Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Einzelbetriebliche Erfolgskontrolle für regionale Fördermaßnahmen (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur)

Projektnummer

501

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter


Projektstart

März 1998

Projektende

Januar 2002

Beteiligte Auftraggeber

  • Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur"

Kurzbeschreibung

1. Die Weiterentwicklung wissenschaftlich und fachlich belastbarer und politisch vermittelbarer Kontrollrnechanismen für die Erfolgskontrolle bei der Förderung der gewerblichen Wirtschaft aus der Gemeinschaftsaufgabe äVerbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" GA ist Ziel des Gutachtens "Einzelbetriebliche Erfolgskontrolle". Derzeit wird in diesem Auftragsgutachten (von Bund und Ländern) ein Ansatz erarbeitet, bei dem die Angaben aus der Bewilligungsstatistik mit Dateien zur Beschäftigtenstatistik abgeglichen werden. Außerdem werden, z.T. durch aufwendige Call-Aktionen, auch externe Adressen- und Telephonregister genutzt. Bei erfolgreicher Identifikation (Matching) können schließlich in den speziell entwickelten Datenbanken eindeutige betriebliche Verlaufsangaben gewonnen werden, z.B. zu Umfang und Struktur des Beschäftigungsvolumens oder zur Struktur und Entwicklung der Löhne, Lohnsummen oder Sozialversicherungsbeiträgen (fiskalischer Refinanzierungsaspekt). Damit sind erfolgreiche und weniger erfolgreiche Förderfälle unterscheidbar. Die Bewertung muss im regionalen Kontext erfolgen, d.h. nicht nur im Hinblick auf Branchen und Betriebgrößenklassen, sondern vor allem im Vergleich von Fördergebiet und nicht Fördergebiet, von geförderten und nicht geförderten Betrieben und im Vergleich von unterschiedlich prosperierendem Umfeld in den Regionen. Die Ergebnisse werden in anonymisierter Form aufbereitet. Gleichwohl wird damit die Basis für ein künftiges gleitendes Monitoring zum einzelbetrieblichen Fördererfolg gelegt. Empirisch ist die Identifizierung der Betriebe dennoch mit erheblichem Aufwand verbunden; nach gegenwärtigem Stand konnten in der Datenbank der BA bislang etwa die Hälfte der GA- geförderten Betriebe zweifelsfrei wiedergefunden werden. 2. Außerdem wurden mit dem IAB-Betriebspanel (einer Erhebung bei 8.000 Betrieben) detaillierte Fragen zu betriebswirtschaftlichen Kenngrößen gestellt (z.B. Umsatz, Investition, Geschäftserwartung, Innovation, Kräftebedarf etc.). Trotz des relativ großen Panel-Umfangs ist die Zahl der dabei getroffenen geförderten Betriebe verhältnismäßig klein. Repräsentative Angaben zu solch komplexen Fragen erfordern ein eigenes Förderpanel. Die wichtigsten Ergebnisse der deskriptiven Analyse: Bei den GA-geförderten Betrieben in Westdeutschland konnte rund jeder zweite seine Beschäftigung erhöhen. Bei den nicht geförderten Betrieben war der Anteil derjenigen mit positiver Beschäftigungsentwicklung jeweils vergleichsweise geringer. Auch die Beschäftigungserwartungen waren bei geförderten Betrieben etwas optimistischer. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt in GA-geförderten Betrieben mit 99 % weitaus höher als in allen Betrieben. GA-Betriebe sind mit durchschnittlich 155 (Ost) bzw. 171 (West) Beschäftigten deutlich größer als nicht geförderte Betriebe (19 bzw. 40 Beschäftigte). Zu berücksichtigen ist, dass hier jeweils die Mediane angegeben sind. Die Investitionen pro Beschäftigten sind um das Sechsfache (West) bzw. das Fünfzehnfache (Ost) höher als bei nicht geförderten Betrieben. Die Investitionsplanungen bzw. Erwartungen zwischen westdeutschen geförderten und nicht geförderten Betrieben gleichen sich an; die Planungen ostdeutscher GA-Betriebe sind im Vergleich zu nicht geförderten Betrieben wesentlich höher. Insgesamt ist der Anteil derjenigen Unternehmen, die eine Zunahme ihrer Investitionstätigkeit planen, in beiden Teilen Deutschlands bei den GA-Betrieben größer als bei den nicht geförderten Betrieben. Die Entwicklung von Umsatz, Geschäftsvolumen und Bruttolohn- und Gehaltssumme verlief in GA-Betrieben (Ost und West) besser als in nicht geförderten Betrieben. Rund jeder zweiter GA-Betrieb verzeichnete bei diesen Kennzahlen Zunahmen, während dies bei den nicht geförderten Betrieben nur 41 % (West) bzw. 34 % (Ost) waren.

Geldgeber

  • Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
  • Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Projektstatus

Abgeschlossen
 

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