Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Analyse und Bewertung von Innovationen, Zusammenfassung dominanter Techniklinien

Projektnummer

459

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter

  • Dostal, Werner
  • Klauder, Wolfgang
  • Tessaring, Manfred

Projektstart

Januar 1995

Projektende

Januar 1996

Kurzbeschreibung

Bei der Untersuchung der Auswirkungen des technischen Wandels auf Erwerbstätige werden Innovationen als Auslösefaktoren für einzelne technische Entwicklungen mit positiv und negativ zu bewertenden Folgen auf Arbeitsplätze betrachtet und analysiert. Das AFG spricht von "nachteiligen Folgen, die sich für die Erwerbstätigen aus der technischen Entwicklung und aus wirtschaftlichen Strukturwandlungen ergeben können" (AFG §2 Ziff. 3). Technische Entwicklung, auch als technischer Wandel oder technischer Fortschritt bezeichnet, wird beispielsweise in Produktionsfunktionen als eine Restgröße erfaßt, deren Aufgliederung auf einzelne Technikbereiche (z.B. neue Technologien, Produktions- oder Materialtechniken) nicht erfolgt. In der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung werden Fragen nach Wirkungen einzelner Techniken gestellt (z.B. der Biotechnologie, Informations- und Kommunikationstechniken), die von Innovationen ausgelöst und begleitet werden. Innovationen können sich auf Branchen oder Berufe auswirken (etwa die Innovation 'Markteinführung des PC' in der Entwicklung der Datenverarbeitung).
Dieses Projekt soll die Frage beantworten: Lassen sich aus der Analyse von Techniklinien Wirkungen und Folgen auf Erwerbstätigkeiten oder Berufe ableiten?
Implizit sind damit Fragestellungen verbunden, ob die Analyse technischer Entwicklung und deren Folgenabschätzung eher einen Technik-Determinismus oder eher ein Gestaltbarkeitspostulat von Technik und Technikfolgen unterstützt. Bezieht die Analyse darüber hinaus soziale Innovationen und deren Durchsetzung ein, so wäre eine jeweils stark polarisierende Betrachtungsweise, in der die Wirkungen technischer Entwicklung zwischen vollkommener Bestimmtheit und vollkommener Gestaltbarkeit lägen - zumindest im ersten Ansatz - vermeidbar.

Projektmethode

Die Theorie des technischen Wandels als Bestandteil der Wachstumstheorie ist für Anwendungszwecke der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung nicht geeignet, wenn Aussagen zu treffen sind über Auswirkungen einzelner Techniklinien auf die Beschäftigung oder Wirkungen des technischen Wandels als Gesamtgröße auf einzelen Beschäftigten- oder Berufsgruppen oder auch einzelne Branchen. Bei der Analyse den Techniklinien fragt man zum Beispiel: Warum oder wann entstehen aus manchen Innovationen Fachrichtungen, Branchen oder Berufe und spezifische Ausbildungen, aus anderen Innovationen aber nicht?
Folgende Thesen oder häufig zu hörende Aussagen sind zu prüfen oder empirisch zu belegen:
- Nach sogenannten Basisinnovationen folgte mit einem Zeitverzug ein Wirtschaftsaufschwung
- Beschleunigungsthesen von technischen Wandelprozessen
- Thesen zu revolutionären Entwicklungsprozessen des technischen Wandels
- Einflüsse evolutionär verlaufender technischer Entwicklungen lassen sich isolieren und sind bestimmend für Niveau- und Strukturänderungen einzelner Beschäftigten- oder Berufsgruppen
- Produktinnovationen schaffen Arbeitsplätze, Prozeßinnovationen reduzieren die Zahl der Arbeitsplätze
- aus Material-, Energie- und Elementinnovationen entstehen kaum neue Tätigkeiten und Berufe, jedoch aus Systeminnovationen
- aus technischen Innovationen entstehen in geringerem Umfang technikspezifische Berufe oder Tätigkeiten auf dem Facharbeiter-, Techniker- oder FHS- bzw. HS-Niveau. In der weiteren technisch-wirtschaftlichen Entwicklung dagegen mehr sonstige, nicht-technische Tätigkeiten (z.B. Dienstleistungsberufe, wie Verwaltungs- und kaufmännische Tätigkeiten).

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Projektstatus

Abgeschlossen
 

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