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Dossier

Auswirkungen des Krieges gegen die Ukraine auf Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Fluchtmigration in Deutschland

Die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine sind auch Gegenstand der Arbeitsmarktforschung. Diskutiert werden mögliche konjunkturelle Effekte und Risiken für die Betriebe sowie die Auswirkungen der Fluchtmigration nach Deutschland. Dieses Themendossier bietet Einschätzungen und Empirie zu den Konsequenzen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Betriebe sowie für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine.
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im Aspekt "Migration, Integration und Geflüchtete"
  • IAB-Projekt

    Verbandsdichte, bürgerliches Engagement und Arbeitsintegration (01.01.2025 - 31.12.2027)

    Koch, Maria Theresa; Kosyakova, Yuliya;

    Projektbeschreibung

    Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine hat zu der größten Flüchtlingsbewegung in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg geführt. Deutschland und andere Länder haben in den vergangenen zwei Jahren viele schutzsuchende Menschen – vorrangig aus der Ukraine – aufgenommen. Die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt ist eine große Herausforderung vor der die Ankunftsländer momentan stehen. Insgesamt besteht trotz steigender Erwerbstätigenquoten unter den Schutzsuchenden noch ein erhebliches Potenzial an Fach- und Arbeitskräften, das durch verschiedene Maßnahmen schneller in ein Arbeitsverhältnis gebracht werden soll. Neben den arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen sind aber auch Faktoren wie beispielsweise die sozialen Netzwerke vor Ort maßgeblich für die Arbeitsmarktintegration (Granovetter 1973). Bisherige Studien zeigen beispielsweise, dass Ehrenamtliche, zu denen Geflüchtete ein Vertrauensverhältnis aufgebaut haben, wichtige Lotsenfunktionen in sozialen Diensten übernehmen können (Bakoben et al., 2019). Kontakte zu Einheimischen können auch dann positive Auswirkungen auf die Integration haben, wenn eher eine gemeinsame Freizeitgestaltung im Vordergrund steht, wie z. B. gemeinsames Fußballspielen (Lange et al., 2017) oder bei Mentoring-Programmen, in deren Rahmen Sprachkenntnisse und gesellschaftliche Teilhabe gefördert werden (Krieger et al., 2020). Die Forschungsfrage dieses Proposals ist, inwiefern die Arbeitsmarktintegration der Geflüchteten je nach bürgerlichem Engagement im Wohnort variiert. Es gibt in Deutschland erhebliche regionale Unterschiede, wie stark das Vereinswesen vor Ort ausgeprägt ist und wie viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren (Simonson et al., 2017). In dieser Untersuchung soll die Dichte an (neu gegründeten) Vereinen als Maß für lokales ehrenamtliches Engagement für Geflüchtete genutzt wer-den. Hierfür werden Landkreise mit höherem (niedrigerem) bürgerlichem Engagement, gemessen anhand der Dichte von Vereinen / Veränderungen des Vereinsbestands / Verbandsneugründungen auf Landkreisebene in 2010 / 2016 / 2022 miteinander verglichen und überprüft, ob sich die Ge-flüchteten in den verschiedenen Landkreisen in (i) der Arbeitsmarktintegration, (ii) dem Spracherwerb, und (iii) der sozialen Integration unterscheiden.

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  • IAB-Projekt

    Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland: Eine Längsschnittstudie im Rahmen der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten (01.01.2023 - 30.09.2026)

    Brücker, Herbert; Kosyakova, Yuliya; Gatskova, Kseniia;

    Projektbeschreibung

    Das Forschungsvorhaben gliedert sich in drei Teile:Erstens wird untersucht, wie sich die besonderen Bedingungen des Kriegs in der Ukraine und der institutionellen und rechtlichen Voraussetzungen für Flucht und Aufnahme in den Mitgliedsstaaten der EU und Deutschland auf die Selektivität der Flucht- und Rückkehrmigration und damit auf die Selektivität der Geflüchteten auswirken. Dabei sollen neue Erkenntnisse über die (i) die Selektivität der Fluchtmigration aus der Ukraine in Hinblick auf demografische, sozio-ökonomische und Persönlichkeitsmerkmale, (ii) über den Zusammenhang zwischen dem Kriegsverlauf in der Ukraine sowie der damit verbundenen Ungewissheit einerseits und die Selektivität der Geflüchteten anderseits, und (iii) die Determinanten der Selektivität der Rückkehrmigration gewonnen werden. Dabei werden Vergleiche mit anderen Gruppen von Geflüchteten und Migrant*innen angestrebt, um die Wirkungen unterschiedlicher Kontextbedingungen zu analysieren. Zweitens wird die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten aus der Ukraine untersucht mit einem besonderen Schwerpunkt auf (i) den Folgen der Ungewissheit über den Kriegsausgang und über die damit verbundenen Bleibeperspektiven auf aufnahmelandspezifische Humankapitalinvestitionen und die Arbeitsmarktintegration, (ii) den geschlechterspezifischen Arbeitsmarktverläufen aus einer dynamischen Perspektive und (iii) den Wirkungen der spezifischen institutionellen Rahmenbedingungen für Geflüchtete aus der Ukraine im Vergleich zu anderen Geflüchteten- und Migrant*innengruppen auf Integration und Teilhabe. Die Untersuchungen sollen vergleichend mit anderen Geflüchteten- und Migrant*innengruppen durchgeführt werden, um Erkenntnisse über den möglichen Einfluss von Kontextfaktoren zu gewinnen.Drittens wird gemeinsam mit den Partnern vom SOEP das Ziel verfolgt, eine längsschnittliche Datengrundlage für die Forschung zur Fluchtmigration und der ökonomischen und sozialen Eingliederung von Geflüchteten aus der Ukraine zu entwickeln. Auch wenn der größere Teil der Arbeiten an der Datengrundlage auf Arbeitspaket 1 (Antrag Zinn und Liebig) entfällt, so verfolgen die Antragsteller das Ziel durch (i) die Beteiligung an der Entwicklung der Erhebungsinstrumente, (ii) die Qualitätssicherung der Befragungsdaten, (iii) die Verknüpfung der Befragungsdaten mit den IEB Daten des IAB sowie (iv) die komplementäre Weiterentwicklung der Befragung anderer Geflüchteter im Rahmen der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, einen Beitrag zum Aufbau einer exzellenten Dateninfrastruktur für die Forschung zur Fluchtmigration zu leisten.

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  • IAB-Projekt

    Befragung Ukrainischer Geflüchteter 2022 (01.03.2022 - 31.12.2024)

    Brücker, Herbert; Kosyakova, Yuliya; Schwanhäuser, Silvia;

    Projektbeschreibung

    Der Krieg Russlands gegen die Ukraine führt seit Februar 2022 zu einer hohen und weiterhin steigenden Zahl von Personen, die aus den Kriegsgebieten fliehen und in Deutschland sowie weiteren europäischen Staaten Schutz suchen. Zur politischen und gesellschaftlichen Gestaltung der Aufnahme und Integration dieser Personen, bedarf es qualitativ hochwertiger Daten und Wissen über die Geflüchteten aus der Ukraine. Dazu führen die vier Partner – IAB, BiB, BAMF und DIW Berlin – eine Wiederholungsbefragung von Geflüchteten aus der Ukraine mit zwei Wellen durch.

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  • IAB-Projekt

    Geflüchtete in Deutschland und der Ukraine: eine vergleichende Perspektive (18.03.2019 - 01.02.2021)

    Kosyakova, Yuliya;

    Projektbeschreibung

    In diesem Projekt vergleichen wir die Integrationsverläufe der Flüchtlingen in Deutschland und der Ukraine. Dabei geht es um zwei Arten von Flüchtlingen . Für Deutschland, fokussieren wir auf geflüchtete Menschen, die ihre Heimatland  zugunsten eines neues Landes aufgrund der humanitären Gründen verlassen müssten. Für die Ukraine werden die so genannten intern Vertriebene in Betracht gezogen - die Personen, die bei ihrer Flucht – im Unterschied zu Flüchtlingen im rechtlichen Sinn – keine Staatsgrenze überschritten haben und im eigenen Land verblieben sind. Da die zwei Gruppen sich stark im Bezug von Spracheffizienz in der Sprache der Aufnahmegesellschaft, Informationen und Netzwerke unterscheiden, erwarten wir betrachtliche Unterschiede in der Integration in die Gesellschaft und Arbeitsmarkt.

    Beteiligte aus dem IAB

    Kosyakova, Yuliya;
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