancen für Neuankömmlinge, eine Anstellung zu finden, besonders gering sind. Die soziale Infrastruktur spielt ebenfalls eine Rolle: Da die meisten ukrainischen Geflüchteten Frauen mit Kindern sind, hängt die Beschäftigungsquote der Geflüchteten in hohem Maße auch von der Verfügbarkeit einer Kinderbetreuung ab. Daher geht eine bessere Kinderbetreuungsinfrastruktur mit einer höheren Beschäftigungsquote einher. Ein umfassender Zugang zu Gesundheitsleistungen erhöht ebenfalls die Beschäftigungsquoten. Interessanterweise ergab sich nur ein kleiner, statistisch nicht signifikanter Zusammenhang zwischen Beschäftigungsquoten und sozialen Transferleistungen – gemessen am Verhältnis der Kosten für ukrainische Geflüchtete pro Kopf zum Bruttoinlandsprodukt pro Kopf. Während häufig vermutet wird, dass die Transferleistungen eine zentrale Rolle für die Beschäftigung spielen, wird diese Hypothese in unserer Analyse nicht bestätigt. Bedeutsam sind jedoch soziale Netzwerke: Länder mit einem höheren Anteil ukrainischer Staatsangehöriger an der Bevölkerung weisen höhere Beschäftigungsquoten auf. Zudem beeinflussen ausgeprägte Englischkenntnisse in der Bevölkerung die Beschäftigungsquoten positiv, wahrscheinlich weil sie die Kommunikation und damit auch die Integration in den Arbeitsmarkt erleichtern. Die untersuchten Länder verfolgen auch unterschiedliche integrationspolitische Strategien. So verfolgt ein Teil der Länder einen „work first“-Ansatz, der auf die kurzfristige Aufnahme von Beschäftigungsverhältnissen ohne vorbereitende Maßnahmen wie Sprachkurse, Qualifizierungsmaßnahmen u. ä. setzt. Demgegenüber setzen andere Länder auf eine langfristige, nachhaltig angelegte Integration in den Arbeitsmarkt, u. a. durch Sprach- und Qualifizierungsprogramme sowie eine zielgerichtete Arbeitsvermittlung, um längerfristige und der Qualifikation eher entsprechende Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen. Letztgenannte Strategie kann kurzfristig zu sogenannten „Lock-in“-Effekten führen, aber langfristig eher zu stabileren Beschäftigungsverhältnissen, einer qualifikationsadäquaten Beschäftigung und höheren Verdiensten führen. Skandinavische Studien zeigen, dass Länder, die auf „work first“-Ansätze setzen, zwar kurzfristig höhere Beschäftigungsquoten von Geflüchteten aufweisen, aber Länder, die anfangs gezielt in Bildung und Spracherwerb investieren, mittel- und langfristig bessere Integrationsergebnisse erreichen. Das gilt nicht nur für die Beschäftigungsquote und Verdienste, sondern auch die soziale Eingliederung insgesamt und die Lebensqualität der Geflüchteten. Des Weiteren zeigen die multivariaten Analysen, dass demografische Faktoren und vor allem die Familienkonstellation eine zentrale Rolle spielen. So besteht ein statistisch signifikanter negativer Zusammenhang zwischen Alter und Kinderzahl pro Frau im erwerbsfähigen Alter und Beschäftigungsquoten. Die Beschäftigungsquoten steigen für alle Gruppen über die Zeit. Dies deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der anfänglichen Hürden mit zunehmender Aufenthaltsdauer überwunden werden können. Insgesamt zeigt dieser Bericht, dass Deutschland durch seine langfristig angelegten Integrationsstrategien mittel- bis langfristig gute Chancen hat, die Beschäftigungsquoten ukrainischer Geflüchteter noch erheblich zu steigern. Die positiven Entwicklungen bei den 2013 bis 2019 eingewanderten Geflüchteten untermauern diese Einschätzung: Acht Jahre nach ihrer Ankunft sind 68 Prozent der 2013 bis 2019 eingewanderten Geflüchteten im Durchschnitt erwerbstätig. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, Integrationsstrategien kontinuierlich zu evaluieren und gegebenenfalls anzupassen, um die Integration effektiv zu fördern. Davon profitieren langfristig sowohl die Geflüchteten als auch deren Gastland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Kosyakova, Yuliya ; Gatskova, Kseniia ; Goßner, Laura ; Adunts, Davit; Konle-Seidl, Regina ; Koch, Theresa; Schwanhäuser, Silvia ;Ähnliche Treffer
also released in EnglishWeiterführende Informationen
Interview mit zwei Autorinnen im Online-Magazin IAB-Forum - Open Access -
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Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Januar 2023 (2023)
Zitatform
Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Januar 2023. In: IAB-Forum H. 31.01.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230131.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt sank im 4. Quartal 2022 um -0,2 Prozent (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Für das Jahr 2022 wird insgesamt ein preis- und kalenderbereinigter Anstieg von 1,9 Prozent ausgewiesen. Die deutsche Wirtschaft verlor damit im Vergleich zum Vorjahr an Fahrt, blieb aber angesichts anhaltender Material- und Lieferengpässe, hoher Inflationsraten durch stark gestiegene Energiepreise und Unsicherheiten infolge des Ukrainekrieges vergleichsweise stabil. Die Dienstleistungsbranchen entwickelten sich bedingt durch Nachholeffekte nach der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen gut, die Baubranche und das Verarbeitende Gewerbe schwächelten hingegen. Die Beschäftigungsentwicklung flachte sich im Jahresverlauf ab und die Arbeitslosigkeit nahm im Durchschnitt, trotz der Geflüchteten aus der Ukraine, ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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The economic impact of Russia's invasion of Ukraine on European countries – a SVAR approach (2023)
Zitatform
Bruhin, Jonas M., Rolf Scheufele & Yannic Stucki (2023): The economic impact of Russia's invasion of Ukraine on European countries – a SVAR approach. (SNB working papes / Schweizerische Nationalbank 2023,04), Zürich, 37 S.
Abstract
"We quantify the economic impact of Russia's invasion of Ukraine on Germany, the United Kingdom, France, Italy and Switzerland using data on historical geopolitical events. Applying a structural VAR approach based on sign and narrative sign restrictions, we find that the war has exerted a notable drag on real activity and has pushed inflation up considerably. For example, a counterfactual exercise suggests that in Germany, GDP would have been 0.7 percent higher and the CPI 0.4 percent lower in 2022Q4 if Russia had neither attacked nor threatened Ukraine. The negative consequences of the war are likely to be far greater in the medium-to-long term, especially with regard to the real economy." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft - IW-Schätzung der Größenordnungen (2023)
Grömling, Michael;Zitatform
Grömling, Michael (2023): Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Weltwirtschaft - IW-Schätzung der Größenordnungen. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2023,12), Köln, 3 S.
Abstract
"Gemäß einer IW-Schätzung dürfte die weltweite Wirtschaftsleistung im Jahr 2022 um deutlich über 1.600 Milliarden US-Dollar niedriger ausgefallen sein als es hauptsächlich ohne die russische Invasion in der Ukraine der Fall gewesen wäre. Im Jahr 2023 können sich die weltweiten Produktionsausfälle gemäß den bestehenden Rahmenbedingungen auf nochmals rund 1.000 Milliarden US-Dollar belaufen. Fast 40 Prozent der Einbußen in 2023 entfallen schätzungsweise auf die Aufstrebenden Volkswirtschaften und Entwicklungsländer." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Who is to suffer? Quantifying the impact of sanctions on German firms (2023)
Zitatform
Görg, Holger, Anna Jacobs & Saskia Meuchelböck (2023): Who is to suffer? Quantifying the impact of sanctions on German firms. (Kiel working paper / Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) - Leibniz Zentrum zur Erforschung Globaler Ökonomischer Herausforderungen 2248), Kiel, 54 S.
Abstract
"In this paper, we use a novel firm level dataset for Germany to investigate the effect of sanctions on export behaviour and performance of German firms. More specifically, we study the sanctions imposed by the EU against Russia in 2014 in response to the annexation of Crimea and Russia's countermeasures. We find a substantial negative effect on both the extensive and intensive margin of German exports. While the negative effects are strongest for firms exporting products subject to trade restrictions, we provide further evidence on the indirect effects of sanctions. Analysing the impact on broader measures of firm performance, we document that the cost of sanctions is heterogeneous across firms but overall modest. Our results reveal that the negative impact of the shock was concentrated primarily among a small number of firms that were highly dependent on Russia as an export market and those directly affected by the sanctions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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A note on export redirection: Evidence following the onset of the war in Ukraine (2023)
Zitatform
Hutter, Christian, Ignat Stepanok & Enzo Weber (2023): A note on export redirection: Evidence following the onset of the war in Ukraine. (IAB-Discussion Paper 07/2023), Nürnberg, 19 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2307
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine löste einen weltweiten Handelsschock aus, auch die deutschen Exporte nach Russland brachen abrupt ein. Anhand dieses Bruchs analysieren wir, ob es eine Umlenkung der Exporte gab. Wir gliedern den Weltmarkt in drei Regionen: Inland, Eurozone und restliche Welt. In einem Panelmodell im deutschen verarbeitenden Gewerbe stellen wir fest, dass eine höhere Abhängigkeit von Exporten nach Russland nach Kriegsbeginn zu geringeren Verkäufen in die restliche Welt (inkl. Russland) führte. Dies wurde durch höhere Umsätze in der Eurozone und den Inlandsmärkten ausgeglichen. Die Auswirkungen traten schnell ein, ließen aber später nach. Wir stellen keinen Produktionsrückgang aufgrund des Handelsschocks fest." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Hawks and Doves: Financial Market Perception of Western Support for Ukraine (2023)
Zitatform
Neuenkirch, Matthias, Maria Repko & Enzo Weber (2023): Hawks and Doves: Financial Market Perception of Western Support for Ukraine. (IAB-Discussion Paper 01/2023), Nürnberg, 43 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2301
Abstract
"Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 diskutiert der Westen intensiv über seine Unterstützungsstrategie. Positionen einer Stärkung der Ukraine durch die Bereitstellung von Rüstungsgütern, Finanzmitteln und Sanktionen gegen Russland konkurrieren mit zurückhaltenden Ansichten, die eine weitere Eskalation des militärischen und geopolitischen Konflikts vermeiden wollen. Die Meldungen aus dem Krieg wurden zu einem bestimmenden Moment, sowohl für die internationale Politik als auch für die Weltwirtschaft. In diesem Beitrag analysieren wir, wie die internationalen Finanzmärkte diese Nachrichten wahrgenommen haben, insbesondere hinsichtlich der westlichen Positionen. Wir erstellen einen umfassenden Datensatz mit kriegsbezogenen Nachrichten und messen die Reaktionen von fünf zentralen Finanzmärkten. Die Ergebnisse zeigen, dass eine stärkere Unterstützung der Ukraine in den ersten Wochen des Krieges einen negativen Einfluss hatte. Folglich schienen die Finanzmärkte darin die Gefahr einer weiteren Eskalation zu sehen, welche die globale Wirtschaftstätigkeit bedrohe. Allerdings zeigt sich, dass sich mit einer verbesserten ukrainischen Position im Krieg die Einschätzungen stark veränderten. Seither wird die Linie einer aktiven Stärkung der Ukraine als positives Signal für die Finanzmärkte gesehen. Die Ergebnisse bestätigen auch, dass der Krieg und die Eskalation im Allgemeinen schädliche Wirkungen auf die internationalen Finanzmärkte hatten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Mai 2023 (2023)
Zitatform
Weber, Enzo & Anja Bauer (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Mai 2023. In: IAB-Forum H. 31.05.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230531.01
Abstract
"Im Winter rutschte die deutsche Wirtschaft in eine moderate Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt ist im ersten Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft, nach einem Rückgang von 0,5 Prozent im vierten Quartal 2022. Während die Investitionen und der Außenhandel positive Wachstumsbeiträge leisteten, belastete die nur langsam sinkende Inflation den Konsum stark. Und auch am aktuellen Rand verläuft die konjunkturelle Erholung bisher gebremst. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gab im Mai erstmals seit Herbst vorigen Jahres wieder nach. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin stabil. Beschäftigung und Arbeitslosigkeit steigen moderat." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Futurenomics: Zukunft des Geschäftsmodells und des Standorts Deutschland und Europa (2023)
Abstract
"Wie können vor dem Hintergrund der geopolitischen und ökonomischen Zeitenwende das Geschäftsmodell und der Standort Deutschland und Europa zukunftsfähig und zukunftsfest gemacht werden? Die Beiträge des Bandes wollen eine Debatte jenseits der aktuellen Krisenpolitik anstoßen, in der es darum geht, wirtschafts-, energie- und industriepolitische Antworten für die nächsten Jahre zu geben, um die digitale und nachhaltige Transformation voranzubringen, Wohlstand und Wertschöpfung zu wahren und zukunftsfähig zu machen und den sozialen Zusammenhalt zu sichern." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Dietz)
Weiterführende Informationen
Inhaltsverzeichnis bei der Deutschen Nationalbibliothek -
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The Ukraine Support Tracker: Which countries help Ukraine and how (2022)
Antezza, Arianna; Trebesch, Christoph; Frank, André; Frank, Pascal; Rebinskaya, Ekaterina; Franz, Lukas;Zitatform
Antezza, Arianna, André Frank, Pascal Frank, Lukas Franz, Ekaterina Rebinskaya & Christoph Trebesch (2022): The Ukraine Support Tracker. Which countries help Ukraine and how. (Kiel working paper 2218), Kiel, 34 S.
Abstract
"This paper presents the “Ukraine Support Tracker”, which lists and quantifies military, financial and humanitarian aid to Ukraine in the context of the Russia-Ukraine war. This second version covers the period January 24 until April 23, 2022. We measure support from Western governments, namely by the G7 and European Union member countries. Private donations, help for refugees outside of Ukraine, or aid through non-governmental organizations are not included due to a lack of systematic data. To value in-kind support like military equipment or weapons, we rely on government statements as well as own calculations using market prices. We find significant differences in the scale of support across countries, both in absolute terms and as percent of donor country GDP. In billions of Euros, by far the largest bilateral supporter of Ukraine is the United States, followed by Poland, the United Kingdom, Canada and Germany. In percent of donor GDP, small Eastern European countries stand out as particularly generous." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Possible Russian Invasion of Ukraine, Scenarios for Sanctions, and Likely Economic Impact on Russia, Ukraine, and the EU (2022)
Zitatform
Astrov, Vasily, Richard Grieveson, Artem Kochnev, Michael Landesmann & Olga Pindyuk (2022): Possible Russian Invasion of Ukraine, Scenarios for Sanctions, and Likely Economic Impact on Russia, Ukraine, and the EU. (WIIW policy notes and reports 55), Wien, 26 S.
Abstract
"While the outcome of the current Ukraine crisis is highly uncertain, it seems likely that the West will impose sanctions on Russia. Applying a stylized VARX model on Russian quarterly time series, we find no statistically significant impact of sanctions on either Russian GDP or the FX rate. However, we find that Russia is extremely vulnerable to a reduction in the price or volume of its energy exports. Aside from energy, the most painful sanctions would include cutting Russian banks off from the SWIFT system and dollar markets, and bans on exports of high-tech goods to Russia. While Russia has become increasingly insulated from the dollar-based global system, and has built up substantial buffers which it can deploy in the case of sanctions, under an adverse scenario the state would have to make large-scale interventions to maintain economic and financial stability. The Ukrainian economy will also suffer, and will require major Western support to maintain macro-financial stability. Over the medium run, the current crisis will further isolate Russia economically, leading to a continuation of its very mediocre growth performance since 2014." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Russia's Invasion of Ukraine: Assessment of the Humanitarian, Economic and Financial Impact in the Short and Medium Term (2022)
Astrov, Vasily ; Holzner, Mario ; Ghodsi, Mahdi ; Tverdostup, Maryna ; Landesmann, Michael ; Grieveson, Richard; Pindyuk, Olga; Stehrer, Robert ;Zitatform
Astrov, Vasily, Mahdi Ghodsi, Richard Grieveson, Mario Holzner, Michael Landesmann, Olga Pindyuk, Robert Stehrer & Maryna Tverdostup (2022): Russia's Invasion of Ukraine: Assessment of the Humanitarian, Economic and Financial Impact in the Short and Medium Term. (WIIW policy notes and reports 59), Wien, 67 S.
Abstract
"The Russian invasion of Ukraine has triggered a humanitarian, economic, financial and political crisis that will reverberate across Europe. In this Policy Note we analyse the short- and medium-term implications of the conflict. We find that the most severe economic and financial impact will be in Ukraine and Russia. Much of Ukraine is already devastated by the war, with around 19m people and over half of the country's GDP in the regions currently directly affected. Meanwhile we estimate that Russian GDP will contract by 7-8% this year, and inflation will accelerate to close to 30% by the end of 2022. For the rest of Europe, the impact will be felt via various channels, with the most significant so far being inflation on the back of high energy prices. If the EU were to ban imports of energy from Russia, or if Russia itself limits or stops gas exports to the EU, the trade impacts would be much more significant. The medium- and long-term outlook for Ukraine, Russia and the rest of Europe has been changed radically by the events of the last few weeks. For Ukraine, if one part of the country is occupied and the other part remains independent, economic outcomes will be very divergent, but the non-occupied part would see many refugees return, would receive massive Western financial support and could look forward to greater integration with the EU. For Russia, the economy will lose its access to Western technological transfer, and this cannot be fully compensated by China; an already meagre medium-term growth outlook has now deteriorated further. Meanwhile there are four main areas of structural change and lasting impact for the EU and Europe more broadly the EU will get more serious about defence, the green transition will gather pace, broader Eurasian economic integration will be unwound, and the EU accession prospects for countries in Southeast Europe could (and should) improve." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Russia's Invasion of Ukraine: Assessment of the Humanitarian, Economic and Financial Impact in the Short and Medium Term (2022)
Astrov, Vasily ; Bykova, Alexandra ; Ghodsi, Mahdi ; Grieveson, Richard; Stehrer, Robert ; Holzner, Mario ; Pindyuk, Olga; Kochnev, Artem; Tverdostup, Maryna ; Landesmann, Michael ;Zitatform
Astrov, Vasily, Mahdi Ghodsi, Richard Grieveson, Mario Holzner, Artem Kochnev, Michael Landesmann, Olga Pindyuk, Robert Stehrer, Maryna Tverdostup & Alexandra Bykova (2022): Russia's Invasion of Ukraine: Assessment of the Humanitarian, Economic and Financial Impact in the Short and Medium Term. In: International economics and economic policy, Jg. 19, H. 2, S. 331-381. DOI:10.1007/s10368-022-00546-5
Abstract
"What are the economic effects of the Ukraine war for Ukraine, Russia, and the rest of Europe? In this study, the Vienna Institute for International Economic Studies (wiiw) sheds light on the immediate consequences on the one hand, but also on the medium-term structural changes caused by the largest armed conflict in Europe since the Second World War. The Russian invasion of Ukraine has triggered a humanitarian crisis. Pre-war, almost 19 m people lived in those regions that are currently directly affected. Refugee inflows to the rest of Europe are likely to be at least three times greater than in 2015/2016. As Black Sea ports come under Russian assault, Ukraine has lost its ability to sell more than half of its exports, primarily agricultural commodities and metals. Western financial support will become ever more important as the war continues. Turning to Russia, sanctions will have a very serious impact on that country's economy and financial sector. Despite being partly hamstrung by the fact that a large proportion of Russian reserve assets are frozen in the EU and G7, the central bank managed to stabilise financial markets by a combination of confidence-building and hard-steering measures: capital controls, FX controls, regulatory easing for financial institutions, and a doubling of the key policy rate. The medium-term and long-term outlook is negative. As a result of the war and the sanctions, the rest of Europe faces a surge in already high inflation; this will weigh on real incomes and will depress economic growth. Many European countries rely heavily on Russia for oil and gas imports: import shares are over 75% in Czechia, Latvia, Hungary, Slovakia, and Bulgaria with respect to natural gas; Slovakia, Lithuania, Poland, and Finland with respect to oil and petroleum; and Cyprus, Estonia, Latvia, Denmark, Lithuania, Greece, and Bulgaria with respect to solid fuels. Aside from energy, the fallout via trade for the rest of Europe is likely to be small. Non-energy trade and investment links between Russia and many European countries have declined in importance since 2013. There are four main areas of structural change and lasting impact for the EU (and Europe more broadly) as a result of Russia's invasion of Ukraine. First, the EU will get more serious about defence. Second, the green transition will gather pace. Third, broader Eurasian economic integration will be unwound. And fourth, the EU accession prospects for countries in Southeast Europe could (and should) improve." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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What if? The Economic Effects for Germany of a Stop of Energy Imports from Russia (2022)
Bachmann, Rüdiger; Schularick, Moritz; Löschel, Andreas ; Kuhn, Moritz ; Baqaee, David; Bayer, Christian ; Pittel, Karen; Peichl, Andreas ; Moll, Benjamin;Zitatform
Bachmann, Rüdiger, David Baqaee, Christian Bayer, Moritz Kuhn, Andreas Löschel, Benjamin Moll, Andreas Peichl, Karen Pittel & Moritz Schularick (2022): What if? The Economic Effects for Germany of a Stop of Energy Imports from Russia. (EconPol policy report 36), München, 34 S.
Abstract
"This article discusses the economic effects of a potential cut-off of the German economy from Russian energy imports. We show that the effects are likely to be substantial but manageable. In the short run, a stop of Russian energy imports would lead to a GDP decline in range between 0.5% and 3% (cf. the GDP decline in 2020 during the pandemic was 4.5%)." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Was wäre, wenn...? Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Importstopps russischer Energie auf Deutschland (2022)
Bachmann, Rüdiger; Schularick, Moritz; Löschel, Andreas ; Bayer, Christian ; Kuhn, Moritz ; Baqaee, David; Peichl, Andreas ; Moll, Benjamin; Pittel, Karen;Zitatform
Bachmann, Rüdiger, David Baqaee, Christian Bayer, Moritz Kuhn, Andreas Löschel, Benjamin Moll, Andreas Peichl, Karen Pittel & Moritz Schularick (2022): Was wäre, wenn...? Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Importstopps russischer Energie auf Deutschland. (ECONtribute policy brief 029), Köln ; Bonn, 34 S.
Abstract
"In diesem Artikel werden die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglichen Stopps russischer Energieimporte auf die deutsche Wirtschaft diskutiert. Wir zeigen, dass die Auswirkungen wahrscheinlich substanziell, aber handhabbar sein werden. Kurzfristig würde ein Stopp der russischen Energieimporte zu einem BIP-Rückgang zwischen 0,5 % und 3 % führen (Zum Vergleich: Der BIP-Rückgang im Jahr 2020 auf Grund der Pandemie betrug 4,5 %)." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Was wäre, wenn...? Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Importstopps russischer Energie auf Deutschland (2022)
Bachmann, Rüdiger; Pittel, Karen; Kuhn, Moritz ; Baqaee, David; Peichl, Andreas ; Bayer, Christian ; Moll, Benjamin; Löschel, Andreas ; Schularick, Moritz;Zitatform
Bachmann, Rüdiger, David Baqaee, Christian Bayer, Moritz Kuhn, Andreas Löschel, Benjamin Moll, Andreas Peichl, Karen Pittel & Moritz Schularick (2022): Was wäre, wenn...? Die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Importstopps russischer Energie auf Deutschland. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. Sonderausgabe April, S. 6-14.
Abstract
"In diesem Artikel werden die wirtschaftlichen Auswirkungen eines möglichen Stopps russischer Energieimporte auf die deutsche Wirtschaft diskutiert. Wir zeigen, dass die Auswirkungen wahrscheinlich substanziell, aber handhabbar sein werden. Kurzfristig würde ein Stopp der russischen Energieimporte zu einem BIP-Rückgang zwischen 0,5% und 3% führen. Zum Vergleich: Der BIP-Rückgang im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie betrug 4,5%." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
OECD Employment Outlook 2022: Building Back More Inclusive Labour Markets (2022)
Zitatform
(2022): OECD Employment Outlook 2022. Building Back More Inclusive Labour Markets. (OECD employment outlook), Paris, 347 S. DOI:10.1787/1bb305a6-en
Abstract
"Two years into the pandemic, economic activity has recovered faster than expected. However, the labour market recovery is still uneven across sectors and is threatened by the economic fallout from Russia’s aggression against Ukraine, which has generated the fastest growing humanitarian crisis in Europe since World War II, sending shockwaves throughout the world economy. The 2022 edition of the OECD Employment Outlook reviews the key labour market and social challenges for a more inclusive post-COVID‑19 recovery. It also examines the policies to address these challenges and the outlook ahead. Particular attention is given to frontline workers and groups lagging behind in this recovery (young people, workers with less education, and racial/ethnic minorities). The Outlook also addresses a number of long-standing structural issues that have a key relevance for labour market inclusiveness, such as employer market power and its labour market consequences, the role of firms in wage inequality, and the effect of working time policies on well-being and economic outcomes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - November 2022 (2022)
Zitatform
Bauer, Anja & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - November 2022. In: IAB-Forum H. 30.11.2022 Nürnberg, 2022-11-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20221130.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt stieg preis-, saison- und kalenderbereinigt im dritten Quartal um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und lag damit erstmals wieder über dem Niveau von vor der Corona-Pandemie. Getragen wurde diese Entwicklung durch Nachholeffekte beim Konsum infolge der Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Sommer. Im laufenden Quartal ist mit einer Abschwächung der Konjunktur zu rechnen. Die steigende Inflation, insbesondere durch hohe Energiekosten, Unsicherheiten durch den Ukrainekrieg sowie fortbestehende Liefer- und Materialengpässe wirken dämpfend. Die Lage am Arbeitsmarkt ist weitestgehend unverändert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Oktober 2022 (2022)
Zitatform
Bauer, Anja, Hermann Gartner & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Oktober 2022. In: IAB-Forum H. 02.11.2022 Nürnberg, 2022-10-31. DOI:10.48720/IAB.FOO.20221102.01
Abstract
"Das Wirtschaftswachstum wird weiterhin durch den russischen Krieg gegen die Ukraine, Lieferengpässe und Preiserhöhungen gebremst. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt immerhin moderat (+0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal). Diese Faktoren, und die Sorge im Hinblick auf die Energieversorgung werden die wirtschaftliche Entwicklung auch in den kommenden Monaten beeinträchtigen. Die Vorlaufindikatoren wie der Geschäftsklimaindex und das IAB-Arbeitsmarktbarometer geben auch diesen Monat wieder etwas nach. Ein Einbruch am Arbeitsmarkt wird aber nicht erwartet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Kurzanalyse zu den Entwicklungen in der Ukraine-Krise: Auswirkungen auf Österreich und die EU (2022)
Baumgartner, Josef; Url, Thomas; Christen, Elisabeth ; Felbermayr, Gabriel ; Schiman, Stefan; Huber, Peter ;Zitatform
Baumgartner, Josef, Elisabeth Christen, Gabriel Felbermayr, Peter Huber, Stefan Schiman & Thomas Url (2022): Kurzanalyse zu den Entwicklungen in der Ukraine-Krise. Auswirkungen auf Österreich und die EU. (WIFO Research Briefs 2022,3), Wien, 11 S.
Abstract
"Während Russland hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Größe für Österreich und die EU nur von geringer Bedeutung ist, zeigen sich auf der Importseite Abhängigkeiten, weil vor allem Gasimporte aus Russland nicht kurzfristig durch Importe aus alternativen Bezugsquellen ersetzt werden können. Daher wird die Eskalation des Russland-Ukraine-Konfliktes die Wirtschaft im Euro-Raum vor allem über höhere Energiepreise, aber auch höhere Lebensmittelpreise, treffen. Im Jänner 2022 leisteten die Energiepreise einen Beitrag von rund 35% zur österreichischen Inflationsrate. Käme es zu einer längeren Unterbrechung von Gaslieferungen ohne einen schnellen Aufbau von Alternativquellen, würden sich spätestens im Spätherbst Knappheiten erwarten lassen, die Auswirkungen auf die Chemie-, Düngemittel-, Pharma- und Kunststoffindustrie haben könnten. Die Risiken sind also erheblich, bis hin zu deutlichen Bremsspuren in der konjunkturellen Entwicklung. Österreichische Banken haben im internationalen Vergleich hohe Kreditforderungen an russische Kundinnen und Kunden. Das Land liegt hinsichtlich der ausstehenden Beträge an dritter Stelle. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ist Österreich mit Abstand am stärksten unter allen westlichen Ländern betroffen. Systemische Risiken entstehen aber aus der Russlandkrise für das heimische Bankensystem insgesamt eher nicht. Nur 4% der Auslandsforderungen österreichischer Banken sind mit Russland verbucht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ukraine-Krieg trübt die mittelfristigen Wirtschaftsaussichten: Update der mittelfristigen Prognose 2022 bis 2026 (2022)
Zitatform
Baumgartner, Josef, Serguei Kaniovski & Hans Pitlik (2022): Ukraine-Krieg trübt die mittelfristigen Wirtschaftsaussichten. Update der mittelfristigen Prognose 2022 bis 2026. In: Monatsberichte / WIFO, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Jg. 95, H. 4, S. 233-245.
Abstract
"Die österreichische Wirtschaft erholte sich 2021 spürbar von der COVID-19-Krise. Infolge des Ukraine-Krieges und der Omikron-Welle der COVID-19-Pandemie fallen die Wachstumsaussichten für 2022 (+3,9%) jedoch um 1 Prozentpunkt schwächer aus als noch letzten Herbst erwartet. Getragen von den internationalen Entwicklungen schwächt sich das BIP-Wachstum bis 2026 auf das mittelfristige Trendwachstum von rund 1½% ab (Ø 2022/2026 +2,1% p. a., Ø 2010/2019 +1,5% p. a.). Trotz dieser markanten Abschwächung bewirkt die durch den demografischen Wandel ausgelöste, zunehmende Arbeitskräfteknappheit im Prognosezeitraum einen merklichen Rückgang der Arbeitslosigkeit: Die Arbeitslosenquote erreicht bereits 2022 das Vorkrisenniveau und wird 2026 voraussichtlich bei 6% liegen. Die Omikron-Welle in China und vor allem der Ukraine-Krieg verstärken und verlängern den bereits seit 2021 auf den internationalen Märkten beobachteten kräftigen Preisauftrieb. Getragen wird er vor allem von stark steigenden Energie-, Rohstoff- und Vorproduktpreisen sowie einem markanten Anstieg der Transportkosten aufgrund von Kapazitätsengpässen und daraus resultierenden Lieferverzögerungen. In Österreich werden die Verbraucherpreise 2022 um knapp 6% und 2023 um 3¼% steigen. Die Inflationsrate dürfte jedoch auch in der mittleren Frist zumindest ¼ Prozentpunkt über dem 2%-Zielwert der EZB liegen. Obwohl heuer zusätzliche Ausgaben getätigt werden, um die Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation abzufedern und die Versorgung von Flüchtlingen aus der Ukraine sicherzustellen, liegt die für 2022 prognostizierte Defizitquote gegenüber der mittelfristigen Einschätzung vom Oktober 2021 (einschließlich Steuerreform) unverändert bei 2,4% des nominellen BIP. Dies ist auf einen inflationsbedingten Anstieg der Einnahmen zurückzuführen. Bis 2026 dürfte die Budgetdefizitquote auf 0,4% des BIP sinken." (Autorenreferat, IAB-Doku, © WIFO - Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung)
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Literaturhinweis
Stopp russischer Energieeinfuhren würde deutsche Wirtschaft spürbar treffen, Fiskalpolitik wäre in der Verantwortung (2022)
Zitatform
Bayer, Christian, Alexander Kriwoluzky & Fabian Seyrich (2022): Stopp russischer Energieeinfuhren würde deutsche Wirtschaft spürbar treffen, Fiskalpolitik wäre in der Verantwortung. (DIW aktuell 80), Berlin, 6 S.
Abstract
"Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine haben viele westliche Länder Sanktionen gegen Russland verhängt, insbesondere gegen die Finanzwirtschaft. Doch zu einer Sanktion konnten sich die EU und auch Deutschland bisher nicht durchringen: ein Embargo auf den Import russischer Energieträger. Dieses vielfach kritisierte Zögern begründet die Bundesregierung mit den wirtschaftlichen Auswirkungen, die ein Importstopp für die deutsche Wirtschaft haben könnte. Denkbar ist aber auch, dass Russland seine Lieferungen aussetzt. Die vorliegende Modellrechnung zeigt, durch welche Wirkungskanäle – mit einem Fokus auf der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und vor allem dem privaten Konsum – ein Embargo oder Lieferstopp Deutschland treffen könnte. In dem Basisszenario erstrecken sich die BIP-Verluste über rund zehn Jahre und erreichen ihren Höhepunkt nach 18 Monaten mit einem Minus von drei Prozent. Gleichzeitig würde ein Importstopp zu einem Anstieg der Inflation um bis zu 2,3 Prozentpunkte führen. Das hier verwendete Modell wird dabei so aufgesetzt, dass es die Schwachpunkte einer kürzlich erschienenen Studie adressiert, indem es sowohl den privaten Konsum als auch die Wechselwirkungen im Euroraum miteinbezieht. Beide Studien zusammen ergeben ein immer besseres Bild der Wirkungsmechanismen eines Energieembargos auf die deutsche Wirtschaft. Das Modell macht eine Reihe von Annahmen, die in den meisten Fällen realistisch und angemessen sind. Jedoch muss betont werden, dass es noch nie ein solches Embargo in einer solchen Situation gegeben hat, so dass jegliche Annahmen mit Unsicherheit verbunden sind. Die Resultate auf Basis des Modells deuten die Größenordnung der Effekte eines Embargos an und sollen dazu dienen, der Politik eine Orientierung bei einem möglichen Lieferstopp zu geben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ukraine-Krise: Belastete Handelsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland (2022)
Beer, Sonja;Zitatform
Beer, Sonja (2022): Ukraine-Krise: Belastete Handelsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,08), Köln, 3 S.
Abstract
"Deutschland ist einer der wichtigsten Handelspartner Russlands. Obwohl die Handelsbeziehungen schon seit der Krim-Annexion und der gegenseitigen Sanktionen im Jahr 2014 beeinträchtigt sind, entfielen immer noch rund 7,4 Prozent des gesamten Außenhandels Russlands im Jahr 2020 auf den Warenhandel mit Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Ukraine-Krieg erschwert Erholung nach Pandemie: Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2022/2023 (2022)
Behringer, Jan; Watzka, Sebastian; Hohlfeld, Peter; Tober, Silke; Rietzler, Katja; Herzog-Stein, Alexander ; Stephan, Sabine; Dullien, Sebastian ; Theobald, Thomas ;Zitatform
Behringer, Jan, Sebastian Dullien, Alexander Herzog-Stein, Peter Hohlfeld, Katja Rietzler, Sabine Stephan, Thomas Theobald, Silke Tober & Sebastian Watzka (2022): Ukraine-Krieg erschwert Erholung nach Pandemie. Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung 2022/2023. (IMK Report 174), Düsseldorf, 45 S.
Abstract
"Der Ukraine-Krieg belastet durch das Emporschnellen der Energiepreise und den Produktionsstopp in wichtigen ukrainischen Zulieferbetrieben unmittelbar die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland. Daher werden zwei Szenarien prognostiziert, die die kriegs- und sanktionsbedingten Unsicherheiten durch unterschiedliche Verläufe der Rohöl- und Gaspreise sowie der Risikoprämien von Investitionen abbilden. Im Basisszenario beträgt der Anstieg des BIP 2022 im Jahresdurchschnitt 2,1% und im Risikoszenario sinkt es in diesem Jahr um durchschnittlich 0,3%. Im Risikoszenario ist die Erholung mit 4,3% im Jahresverlauf 2023 kräftig, kommt aber in der Jahresdurchschnittsrate von 1,4% infolge eines hohen statistischen Unterhangs aus 2022 kaum zum Ausdruck. Im Basisszenario beträgt der Zuwachs durchschnittlich 3,2%. Die Arbeitslosenquote steigt im Risikoszenario im Jahresverlauf 2022 aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung an und geht dann 2023 im Verlauf wieder deutlich zurück. Im Jahresdurchschnitt 2022 beträgt die Arbeitslosenquote im Basisszenario 4,9% und 5,3% im Risikoszenario. 2023 ist die Arbeitslosenquote im Risikoszenario (5,3%) um 0,7 Prozentpunkte höher als im Basisszenario (4,6%). In beiden Szenarien steigt die Inflation 2022 stark an: im Basisszenario beträgt sie 6,2% und im Risikoszenario 8,2%. Im nächsten Jahr flacht sie dann auf 2,2% bzw. 2,4% ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
A potential sudden stop of energy imports from Russia: Effects on energy security and economic output in Germany and the EU (2022)
Berger, Eva M. ; Salzmann, Leonard; Wieland, Volker; Grimm, Veronika ; Schnitzer, Monika ; Other, Lars; Bialek, Sylwia; Truger, Achim; Garnadt, Niklas;Zitatform
Berger, Eva M., Sylwia Bialek, Niklas Garnadt, Veronika Grimm, Lars Other, Leonard Salzmann, Monika Schnitzer, Achim Truger & Volker Wieland (2022): A potential sudden stop of energy imports from Russia: Effects on energy security and economic output in Germany and the EU. (Arbeitspapier / Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2022,01), Wiesbaden, 24 S.
Abstract
"The Russian war of aggression against Ukraine since 24 February 2022 has intensified the discussion of Europe’s reliance on energy imports from Russia. A ban on Russian imports of oil, natural gas and coal has already been imposed by the United States, while the United Kingdom plans to cease imports of oil and coal from Russia by the end of 2022. The European Commission has announced on 5 April 2022 to ban coal imports from Russia (Europäische Kommission, 2022a). It has been wrestling with the idea of an oil and gas embargo against Russia. At the same time, Russia may decide to stop its energy exports to countries that are imposing sanctions. The German Federal Government is currently opposing an energy embargo against Russia (BMWK, 2022a). However, the Federal Ministry for Economic Affairs and Climate Action (BMWK) is working on a strategy to reduce energy imports from Russia (BMWK, 2022b, 2022c). The urgency to reduce dependency on Russian gas seemed to have increased particularly after the Russian president announced Russia would accept only the Russian currency Ruble for energy exports – even though the issue seems to have been solved by energy importers opening accounts at the Gazprom bank. On 30 March 2022 the BMWK has declared early warning, i.e., the first of three crises levels according to the emergency plan for gas (BMWK, 2022d), which is based on the EU regulation 2017/1938 concerning measures to safeguard the security of gas supply (BMWK, 2022d). The crisis level of early warning primarily serves at improving information flows and cooperation between the relevant authorities; currently, no market intervention is undertaken. In this paper we first give an overview of the German and European reliance on energy imports from Russia with a focus on gas imports (Section II) and we discuss price effects (Section II.1), alternative suppliers of natural gas (Section II.2), and the potential for saving and replacing natural gas (Section II.3). In Section III, we provide an overview of estimates of the consequences on the economic outlook if the conflict intensifies. Section IV concludes." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Energiekrise für den Arbeitsmarkt in Deutschland auf regionaler Ebene (2022)
Bernardt, Florian; Ulrich, Philip; Zenk, Johanna ; Schneemann, Christian ; Kalinowski, Michael; Zika, Gerd ; Weber, Enzo ;Zitatform
Bernardt, Florian, Christian Schneemann, Philip Ulrich, Michael Kalinowski, Enzo Weber, Johanna Zenk & Gerd Zika (2022): Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Energiekrise für den Arbeitsmarkt in Deutschland auf regionaler Ebene. (IAB-Forschungsbericht 21/2022), Nürnberg, 21 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2221
Abstract
"Der Forschungsbericht analysiert die mittel- und langfristigen Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Energiekrise für 34 Arbeitsmarktregionen in Deutschland. Hierfür wurden die Szenarien aus der entsprechenden Analyse für Gesamtdeutschland regionalisiert. Ein Vergleich der regionalisierten Szenarien soll aufzeigen, welche Folgen der Ukraine-Krieg und die Energiekrise auf die regionalen Arbeitsmärkte in Deutschland haben könnte. Dabei werden ein mittelfristiges Szenario bis zum Jahr 2026 und ein längerfristiges Szenario bis zum Jahr 2030 berechnet. Zusätzlich werden die Wirkungen einer verschärften Energiekrise auf die Erwerbstätigenzahlen in den Regionen betrachtet. In diesem wird von einer Verdopplung der bisher angenommenen Preissteigerung ausgegangen. Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat eine große Fluchtbewegung ausgelöst, wodurch alle Arbeitsmarktregionen in Deutschland schon heute einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Relativ betrachtet nehmen - dem Szenario zufolge - die Bevölkerungszahlen bis 2026 und 2030 am stärksten in den Regionen Rostock, Hannover und Kassel zu. Die höheren Bevölkerungszahlen führen wiederum dazu, dass hierdurch auch die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter in allen Arbeitsmarktregionen steigt. Durch das steigende Arbeitskräftepotenzial kommt es in der langen Frist zu höheren Erwerbstätigenzahlen als im Alternativszenario „Frieden in Europa“. Zunächst liegen die Erwerbstätigenzahlen aufgrund der allgemein schlechteren Wirtschaftslage im Jahr 2026 jedoch in allen Arbeitsmarktregionen niedriger als im Alternativszenario. Der stärkste relative Rückgang wird in den Regionen Münster/Osnabrück, Bremen und Ravensburg erwartet. Langfristig liegt die Zahl der Erwerbstätigen zwar in den meisten Arbeitsmarktregionen höher als im Alternativszenario „Frieden in Europa“, weiterhin negativ und mit dem relativ stärksten Rückgang bleiben demnach jedoch die Regionen Ravensburg, Münster/Osnabrück und Neubrandenburg betroffen. Der Arbeitsplatzabbau ist in allen Regionen zu großen Teilen auf das Gastgewerbe, den Maschinenbau und den Landverkehr zurückzuführen. In den meisten Regionen kommt es auch zu einem Arbeitsplatzabbau im Einzelhandel und im Baugewerbe. Der Abbau in den jeweiligen Branchen ist auf die höheren Energiepreise, das damit verbundene höhere allgemeine Preisniveau und sinkende Konsumausgaben zurückzuführen. Je nach Region und regionaler Wirtschaftsstruktur ist der relative Rückgang unterschiedlich stark. Demgegenüber werden in fast allen Regionen Arbeitsplätze in den Bereichen Erziehung und Unterricht, der öffentlichen Verwaltung, Sicherheit und Sozialversicherung sowie im Gesundheitswesen aufgebaut. Der Arbeitsplatzaufbau in diesen Bereichen ist auf den Bevölkerungszuwachs, dessen demografische Zusammensetzung sowie die zusätzlichen Staatsausgaben zurückzuführen. Verschärft sich die Energiekrise weiter, indem sich die bisher angenommenen Energiepreise nochmals verdoppeln, wären die Wirkungen auf die Arbeitsmarktregionen deutlich negativer. Zusätzlich belastet wären dabei vor allem Regionen mit einem hohen Anteil an energieintensiven Branchen. Negative Effekte sind besonders für die nordwestlichen Regionen zu erwarten. Die Erwerbstätigenzahlen würden dann selbst langfristig unterhalb derer des Alternativszenarios „Frieden in Europa“ verbleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Energiepreisanstieg infolge des Kriegs: Wer ist besonders belastet? (2022)
Zitatform
Beznoska, Martin, Henry Goecke, Bjarne Schröder & Christoph Schröder (2022): Energiepreisanstieg infolge des Kriegs. Wer ist besonders belastet? (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,22), Köln, 3 S.
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine hat den Anstieg der Energiekosten weiter beschleunigt. Je nach Energieträger stiegen die Kosten allein zwischen Januar und März 2022 zwischen einem Viertel und gut 80 Prozent. Dies führt zu nennenswerten Kostenbelastungen, von denen die einkommensschwachen Haushalte in Relation zum Einkommen mit bis zu 4 Prozent am stärksten betroffen sind." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Euroraum im Herbst 2022: Rezession voraus (2022)
Boysen-Hogrefe, Jens; Kooths, Stefan; Sonnenberg, Nils; Stolzenburg, Ulrich; Groll, Dominik;Zitatform
Boysen-Hogrefe, Jens, Dominik Groll, Stefan Kooths, Nils Sonnenberg & Ulrich Stolzenburg (2022): Euroraum im Herbst 2022. Rezession voraus. (Kieler Konjunkturberichte 94), Kiel, 15 S.
Abstract
"Der Euroraum steuert auf eine Rezession zu. Zwar konnte die Erholung von den wirtschaftlichen Beeinträchtigungen der Corona-Pandemie bis zur Jahresmitte 2022 trotz des Ukraine-Krieges zunächst fortgesetzt werden. Der anhaltende Energiepreisschock und Gegenwind aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld lassen für die bevorstehenden Quartale jedoch eine ausgeprägte konjunkturelle Schwächephase erwarten. Frühindikatoren zur Zuversicht von Unternehmen und insbesondere von Verbrauchern zeigten zuletzt eine markante Verschlechterung der Stimmungslage an. Die Inflation dürfte noch einige Zeit hoch bleiben, so dass Kaufkraft bei Unternehmen und Haushalten gemindert wird und dadurch der reale private Konsum erheblich belastet wird. Somit wird die gesamtwirtschaftliche Produktion wohl für einige Quartale leicht schrumpfen. Im Verlauf des Jahres 2023 dürfte dieser Abwärtstrend allmählich drehen, sofern die Energiepreise ausgehend von ihren aktuell sehr hohen Niveaus wieder etwas sinken. In der Folge dürfte sich der private Verbrauch stabilisieren und nach und nach zu einer wenn auch nur mäßigen Expansion der gesamtwirtschaftlichen Produktion beitragen. Die Erholung dürfte im weiteren Verlauf des Prognosezeitraums - auch gestützt durch eine Belebung der Auslandsnachfrage - noch etwas an Fahrt aufnehmen. Insgesamt dürfte das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr wohl um 3 Prozent steigen, im Jahr 2023 nahezu stagnieren und anschließend wieder moderat um 1,6 Prozent zulegen (2024). Die Verbraucherpreise steigen im Durchschnitt des laufenden Jahres voraussichtlich um 8,1 Prozent und damit so stark wie nie zuvor seit Bestehen der Währungsunion. Im Folgejahr wird die Teuerungsrate mit 7,2 Prozent wohl erneut sehr hoch liegen, im Jahr 2024 aber wieder moderater ausfallen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Mittelfristprojektion für Deutschland im Herbst 2022: Energieknappheit lastet auf Produktionspotenzial (2022)
Boysen-Hogrefe, Jens; Stolzenburg, Ulrich; Kooths, Stefan; Sonnenberg, Nils; Groll, Dominik; Gern, Klaus-Jürgen; Reents, Jan; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Meuchelböck, Saskia ;Zitatform
Boysen-Hogrefe, Jens, Klaus-Jürgen Gern, Dominik Groll, Timo Hoffmann, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Saskia Meuchelböck, Jan Reents, Nils Sonnenberg & Ulrich Stolzenburg (2022): Mittelfristprojektion für Deutschland im Herbst 2022. Energieknappheit lastet auf Produktionspotenzial. (Kieler Konjunkturberichte 96), Kiel, 15 S.
Abstract
"Der Wachstumspfad der deutschen Wirtschaft flacht sich weiter ab. Am Ende des Projektionszeitraums im Jahr 2027 dürfte das Wachstum des Produktionspotenzials nur noch knapp 0,7 Prozent betragen. Damit würde es sich gegenüber seinem Zwischenhoch im Jahre 2017 halbieren. Hauptgrund ist der demografische Wandel. Zudem belasten mittelfristig höhere Energie- und Rohstoffpreise das Potenzial. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten dürften so lange wie noch nie zuvor im wiedervereinigten Deutschland unterausgelastet sein. Maßgeblich sind die zwei in rascher Folge aufgetretene Krisen - die Pandemie und der Krieg in der Ukraine." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Deutsche Wirtschaft im Herbst 2022: Konjunktur auf Entzug (2022)
Boysen-Hogrefe, Jens; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Groll, Dominik; Kooths, Stefan; Sonnenberg, Nils; Meuchelböck, Saskia ;Zitatform
Boysen-Hogrefe, Jens, Dominik Groll, Timo Hoffmann, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Saskia Meuchelböck & Nils Sonnenberg (2022): Deutsche Wirtschaft im Herbst 2022. Konjunktur auf Entzug. (Kieler Konjunkturberichte 95), Kiel, 45 S.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Abwärtssog. Die jüngsten Preissprünge bei Strom und Gas werden die Kaufkraft der privaten Haushalte spürbar verringern und zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben führen. Zudem werden die seit dem Sommer weltweit eingetrübten wirtschaftlichen Aussichten nicht nur die Exporte, sondern auch die Investitionstätigkeit merklich dämpfen. Im Ergebnis wird die deutsche Wirtschaft erneut in eine Rezession abgleiten, in einer Phase, in der sie sich gerade von den pandemiebedingten Rückschlägen erholte. In unserer Sommerprognose waren wir noch davon ausgegangen, dass die Auftriebskräfte trotz der Belastungen durch den Krieg in der Ukraine überwiegen würden und das Bruttoinlandsprodukt kräftig steigen würde. Nun rechnen wir für das laufende Jahr nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,4 Prozent (Sommerprognose: 2,1 Prozent). Im kommenden Jahr dürfte es sogar um 0,7 Prozent zurückgehen (Sommerprognose: +3,3 Prozent). Im Jahr 2024, wenn die belastenden Faktoren an Wirkung verlieren, wird das Bruttoinlandsprodukt wohl um 1,7 Prozent steigen. Sofern die Preise für Strom und Gas für längere Zeit hoch bleiben - so wie es sich derzeit abzeichnet - wird die Inflation ausgehend von ihrem Rekordniveau von 8 Prozent im laufenden Jahr voraussichtlich auf 8,7 Prozent im Jahr 2023 steigen, da die Marktpreise für Strom und Gas die Verbraucherpreise erst mit einiger Verzögerung erreichen. Erst im Jahr 2024, wenn die Energiepreise wieder nachgeben, dürfte sich die Inflation deutlich beruhigen. Die Rezession wird auch Spuren am Arbeitsmarkt hinterlassen. Aufgrund des Fachkräftemangels dürften sie jedoch vergleichsweise gering ausfallen. Die Arbeitslosenquote steigt von 5,3 Prozent im laufenden Jahr auf 5,6 Prozent im kommenden Jahr. Trotz erheblicher Mehrausgaben für das Abfedern der hohen Energiepreise wird sich der Finanzierungssaldo des Staates voraussichtlich kaum verschlechtern, da der hohe Preisauftrieb für Mehreinnahmen sorgt. Der Bruttoschuldenstand in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt dürfte sogar von 68,7 Prozent im Jahr 2021 auf 64,6 Prozent im Jahr 2024 zurückgehen, da das nominale Bruttoinlandsprodukt aufgrund des insgesamt hohen Preisauftriebs kräftig steigen wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Infektion, Invasion, Inflation: Die Armen im Ausnahmezustand (2022)
Butterwegge, Christoph;Zitatform
Butterwegge, Christoph (2022): Infektion, Invasion, Inflation: Die Armen im Ausnahmezustand. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 67, H. 9, S. 73-79.
Abstract
"Die Preise für Nahrungsmittel, Strom und Heizenergie steigen in Folge der Pandemie und des Ukraine-Kriegs. Doch die Finanzhilfen des Bundes lassen einmal mehr die Armen außen vor, kritisiert der Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge. Das aber droht die Gesellschaft weiter zu spalten." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Blätter Verlagsgesellschaft mbH)
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Literaturhinweis
Rohstoffabhängigkeiten der deutschen Industrie von Russland (2022)
Zitatform
Bähr, Cornelius, Melinda Fremerey, Manuel Fritsch & Thomas Obst (2022): Rohstoffabhängigkeiten der deutschen Industrie von Russland. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,31), Köln, 3 S.
Abstract
"Russland ist nicht nur ein wesentlicher Gas-Exporteur für Deutschland, sondern liefert auch wichtige Rohstoffe für die deutsche Industrie. Deutschland und der Weltmarkt sind vor allem bei Nickel, Palladium und Chrom abhängig von russischen Exporten. Dies sind Rohstoffe, die zum Teil schwierig zu substituieren sind. Daher sind neue Handelsbeziehungen zu alternativen Exportnationen für diese Rohstoffe essenziell." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The Ukraine Crisis: Causes, Conundrum and Consequences (2022)
Cheng, Manqing;Zitatform
Cheng, Manqing (2022): The Ukraine Crisis: Causes, Conundrum and Consequences. In: Journal of Social and Political Sciences / Asian Institute of Research, Jg. 5, H. 2, S. 96-111. DOI:10.31014/aior.1991.05.02.350
Abstract
"Located at the geopolitical centre of Eurasia, Ukraine has been an important arena for great power game for nearly three decades since the collapse of the Soviet Union. The West, principally the United States and Europe, and the Russian Federation have therefore been heavily involved in Ukraine's internal and external development. Their ideological, economic, and geopolitical interests clashed in a fierce battle that led to multiple political regime changes in Ukraine, and ultimately plunged Europe into an intractable security situation. This paper takes the rivalry between the US, Europe and Russia in Ukraine as a starting point to examine the dilemma facing European security in the context of the great power game, the root causes behind the Ukraine crisis, its far-reaching consequences for geopolitics and global patterns and the implications for regional peace in other parts of the world." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Ähnliche Treffer
zugleich erschienen als: OSF preprints -
Literaturhinweis
Preisschocks, Lieferengpässe und hohe Unsicherheit: Prognose-Update: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2022 (2022)
Dullien, Sebastian ; Watzka, Sebastian; Hohlfeld, Peter; Tober, Silke; Rietzler, Katja; Herzog-Stein, Alexander ; Theobald, Thomas ; Stephan, Sabine;Zitatform
Dullien, Sebastian, Alexander Herzog-Stein, Peter Hohlfeld, Katja Rietzler, Sabine Stephan, Thomas Theobald, Silke Tober & Sebastian Watzka (2022): Preisschocks, Lieferengpässe und hohe Unsicherheit. Prognose-Update: Die konjunkturelle Lage in Deutschland zur Jahresmitte 2022. (IMK Report 175), Düsseldorf, 19 S.
Abstract
"Die Wachstumsaussichten für die deutsche Wirtschaft haben sich infolge des Ukrainekriegs, anhaltender Lieferengpässe, Preisschocks sowie einer schwächeren Weltkonjunktur weiter eingetrübt. Dies hinterlässt insbesondere in diesem Jahr tiefe Spuren bei den Exporten. Der private Verbrauch wird in diesem Jahr stark durch den hohen Kaufkraftverlust durch die Preisschocks bei Energie und Nahrungsmitteln belastet. Gestützt wird der private Konsum durch die Einkommensentwicklung. Dabei steigt ab Oktober 2022 der gesetzliche Mindestlohn von 10,45 Euro auf 12 Euro pro Stunde für mehr als 6 Millionen Beschäftigte. Zudem wirken kräftige staatliche Transfers und deutliche Steuerentlastungen aus den beiden Entlastungspaketen der Bundesregierung positiv auf die verfügbaren Einkommen. Die Ausrüstungsinvestitionen werden nicht zuletzt wegen der höheren Militärausgaben im Prognosezeitraum Fahrt aufnehmen und die Bauinvestitionen bleiben insgesamt robust. Alles in allem ist mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,9 % im Jahr 2022 und 2,6 % im Jahr 2023 zu rechnen. Die Arbeitslosenquote, die bereits im März 2022 5,0 % erreichte, sinkt im Jahresdurchschnitt von 5,7 % im vergangenen Jahr auf 5,0 % 2022 und 4,7 % 2023. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte in diesem Jahr 6,9 % betragen und auch im kommenden Jahr mit 2,6 % noch deutlich über dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank liegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Stopp des Bezugs von russischem Gas birgt erhebliche Risiken (2022)
Zitatform
Frondel, Manuel & Christoph M. Schmidt (2022): Stopp des Bezugs von russischem Gas birgt erhebliche Risiken. (RWI Positionen 81), Essen, 8 S.
Abstract
"Mit einem Importanteil von mehr als 50% beruht ein Großteil der deutschen Gasversorgung auf Lieferungen aus Russland. Es würde schwerfallen, diese kurzfristig zu ersetzen, da sowohl die Kapazitäten der LNG-Terminals als auch die Transportkapazitäten des bestehenden Pipelinenetzes begrenzt sind. Überdies wäre die europaweite Konkurrenz um die knappen noch freien Erdgasmengen massiv. Daher sollte nicht vorschnell auf den Import von russischem Gas oder gar auf einen vollständigen Bezug russischer Energieimporte verzichtet werden. Um sich unabhängig von Russland zu machen, sind zunächst erhebliche Anstrengungen auf allen Ebenen nötig, von der Politik bis zu den Unternehmen. Dabei ist es derzeit nahezu unmöglich, belastbare Aussagen über die Größenordnung der damit verbundenen wirtschaftlichen Konsequenzen zu treffen. Drohungen, auf russische Energieimporte zu verzichten, sollten jedenfalls nur unter Berücksichtigung der damit verbundenen erheblichen Risiken für die deutsche Volkswirtschaft ausgesprochen werden. Diese Abwägungen gehen weit über ökonomische Modellrechnungen hinaus." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der russische Überfall auf die Ukraine: Folgen für die Konjunktur und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf (2022)
Fuest, Clemens;Zitatform
Fuest, Clemens (2022): Der russische Überfall auf die Ukraine: Folgen für die Konjunktur und wirtschaftspolitischer Handlungsbedarf. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. Sonderausgabe April, S. 3-5.
Abstract
"Der Ukraine-Krieg unterbricht die Erholung der Konjunktur nach der Pandemie. Es kommt zu einer stagflationären Entwicklung. Die Politik kann die Kosten höherer Preise für Energie, Rohstoffe und Nahrungsmittel nicht aus der Welt schaffen, sondern nur umverteilen. Die Geldpolitik muss dringend restriktiver werden, um die Inflation zu bremsen. An die Politik werden derzeit dennoch Forderungen herangetragen, die Bevölkerung einerseits von den Folgen der Krise abzuschirmen, andererseits aber die russischen Gaslieferungen zu stoppen. Hierzu hat die Bundesregierung verschiedene Steuersenkungen und Transfers auf den Weg gebracht. Bezüglich des Gasimports sollte nach dem Ukraine-Krieg wieder Gas aus Russland importiert werden, unabhängig davon, ob die Importe während des Krieges unterbrochen werden. Allerdings sollten auch Parallelstrukturen aufgebaut werden, um die Gasimporte aus Russland in künftigen Krisen falls notwendig schnell und zu tragbaren Kosten unterbrechen zu können." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Ukrainekrieg und die Folgen für unser Wirtschaftsmodell (2022)
Fuest, Clemens;Zitatform
Fuest, Clemens (2022): Der Ukrainekrieg und die Folgen für unser Wirtschaftsmodell. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 4, S. 242-243. DOI:10.1007/s10273-022-3143-2
Abstract
"Der Ukrainekrieg wird oft als Zeitenwende bezeichnet, also als Ereignis, mit dem eine Ära endet und eine neue beginnt. Deutschland gilt dabei als eines der Länder, die sich umstellen müssen. Die Juristin und Politikwissenschaftlerin Constanze Stelzenmüller hat das Wirtschaftsmodell Deutschland so charakterisiert: Das Land habe sein Wirtschaftswachstum nach China ausgelagert, seine Energieversorgung nach Russland und seine Sicherheitspolitik in die USA. Das ist zugespitzt, aber nicht von der Hand zu weisen. Was ist zu tun?" (Textauszug, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
IAB-Prognose 2022: Konjunkturaufschwung ausgebremst (2022)
Gartner, Hermann ; Hellwagner, Timon ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Weber, Enzo ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ;Zitatform
Gartner, Hermann, Timon Hellwagner, Markus Hummel, Christian Hutter, Susanne Wanger, Enzo Weber & Gerd Zika (2022): IAB-Prognose 2022: Konjunkturaufschwung ausgebremst. (IAB-Kurzbericht 07/2022), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2207
Abstract
"Die Arbeitsmarktentwicklung blieb auch nach dem zweiten Corona-Winter vergleichsweise robust. Die Einschätzung zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung steht im Zeichen des Angriffs Russlands auf die Ukraine. Der erwartete Aufschwung wird deutlich gebremst. Der Kurzbericht gibt einen Ausblick auf das Arbeitsmarktgeschehen im Jahr 2022 unter der Annahme, dass der Ukraine-Krieg zu keiner noch umfassenderen Eskalation führt, aber auch nicht schnell beendet sein wird." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Beteiligte aus dem IAB
Gartner, Hermann ; Hellwagner, Timon ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Weber, Enzo ; Hutter, Christian ; Zika, Gerd ;Weiterführende Informationen
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Literaturhinweis
Bedeutung des Ukraine-Krieges für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Bedeutung des Ukraine-Krieges für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland. In: IAB-Forum H. 02.03.2022 Nürnberg, 2022-03-01. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220302.02
Abstract
"Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine stellt sich auch die Frage, welche Folgen die militärische Eskalation auf Gesamtwirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland hat. Wirtschaftliche Auswirkungen können sich unter anderem über Handelsverflechtungen, Energieversorgung, Unsicherheit und Migration ergeben. Angesichts der insgesamt stabilen Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes könnten die Effekte hier begrenzt bleiben. Es bestehen aber Risiken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2022. In: IAB-Forum H. 03.05.2022 Nürnberg, 2022-04-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220503.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal 2022 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine verschärft Lieferengpässe und Preissteigerungen und belastet die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate haben sich aber nach einem Einbruch im Vormonat zumindest stabilisiert. Auch wenn höhere Preise die Kaufkraft dämpfen, machen sich im Handel und dem Gastgewerbe die Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen positiv bemerkbar. Die Erholung am Arbeitsmarkt setzt sich fort. Risiken stellen eine noch umfassendere Eskalation des Krieges und ein möglicher Stopp russischer Energielieferungen dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - August 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - August 2022. In: IAB-Forum H. 31.08.2022 Nürnberg, 2022-08-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220831.01
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt legte im zweiten Quartal 2022 preis-, saison- und kalenderbereinigt gegenüber dem ersten Quartal leicht um 0,1 Prozent zu. Der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe, Preiserhöhungen und die unsichere Gasversorgung in den kommenden Monaten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich im August leicht eingetrübt. Die Zunahme der Beschäftigung setzt sich aber verlangsamt fort. Die Arbeitslosigkeit steigt erneut etwas an, da arbeitsuchende ukrainische Geflüchtete nun in der Grundsicherung betreut werden. Die Entwicklung der nächsten Monate bleibt mit hohen Unsicherheiten verbunden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - März 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - März 2022. In: IAB-Forum H. 31.03.2022 Nürnberg, 2022-03-30. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220331.02
Abstract
"Das Bruttoinlandsprodukt sank im Schlussquartal 2021 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die coronabedingten Einschränkungen haben zum Jahreswechsel den Aufschwung ausgebremst. Die Lockerungen verbessern nun die Lage insbesondere für den Handel und das Gastgewerbe. Der Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine belastet die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten Monate sind eingebrochen. Die Erholung am Arbeitsmarkt setzt sich dennoch fort. Erhebliche Risiken stellen eine noch umfassendere Eskalation des Krieges und ein Stopp russischer Energielieferungen dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - September 2022 (2022)
Zitatform
Gartner, Hermann & Enzo Weber (2022): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - September 2022. In: IAB-Forum H. 30.09.2022 Nürnberg, 2022-09-27. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220930.01
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine, Lieferengpässe, Preiserhöhungen und insbesondere die unsichere Energieversorgung in den kommenden Monaten belasten die wirtschaftliche Entwicklung. Die Erwartungen der Unternehmen haben sich im September weiter eingetrübt. Die Lage am Arbeitsmarkt stagniert. Die Arbeitslosigkeit steigt erneut etwas an, da arbeitsuchende ukrainische Geflüchtete nun in der Grundsicherung betreut werden. Die Entwicklung der nächsten Monate bleibt mit hohen Unsicherheiten verbunden. Ein Einbruch am Arbeitsmarkt wird aber nicht erwartet." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023: 30. März 2022 (2022)
Zitatform
Grimm, Veronika, Monika Schnitzer, Achim Truger & Volker Wieland (2022): Aktualisierte Konjunkturprognose 2022 und 2023. 30. März 2022. Wiesbaden, 76 S.
Abstract
"Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Diese angebotsseitigen Schwierigkeiten treffen voraussichtlich noch auf eine weiterhin robuste Konsumnachfrage. Insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen dürften sich im Sommerhalbjahr 2022 weiter erholen. Im Zuge einer weiteren Normalisierung der Konsumstruktur zwischen Gütern und Dienstleistungen sollten zumindest die pandemiebedingten Engpässe im Verlauf des Jahres an Einfluss verlieren. Wachstumsimpulse dürften durch den teilweisen Abbau ungeplanter pandemiebedingter Ersparnisse und einen soliden Arbeitsmarkt entstehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Weiterführende Informationen
Auswirkungen -
Literaturhinweis
Die wirtschaftliche Entwicklung im Ausland: Krieg in der Ukraine belastet die Weltwirtschaft und bringt weiteren Inflationsschub (2022)
Grozea-Helmenstein, Daniela; Weyerstraß, Klaus; Kirsch, Florian;Zitatform
Grozea-Helmenstein, Daniela, Florian Kirsch & Klaus Weyerstraß (2022): Die wirtschaftliche Entwicklung im Ausland. Krieg in der Ukraine belastet die Weltwirtschaft und bringt weiteren Inflationsschub. In: RWI Konjunkturberichte, Jg. 73, H. 1, S. 5-38.
Abstract
"Im Frühjahr 2022 steht die Weltwirtschaft unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine und der gegen Russland verhängten Sanktionen. Der Krieg trifft die Weltwirtschaft in einer Phase, in der die Folgen der Corona-Pandemie allmählich abklingen. Nachdem vielerorts im Herbst und Winter angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen die Infektionsschutzmaßnahmen verschärft worden waren, haben im Februar und im März viele Länder die Maßnahmen weitgehend oder sogar vollständig aufgehoben. Allerdings dürften sich die Probleme in den globalen Lieferketten infolge des Krieges und der Sanktionen wohl langsamer lösen, als es sonst zu erwarten gewesen wäre. Die Dienstleistungsbereiche dürften nach der weitgehenden Aufhebung der Infektionsschutzmaßnahmen ihre Aktivitäten weiter ausweiten. Gebremst wird die Entwicklung jedoch von der hohen Inflation. Insbesondere die Preise für Energie und viele Rohstoffe sind stark angestiegen. Die hohen Preissteigerungen belasten Haushalte und Unternehmen und führen dazu, dass die Notenbanken ihre Geldpolitik spürbar straffen. Nach der starken wirtschaftlichen Erholung im vergangenen Jahr dürfte das Wachstum der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum zurückgehen. Für das laufende Jahr ist eine Wachstumsrate von 4,0% zu erwarten. Im kommenden Jahr dürfte sie bei 3.2% liegen. Die Inflationsraten dürften im laufenden Jahr sehr hoch sein, im weiteren Verlauf jedoch zurückgehen, auch wegen der Basiseffekte bei den Rohstoffpreisen. Für den Ausblick bestehen erhebliche Risiken. Hierzu zählt eine weitere Eskalation des Kriegs in der Ukraine. Aber auch die Corona-Pandemie ist noch nicht überwunden, und es könnte zu erneuten Einschränkungen für die Wirtschaftsaktivität kommen, insbesondere wenn sich Virus-Varianten ausbreiten, die mit einer höheren Krankheitslast einhergehen. Sowohl der Krieg als auch die Pandemie könnten die globalen Lieferketten stärker belasten und zu Produktionsausfällen und weiteren Preisanstiegen beitragen. Die raschere Straffung der Geldpolitik könnte die Wirtschaft stärker dämpfen als erwartet. Zudem bestehen vor diesem Hintergrund Risiken für die Finanzstabilität, vor allem in einigen Schwellenländern." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche Effekte des Krieges in der Ukraine: Ausgangslage und Übertragungswege (2022)
Grömling, Michael;Zitatform
Grömling, Michael (2022): Wirtschaftliche Effekte des Krieges in der Ukraine. Ausgangslage und Übertragungswege. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,14), Köln, 23 S.
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine schafft neue und verschärft bestehende Anpassungslasten für die gesamte Volkswirtschaft. Im folgenden Beitrag werden Orientierungspunkte für die ökonomischen Auswirkungen des Krieges auf die deutsche Wirtschaft aufgezeigt. Diese Effekte hängen von den politischen Konstellationen ab, die sich in den kommenden Wochen oder Monaten abzeichnen werden. Zunächst wird die Ausgangslage für die mit dem Krieg in der Ukraine einhergehenden wirtschaftlichen Herausforderungen dargelegt. Auch ohne die infolge des Krieges in der Ukraine neu auftretenden Verunsicherungen und Störungen auf der Angebots- und Nachfrageseite der Volkswirtschaft hat die bisherige wirtschaftliche Dynamik nach dem starken Wirtschaftseinbruch im Gefolge der Corona-Pandemie noch nicht ganz ausgereicht, um in Deutschland auf das Vorkrisenniveau zurückzukehren. Die kumulativen Angebotsbelastungen schlagen sich seit geraumer Zeit in der Preisentwicklung nieder und haben dem Thema Stagflation eine hohe Aufmerksamkeit verliehen. Der Krieg in der Ukraine setzt somit auf ein makroökonomisches Umfeld auf, das von Produktionsproblemen und hohen Preisanstiegen geprägt ist. Um eine Orientierung dafür zu bekommen, über welche Transmissionskanäle die Unternehmen in Deutschland aufgrund des Krieges in der Ukraine beeinträchtigt werden, hat das Institut der deutschen Wirtschaft unmittelbar nach Ausbruch des russischen Einmarschs begonnen, Unternehmen zu befragen. Die Befragungsergebnisse signalisieren, dass die größten Anpassungslasten über stark ansteigende Preise – auf der Produzentenebene und daraus abgeleitet auch auf der Konsumebene – stattfinden werden. Aber auch ausbleibende Gaslieferungen und Vorleistungsengpässe können die Produktionsprozesse erheblich beeinträchtigen. Mittelfristig werden diese Gefahren sogar höher eingeschätzt. Vor diesem Hintergrund werden die möglichen Auswirkungen des Krieges auf die Konsum- und Investitionstätigkeit in Deutschland diskutiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Betriebliche Belastungen durch Ukrainekrieg (2022)
Zitatform
Grömling, Michael & Hubertus Bardt (2022): Betriebliche Belastungen durch Ukrainekrieg. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 4, S. 283-287. DOI:10.1007/s10273-022-3159-7
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine bringt erhebliche Belastungen für die deutsche Wirtschaft mit sich. Auf Basis der Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft können die verschiedenen Übertragungswege und Auswirkungen eingeschätzt werden. Fast 80% der Unternehmen sehen sich derzeit durch hohe Energiepreise belastet. Über 40% erwarten, dass sie kurzfristig in ihren Geschäftsabläufen durch ausfallende Lieferungen von Vorleistungen beeinträchtigt werden; ebenso hoch ist die erwartete Belastung durch drohende Engpässe in der Energieversorgung. Seit der ersten Befragung in der ersten Märzhälfte 2022 haben sich die Sorgen tendenziell erhöht. Für die mittlere Frist werden weiter ansteigende Belastungen durch den Krieg für die Unternehmen erwartet." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Stromversorgung auch ohne russische Energielieferungen und trotz Atomausstiegs sicher – Kohleausstieg 2030 bleibt machbar (2022)
Hauenstein, Christian; Herpich, Philipp; Hirschhausen, Christian von; Rieve, Catharina; Holz, Franziska; Oei, Pao-Yu; Kemfert, Claudia ; Hainsch, Karlo; Kendziorski, Mario;Zitatform
Hauenstein, Christian, Karlo Hainsch, Philipp Herpich, Christian von Hirschhausen, Franziska Holz, Claudia Kemfert, Mario Kendziorski, Pao-Yu Oei & Catharina Rieve (2022): Stromversorgung auch ohne russische Energielieferungen und trotz Atomausstiegs sicher – Kohleausstieg 2030 bleibt machbar. (DIW aktuell 84), Berlin, 9 S.
Abstract
"Mit einem Kohle-Embargo erhöht die Europäische Union den Druck auf Russland. Nach einer Übergangsfrist soll im August keine russische Kohle mehr importiert werden. Jüngere Studien zeigen, dass Deutschland die Einfuhren aus Russland bis zum Sommer durch Importe aus anderen Ländern ersetzen kann. Da aber auch ein Aus für die russischen Erdgaslieferungen droht, müssen Pläne zur Versorgungssicherheit entwickelt werden. Das DIW Berlin hat in Szenariorechnungen analysiert, wie das deutsche Stromsystem auf einen Stopp russischer Energielieferungen (insbesondere Kohle und Erdgas) reagieren kann, ohne den beschleunigten Kohleausstieg beziehungsweise den Atomausstieg 2022 in Frage zu stellen. Es zeigt sich, dass im kommenden Jahr 2023 auch ohne russische Energielieferungen eine sichere Stromversorgung möglich ist; die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke kann und sollte wie geplant im Dezember 2022 erfolgen. Kurzfristig müssen Kohle-kraftwerke aus der Netzreserve genutzt und die Sicherheitsbereitschaft einiger Kraftwerke verlängert werden. Mittelfristig ist bei dem von der Bundesregierung im Osterpaket angestrebten beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien ein rückläufiger Bedarf an Erdgas- und Kohleverstromung bis 2030 zu beobachten. Somit bleibt das im Koalitionsvertrag angestrebte Ziel eines auf 2030 vorgezogenen Kohleausstiegs erreichbar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gemeinschaftsdiagnose: Energiekrise, Inflation, Rezession und Wohlstandsverlust (2022)
Zitatform
Holtemöller, Oliver, Stefan Kooths, Torsten Schmidt & Timo Wollmershäuser (2022): Gemeinschaftsdiagnose: Energiekrise, Inflation, Rezession und Wohlstandsverlust. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 10, S. 761-765. DOI:10.1007/s10273-022-3291-4
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft wird von der krisenhaften Zuspitzung auf den Gasmärkten schwer belastet. Die hochgeschnellten Gaspreise erhöhen die Energiekosten drastisch und gehen mit einem massiven gesamtwirtschaftlichen Kaufkraftentzug einher. Dies dämpft nicht nur die noch unvollständige Erholung von der Coronakrise, sondern drückt die deutsche Wirtschaft in die Rezession. Dabei kommen die Institute für den kommenden Winter zu dem Ergebnis, dass bei normalen Witterungsbedingungen keine Gasmangellage eintritt. Dennoch bleibt die Versorgungslage äußerst angespannt. Vor diesem Hintergrund dürfte die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal bereits leicht gesunken sein. Im Winterhalbjahr ist aufgrund der steigenden Kosten für Energie, der nachlassenden Konsumnachfrage und der schwächelnden Weltwirtschaft mit einem deutlichen Rückgang zu rechnen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Europa kann die Abhängigkeit von Russlands Gaslieferungen durch Diversifikation und Energiesparen senken (2022)
Zitatform
Holz, Franziska, Claudia Kemfert, Hella Engerer & Robin Sogalla (2022): Europa kann die Abhängigkeit von Russlands Gaslieferungen durch Diversifikation und Energiesparen senken. (DIW aktuell 81), Berlin, 8 S.
Abstract
"Die Erdgasversorgung der Europäischen Union stützte sich bisher zu einem großen Teil auf Lieferungen aus Russland. In Deutschland, Italien, Österreich und den meisten Ländern Ost- und Mitteleuropas war diese Abhängigkeit besonders hoch. Allerdings spielt Erdgas nicht in allen diesen Volkswirtschaften eine gleich große Rolle. Mit dem völkerrechtswidrigen Krieg Russlands in der Ukraine stellen sich die dringlichen Fragen, wie diese Abhängigkeit reduziert werden kann und was im Fall einer Lieferunterbrechung von russischen Erdgasexporten passieren würde. Dieser Bericht skizziert die Ausgangslage und diskutiert kurzfristige Anpassungsreaktionen. Modellrechnungen zeigen, dass die Europäische Union bei einem Komplettausfall russischer Erdgaslieferungen einen Großteil kompensieren kann. Kurzfristig stehen die effiziente Bewirtschaftung bestehender Infrastruktur, die Diversifizierung der Bezugsverträge sowie Maßnahmen zur Nachfrageanpassung im Mittelpunkt. Mittelfristig sollte der Ausbau erneuerbarer Energien im Kontext des EU Green Deal beschleunigt werden, inklusive eines zeitnahen Ausstiegs aus der Nutzung fossilen Erdgases, der die europäische Energiesicherheit weiter stärken würde." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wie die Materialengpässe den Arbeitsmarkt treffen (2022)
Zitatform
Hummel, Markus, Christian Hutter & Enzo Weber (2022): Wie die Materialengpässe den Arbeitsmarkt treffen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 4, S. 1-4. DOI:10.1007/s10273-022-3161-0
Abstract
"Mit der Erholung aus der Coronakrise zog die Industrieproduktion in Deutschland wieder deutlich an. Über das Jahr 2021 machten sich aber Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Zwischenprodukten wie Halbleitern mehr und mehr bemerkbar. Mit dem Ukraine-Krieg verschärft sich die Situation noch einmal. Diese Hemmnisse wirken sich auch auf die Arbeitsmarktentwicklung aus." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
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Literaturhinweis
Russia-Ukraine War: Short-run Production and Labour Market Effects of the Energy Crisis (2022)
Zitatform
Hutter, Christian & Enzo Weber (2022): Russia-Ukraine War: Short-run Production and Labour Market Effects of the Energy Crisis. (IAB-Discussion Paper 10/2022), Nürnberg, 18 S. DOI:10.48720/IAB.DP.2210
Abstract
"Mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine änderten sich schlagartig die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Wir liefern erste kausale Evidenz für Effekte der Energiekrise in Deutschland als wichtigster Volkswirtschaft Europas. Durch die Kombination von Kostenstrukturdaten, Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und administrativen Arbeitsmarktdaten identifizieren wir Effekte in einem Branchen-Panel. Die Ergebnisse zeigen, dass über den Kanal der Energieintensität die Produktion mit Kriegsbeginn um rund 1 Prozent zurückging, der Umsatz jedoch stieg, was Lagerabbau widerspiegelt. Unternehmen sichern Beschäftigung durch Kurzarbeit mit 10 Prozent zusätzlichen Anzeigen. Die Schaffung neuer Stellen wurde bereits im Vorfeld des Krieges um 8 Prozent reduziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gestörte Lieferketten – wie reagieren die Betriebe in Deutschland? (2022)
Zitatform
Kagerl, Christian, Michael Moritz, Duncan Roth, Jens Stegmaier & Ignat Stepanok (2022): Gestörte Lieferketten – wie reagieren die Betriebe in Deutschland? In: Wirtschaftsdienst, Jg. 102, H. 12, S. 956-960., 2022-11-04. DOI:10.1007/s10273-022-3345-7
Abstract
"Der Ausbruch der Coronapandemie 2020 hat die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von globalen Lieferketten offengelegt. Verzögerungen bei der Zulieferung oder der Ausfall von Vorprodukten infolge eingeschränkter Logistikkapazitäten, geschlossener Grenzen oder einer gestörten Produktion bei Zulieferern hat seitdem bei vielen Betrieben in Deutschland zu Problemen geführt. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 wurde deutlich, dass Lieferketten auch erheblichen geopolitischen Risiken ausgesetzt sind. Die Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre Zulieferketten resilienter gegen solche Risiken zu machen." (Autorenreferat, IAB-Doku, © Springer-Verlag)
Beteiligte aus dem IAB
Kagerl, Christian ; Roth, Duncan ; Stepanok, Ignat ; Stegmaier, Jens ; Moritz, Michael ; -
Literaturhinweis
Der Ukraine-Krieg, der internationale Handel und Preiseffekte für die deutsche Wirtschaft (Serie "Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den deutschen Arbeitsmarkt") (2022)
Zitatform
Kassam, Kamal & Ignat Stepanok (2022): Der Ukraine-Krieg, der internationale Handel und Preiseffekte für die deutsche Wirtschaft (Serie "Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den deutschen Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 25.04.2022 Nürnberg, 2022-04-21. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220425.01
Abstract
Russlands Exporte machen einen großen Teil der weltweiten Exporte in einigen Waren- und Rohstoffklassen aus. Dabei handelt es sich vor allem um Nickel, Düngemittel, mineralische Brennstoffe und Mineralöle, Getreide und Holz. Ihre Preise und ihr Angebot werden durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen beeinflusst. Die Preisänderungen dieser Waren und Rohstoffe, aber auch von Waren in der nachgelagerten Produktionskette, werden sich über den Handel, auch mit Drittländern, auf die deutsche Wirtschaft auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
The war in Ukraine, international trade and price effects on the German economy (2022)
Zitatform
Kassam, Kamal & Ignat Stepanok (2022): The war in Ukraine, international trade and price effects on the German economy. In: IAB-Forum H. 20.04.2022 Nürnberg, 2022-04-19. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220420.02
Abstract
Russlands Exporte machen einen großen Teil der weltweiten Exporte in einigen Waren- und Rohstoffklassen aus. Dabei handelt es sich vor allem um Nickel, Düngemittel, mineralische Brennstoffe und Mineralöle, Getreide und Holz. Ihre Preise und ihr Angebot werden durch den Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Wirtschaftssanktionen beeinflusst. Die Preisänderungen dieser Waren und Rohstoffe, aber auch von Waren in der nachgelagerten Produktionskette, werden sich über den Handel, auch mit Drittländern, auf die deutsche Wirtschaft auswirken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Russlands Relevanz für die Lieferketten der deutschen Wirtschaft (2022)
Kolev, Galina;Zitatform
Kolev, Galina (2022): Russlands Relevanz für die Lieferketten der deutschen Wirtschaft. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,23), Köln, 3 S.
Abstract
"Deutschland ist stark von Energieimporten aus Russland abhängig. Zwar kommen nur 2,7 Prozent der gesamten deutschen Warenimporte aus Russland. Doch die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Lieferungen aus Russland ist wesentlich stärker als die reinen Zahlen suggerieren, da Deutschland von dort vornehmlich Rohstoffe importiert, die am Anfang der Wertschöpfungskette stehen. Lieferausfälle können somit mehrere Produktionsstufen hintereinander stilllegen. Besonders betroffen wären energie- und rohstoffintensive Branchen wie die Chemische Industrie, die Metallherstellung, aber auch die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Insgesamt entfällt im Durchschnitt pro 100 Euro Endnachfrage in Deutschland 1 Euro auf russische Wertschöpfung." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Gesamtwirtschaftliche Effekte eines höheren Gaspreises (2022)
Kolev, Galina V.; Obst, Thomas;Zitatform
Kolev, Galina V. & Thomas Obst (2022): Gesamtwirtschaftliche Effekte eines höheren Gaspreises. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,14), Köln, 3 S.
Abstract
"Die geopolitischen Spannungen rund um den UkraineKonflikt können eine erhebliche Auswirkung auf die Gaspreisentwicklung in den kommenden Jahren entfalten. Die gesamtwirtschaftlichen Effekte sind beträchtlich, zumal die Entwicklung der Rohstoffpreise einen der Hauptfaktoren für die aktuell hohen Inflationsraten in vielen Industrieländern darstellt. Die Verbraucherpreisinflation könnte in den nächsten zwei Jahren um bis zu 3 Prozentpunkte höher ausfallen, sollte ein Gaspreissprung von 50 Prozent gegenüber dem Preis aus dem vierten Quartal 2021 verzeichnet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Auswirkungen eines Erdgasembargos auf die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland (2022)
Zitatform
Krebs, Tom (2022): Auswirkungen eines Erdgasembargos auf die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland. (IMK study 79), Düsseldorf, 29 S.
Abstract
"Die vorliegende Studie untersucht die Auswirkungen eines sofortigen Lieferstopps russischen Erdgases auf die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland. Dieser Lieferstopp kann entweder die Folge eines Importembargos der Europäischen Union oder einer Entscheidung Russlands (Exportembargo) sein. Der Fokus der Analyse liegt auf den angebotsseitigen Effekten, die aufgrund einer Verknappung des Erdgasangebots im industriellen Sektor entstehen und entlang der Wertschöpfungsketten auf die Gesamtwirtschaft ausstrahlen. In einem Basisszenario führt ein sofortiges Gasembargo zu einem kurzfristigen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 3,2 Prozent bis 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Sollte sich die Erdgasverfügbarkeit nach dem Embargo sehr günstig entwickeln (alternatives Szenario), dann wäre mit einem kurzfristigen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion zwischen 1,2 Prozent und 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen. Neben den angebotsseitigen Effekten sind die nachfrageseitigen Effekte eines Embargos zu berücksichtigen; gemäß aktueller Studien verringern die nachfrageseitigen Effekte eines Energieembargos (Kohle, Erdöl, Erdgas) das Bruttoinlandsprodukt kurzfristig zwischen 2 Prozent und 4 Prozent. Schließlich würde ein sofortiges Erdgasembargo auch dauerhafte wirtschaftliche Schäden verursachen, weil es Produktionspotenziale reduziert und Wachstumskräfte schwächt. Die Berechnungen der wirtschaftlichen Folgen eines Erdgasembargos sind mit großer Unsicherheit verbunden, die über das normale Maß an Unsicherheit ökonomischer Studien hinausgeht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Economic Consequences of a Sudden Stop of Energy Imports: The Case of Natural Gas in Germany (2022)
Zitatform
Krebs, Tom (2022): Economic Consequences of a Sudden Stop of Energy Imports: The Case of Natural Gas in Germany. (ZEW discussion paper 22-021), Mannheim, 32 S.
Abstract
"This policy report studies the effects of a sudden stop of natural gas imports from Russia on the German economy. The analysis focuses on the supply-side effects that arise when a gas shortage affects production in the gas-intensive manufacturing sectors, with a corresponding production disruption that propagates along the value chain and through the entire economy. In a baseline scenario, a hypothetical gas embargo implemented in May 2022 leads to a short-run decline in aggregate output between 3.2 percent and 8 percent of GDP. In an alternative scenario, in which Germany can easily replace Russian gas imports by alternative imports, the short-run decline in aggregate output following the embargo is between 1.2 percent and 3 percent of GDP. In addition to the supply-side effects, an embargo causes a reduction in output via the demand-side channel. According to recent simulation studies, the demand-side effects of an energy embargo (coal, oil, natural gas) reduce GDP between 2 percent and 4 percent in the short run. These results underscore the high degree of uncertainty regarding the economic consequences of a sudden stop of Russian gas imports in the short run. Finally, an immediate gas embargo also causes permanent economic damage and has significant social implications. In policy terms, the results show the need for the German government to act as swiftly as possible to ensure independence from Russian energy imports. In addition, Germany’s future energy system needs to be more resilient to macroeconomic and geopolitical shocks." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
The Economic Costs of the Russia-Ukraine Conflict (2022)
Liadze, Iana; Juanino, Patricia Sanchez; Mortimer-Lee, Paul; Macchiarelli, Corrado;Zitatform
Liadze, Iana, Corrado Macchiarelli, Paul Mortimer-Lee & Patricia Sanchez Juanino (2022): The Economic Costs of the Russia-Ukraine Conflict. (NIESR policy paper 32), London, 9 S.
Abstract
"Using our Global Econometric Model, NiGEM, we estimate that the conflict in Ukraine could reduce the level of global GDP by 1 per cent by 2023, which is about $1 trillion off global GDP (Figure 1) and add up to 3 per cent to global inflation in 2022 and about 2 percentage points in 2023. Russia and Ukraine are important suppliers of commodities, including titanium, palladium, wheat, and corn, and we envisage supply chain problems intensifying for users of such commodities, including car, smartphone, and aircraft makers. Europe is the region affected most, given trade links and reliance on Russian energy and food supplies; emerging markets are affected less than advanced economies. We expect higher public spending to support a massive inflow of asylum seekers from Ukraine and to bolster military spending, which will limit adverse effects on European GDP, though both are likely to add to pressure on resources and therefore inflation. The sanctions costs to Russia are partly offset by higher prices for gas and oil exports but the net effect on the economy will be negative with Russian GDP expected to contract by 1.5 per cent this year and more than 2.5 per cent by the end of 2023. Russian inflation is expected to soar above 20 per cent this year. Western inflation to go still higher with recession risks mounting. We see the impact on the UK could be to reduce GDP growth by around 0.8 per cent to 4.0 per cent in 2022 and to 0.5 per cent in 2023. For the UK, we now expect inflation to average 7 per cent in 2022 and 4.4 per cent in 2023, up from 5.3 per cent and 2.7 per cent, respectively, in our February Outlook. The war intensifies the dilemma facing monetary policy makers since it will add to inflation but weaken growth and damage consumer and business confidence, already undermined by Coviddriven price increases. Our advice is for central banks to proceed carefully but to use communication to signal that any delays in rate hikes are merely postponements, not cancellations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Kriegsbedingter Ölpreisanstieg erhöht Verbraucherpreise in Deutschland merklich und anhaltend (2022)
Zitatform
Menkhoff, Lukas & Malte Rieth (2022): Kriegsbedingter Ölpreisanstieg erhöht Verbraucherpreise in Deutschland merklich und anhaltend. (DIW aktuell 82), Berlin, 7 S.
Abstract
"Der Krieg in der Ukraine hat den seit Mitte des vergangenen Jahres zu beobachtenden Anstieg der Ölpreise verstärkt und schlägt sich für die VerbraucherInnen in Deutschland merklich in zahlreichen Preissteigerungen, wie bei den Kraftstoffpreisen und Heizkosten, nieder. Auch wenn der russische Angriff auf die Ukraine eine ganz neue Erfahrung im Nachkriegseuropa darstellt, sind solche Schocks auf den Ölmärkten vielfach beobachtet worden. Deshalb kann man recht verlässlich auf ein etabliertes Modell zurückgreifen, das die Wirkungen eines Ölpreisschocks auf die Wirtschaftsaktivität und die Verbraucherpreise über einen Zeitraum von gut zwei Jahren quantifiziert. Demnach erhöht der aktuelle Ölpreisschock die Verbraucherpreise in Deutschland um bis zu 1,5 Prozent und über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren – selbst wenn der Ölpreis schon wieder auf sein Vorkriegsniveau gefallen ist. Der Verbraucherpreisanstieg wird auch im gesamten Euroraum anhaltend sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Die Substitution fossiler Energieträger – die Analyse wirtschaftlicher Kurz- und Langfristwirkungen (2022)
Zitatform
Mittnik, Stefan & Willi Semmler (2022): Die Substitution fossiler Energieträger – die Analyse wirtschaftlicher Kurz- und Langfristwirkungen. In: Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Jg. 91, H. 3, S. 11-44. DOI:10.3790/vjh.91.3.11
Abstract
"Die gegenwärtigen Kontroversen zu den Auswirkungen eines Energieembargos gegen Russland, ausgelöst durch Russlands Krieg gegen die Ukraine, haben den Fokus auf die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und eine Neuordnung der Energieversorgung gelegt. Wirtschaftswissenschaftler sind mit sehr unterschiedlichen Vorhersagen über die Folgen eines solchen Embargos in die Öffentlichkeit getreten. Oft bleibt jedoch die empirische Basis und die Höhe des Wachstumsratenverlustes unklar - auch im Hinblick darauf, ob sich die prognostizierten Verluste anfallen sollen, sind nicht oder nur vage spezifiziert. Zudem wird nicht berücksichtigt, wie Höhe und Dynamik der Verluste vom jeweiligen Zustand der Wirtschaft abhängen. Die Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare Energien ist aber auch seit längerem eine wichtige Politikperspektive der EU und ihrer Mitgliedsstaaten. Verlässliche wirtschaftliche Folgeabschätzungen sowohl eines kurzfristigen Embargos als auch einer langfristigen Dekarbonisierung sind eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung umfassender politischer Maßnahmen. Im Folgenden wird ein modellgestützter ökonometrischer Rahmen für derartige Analysen vorgestellt, um sowohl kurzfristige Auswirkungen einer Knappheit fossiler Energie als auch die langfristigen Auswirkungen verschiedener klimapolitischer Maßnahmen auf einzelne Wirtschaftssektoren abzuschätzen. Den Hintergrund für unsere Arbeit bildet ein multisektorales Wachstumsmodell, das an anderer Stelle eingehend untersucht wurde. Wir beschränken uns hier auf eine empirisch orientierte Analyse auf der Grundlage multisektoraler Input-Output-Tabellen für Deutschland und anderer Länder, wobei wir uns auf neuere Input-Output-Analysen sowie ökonometrische und makrodynamische Arbeiten stützen. Zur Vereinfachung wird das multisektorale Modell auf zwei Sektoren aggregiert. Die kurzfristigen Folgen eines Energieschocks werden anhand eines nicht-linearen Multi-Regime-VAR-Modells analysiert. Die langfristigen Folgen einer Dekarbonisierung der Wirtschaft werden mittels Analyse kombinierter Impulse im Rahmen eines VAR-Modells untersucht. Hier deuten die Ergebnisse auf positive Auswirkungen auf Produktion und Beschäftigung hin, insbesondere auf lange Sicht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Russlands Bedeutung als Kraftstofflieferant (2022)
Puls, Thomas;Zitatform
Puls, Thomas (2022): Russlands Bedeutung als Kraftstofflieferant. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2022,21), Köln, 3 S.
Abstract
"Russland liefert neben Erdgas und Rohöl auch große Mengen Dieselkraftstoff nach Europa. Diese Importe entsprechen fast 11 Prozent des Dieselverbrauchs im Straßenverkehr der EU27. Aber die nationalen Unterschiede sind groß. In einigen Ländern beträgt der Anteil russischen Diesels weit über 20 Prozent." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Negative Angebotsschocks treffen auf kräftige Konjunktur: Prognose für 2022 und 2023 (2022)
Zitatform
Schiman, Stefan & Stefan Ederer (2022): Negative Angebotsschocks treffen auf kräftige Konjunktur. Prognose für 2022 und 2023. In: Monatsberichte / WIFO, Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung, Jg. 95, H. 4, S. 215-230.
Abstract
"Der Ukraine-Krieg führt neuerlich zu erheblichen negativen Angebotsschocks, die der heimischen Industrie keine Wertschöpfungszuwächse ermöglichen. Die Inflation bleibt länger hoch und dämpft das Wachstum des privaten Konsums. Das große Aufholpotential im Tourismus macht ihn heuer zur Stütze der Konjunktur. Insgesamt entfällt über die Hälfte des für 2022 prognostizierten Wirtschaftswachstums von 3,9% auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie. Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bleibt günstig." (Autorenreferat, IAB-Doku, © WIFO - Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung)
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Literaturhinweis
Die wirtschaftliche Entwicklung im Inland: Gestiegene Energiepreise belasten die Erholung (2022)
Schmidt, Torsten ; Schacht, Philip; Benner, Niklas; Jessen, Robin ; Dirks, Maximilian; Steuernagel, Anne; Isaak, Niklas; Barabas, György;Zitatform
Schmidt, Torsten, György Barabas, Niklas Benner, Maximilian Dirks, Niklas Isaak, Robin Jessen, Philip Schacht & Anne Steuernagel (2022): Die wirtschaftliche Entwicklung im Inland: Gestiegene Energiepreise belasten die Erholung. In: Konjunkturberichte / Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, Jg. 73, H. 1, S. 39-78.
Abstract
"Die Aussichten für die wirtschaftliche Erholung in Deutschland haben sich durch den Krieg in der Ukraine und die daraufhin verhängten Sanktionen gegen Russland deutlich verschlechtert. Bereits zum Ende des vergangenen Jahres kam es durch die steigende Zahl der Neuinfektionen und die damit verbundenen Infektionsschutzmaßnahmen sowie durch anhaltende Lieferengpässe zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Damit rückt die deutsche Wirtschaft an den Rand einer Rezession. Vor allem die seit Dezember kräftig gestiegenen Öl- und Gaspreise belasten Unternehmen und Haushalte in hohem Maße. Da es derzeit vor allem beim Gas nur in begrenztem Umfang Alternativen zu den Lieferungen aus Russland gibt, ist zu erwarten, dass die Preise noch längere Zeit hoch bleiben. Von den steigenden Energiekosten sind alle Verbraucher und Unternehmen betroffen, insbesondere aber energieintensive Branchen des Verarbeitenden Gewerbes. Gestützt wird der private Konsum dagegen durch die bereits im Februar vorgenommenen Lockerungen bei den Infektionsschutzmaßnahmen. Alles in allem dürfte die wirtschaftliche Expansion in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen als noch in unserer Dezemberprognose unterstellt wurde. Der Hauptgrund dafür sind die stark gestiegenen Preise für Öl und Gas. Dennoch ist zu erwarten, dass die Aufhebung der meisten Infektionsschutzmaßnahmen und die nachlassenden Lieferengpässe im Sommerhalbjahr zu einer recht deutlichen Ausweitung der Produktion führen werden. Im Jahresdurchschnitt erwarten wir für dieses Jahr eine Ausweitung des BIP um 2,5%. Im kommenden Jahr dürfte die Expansion 3,6% betragen. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich weiter robust. Zuletzt war besonders bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ein starker Zuwachs zu verzeichnen. Diese Tendenz dürfte sich fortsetzen. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten dürfte wieder steigen, wobei die Anhebung des Mindestlohns diese Beschäftigungsform unattraktiver macht, aber zugleich die Anhebung der Minijobgrenze die geringfügige Beschäftigung begünstigt. Die Arbeitslosenquote dürfte im Jahresdurchschnitt 2022 noch bei 5,0% und im Jahr 2023 bei 4,9% liegen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Deutschlands Russlandhandel und der Krieg in der Ukraine: Was steht zur Disposition? (2022)
Schrader, Klaus; Laaser, Claus-Friedrich;Zitatform
Schrader, Klaus & Claus-Friedrich Laaser (2022): Deutschlands Russlandhandel und der Krieg in der Ukraine: Was steht zur Disposition? (Kiel policy brief 163), Kiel, 30 S.
Abstract
"Die Autoren zeigen, dass die Dynamik des Russlandgeschäfts nach der russischen Krimbesetzung 2014 im Zuge von Sanktionen und Gegensanktionen gebrochen wurde und Russland seitdem als Handelspartner an Bedeutung verloren hat. In einer Analyse nach Warengruppen stellen sie dar, dass einzelne Branchen und Unternehmen abhängiger vom Russlandexport sind, als es sich im Gesamthandel widerspiegelt. Überdurchschnittliche Russlandanteile weisen deutsche Schwergewichte in den Bereichen "Maschinenbau" oder "Pharma" auf, ohne dass es aber eine kritische Abhängigkeit vom Russlandexport gibt. Die Achillesferse im deutschen Russlandhandel bleibt der Import von russischem Erdgas, der kurzfristig aufgrund der Leitungsgebundenheit der Lieferungen nicht ersetzbar ist. Statt nach 2014 die Energieimporte stärker zu diversifizieren, stieg die deutsche Abhängigkeit weiter an, was sich an einem Anteil des russischen Erdgases von mittlerweile 55 Prozent zeigt. Aus Sicht der Autoren wäre Russland auf lange Sicht der große Verlierer einer wirtschaftlichen Isolation. Eine wirtschaftliche und politische Entflechtung im Zeitalter der Globalisierung käme Russland teurer als die Autarkiebestrebungen der Sowjetunion während des "Kalten Krieges"." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Wirtschaftshilfen zu Zeiten des Ukraine-Kriegs: Maßgeschneiderte Instrumente für multiple Herausforderungen (Serie "Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den deutschen Arbeitsmarkt") (2022)
Zitatform
Weber, Enzo (2022): Wirtschaftshilfen zu Zeiten des Ukraine-Kriegs: Maßgeschneiderte Instrumente für multiple Herausforderungen (Serie "Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf den deutschen Arbeitsmarkt"). In: IAB-Forum H. 08.04.2022 Nürnberg, 2022-04-07. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220408.02
Abstract
"Durch die geopolitischen Ereignisse steht die Wirtschaft vor multiplen Herausforderungen. Für Lieferengpässe, Exportausfälle, steigende Energiekosten, einen möglichen Energie-Lieferstopp und die Dekarbonisierung werden jeweils maßgeschneiderte wirtschaftspolitische Instrumente benötigt. In der aktuellen Lage kommt es dabei auf situationsgerechtes wie auch strategisches Handeln an." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Covid-19 crisis, Ukraine war and fear of stagflation: Why we need a new supply Policy (2022)
Zitatform
Weber, Enzo (2022): Covid-19 crisis, Ukraine war and fear of stagflation: Why we need a new supply Policy. In: IAB-Forum H. 19.04.2022 Nürnberg, 2022-04-14. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220419.01
Abstract
"Inflation is currently at a record high and will continue to go up as a result of the war in Ukraine and sanctions imposed on Russia. Considering the shortages in the economic environment, there is a risk of stagflation that cannot be coped with by means of demand policy alone. To overcome the crisis, economic potential needs to be expanded. As regards the labour market, the scope and quality of the labour supply and its productivity are to be boosted." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Corona-Krise, Ukraine-Krieg und Stagflationsgefahr: Warum wir eine neue Angebotspolitik brauchen (2022)
Zitatform
Weber, Enzo (2022): Corona-Krise, Ukraine-Krieg und Stagflationsgefahr: Warum wir eine neue Angebotspolitik brauchen. In: IAB-Forum H. 11.04.2022 Nürnberg, 2022-04-08. DOI:10.48720/IAB.FOO.20220411.01
Abstract
"Die Inflation liegt auf Rekordniveau und wird infolge des Ukraine-Kriegs und der Sanktionen gegen Russland weiter steigen. Angesichts der Engpässe im Wirtschaftsgeschehen droht eine Stagflation, der durch eine reine Nachfragepolitik nicht beizukommen ist. Um aus der Krise herauszuwachsen, müssen wirtschaftliche Potenziale erweitert werden. Am Arbeitsmarkt gilt es, Umfang und Qualität des Arbeitskräfteangebots sowie dessen Produktivität zu stärken." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Erwartungen für die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts: Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13.10.2022 (2022)
Zitatform
Weber, Enzo, Hermann Gartner & Markus Hummel (2022): Erwartungen für die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarkts. Stellungnahme des IAB zur Anhörung beim Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am 13.10.2022. (IAB-Stellungnahme 08/2022), Nürnberg, 11 S. DOI:10.48720/IAB.SN.2208
Abstract
"Zur Vorbereitung des Jahresgutachtens 2022/2023 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wurde das IAB um seine Expertise zur Situation des deutschen Arbeitsmarkts, insbesondere zur Entwicklung der Beschäftigung, der Zuwanderung (einschließlich Fluchtmigration aus der Ukraine), der Löhne und Inflation sowie zu Auswirkungen einer möglichen Erdgasmangellage im Winterhalbjahr 2022/2023 gebeten. Die Erkenntnisse, die das IAB im Herbst 2022 hierzu vorgelegt hat, werden in der vorliegenden Stellungnahme zusammengefasst." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Effective Aid for Ukraine by OECD Countries (2022)
Zitatform
Welfens, Paul J. J. (2022): Effective Aid for Ukraine by OECD Countries. (Diskussionsbeitrag / Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen 315), Wuppertal, 28 S.
Abstract
"The Russo-Ukrainian war has given rise to a broad discussion about adequate aid for Ukraine across the Western world and within the OECD country group in particularly. Essentially, policymakers and the wider public would like to have an economic aid indicator which allows to understand whether or not individual donor countries are carrying a "fair" share of the burden: Humanitarian aid would naturally include the commitments of OECD countries for Ukrainian refugees plus other humanitarian expenditure items. The sum of humanitarian, financial and military aid provided by various countries to Ukraine has been presented by the Kiel Institute for the World Economy (Kiel IfW) in April 2022 and thus many new data points became available, including a table with a ranking of the countries on the basis of combined aid - relative to GDP - which shows that the aid ratio of the US is larger than that of the whole EU, including EU funds for Ukraine. The IfW, however, omits the commitments with regard to refugee support made by OECD countries which, for most countries considered, indeed represents the largest share of overall support commitments for the Ukrainian people. The IfW approach is quite misleading as it ignores commitments of the respective OECD countries for Ukrainian refugees. If one includes the relevant expenditures and commitments for 2022, the donor country ranking looks quite different from the ranking calculated by Antezza et al. (2022). It is also noteworthy that the press release by the Kiel Institute for the World Economy on publication of the IfW Discussion Paper No. 2218 does not mention that the IfW summary aid indicator for support for the Ukraine does not take expenditures for Ukrainian refugees into consideration, while the paper mentions this peculiar point - this might be an error in the press release. The IfW has emphasized that its calculations show that US support clearly exceeds that of the EU in nominal terms. The Kiel IfW press release seems to have been aimed at arousing maximum media attention on the basis "bad news is good news" which might be acceptable for selling newspapers, but which is clearly in contradiction to the concept of sound research in Economics. As is shown in this research note, the commitments of EU countries (plus the EU's own commitment) - with commitments for refugees included - were about five times higher than that of the US in the period February 24th to March 27th, 2022. Moreover, the correct ranking for the sum of humanitarian, financial and military aid - including commitments for Ukrainian refugees - in the EIIW approach differs significantly in most cases from the aid-GDP ratio ranking of the Kiel IfW. In the analytical discussion, the Russia-Ukraine conflict shocks are partly viewed through the lens of the Heckscher-Ohlin theorem, the Stolper-Samuelson theorem and the Rybczynski theorem, respectively; it is argued that there is some equivalence of the Heckscher-Ohlin theorem and the Rybczynski theorem." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Russia's Attack on Ukraine: Economic Challenges, Embargo Issues & a New World Order (2022)
Zitatform
Welfens, Paul J. J. (2022): Russia's Attack on Ukraine: Economic Challenges, Embargo Issues & a New World Order. (Diskussionsbeitrag / Europäisches Institut für Internationale Wirtschaftsbeziehungen 312), Wuppertal, 134 S.
Abstract
"The launch of Russia's war of aggression against Ukraine on February 24th, 2022, has resulted in great suffering for the people of Ukraine and has created turning point in Europe. Western countries and Japan have imposed very comprehensive sanctions against Russia, the aggressor. The country is largely politically isolated on the international stage, but seemingly has China - still - on its side. Large movements of refugees are to be expected, along with sharp price increases for gas and - somewhat less so - for oil, but also for wheat, with Russia and Ukraine being important exporter countries of that commodity representing together a combined 28% share of the world market. Some economists have suggested Germany impose an energy import boycott against Russia. A realistic analysis, however, arrives at significantly higher losses in real income than the 0.5% to 3% found, for example, by Bachmann et al. (2022), although additional retaliatory measures (e.g., tariff increases) by Russia and other effects must indeed also be considered: -6% in terms of real income and increased unemployment rates are conceivable as an overall effect in Germany; and there will be negative Russian spillover effects to central Asian countries which also have not been considered in the Bachman et al approach. On March 23rd, President Putin declared that Russia's energy exports to "unfriendly countries" would have to be paid for in Rubles in the future, which is a clear strategic move in terms of the international economic conflict between the West and Russia. The latter could itself impose an energy supply boycott on Germany and also other EU countries. Additional supplies from, say, the US - in the form of liquefied natural gas (LNG) - would be limited in relation to the redistribution of supplies within the EU, as the pipeline network is still poorly integrated. Poland, Bulgaria, Austria, Germany and Italy are likely to face particular problems with natural gas supplies in the event of an energy import boycott. As of May 24th, 2022, US citizens will not be allowed to accept interest payments from either private Russian companies or the Russian state; this measure is peculiar and hardly compatible with the idea of a constitutional state, since even companies from Russia that are not actually in danger of bankruptcy will be artificially pushed toward bankruptcy - with the US switching to preventing Dollar bond payments to April 6th (due to the Russian massacre in Bucha, Ukraine), the first Russian bond interest payment missed concerned Russian Railways on April 11th. The very high current and expected numbers of refugees will have positive demand effects in certain countries in 2022 and positive supply effects in overall economic production thereafter. The global economy will be marked by a new economic slowdown and higher inflation rates in 2022/23; it could face a breakup into regional "blocs" and a reduced effectiveness of international economic organizations in the event of international economic conflicts. The weakening of the international legal order should be countered by OECD countries. The figures presented by the Kiel Institute for the World Economy for combined humanitarian, financial and military support to Ukraine are grossly misleading; if one takes into account the important spending on refugees from Ukraine and the corresponding (implied) pledges by OECD countries, EU spending in favour of the Ukrainian people is significantly higher than that of the US, and Germany's spending is also significantly higher than shown in the Kiel study. A new and lasting order for peace in Europe is urgently required. An EU eastern enlargement to include Ukraine will bring about new BREXIT-type risks and could destabilize the EU considerably." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2022: Folgen des russisch-ukrainischen Krieges dämpfen deutsche Konjunktur (2022)
Wollmershäuser, Timo; Zarges, Lara; Lehmann, Robert ; Link, Sebastian ; Wohlrabe, Klaus ; Šauer, Radek; Lay, Max; Ederer, Stefan ; Möhrle, Sascha; Fourné, Friederike;Zitatform
Wollmershäuser, Timo, Stefan Ederer, Friederike Fourné, Max Lay, Robert Lehmann, Sebastian Link, Sascha Möhrle, Radek Šauer, Klaus Wohlrabe & Lara Zarges (2022): ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2022. Folgen des russisch-ukrainischen Krieges dämpfen deutsche Konjunktur. In: ifo Schnelldienst digital, Jg. 3, H. 1, S. 1-15.
Abstract
"Die Konjunktur in Deutschland wird in diesem Jahr von zwei sehr unterschiedlichen konjunkturellen Triebkräften geprägt. Auf der einen Seite dürften die vollen Auftragsbücher der Industrieunternehmen und die allmähliche Normalisierung der Corona-Situation der Konjunktur einen kräftigen Schub geben. Auf der anderen Seite dämpfen die Folgen des russisch-ukrainischen Krieges die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit. Um den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Krieges Rechnung zu tragen, wurden für die Prognose zwei Szenarien in Betracht gezogen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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ifo Konjunkturprognose Sommer 2022: Inflation, Lieferengpässe und Krieg bremsen wirtschaftliche Erholung in Deutschland (2022)
Wollmershäuser, Timo; Möhrle, Sascha; Link, Sebastian ; Schiman, Stefan; Wolters, Maik; Wohlrabe, Klaus ; Ederer, Stefan ; Lay, Max; Šauer, Radek; Menkhoff, Manuel; Zarges, Lara; Lehmann, Robert ; Fourné, Friederike;Zitatform
Wollmershäuser, Timo, Stefan Ederer, Max Lay, Robert Lehmann, Sebastian Link, Friederike Fourné, Manuel Menkhoff, Sascha Möhrle, Radek Šauer, Stefan Schiman, Klaus Wohlrabe, Maik Wolters & Lara Zarges (2022): ifo Konjunkturprognose Sommer 2022. Inflation, Lieferengpässe und Krieg bremsen wirtschaftliche Erholung in Deutschland. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. Sonderausgabe Juni, S. 1-53.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft erholt sich seit Jahresbeginn von den zurückliegenden Coronawellen. Die damit einhergehende Normalisierung der Ausgaben in den konsumnahen Dienstleistungsbereichen verleihen der Konjunktur einen kräftigen Schub. Allerdings bremsen die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe die wirtschaftliche Erholung in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Das Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 2,5% und im Jahr 2023 um 3,7% zulegen. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr mit 6,8% den höchsten Wert seit dem Jahr 1974 erreichen. Auch im kommenden Jahr dürften die Verbraucherpreise mit 3,3% überdurchschnittlich stark steigen" (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zeitenwende: Russischer Angriff auf die Ukraine: Herausforderungen für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft – eine Sortierung. QuBe-Essay (2022)
Wolter, Marc Ingo; Dreuw, Peter; Weber, Enzo ; Helmrich, Robert; Zika, Gerd ; Maier, Tobias ; Großmann, Anett;Zitatform
Wolter, Marc Ingo, Robert Helmrich, Tobias Maier, Enzo Weber, Gerd Zika, Anett Großmann & Peter Dreuw (2022): Zeitenwende: Russischer Angriff auf die Ukraine. Herausforderungen für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft – eine Sortierung. QuBe-Essay. (GWS-Kurzmitteilung 2022,02), Osnabrück, 18 S.
Abstract
"Der russische Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 markiert eine Zeitenwende, weil er überwunden geglaubte Konflikte in Werten und Weltanschauungen neu aufbrechen lässt. Die westlichen Länder der Welt haben relativ zügig, ge- und entschlossen mit Sanktionen gegen Russland reagiert. Die russische Invasion hat damit aber nicht nur schlimme unmittelbare Folgen für die Bürgerinnen und Bürger der Ukraine, sondern auch für eine Reihe an Menschen in anderen Staaten. Diese Folgen sind zunächst ökonomischer Natur, können einige Menschen jedoch auch in äußerst prekäre Lagen versetzen, weil lebensnotwendige Dinge nicht mehr zu erhalten oder nicht mehr erschwinglich sind. Es ist zu erwarten, dass dies vor allem die Bürgerinnen und Bürger Russlands trifft, aber auch jene in Staaten Afrikas, welche auf landwirtschaftliche Produkte aus der Ukraine und Russland angewiesen sind. Aber auch in Europa und Deutschland werden die Folgen des Krieges unweigerlich zu spüren sein, weshalb wir in diesem Essay versuchen, die bisherigen Geschehnisse zu sortieren, einzuordnen und in ihren Folgen für die deutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt abzuschätzen – um Handlungsfelder aufzuzeigen, in welchen etwas getan werden kann, um zumindest manche drohenden Konsequenzen zu mildern. Dabei ist voranzustellen, dass dies nur eingeschränkt gelingen wird. So sind Auswirkungen von Sanktionen vergleichsweise einfacher zu erörtern als die Folgen des Krieges (z. B. Fluchtbewegungen), weil Abschätzungen dazu implizite Annahmen zur Dauer, Ausmaß und Ergebnis des Krieges unterstellen. Die Einschätzung der Autor:innen konzentriert sich auf den bis zum 10.03.2022 bekannten Eskalationsstand des Krieges. Sollten weitere Staaten oder die NATO in den Krieg hineingezogen werden, dürften sich die in diesem Essay aufgeworfenen Probleme für Deutschland marginalisieren." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Energiekrise für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland (2022)
Zika, Gerd ; Weber, Enzo ; Maier, Tobias ; Schneemann, Christian ; Kalinowski, Michael; Wolter, Marc Ingo; Zenk, Johanna ;Zitatform
Zika, Gerd, Christian Schneemann, Enzo Weber, Johanna Zenk, Michael Kalinowski, Tobias Maier & Marc Ingo Wolter (2022): Die Folgen des Kriegs in der Ukraine und der Energiekrise für Wirtschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland. (IAB-Forschungsbericht 11/2022), Nürnberg, 34 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2211
Abstract
"Der Forschungsbericht beschreibt die mittel- und langfristigen Folgen des Krieges in der Ukraine und der Energiekrise auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Deutschland. Auf Basis von Modellrechnungen werden zwei Szenarien simuliert: ein Szenario mit Krieg in der Ukraine, das die tatsächlichen Entwicklungen widerspiegelt (Referenz-Szenario) und ein (rein theoretisches) Szenario, in dem es zu keinem Krieg in der Ukraine gekommen wäre (Alternativ-Szenario „Frieden in Europa“). Ein Vergleich beider Szenarien soll anschließend zeigen, welche Folgen das Kriegsgeschehen auf verschiedene Wirtschaftsbereiche und Berufsgruppen in Deutschland haben könnte. Die Ergebnisse sind mit einer hohen Unsicherheit über den weiteren Kriegsverlauf behaftet und können, je nach Entwicklung, von den tatsächlichen künftig eintretenden Folgen für die Wirtschaft mehr oder weniger stark abweichen. Sie zeigen dennoch auf, welche Auswirkungen der Krieg auf Wirtschaft und Arbeitsmarkt unter den getroffenen Annahmen haben kann und welche Wirtschaftszweige und Berufsgruppen besonders stark betroffen sind. Da aber vor allem hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung bei den Energiepreisen hohe Unsicherheit besteht, wurde zusätzlich ein Verschärfungsszenario gerechnet, in dem davon ausgegangen wird, dass es zu einer doppelt so hohen Energiepreissteigerung kommt wie bislang beobachtet. Die Szenarien wurden anhand verschiedener Annahmen modelliert, die aus den Erkenntnissen des Eskalationsstandes von Ende Mai 2022 abgeleitet sind. Es wird davon ausgegangen, dass die gegen Russland verhängten Sanktionen über den gesamten Analysezeitraum bestehen bleiben, selbst wenn der Krieg bis dahin beendet ist. Weitere Annahmen betreffen die Zahl der ukrainischen Geflüchteten, die nach Deutschland einwandern, die Entwicklung der Energie- und Importpreise, der Warenexporte und Lieferengpässe, der staatlichen Ausgaben für Verteidigung und nationale Sicherheit sowie der staatliche Entlastungspakete für Unternehmen und private Haushalte. Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise sowohl mittel- als auch langfristig negativ auf die deutsche Wirtschaftsleistung und den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) wird den Berechnungen zufolge im Jahr 2023 um rund 1,7 Prozent niedriger liegen, als es ohne den Krieg gelegen hätte. Das Wirtschaftswachstum wird insbesondere durch die gestiegenen Preise für fossile Rohstoffe abgeschwächt. Sie belasten sowohl die Exportwirtschaft als auch die Konsummöglichkeiten der privaten Haushalte. Die niedrigeren Exportaktivitäten tragen den größten Anteil an der schwächeren Wirtschaftsleistung. Bis 2030 verliert die deutsche Wirtschaft über 260 Milliarden Euro an Wertschöpfung, die durch den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise nicht realisiert werden kann. Auch auf dem Arbeitsmarkt kommt es zu überwiegend negativen Effekten. Zwischen 2022 und 2028 werden durchschnittlich 150.000 Personen weniger beschäftigt sein. Durch den Zuzug von Geflüchteten nimmt die Erwerbsbevölkerung in Deutschland zwar zu. Die schlechteren Wirtschafts- und Verdienstaussichten führen in den ersten Jahren jedoch zu einem nahezu unveränderten Arbeitskräfteangebot. Erst ab 2025 schlägt sich der Zuzug in einem höheren Arbeitskräfteangebot nieder. Aus Arbeitsmarktperspektive zählt das bereits durch die Covid-19-Pandemie gebeutelte Gastgewerbe auch im Zuge des Ukraine-Kriegs und der Energiekrise zu den größten Verlierern unter den Wirtschaftsbereichen. Denn die geringeren Konsumausgaben der privaten Haushalte führen hier zu einem deutlich niedrigeren Bedarf an Erwerbstätigen. Auch im Verarbeitenden Gewerbe kommt es zu einer niedrigeren Erwerbstätigkeit, wobei hier die Arbeitsintensität geringer ist als in vielen Dienstleistungsbereichen. Die Bereiche „Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung“ sowie „Erziehung und Unterricht“ hingegen haben wegen der Reaktionen des Staates auf den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise einen höheren Bedarf an Arbeitskräften. Dies gilt sowohl mittel- als auch längerfristig und spiegelt sich auch in den dort tätigen Berufsgruppen wider. Während sich die aktuellen Engpässe in der Gastronomie durch den geringeren Personalbedarf entspannen dürften, verschärfen sich die Engpässe in Folge des Zuzugs von Geflüchteten bei Lehrkräften an allgemeinbildenden Schulen sowie bei Erzieherinnen und Erziehern, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern und Heilerziehungspflegerinnen und -pflegern. In der langen Frist zeigen sich zudem Verschiebungen der Erwerbstätigen hin zu höheren Anforderungsniveaus, die durch den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise bedingt sind. Ein Vergleich der Arbeitswelt anhand von Wirtschaftsbereichs-Berufs-Kombinationen verdeutlicht, dass es durch den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise nicht nur zum Abbau von Arbeitsplätzen in Deutschland kommt, sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In Summe überwiegt zwar der Arbeitsplatzabbau, es kommt jedoch auch zu strukturellen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Diese sind besonders in der mittleren Frist stark ausgeprägt und flachen im Zeitverlauf ab. Angesichts dieser Ergebnisse ist in den kommenden Jahren mit einer geringeren Wertschöpfung, niedriger Erwerbstätigkeit und strukturellen Verschiebungen zwischen Wirtschaftsbereichen und Berufsgruppen zu rechnen. Die Herausforderung für Politik und Wirtschaft wird einerseits darin bestehen, Personen, die ihren Arbeitsplatz in Folge des Ukraine-Krieges und der Energiekrise verlieren, anderweitig in den Arbeitsmarkt zu reintegrieren. Andererseits gilt es, den Engpässen in denjenigen Berufsgruppen entgegenzuwirken, in denen die Bedarfe durch den Krieg in der Ukraine und die Energiekrise steigen, und in denen bereits heute ein knappes Arbeitsangebot herrscht. Falls ein nennenswerter Anteil der aus der Ukraine Geflüchteten in Deutschland bleibt, böte sich durch deren Integration in Beschäftigung angesichts des knappen Arbeitsangebots jedoch auch eine Chance. Sollte es jedoch zu einer doppelt so hohen Energiepreissteigerung kommen wie bislang beobachtet (+160%), wäre im kommenden Jahr das BIP um fast vier Prozent niedriger als im Alternativszenario. 2030 würde das BIP noch um ein halbes Prozent niedriger ausfallen. Auf dem Arbeitsmarkt würden unter diesen Annahmen nach drei Jahren 660 000 Personen (1,5%) weniger beschäftigt sein als im Alternativ-Szenario „Frieden in Europa“. 2030 wären noch 60 000 Personen (0,2%) Arbeitsplätze vom Abbau betroffen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Preisschock gefährdet Erholung der deutschen Wirtschaft (2022)
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(2022): Preisschock gefährdet Erholung der deutschen Wirtschaft. In: Konjunktur aktuell, Jg. 10, H. 1, S. 2-32.
Abstract
"Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa drastisch verschlechtert. Rohstoff- und Energiepreise sind stark gestiegen, und die Sanktionen bringen den gesamten Russlandhandel nahezu zum Erliegen. Auch die deutsche Wirtschaft trifft es vor allem über einen Energiepreisschock, aber auch über unterbrochene Handelsströme und eine allgemeine Verunsicherung. Gleichwohl erhält die Konjunktur von der Aufhebung vieler Pandemie-Restriktionen einen kräftigen Schub. Das deutsche BIP wird 2022 um 3,1% zunehmen. Die ostdeutsche Wirtschaft wird vom Krieg kaum schwerer getroffen als die gesamtdeutsche Wirtschaft." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Economic and Social Impacts and Policy Implications of the War in Ukraine (2022)
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(2022): Economic and Social Impacts and Policy Implications of the War in Ukraine. (OECD economic outlook Interim Report March 2022), Paris, 13 S. DOI:10.1787/4181d61b-en
Abstract
"Der Ukrainekrieg wird tiefgreifende Auswirkungen auf die OECD-Länder und die Welt insgesamt haben. Die humanitären Kosten sind bereits gewaltig: Millionen Menschen fliehen aus dem Kriegsgebiet. Dieser Zwischenausblick stellt eine Aktualisierung des OECD-Wirtschaftsausblicks vom Dezember 2021 dar. Er befasst sich mit den möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kriegs, der die Erholung der Weltwirtschaft von der Coronapandemie verlangsamen und die Inflation weltweit noch stärker in die Höhe treiben dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Krieg treibt Energiepreise – Hohe Inflation belastet Konjunktur (2022)
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(2022): Krieg treibt Energiepreise – Hohe Inflation belastet Konjunktur. In: Konjunktur aktuell, Jg. 10, H. 2, S. 36-65.
Abstract
"Die Weltwirtschaft ist auch im Sommerhalbjahr verschiedenen schweren Belastungen ausgesetzt, die die Preise stark steigen lassen. Produktionsstilllegungen im Zuge der chinesischen Null-Covid-Strategie und der Angriff gegen die Ukraine heizen die Inflation weltweit an. Auch in Deutschland wird die konjunkturelle Entwicklung durch die mit dem Krieg verbundenen Preissteigerungen sowie unterbrochene Lieferketten schwer belastet. Die konjunkturellen Aussichten für den Sommer sind trüb. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt wird im Jahr 2022 um 1,5% zunehmen. In Ostdeutschland liegt der Zuwachs bei 1%." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Zu den möglichen gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs: Simulationsrechnungen zu einem verschärften Risikoszenario (2022)
Zitatform
(2022): Zu den möglichen gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs: Simulationsrechnungen zu einem verschärften Risikoszenario. In: Monatsbericht / Deutsche Bundesbank, Jg. 74, H. 4, S. 15-31.
Abstract
"Dieser Beitrag stellt Modellrechnungen vor, um die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen einer solchen Eskalation zu beziffern. Dabei kommen das Weltwirtschaftsmodell NiGEM, das makroökonometrische Modell der Bundesbank (BbkM-DE), ein lineares sektorales Input-Output-Modell und verschiedene Satellitenmodelle zum Einsatz. Mit NiGEM werden die internationalen Wirtschaftsverflechtungen abgebildet, das BbkM-DE berücksichtigt die Besonderheiten der deutschen Wirtschaft, und das Input-Output-Modell soll Rationierungseffekte beim Energieeinsatz erfassen." (Textauszug, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Von der Pandemie zur Energiekrise – Wirtschaft und Politik im Dauerstress: Kurzfassung der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Von der Pandemie zur Energiekrise – Wirtschaft und Politik im Dauerstress. Kurzfassung der Gemeinschaftsdiagnose Frühjahr 2022. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 75, H. 5, S. 58-63.
Abstract
"Die deutsche Wirtschaft steuert durch schwieriges Fahrwasser. Die Auftriebskräfte durch den Wegfall der Pandemiebeschränkungen, die Nachwehen der Coronakrise und die Schockwellen durch den Krieg in der Ukraine sorgen für gegenläufige konjunkturelle Strömungen. Allen Einflüssen gemeinsam ist ihre preistreibende Wirkung. Im zurückliegenden Winterhalbjahr haben vor allem die Maßnahmen zum Infektionsschutz die Wirtschaftsleistung gedämpft. Unter der Voraussetzung, dass das Kriegsgeschehen in der Ukraine mit Blick auf die ökonomische Aktivität nicht weiter eskaliert, werden die konjunkturellen Auftriebskräfte ab dem Frühjahr die Oberhand gewinnen. Nach einem schwachen Jahresauftakt dürfte das BIP im zweiten Quartal zwar deutlich zulegen, ohne die Belastung durch den Krieg in der Ukraine würde das Plus aber kräftiger ausfallen. Insgesamt verzögert sich der Erholungsprozess abermals. Das Vorkrisenniveau der Wirtschaftsleistung wird demnach erst im dritten Quartal des laufenden Jahres erreicht. Alles in allem erwarten die Institute einen Anstieg des BIP von 2,7% für dieses und 3,1% für nächstes Jahr. Im kommenden Jahr driftet die deutsche Wirtschaft in eine leichte Überauslastung. Maßgeblich dafür sind der hohe Auftragsüberhang in der Industrie sowie nachholende Konsumaktivität. Im Fall eines sofortigen Embargos für die Öl- und Gaslieferungen aus Russland in die EU würde hingegen die deutsche Wirtschaft in eine scharfe Rezession geraten. Der kumulierte Verlust an gesamtwirtschaftlicher Produktion dürfte sich dann bereits in den beiden Jahren 2022 und 2023 auf rund 220 Mrd. Euro belaufen, was mehr als 6,5% der jährlichen Wirtschaftsleistung entspricht." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Germany: 2022 Article IV Consultation-Press Release; Staff Report; and Statement by the Executive Director for Germany (2022)
Zitatform
(2022): Germany: 2022 Article IV Consultation-Press Release; Staff Report; and Statement by the Executive Director for Germany. (IMF country report 2022,229), Washington, DC, 88 S.
Abstract
"The fallout from the war in Ukraine has hit the German economy before it regained its pre-pandemic GDP level, with effects running through higher energy costs, the possibility of gas shortages and broader supply disruptions, and weaker confidence. Consumer price inflation has spiked above 8 percent, largely because of energy price increases, but inflation pressures are becoming more widespread." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche Folgen der im Rahmen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD(Drucksache 20/1294) (2022)
Zitatform
(2022): Wirtschaftliche Folgen der im Rahmen des Ukraine-Konflikts verhängten Sanktionen. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD(Drucksache 20/1294). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/1564 (26.04.2022)), 5 S.
Abstract
Die Bundesregierung hat das ifo Institut beauftragt, die monatliche Unternehmensbefragung mit Blick auf mögliche Effekte des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine für deutsche Unternehmen insbesondere bezüglich Lieferkettenstörungen im Handel mit den betroffenen Ländern und die Betroffenheit durch Energiepreissteigerungen auszuweiten. Ergebnisse werden Anfang Mai 2022 vorgelegt. Bisher liegen keine Informationen vor, welche Branchen in welchem konkreten Ausmaß von den Sanktionen oder welche Bundesländer von Sanktionen gegen Russland bzw. von den bisher beschlossenen russischen Gegensanktionen gegen Deutschland und die EU wirtschaftlich besonders betroffen sein werden. Auf ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Unternehmen, die von Kriegs- und Sanktionsfolgen besonders betroffen sind, wird hingewiesen: Zu den Maßnahmen zählen ein neues KfW-Kreditprogramm sowie erweiterte Bürgschaftsprogramme. Zudem bereitet die Bundesregierung ergänzende Maßnahmen für Unternehmen vor, die besonders mit hohen Energiekosten belastet sind. Erste institutionelle Prognosen bzw. Modellsimulationen zur Auswirkung des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine und der getroffenen Sanktionen auf die Wirtschaft der Eurozone wurden im März von der Europäischen Zentralbank, der OECD sowie vom IWF vorgelegt. (IAB)
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Literaturhinweis
Deutsche finanzielle Unterstützung für die Ukraine seit 1991: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD(Drucksache 20/1001) (2022)
Zitatform
(2022): Deutsche finanzielle Unterstützung für die Ukraine seit 1991. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten und der Fraktion der AfD(Drucksache 20/1001). (Verhandlungen des Deutschen Bundestages. Drucksachen 20/1567 (27.04.2022)), 7 S.
Abstract
Die Zahlen, die in der Beantwortung der Anfrage genannt werden, beziehen sich auf die bilaterale und sonstige staatliche Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung mit der Ukraine von 2002 bis 2022, so u.a. die bilaterale Zusammenarbeit im Agrar- und Forstbereich. Wenn es sich nicht um Haushaltsmittel des Bundes handelt, können keine Angaben zu ungebundenen Finanzkrediten über die Kreditanstalt für Wiederaufbau gemacht werden, ebenso nicht zum deutschen Anteil an gewährten Finanzmitteln des IWF, der Weltbank und der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Für weitere detaillierte Angaben oder Begründungen für das Fehlen von Daten wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage des Abgeordneten Petr Bystron vom 16. Februar 2022 verwiesen. (IAB)
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Literaturhinweis
Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen und Politikimplikationen des Kriegs in der Ukraine (2022)
Zitatform
(2022): Wirtschaftliche und soziale Auswirkungen und Politikimplikationen des Kriegs in der Ukraine. In: OECD-Wirtschaftsausblick H. Zwischenausgabe März 2022, S. 1-15. DOI:10.1787/3ecef821-de
Abstract
"Der Ukrainekrieg wird tiefgreifende Auswirkungen auf die OECD-Länder und die Welt insgesamt haben. Die humanitären Kosten sind bereits gewaltig: Millionen Menschen fliehen aus dem Kriegsgebiet. Dieser Zwischenausblick stellt eine Aktualisierung des OECD-Wirtschaftsausblicks vom Dezember 2021 dar. Er befasst sich mit den möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Kriegs, der die Erholung der Weltwirtschaft von der Coronapandemie verlangsamen und die Inflation weltweit noch stärker in die Höhe treiben dürfte." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Energiekrise: Inflation, Rezession, Wohlstandsverlust: Gemeinschaftsdiagnose 2-2022 (2022)
Zitatform
(2022): Energiekrise: Inflation, Rezession, Wohlstandsverlust. Gemeinschaftsdiagnose 2-2022. (Gemeinschaftsdiagnose), Essen, 83 S.
Abstract
"Die Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose legt hiermit ihre Analyse der Entwicklung der Weltwirtschaft und der deutschen Wirtschaft vor, die sie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz erstellt hat. Die 145. Gemeinschaftsdiagnose enthält eine detaillierte Kurzfristprognose bis zum Jahr 2024 sowie eine mittelfristige Projektion der Wirtschaftsentwicklung bis zum Jahr 2027. Das Schwerpunktthema behandelt die konjunkturellen Folgen eines Gasmangels in Deutschland." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Der Preis des Kriegs – wer bezahlt? (2022)
Zitatform
(2022): Der Preis des Kriegs – wer bezahlt? In: OECD-Wirtschaftsausblick H. Zwischenbericht September, S. 1-24. DOI:10.1787/fc9852d5-de
Abstract
"Die Welt zahlt einen hohen Preis für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die erheblichen humanitären Kosten nehmen weiter zu und die Konjunkturaussichten haben sich weltweit noch stärker eingetrübt. Die zentralen Themen dieses Zwischenberichts sind die Auswirkungen des Kriegs auf die Weltwirtschaft sowie die Energiekrise. Das Wachstum leidet stärker unter dem Krieg als erwartet, da die Wirtschaft noch von der Coronapandemie angeschlagen ist. Die Inflation ist gestiegen und betrifft mittlerweile immer mehr Länder und Konsumgüter. Das Risiko von Energieversorgungsstörungen hat zugenommen. Dieser Zwischenbericht stellt eine Aktualisierung der Einschätzungen aus dem OECD-Wirtschaftsausblick 111 vom Juni 2022 dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Literaturhinweis
Quarterly Review of Employment and Social Developments in Europe (ESDE) – March 2022 (2022)
Zitatform
(2022): Quarterly Review of Employment and Social Developments in Europe (ESDE) – March 2022. (Employment and social developments in Europe : Quarterly review), Luxembourg, 22 S.
Abstract
"The tragic events occurring in Ukraine are dramatically changing the political, economic and social outlook in Europe. This March 2022 edition of the Employment and Social Developments Quarterly Review discusses data collected before the unjustified invasion of Ukraine by Russia on 24 February 2022. While it is too soon to evaluate the socio-economic consequences of this war, this report will briefly hint at potential developments when reviewing the outlook of some indicators. The data collected until the end of 2021 show that the improvement in the economic environment that started in spring 2021 continued throughout the year, although with weaker growth in the fourth quarter due to the resurgence last autumn of the COVID-19 pandemic and continued supply bottlenecks. Although weaker, economic growth was accompanied by a robust increase in headcount employment and by a steady fall of the unemployment rate, with both indicators improving compared with their pre-crisis record levels. Labour shortages continued to increase and the labour market slack dropped considerably." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
