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Dossier

Inflation und Arbeitsmarktentwicklung

Im September 2022 war die Teuerungsrate mit zehn Prozent erstmal seit den Nachkriegszeiten zweistellig. Gefährden die aufgrund der Energiekrise verursachten Preiserhöhungen den Lebensstandard und die Arbeitsplätze? Welche Auswirkungen hat die steigende Inflationsrate auf die Entwicklung des Arbeitsangebots, der Arbeitsnachfrage und der Löhne? Die Infoplattform stellt Studien und deren Ergebnisse zu den volkswirtschaftlichen Wechselwirkungen zwischen Inflation und Arbeitsmarktentwicklung zusammen.

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im Aspekt "Besondere Aspekte"
  • Literaturhinweis

    „Nach dem Schock ist vor dem Schock“: Was der Irankrieg für die deutsche Wirtschaft bedeutet (2026)

    Keitel, Christiane; Arntz, Melanie ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Keitel, Christiane; Melanie Arntz & Enzo Weber (interviewte Person) (2026): „Nach dem Schock ist vor dem Schock“: Was der Irankrieg für die deutsche Wirtschaft bedeutet. In: IAB-Forum H. 12.05.2026, 2026-05-12. DOI:10.48720/IAB.FOO.20260512.01

    Abstract

    "Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus erhöhen den Druck auf die internationalen Energiemärkte und treffen auch die deutsche Wirtschaft. Enzo Weber und Melanie Arntz vom IAB erläutern im Gespräch mit dem IAB-Forum die Folgen des Preisschocks und rücken vor allem die wachsende wirtschaftliche Unsicherheit und ihre Auswirkungen auf Investitionen in den Fokus. Sie diskutieren zudem die beschlossenen politischen Maßnahmen und betonen die Notwendigkeit klarer wirtschaftspolitischer Signale." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Inflationsdifferenzen zwischen den Bundesländern (2026)

    Kluth, Ricarda; Lehmann, Robert ; Thum, Marcel ;

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    Kluth, Ricarda, Robert Lehmann & Marcel Thum (2026): Inflationsdifferenzen zwischen den Bundesländern. In: Ifo Dresden berichtet, Jg. 33, H. 01, S. 09-13.

    Abstract

    "Die Inflation entwickelt sich innerhalb Deutschlands seit 2020 recht unterschiedlich. Während die Preise in den ostdeutschen Flächenländern und Bremen stärker gestiegen sind als in Deutschland insgesamt, gilt genau das Gegenteil für Schleswig-Holstein und Hamburg. Stellt man der Preis- die nominale Stundenlohnentwicklung gegenüber, zeigen sich vor allem reale Gewinne in Ostdeutschland und reale Verluste für die westdeutschen Bundesländer. Falls diese Unterschiede persistent sind, könnte dies auf Dauer die relativen Lebensstandards zwischen den Bundesländern beeinflussen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen: Gemeinschaftsdiagnose 1-2026 (2026)

    Zitatform

    (2026): Energiepreisschock überlagert Fiskalimpuls – Wachstumskräfte versiegen. Gemeinschaftsdiagnose 1-2026. (Gemeinschaftsdiagnose 01-2026), Berlin, 87 S.

    Abstract

    "Nach einem mehrjährigen Abschwung hat im Verlauf des vergangenen Jahres eine Erholung eingesetzt. Während die exportorientierte Industrie angesichts weiter abnehmender Wettbewerbsfähigkeit, hoher geopolitischer Unsicherheit und fortbestehender handelspolitischer Belastungen kaum Tritt fasste, wurde die Erholung maßgeblich von der Binnenwirtschaft getragen. Der Energiepreisschock, der durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde, dämpft die Erholung, dürfte sie aber nicht vollständig zum Erliegen bringen. Dafür sorgt der erheblich expansive Kurs der Finanzpolitik, der vor allem Unternehmen der Verteidigungsindustrie und des Tiefbaus stützt. Im Großteil des Verarbeitenden Gewerbes bleibt die Lage jedoch verhalten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 0,6% und im Jahr 2027 um 0,9% zunehmen, nachdem die Wirtschaftsleistung im Vorjahr mit einem Anstieg von 0,2% kaum mehr als stagniert hat. Im Vergleich zum Herbstgutachten 2025 haben die Institute damit ihre Prognose für das laufende Jahr deutlich um 0,6 Prozentpunkte und für das kommende Jahr um 0,4 Prozentpunkte nach unten korrigiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    The Accuracy of Firms’ Wage Inflation Expectations (2025)

    Buchheim, Lukas ; Link, Sebastian ; Möhrle, Sascha;

    Zitatform

    Buchheim, Lukas, Sebastian Link & Sascha Möhrle (2025): The Accuracy of Firms’ Wage Inflation Expectations. In: AEA papers and proceedings, Jg. 115, S. 261-265. DOI:10.1257/pandp.20251018

    Abstract

    "Much of recent survey-based macroeconomic research studies firms' aggregate price inflation expectations, but little is known about their expectations of own wage inflation. This paper examines the accuracy of wage inflation expectations using novel panel survey data from German firms. By comparing forecast errors for firms' own wage inflation and consumer price index inflation, we show that wage forecasts tend to be more accurate, and forecast errors for the two variables are positively correlated. Moreover, the analysis reveals that various firm characteristics and wage-setting factors, particularly collective bargaining agreements, predict the forecast accuracy of wage inflation." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Which Macroeconomic News Matters for Price-Setting? (2025)

    Hack, Lukas; Rostam-Afschar, Davud ;

    Zitatform

    Hack, Lukas & Davud Rostam-Afschar (2025): Which Macroeconomic News Matters for Price-Setting? (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17935), Bonn, 60 S.

    Abstract

    "We examine how macroeconomic news affects firms' extensive-margin price-setting plans in a survey that we rolled out with randomized daily invitations. These plans predict future realized inflation. Using a high-frequency event study framework, we find that inflation and employment surprises imply significant and sizable revisions in firms' pricing plans. There is a limited role for news about the trade balance, but no significant role for other commonly studied data releases, e.g., industrial production. We also study news coverage and agents' news search behavior, finding that the intensive-margin response of media coverage and news search may partly drive our main results." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Germany’s macroeconomic drivers during the pandemic and inflation surge (2025)

    Hohberger, Stefan ;

    Zitatform

    Hohberger, Stefan (2025): Germany’s macroeconomic drivers during the pandemic and inflation surge. In: International economics and economic policy, Jg. 22. DOI:10.1007/s10368-024-00651-7

    Abstract

    "This paper estimates a three-region macroeconomic model to analyse the key drivers of Germany’s GDP, inflation, and wage growth during the COVID-19 pandemic and inflation surge. Incorporating COVID-related demand and supply shocks, trade in commodities, and endogenous ELB periods, the results highlight that (i) the 2020–2021 downturn was primarily driven by domestic and global lockdown shocks, (ii) the 2021–2022 inflation surge resulted from rising commodity prices, recovering global demand, and supply-side pressures, and (iii) wage growth per hour was shaped by opposing demand and supply forces. The model’s estimated shocks closely align with external indicators, supporting its empirical plausibility." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Einkommensverteilung und Inflation: Theorie und Empirie zu Deutschland (2025)

    Sell, Friedrich L. ; Stiefl, Jürgen;

    Zitatform

    Sell, Friedrich L. & Jürgen Stiefl (2025): Einkommensverteilung und Inflation: Theorie und Empirie zu Deutschland. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 78, H. 12, S. 70-76.

    Abstract

    "Die von Christine Lagarde für den Euroraum herausgestellte prominente Rolle der Gewinnmargeninflation ab 2022 lässt sich für Deutschland in den Daten des BIPDeflators für den Zeitraum 1992 bis 2024 nicht finden. Von den drei angebotsseitigen Inflationstreibern – Gewinnmargeninflation, Lohndruckinflation und Abgabeninflation – dominiert der Einfluss der Gewerkschaften und ihrer Lohnpolitik auf die Verteilungsposition des Faktors Arbeit (Brutto- und Nettolohnquote). Dies ist durchaus überraschend vor dem Hintergrund, dass sich die deutschen Gewerkschaften (nach wie vor) im Kampf gegen sinkende Mitgliederzahlen befinden und ihr abnehmender Organisationsgrad dem in europäischen Nachbarstaaten durchaus ähneln dürfte" (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    IMK Inflationsmonitor: Inflation fällt im März 2025 auf 2,2 %, auch Kernrate sinkt weiter (2025)

    Tober, Silke;

    Zitatform

    Tober, Silke (2025): IMK Inflationsmonitor. Inflation fällt im März 2025 auf 2,2 %, auch Kernrate sinkt weiter. (IMK policy brief / Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung 190), Düsseldorf, 12 S.

    Abstract

    "Mit 2,2 % lag die Inflationsrate in Deutschland im März 2025 sehr nah am Inflationsziel der EZB und etwas niedriger als im Vormonat (2,3 %). Dabei zogen die Preise für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabakwaren verstärkt an (3,3 % nach 2,9 % im Februar 2025), während die Preise für Energie mit 2,8 % stärker zurückgingen als in den drei Monaten zuvor (jeweils 1,6 %) und die Kernrate sich um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 % verringerte. Auch der Anstieg des für die EZB besonders relevanten harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) schwächte sich ab, und zwar um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 %. Dabei war der Rückgang der Energiepreise mit 2,6 % etwas geringer als im VPI, während sich die Kernrate um 0,3 Prozentpunkte auf 2,8 % verringerte. Die Inflationsraten der neun hier betrachteten Haushaltstypen in verschiedenen Einkommensklassen lagen im März 2025 zwischen 1,7 % und 2,0 %. Die Spanne der haushaltsspezifischen Inflationsraten war damit auf einem niedrigen Niveau. Die Inflation dürfte sich im Jahresverlauf weiter normalisieren und sowohl in Deutschland als auch im Euroraum nahe 2 % liegen. Allerdings sind die Abwärtsrisiken für die Inflation durch den sich verschärfenden internationalen Zollkonflikt gestiegen. Die EZB muss auf die deutlich gestiegene Gefahr einer globalen Rezession und die erhöhten Risiken für die Finanzmarktstabilität reagieren. Bereits vor dem Zollkonflikt waren weitere Zinssenkungen erforderlich, weil die Geldpolitik trotz der anhaltenden Wirtschaftsschwäche noch restriktiv ausgerichtet ist. Nun ist eine geldpolitische Lockerung umso dringlicher, damit Geld- und Fiskalpolitik gemeinsam die Binnennachfrage stärken und ein günstiges Umfeld für Investitionen schaffen können." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Licht und Schatten der deutschen Konjunktur: IW-Konjunkturprognose Herbst 2024 (2024)

    Bardt, Hubertus ; Seele, Stefanie; Demary, Markus; Grömling, Michael; Obst, Thomas; Schaefer, Thilo; Pimpertz, Jochen; Hentze, Tobias; Schäfer, Holger; Henger, Ralph;

    Zitatform

    Bardt, Hubertus, Markus Demary, Michael Grömling, Ralph Henger, Tobias Hentze, Thomas Obst, Jochen Pimpertz, Thilo Schaefer, Holger Schäfer & Stefanie Seele (2024): Licht und Schatten der deutschen Konjunktur: IW-Konjunkturprognose Herbst 2024. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,68), Köln, 4 S.

    Abstract

    "Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland im Jahr 2024 allenfalls das Vorjahresvolumen erreichen. Dabei gibt es moderate Zuwächse beim Konsum, da sich die Inflationsrate bei gut 2 Prozent normalisiert. Dem stehen starke Rückgänge bei den Investitionen gegenüber. Der Außenhandel leidet unter der schwachen Weltwirtschaft. Positive Wirtschaftsimpulse aus dem Dienstleistungssektor verhindern eine schwere Rezession in Deutschland, denn in der Industrie und der Bauwirtschaft sind deutliche Rückgänge zu sehen. Die Beschäftigung wird in diesem Jahr im Dienstleistungssektor ansteigen, zugleich nimmt aber auch die Arbeitslosigkeit auf 6 Prozent zu." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    IAB-Prognose 2024: Die Beschäftigung steigt, aber die Arbeitslosigkeit auch (2024)

    Bauer, Anja ; Gartner, Hermann ; Wanger, Susanne ; Hellwagner, Timon ; Zika, Gerd ; Hummel, Markus; Hutter, Christian ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja, Hermann Gartner, Timon Hellwagner, Markus Hummel, Christian Hutter, Susanne Wanger, Enzo Weber & Gerd Zika (2024): IAB-Prognose 2024: Die Beschäftigung steigt, aber die Arbeitslosigkeit auch. (IAB-Kurzbericht 06/2024), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2406

    Abstract

    "Das hohe Preis- und Zinsniveau sowie eine schwache Auslandsnachfrage haben die wirtschaftliche Entwicklung gedämpft. Der Arbeitsmarkt wurde dadurch zwar beeinträchtigt, aber angesichts der schwachen Konjunktur hält er sich vergleichsweise gut. Der Kurzbericht gibt einen Ausblick auf die Entwicklung im Jahr 2024." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Februar 2024 (2024)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Februar 2024. In: IAB-Forum H. 29.02.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240229.01

    Abstract

    "Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen. Die rückläufigen Investitionen und der angeschlagene Außenhandel bremsten die Konjunktur. Der Konsum konnte etwas zulegen und der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage bleiben am aktuellen Rand getrübt, während sich die Erwartungen an die Zukunft aufhellen. Die konjunkturelle Erholung dürfte sich daher weiter verzögern." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Juni 2024 (2024)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Juni 2024. In: IAB-Forum H. 28.06.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240628.01

    Abstract

    "Im ersten Quartal 2024 wuchs die deutsche Wirtschaft preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent, nachdem sie im Schlussquartal 2023 um (revidiert) 0,5 Prozent geschrumpft war. Die Erholung dürfte sich auch im zweiten Quartal nur langsam fortsetzen. Die Inflation hält sich hartnäckig über der Zwei-Prozent-Marke, der Konsum entwickelt sich zurückhaltend und auch die Konjunkturaussichten hellen sich diesen Monat nicht weiter auf. Die Situation am Arbeitsmarkt ist unverändert: Die Beschäftigung steigt leicht, die Arbeitslosigkeit auch." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Mai 2024 (2024)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Mai 2024. In: IAB-Forum H. 04.06.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240604.01

    Abstract

    "Im ersten Quartal 2024 wuchs die deutsche Wirtschaft preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent, nachdem sie im Schlussquartal 2023 um (revidiert) 0,5 Prozent sank. Das leichte Wachstum wurde im Wesentlichen durch die Investitionstätigkeit und den Außenhandel getragen. Der Konsum ging hingegen leicht zurück. Am Arbeitsmarkt ist die Situation unverändert: Die Arbeitslosigkeit stieg moderat und die Beschäftigung nahm tendenziell nur noch wenig zu. Da sich die Konjunkturaussichten seit Beginn des Jahres insgesamt aufgehellt haben, könnte die Wirtschaft im zweiten Quartal weiter Tritt fassen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2024 (2024)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2024. In: IAB-Forum H. 29.04.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240429.01

    Abstract

    "Die Anzeichen mehren sich, dass sich die Konjunktur langsam aufhellen könnte. Zwar ist die Investitionstätigkeit weiter gedämpft, der Konsum und die Auslandsnachfrage sind noch zurückhaltend. Aber die Industrieproduktion steigt zum zweiten Mal in Folge und auch das Geschäftsklima verbessert sich weiter. Der Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor robust." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Januar 2024 (2024)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Januar 2024. In: IAB-Forum H. 31.01.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240131.01

    Abstract

    "Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2023 preis- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent gefallen. Hauptgründe für den Rückgang waren die hohe Inflation, die gestiegenen Zinsen und die schwache Weltkonjunktur. Dies führte zu Konsumzurückhaltung, einem angeschlagenen Baugewerbe und einer rückläufigen Industrieproduktion. Gestützt wurde die Wirtschaft von den Investitionen und dem relativ robusten Arbeitsmarkt. Zum Auftakt des Jahres 2024 bleiben die Konjunkturaussichten weiterhin getrübt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - März 2024 (2024)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - März 2024. In: IAB-Forum H. 28.03.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240328.01

    Abstract

    "Die deutsche Wirtschaft steckt noch im Abschwung fest. Im Konsum und auch bei den Investitionen ist nur wenig Dynamik zu verzeichnen. Für das erste Quartal ist daher noch nicht mit dem Anziehen der Konjunktur zu rechnen. Immerhin hellt sich das Geschäftsklima am aktuellen Rand auf. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin vergleichsweise robust." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Inflationsausgleichsprämie erhöht Einkommen von 26 Millionen Beschäftigten um 52 Milliarden Euro: Bestimmungsfaktoren und Auswirkungen der Sonderzahlungen (2024)

    Behringer, Jan; Dullien, Sebastian ;

    Zitatform

    Behringer, Jan & Sebastian Dullien (2024): Inflationsausgleichsprämie erhöht Einkommen von 26 Millionen Beschäftigten um 52 Milliarden Euro. Bestimmungsfaktoren und Auswirkungen der Sonderzahlungen. (IMK policy brief / Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung 171), Düsseldorf, 20 S.

    Abstract

    "Die Möglichkeit der Auszahlung einer steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleichsprämie war eine wichtige, in der konzertierten Aktion 2022 vereinbarte Maßnahme zur Stabilisierung der Kaufkraft im Energiepreisschock nach der russischen Ukraine-Invasion. Anhand einer Online-Befragung wird in diesem Policy Brief abgeschätzt, welcher Anteil der abhängig Beschäftigten in Deutschland in den Jahren 2022 bis 2024 eine Inflationsausgleichsprämie erhalten hat. Dabei zeigt sich, dass die überwiegende Mehrheit der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von einer solchen Prämie profitiert hat. Außerdem hatte die Prämie für viele Personen eine so relevante Größenordnung, dass sie dadurch eine spürbare finanzielle Entlastung wahrnahmen und deutlich seltener von Plänen zur Konsumeinschränkung berichteten als Personen ohne Inflationsausgleichsprämie. In der Summe wurden fast 26 Millionen Beschäftigten mehr als 52 Mrd. Euro ausgezahlt. Die Mindereinnahmen bei Steuern und Sozialabgaben werden dabei auf rund 40 Mrd. Euro geschätzt. Die Lohnstückkosten sind bis zu gut 1,5 Prozent niedriger ausgefallen, als es ohne diese Prämie der Fall gewesen wäre, wenn die gleiche Kaufkraft bei den Haushalten erreicht worden wäre." (Textauszug, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Labor at risk (2024)

    Botelho, Vasco ; Foroni, Claudia; Renzetti, Andrea ;

    Zitatform

    Botelho, Vasco, Claudia Foroni & Andrea Renzetti (2024): Labor at risk. In: European Economic Review, Jg. 170. DOI:10.1016/j.euroecorev.2024.104849

    Abstract

    "We propose a Bayesian VAR model with stochastic volatility and time varying skewness to estimate the degree of labor at risk in the euro area and in the United States. We model the asymmetry of the shocks to changes in the unemployment rate as a function of real activity and financial risk factors. We find that the conditional distribution of the changes in the unemployment rate displays time-varying volatility and skewness, with peaks coinciding with the Global Financial Crisis and the COVID-19 pandemic, in both areas. We also take advantage of the multivariate nature of our parametric model to measure the joint risk of large increases in the unemployment rate together with large annual rates of inflation, a proxy for “stagflation ” risks. The model captures an increase of the risk of stagflation with the surge in inflation that followed the recent energy crisis in 2022. Nevertheless, stagflation risks were contained by the resilient performance of the labor market in both areas. Labor at risk is therefore important for the assessment of the inflation-unemployment trade-off." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Deutsche Wirtschaft im Herbst 2024: Konjunktur stottert in kraftlose Erholung (2024)

    Boysen-Hogrefe, Jens; Kooths, Stefan; Sonnenberg, Nils; Jannsen, Nils; Hoffmann, Timo; Schröder, Christian ; Groll, Dominik;

    Zitatform

    Boysen-Hogrefe, Jens, Dominik Groll, Timo Hoffmann, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Christian Schröder & Nils Sonnenberg (2024): Deutsche Wirtschaft im Herbst 2024: Konjunktur stottert in kraftlose Erholung. (Kieler Konjunkturberichte 117), Kiel, 45 S.

    Abstract

    "Die deutsche Wirtschaft kommt nicht in die Gänge. Die vorsichtigen Erholungssignale, die vor einigen Monaten auszumachen waren, haben sich nicht verfestigt. Mittlerweile zeichnet sich ab, dass die Wirtschaftsleistung vorerst weiter stagnieren wird. Das Verarbeitende Gewerbe befindet sich in der Rezession und die privaten Haushalte halten sich trotz steigender Realeinkommen beim Konsum zurück. Die Investitionen leiden weiter unter der hohen Unsicherheit und den restriktiven Finanzierungsbedingungen. Ab dem kommenden Jahr dürfte das Bruttoinlandsprodukt zwar wieder etwas steigen. So lässt die restriktive Wirkung der Geldpolitik allmählich nach. Die weiter steigenden Realeinkommen dürften zudem zu einer moderaten Belebung des privaten Konsums führen, und die wirtschaftliche Expansion in den Absatzmärkten wird das Exportgeschäft voraussichtlich etwas stimulieren. In Anbetracht des derzeit geringen gesamtwirtschaftlichen Produktionsniveaus bleibt die Erholung aber kraftlos. Insgesamt haben wir unsere Prognose nach unten angepasst. Für das laufende Jahr rechnen wir nun mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,1 Prozent (Sommerprognose: +0,2 Prozent), im kommenden Jahr dürfte es um 0,5 Prozent zulegen (1,1 Prozent). Im Jahr 2026 wird das Bruttoinlandsprodukt wohl um 1,1 Prozent steigen, auch gestützt von der höheren Zahl an Arbeitstagen, die 0,3 Prozentpunkte zum Zuwachs beitragen werden. Die Inflation ist weiter zurückgegangen und wird in den kommenden beiden Jahren wohl bei 2 Prozent liegen. Die Arbeitslosigkeit dürfte angesichts der schwachen Konjunktur von 5,7 Prozent im Jahr 2023 auf 6,1 Prozent im Jahr 2025 steigen. In den kommenden Jahren werden zunehmend die Auswirkungen des demografischen Wandels sichtbar werden und voraussichtlich zu einem Rückgang der Erwerbstätigkeit im Jahr 2026 führen. Das Budgetdefizit dürfte vor allem aufgrund der wegfallenden Preisbremsen von 2,6 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 auf 1,7 Prozent im Jahr 2025 zurückgehen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Inflation and Wage Expectations of Firms and Employees (2024)

    Buchheim, Lukas ; Link, Sebastian ; Möhrle, Sascha;

    Zitatform

    Buchheim, Lukas, Sebastian Link & Sascha Möhrle (2024): Inflation and Wage Expectations of Firms and Employees. (IZA discussion paper / Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit 17269), Bonn, 34 S.

    Abstract

    "We study the link between expected inflation and wages using novel panel data from German firms and employees. We find that pass-through—the percentage point change in wage growth given a one percentage point change in expected inflation—is small: 0.11–0.17 for firms and 0.03–0.07 for employees. Utilizing variation in the coverage length of collective agreements, we estimate that passthrough at the intensive margin is 1.4-2 times larger than average pass-through, highlighting the importance of wage rigidities for pass-through. Pass-through also rises with the bargaining power of employees. At the extensive margin, expected inflation has little effect on additional wage negotiations." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Dezember 2023 (2024)

    Gartner, Hermann ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Gartner, Hermann & Enzo Weber (2024): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Dezember 2023. In: IAB-Forum H. 03.01.2024. DOI:10.48720/IAB.FOO.20240103.01

    Abstract

    "Nachdem das Bruttoinlandsprodukt preis-, saison- und kalenderbereinigt im dritten Quartal um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück ging, bleibt die Konjunktur auch in den Folgemonaten schwach. Das Geschäftsklima hat sich im Dezember wieder eingetrübt, nachdem es sich in den Vormonaten noch erholt hatte. Die Investitionsneigung wird durch hohe Finanzierungskosten, zuletzt aber auch durch Unsicherheiten der weiteren Finanzpolitik gedämpft. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer lässt für die nächsten Monate aber eine stabile Lage am Arbeitsmarkt erwarten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Gartner, Hermann ; Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Ohne Inflationsausgleich ändert das Elterngeld seinen Charakter (2024)

    Geis-Thöne, Wido;

    Zitatform

    Geis-Thöne, Wido (2024): Ohne Inflationsausgleich ändert das Elterngeld seinen Charakter. (IW-Kurzberichte / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2024,96), Köln, 3 S.

    Abstract

    "Seit seiner Einführung im Jahr 2007 ist nie eine Anpassung der Mindest- und Höchstsätze für das Elterngeld erfolgt. So ist die Kaufkraft des Elterngeldes für Eltern mit höheren und niedrigem Einkommen bis zum Jahr 2023 um rund 38 Prozent gesunken und diese Entwicklung setzt sich ohne Inflationsausgleich weiter fort." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Frühjahrsgutachten 2024 (2024)

    Grimm, Veronika ; Schnitzer, Monika ; Truger, Achim; Werding, Martin ; Malmendier, Ulrike ;

    Zitatform

    Grimm, Veronika, Ulrike Malmendier, Monika Schnitzer, Achim Truger & Martin Werding (2024): Frühjahrsgutachten 2024. (Jahresgutachten / Sachverständigenrat zur Begutachtung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2024/01), 180 S.

    Abstract

    "Mit dem vorliegenden Frühjahrsgutachten 2024 geht der Sachverständigenrat Wirtschaft zu einem neuen Veröffentlichungsrhythmus über. Künftig wird es zusätzlich zum gewohnten Jahresgutachten im November im Mai ein Gutachten geben, das neben einer Konjunkturprognose weitere Kapitel zu wirtschaftspolitischen Themen enthält. Formal sind diese Kapitel eine Vorabveröffentlichung des nachfolgenden Jahresgutachtens. Dies ermöglicht es, im Jahresverlauf zeitnäher auf wirtschaftliche Entwicklungen und aktuelle Themen zu reagieren. Durch den von März auf Mai verlegten Veröffentlichungstermin werden die beiden Konjunkturprognosen des Sachverständigenrates nun in halbjährlichem Abstand veröffentlicht. Das erste Frühjahrsgutachten 2024 enthält neben der Konjunkturprognose für die Jahre 2024 sowie 2025 ein Kapitel mit dem Titel „Güterverkehr zwischen Infrastrukturanforderungen und Dekarbonisierung“." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Versäumnisse angehen, entschlossen modernisieren : Jahresgutachten (2024)

    Grimm, Veronika ; Malmendier, Ulrike ; Schnitzer, Monika ; Werding, Martin ; Truger, Achim;

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    Grimm, Veronika, Ulrike Malmendier, Monika Schnitzer, Achim Truger & Martin Werding (2024): Versäumnisse angehen, entschlossen modernisieren : Jahresgutachten. (Jahresgutachten / Sachverständigenrat zur Begutachtung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung 2024/25), Wiesbaden, 397 S.

    Abstract

    "Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich weiterhin in der Stagnation. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in den vergangenen fünf Jahren real insgesamt lediglich um 0,1 % gewachsen. Das deutsche Produktionspotenzial liegt um mehr als 5 % unter dem Wert, der im Jahr 2019 für das Jahr 2024 erwartet wurde. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland wirtschaftlich deutlich hinterher. Dies legt in der Gesamtschau zunehmend nahe, dass die deutsche Volkswirtschaft sowohl von konjunkturellen als auch von strukturellen Problemen ausgebremst wird. Die Energiepreise sind nach der Energiekrise zwar deutlich zurückgegangen, haben sich aber oberhalb des Niveaus vor der Corona-Pandemie stabilisiert. Die Realeinkommen haben sich von den Einkommensverlusten im Zuge der hohen Inflation zwischen Herbst 2021 und Mitte 2023 erholt, dennoch nimmt der Konsum keine Fahrt auf und die Sparquote bleibt hoch. In der Industrie ist die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber wichtigen Handelspartnern weiter gesunken, und es zeichnet sich keine Verbesserung ab. Die Kapazitätsauslastung und die Arbeitsproduktivität sind zurückgegangen. Im kommenden Jahr ist daher nur mit geringem Wachstum zu rechnen. Deutschland dürfte dementsprechend auch weiterhin deutlich hinter den anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückbleiben. Neben den aktuellen Problemen, vor allem in der Industrie, analysiert dieses Gutachten vier weitere Bereiche, in denen Deutschland versäumt hat, einen entschlossenen Modernisierungspfad einzuschlagen. Erstens müssen zukunftsorientierte öffentliche Ausgaben besser priorisiert und verbindlicher festgeschrieben werden. Die Ausgaben für Infrastruktur, Bildung und Verteidigung sind im internationalen Vergleich gering. In diesen Bereichen sind in den vergangenen Jahren deutliche Mängel aufgetreten. Zweitens sind im Verkehrsbereich eine Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur und darüber hinaus die Dekarbonisierung des Güterverkehrs erforderlich. Drittens hinkt Deutschland bei der Digitalisierung im Finanzsystem hinterher und verschenkt dadurch Potenziale für Innovationen und Effizienzsteigerungen. Viertens ist der Wohnungsmarkt besonders in Ballungsräumen angespannt. Das erschwert einerseits den Zuzug von Arbeitskräften in diese produktiven Regionen, andererseits ist die Mietbelastung dort sehr hoch, insbesondere für sozial schwächere Haushalte." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Wage Setting in Times of High and Low Inflation (2024)

    Gödl, Maximilian; Gödl-Hanisch, Isabel;

    Zitatform

    Gödl, Maximilian & Isabel Gödl-Hanisch (2024): Wage Setting in Times of High and Low Inflation. (CESifo working paper 11319), München, 74 S.

    Abstract

    "The recent surge in inflation led many unions and firms to alter their bargaining and wage-setting policies. Using novel German firm-level survey data, we document the extent of state dependence in wage setting across firms and workers during periods of high and low inflation. We find state dependence along the extensive and intensive margins: the average duration of wage agreements shortens from 14.2 to 12.9 months, and the adjustment per pay round increases from 2-4% to 4- 6%. We complement these findings with newly compiled union-level panel data on collective bargaining outcomes. We show that the observed state dependence can be rationalized in menu cost and Calvo models of wage setting with heterogeneous firms. We examine the implications of state-dependent wage setting for the long-run effects of trend inflation, the transmission of monetary policy shocks, and the slope of the Phillips curve in an otherwise standard New Keynesian model." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Shielding competitiveness: Germany’s wage policy during the inflation shock years in comparative perspective (2024)

    Höpner, Martin ; Hassel, Anke; Di Carlo, Donato ;

    Zitatform

    Höpner, Martin, Donato Di Carlo & Anke Hassel (2024): Shielding competitiveness: Germany’s wage policy during the inflation shock years in comparative perspective. In: Transfer, Jg. 30, H. 3, S. 299-317. DOI:10.1177/10242589241300114

    Abstract

    "Wir analysieren die Entwicklungen der Löhne in Deutschland während des Inflationsschocks der Jahre 2021 und 2022 aus drei unterschiedlichen Perspektiven: Lebenshaltungskosten, Kostendruck auf der Angebotsseite und relative Position Deutschlands im Euroraum. Mit seinem exportorientierten Wachstumsmodell ist Deutschland von günstigen realen effektiven Wechselkursen abhängig. Da Deutschland mehr als andere Länder von der Energiekrise betroffen war und die Arbeitslosigkeit niedrig war, bestand die Gefahr von höheren Lohnforderungen und somit ein Risiko für die Wettbewerbsfähigkeit. Die Antwort auf die Inflationskrise waren moderate Abschlüsse von Tarifverträgen, oftmals in Form von Einmalzahlungen, längeren Laufzeiten und „Nullmonaten“, so dass Lohnerhöhungen verspätet wirksam wurden. Wie in anderen Ländern des Euroraums auch mussten die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen reale Lohnverluste hinnehmen. Allerdings sind die Nominallöhne im Niedriglohnbereich im Durchschnitt stärker gestiegen als in anderen Lohnsegmenten. Innerhalb des Euroraums ist es zu größeren Verschiebungen der Wettbewerbsfähigkeit besonders zum Nachteil der Länder in Osteuropa und des Baltikums gekommen, jedoch nicht zum Schaden Deutschlands." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Europäischer Tarifbericht Des WSI – 2023/2024: Reallöhne haben nach Krisenverlusten weiterhin Aufholbedarf (2024)

    Janssen, Thilo; Lübker, Malte;

    Zitatform

    Janssen, Thilo & Malte Lübker (2024): Europäischer Tarifbericht Des WSI – 2023/2024. Reallöhne haben nach Krisenverlusten weiterhin Aufholbedarf. (WSI-Report 97), Düsseldorf, 21 S.

    Abstract

    "Nach dem Inflationsschock des Jahres 2022 deutet sich für die Europäische Tarifpolitik vordergründig eine Normalisierung an: Die Inflation geht langsam zurück und dank anziehender Nominallöhne stabilisiert sich die Kaufkraft der Beschäftigten. Doch damit ist der Einbruch der Reallöhne seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine noch nicht ausgeglichen (vgl. Janssen/Lübker 2023). Der diesjährige Europäische Tarifbericht des WSI dokumentiert, wie tief der Einschnitt für die Beschäftigten war und welche weitreichenden Folgen er für die funktionale Einkommensverteilung zwischen Arbeit und Kapital hatte. Damit steht die Lohnpolitik weiterhin vor der Aufgabe, die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre zu korrigieren und so zu einer gerechteren Lastenverteilung beizutragen." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Do individuals expect the Phillips curve? Evidence from the European Consumer Expectations Survey (2024)

    Kirpson, Gerda ; Staehr, Karsten ;

    Zitatform

    Kirpson, Gerda & Karsten Staehr (2024): Do individuals expect the Phillips curve? Evidence from the European Consumer Expectations Survey. In: Economics Letters, Jg. 234. DOI:10.1016/j.econlet.2023.111430

    Abstract

    "Are the expectations of individuals in Europe consistent with the Phillips curve? To investigate we run panel data estimations on micro data from the European Consumer Expectations Survey. The estimations reveal a positive relationship between expected inflation and economic slack. This lack of consistency with the Phillips curve holds even when proxies for supply shocks are included." (Author's abstract, IAB-Doku, © 2024 Elsevier) ((en))

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    Aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2023: Hohe Preise bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen belasten Betriebe (2024)

    Leber, Ute ; Oberfichtner, Michael ; Schwengler, Barbara ;

    Zitatform

    Leber, Ute, Michael Oberfichtner & Barbara Schwengler (2024): Aktuelle Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel 2023: Hohe Preise bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen belasten Betriebe. (IAB-Kurzbericht 11/2024), Nürnberg, 8 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2411

    Abstract

    "Das hohe Preisniveau bei Energie, Rohstoffen und Vorleistungen beeinflusst die deutsche Wirtschaft zum Teil erheblich. Die aktuellen Daten des IAB-Betriebspanels 2023 geben Aufschluss darüber, wie viele und welche Betriebe hiervon negativ betroffen sind. Das Autorenteam untersucht, wie sich in diesen und anderen, nicht negativ durch die Krise betroffenen Betrieben das Geschäftsvolumen und die Beschäftigung im vergangenen Geschäftsjahr entwickelt haben und wie sich die Erwartungen der Betriebe für das laufende Jahr darstellen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Sources of post-pandemic inflation in Germany and the euro area: An application of Bernanke and Blanchard (2023) (2024)

    Menz, Jan-Oliver;

    Zitatform

    Menz, Jan-Oliver (2024): Sources of post-pandemic inflation in Germany and the euro area: An application of Bernanke and Blanchard (2023). (Technical paper / Deutsche Bundesbank 2024,02), Frankfurt am Main, 60 S.

    Abstract

    "Fragestellung: In den letzten zwei Jahren ist die Inflationsrate weltweit außergewöhnlich stark gestiegen, was sowohl für Wissenschaftler, Marktteilnehmer und Zentralbankenüberraschend kam. Um in der Zukunft ähnliche Überraschungen zu vermeiden, ist es von großer Wichtigkeit, die Gründe für diesen Anstieg besser zu verstehen. Hierzu liefert unser Papier einen Beitrag. Beitrag: Wir verwenden ein kürzlich von Bernanke and Blanchard (2023) vorgeschlagenes stilisiertes makroökonomisches Modell, in dem sich Inflation, Löhne und Inflationserwartungen gegenseitig beeinflussen. Wir schätzen das ursprünglich für die USA entwickelte Modell für Deutschland und in einem Panelansatz fur den Euroraum. Basierend auf den Schätzungen berechnen wir Impuls-Antwort-Folgen, historische Zerlegungen und konditionierte Projektionen über den zukünftigen Verlauf der Inflations- und Lohnentwicklung. Ergebnisse: Basierend auf unseren Schätzungen ist der Anstieg der Inflationsrate in Deutschland und im Euroraum seit Ausbrauch der Corona-Pandemie zum Großteil auf Energiepreisschocks, Nahrungsmittelpreisschocks und Lieferengpasse zurückzuführen. Die hohe Auslastung auf den Arbeitsmarkten verstärkte diesen Effekt indirekt über die Lohndynamik, allerdings war der Einfluss insgesamt geringer. Die Inflationserwartungen, insbesondere in der kurzen Frist, wurden zwar ebenfalls von Rohstoffpreisen und Knappheiten beeinflusst, zeigten aber insgesamt keine Anzeichen einer Entankerung. Wir finden bisher keine Evidenz für eine Lohn-Preis-Spirale gemessen an einem zusätzlichen Einfluss von hohen Inflationsraten in der Vergangenheit auf die gegenwärtigen Lohnabschlüsse. Unter der Annahme eines schrittweisen Rückgangs der Arbeitsmarktknappheiten sowie ohne weitere Rohstoffpreisschocks suggeriert das Modell einen graduellen Rückgang der Inflationsrate in den der Zukunft." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    Lohnquoten und Lohnstückkosten in Hochinflationsphasen (2024)

    Schröder, Christoph; Seele, Stefanie;

    Zitatform

    Schröder, Christoph & Stefanie Seele (2024): Lohnquoten und Lohnstückkosten in Hochinflationsphasen. In: IW-Trends, Jg. 51, H. 1, S. 19-26. DOI:10.2373/1864-810X.24-01-03

    Abstract

    "Lockdowns zum Schutz gegen die Corona-Pandemie, Lieferkettenprobleme und massive Preiserhöhungen besonders von Energie haben zu multiplen Belastungen geführt. Dies ist verbunden mit einem zunehmenden Fachkräfteengpass, hohen Lohnforderungen und ebensolchen Lohnabschlüssen. Damit gibt es einige Parallelen zu Anfang der 1970er Jahre (IW-Trends, 1974). Damals folgte auf eine lange Phase mit starkem Wachstum bei Vollbeschäftigung ebenfalls eine hochinflationäre Phase. Dies begann schon vor der ersten Ölpreiskrise, wurde durch sie aber erheblich befeuert. Begleitet wurde dies durch eine sehr expansive Lohnpolitik, die im Konflikt mit der Geldpolitik stand. Nach hartem Eingreifen der Deutschen Bundesbank kam es schließlich Mitte der 1970er Jahre zu einer Anpassungsrezession (Obst/Stockhausen, 2024). In dem folgenden Beitrag wird untersucht, wie sich die Löhne und die Produktivität in dieser Phase entwickelt haben, welchen Verlauf die Kosten- Wettbewerbsfähigkeit genommen hat und welche Lehren daraus für die aktuelle Situation gezogen werden können." (Textauszug, IAB-Doku)

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    Gender Disparities in Inflation during the Cost-of-Living Crisis in Europe: A Novel Decomposition (2024)

    Sologon, Denisa M. ; Doorley, Karina ; O'Donoghue, Cathal;

    Zitatform

    Sologon, Denisa M., Karina Doorley & Cathal O'Donoghue (2024): Gender Disparities in Inflation during the Cost-of-Living Crisis in Europe: A Novel Decomposition. (LISER working papers 2024-02), Esch-sur-Alzette, 16 S.

    Abstract

    "This paper evaluates the gender-specific distributional impact of the recent cost-of-living crisis in six European countries using the Household Budget Survey to assess the degree of regressivity (affecting lower income households more) or progessivity (affecting higher income households more) of inflation experienced by households between April 2021 and July 2023. Despite a growing literature on the distributional impact of inflation, there is limited evidence on gender differentials. We innovate by applying distributional measures and a decomposition method adapted from the taxation literature extended with a gender dimension to assess gender differences in inflation regressivity or progressivity, isolate the average inflation rate from the inflation structure effect and identify the drivers of regressivity/progressivity by broad commodity groups (food, heating/electricity, motor fuels, other goods and services). The findings highlight the greater regressive inflation faced by female-headed households compared to men in middle-income countries like Portugal, Poland and Hungary and high-income countries like Ireland. In Germany overall inflation has a neutral impact on women, whereas Finland stands out with a progressive inflation, more pronounced for female-headed households. Consistent across countries, the burden of food and heating/electricity inflation is disproportionately borne by low-income households. Heating/electricity inflation has a larger regressive contribution to overall inflation for female-headed households in all countries, whereas for food this holds only in Poland and Hungary. The findings highlight the need for targeted policies to address potential inequalities arising from differential consumption patterns and protect the most vulnerable groups." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))

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    Hausgemachte Probleme verschärfen konjunkturelle Schwäche: IW-Konjunkturprognose Winter 2023 (2023)

    Bardt, Hubertus ; Taft, Niklas; Hentze, Tobias; Hüther, Michael ; Seele, Stefanie; Beznoska, Martin ; Demary, Markus; Kolev-Schaefer, Galina; Henger, Ralph; Obst, Thomas; Grömling, Michael; Pimpertz, Jochen; Schäfer, Holger; Puls, Thomas;

    Zitatform

    Bardt, Hubertus, Martin Beznoska, Markus Demary, Michael Grömling, Ralph Henger, Tobias Hentze, Michael Hüther, Galina Kolev-Schaefer, Thomas Obst, Jochen Pimpertz, Thomas Puls, Holger Schäfer, Stefanie Seele & Niklas Taft (2023): Hausgemachte Probleme verschärfen konjunkturelle Schwäche: IW-Konjunkturprognose Winter 2023. (IW-Report / Institut der Deutschen Wirtschaft Köln 2023,65), Köln, 45 S.

    Abstract

    "Die Entwicklung der Weltwirtschaft und der Inflation bestimmen die konjunkturellen Rahmenbedingungen für die deutsche Wirtschaft und damit gleichzeitig die Risiken. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bleiben aufgrund der instabilen geopolitischen Lage, der restriktiven Geldpolitik und der volatilen Energiepreise eingetrübt. Die Weltwirtschaft wird im Jahr 2024 mit einem ähnlichen Expansionstempo wie im Jahr 2023 in Höhe von 2 ½ Prozent moderat zulegen. Beim globalen Warenhandel ist von einer schwachen Erholung im Jahr 2024 mit einem Wachstum von 1 Prozent auszugehen, nach einer Schrumpfung um 1 ½ Prozent in diesem Jahr. Darüber hinaus schafft die unsichere Haushaltslage des Staates in Deutschland hausgemachte Verunsicherungen über die fiskalischen Effekte im kommenden Jahr und sie gefährdet die Zeitkonsistenz der Wirtschaftspolitik. In diesem Umfeld wird es der deutschen Wirtschaft nicht gelingen, sich aus ihrer langjährigen Schwäche zu befreien. Nach einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts von fast ½ Prozent im Jahr 2023 wird die Wirtschaftsleistung im Jahr 2024 in ähnlicher Größenordnung sinken. Mit Blick auf die letzten sieben Dekaden sank das reale Bruttoinlandsprodukt nur 2002 und 2003 in zwei aufeinander folgenden Jahren. Das Rezessionsjahr 2024 reflektiert das schwache globale Umfeld, was wiederum den deutschen Außenhandel und damit die Investitionen in Deutschland belastet. Darüber hinaus hat der institutionelle Schock in Form der unsicheren staatlichen Haushaltslage in Deutschland deutliche Bremseffekte auf die gesamte Investitionstätigkeit. Positive Effekte kommen von der allmählichen Erholung beim privaten Konsum. Das liegt auch daran, dass sich die Inflation auf unter 3 Prozent zurückbildet, ihren Zielbereich aber noch nicht erreichen wird. Die Erwerbstätigkeit und das Arbeitsvolumen werden in Deutschland im kommenden Jahr schrumpfen, die Arbeitslosigkeit wird im Jahresdurchschnitt 2024 auf 6 Prozent ansteigen. Durch die mit der Haushaltsunsicherheit verbundenen Ausgabeeinschränkungen und die Geltung der Kreditobergrenzen der Schuldenbremse gehen das staatliche Haushaltsdefizit auf –½ Prozent des Bruttoinlandsprodukts und die Schuldenstandsquote auf unter 63 Prozent zurück. Akutes wirtschaftspolitisches Handeln muss die Finanzierung des Staatshaushalts für das kommende Jahr sichern. Die damit verbundene Sicherung der Investitions- und Transformationsbedingungen in Deutschland muss in ein Konzept der langfristigen Standortstärkung eingebettet sein." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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    IAB-Prognose 2023/2024: Konjunkturflaute dämpft den Arbeitsmarkt (2023)

    Bauer, Anja ; Gartner, Hermann ; Hutter, Christian ; Wanger, Susanne ; Hummel, Markus; Weber, Enzo ; Hellwagner, Timon ; Zika, Gerd ;

    Zitatform

    Bauer, Anja, Hermann Gartner, Timon Hellwagner, Markus Hummel, Christian Hutter, Susanne Wanger, Enzo Weber & Gerd Zika (2023): IAB-Prognose 2023/2024: Konjunkturflaute dämpft den Arbeitsmarkt. (IAB-Kurzbericht 18/2023), Nürnberg, 12 S. DOI:10.48720/IAB.KB.2318

    Abstract

    "Die hohe Inflation, steigende Zinsen sowie eine schwache Auslandsnachfrage haben die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gedämpft. Der Arbeitsmarkt wird dadurch zwar beeinträchtigt, gemessen an der schwachen Konjunktur hält er sich aber vergleichsweise gut. Der Kurzbericht gibt einen Ausblick auf die Entwicklung in den Jahren 2023 und 2024." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - November 2023 (2023)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - November 2023. In: IAB-Forum H. 30.11.2023. DOI:10.48720/IAB.FOO.20231130.01

    Abstract

    "Die Flaute der deutschen Wirtschaft hält an. So ist das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2023 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 Prozent gefallen, nachdem es im ersten Halbjahr 2023 nahezu stagnierte. Der Konsum und der Außenhandel sind noch immer deutlich durch die anhaltende Inflation und die gestiegenen Zinsen belastet. Gestützt wird die Wirtschaft von den Investitionen und dem relativ robusten Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - März 2023 (2023)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - März 2023. In: IAB-Forum H. 31.03.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230331.01

    Abstract

    "Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich im ersten Quartal 2023 verhalten. Der hohe Inflationsdruck führte zu Kaufzurückhaltung. Die globale Konjunkturdynamik blieb noch immer schwach und minderte die Absatzchancen. Auf dem Arbeitsmarkt sind erste Spuren sichtbar, insgesamt zeigt er sich aber robust. Die Konjunktur dürfte die Talsohle durchschritten haben. Der ifo-Geschäftsklimaindex steigt abermals − trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2023 (2023)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - April 2023. In: IAB-Forum H. 28.04.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230428.01

    Abstract

    "Die deutsche Wirtschaft entwickelte sich im ersten Quartal 2023 verhalten. Von der globalen Konjunktur gehen nur wenige Impulse aus. Höhere Zinsen mindern die Investitionsdynamik. Die Inflation sinkt nur langsam und führte zu Kaufzurückhaltung. Die konjunkturelle Erholung verläuft daher bisher gebremst. Auf dem Arbeitsmarkt ist die schwache Konjunktur sichtbar, insgesamt zeigt er sich aber stabil." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Januar 2023 (2023)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Januar 2023. In: IAB-Forum H. 31.01.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230131.01

    Abstract

    "Das Bruttoinlandsprodukt sank im 4. Quartal 2022 um -0,2 Prozent (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Für das Jahr 2022 wird insgesamt ein preis- und kalenderbereinigter Anstieg von 1,9 Prozent ausgewiesen. Die deutsche Wirtschaft verlor damit im Vergleich zum Vorjahr an Fahrt, blieb aber angesichts anhaltender Material- und Lieferengpässe, hoher Inflationsraten durch stark gestiegene Energiepreise und Unsicherheiten infolge des Ukrainekrieges vergleichsweise stabil. Die Dienstleistungsbranchen entwickelten sich bedingt durch Nachholeffekte nach der Aufhebung der Corona-Schutzmaßnahmen gut, die Baubranche und das Verarbeitende Gewerbe schwächelten hingegen. Die Beschäftigungsentwicklung flachte sich im Jahresverlauf ab und die Arbeitslosigkeit nahm im Durchschnitt, trotz der Geflüchteten aus der Ukraine, ab." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Februar 2023 (2023)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Februar 2023. In: IAB-Forum H. 01.03.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230301.01

    Abstract

    "Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im vierten Quartal 2022 um 0,4 Prozent (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem Vorquartal. Die konjunkturelle Grundstimmung ist auch zu Jahresbeginn 2023 getrübt. Zwar ist bei den Energiepreisen und den Lieferengpässen eine Entlastung spürbar, dennoch bleibt der hohe Inflationsdruck bestehen und die globale Konjunkturdynamik verhalten. Die Unsicherheit infolge des Ukraine-Krieges, der sich im Februar jährte, bleibt bestehen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich der Arbeitsmarkt beständig. Die Beschäftigung steigt, die Arbeitslosigkeit bewegt sich tendenziell seitwärts." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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    Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Dezember 2022 (2023)

    Bauer, Anja ; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Bauer, Anja & Enzo Weber (2023): Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage - Dezember 2022. In: IAB-Forum H. 03.01.2023 Nürnberg, 2022-12-29. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230103.01

    Abstract

    "Nachdem das Bruttoinlandsprodukt preis-, saison- und kalenderbereinigt im dritten Quartal um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal stieg, ist mit einer Abschwächung der Konjunktur im Winterhalbjahr zu rechnen. Die anhaltend hohe Inflation, die Unsicherheiten durch den Ukrainekrieg und fortbestehende Liefer- und Materialengpässe wirken weiterhin dämpfend. Allerdings könnte der Wirtschaftsabschwung milder ausfallen als zunächst von vielen erwartet. Die Stimmung in der deutschen Industrie hellt sich seit drei Monaten wieder auf, und auch das Konsumklima scheint am aktuellen Rand den Tiefpunkt durchschritten zu haben. Auch das IAB-Arbeitsmarktbarometer legt im Dezember weiter zu. Der Arbeitsmarkt dürfte daher stabil durch den Winter kommen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Weber, Enzo ;
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    Lohnentwicklung im inflationären Umfeld (2023)

    Bellmann, Lutz ; Fitzenberger, Bernd ;

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    Bellmann, Lutz & Bernd Fitzenberger (2023): Lohnentwicklung im inflationären Umfeld. In: IAB-Forum H. 27.10.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20231027.02

    Abstract

    "Der kürzlich veröffentlichte Beschäftigungsausblick der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt einen deutlichen Rückgang der Reallöhne in nahezu allen OECD-Ländern. Geringverdienende haben den kleinsten Spielraum, diesen Kaufkraftverlust durch Ersparnisse oder Kredite aufzufangen. Gleichzeitig ist die effektive Inflationsrate für sie besonders hoch, da sie einen größeren Anteil ihrer Ausgaben für Energie und Lebensmittel aufwenden, deren Preise besonders stark gestiegen sind. Die OECD-Länder haben auf diese Preisschocks vor allem im Niedriglohnbereich unterschiedlich reagiert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Bellmann, Lutz ; Fitzenberger, Bernd ;
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    Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine auf die Betriebe in Deutschland und weitere Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2022 (2023)

    Bennewitz, Emanuel; Klinge, Silke; Leber, Ute ; Neu-Yanders, Nathalie; Schwengler, Barbara ;

    Zitatform

    Bennewitz, Emanuel, Silke Klinge, Nathalie Neu-Yanders, Ute Leber & Barbara Schwengler (2023): Auswirkungen des Angriffskrieges auf die Ukraine auf die Betriebe in Deutschland und weitere Ergebnisse des IAB-Betriebspanels 2022. (IAB-Forschungsbericht 15/2023), Nürnberg, 123 S. DOI:10.48720/IAB.FB.2315

    Abstract

    "Der Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich auf viele Betriebe in Deutschland wirtschaftlich negativ ausgewirkt. In welchen Geschäftsbereichen und in welcher Stärke sich die wirtschaftlichen Folgen des Krieges in der west- und ostdeutschen Betriebslandschaft manifestierten, wird im Rahmen dieses Forschungsberichtes herausgearbeitet. Den Betrachtungen liegt dabei eine Betriebskategorisierung zugrunde, welche auf der Selbsteinschätzung der Betriebe beruht und die wirtschaftliche Betroffenheit der Betriebe in drei Klassen unterteilt: (i) wirtschaftlich nicht negativ betroffene Betriebe, (ii) wirtschaftlich negativ betroffene Betriebe und (iii) wirtschaftlich stark negativ betroffene Betriebe. Es stellte sich heraus, dass es in Hinblick auf die wirtschaftliche Betroffenheit nur geringe Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland gab. In beiden Landesteilen war jeweils knapp die Hälfte der Betriebe wirtschaftlich mit negativen Folgen des Angriffskrieges auf die Ukraine konfrontiert. Diese Betroffenheit variiert sehr stark von Branche zu Branche. Dabei wurden insbesondere die energieintensiven Branchen stark in Mitleidenschaft gezogen. Dies spiegelt sich auch in dem hohen Anteil an Betrieben wider, welche die wirtschaftlich negativen Konsequenzen auf die höheren Kosten für Energie und Treibstoffe sowie die höheren Kosten für Vorleistungen oder Rohstoffe zurückführten. Eine Rolle dürfte auch die jeweilige Exportstärke und damit das Ausmaß der Internationalität der betrieblichen Geschäftstätigkeit gespielt haben. Denn es zeigte sich, dass Betriebe mit einer höheren Exportquote im Durchschnitt häufiger wirtschaftlich negativ vom Angriffskrieg betroffen waren. Zudem lassen die erhöhten Anteile der negativ betroffenen Betriebe, die mit einem verringerten Umsatz und rückläufigen Beschäftigtenzahlen rechneten, eine weitere Verschärfung der negativen Auswirkungen des Angriffskrieges vermuten. Ein zusätzliches mit dem Angriffskrieg auf die Ukraine verknüpftes Thema stellt die Integration der aus der Ukraine geflüchteten Personen in den Arbeitsmarkt dar. Der Anteil der Betriebe, die im Jahr 2022 Beschäftigungsanfragen aus diesem Personenkreis erhalten haben, belief sich bundesweit auf 7 Prozent, stieg aber deutlich mit der Betriebsgröße an. Dies gilt auch für die Anteile der Betriebe, die geflüchtete Personen aus der Ukraine tatsächlich eingestellt haben. Dabei konzentrieren sich die Beschäftigungsmöglichkeiten dieser Personengruppe stark auf wenige Branchen. Ein anderes wichtiges Thema, welches die west- und ostdeutsche Wirtschaft vor große Herausforderungen stellt, ist die Deckung des Fachkräftebedarfs. Nicht nur erwarteten drei Fünftel der west- und ostdeutschen Betriebe Schwierigkeiten bei der Deckung des Fachkräftebedarfs in den kommenden zwei Jahren. Auch die Deckung des aktuellen Fachkräftebedarfs stellt eine immer größer werdende Herausforderung für die west- und ostdeutschen Betriebe dar. So hat sich nicht nur der Bedarf an Fachkräften in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht, zudem ist auch die Nichtbesetzungsquote der angebotenen Fachkräftestellen, mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020, ununterbrochen gestiegen. Diese Problemlage trifft insbesondere auf die kleineren Betriebe und das Baugewerbe zu. Aber auch die Fachkräftesicherung über die eigene Ausbildung gestaltet sich für die Betriebe zusehends schwieriger. So stieg auch im Jahr 2022 der Anteil der Betriebe mit nicht besetzten Ausbildungsplätzen. Ein Problem, das sich zunehmend auch in Westdeutschland manifestiert. Die zwei wichtigsten Gründe für die Nichtbesetzung von Ausbildungsplätzen waren ein allgemeiner Mangel an Bewerbenden und ein Mangel an geeigneten Bewerbenden im Besonderen. Trotz all dieser negativen Auswirkungen des Angriffskrieges auf die deutsche Wirtschaft und der Verschärfung der Fachkräfteproblematik gilt es aber auch zu berücksichtigten, dass der Krieg in einer Phase begann, in der sich die Wirtschaft gerade von der Corona-Pandemie erholte. Diese Erholung zeigt sich anhand verschiedener positiver Entwicklungen. So hat sich zum Beispiel der Anteil der Betriebe mit einem positiven Geschäftsergebnis nach den Rückgängen in den Geschäftsjahren 2019 und 2020, die in den ersten beiden Jahren der Corona-Pandemie 2020 und 2021 erhoben wurden, zuletzt in West- und Ostdeutschland wieder erhöht. Die verbesserte finanzielle Lage der Betriebe hatte zwar noch keinen Einfluss auf die Investitionsquote der Betriebe, ging aber einher mit einer wieder stärker wachsenden Gesamtbeschäftigung sowie gestiegenen Personalzugangs- und Personalabgangsraten. Positiv ist auch die Entwicklung im Bereich der betrieblich geförderten Weiterbildung, welche von der Corona-Pandemie stark negativ beeinflusst war. Wenngleich noch nicht wieder das Ausgangsniveau erreicht war, hat sich sowohl der Anteil der Betriebe, die ihre Beschäftigten weitergebildet haben, als auch die Weiterbildungsquote im Jahr 2022 wieder erhöht. Jedoch zeichnet sich ab, dass diese Erholung des Weiterbildungsgeschehens nicht mit einer Veränderung in der Struktur der Weiterbildungsteilnehmenden einhergeht. Personen auf einfachen Tätigkeiten waren auch 2022 die Beschäftigtengruppe, welche am seltensten weitergebildet wurde." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Leber, Ute ; Schwengler, Barbara ;
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  • Literaturhinweis

    DIW-Konjunkturprognose: Deutschland hinkt der Weltwirtschaft hinterher (2023)

    Bönke, Timm; Dany-Knedlik, Geraldine; Schildmann, Teresa; Trautmann, Kristin; Engerer, Hella; Staffa, Ruben; Kholodilin, Konstantin A. ; Baldi, Guido; Neef, Theresa; Scherer, Jan-Christopher; Hüttl, Pia; Rulliere, Marie; Wittich, Jana; Röger, Werner; Kurcz, Frederik; Pagenhardt, Laura;

    Zitatform

    Bönke, Timm, Geraldine Dany-Knedlik, Guido Baldi, Hella Engerer, Pia Hüttl, Konstantin A. Kholodilin, Frederik Kurcz, Theresa Neef, Laura Pagenhardt, Werner Röger, Marie Rulliere, Jan-Christopher Scherer, Teresa Schildmann, Ruben Staffa, Kristin Trautmann & Jana Wittich (2023): DIW-Konjunkturprognose: Deutschland hinkt der Weltwirtschaft hinterher. In: DIW-Wochenbericht, Jg. 90, H. 36-37, S. 471-503. DOI:10.18723/diw_wb:2023-36-2

    Abstract

    "Die deutsche Wirtschaft ist zuletzt kaum vom Fleck gekommen. Nach der Winterrezession und einer Stagnation im zweiten Quartal geht es nun in Trippelschritten bergauf. Kräftigere Zuwächse der Löhne und Gehälter zusammen mit einer niedrigeren Inflation dürften den Startschuss für eine Erholung der deutschen Wirtschaft geben, wenngleich sie zunächst nur schleppend anläuft. Der private Konsum fiel als Treiber der deutschen Wirtschaft vorerst aus und wird wohl in der zweiten Jahreshälfte 2023 allmählich Tempo aufnehmen. Die hartnäckige Inflation schreckte die Käufer*innen ab und ließ sie größere sowie vermeintlich unnötige Anschaffungen aufschieben. Auf die Kauflaune drückte auch, dass die erzielten Tarifabschlüsse die Nominallöhne zuletzt in einem geringeren Umfang steigen ließen, als sich die Verbraucher*innen erhofften. Diejenigen, die es sich leisten können, parkten bei gestiegenen Zinsen einen Teil ihres Geldes auf Konten oder legten es aus Vorsicht zurück, um beispielsweise Nachzahlungen aus Nebenkostenabrechnungen zu begleichen. Auch die Exporte erwiesen sich eher als Dämpfer für die deutsche Konjunktur. Die internationale Nachfrage schwächelt, besonders in China ist die Binnenwirtschaft angeschlagen und zudem sind Produkte „Made in Germany“ weniger begehrt – offenbar, weil die Volksrepublik mehr und mehr auf die heimische Produktion von Industriegütern setzt. Für dieses Quartal wird ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,1 Prozent und für das kommende von 0,2 Prozent prognostiziert. Dies kann aber die schwache Entwicklung der ersten Jahreshälfte nicht wettmachen. Unter dem Strich wird die Wirtschaft im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich um 0,4 Prozent schrumpfen. In seiner Sommerprognose hatte das DIW Berlin noch mit einem Rückgang von 0,2 Prozent gerechnet. Dank bereits getroffener und noch ausstehender Tarifabschlüsse dürften die Menschen in Deutschland bereits in der zweiten Jahreshälfte, aber insbesondere ab dem kommenden Jahr spürbar mehr Geld im Portemonnaie haben. Zusammen mit einer deutlich geringeren Verbraucherpreisinflation stärkt dies die Kaufkraft der Haushalte und bringt den privaten Konsum in Schwung. Auch die Auslandsnachfrage dürfte insbesondere wegen der konjunkturellen Erholung in der Europäischen Union wieder an Dynamik gewinnen: Im kommenden Jahr wird die deutsche Wirtschaft der Prognose zufolge um 1,2 Prozent zulegen, ebenso im Jahr 2025. Die Weltwirtschaft dürfte sich besser als erwartet entwickeln, wenngleich der ganz große Aufschwung wohl ausbleibt. Vor allem die USA und Japan überraschten zuletzt mit guten Quartalszahlen. Sinkende Inflationsraten und erwartete Zinswenden in den USA und im Euroraum bringen ab dem kommenden Jahr das Wachstum wieder leicht in Fahrt. Noch verleihen hauptsächlich die Schwellenländer der Weltwirtschaft Dynamik, aber China schwächelt deutlich. Sorge bereitet dort vor allem der Immobiliensektor und die maue Binnennachfrage. Die Weltwirtschaft dürfte in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 3,9 Prozent und im Jahr 2025 um 4,1 Prozent wachsen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Inflation trifft Rente: Welche Maßnahmen haben unsere Nachbarländer im Vergleich zu Deutschland ergriffen? (2023)

    Deeken, Tim; Freudenberg, Christoph;

    Zitatform

    Deeken, Tim & Christoph Freudenberg (2023): Inflation trifft Rente: Welche Maßnahmen haben unsere Nachbarländer im Vergleich zu Deutschland ergriffen? In: Deutsche Rentenversicherung, Jg. 78, H. 2, S. 133-151.

    Abstract

    "Der aktuelle Inflationsschock kann für Rentnerinnen und Rentner eine besondere Herausforderung darstellen, da sie im Vergleich zu jüngeren Menschen Kaufkraftverluste nur bedingt durch (eine Ausweitung der) Erwerbsarbeit kompensieren können. Der Dynamisierung von Rentenzahlungen und zusätzlichen staatlichen Transfers kommt somit eine wichtige Rolle zu. Vor diesem Hintergrund analysiert der vorliegende Beitrag, welche Maßnahmen OECD-Staaten auf den Weg gebracht haben, um Kaufkraftverluste für Rentnerinnen und Rentner zu kompensieren. Im Fokus stehen dabei unsere Nachbarländer Österreich, Frankreich, Polen und Belgien. Es zeigt sich, dass im Jahr 2022 trotz unterschiedlicher Dynamisierungsregeln und zum Teil sehr hoher Sonderzahlungen die Rentenanpassungen in keinem der betrachteten Nachbarländer mit der Inflation Schritt halten konnten. Im Jahr 2023 hingegen fallen die (erwarteten) Kaufkraftgewinne und -verluste sehr unterschiedlich nach Land und Rentenhöhe aus. Abschließend diskutiert der Beitrag basierend auf den internationalen Erfahrungen Handlungsoptionen mit Blick auf zukünftige Inflationsschocks." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    IMK Inflationsmonitor: Deutliche Inflationsunterschiede zwischen Arm und Reich im Jahr 2022 (2023)

    Dullien, Sebastian ; Tober, Silke;

    Zitatform

    Dullien, Sebastian & Silke Tober (2023): IMK Inflationsmonitor. Deutliche Inflationsunterschiede zwischen Arm und Reich im Jahr 2022. (IMK policy brief / Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung 144), Düsseldorf, 12 S.

    Abstract

    "Im Jahr 2022 betrug die Inflationsrate in Deutschland 7,9 %, und zwar primär als direkte und indirekte Folge der massiven Preissteigerungen für Haushaltsenergie (39,1 %), Kraftstoffe (26,8 %) und Nahrungsmittel (13,4 %). Die haushaltsspezifischen Teuerungsraten hatten dabei eine Spanne von 6,6 % für einkommensstarke Alleinlebende bis 8,8 % für einkommensschwache Familien mit 2 Kindern. Im Dezember 2022 lag die Inflationsrate mit 8,6 % deutlich unter jener im November (10,0 %). Maßgeblich hierfür war die staatliche Übernahme der Abschlagszahlung für Erdgas und Fernwärme im Dezember, aber auch der weitere Rückgang der globalen Rohölpreise. Bei zugleich geringfügig abgeschwächter Teuerung bei Nahrungsmitteln verringerte sich die Spanne der haushaltsspezifischen Inflationsraten von 3,5 Prozentpunkten im November 2022 auf 2,7 Prozentpunkte im Dezember 2022. Die geringste Teuerungsrate verzeichneten - wie durchgängig seit Januar 2022 - einkommensstarke Alleinlebende (7,1 %), die höchste mit 9,8 % - wie auch im Jahr 2022 insgesamt - einkommensschwache Paare mit zwei Kindern. Geringer fiel auch der weiterhin ausgeprägte Unterschied bei der kombinierten Belastung durch die Preise von Nahrungsmitteln und Haushaltsenergie aus. Er betrug 4 Prozentpunkte (November: 5 Prozentpunkte), wobei diese Güterarten bei einkommensschwachen Alleinlebenden einen Inflationsbeitrag von 6,7 Prozentpunkten lieferten, verglichen mit 2,7 Prozentpunkten im Falle von einkommensstarken Alleinlebenden. Die preislichen Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung verringerten die Inflation 2022 insgesamt um 1,0 Prozentpunkte. Dabei fiel die Entlastung für einkommensstarke Alleinlebende und einkommensstarke Familien mit 0,6 Prozentpunkten zwar geringer aus, sie hatten aber dennoch eine merklich geringere Teuerungsrate zu verzeichnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Inflation in Deutschland und dem Euroraum – ein Überblick (2023)

    Gischer, Horst; Herz, Bernhard ; Menkhoff, Lukas ;

    Zitatform

    Gischer, Horst, Bernhard Herz & Lukas Menkhoff (2023): Inflation in Deutschland und dem Euroraum – ein Überblick. (essentials), Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, VIII, 57 S. DOI:10.1007/978-3-658-40701-8

    Abstract

    "Der vorliegende Open-Access-Band analysiert die relevanten ökonomischen Zusammenhänge der Inflation in Bezug auf die Entstehung und die Folgen von nachhaltigen Steigerungen des Preisniveaus einer Volkswirtschaft. Nach einer langen Periode stabiler Preise ist die Gefahr einer dauerhaften Inflation unerwartet wieder in den Blickpunkt von Wirtschaft und Politik geraten. Begleitend werden die Messkonzepte der Inflation sowie die Möglichkeiten und Grenzen zur Wiederherstellung der Geldwertstabilität durch eine Zentralbank beschrieben. Der Inhalt Die aktuelle Inflation Messung der Inflation Erklärungsansätze für Inflation Sicherung der Geldwertstabilität Die Zielgruppen Studierende mit Interesse am aktuellen ökonomischen Geschehen Interessierte aus der Wirtschaftspraxis und der Wirtschaftspolitik Die Autoren Prof. Dr. Horst Gischer leitet den Lehrstuhl für Monetäre Ökonomie und öffentlich-rechtliche Finanzwirtschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Er ist zudem Geschäftsführender Direktor des Forschungszentrums für Sparkassenentwicklung e.V. (FZSE). Prof. Dr. Bernhard Herz leitete den Lehrstuhl für Geld und Internationale Wirtschaft an der Universität Bayreuth und ist Geschäftsführer der dortigen Forschungsstelle für Bankrecht und Bankpolitik. Lukas Menkhoff ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Humboldt-Universität zu Berlin und leitet die Abteilung Weltwirtschaft am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin)." (Verlagsangaben)

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  • Literaturhinweis

    Inflationserwartungen von Expertinnen und Experten: Wegweiser und Stabilitätsanker (2023)

    Glombitza, Felix; Gründler, Klaus; Wochner, Timo; Potrafke, Niklas ;

    Zitatform

    Glombitza, Felix, Klaus Gründler, Niklas Potrafke & Timo Wochner (2023): Inflationserwartungen von Expertinnen und Experten: Wegweiser und Stabilitätsanker. In: Ifo-Schnelldienst, Jg. 76, H. 11, S. 40-43.

    Abstract

    "Inflationserwartungen von Wirtschaftsexpertinnen und -experten sind wichtige Orientierungshilfen für andere Marktteilnehmende wie Unternehmen und Haushalte. Der Artikel untersucht, wie sich die Inflationserwartungen von VWL-Professorinnen und VWL-Professoren an deutschen Universitäten seit Frühjahr 2022 entwickelt haben. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl das Niveau der Inflationserwartungen als auch die Streuung der Inflationserwartungen im Zeitverlauf gestiegen sind. Eine größere Streuung deutet auf eine erhöhte Unsicherheit hin. Das Niveau der Inflationserwartungen wird nicht signifikant von persönlichen Merkmalen wie dem Bekanntheitsgrad oder dem Geschlecht der Expertinnen und Experten bestimmt, hängt jedoch über Peer-Effekte vom Standort der Universität ab. Für Deutschland werden geringere Inflationsraten als im weltweiten Durchschnitt erwartet, jedoch höhere Inflationsraten als in den übrigen Teilen Westeuropas und den USA. Als wichtigste Gründe der Inflation werden die Energiepreiskrise, der Krieg in der Ukraine sowie die Geldpolitik der EZB genannt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Unternehmen befürchten dauerhafte Kostenbelastungen (2023)

    Grömling, Michael; Bardt, Hubertus ;

    Zitatform

    Grömling, Michael & Hubertus Bardt (2023): Unternehmen befürchten dauerhafte Kostenbelastungen. In: Wirtschaftsdienst, Jg. 103, H. 8, S. 539-545. DOI:10.2478/wd-2023-0153

    Abstract

    "Die hohen Inflationsraten als Konsequenz der Energiepreiskrise, die mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen hat, waren nicht nur für private Verbraucher, sondern auch für Unternehmen deutlich spürbar. Für das Hochkostenland Deutschland sind weitere Kostensteigerungen im internationalen Wettbewerb problematisch. Im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage wurde die Belastung verschiedener Kostenkategorien vermessen. Gerade die Steigerung der Lohnkosten wird von fast 40% der befragten Unternehmen als zumindest starke Mehrbelastung empfunden, die von praktisch allen Firmen als dauerhaft angesehen wird. Energie-, Rohstoff- und Materialkosten, die das vergangene Jahr stark geprägt haben, betrachten zwei Drittel der Unternehmen als dauerhafte Belastung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Gemeinsam mit weiter gestiegenen dauerhaften Regulierungslasten sind bleibende Standortverschlechterungen für die Produktion in Deutschland zu befürchten." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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  • Literaturhinweis

    Der Wirtschaftsabschwung hat sich in Deutschland festgesetzt (Interview mit Enzo Weber) (2023)

    Keitel, Christiane; Weber, Enzo ;

    Zitatform

    Keitel, Christiane; Enzo Weber (interviewte Person) (2023): Der Wirtschaftsabschwung hat sich in Deutschland festgesetzt (Interview mit Enzo Weber). In: IAB-Forum H. 22.09.2023 Nürnberg. DOI:10.48720/IAB.FOO.20230922.01

    Abstract

    "Nachdem die deutsche Wirtschaft bereits im Winterhalbjahr 2022/23 leicht geschrumpft ist, hat sie die Wachstumsschwäche auch im Frühjahr nicht überwinden können und stagniert seither. Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“ am IAB, spricht im Interview über die aktuelle IAB-Prognose zur Entwicklung von Wirtschaft und Arbeitsmarkt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

    Beteiligte aus dem IAB

    Keitel, Christiane; Weber, Enzo ;
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  • Literaturhinweis

    WSI-Mindestlohnbericht 2023: Kaufkraftsicherung als zentrale Aufgabe in Zeiten hoher Inflation (2023)

    Lübker, Malte; Schulten, Thorsten;

    Zitatform

    Lübker, Malte & Thorsten Schulten (2023): WSI-Mindestlohnbericht 2023. Kaufkraftsicherung als zentrale Aufgabe in Zeiten hoher Inflation. (WSI-Report 82), Düsseldorf, 19 S.

    Abstract

    "Die rasant gestiegenen Verbraucherpreise belasten Beschäftigte mit niedrigen Einkommen in besonderem Maße. Deswegen ist es derzeit eine vordringliche Aufgabe der Lohnpolitik, die Kaufkraft der Mindestlöhne zu sichern. Wie der diesjährige WSI-Mindestlohnbericht zeigt, ist dies trotz einer deutlichen Anhebung der nominalen Mindestlöhne zum 1. Januar 2023 nur in rund der Hälfte der EU-Länder gelungen. Vor diesem Hintergrund verfolgt die neue Europäische Mindestlohnrichtlinie das Ziel, allen Beschäftigten einen angemessenen Mindestlohn zu garantieren. Das Kriterium der Angemessenheit beinhaltet, dass die EU-Mitgliedsländer künftig bei der Anpassung der Mindestlöhne deren jeweilige Kaufkraft, also die zugrunde liegenden Lebenshaltungskosten, mitberücksichtigen müssen. Dies stellt auch in Deutschland die hierzulande zuständige Mindestlohnkommission vor neuen Handlungsbedarf." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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