Integrierte Erwerbsbiografien (IEB)
Die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB sind Registerdaten der Bundesagentur für Arbeit (BA), die individuelle Informationen zu Beschäftigungszeiten, Bezugszeiten von SGB-II- bzw. SGB-III-Leistungen beinhalten sowie Informationen zu Zeiten, in denen arbeitsmarktpolitische Maßnahmen absolviert wurden. Die IEB enthalten umfassende und tagesgenaue Angaben zu Beschäftigung, Verdiensten, Arbeitslosigkeit, Leistungsbezug, Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeit und einigen persönlichen Merkmalen von Erwerbspersonen, die für die wissenschaftlichen Analysen von IAB-Mitarbeitenden genutzt werden können.
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IAB-Projekt
Beschäftigungsaufnahmen von Personen in der Grundsicherung: Entfernung zwischen bisherigem Wohnort und Arbeitsort (01.01.2025 - 31.03.2026)
Wolf, Katja; Mense, Andreas;Projektbeschreibung
Vor dem Hintergrund aktueller Reformüberlegungen zur Zumutbarkeit von Arbeit nach § 10 SGB II wird untersucht, welche Entfernungen zwischen Wohnort und Arbeitsort bei Beschäftigungsaufnahmen von Personen im Grundsicherungsbezug typischerweise auftreten. Die Analyse basiert auf administrativen Daten der IEB und LHG für das Jahr 2022 sowie ergänzenden Befragungsdaten aus dem OPAL-Panel. Betrachtet werden erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die aus dem SGB-II-Bezug heraus eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen haben. Die Mehrheit der Beschäftigungsaufnahmen erfolgt in Wohnortnähe: In 69 % der Fälle beträgt die Distanz weniger als 15 km. In 8,7 % liegt sie über 100 km – in vielen dieser Fälle dürfte ein Umzug erfolgt sein. Die durchschnittliche Entfernung variiert deutlich zwischen Gruppen: Alleinerziehende, Eltern minderjähriger Kinder, ältere Personen und gesundheitlich Eingeschränkte nehmen kürzere Distanzen in Kauf; junge, alleinstehende und hochqualifizierte Personen akzeptieren im Mittel weitere Wege. Ähnliche Muster zeigen sich bei der Selbsteinschätzung der Mobilitätsbereitschaft im OPAL-Panel. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich die bestehenden gesetzlichen Ausnahmen in § 10 Abs. 2 SGB II mit den empirisch beobachtbaren Mobilitätsmustern decken. Um die Vermittlungschancen zu verbessern, sollten individuelle Mobilitätshemmnisse gezielt berücksichtigt und unterstützende Rahmenbedingungen – etwa Kinderbetreuung und Verkehrsangebote – gestärkt werden.
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IAB-Projekt
Die Reduzierung der sekundären Schulgliederung in Deutschland - Auswirkung auf Bildungsabschlüsse, Gehälter und Arbeitslosigkeit (24.10.2024 - 31.12.2028)
Sandner, Malte;Projektbeschreibung
Anfang der 2010er Jahre haben 8 von 16 deutschen Bundesländern den Grad der separierten sekundären Schulstruktur angepasst. Während einige Bundesländer das Angebot von Gesamtschulen ausbauten, haben andere Haupt- und Realschulen zusammengelegt, wodurch das dreigliedrige Schulsystem aufgelöst und ein zweigliedriges System eingeführt wurde. Diese Variation von Anpassung und Nicht-Anpassung nutzen wir, um den Effekt des De-Trackings (Zusammenlegung zweier vormals separater Schulwege) auf kurz- und mittelfristige Arbeitsmarktergebnisse der betroffenen Schüler und Schülerinnen zu analysieren. Als Datengrundlage verwenden wir dafür die Datensätze IEB und WGH des IAB.
Beteiligte aus dem IAB
Sandner, Malte; -
IAB-Projekt
Junge Menschen mit Beeinträchtigungen am Übergang Schule-Beruf und ihre Alternativen zur beruflichen Rehabilitation (01.01.2024 - 31.12.2027)
Wicht, Leonie; Reims, Nancy;Projektbeschreibung
Die berufliche Rehabilitation und die entsprechenden Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen (LTA) am Arbeitsleben sind ein wichtiges sozialpolitisches Instrument, um die Inklusion von Menschen mit Behinderungen zu fördern. Die Bundesagentur für Arbeit ist in diesem Zusammenhang vor allem für junge Menschen verantwortlich, die Schwierigkeiten am Übergang Schule-Beruf haben. Sie werden bei der Findung beruflicher Ausbildung in verschiedenen Kontexten unterstützt. Seit 2009 ist allerdings ein Rückgang im Zugang zu LTA zu verzeichnen, der noch einmal durch die Corona-Pandemie befeuert wurde. Im Rahmen des vorliegenden Projekts interessieren wir uns für die Gründe für diesen Rückgang. 1. Diese Gründe können im demografischen Wandel zu finden sein, da es immer weniger Schulabsolvent*innen gibt. 2. Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt mag sich darüber hinaus zugunsten von jungen Menschen mit Behinderungen so verändert haben, sodass sie auch ohne LTA eine Ausbildung oder Beschäftigung erhalten können. Alternativ könnten junge Personen aber auch mehrfach inaktiv sein. 3. Ein weiterer Grund könnte in der Erreichbarkeit von potentiellen Rehabilitand*innen durch die Berufs- und Reha-Beratung liegen, da immer mehr junge Personen mit Behinderungen inklusiv beschult werden. Dies mag sich darüber hinaus während der Pandemie verschärft haben. Unsere Zielgruppe sind junge Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die 2009 bis 2020 eine allgemein bildende Schule verlassen haben. Wir fokussieren auf Personen ohne Schulabschluss bzw. mit Hauptschulabschluss, da sie etwa 75 Prozent der Rehabilitand*innen ausmachen. Um die Personen und ihre Schulhistorie in den Daten zu identifizieren, betrachten wir nur Personen, die Kontakt zur allgemeinen oder rehaspezifischen Berufsberatung hatten. Die Datengrundlage dafür sind die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB), kombiniert mit den Berufsberatungsdaten der BA sowie die LTA-RehaPro-Daten (Reims et al. 2018). So können Erwerbsbiografien von Personen mit und ohne Antrag auf LTA nach Schulende verglichen werden. Wir betrachten die Erwerbsverläufe nach Ende der Schule nach 2,5 Jahre und vergleichen dabei jeweils die Schulabgangskohorten miteinander. Ein competing risk modell kann Aufschluss darüber geben, wie wahrscheinlich der Übergang in eine Ausbildung oder in NEET ist und wie er sich über die Kohorten verändert.
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IAB-Projekt
Beschäftigungseffekte der regionalen Wohnsitzauflage (09.10.2023 - 31.12.2028)
Kassam, Kamal;Projektbeschreibung
Diese Studie untersucht den Effekt der Residenzpflicht, die durch das deutsche Integrationsgesetz von 2016 für anerkannte Asylbewerber vorgeschrieben ist, auf deren Arbeitsmarktergebnisse. Wir bewerten die Einhaltung dieser Vorschriften unter Berücksichtigung des Datums der Genehmigung des Asylantrags (und des zugewiesenen Bundeslandes). Befürworter dieser Politik argumentieren, dass die Residenzpflicht die sekundäre Land-Stadt-Wanderung und das Entstehen von Parallelgesellschaften verhindern kann. Es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich der möglichen negativen Auswirkungen auf die Arbeitsmarktintegration, die sich aus dem begrenzten Zugang zu bestehenden ethnischen Netzwerken ergeben. Um die Auswirkungen auf die Arbeitsmarktergebnisse zu untersuchen, verwenden wir mehrere empirische Ansätze, darunter Differenz-in-Differenzen (DD), und Regression Discontinuity Design (RDD). Für unsere Analyse verwenden wir zwei umfassende Datensätze, nämlich die Integrierte Erwerbsbiografie (IEB) und die Zuwanderungsstatushistorie (SHZ). Diese Datensätze enthalten detaillierte Informationen zur Erwerbsbiografie, zu Migration und Asylverfahren sowie zu den Wohnorten von Asylbewerbern, die zwischen 2014 und 2019 nach Deutschland gekommen sind. Unsere vorläufigen Ergebnisse zeigen negative Auswirkungen auf die räumliche Mobilität von Asylbewerbern, die der Residenzpflicht unterliegen, was sich auf ihre Beschäftigungswahrscheinlichkeit und ihr Lohnniveau auswirkt. Das Ausmaß dieser Effekte variiert jedoch erheblich je nach wirtschaftlichem Ausgangskontext.
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IAB-Projekt
Berufswechsel in der COVID-19 Pandemie (01.07.2022 - 31.12.2024)
Braunschweig, Luisa;Projektbeschreibung
Die COVID-19 Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Es ist denkbar, dass auch Berufswechsel durch sie beeinflusst wurden. Gerade in Berufen, deren Ausübung stark eingeschränkt wurde durch die Pandemie selbst oder eindämmende Maßnahmen (z.B. Lockdowns), ist es möglich, dass Arbeitnehmende häufiger den Beruf wechselten. Wir möchten die Intensität und Qualität der Berufswechsel untersuchen. Im Zuge dessen identifizieren wir Berufswechsel und analysieren, aus welchen Berufen heraus- und in welche hineingewechselt wurde. Anschließend vergleichen wir das Einkommen vor und nach dem Wechsel und überprüfen darüber hinaus, ob es zu Veränderungen in der Art der Beschäftigung kam. Zudem analysieren wir, ob es Unterschiede zwischen den Berufen hinsichtlich des Wechselverhaltens gibt. Mit Hilfe der IEB-Daten vergleichen wir die Berufswechsel in 2020 mit denen in 2019, dem Jahr vor Beginn der Pandemie.
Beteiligte aus dem IAB
Buhmann, Mara; Roth, Duncan; Kindt, Anna-Maria; Buch, Tanja; Seibert, Holger; Braunschweig, Luisa; -
IAB-Projekt
Panel "Ausbildung im Handwerk" von IAB und ausgewählten HWK (01.05.2022 - 31.12.2030)
Fuchs, Stefan; Wydra-Somaggio, Gabriele;Projektbeschreibung
Handwerk ist traditioneller und bedeutender Bereich des dualen Systems. Herausforderungen (Stellenbesetzung, Fachkräftebedarf) haben stärker als in anderen Bereichen zugenommen. Ausbildung sowie der Zusammenhang von Ausbildung mit Erwerbsverläufen sind von allgemeinem Interesse (Berufsbildungsforschung). Fragen zum Verbleib im Handwerk werden immer wichtiger (bspw. auch im Rahmen der Energiewende und mit Blick auf Digitalisierung / Strukturwandel). Ebenso kommen Fragen zum Zusammenhang zwischen der Bedeutung von räumlicher, beruflicher und betrieblicher Mobilität im Handwerk, Lohnentwicklung, Erwerbsbiografien von Migrant:innen im Handwerk und Folgen der Covid 19 Pandemie auf dem Ausbildungsmarkt und den Ausbildungs- sowie Erwerbsverläufen auf. Zur Beantwortung dieser Fragen wird ein kombinierter Datensatz erstellt mit Ausbildungsinformationen ausgewählter Handwerkskammern und Daten zum Erwerbsverlauf der Auszubildenden und Ausbildungsabsolvent*innen aus den Integrierten Erwerbsbiografien des IAB (IEB).
Beteiligte aus dem IAB
Faißt, Christian; Fuchs, Stefan; Wydra-Somaggio, Gabriele; Hell, Stefan; Kaimer, Steffen; Sieglen, Georg; -
IAB-Projekt
Worker-Firm Matching im Laufe des Erwerbslebens und Unterschiede zwischen Berufen (01.04.2022 - 01.12.2028)
Braunschweig, Luisa; Roth, Duncan; Dauth, Wolfgang;Projektbeschreibung
Dieses Projekt widmet sich der Frage wie sich das Matching zwischen Arbeiter und Betrieb im Laufe des Erwerbslebens verändert und ob es bei dieser Entwicklung Unterschiede zwischen Berufen gibt. Wir vermuten, dass sich die Stärke der Matches mit der Anzahl der Jobwechsel eines Arbeiters verbessert. Zudem gehen wir davon aus, dass es Berufe gibt bei denen diese Entwicklung stärker, bzw. weniger stark ausgeprägt ist. Unsere Hypothesen evaluieren wir mit Hilfe der AKM Lohndekompositionsmethode auf Grundlage der administrativen IEB Daten.
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IAB-Projekt
Special Need School Students and their Transition to the Labour Market (01.01.2022 - 31.12.2028)
Sandner, Malte;Projektbeschreibung
In Deutschland werden Schüler und Schülerinnen mit einem Förderbedarf traditionell in speziellen Sonder- oder Förderschulen unterrichtet. Auch wenn in den letzten Jahrzehnten inklusive Ansätze der Beschulung populärer wurden, besuchen immer noch 50% der Schüler und Schülerinnen, die einen Förderbedarf aufweisen, eine Förderschule. Der Übergang in den Arbeitsmarkt ist für Schüler und Schülerinnen, die eine Förderschule besucht haben, wesentlich schwieriger als für Schüler und Schülerinnen von einer Regelschule. Förderschüler beginnen seltener eine Ausbildung und sind in den ersten fünf Jahren nach Verlassen der Schule seltener erwerbstätig oder in einer Ausbildung. Es wurde bisher kaum untersucht, ob dieses schlechte Abschneiden am Arbeitsmarkt kausal auf den Förderschulbesuch zurückzuführen ist oder ob Jugendliche mit Förderbedarf, die inklusiv an Regelschulen unterrichtet werden, ähnlich oder vielleicht sogar schlechter am Arbeitsmarkt abschneiden. Deshalb soll dieses Projekt anhand der integrierten Erwerbsbiografien (IEB) den kausalen Effekt eines Förderschulbesuchs auf den Übergang in die Erwerbstätigkeit untersuchen. Hierfür soll die starke zeitliche und räumliche Variation von Förderschulangeboten als Instrument für einen Individuellen Förderschulbesuch genutzt werden.
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IAB-Projekt
Bestimmung der Pendeldistanzen auf Basis von Adressen in den BeH-Spells (25.10.2021 - 01.05.2022)
Brixy, Udo; Sonnenwald, Daniel;Projektbeschreibung
Für viele Forschungsprojekte werden Pendeldistanzen, also die Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort, benötigt. Ziel dieses Projekts ist es, die Pendeldistanz in Metern Luftlinie für jeden Beschäftigungsspell der IAB-Beschäftigungshistorik-Datei zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht auf der Grundlage georeferenzierter Adressangaben, so dass auch Distanzen innerhalb von Gemeinden bestimmt werden. Da solche Daten erst ab 2000 zur Verfügung stehen, können keine Distanzen für den Zeitraum davor bestimmt werden.
Beteiligte aus dem IAB
Brixy, Udo; -
IAB-Projekt
Erwerbshistorie vor und nach einer Sanktion im SGB II (01.10.2021 - 31.12.2026)
Wicht, Leonie; Schmidtke, Julia; Fitzenberger PhD, Bernd;Projektbeschreibung
In diesem Projekt untersuchen wir den Erwerbsverlauf vor und nach einer Sanktion im SGB II. Dafür verwenden wir eine 10%-Zufallsstichprobe aller Personen, die zwischen 2016 und 2018 mindestens eine SGB II Sanktion aufgewiesen haben. Wir verwenden die Integrierten Erwerbsbiographien (IEB) sowie die Leistungshistorik Grundsicherung (LHG) und die Leistungsstatistik (LST-S) um Informationen über die Erwerbsverläufe, soziodemographische Merkmale sowie nähere Informationen zum Leistungsbezug einbeziehen zu können. In einer Clusteranalyse zeigen wir, dass sich die heterogene Gruppe der Sanktionierten in verschiedene Typen gemäß ihres Erwerbsverlaufs aufteilen lassen. Inwieweit sich diese Typen nach weiteren soziodemographischen Merkmalen unterscheiden, untersuchen wir in einer multinomialen Regression.
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IAB-Projekt
Zugänge und Rolle der Arbeitslosenversicherung (SIG1.3) (01.01.2021 - 31.12.2024)
Lietzmann, Torsten;Projektbeschreibung
Die Grundsicherung für Arbeitsuchende nach SGB II wird häufig als Leistungssystem für Langzeitarbeitslose bezeichnet. Dabei wird angenommen, dass Arbeitslose nach Ablauf der Leistungen der Arbeitslosenversicherung (SGB III) in die Grundsicherung nach SGB II übergehen, sofern sie die Arbeitslosigkeit nicht zuvor beenden konnten. Die öffentlichen Diskussionen um die Grundsicherung drehen sich häufig um die Frage, ob man für bestimmte Personengruppen einen Zugang in die Grundsicherung durch eine Erleichterung des Zugangs zu Leistungen der Arbeitslosenversicherung verhindern kann. Nach bisherigem Forschungsstand sind einerseits die Ausweitung der Rahmenfrist und Verkürzung der Anwartschaftszeit in der Arbeitslosenversicherung nur begrenzt dazu in der Lage (Stephan 2019). Zudem werden andererseits in der Grundsicherung zahlreiche Personengruppen unterstützt, die während des Leistungsbezugs nicht offiziell arbeitslos gemeldet sind, sondern an Maßnahmen teilnehmen, mit niedriger Arbeitszeit oder niedrigem Lohn beschäftigt sind oder Betreuungsverpflichtungen in der Familie wahrnehmen (Bruckmeier et al. 2019). In diesem Projekt wird untersucht, in welchem Ausmaß Personen, die in den Leistungsbezug eintreten zuvor Leistungen der Arbeitslosenversicherung bezogen haben. Zudem wird die Rolle der Grundsicherung und der Arbeitslosenversicherung für die soziale Absicherung bei Zugang in Arbeitslosigkeit untersucht. Wie häufig und für welche Personengruppen findet eine statuserhaltende Absicherung im Rahmen der Arbeitslosenversicherung statt und wer ist direkt auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen.
Beteiligte aus dem IAB
Lietzmann, Torsten; -
IAB-Projekt
Geo-data in Labor Market Research: Trends, Potentials and Perspectives (06.04.2020 - 31.12.2021)
Ostermann, Kerstin; Oertel, Martina; Gläser, Nina; Eppelsheimer, Johann; Haller, Peter;Projektbeschreibung
This article presents potentials of fine-graded spatial data for labor market research. We
therefore review developments in literature and highlight areas, detailed spatial data paves
the way to or extends research possibilities. Moreover, we share our experience in geocoding
the employment biographies (IEB) of almost the entire German workforce between 2000 and
2017. The resulting panel data provides detailed daily information on various labor market
characteristics of unprecedented spatial precision. To make the data easily accessible for
research, we further create grid cells that summarizes a rich set of labor market characteristics
and sociodemographic information. By using this unique data, we provide first detailed
evidence on inner city distributions of several labor market characteristics from 2000 to
2017 for all larger cities in Germany. In this paper, we exemplary describe two of these
cities, Berlin and Munich. The results exemplify that the use of small-scale geo-data reveals
substantial differences in various labor market aspects within and across cities. -
IAB-Projekt
Qualitätssicherung der und Beratung zur IEB-GEO 2.0 (01.04.2020 - 31.12.2024)
Brixy, Udo; Oertel, Martina;Projektbeschreibung
Die IEB-GEO 2.0 wird vom Forschungsbereich "Regionale Arbeitsmärkte" und dem Bereich "Daten und IT-Management" im Rahmen dieses Projekts bereitgestellt und gepflegt. Insbesondere beraten die Bereiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IAB bei der Beantragung der Daten.
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IAB-Projekt
Crossing Borders: Labor Market Effects of European Integration (01.01.2019 - 31.12.2027)
Illing, Hannah;Projektbeschreibung
Dieses Papier untersucht grenzüberschreitende Migration im Zuge der europäischen Integration. Die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes 2011 für Arbeitnehmer aus Osteuropa führte zu einem statistisch signifikanten Anstieg tschechischer Grenzpendler. Mithilfe von IEB und BHP 2007-2017 schätze ich den Effekt dieses positiven Arbeitsangebotsschocks auf Löhne und Beschäftigung deutscher Arbeitnehmer.
Beteiligte aus dem IAB
Illing, Hannah; -
IAB-Projekt
The Digital Infrastructure of Germany and its Impacts on Establishments and the Labor Market - Integration and Updating of Available Geodata (01.01.2019 - 31.12.2022)
Janser, Markus; Janssen, Simon; Lerche, Adrian; Ruf, Kevin;Projektbeschreibung
Die digitale Infrastruktur eines Landes, insbesondere der Zugang zu schnellem Internet, gilt als wichtiger Einflussfaktor für Innovation, wirtschaftliche Entwicklung, soziale Teilhabe und damit auch für die Arbeitsmarktentwicklung insgesamt. In Deutschland wird der unterschiedliche Ausbaugrad digitaler Infrastruktur zudem als Treiber von regionaler Ungleichheit diskutiert (High-Tech Städte versus abgehängte Regionen). Nicht zuletzt deswegen ist digitale Infrastruktur häufig Gegenstand von Strategien zur Regionalförderung und öffentlicher Subventionierung. Die Bedeutung der digitalen Infrastruktur für den Arbeitsmarkt wurde bislang in einzelnen Projekten punktuell behandelt. Für die Forschung ist dabei die frühe Versorgung mit DSL- (Westdeutschland) bzw. OPAL-Technologien (Ostdeutschland) besonders interessant. Die dafür verwendeten Daten waren in Bezug auf Beobachtungszeitraum, Datenqualität und Stichprobe bislang relativ unscharf (z.B. Berechnung der Luftdistanzen vom Gemeindemittelpunkt zum DSL-Verteilerkasten) und daher nur eingeschränkt verwendbar. Durch die jetzt verfügbare Version der IEB-GEO ist es möglich, die Distanzen von jedem Betrieb zu den entsprechenden Verteilerkästen als Routing-Distanz zu berechnen. Dieses Potenzial wird durch das Projekt #DInfra erschlossen.
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IAB-Projekt
Erwerbsbiographien des wissenschaftlichen ostdeutschen Nachwuchses in Deutschland (13.09.2018 - 31.12.2024)
Fuchs, Michaela;Projektbeschreibung
Mit Bezug auf das laufende Projekt "ErWiN" (Projektnummer 3236) sollen ergänzte Daten des Dissertationskatalogs neue Einblicke in die Erwerbsverläufe des aus Ostdeutschland stammenden wissenschaftlichen Nachwuchses geben. Ziel des Projekt ist zunächst, einen Datensatz aufzubauen, in dem der Geburtsort, der aus Online-Dissertationen herausgefiltert wurde, mit Hilfe des Matchingverfahrens aus ErWiN an die IEB anzuspielen. Der Analyseteil baut auf der Beobachtung auf, dass Ostdeutsche in Führungspositionen von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik unterrepräsentiert zu sein scheinen. Hierzu besteht großer Forschungsbedarf, der anhand der hier generierten Erwerbsverläufe verringert werden soll.
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IAB-Projekt
Evaluation von Teilqualifizierungen (01.05.2018 - 30.06.2024)
Osiander, Christopher; Kruppe, Thomas; Lang, Julia;Projektbeschreibung
Das Projekt befasst sich mit der Evaluation von sog. Teilqualifizierungen. Das Projekt will einen Überblick über die Einsatzhäufigkeit, die Dauer und die Reihung von Teilqualifizierungen geben sowie deren Wirkung auf Arbeitsmarktergebnisse der Teilnehmenden analysieren. Datengrundlage sind Informationen zu Beschäftigungs-, Arbeitslosigkeits- und Maßnahmeepisoden aus den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB). Es werden Teilnehmende an Teilqualifizierungen mit statistisch ähnlichen Nichtteilnehmenden verglichen (propensity score matching), um Maßnahmeeffekte zu identifizieren.
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IAB-Projekt
Die räumliche Mobilität von Arbeitskräften im Erwerbsverlauf - Analysen für ländliche Räume in Deutschland (01.03.2018 - 30.09.2021)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
In Deutschland sind seit langem ausgeprägte Unterschiede in den regionalen Arbeitsmarktbedingungen zu beobachten. Vor allem die Entwicklungsdynamik vieler ländlicher Gebiete fällt unterdurchschnittlich aus. Die Mobilität von Arbeitskräften ist für die Veränderung der regionalen Disparitäten und damit den Entwicklungsrückstand von ländlichen Gebieten von zentraler Bedeutung. Das Projekt soll neue Erkenntnisse über die Faktoren liefern, die sich auf die interregionale Arbeitskräftewanderung auswirken. Insbesondere ist bislang kaum erforscht, wie sich das Wanderungsverhalten im Zuge der Erwerbsbiografie verändert. Der Fokus liegt auf der Mobilität von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen im Verlauf ihrer Erwerbsbiografie und den aktuellen Wanderungsbilanzen der ländlichen Regionen. Da der Umfang des Wanderungsgeschehens in Deutschland auch in ländlichen Regionen erheblich größer ist, als dies aus den zumeist berichteten Wanderungssalden erkennbar wird, sollen neben der Nettomigration auch die Zu- und Abwanderungsströme der Regionen betrachtet werden. Die mit dem Wanderungsergebnis verbundene Heterogenität ländlicher Räume wird differenziert nach verschiedenen Personenmerkmalen wie dem Alter und dem Bildungsniveau analysiert, um Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie sich das regionale Arbeitsangebot und Humankapital durch die Binnenwanderung verändert. Zudem wird der Zusammenhang zwischen den Wanderungsbilanzen der Regionen und regionalen Charakteristika untersucht. Insbesondere soll dabei die Spezialisierung der regionalen Wirtschaft berücksichtigt werden. Die Analyse der individuellen Wanderungsentscheidung legt einen Schwerpunkt auf die Abwanderungswahrscheinlichkeit von Arbeitskräften aus ländlichen Räumen und ihre Rückkehrwahrscheinlichkeit. Daneben werden Wanderungsbewegungen zwischen verschiedenen Regionstypen untersucht. Dabei werden sowohl individuelle Merkmale der Personen wie auch Charakteristika der Regionen berücksichtigt und es wird analysiert wie sich die Bedeutung dieser Faktoren im Verlauf der Erwerbsbiografie verändert.
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IAB-Projekt
Analysen zum ESF-BAMF-Sprachprogramm (01.01.2017 - 30.06.2019)
Lang, Julia;Projektbeschreibung
Das BAMF ist für Integrationskurse (für 2016 gut 20.000 Eintritte erwartet) und ESF-BAMF-Sprachkurse (für 2016 rund 100.000 Eintritte erwartet) zuständig. Während die Integrationskurse auf Sprachkenntnisse fokussieren, enthalten die ESF-BAMF-Kurse auch berufliche Anteile. Die Teilnahme an einem Integrationskurs setzt derzeit einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland voraus (§ 44 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes); die Anmeldung erfolgt beim BAMF über Träger. Die Teilnahme an einem ESF-BAMF-Sprachkurs setzt derzeit voraus, dass Personen arbeitsuchend gemeldet sind und in der Regel auch Leistungen nach SGB II oder SGB III beziehen. Sie müssen bereits einen Integrationskurs besucht haben. Die Zuweisung erfolgt über Agenturen und Jobcenter.
Bisher liegt zu den ESF-BAMF-Sprachkursen eine Evaluationsstudie von ZEW/infas/NIW aus dem Jahr 2014 vor (Evaluation „Programm zur berufsbezogenen Sprachförderung für Personen mit Migrationshintergrund“, Abschlussbericht für das BMAS). Dort wurden eine Befragung sowie eine Wirkungsanalyse durchgeführt. Die Wirkungsanalyse betrachtet dabei Zugänge aus dem Jahr 2011 und deren Verbleib für 18 Monate nach Förderbeginn. Eine Vergleichsgruppe wurde mit Hilfe statistischer Matching-Verfahren gebildet. Die methodische Herausforderung bei der Auswahl „statistischer Zwillinge“ bestand darin, dass in den Prozessdaten weder Informationen zu Sprachkenntnissen noch Informationen über den Sprachförderbedarf der potenziellen Kontrollpersonen vorliegen. Die genannte Studie nimmt an, dass eine potenzielle Kontrollperson im Durchschnitt über einen vergleichbaren Sprachförderbedarf verfügt, wenn sie auch in anderen soziodemografischen und erwerbsbiografischen Eigenschaften mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am ESF-BAMF-Programm vergleichbar ist. Im Ergebnis zeigt sich für den Verbleibszeitraum ein starker Lock-in-Effekt. Auch 18 Monate nach Kursbeginn finden sich im Schnitt über alle Personen noch keine positiven Beschäftigungseffekte der Förderung. Allerdings ist die zugrundeliegende Annahme zumindest zweifelhaft.
Das geplante Projekt soll Grundinformationen für aktuellere Kohorten von Zugängen in die ESF-BAMF-Sprachkurse bereitstellen und als Machbarkeitsstudie die Möglichkeiten einer weiteren Wirkungsforschung prüfen. Hierfür sollen die Werdegangs-Informationen zu ESF-BAMF-Sprachkursen mit den IEB verknüpft und ausgewertet werden. Der Fokus soll aus Zugängen für die Jahre 2014 und 2015 liegen (letztere stehen Ende des Jahres 2016 zur Verfügung). Derzeit noch nicht absehbar ist, ob in den Daten bereits zuverlässige Informationen zum Aufenthaltsstatus vorhanden sein werden, daher ist das Vorhaben ggf. als Vorstudie für Zugänge aus Jahr 2016 zu werten.
In einem ersten Schritt sind detaillierte Informationen zu den Teilnehmerstrukturen an den Kursen beider Jahre bereitzustellen. Für Zugänge aus dem Jahr 2014 lässt sich ebenfalls der Verbleib bis Endes Jahres 2015 untersuchen. In einem zweiten Schritt soll im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, ob sich für Zugänge aus dem Jahr 2014 ggf. Wirkungsanalysen durchführen lassen (die sich aber auf relativ kurze Verbleibszeiträume beschränken müssten). Dabei ist sorgfältig zu diskutieren, ob sich die oben getroffene Annahme, dass sich ohne Kenntnis über die Sprachförderbedarfe „statistische Zwillinge“ finden lassen, rechtfertigen lässt. Zu prüfen ist, ob alternative Ansätze der Wirkungsforschung zum Ansatz kommen könnten (z.B. Schätzung der Effekte unterschiedlich hoher bedingter regionaler Förderintensitäten).
Beteiligte aus dem IAB
Lang, Julia; -
IAB-Projekt
Einfluss regionaler Internetverfügbarkeit auf die Dauer von Arbeitslosigkeit und Vakanzen (01.07.2016 - 31.07.2020)
Gürtzgen, Nicole;Projektbeschreibung
Die zunehmende Verbreitung des Internets geht mit einer erheblichen Reduktion der Kosten der Informationsgewinnung und -verbreitung einher. Ziel des Projekts ist es, den Einfluss regionaler Internetverfügbarkeit auf die Dauer von Arbeitslosigkeit, die Qualität des Matches zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sowie die Dauern von Vakanzen zu untersuchen. Grundidee ist, dass die Nutzung des Internets und die damit verbundene Bereitstellung von kostenlosen und umfangreichen Informationen über den Stellenmarkt eine effizientere Suche nach einer geeigneten Beschäftigung sowie geeigneten Bewerber/innen ermöglichen kann. Hierzu sollen Daten aus der IEB, PASS sowie der IAB-Stellenerhebung genutzt werden. In dem Projekt soll eine exogene Variation der regionalen Internetverfügbarkeit in der ersten Hälfte der 2000er Jahre aufgrund technologischer Besonderheiten in der Internetverbreitung ausgenutzt werden.
Beteiligte aus dem IAB
Gürtzgen, Nicole; Diegmann, André; Pohlan, Laura; Lochner, Benjamin; Bossler, Mario; -
IAB-Projekt
Anonymisierung der georeferenzierten IEB durch Erstellung synthetischer Datensätze (01.03.2015 - 26.12.2020)
Drechsler, Jörg;Projektbeschreibung
Das Projekt untersucht, ob die Erzeugung synthetischer Daten ein möglicher Ansatz sein kann, um externen Forschenden Zugang zu georeferenzierten Daten zu geben ohne den Datenschutz zu gefährden.
Beteiligte aus dem IAB
Drechsler, Jörg; -
IAB-Projekt
Validierung und Entwicklung von Proxy Variablen für multivariate Arbeitsmarktanalysen auf Basis von administrativen Individualdaten des IAB. (21.10.2013 - 31.01.2016)
Trappmann, Mark;Projektbeschreibung
Immer häufiger werden administrative Individualdaten als Grundlage für die politische Beratung herangezogen. Sie werden für die Erforschung wichtiger Aspekte der Sozialsysteme verwendet und dienen damit der politischen und administrativen Entscheidungsfindung als Hintergrundinformation. Zum Beispiel basiert in Deutschland die Volkszählung auf administrativen Daten und weite Teile der sogenannten Hartz-Reformen wurden auf Basis von administrativen Individualdaten evaluiert. Administrative Daten beinhalten eine Zahl von politisch hoch relevanten und präzisen Variablen wie z. B. Bezugszeiten von staatlichen Transferleistungen, Löhne und Beschäftigungsphasen sowie öffentliche Lohnzuschüsse.
Da diese Daten einen Großteil der Bevölkerung umfassen, ist der Stichprobenfehler klein und man erhofft sich so eine starke Aussagekraft der Ergebnisse. Aus diesem Grund sind diese Daten in vielen Ländern ein wichtiges Produkt zur Informationsbeschaffung in der Politik geworden. Während die großen Fallzahlen und die vielfach genauen Informationen ein klarer Vorteil gegenüber kostspielig gesammelten Umfragedaten darstellen, enthalten sie häufig kaum Informationen auf der Ebene der Privathaushalte wie Haushaltseinkommen, Anzahl der Personen im Haushalt , Informationen über den sozialen Kontext , Netzwerke und individuelle Motivation . Hierfür werden Ergebnisse auf Basis dieser Daten häufig kritisiert, da ausgelassene Variablen zu erheblichen Verzerrungen der Schätzergebnisse auf Basis von multivariaten Verfahren führen können.
In diesem Projekt werden die Integrierten Erwerbsbiografien (IEB), administrative Individualdaten des Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB) verwendet. Diese Daten sind eine wichtige administrative Datenquelle, die z.B. für die Evaluationen der Hartz-Arbeitsmarktreformen im Auftrag des BMAS verwendet wurden.
Da das offensichtliche Fehlen von Haushaltskontextvariablen die Ergebnisse der Arbeitsmarkstudien verzerren können, gab es einen Konsens in der deutschen Politik und in der Forschung , die Datenlage durch Befragungsdaten zu ergänzen. Die Panel Studie „Arbeitsmarkt und soziale Sicherung“ ( PASS ) wird seit 2006 vom IAB durchgeführt und sammelt für eine Stichprobe von Haushalten detaillierte Informationen, die in administrativen Daten fehlen (Trappmann et al., 2010). PASS lässt sich für alle Teilnehmer, die dem zugestimmt haben, mit administrativen Daten der Bundesagentur für Arbeit verknüpfen.
Zwar gibt es eine Vielzahl von Forschungsarbeiten, die die Qualität der Befragungsdaten durch Vergleich mit administrativen Daten untersuchen, jedoch wurden bisher keine Versuche unternommen, umgekehrt die Arbeitsgrundlage für administrative Daten mit Hilfe der Umfragedaten zu verbessern.
Um den Kritikpunkt wichtiger ausgelassener Variablen in Analysen auf Basis von administrativen Daten zu adressieren, verwendet die Forschung regelmäßig sogenannte Proxy Variablen. Diese Variablen können anstelle der ausgelassenen Variablen verwendet werden und, sofern sie einige statistische Eigenschaften erfüllen, Verzerrungen der Schätzergebnisse abschwächen oder beseitigen. So werden insbesondere Variablen aus der Erwerbshistorie gebildet, die Personen im Hinblick auf Motivation und Erfolgsaussichten auf dem Arbeitsmarkt typisieren sollen. Da es nicht möglich ist, die Validität dieses Ansatzes nur auf Basis von administrativen Daten zu überprüfen, ist es zurzeit nicht bekannt, ob dieser Ansatz überhaupt funktioniert. Beispiele für wissenschaftliche Studien, die Variablen der Erwerbshistorie verwenden, sind: Biewen et al. (2011), Lechner und Wunsch (2010) und Wichert und Wilke (2012). Viele weitere Analysen verwenden weder Proxies noch ausgelassene Variablen. Hier kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse verzerrt sind, jedoch ist unklar, in welchem Umfang. Wir sehen deshalb erheblichen Forschungsbedarf um die Validität dieser und anderer Studien, die wichtige Aspekte der Sozialsysteme in Deutschland analysieren, zu erhöhen.
Durch die Verwendung von zusätzlichen Informationen aus Umfragedaten erhalten wir erste Einblicke, inwieweit diese Proxy Variablen tatsächlich mit wichtigen ausgelassenen Variablen korreliert sind und daher die Bedingungen für zulässige Proxys erfüllen. Unsere Ergebnisse werden deshalb dazu beitragen, die Qualität empirischer Ergebnisse auf der Grundlage administrativer Daten zu verbessern. Wir weisen darauf hin, dass Forschung zur Qualität administrativer Daten unterentwickelt ist und es gibt aufgrund der Vielzahl von aktuellen Studien auf Basis dieser Daten einen starken Bedarf für solche Untersuchungen.
Wichert, L. and Wilke, R.A. (2012), Which factors safeguard employment? An analysis with misclassified register data, Journal of the Royal Statistical Society, Series A, 175(1), 135-151.
Beteiligte aus dem IAB
Trappmann, Mark; -
IAB-Projekt
Klassifikation der Lebenslagen und Arbeitsmarktnähe von SGB-II-Beziehern (01.10.2013 - 31.12.2016)
Lietzmann, Torsten;Projektbeschreibung
Auf Basis des Administrativen Panels ergänzt durch die Integrierten Erwerbsbiographien (IEB) sollen aus einem repräsentativen Querschnitt von Bedarfsgemeinschaften Indikatoren zur Erwerbs- und Leistungsbiographie von Personen und Bedarfsgemeinschaften gebildet werden, um unterschiedliche „Lebenslagen“, insbesondere bei verfestigtem Leistungsbezug zu charakterisieren. Die Indikatoren richten sich auf Umfang und Dauer der gegenwärtigen und bisherigen Erwerbstätigkeit, kumulierte Dauern von Leistungsbezug (SGB II + III) und Arbeitslosigkeit, Teilnahme an Aktivierungsmaßnahmen. Die Indikatoren sollen benutzt werden, um Arbeitsmarktnähe oder –Ferne, verfestigte Armut bzw. „Exklusion“ zu charakterisieren. Es wird vermutet, dass sich sowohl Personen als auch Bedarfsgemeinschaften entlang der Indikatoren gewissen Mustern zuordnen lassen (z.B. Jüngere, Ältere, Alleinerziehende). Von besonderem Interesse sind dabei Personen, die seit Einführung des SGB II ununterbrochen im Leistungsbezug waren. In einem zweiten Schritt des Projektes sollen die Bezugsverläufe mittels einer Sequenzmusteranalyse typisiert werden.
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IAB-Projekt
Empirische Befunde zum arbeitsmarktlichen Verbleib nach einer Massenentlassung am Beispiel der Schlecker-Insolvenz (01.07.2013 - 30.06.2020)
Dietz, Martin; Kruppe, Thomas;Projektbeschreibung
Nach Abschluss der qualitativen Studie zum Beratungs- und Vermittlungsprozess der ehemaligen Schlecker-Beschäftigten aus Agentursicht soll anhand von IEB-Daten („Integrierte Erwerbsbiographien“) untersucht werden, ob sich die Einschätzungen der Arbeitsagenturen in den Erwerbsverläufen widerspiegeln. Dabei soll zunächst untersucht werden, inwiefern Übergänge in Beschäftigung realisiert werden konnten und welche Formen diese annahmen. Anschließend sind Vergleichsanalysen zwischen den Erwerbsverläufen der Schlecker-Arbeitslosen (nach Entlassungswellen) sowie mit anderen geeigneten Vergleichsgruppen geplant. Da für diese Analysen ein hinreichend langer Zeitraum nach dem (ersten) Übergang in Beschäftigung vorliegen sollte, werden Ergebnisse voraussichtlich Mitte 2016 vorliegen.
Beteiligte aus dem IAB
Dietz, Martin; -
IAB-Projekt
Diversität und individuelle Karrieren (DFG) (01.06.2013 - 31.05.2016)
Niebuhr, Annekatrin;Projektbeschreibung
Das Projekt beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Diversität auf die Karriere der einzelnen Mitglieder von Unternehmen. Dabei soll der Fokus sowohl auf den Einfluss der Diversität der Gesamtbelegschaft (cross level) als auch auf die Bedeutung der relativen Position des Einzelnen gelegt werden. Diversität wird hierfür als multidimensionales Konstrukt verstanden, sodass bedeutsame organisationsdemographische Merkmale, wie etwa Geschlecht, Alter, Betriebszugehörigkeit, ethnische Herkunft, Bildungs- und Berufsqualifikation in der Untersuchung Berücksichtigung finden. Konkret wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, welche Auswirkungen heterogene Belegschaften und die relative Position des Einzelnen in der organisationalen Ungleichheitsstruktur auf den individuellen Arbeitsmarkterfolg haben. Als zentrale Indikatoren der individuellen Karrieren werden (1) die individuelle Austrittswahrscheinlichkeit und (2) der Lohn betrachtet. Theoretisch eingebettet ist das Projekt zum einen in die Ansätze der Diversitätsforschung sowie ressourcentheoretische Ansätze der Organisationssoziologie, welche auch in der ökonomischen Theorie diskutiert werden. Zum anderen werden sozialpsychologische Ansätze, wie etwa die „Similarity-Attraction“-Theorie, die Theorie sozialer Kategorisierung sowie der Ansatz der „co-worker discrimination“, herangezogen.
Als Datengrundlage dienen Informationen aus den Integrierten Erwerbsbiographien (IEB) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), mit denen die Erwerbsverläufe von Arbeitskräften umfassend untersucht werden können. Ergänzt werden diese um Informationen zum betrieblichen und regionalen Umfeld aus einem Datensatz, der im Rahmen des von der DFG 2011-2012 geförderten Projektes „Diversität und Erfolg von Organisationen“ erstellt wurde.
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IAB-Projekt
vorzeitige Vertragslösungen oder Abbruch? Erwerbskarrieren von Abbrechern (01.04.2013 - 31.12.2018)
Wydra-Somaggio, Gabriele; Patzina, Alexander;Projektbeschreibung
Über die Hälfte der Schulabgänger beginnt in Deutschland zur Erlangung eines beruflichen Abschlusses eine Duale Berufsausbildung. Nicht für alle verläuft die Ausbildung erfolgreich. Dem Bundesinstitut der Beruflichen Bildung zu Folge liegt der Anteil der Auszubildenden, die vorzeitig die Ausbildung beenden, die so genannte Lösungsquote, deutschlandweit bei 25%. Vorzeitige Vertragslösungen bedeuten einen Bruch im Ausbildungsverlauf, da sie die Ausbildung in einem gewählten Ausbildungsbereich mindestens unterbrechen, wenn nicht ganz beenden. Der Revision der Bildungsentscheidung liegt eine Kosten-Nutzen_analyse der Vertragslösung zu Grunde, denn sie verursacht Kosten sowohl auf Seiten der Betriebe (Verlust von Wissen) als auch auf Seiten der Auszubildenden (Verlust von Wissen, Unsicherheit hinsichtlich des weiteren Ausbildungsverlaufs), die je nach Zeitpunkt der Vertragslösung unterschiedlich hoch sein können. Der Zeitpunkt der Vertragslösung spielt auch eine Rolle, ob eine weitere Ausbildung fortgesetzt oder endgültig abgebrochen wird.
In diesem Projekt wird untersucht, wie Übergänge von einer vorzeitig beendeten Ausbildung in eine weitere Ausbildung oder in den Arbeitsmarkt strukturiert sind und wie lange es dauert bis eine zweite Ausbildung aufgenommen und wie die Zeit bis dahin überbrückt wird. Hierbei wird genauer untersucht, wer überhaupt eine Anschlussausbildung aufnimmt und wer nicht.
Für die vorliegende Untersuchung liegt das Ausbildungspanel Saarland zugrunde, ein kombinierter Datensatz aus den Integrierten Erwerbsbiografien (IEB) des IAB und aus Daten der Handwerks- sowie der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes. Der Datensatz enthält ausführliche Informationen zu Ausbildungs- und Erwerbsverlauf von Auszubildenden zwischen 1999 und 2002.
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IAB-Projekt
Wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts "Abschlussorientierte Qualifizierung mit Anreizsystem für unter 35-Jährige" (01.03.2013 - 31.12.2016)
Lang, Julia; Kropp, Per; Theuer, Stefan;Projektbeschreibung
In diesem Projekt wird das Modellprojekt "Abschlussorientierte Qualifizierung mit Anreizsystem für unter 35-Jährige" untersucht, das ab Ende August 2013 in Ostthüringen durchgeführt wird. Im Rahmen dieses Modellprojekts sollen 25- bis 35-Jährige geringqualifizierte Thüringer dazu motiviert werden, einen Ausbildungsabschluss nachzuholen. Dies geschieht durch ein finanzielles Anreizsystem während der betrieblichen Berufsausbildung bzw. Umschulung, das zusätzlich mögliche finanzielle Einbußen durch den Beginn einer Ausbildung abmildern soll. Im Rahmen der wissenschaftliche Begleitung wird geprüft, ob auf Grundlage der IEB Aussagen über die Wirksamkeit des Projektes möglich ist oder ob in der Modellregion eine höhere Aus- bzw. Weiterbildungsbereitschaft besteht bzw. ob die Abbruchquoten bei Aus- bzw. Weiterbildung geringer sind. Außerdem wird auf Grundlage vorhanderer Dokumente und von Gruppengesprächen die Zielgenauigkeit des Programmablaufs bewertet. Schließlich wird das Programm in den Kontext weiterer Studien des IAB gestellt.
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IAB-Projekt
Verlaufsmuster im Leistungsbezug in Berlin. Eine Typisierung von Arbeitslosigkeits- und Erwerbsverläufen von Leistungsempfängern in Berlin mit besonderem Blick auf den Langzeitleistungsbezug. (01.01.2013 - 30.09.2017)
Seibert, Holger; Fuchs, Stefan;Projektbeschreibung
Arbeitslosigkeit, Bezug von SGB-II-Grundsicherung und Langzeitleistungsbezug sind in Berlin im bundesweiten Vergleich besonders ausgeprägt. Bestands- und Stromgrößen zu Arbeitslosigkeit und Leistungsbezug geben das Geschehen aber nur unvollständig wieder. Ein vertieftes Verständnis für die zugrundeliegende Dynamik soll durch die Betrachtung individueller Verlaufsdaten gewonnen werden. Mit den integrierten Erwerbsbiografien (IEB) können die individuellen Verläufe von Leistungsbeziehern nachgezeichnet werden. In einer regionalen Fallstudie für Berlin werden unter Verwendung sequenzanalytischer Methoden typische Muster von Erwerbs-, Arbeitslosigkeits-, Maßnahmeteilnahme- und Leistungsbezugsverläufen identifiziert und ihr Zusammenhang zu bestimmten Rahmenbedingungen und Ereignissen im Leben von Langzeitleistungsbeziehern untersucht. Ziel ist es, einen umfassenderen Einblick in die komplexen Problemlagen im SGB-II-Leistungsbezug zu gewinnen, als dies mit herkömmlichen Kennzahlen möglich ist.
Mit der Ermittlung typischer Sequenzmuster von Leistungsbeziehern, lassen sich eine ganze Reihe von Fragestellungen beantworten, die für die Arbeit der Jobcenter und Agenturen vor Ort relevant sind. So etwa, ob es ein Potential an „verdeckten“ Langzeitbeziehern gibt, denen es trotz verschiedenster Maßnahmen nicht gelingt, den Leistungsbezug dauerhaft zu verlassen. Oder welche Gelingensbedingungen dazu beitragen, den Leistungsbezug längerfristig und idealerweise dauerhaft zu verlassen. Durch die Ermittlung von Risikofaktoren für die Zugehörigkeit zu den jeweiligen Verlaufstypen, lassen sich auch Rückschlüsse über die besonderen Problemlagen in Berlin im Vergleich zu anderen Bundesländern und Metropolen ziehen. -
IAB-Projekt
Wie wirkt sich die Ausübung eines Minijobs auf die Arbeitsmarktchancen von Personen in ALG-II-Bezug aus: Brücke oder Sackgasse? (01.01.2013 - 31.03.2014)
Rudolph, Helmut;Projektbeschreibung
Ziel des Forschungsprojektes ist die Beantwortung der Frage, inwiefern sich die Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung bzw. eines Minijobs auf die individuellen Arbeitsmarktchancen von ALG-II-Empfängern auswirkt. In dem Projekt soll vor Allem der Frage nachgegangen werden, ob den Minijobs eine Brückenfunktion zukommt und die Minijobber in einem sozialpflichtigen Job enden. Dieses Projekt beschränkt sich dabei nur auf solche Minijobber, die eine reguläre Beschäftigung anstreben. Diesbezüglich gibt es zwar bereits Studien, diese Studien untersuchen jedoch ausschließlich männliche Minijobber. Der Grund dafür, dass bis jetzt keine wirkungsanalytischen Studien für diese Personengruppe gibt, ist vor allem auf die fehlende Haushaltsinformation zurückzuführen. Denn gerade der Haushaltskontext beeinflusst die Erwerbsbeteiligung in Form von Minijobs oder von sozialpflichtiger Beschäftigung. Mit dem Administrativen Panel SGB II (AdminP) kann jedoch diese Forschungslücke geschlossen werden und die Brückeneffekte für Frauen untersucht werden. Neben dem AdminP, das die benötigten Haushaltsinformationen enthält, verfügen wir über Information zur Erwerbsgeschichte (IEB Datensatz) und Erwerbsmotivation (ASU Datensatz).
Um die Wirkung von Minijobs zu evaluieren, benutzen wir ein quasi-experimentelles Design. Demnach werden die Beschäftigungswahrscheinlichkeiten zweier Personen verglichen, die möglichst ähnliche Eigenschaften aufweisen, sich jedoch hinsichtlich der Ausübung einer geringfügigen Beschäftigung unterscheiden (Treatment- und Kontrollgruppe). Um für Personen der Treatmentgruppe geeignete Vergleichspersonen zu finden, benutzen wir dabei die Methode des Propensity Score Matchings. Dieses Verfahren ist besonders für unsere Fragestellung geeignet, weil wir über ausreichende Informationen zur Motivation, Erwerbsgeschichte und Haushaltskontext verfügen. Die Wirkung der Ausübung eines Minijobs zeigt sich dann als Differenz der Arbeitsmarktergebnisse zwischen Personen mit Minijob und den Kontrollpersonen ohne Minijob.
Beteiligte aus dem IAB
Bösel, Lena; -
IAB-Projekt
Imputation der Bildungsvariable in der IEB (01.11.2012 - 30.06.2014)
Ludsteck, Johann;Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts sollen fehlende Werte in den Bildungsvariablen der IEB imputiert werden.
Der Imputationsalgorithmus soll direkt in die IEB-Aufbereitung eingebaut werden,so dass die Imputationsergebnisse für alle Nutzer verfügbar ist. -
IAB-Projekt
Erwerbsverhalten von SGB-II-Leistungsempfängern in Paar-Bedarfsgemeinschaften (01.05.2012 - 30.04.2014)
Bösel, Lena;Projektbeschreibung
In diesem Projekt wird das Erwerbsverhalten von SGB-II-Leistungsempfängern in Paar-Bedarfsgemeinschaften auf Basis Adminstrativer Daten (AdminP und IEB) untersucht. In größeren Bedarfsgemeinschaften hängen Erwerbstätigkeit und Bedürftigkeit von verschiedenen Faktoren ab. Veränderungen im Arbeitsangebot (z.B. bei Geburt eines Kindes) und Arbeitsteilung im Haushalt sind zu berücksichtigen. Dazu zählt auch die Arbeitsaufnahme bisher nicht erwerbstätiger Bedarfsgemeinschaftsmitglieder („added worker effect“) als Beitrag zur Beendigung der Bedürftigkeit. Die Lohn- und Statusmobilität der Leistungsempfänger ist daher auch in ihrer Wechselbeziehung zwischen den Partnern zu untersuchen.
Beteiligte aus dem IAB
Bösel, Lena; -
IAB-Projekt
Information Advantages and Adverse Selection of Training Employers (02.05.2011 - 31.12.2021)
Wydra-Somaggio, Gabriele;Projektbeschreibung
Einerseits veranlassen Informationsvorteile über arbeitsbezogenene Fähigkeiten der Auszubildenden, die Ausbildungsbetriebe in allgemeines transferierbares Humankapital zu investieren. Andererseits wird die Ausbildung durch externe Institutionen zertifziert, was nach außen kognitive Fähigkeiten signalisiert. Sowohl die arbeitsbezogenen wie auch die kognitiven Fähigkeiten sind Ursache für Informationsvorteile der Ausbildungsbetriebe. Auf dieser Grundlage werden Variablen entwickelt, die als kognitive Signale wie auch als arbeitsbezogene Signale der Ausbildungsabsolventen gewertet werden. Es wird gezeigt, dass die Ausbildungsbetriebe in der Lage sind, die besten Absolventen hinsichtlich der arbeitsbezogenen und der kognitiven Fähigkeiten zu halten. Darüber hinaus haben die kognitiven (zertifzierten Fähigkeiten), also die öffentlichen Signal, eine stärkere Wirkung auf die Einstiegslöhne von nicht übernommenen als von übernommenen Ausbildungsabsolventen. Die privaten Informationen über die arbeitsbezogenen Fähigkeiten hängen dagegen stark mit dem Einstiegsgehältern der übernommenen Absolventen zusammen. Datengrundlage ist das Ausbildungspanel Saarland, das Informationen der Integrierten Erwerbsbiografien und Informationen der Handwerkskammer sowie der Industrie und Handelskammer im Saarland enthält. Dieser Datensatz ist einmalig, weil er den genauen Ausbildungsverlauf beschreibt und die IEB um wichtige Bildungsvariablen (wie bspw. Abschlussnoten) ergänzt, gleichzeitig aber die vollständigen Erwerbsverläufe der Auszubildenden umfasst. Der Datensatz enthält alle Ausbildungsabsolventen, die zwischen 1999 und 2002 eine duale Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen haben.
Beteiligte aus dem IAB
Wydra-Somaggio, Gabriele; -
IAB-Projekt
Machbarkeitsstudie über die Verwendung von administrativen Daten für die Typisierung von Erwerbsverläufen (01.02.2009 - 31.12.2011)
Promberger, Markus;Projektbeschreibung
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Machbarkeitsstudie, mit der herausgefunden werden soll, wie Prozessdaten zur Rekonstruktion und Typisierung individueller Erwerbskarrieren herangezogen werden können. Dazu werden Erwerbsverlaufs- und Leistungsbezugsinformationen aus den Datenbeständen der IEB und BLH mit Daten aus dem IAB-Haushaltspanels verknüpft. Durch Zusammenfassung ähnlicher Erwerbsverläufe werden Verlaufsmuster der Teilhabe am Arbeitsmarkt abgebildet.
Beteiligte aus dem IAB
Promberger, Markus; -
IAB-Projekt
Einfluss des Ausbildungsbetriebs auf den Übergangserfolg nach dualer Ausbildung (01.06.2006 - 31.07.2014)
Dietrich, Hans;Projektbeschreibung
Betriebe investieren zum Teil erheblich in duale Ausbildung. Vor diesem Hintergrund ist es überraschend, dass die Verknüpfung zwischen betrieblicher Ausbildung und Beschäftigung im Ausbildungsbetrieb nicht so hoch ist, wie dies anzunehmen wäre; lediglich etwa jeder zweite Auszubildende wird auch übernommen. Gleichwohl ist eine systematische betriebsspezifische Variation im Übergang von der Ausbildung in Beschäftigung zu beobachten. Neben beobachtbarer und unbeobachtbarer Heterogenität auf der Ebene der Individuen zeichnen sich systematisch Hinweise auf firmenspezifische Effekte ab.
Ein erstes Papier aus diesem Projekt beschäftigt sich mit der Arbeitsmarktposition im ersten Jahr nach Ausbildung: Mit Hilfe multinomialer Logit Modelle wird unterschieden zwischen Ü-bergängen in Weiterbeschäftigung im Ausbildungsbetrieb, Beschäftigung in einer anderen Firma, arbeitslos bzw. Maßnahmeteilnehmer.
Ein weiteres Papier differenziert nach alternativen Ausbildungsstrategien und deren Einfluss auf die Dauer der Beschäftigung nach Ausbildung. Wir gehen davon aus, dass firmenspezifische Ausbildungskosten wesentlichen Einfluss nehmen auf das betriebliche Ausbildungsverhalten und dieses wiederum die Beschäftigungsaussichten der Auszubildenden beeinflusst. Mittels Logit/Probit Modellen wird der Zugang zu Beschäftigung geschätzt, in einer zweiten Stufe werden piecewise constant Modelle herangezogen zur Schätzung der Koeffizienten der Dauer der Beschäftigung.Beteiligte aus dem IAB
Dietrich, Hans; -
IAB-Projekt
Beitrag zur Qualitätssicherung der Integrierten Erwerbsbiografien: Entwicklung alternativer Abgrenzungsvorschläge für Arbeitslosigkeit (01.10.2005 - 31.12.2013)
Stephan, Gesine; Kruppe, Thomas;Projektbeschreibung
Integrierte Erwerbsbiografien (IEB) des IAB werden in Zukunft eine der wichtigsten Datenquellen für die Arbeitsmarktforschung in der Bundesrepublik Deutschland sein: Für Stichproben können die Prozessdaten der Bundesagentur für Arbeit zu Zeiten der Arbeitsplatzsuche, des Leistungsbezugs sowie der Maßnahmenteilnahme mit den Meldungen zu sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungszeiten verknüpft werden.
Aufgabe des Projektes ist es, erstens Vorschläge für die Abgrenzung von Arbeitslosigkeit in den IEB zu entwickeln. Dabei ist einerseits der Frage nachzugehen, welche Möglichkeiten des Umgangs mit fehlenden und inkonsistenten Informationen existieren. Andererseits sind aber auch Probleme der Definition von Arbeitslosigkeit (z.B. Berücksichtigung ausschließlich registrierter Arbeitslosigkeit oder auch verdeckter Arbeitslosigkeit) zu diskutieren. Zweitens werden in dem Projekt Sensitivitätsanalysen durchgeführt (z.B. Untersuchung der Determinanten der Arbeitslosigkeit, Modellierung der Erwerbsbiografien in einer Evaluationsstudie), um zu prüfen, wie sich unterschiedliche Abgrenzungen auf die Ergebnisse empirischer Analysen auswirken.
Ziel des Projektes ist es letztlich, wohl definierte Standards für die Definition von Arbeitslosigkeitsperioden für die IEB zu entwickeln, die dann der Forschungsgemeinde als Richtgrößen angeboten werden können.
Beteiligte aus dem IAB
Stephan, Gesine;
